"Burning bridges" - Kontakte (häufig) abbrechen

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    • Ani schrieb:

      Aber ich kann Kontakte nicht aufrecht halten, vor allem dann nicht, wenn die andere Seite sich nicht von sich aus einbringt, also, wenn das Kontakthalten in erster Linie von mir abhängt.
      Dann stellt sich aber auch die Frage, wie wichtig man diesen Personen ist?

      Ani schrieb:

      Blöderweise gibt es bei mir da so ein Muster, dass ich mir immer wieder Leute aussuche, die zwar gerne mit mir befreundet wären, aber eben auch totale Probleme haben, in die Initiative zu gehen.
      Ich lasse mich in der Regel aussuchen, da ich nicht weiß, wie man den ersten Schritt geht bzw. bei mir dauert es echt lange, bis ich überhaupt ein paar Indizien habe, dass jemand mich mag. Und ich will ja keine Leute ansprechen, die mich gar nicht mögen.

      Ani schrieb:

      Ich kann sehr schlecht spüren, wie viel Kontakt für den anderen passt oder nicht. Eindeutige Signale sehe ich da bei NT nie. Sie sprechen ja vieles nicht aus, leider. Ich finde das dann so belastend, dass ich mich im Grunde lieber fernhalte von engeren Freundschaften- mit Ausnahmen.
      Geht mir auch so. Ich bin dann allerdings zu zurückhaltend, weil ich Angst habe, die andere Person zu "belästigen".
      Gerade wenn man "bedürftig" ist, da man wenig Kontakte hat, kommt dieses Gefühl hoch.
    • Fidoline schrieb:

      Ich breche in Gedanken wahrscheinlich mit allen Personen, die ich kenne, ab und zu den Kontakt ab...
      Kenne ich von mir, wird aber weniger. Was ich danach tue, sieht meistens vernunftgesteuert aus.

      Fidoline schrieb:

      Wobei ich "Burning bridges" manchmal angebracht finde und es auch wirklich hilfreich sein kann...
      Nach dem Abi bin ich weggezogen und habe hauptsächlich die Kontakte am neuen Wohnort erst mal aufgebaut und bevorzugt diese gepflegt. Ich bin noch 3 Mal umgezogen, da war es ähnlich. Nach der Schule hatte ich ganz stark das Gefühl, ich müsse eine Gegend mit verbrannter Erde verlassen. Diese ganzen gemeinsamen Geschichten (darunter viele unangenehme Erinnerungen) mit den Jahrgängern und dem Elternhaus wollte ich hinter mir haben.

      Das war aber auch ok. Ich bin nicht im Streit oder fluchend weg. Ich bin halt einfach umgezogen.
    • Verwirrt schrieb:

      Ich habe auch schon viele Kontakte abgebrochen, aus unterschiedlichen Gründen:
      • Regelmäßige Kontaktpflege überfordert mich, wer das seinerseits braucht, hat bei mir leider keine Chance. Ich kann nur freundschaftliche Kontakte, bei denen auch ewige Funkstille kein Problem ist.
      • Zu große Anhänglichkeit der Person - leichter Rückzug meinerseits wurde nicht akzeptiert, also mehr und immer mehr Rückzug. Bis zum Abbruch.
      • Menschen, bei denen mir der Kontakt schadet. Konkret ist das bei mir Familie. Davor bin ich lange zurück geschreckt, ärgere mich heute aber darüber, nachdem ich gemerkt habe, dass tatsächlich keine emotionale Bindung da war und ich die jeweilige Person nicht vermisste in meinem Leben, und dass es mich im Gegenteil sehr entlastet hat. Blut mag dicker als Wasser sein, aber für mich ist es nicht dick genug, um mich zum Masochisten zu machen.
      • Generell habe ich in meinem Leben nur weniger als eine Handvoll Beziehungen gehabt, in denen ich mich emotional gebunden gefühlt habe. Zwei davon habe ich bis heute, seit 17 Jahren bzw. 21 Jahren. Alle übrigen Kontakte sind und waren für mich immer meinerseits sehr unverbindlich und irgendwie problemlos verzicht- oder ersetzbar :oops:
      Mit den Links werde ich mich mal Ruhe auseinander setzen. Interessant, dass das auch in die Asperger - Thematik gehört.
      Die vier Gründe sind gut zusammen gefasst, in etwa trifft es das auch bei mir. Ich neige tatsächlich dazu, schnell Kontakte abzubrechen. Es liegt aber mehr daran, dass ich die meisten Menschen nicht wirklich brauche. Insofern sind sie für mich auch leicht entbehrlich, was Verwirrt im vierten Punkt anführt. Und wenn jemand dann noch gegen meine Prinzipien verstößt oder mich irgendwie schlecht behandelt, geht es umso schneller.
      Ich kann es auch partout nicht haben, wenn jemand klammert, dann bin ich auch sehr schnell weg.
      Mir sind Kontakte am liebsten, wie ich es bei Männerfreundschaften oft sehe: Männer betreiben über das Jahr hinweg auch nicht ständig Kontaktpflege mit dem besten Kumpel. Sie können sich das ganze Jahr über nicht sehen, aber dann einen Nachmittag mit einem Kumpel z.B. bowlen gehen und eine gute Zeit haben.
      Diese Aussage ist jetzt auf Freundschaften bezogen, Partnerschaften sind natürlich wieder was anderes.