Serotonin Mangel, wissen Sammlung und Behandlungsmethoden

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    • Serotonin Mangel, wissen Sammlung und Behandlungsmethoden

      Hallo zusammen, ich weis erst seit kürzem das ich Asperger-Autist bin.

      Ich weis inzwischen das ich eine starke Serotoninstörung habe. Allerdings finde ich hierzu im Netz kaum Informationen, über die genaue störungs Ursache, sowie die Behandlungsmöglichkeiten.


      Ich würd euch daher bitten euer Wissen / Erfahrungswerte hier mit mir zu Teilen.


      :)

      The post was edited 1 time, last by Valentime ().

    • Hallo,
      was verstehst du unter Serotoninstörung?
      Wie kommst du darauf?
      Ich kann dir etwas dazu erzählen, brauche aber mehr Informationen.
      "Asperger ist eine unsichtbare Behinderung." "Oh, sieht man dir gar nicht an." "Ähhh....genau" :irony:
    • ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2077351/

      Zusammengefasst:
      1) Serotonin bewirkt nicht nur positive Stimmung, sondern der Zusammenhang ist auch umgekehrt. Beeinflussen der Gedanken z.B. durch Psychotherapie kann das Serotoninlevel erhöhen.
      2) (Tages-)Licht
      3) Sport
      4) Ernährung

      ...also genau die Dinge, die einem die Eltern schon gesagt haben: Geh mal mehr raus und beweg dich und iss vernünftig!

      The post was edited 2 times, last by seven_of_nine ().

    • MangoMambo wrote:

      Valentime wrote:

      Ich weis inzwischen das ich eine starke Serotoninstörung habe
      Woher weißt du das? Wie äußert die sich? Hat das was mit dem Autismus zu tun? Nimmst du Präparate deswegen?


      Es ist sehr typisch das Asperger Autisten meist einen Serotoninmangel durch das AS haben.

      (auch Typisch sind starker Vitamin D Mangel, sowie durch den Serotoninmangel entstehenden Melatoninmangel)

      Ich nehme zurzeit ein Serotonin Aufnahmehemmer sowie ein 5-HTP Produkt.

      Ich reagiere besonders Stark auf das 5-http Produkt.

      Ich weis erst seit kurzen das ich AS habe, ich habe mich in den Jahren davor unter anderem Gründlich in einem ZES-Labor untersuchen lassen. Hier konnte man den Mangel an den Bodenstoffe /Hormone sehn. Allerdings konnten die sich die Abweichungen bei mir nicht erklären. Inzwischen weis ich das es durch AS verursacht wird.

      Ein wirklich fachlich Kompetenten Arzt zu finden ist hier nicht leicht.

      Beim Serotonin muss man bedenken das im Körper an zwei stellen gebildet wird. Einmal im Kopf (Nervenzellen des Gehirns) hinter der Blut-Hirn-Barriere so wie im Darm, das heißt bei einem Blutest kann man nur den Serotoninspiegel wo im Darm gebildet wird messen.

      Ich gehe in meinen Fall von straken Mangel von beiden Serotoninspiegel aus.

      Versuch hierzu noch einen Termin beim Neurologen zu bekommen.

      The post was edited 1 time, last by Valentime ().

    • Valentime wrote:

      Ich nehme zurzeit ein Serotonin Aufnahmehemmer sowie ein 5-HTP Produkt.
      Vorsicht bei der gleichzeitigen Einnahme von Serotonin-Wiederaufnahmehemmern und hochdosierten Serotoninvorstufen wie 5-HTP und Tryptophan, denn es kann zum Serotoninüberschuss (Serotoninsyndrom) kommen, davor wird z.T. in den Packungsbeilagen gewarnt. Ich würde das zumindest mit dem behandelnden Arzt absprechen und eng überwachen lassen.

      Ich habe auch Gründe anzunehmen, dass bei mir eine generelle Störung des Serotoninstoffwechsels vorliegt. Der selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI), den ich inzwischen bekomme, hat eine sehr gute, stabilisierende Wirkung. Zusätzlich nehme ich zum Einschlafen bei Bedarf Melatonin. Tryptophan habe ich vor dem SSRI eingenommen, wegen der Gefahr eines Serotoninsyndroms nehme ich es aber nun nicht mehr.

      Verwirrt wrote:

      Und kannst du bitte mal wissenschaftliche Quellen benennen zu einem Serotoninmangel, der durch AS bedingt ist?
      Ein Zusammenhang zwischen Serotoninstoffwechsel und Autismus wird z.B. in diesen Artikeln hergestellt:
      Vitamin D hormone regulates serotonin synthesis. Part 1: relevance for autism.
      An autism-associated serotonin transporter variant disrupts multisensory processing.

      The post was edited 4 times, last by Turtle ().

    • ZES-Labor ist Endokrinologie, die sind darauf spezialisiert Hormon /Bodenstoffe im Blut zu untersuchen.
      (Das hat nix mit einer normalen Blutuntersuchung zu tun)
      Man finden im Netz einiges an Studien die eine Korrelation von niedrigen Serotonin und AS nachweisen, genau so gut kann es auch sein das bei AS Kinder einen deutliche Erhöhung von Serotonin vorliegt.

      hier ein Beispiel:
      diagnostisches-centrum.de/inde…mus-mikronaehrstoffe.html

      The post was edited 1 time, last by Valentime ().

    • Die verlinkte Seite kommt mir nicht seriös vor.
      Es kommt mir so vor, als würden aus allen Ecken der Welt irgendwelche Daten herangezogen, um damit dann die eigenen Produkte und Dienstleistungen verkaufen zu können.
      Oder täusche ich mich?
      Alles wird galaktisch gut.
    • Ich habe auch schon einiges gelesen, zu den Thema, dass vielen Autisten Mikronährstoffe fehlen. Jedoch habe ich darüber nie als Ursache gelesen, sondern eher als Folge.


      Denn viele Autisten haben Darmprobleme und/oder eine einseitige Ernährung. Es gibt auch Ideen, dass sich Darmflora oder sogar Verdauungsenzyme unterscheiden. Bei mir persönlich konnte ich auch eine deutlich schlechtere Aufnahme einiger Nährstoffe beobachten bei Supplementation aufgrund von Mängeln und den folgenden Bluttests.

      Sehr interessant ist in dem Kontext Verdauung und Autismus auch folgende Dokumentation youtube.com/watch?v=zwdmg8pw63s


      Bei Problemen kann ich deshalb aus persönlicher Erfahrung einen Test auf Vitamine und Mineralien empfehlen, mir hat das sehr geholfen.


      Mich würde interessieren, inwiefern das in dem Artikel glaubwürdige Untersuchungen sind und inwiefern Vermutungen, die als Werbematerial eingesetzt werden. (Die Studie mit nicht Mal 20 Kindern sollte ja damals angeblich beweisen, dass Impfungen Autismus auslösen) Da müsste man nun Zeit investieren und sich die Quellen Mal genau ansehen.
    • Valentime wrote:

      Es ist sehr typisch das Asperger Autisten meist einen Serotoninmangel durch das AS haben.
      Hast du da gesicherte Quellen zu? Mir erscheint diese Aussage nämlich nicht korrekt. Serotoninmangel kann bei vielen Menschen vorkommen und dann zu Depressionen führen. Aber dass es AS typisch sein soll, habe ich noch nie gehört.

      Mir wurden ja immer mal wieder mehr oder weniger starke Depressionen diagnostiziert und dann auch SSRI verordnet. Ich bin dann jedesmal erst durch die SSRI depressiv und sogar suizidal geworden.

      Valentime wrote:

      (auch Typisch sind starker Vitamin D Mangel, sowie durch den Serotoninmangel entstehenden Melatoninmangel)
      Vitamin D Mangel ist für Menschen typisch, die nicht ausreichend Sonnenlicht bekommen. Das kann natürlich bei AS vorkommen - aber eben auch bei allen anderen, die sich im Haus oder vor der Glotze verkriechen.

      Bei mir habe ich während der Wintermonate immer so ein 'Tief' festgestellt - keine echte Depression, eher das, was man Winter-Blues nennt. Wen ich über den Winter Johanniskraut oder Vit D3 (in Kombi mit K) hochdosiert nehme, bleibt dieses Tief aus.
      ~ Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. ~
    • Bezug nehmend auf das verlinkte Institut: Um sich einen ersten Eindruck vom Thema "orthomolekulae Medizin" zu verschaffen, hilft auch hier ein Link zu Wikipedia: Orthomolekulare Medizin
      Die Kassen zahlen das nicht. Was überraschend wäre, wenn denn die Therapien so erfolgreich wären, immerhin wird da das komplette Spektrum aller seit Jahren und Jahrzehnten die Menschen hier plagenden Beschwerden, mit denen sich auch die Schulmedizin und die Paychotherapeuten recht erfolglos herumschlagen, als Indikation für eine Diagnostik und Therapie mit Mikronährstoffen und Vitaminen genannt. Die These, dass das über die Mitochondrien läuft, ist zwar schlüssig dafür - aber obwohl es alles andere als neu ist nicht wissenschaftlich belegt. Bis heute nicht. Es gibt beim Robert-Koch-Institut auch unter dem Stichwort Kryptopyrrolurie (Suchfunktion bemühen) eine Stellungnahme zu einer der Säulen dieser Erklärmodelle. Fazit: Das ganze steht noch immer auf so wackeligen und rein theoretischen, aber nicht experimentell belegbaren Beinen, dass eine Diagnostik und Therapie zum jetzigen Zeitpunkt nicht anzuraten ist. Bei rund 700 Euro, die alleine erst mal für die Laboruntersuchungen zu investieren sind, vielleicht eine Überlegung wert.
    • Turtle wrote:

      Vorsicht bei der gleichzeitigen Einnahme von Serotonin-Wiederaufnahmehemmern und hochdosierten Serotoninvorstufen wie 5-HTP und Tryptophan, denn es kann zum Serotoninüberschuss (Serotoninsyndrom) kommen, davor wird z.T. in den Packungsbeilagen gewarnt. Ich würde das zumindest mit dem behandelnden Arzt absprechen und eng überwachen lassen.
      Yep

      Und wenn jemand an die Serotoninmangelhypothese bei Depressionen denkt - man kann die Werte im Blut bestimmen, das wird für gewöhnlich gemacht, um einen bestimmten Tumor auszuschließen, aber das hat nix mit den Werten im Gehirn zu tun. Die Werte im Gehirn sind nicht bestimmbar. Ein niedriger Serotoningehalt im Blut hat keinen Krankheitswert.
      "Asperger ist eine unsichtbare Behinderung." "Oh, sieht man dir gar nicht an." "Ähhh....genau" :irony:
    • ich habe aufgrund meiner depression ein jahr lang mirtazapin bekommen. Ein antidepressiva, welches auch sehr müde macht. Eine antidepressive wirkung habe ich nicht gespürt, aber ich konnte sehr gut schlafen damit. Besonders gut war, dass ich wieder früher ins bett konnte und auch durchgeschlafen habe.

      Doch nach einem jahr wirkte das mittel nicht mehr müdemachend auf mich. Ich habe also gewechselt auf ein serotoninaufnahmehemmer.

      Ich hatte die auswirkungen direkt gespürt. Mein bluthochdruck war weg, von 150 auf 120. Ich konnte die zwei blutdrucksenker, die ich nehme, absetzen.

      Ich wurde auch wieder vor mitternacht müde, und wache seit ewigkeiten wieder früh auf. Ich spüre zwar keine stimmungsänderung, aber ich merkte sehr extrem, dass meinem körper das serotonin wohl fehlte.

      Seit ich die Diagnose auf autismus habe, habe ich aber den serotoninhemmer abgesetzt. Weil mir klar wurde, dass mir das serotonin nicht fehlt, sondern dass ich alles verdrängt habe, dass serotonin ausgeschüttet hat. Ich erinnerte mich, dass ich mich als kind genau so fühlte. Wenn ich mit lego gespielt habe, wenn ich samstag um 8 uhr zeichentrickfilme geguckt habe, wenn ich neue computerspiele bekam oder ich kreativ tätig war.

      Statt serotoninhemmern versuche ich nun also, wieder an diese freuden aus meiner kindheit anzuknüpfen.

      Trotzdem muss ich sagen, dass es wichtig für mich war, den serotoninaufnahmehemmer zu nehmen, einfach um dieses gefühl zu spüren von damals, und dass mir das fehlt
    • Leseratte wrote:

      Ich bin dann jedesmal erst durch die SSRI depressiv und sogar suizidal geworden.
      Da habe ich mal eine wissenschaftliche Studie aus (Norwegen od. Schweden) gelesen, die geanau diesses Phänomen beschrieb, dass zu viel Serotonin ebenfalls depressiv macht. Die Quelle weiß ich nun leider nicht mehr)

      Dennis82HH wrote:

      Statt serotoninhemmern versuche ich nun also, wieder an diese freuden aus meiner kindheit anzuknüpfen.
      Das ist ein sehr schöner Gedanke. :)

    • Gluon wrote:

      Da habe ich mal eine wissenschaftliche Studie aus (Norwegen od. Schweden) gelesen, die genau dieses Phänomen beschrieb, dass zu viel Serotonin ebenfalls depressiv macht. Die Quelle weiß ich nun leider nicht mehr)
      Interessant! Ich nehme seit einiger Zeit Tianeptin, dem nachgesagt wird, ein SSRE zu sein. Also ein Serotonin Wiederaufnahme Verstärker. Es ist für mich das erste Medikament, das tatsächlich auch langfristig wirkt, im Gegensatz zu SSRI und Co.