Hat jemand von Euch Erfahrungen mit der Bewilligung eines Assistenzhundes oder Therapiehundes?

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    • Hat jemand von Euch Erfahrungen mit der Bewilligung eines Assistenzhundes oder Therapiehundes?

      Mich bewegt im Moment die Frage, inwieweit es hier in Deutschland möglich ist, sich als Asperger Autistin einen Hund als Assistenzhund oder Therapiehund (oder wie es auch heißen mag) anerkennen zu lassen oder bewilligt zu bekommen.

      Ich kenne aus den Staaten das Modell des ESA (emotional support animal). Wenn Dein Hund als ESA anerkannt ist, Voraussetzung dafür ist eine Diagnose im Autismus Spektrum oder eine andere psychiatrische Diagnose, dann darfst Du Deinen Hund mit in jede Reha nehmen, bekommst Wohnungen, in denen normalerweise kein Hund erlaubt ist etc. Das gibt es so m. E. in Deutschland nicht.

      Ich habe aber schon des öfteren erlebt, dass Menschen mit Behinderungen einen Assistenzhund bewilligt oder anerkannt bekommen haben.
      Und darauf zielt meine Frage, gibt es hier jemanden der/die sich damit auskennt?

      Hintergrund meiner Frage ist, dass ich ohne meinen Hund absolut aufgeschmissen bin. Das Zusammemsein mit meiner Hündin beruhigt mich, sie zu streicheln oder mit ihr spazieren zu gehen oder zu kuscheln, entspannt mich und holt mich wieder runter bei Reizüberlastung. Die Hunde waren in all den Jahren meine Rettung. Es wäre für mich unmöglich längere Zeit von meinem Hund getrennt zu sein, in eine Rehamaßnahme zu gehen ohne Hund ist undenkbar.

      Vielleicht wisst Ihr ja etwas darüber?
      Immer wenn mir jemand sagt ich wäre nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin sehr erleichtert...... :d
    • Ich habe länger zu dem Thema recherchiert vor einer Weile und bin auf keinen grünen Zweig gekommen (RW). Die Krankenkassen genehmigen wohl nur Blindenführhunde und keine bei Asperger oder anderen psychischen Erkrankungen. Ich konnte auch sonst keine Kostenträger ausfindig machen. Ich denke, dass man bei gemeinnützigen Vereinen, die über Spenden arbeiten, vielleicht eine Chance hat und dann jemand für einen die Kosten für das Training und den Kauf eines solchen Hundes als Spende übernimmt.
      Diverse Vereine setzen sich aber momentan dafür ein, dass Assistenzhunde eine Leistung der Krankenkassen werden sollen. Die wehren sich natürlich mit Händen und Füßen dagegen, weil es Geld kostet.

      Wenn ihr anderes wisst, bin ich sehr interessiert.
    • Der daneben sitzende Hund ging neulich mit mir in ein Ärztehaus. Meine Mutter war die Patientin, wir gehen immer alle hin . Der Hund hatte eine Jacke an mit einem neongelben Stoffteil. Gut möglich, daß er wegen seiner Kleidung als Assistenzhund angesehen wurde, denn alle Ärzte der anderen Gewerke gingen an dem Tier vorbei, ohne sich über seine Anwesenheit zu beschweren. Da es keine offiziellen Assistenzhunde für unseren Defekt gibt, setze ich einfach den Hund ein, den ich gerade habe.
    • man kann seinen Welpen (oder erwachsenen Hund) auch "selbst" ausbilden. Das geschieht zusammen mit dem Trainer und funktioniert ähnlich wie in einer Hundeschule.
      Die Kosten liegen dann angeblich deutlich unter den üblicherweise genannten 25.000 €.
      Genaueres weiß ich leider auch nicht darüber. Aber wenn ihr das googelt werdet ihr sicher schnell fündig.

      Ich hatte vor einiger Zeit nur versucht herauszufinden, ob ich meinen persönlichen Hund mit ins Büro nehmen darf wenn er als mein Begleithund gilt, den ich (wirklich) brauche.
      Hätte ja sein können das dies per Attest vom Arzt oder so laufen könnte. Das scheint aber nicht zu gehen.

      Das ist alles leider auch zu langatmig. Die Ausbildung dauert relativ lange ..... ich bräuchte JETZT einen (auch im Büro) und nicht erst in 2 Jahren.

      Ich weiß das mir ein grosser Hund helfen würde (ich hatte früher schon einen) ruhig zu bleiben und Sicherheit zu gewinnen... und ich könnte meine Interessen SEHR viel einfacher ausleben :roll: :d (bitte keine Diskussion darüber, mir geht es nicht Primär um meine Interessen sondern um die anderen Dinge. Das war eine spaßig gemeinte Ergänzung weil es zufällig passt)
      aber wie soll man sich einen Welpen anschaffen wenn man mind. 7 Stunden außer Haus ist, selbst wenn man bereit wäre die Ausbildung in der "Assistenzhundeschule" selbst durch zuziehen um den Wisch zu erhalten.
      Das finde ich insgesamt blöd :roll:
      *zu viele Menschen verwechseln Glück mit Spaß*

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    • Tauriel wrote:

      Hätte ja sein können das dies per Attest vom Arzt oder so laufen könnte. Das scheint aber nicht zu gehen.
      Wenn du eine Behinderung hast, muss dein Arbeitsplatz barrierenfrei gestaltet sein. Wenn du ein entsprechendes Attest vom Arzt hast, dass dieses Hilfsmittel für dich erforderlich ist, dann kannst du das durchsetzen. Am besten ziehst du dem Hund dann, wenn ihr euch durch das Gebäude bewegt, auch eine Kenndecke an (diese roten Westen), damit sollte es auch weniger Probleme mit neidischen Kollegen geben.

      Zur Barrierenfreiheit gehört auch explizit, dass du die für dich notwendigen Hilfsmittel mitführen darfst. In der Gesetzesbegründung des BGG werden Assistenzhunde explizit (und zusätzlich zu Blindenhunden) genannt.

      Ausbilden darf übrigens jeder Trainer, der die notwendige Sachkunde nach §11 Tierschutzgesetz hat (da es bei Assistenzhunden für Autismus keine spezielleren Voraussetzungen/Richtlinien gibt).

      Tauriel wrote:

      Das ist alles leider auch zu langatmig. Die Ausbildung dauert relativ lange ..... ich bräuchte JETZT einen (auch im Büro) und nicht erst in 2 Jahren.
      Dann suche dir ein erwachsenes Naturtalent. Es gibt Hunde, die bestimmte Dinge von sich aus können und dafür gar nicht sehr trainiert werden müssen. Ein Welpe kann erst mit einem Jahr richtig arbeiten, vorher ist der einfach zu verspielt und selbst noch in seiner Findungsphase.

      Du müsstest einen Hund finden, der lieb zu allen Menschen ist (für Assistenzhunde ein Muss) und sehr gelassen / selbstsicher ist. Dann übst du erst das, was dir am wichtigsten ist (zum Beispiel, dass er die Leute abfängt und so auf Distanz hält oder sich zwischen dich und Fremde stellt). So etwas ist oft innerhalb weniger Wochen mit passendem Trainer geübt. Und dann könnt ihr euch an die ganzen restlichen Assistenzhundaufgaben machen (beim Einkaufen nicht die Wursttheke leer räumen, …).
      Wird schon Wenn du eine Banane auf deinem Weg siehst, mach dir nicht zu viele Gedanken darüber, ob/wie du darauf ausrutschen wirst. Aber wisse, wie du danach aufstehen kannst.
    • hundefreund wrote:

      Wenn du eine Behinderung hast, muss dein Arbeitsplatz barrierenfrei gestaltet sein. Wenn du ein entsprechendes Attest vom Arzt hast, dass dieses Hilfsmittel für dich erforderlich ist, dann kannst du das durchsetzen. Am besten ziehst du dem Hund dann, wenn ihr euch durch das Gebäude bewegt, auch eine Kenndecke an (diese roten Westen), damit sollte es auch weniger Probleme mit neidischen Kollegen geben.

      Zur Barrierenfreiheit gehört auch explizit, dass du die für dich notwendigen Hilfsmittel mitführen darfst. In der Gesetzesbegründung des BGG werden Assistenzhunde explizit (und zusätzlich zu Blindenhunden) genannt.
      Du meinst also, das es nicht nötig ist einen ausgebildeten Hund zu haben um ihn mit ins Büro nehmen zu können. Man müsste sich nur outen damit man die Mitnahme durchsetzen kann?

      Edit: Da steht ".....muss die Mitnahme ausgebildeter Blinden- und Assistenzhunde sichern"
      Damit hat sich die Frage schon beantwortet. :|
      *zu viele Menschen verwechseln Glück mit Spaß*

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    • Tauriel wrote:

      Edit: Da steht ".....muss die Mitnahme ausgebildeter Blinden- und Assistenzhunde sichern"
      Da müsste man mal einen Fachmann für fragen. In vielen Bereichen (leinenpflicht, …) gelten für Assistenzhunde in der Ausbildung die gleichen Rechte wie für Assistenzhunde im richtigen Einsatz. Macht ja auch Sinn, denn gerade ein Assistenzhund muss lernen, mit dir klar zu kommen und wie dein Alltag bzw. deine besonderen Bedürfnisse sind. Bei einem Blindenhund ist das noch relativ standardisiert, aber einen Autismus-Assistenzhund kann man nicht einfach so „bestellen“.

      Hat dein Arbeitgeber einen Behindertenbeauftragten? Ohne Outen wird es aber wahrscheinlich nicht gehen. Du wirst vielleicht darum herum kommen, zu sagen, was du hast. Aber dass du eine Behinderung hast und dass du ein ärztliches Attest hast und dass es ein Assistenzhund ist, wirst du wohl sagen müssen.
      Wird schon Wenn du eine Banane auf deinem Weg siehst, mach dir nicht zu viele Gedanken darüber, ob/wie du darauf ausrutschen wirst. Aber wisse, wie du danach aufstehen kannst.
    • hundefreund wrote:

      Da müsste man mal einen Fachmann für fragen. In vielen Bereichen (leinenpflicht, …) gelten für Assistenzhunde in der Ausbildung die gleichen Rechte wie für Assistenzhunde im richtigen Einsatz. Macht ja auch Sinn, denn gerade ein Assistenzhund muss lernen, mit dir klar zu kommen und wie dein Alltag bzw. deine besonderen Bedürfnisse sind. Bei einem Blindenhund ist das noch relativ standardisiert, aber einen Autismus-Assistenzhund kann man nicht einfach so „bestellen“.
      Ja, das wäre interessant zu wissen :!:


      hundefreund wrote:

      Hat dein Arbeitgeber einen Behindertenbeauftragten? Ohne Outen wird es aber wahrscheinlich nicht gehen. Du wirst vielleicht darum herum kommen, zu sagen, was du hast. Aber dass du eine Behinderung hast und dass du ein ärztliches Attest hast und dass es ein Assistenzhund ist, wirst du wohl sagen müssen.
      ja, das ist mir schon klar. 8-)
      Ich meinte nur:
      Wenn reichte sich zu outen um einen Hund mit ins Büro nehmen zu dürfen der NICHT ausgebildet ist (sondern lediglich per Attest vom Arzt "nötig" ist ) wäre das Outing ja eine relativ "einfache" Lösung gewesen.
      *zu viele Menschen verwechseln Glück mit Spaß*

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    • Tauriel wrote:

      Wenn reichte sich zu outen um einen Hund mit ins Büro nehmen zu dürfen der NICHT ausgebildet ist (sondern lediglich per Attest vom Arzt "nötig" ist ) wäre das Outing ja eine relativ "einfache" Lösung.
      Ich kann das nicht wirklich beurteilen, wer in deinem Geschäft welche Funktion hat und wem gegenüber ein Outing notwendig ist. Wenn du in der Führungsebene / Personalecke jemanden vertrauenswürdigen hast, könntest du ja mal dezent fragen, ob der heraus finden kann, wie die Firma allgemein zu Assistenzhunden (mit ärztlicher Empfehlung) steht. Wie viel du dann Preis gibst, kannst du ja selbst entscheiden. Wenn du bisher schon für andere wahrnehmbare Overloads hattest, ist das natürlich ein einfacher Weg, darauf zu verweisen.

      Und wenn dann heraus kommt, dass die dem positiv gegenüber stehen, kannst du ja deinen Arzt fragen, ob er dir etwas passendes für den Arbeitgeber ohne Diagnose schreibt. Etwas outen wirst du dich schon müssen, aber es gibt ja auch Assistenzhunde bei Diabetes oder bei anderen Erkrankungen, da wird keiner wissen müssen, was die genaue Funktion des Hundes ist. Und es wird auch sicher akzeptiert, dass man dem Hund nicht an sieht, wie er arbeitet, sondern dass er meistens für die anderen einfach nur „da“ ist.

      Dass der Hund in der Ausbildung ist würde ich aber als Arbeitgeber als Mindest-Voraussetzung sehen, später dann, dass er ausgebildet ist.
      Wird schon Wenn du eine Banane auf deinem Weg siehst, mach dir nicht zu viele Gedanken darüber, ob/wie du darauf ausrutschen wirst. Aber wisse, wie du danach aufstehen kannst.
    • @hundefreund das mit dem outen oder nicht outen ist nicht mein Problem. Es gibt gar kein akutes Problem.
      Ich habe reines Interesse an den Fakten bezüglich dieser Hunde.
      Danke das du mit Infos dazu beigetragen hast :)
      *zu viele Menschen verwechseln Glück mit Spaß*

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    • Ich hatte mich mal zum Thema schlaugemacht und kam dann zu dem Schluss, dass das nichts für mich ist. Die Ausbilder erwarten, dass man nicht alleine für den Hund verantwortlich sein kann, sondern es eine andere menschliche Person geben muss, die die Hauptverantwortung trägt. (Somit könnte man praktisch nie alleine mit dem Hund wohnen / leben.) Zudem soll man auch keine weiteren Hunde haben dürfen sondern ist nur möglich für Leute, die nur den einen Hund haben. Ich weiß aber nicht, ob das überall so gehandhabt wird.
      Der Ausdruck "Bewilligung" ist lustig, da die Krankenkassen das ja nicht unbedingt übernehmen. Möchtest du kostengünstig einen Autismusbegleithund, empfehle ich einen Umzug nach Irland. Dort ist das viel stärker etabliert und sogar in Geschäften stehen Spendenboxen für die Organisationen, die Autismushunde ausbilden.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Lex wrote:

      Ich hatte mich mal zum Thema schlaugemacht und kam dann zu dem Schluss, dass das nichts für mich ist. Die Ausbilder erwarten, dass man nicht alleine für den Hund verantwortlich sein kann, sondern es eine andere menschliche Person geben muss, die die Hauptverantwortung trägt. (Somit könnte man praktisch nie alleine mit dem Hund wohnen / leben.) Zudem soll man auch keine weiteren Hunde haben dürfen sondern ist nur möglich für Leute, die nur den einen Hund haben.
      Das sind ja interessante Informationen.... aber leider auch für mich nicht praktikabel! Ich habe auch die Information, dass da in den englischsprachigen Ländern deutlich mehr gemacht wird. Aber dafür wollte ich jetzt doch lieber nicht nach Irland umziehen ;) , aber trotzdem danke für den Hinweis!
      Immer wenn mir jemand sagt ich wäre nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin sehr erleichtert...... :d
    • Wie gesagt macht es Sinn sich bei jedem Anbieter einzeln nach den "Regeln" zu erkundigen, da diese nicht unbedingt überall gleich sind.

      Die Grundidee ist wohl, dass jemand in bestimmten Situationen (z. B. auch jemand, der nen Assistenzhund wegen PTBS bekommt) nicht mehr rational handeln kann, so kann zwar der Hund in dem Moment die Person schützen aber die Person kann den Hund nicht schützen. Daher meinen manche wohl der Hund ist zur Ergänzung gedacht für eine betreute Person. Es gibt aber auch Gegenbeispiele, wo erwachsene Autisten mit Assistenzhund alleine leben trotz Autismus und / oder PTBS.

      Bei Autismus ist das zusätzliche Problem, dass die meisten Anbieter auf die Ausbildung von Autismus-Assistenzhunden für autistische Kinder (oftmals auch frühlkindliche autistische Kinder) gedacht sind. Da bekommen sie dann Sachen beigebracht, die das Kind in bestimmten Situationen quasi bevormunden sollen. Z. B. verhindern, dass das Kind alleine das Kind alleine das Grundstück verlässt (wegläuft) oder sich dem Kind auf die Beine legen zum Beschweren, wenn es einen Meltdown hat. Oder das Kind soll sich im Straßenverkehr am Hund festhalten, während die Mutter den Hund an der Leine hat, oder Ähnliches.

      Ich würde schon einen Hund bei mir haben mögen, wenn es mir emotional sehr schlecht geht (z. B. ihn umarmen, auch wenn hunde das meist nicht mögen, aber es wären die richtigen "Druckpunkte" für mich), aber würde nicht wollen, dass er sich auf meine Beine legt, denn dann würde ich mich an den Boden geteckelt fühlen und das würde mich eher noch unruhiger machen. Zudem habe ich Sorge, dass der Hund mich nicht als über ihm stehend wahrnehmen würde, wenn er so ausgebildet ist wie im letzten Absatz beschrieben, und ob das vielleicht mit Grund ist, wieso es noch eine zusätzliche Person geben soll.

      Daher ist oft unklar, was für Serviceleistungen ein Autismusbegleithund einem erwachsenen, einigermaßen selbständig lebenden Autisten bieten kann. Da eine meiner Hauptschwierigkeiten das ständige Verlaufen ist, hatte ich mich erkundigt, ob er z. B. als Orientierungshilfe dienen könnte (wie es ja auch bei Blindenhunden teilweise vorkommt) aber die meinten das sei zu schwierig für den Hund. Man müsste da jeden einzigen Weg, den er finden soll, mühsam immer wieder wiederholt mit ihm üben, damit er sich ihn einprägt. Und bis dahin würde man ihn wohl selbst auch schon beherrschen. Bzw. man bräuchte ja dann auch für die Übungsphase jemanden zur Seite gestellt, der den Weg ohne Umwege und ohne Verzögerungen findet. Dadurch wäre wieder die Selbstausbildung erschwert bis unmöglich.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.

      The post was edited 1 time, last by Lex ().

    • Lex wrote:

      Da eine meiner Hauptschwierigkeiten das ständige Verlaufen ist, hatte ich mich erkundigt, ob er z. B. als Orientierungshilfe dienen könnte (wie es ja auch bei Blindenhunden teilweise vorkommt) aber die meinten das sei zu schwierig für den Hund.
      Ja, das stelle ich mir auch schwierig vor.... :roll:

      Ich brauche meinen Hund vor allem als emotionale Unterstützung. Das Kuscheln und Streicheln und mit dem Hund in der Natur sein, ist für mich in schwierigen Situationen und Zeiten meine Rettung. Und es wäre mir wichtig gewesen, dass es anerkannt wird, damit ich den Hund notfalls überall mit hin nehmen kann.
      Immer wenn mir jemand sagt ich wäre nicht gesellschaftsfähig, werfe ich einen Blick auf die Gesellschaft und bin sehr erleichtert...... :d
    • Ja das wäre mir natürlich auch am liebsten so. Wenn ich einen meiner Hunde auf die Art anerkennen lassen könnte. Aber so funktioniert es leider nicht. Wenn überhaupt wird ein Hund nur anerkannt, wenn er "richtige" Unterstützungsdienste leisten kann. Also eine entsprechende Ausbildung hat oder zumindest bei einem anerkannten Ausbilder eine Prüfung abgelegt hat, die ein gewisses Können demonstriert. Liebe Augen und plüschiges Fell reicht da leider nicht.... Er sollte schon etwas mehr können. Z. B. jemanden abschirmen können in beengten, bedrohlichen oder stressigen Situationen. Oder was anderes, was in die richtige Richtung geht. Und im Normalfall würde man die Ausbildungsziele vorher festlegen und gezielt darauf hinarbeiten.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Ich habe einen Hund, der aktuell von mir und einer Hundetrainerin zum Assistenzhunden ausgebildet wird. Die Krankenkasse hat nichts übernommen, da sie nur Blindenführhunde übernehmen. Aber wir hatten Glück über einen gemeinnützigen Verein, die haben sofort ohne bürokratischen Hürden die Finanzierung übernommen. Da wir den Hund schon hatten, liegen die Kosten bei ca 3000 Euro.
      Der Hund lebt bei mir, ich bin die Hauptverantwortliche und der Hund hat -obwohl er noch keinerlei Assistenzhundaufgaben kann- eine Kenndecke mit "Assistenzhund in Ausbildung", sodass er die gleichen Rechte wie ein ausgebildeter Hund hat.

      Grundsätzlich kann man jeden Hund anerkennen lassen. Es werden genauso Hunde als Assistenzhunde für Depressionen anerkannt, die nicht unbedingt sehr viel mehr "können" müssen als eine Stütze sein!
      Wir mussten lediglich einen Eignungstest bestehen (wie reagiert der Hund bei lauten Geräuschen, auf optische Reize etc) Ich empfand diesen Test nicht als übermäßig schwer und dort waren viele, die ihren Hund schon vorher hatte und sich dann überlegt haben, ihn anerkennen und ausbilden zu lassen.