Serotonin Mangel, wissen Sammlung und Behandlungsmethoden

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    • Gluon wrote:

      Ich hatte mal die Erklärung bekommen, das der Serotoninspiegel im Gehirn nicht nachweisbar ist und der kann durchaus abweichen, von dem Serotoningehalt im Blut, daher verzichten dann auch die Ärzte auf die Bestimmung des Serotoninspiegels, weil diesser dann nicht aussagekräftig ist.
      Das meiste Serotonin wird wohl im Darm gebildet, so dass ich neulich auch schon las, dass das Serotonin ganz andere Funktionen habe, als im Gehirn die "Stimmung" zu beeinflussen, sondern eher im Darm Funktionen hat, die auf den Muskeltonus abzielen.
    • Bis jetzt haben meine Untersuchungen noch zu keinen interessanten Hinweisen geführt, aber ich nehme ja innerhalb von vier Wochen mehrere Proben. Bis jetzt ist der Serotonin-Spiegel bei mir sehr stabil (niedrig), der Tryptophan-Spiegel stieg etwas.

      Kennt sich jemand mit dem Zusammenhang zwischen Tryptophan und Serotonin aus? Ich weiß nur, dass Tryptophan in Serotonin umgewandelt werden kann/wird und somit eine Vorstufe von Serotonin ist. Wenn der Tryptophan-Spiegel steigt, der Serotonin-Spiegel aber nicht, könnte man daraus ableiten, dass bei mir die Umwandlung von Tryptophan in Serotonin nicht funktioniert oder was würdet ihr daraus ableiten bzw. kann man daraus etwas ableiten? :roll:

      Es kommen noch weitere Werte, vielleicht lässt sich daran dann mehr ableiten.
    • Ich habe nun sämtliche Laborauswertungen zu Serotonin. Auffällig ist für micih, dass der Serotoninwert zum Ende des Zyklus um zirka 50% ansteigt, während er vorher fast auf dem gleichen Level war. Der Typtophanspiegel stieg nur zur Zyklusmitte etwas an, um dann wieder auf den Startwert abzufallen.
      Mir scheint, als hinge der niedrige Serotoninspiegel nicht vom Vorhandensein von Tryptophan ab, weil das Verhältnis Tryptophan/Serotonin sehr schwankt:
      Es geht von 1:1,7 (Serotoninwert bei ca. 70mikrogramm pro Liter)
      über 1:2,6 (Serotoninwert bei ca. 100 mikrogramm pro Liter)
      zu 1:1,7 (Serotoninwert bei ca. 70 mikrogramm pro Liter).

      Habt ihr eine Idee, wie es dazu kommen kann, dass mehr Serotonin vorhanden ist, obwohl gleich viel Tryptophan vorhanden ist? Könnte das vorhandene Tryptophan dann vielleicht zur Zyklusmitte besser in Serotonin umgewandelt werden? Aber warum? Oder kann man den Serotoninanstieg anders erklären? (ich habe mich relativ gleichbleibend ernährt während der Phase).
      Somit würde es mir vermutlich nicht helfen, während dieser starken Depressionsphasen mehr tryptophanhaltige Lebensmittel zu mir zu nehmen, wenn das eh zu diesem Zeitpunkt nicht besser umgewandelt werden kann (sofern es so ist). :?

      Ich muss wohl nochmal in mein Buch schauen, in dem drin steht, auf welchem natürlichen Wege man den Serotoninspiegel anheben kann (mal schauen, ob es da noch andere Tipps gibt, außer Bananen zu essen (also Erhöhung des Tryptophan-Spiegels).

      Vielleicht wird das Serotonin auch von etwas anderem abgebaut. Möglicherweise könnte man diesen Abbauprozess aufhalten (ich möchte keine SSRIs und auch keine anderen Psychopharmaka einnehmen).

      Magnesium und Vitamin B6 sind wohl wichtig bei der Umwandlung von Tryptophan in Serotonin und Koffeein ist hinderlich. Ich habe aber weder zu wenig Magnesium, noch zu wenig Vitamin B6, noch nehme ich Koffeein zu mir.

      Im gleichen Zeitraum ist auch das Noradrenalin ab Zyklusmitte um ca. 25% angestiegen. Welche Rolle das spielt, weiß ich überhaupt nicht.

      Möglicherweise besteht auch ein Zusammenhang zwischen einem zu niedrigen DAO-Spiegel, weil dann die MAO für den Histaminabbau einspringen muss und dann weniger Serotonin abbaut. Dies würde bedeuten, dass der Serotonin-Spiegel höher ausfallen würde, wenn ich viele histaminhaltige Nahrungsmittel zu mir nehme (die ich aber eigentlich nicht essen soll). :roll: Dann ist meine Histamin-Diät vielleicht gar nicht so sinnvoll. Leider ist das alles sehr komplex (was ja eigentlich zu erwarten war) und ich lege diese Sachen besser mal zur Seite.

      Ich ziehe mal den Schluss, dass vermutlich der Darm und die Psyche wirklich eng und vielfältig miteinander interagieren und dass es nicht falsch ist, wenn ich weiter auf meine Ernährung achte (d. h. möglichst frische und unverarbeitete Produkte essen) und weiter daran arbeite, meine Bedürfnisse besser auszudrücken und mich besser abzugrenzen, mit dem Ziel, dass dann der Stresspegel (und Cortisol-Spiegel) sinkt. Vielleicht regelt sich dann irgendwann auch wieder dieses ganze hormonelle Ungleichgewicht und ich komme aus diesen schlimmen depressiven Zuständen wieder heraus.

      The post was edited 4 times, last by FruchtigBunt ().