Serotonin Mangel, wissen Sammlung und Behandlungsmethoden

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    • MangoMambo wrote:

      Sehr interessant ist in dem Kontext Verdauung und Autismus auch folgende Dokumentation youtube.com/watch?v=zwdmg8pw63s
      Fand ich auch sehr interessant. Hat jemand sich mit dem Thema Antibiotika beschäftigt? Seid ihr auch der Meinung wie ich, dass man eigentlich kein Leitungswasser trinken sollte?
    • Kann mir jemand sagen, welchen Serotonin-Spiegel ihr als "normal" anseht?

      Ich habe in einem Buch über Mikronährstoffe gelesen, dass ein Spiegel von 75 mikrogramm / Liter und darunter auf Depressionen hinweise. Der Normbereich liegt laut Labor aber bei 30 - 200 mikrogramm / Liter. In anderen Fachbüchern in der Bibliothek stand, dass es für Serotonin überhaupt keine Normwerte gebe.
      Bei mir wurde ein Wert von 72 mikrogramm / Liter gemessen. Ich werde aber noch weitere Messungen innerhalb des Menstruationszyklus vornehmen lassen, um rauszufinden, ob sich der Spiegel dabei ändert. Als ich den Spiegel gemessen habe, hatte ich mittlere bis schwere Depressionen mit starker Verzweiflung und Suizidgedanken.

      Im Internet las ich aber wieder, dass die Serotoninhypothese vollkommen überholt sei. Neben Studienergebnissen bzw. dem Nichtvorliegen von Beweisen wurde dann angeführt, dass ja auch kein Psychiater vor der Gabe von Psychopharmaka den Serotoninspiegel testen würde und auch bei der Einnahme von SSRIs es meist nicht zu Veränderungen der Serotonin-Werte käme (sofern das in Studien getestet wurde).

      Mich verwirrt das immer mehr. Woran liegt es denn, dass das Serotonin nicht bestimmt wird? Sollen wirklich nur Medikamente verkauft werden, egal ob die jemand braucht oder könnte man die Änderungen im Serotoninhaushalt (nach mehreren Wochen Medikamenteneinnahme) eh nicht ablesen?
      Oder hat der Serotoninspiegel wirklich überhaupt nichts mit Depressionen zu tun?

      :roll:

      Falls jemand den eigenen Serotoninspiegel gemessen hat. Habt ihr andere Normwerte vom Labor mitgeteilt bekommen? (bitte auch Einheit beachten, da die öfters unterschiedlich sind).
    • Valentime wrote:

      MangoMambo wrote:

      Valentime wrote:

      Ich weis inzwischen das ich eine starke Serotoninstörung habe
      Woher weißt du das? Wie äußert die sich? Hat das was mit dem Autismus zu tun? Nimmst du Präparate deswegen?
      Es ist sehr typisch das Asperger Autisten meist einen Serotoninmangel durch das AS haben.

      (auch Typisch sind starker Vitamin D Mangel, sowie durch den Serotoninmangel entstehenden Melatoninmangel)

      Ich nehme zurzeit ein Serotonin Aufnahmehemmer sowie ein 5-HTP Produkt.

      Ich reagiere besonders Stark auf das 5-http Produkt.

      Ich weis erst seit kurzen das ich AS habe, ich habe mich in den Jahren davor unter anderem Gründlich in einem ZES-Labor untersuchen lassen. Hier konnte man den Mangel an den Bodenstoffe /Hormone sehn. Allerdings konnten die sich die Abweichungen bei mir nicht erklären. Inzwischen weis ich das es durch AS verursacht wird.

      Ein wirklich fachlich Kompetenten Arzt zu finden ist hier nicht leicht.

      Beim Serotonin muss man bedenken das im Körper an zwei stellen gebildet wird. Einmal im Kopf (Nervenzellen des Gehirns) hinter der Blut-Hirn-Barriere so wie im Darm, das heißt bei einem Blutest kann man nur den Serotoninspiegel wo im Darm gebildet wird messen.

      Ich gehe in meinen Fall von straken Mangel von beiden Serotoninspiegel aus.

      Versuch hierzu noch einen Termin beim Neurologen zu bekommen.
      Ich hatte mal das Vergnügen mit einem Serotoninsyndrom, und kann nur
      Raten da wirklich sehr aufzupassen und das 5 HTP wegzulassen.
    • Wo kann man sich das Serotonin denn messen lassen?
      Ich habe auch den Verdacht eines Mangels. Seit vielen Jahren. Meine Ärzte sagen man kann es nicht messen.
      Seit ich VIt D nehme und L-Tryptophan wird es etwas besser. Habe ich alles selber recherchiert.
    • Kaspar wrote:

      Wo kann man sich das Serotonin denn messen lassen?
      Ich habe auch den Verdacht eines Mangels. Seit vielen Jahren. Meine Ärzte sagen man kann es nicht messen.
      Seit ich VIt D nehme und L-Tryptophan wird es etwas besser. Habe ich alles selber recherchiert.
      Das ist soweit ich weiss, eine relativ neue Methode und wird anhand des Blutserums gemessen .

      Ich weiss nicht ob man das Ambulant machen kann .

      Am Besten einen Neurologen Fragen, stationär sollte das sicher gehen.
    • FruchtigBunt wrote:

      Kann mir jemand sagen, welchen Serotonin-Spiegel ihr als "normal" anseht?
      Ich bin kein Mediziner / Psychiater, aber ich kann Dir aus Erfahrung sagen, dass das Thema sehr komplex ist und es schwierig ist auf pauschale Aussagen herunter zu brechen. Vielleicht kann ich für ein bisschen Klarheit sorgen, weil ich Betroffener bin, oft mit sämtlichen Ärzten / Psychiatern diskutiert und Fachwissen angeeignet habe.

      FruchtigBunt wrote:

      Im Internet las ich aber wieder, dass die Serotoninhypothese vollkommen überholt sei. Neben Studienergebnissen bzw. dem Nichtvorliegen von Beweisen wurde dann angeführt, dass ja auch kein Psychiater vor der Gabe von Psychopharmaka den Serotoninspiegel testen würde und auch bei der Einnahme von SSRIs es meist nicht zu Veränderungen der Serotonin-Werte käme (sofern das in Studien getestet wurde).
      Du kannst aus einer intravenösen Blutentnahme nichts falsifizierbares für dich ableiten. Nach aktuellem Wissenstand gibt es eigentlich keinen seriösen Test, der nachweisen kann, wie der Spiegel genau ist und selbst wenn Du es wüsstest, könntest Du daraus keine für dich hilfreichen Schlüsse ziehen, weil es für Depressionen tausendfach verschiedene Faktoren und Gründe gibt, außer der Serotoninhypothese.

      ... und als solche sollte das auch betrachtet werden. Man ist sich bisher bzgl. Serotonin noch nicht ganz einig, ob es darauf zurückzuführen ist. Fakt ist jedoch, dass es eine sehr hohe Korrelation zwischen Serotonin gibt, und ein Nachweis über die Wirksamkeit der SSRI's (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) - was ich auch subjektiv für mich als "psychiatrisches Versuchskaninchen" - bestätigen kann. Diese hohe Korrelation und der Wirksamkeitsnachweis ist wichtig dafür, dass es anerkannt und als Mittel der Wahl heran gezogen werden kann und darf.

      Eine hohe Korrelation ist aber keine Kausalität (Ursache-Wirkung), weshalb es gerne kritisiert wird. (Auch in sogenannten 'Fachbüchern') - Immerhin gibt es einen Behandlungsansatz und dafür dürfen wir dankbar sein.

      The post was edited 2 times, last by Regenjunge ().

    • FruchtigBunt wrote:

      Mich verwirrt das immer mehr. Woran liegt es denn, dass das Serotonin nicht bestimmt wird? Sollen wirklich nur Medikamente verkauft werden, egal ob die jemand braucht oder könnte man die Änderungen im Serotoninhaushalt (nach mehreren Wochen Medikamenteneinnahme) eh nicht ablesen?
      Afaik ist es bis heute nicht eindeutig geklärt und ein erniedrigter Serotoninspiegel führt nicht bei Menschen grundsätzlich zu einer Verstimmung. Es gab vor Jahren mal Dokus in ARD/ZDF, die diese SSRIs thematisierten und Kritiker äußerten dort, dass das Serotoninerklärungsmodell eine Erfindung der Pharmaindustrie sei. Bei härteren Diskussionen in der Vergangenheit mit Ärzten/Psychiatern fand ich interessant, dass die Skepsis an der Wirksamkeit von SSRIs durchaus vorhanden war. Ein Psychiater meinte, dass die SSRIs eigentlich gar keine SSRIs seien. Ferner, dass man davon ausgeht, dass der wesentliche Effekt zustande kommt "Man tut etwas aktiv dagegen". Ein Arzt meinte gar, dass es eigentlich bekannt sei, dass diese Mittel nicht wirklich funktionieren, aber dass man sonst eigentlich oft nichts machen kann.



      FruchtigBunt wrote:

      Oder hat der Serotoninspiegel wirklich überhaupt nichts mit Depressionen zu tun?
      Es gibt Antidepressiva, die gar nicht so sehr auf Serotonin setzen. Zum Beispiel Mirtazapin und Bupropion. Beide Substanzen afaik eher auf Noradrenalin, aber sie unterscheiden sich in der Wirkung dennoch deutlich.

      Hier mal ein Zitat aus Wikipedia bezüglich eines TZAs, das afaik in Deutschland nie auf dem Markt kam und weltweit afaik außer Handel ist:
      Da Amineptin vorwiegend dopaminerg ist, tritt die Stimmungsaufhellung wesentlich schneller ein als bei herkömmlichen Antidepressiva, die vorwiegend serotonerg und/oder noradrenerg wirken.
      Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Amineptin

      Dieser Aussage nach wäre Serotonin gar nicht der Neurotransmitter par excellence. Ich habe vor Jahren mal eine interessante Radiosendung gehört, wo jemand sagte, dass man heutzutage davon ausgeht, dass Mittel, die wirklich wirken, immer die Schattenseite haben, dass der Mensch eben danach strebt, weil es positiv ist.
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    • Kaspar wrote:

      Wo kann man sich das Serotonin denn messen lassen?
      Ich habe auch den Verdacht eines Mangels. Seit vielen Jahren. Meine Ärzte sagen man kann es nicht messen.
      Seit ich VIt D nehme und L-Tryptophan wird es etwas besser. Habe ich alles selber recherchiert.
      @Kaspar

      Den Serotonin-Spiegel kann man sehr wohl messen lassen. Das kann im Blutplasma oder sogar im Urin (24h-Sammlung) gemacht werden. Das kann man z. B. in jedem medizinischen Labor beauftragen, die nicht nur mit Ärzten zusammenarbeiten, sondern auch mit Patienten. Eigentlich sollte es so ein Labor in jeder größeren Stadt geben. In der Regel wird das bei gesetzlich Versicherten dann privat abgerechnet (aber trotzdem nur nach dem 1,8-fachen Satz). Bei Privatversicherten wird es auch privat abgerechnet, aber meist nach einem etwas höheren Satz (2,3fach meine ich) (was ich sehr ungerecht finde). Was es kostet, kannst du vorher sogar selbst raussuchen, nämlich in der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) unter dem Punkt "Laborleistungen". Die Hormone und Aminosäuren sind recht teuer, ich glaube die Serotoninbestimmung kostet für Privatversicherte so zirka 35 - 40 EUR.
      Eigentlich müsste das aber sogar die Krankenversicherung übernehmen, wenn der Arzt/die Ärztin kooperativ ist. Vor allem wenn man Depressionen hat, könnte ein Arzt das sicher begründen, dass das mal geprüft werden soll. Dann müsstest du die hohen Kosten nicht selbst tragen. Als Mann hast du auch den Vorteil, dass es vermutlich ausreicht, das nur einmal zu testen, weil da keine Hormonschwankungen vorliegen (wüsste ich jedenfalls nicht, dass die Hormone beim Mann auch schwanken).
      Weil ich gerade oben las: Du gehst dafür einfach in ein Labor und bekommst Blut abgenommen (ein paar Mililiter). Du musst dafür nicht stationär gehen. Wenn die Katecholamine abgenommen werden, muss man sich dort vorher 30 Minuten hinlegen, weil der Adrenalin-Spiegel sonst zu hoch ausfällt. Leider hat sich das Labor, in dem ich war, nicht daran gehalte. Beim Serotonin geht man einfach hin und kann das Blut direkt abgenommen bekommen.

      Wenn du das genauer wissen willst und ein solches Labor suchst oder die Kosten, kann ich dir das auch gerne raussuchen.
      Du musst dazu nicht zu so einem speziellen "Endokrinologikum" (so eine Spezialeinrichtung für Hormone). Die Privatlabore sind verpflichtet, sogar einen Arzt zu haben, der die Ergebnisse erklären können muss. Ich hatte mal mit dem telefoniert und da er mir Blödsinn erzählt hat, möchte ich ihn wegen der Auswertung der Serotonin-Werte nicht fragen. Zudem wird er vermutlich eh nur auf den laboreigenen Referenzbereich hinweisen.

      Welcher Arzt (Fachrichtung?) hat denn gesagt, dass man das Serotonin nicht messen kann? Man kann es definitiv messen, aber es scheint ja wohl umstritten zu sein, wie hoch die Aussagekraft ist. Vielleicht meinten die Ärzte auch das und haben es dir dann so verkauft, dass es gar nicht geht, wobei sie damit nur meinten, dass die Ergebnisse möglicherweise nicht so viel Aussagekraft haben?

      Ich hatte vor zwei Jahren auch sehr starken VitaminD-Mangel. Leider wurde damals nicht der Serotonin-Spiegel gemessen. Mittlerweile ist das VitaminD wieder ausgeglichen. Es wäre sehr interessant gewesen, wenn ich auch Daten zum damaligen Serotonin-Spiegel hätte. Dann könnte man evtl. daraus ableiten, ob Zusammenhänge bestehen.

      Ich gehe aber davon aus, dass zwischen allen Hormonen und Aminosäuren sehr enge Zusammenhänge bestehen, insbesondere zwischen den Hormonen, die im Darm gebildet werden bzw. den Vorgängen die dort stattfinden und den im Gehirn zirkulierenden bzw. aktiven Hormonen.

      The post was edited 3 times, last by FruchtigBunt ().

    • Regenjunge wrote:

      Nach aktuellem Wissenstand gibt es eigentlich keinen seriösen Test, der nachweisen kann, wie der Spiegel genau ist
      Aber wie kommt das akkreditierte Labor dann zu seinen Normwerten für Serotonin und wie das Fachbuch auf den Hinweis, dass ab unter 75 mikrogramm/Liter Depressionen sehr wahrscheinlich sind? Ganz aus der Luft werden die das auch nicht gegriffen haben? (oder doch? :roll: ).
      Neben den Normwerten erhoffe ich mir insbesondere in Hinblick auf den Zyklusverlauf Aufschlüsse.

      @Hyperakusis
      Danke für die interessanten Infos. Dann scheinen die Zweifel an der Serotoninhypothese ja doch relativ seriös zu sein (die von dir genannten Quellen halte ich für recht seriös). Ich bin mal gespannt, ob bei mir der Serotonin-Spiegel und die anderen Hormone innerhalb von vier Wochen schwanken bzw. wie stark.

      Ich nahm z. B. mal ein Psychopharmaka, das meiner Meinung nach ganz sicher auf die Dopamin-Rezeptoren eingewirkt hat (ich hatte das auch damals alles recherchiert, habe aber vergessen, auf welche Rezeptorgruppen dieses Medikament abgestimmt war). Vorher las ich immer nur, welche Wirkung Dopamin hat. Als ich das Zeug genommen habe, habe ich es am eigenen Leib gespürt. Es war ganz extrem, weil ich z. B. starke Kreativitätsschübe davon bekam, aber auch ganz aufgedreht im Kopf wurde und leider dazu sehr aggressiv. :roll: Mir war das alles sehr suspekt und ich hatte das dann in Absprache mit dem Arzt nach ein paar Monaten wieder abgesetzt. Dieses Medikament hatte jedenfalls keine Wirkung (bzw. nur einen nebensächliche) auf die Rezeptoren, auf die normalerweise SSRIs eine Wirkung haben. Generell hatte ich dann die Finger von Psychopharmaka gelassen, denn nachdem ich darüber sehr viel las, wurde mir bewusst, dass eigentlich niemand wirklich genau weiß, wie die unterschiedlichen Psychopharmaka wirken und diese Rezeptorgedanken auch alles nur Hypothesen waren, die möglicherweise nur einen Bruchteil erklärten. Könnte man das verstehen und gezielt nach Medikamenten suchen, die dann auch zum Krankheitsbild passen, hätte ich micih möglicherweise weiter drauf eingelassen. Aber mir wurde dann klar, dass man eigentlich einfach alles durchprobieren soll und dann gucken, ob es funktioniert. Dazu war und ist mir meine Gesundheit zu wertvoll. Ich frage mich, wie man diese Medikamente überhaupt zulassen kann, wenn man noch nicht mal genau weiß, wie die funktionieren und nur irgendwelchen Studien darüber hat (wie die entstehen, ist die nächste Sache)..

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • @FruchtigBunt
      Danke für Deine ausführliche Antwort.
      Ich habe beim Psychiater gefragt, beim Neurologen, beim Endokrinologen, beim Hausarzt. Anscheinend hat mich niemand Ernst genommen.
      Der Psychiater hat einfach ADs ausprobiert. Trial and Error, wie er es nannte. Zum Teil mit paradoxen Wirkungen. Ich bin dadurch sehr sehr krank geworden.
      Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du mir ein Labor raussuchen könntest. Momentan bin ich nämlich am Ende.
    • Hyperakusis wrote:

      Ein Arzt meinte gar, dass es eigentlich bekannt sei, dass diese Mittel nicht wirklich funktionieren, aber dass man sonst eigentlich oft nichts machen kann.
      Da gibts eine neuere Metaanalyse, die zeigt, dass alle ADs zumindest besser wirken als Placebo.
      thelancet.com/journals/lancet/…-6736(17)32802-7/fulltext

      Eine Zusammenfassung gibt es auf deutsch hier
      medical-tribune.de/medizin-und…eab0099195cfd6d33b6baab07

      Aber da muss man sich anmelden.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Vor langer Zeit wurde bei mir mal Serotonin (und einige andere Werte) anhand des Urins gecheckt. Der Wert war damals extrem niedrig. Die Laborkosten musste ich selbst zahlen.


      Damals hat es mir geholfen, schwarz auf weiß sehen zu können, dass der Serotoninwert wirklich schlecht war. Aus heutiger Sicht würde ich allerdings sagen, dass es wohl sinnvoller ist, nach den persönlichen Ursachen zu suchen.
      "In das Popcorn, das Sie gerade essen, hat wer reingepisst!" (Kentucky Fried Movie)


      "Sind Sie Polizisten?" "Nein, Ma'am. Wir sind Musiker!" (The Blues Brothers)
    • thelord wrote:

      Damals hat es mir geholfen, schwarz auf weiß sehen zu können, dass der Serotoninwert wirklich schlecht war. Aus heutiger Sicht würde ich allerdings sagen, dass es wohl sinnvoller ist, nach den persönlichen Ursachen zu suchen.
      Ja, ich muss auf jeden Fall auch nach den persönlichen Ursachen suchen und bin da ja auch bereits dabei. Eine Ursache für meine Depressionen liegt hauptsächlich in der beruflichen Situation (weil ich nichts mehr arbeite) und weil ich in einer Umgebung wohne, die mir überhaupt nicht gut tut. Wahrscheinlich führen aber auch die permanenten Missverständnisse wegen des Autismus zwischen mir und meinen Mitmenschen zu den Depressionen sowie die Folgen der Traumatisierung, die fast jeden menschlichen Kontakt zu einer extremen Belastung werden lässt. Es ist für mich, als wäre ich in mir gefangen. Ich sehe mein Potential und ich sehe Kontaktwünsche, aber beruflich eckte ich mit meinem Asperger nur an und kann meine Fähigkeiten nicht einbringen, was mich stark deprimiert und wütend macht und privat/freizeitmäßig machen mir die Folgen der Bindungsstörung das Leben ebenfalls zur Hölle, weil ich Kontakte will, aber es gleichzeitig kaum ertragen kann.

      Ich denke, das Problem bekommt man dann nicht dadurch in den Griff, dass ich mich nun besonders gut ernähre (Lebensmittel, die Tryptophan enthalten bzw. Serotonin freisetzen) und Sport mache sowie versuche, soziale Kontakte aufzubauen (was ich eh nicht hinbekomme), aber es sind Ansatzpunkte, um zu verhindern, dass es noch schlimmer wird.
      Die eigentlichen Ursachen kann ich damit aber nicht wegbekommen.

      Wie ich mit den Ursachen umgehe, weiß ich noch nicht. Ich habe dazu einen interessanten anderen Thread gefunden, wo es um Autismustherapie geht. Ansonsten bräuchte ich eine Art körperorientierter Traumatherapie und unbedingt einen Umzug mit beruflichem Neustart. Leider sehr vieles auf einmal und ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.
    • FruchtigBunt wrote:

      thelord wrote:

      Damals hat es mir geholfen, schwarz auf weiß sehen zu können, dass der Serotoninwert wirklich schlecht war. Aus heutiger Sicht würde ich allerdings sagen, dass es wohl sinnvoller ist, nach den persönlichen Ursachen zu suchen.
      Ja, ich muss auf jeden Fall auch nach den persönlichen Ursachen suchen und bin da ja auch bereits dabei. Eine Ursache für meine Depressionen liegt hauptsächlich in der beruflichen Situation (weil ich nichts mehr arbeite) und weil ich in einer Umgebung wohne, die mir überhaupt nicht gut tut. Wahrscheinlich führen aber auch die permanenten Missverständnisse wegen des Autismus zwischen mir und meinen Mitmenschen zu den Depressionen sowie die Folgen der Traumatisierung, die fast jeden menschlichen Kontakt zu einer extremen Belastung werden lässt. Es ist für mich, als wäre ich in mir gefangen. Ich sehe mein Potential und ich sehe Kontaktwünsche, aber beruflich eckte ich mit meinem Asperger nur an und kann meine Fähigkeiten nicht einbringen, was mich stark deprimiert und wütend macht und privat/freizeitmäßig machen mir die Folgen der Bindungsstörung das Leben ebenfalls zur Hölle, weil ich Kontakte will, aber es gleichzeitig kaum ertragen kann.
      Ich denke, das Problem bekommt man dann nicht dadurch in den Griff, dass ich mich nun besonders gut ernähre (Lebensmittel, die Tryptophan enthalten bzw. Serotonin freisetzen) und Sport mache sowie versuche, soziale Kontakte aufzubauen (was ich eh nicht hinbekomme), aber es sind Ansatzpunkte, um zu verhindern, dass es noch schlimmer wird.
      Die eigentlichen Ursachen kann ich damit aber nicht wegbekommen.

      Wie ich mit den Ursachen umgehe, weiß ich noch nicht. Ich habe dazu einen interessanten anderen Thread gefunden, wo es um Autismustherapie geht. Ansonsten bräuchte ich eine Art körperorientierter Traumatherapie und unbedingt einen Umzug mit beruflichem Neustart. Leider sehr vieles auf einmal und ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.
      Dem stimme ich in allem zu.

      auch das mit der körperorientierten Traumatherapie. Da hatte ich 2 mal Erfahrung mit machen dürfen. (I einer Reha Klinik. Und auch nur, weil ich darum gebettelt habe. ICH bräuchte das nicht, wurde mir gesagt :( . Das war so toll. Besser als 40 Stunden Psychoanalyse. Leider habe ich es danach nie wieder bekommen.
    • Ich hatte mal die Erklärung bekommen, das der Serotoninspiegel im Gehirn nicht nachweisbar ist und der kann durchaus abweichen, von dem Serotoningehalt im Blut, daher verzichten dann auch die Ärzte auf die Bestimmung des Serotoninspiegels, weil diesser dann nicht aussagekräftig ist.

    • Shenya wrote:

      Da gibts eine neuere Metaanalyse, die zeigt, dass alle ADs zumindest besser wirken als Placebo.
      Wenn irgendein Antidepressivum rauskam, dann gab es ja immer irgendwo zu lesen, dass das Mittel gegenüber dem Placebo überlegen sein soll. Dennoch gibt es immer wieder Kritik und Zweifel. In einer ARD-Doku wurde mal gesagt, dass Fluoxetin in Deutschland erst im dritten Anlauf eine Zulassung bekam. Zuvor wurde es abgelehnt, weil es für die Behandlung einer Depression ungeeignet sei und keine antidepressive Wirkung habe. In einer (afaik) BBC-Doku wurde Ähnliches mal über Paroxetin gesagt. Reboxetin kam in Deutschland auf dem Markt, darf aber seit Jahren nicht mehr zulasten der GKV verordnet werden, da die Wirksamkeit nicht belegt ist. Vortioxetin kam erst vor wenigen Jahren auf dem Markt, wurde in Deutschland aber bald wieder vom Markt genommen. Allerdings in diesem Fall, weil es keinerlei Vorteil gegenüber anderen Antidepressiva geben soll. Ich erinnere mich daran als Valdoxan (Agomelatin) auf dem Markt kam. Der Renner wurde es nicht und hier habe ich besonders häufig gelesen, dass es zwar deutliche Nebenwirkung hat, aber wirklich antidepressiv?

      iqwig.de/de/presse/pressemitte…st_nicht_belegt.2405.html
      arznei-telegramm.de/html/htmlc…43_01&artikel=0905043_01k
      iqwig.de/de/presse/pressemitte…ur-zusatznutzen.6800.html

      Aber letztendlich macht jeder auch eigene Erfahrungen. Es gibt sehr wohl Leute, die Positives berichten. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass alle Antidepressiva zweifellos eine Wirkung haben, aber eine eindeutig antidepressive Wirkung konnte ich bei keinem Präparat feststellen. Ich denke ansonsten, dass der Arzt auch etwas meinte, was ich selbst auch so sehe: Der Mensch ist ja sicherlich meist nicht aus heiterem Himmel depressiv. Es gibt sicherlich stets Gründe und ich glaube auch solange man sich über diese Gründe immer wieder bewusst wird und sich nichts ändert, an der Ursache nichts behoben wird, wird das Signal wohl immer wieder eine Verstimmung bis Depression sein. Dass man das mit einem einmal täglich A-Sagen (Mund auf), Pille rein beheben kann glaube ich nicht. Ich würde rückblickend aber sagen, dass die Einnahme zumindest die Hoffnung gab es könnte besser werden. Eindeutig profitiert habe ich habe ich von der schlafanstossenden Wirkung mancher Antidepressiva.
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    • Mir hat auch die Therapie mehr geholfen als Medikamente, außer Opipram, das finde ich gut, aber ist ja kein klassisches Antidepressivum, und ich verwende es auch nicht als solches. Von den anderen Medikamenten, die ich probiert habe, hat eins nichts gebracht und zwei habe ich nicht vertragen.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Wirkung von 5-htp wird mit der Zeit nur schwächer (Angewöhnungseffekt).

      Von daher soll es UNREGELMÄßIG eingesetzt werden, nicht tagtäglich.

      Unsere Stimmung hängt nicht nur von Serotonin und Noradrenalin, sondern auch von Dopamin bzw. Oxytozin. Z.B. Ungleichgewicht im Dopamin macht uns ängstlich oder zu agressiv.
      Auf jeden Fall, es gibt spezielle metabolische Tests - wie OAT, wo man das glaubwürdig diagnostizieren kann. Und genetische Tests lassen uns feststellen, was für Enzyme, die für z.B. Serotoninproduktion zuständig sind, nicht bzw. begrenzt funktionieren (wegen DNA Mutation).Dabei essenziell sind auch folgende Vitamine:
      Vit. C und B6,B12, B3 wie auch 5-mthf (5-methylotetrahydrofolian).
      Plus Magnesium, als Kofaktoren für entsprechende Enzyme.
      -Dum spiro spero-