Warum sind Psychiatrien kontraproduktiv für autistische Menschen?

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    • Warum sind Psychiatrien kontraproduktiv für autistische Menschen?

      Hallo zusammen.
      Würde mich auf Eure Meinungen und Berichte freuen.
      Beginne hiermit bei mir.


      Bei Autisten wie bei mir, sehe ich Ängste, als Folgen von zwischenmenschliche Beeinträchtigungen/Missverstaendnisse, sowie der autistischen Wahrnehmung,. Durch die schwache zentrale Kohärenz, ist meine weitschweifend Gesprächsführung fuer viele zu anstrengend.
      Depressionen, sehe ich bei mir als Folge der daraus folgenden zwischenmenschlichen Verletzungen, ueberforderung mit der Reizverarbeitung, was bei mir zu Stress, Zwänge, Gedankenkarusell, Gedankenblockade und schiesslich zum Burnout führt.
      Da in psychiatrischen Kliniken die medikamentöse Behandlung im Fordergrund liegt und Ängste, Depressionen, nach festen unflexibles, autoritären Behandlungsmethoden behandeln, wo Dialoge auf Augenhoehe mit Patienten nicht geduldet werden und autistische Ueberforderung dadurch nicht berücksichtigt werden koennen, fühle ich mich dort ueberfordert.
      So was führt zu Traumatas.
      Autoritäre Verhaltenstherapien, ohne Berücksichtigung persönlicher Defizite, führt zu Traumatas, da Ängste und Depressionen etc, nur Begleiterkrankungen des Autismus sind.


      Bei Problemen wollen sie mich immer erziehen, da sie unflexibel Behandlungsmethoden, Dialoge auf Augenhoehe vorziehen, da ich Ihnen vertrauen solle und sie es im Gegensatz zu mir studiert haetten.
      So kam es auch, dass mir eine Ärztin Neuroleptika runterfuhr, ich durch verstärkte Reizueberflutung, Gedankenkarusell, ein halbes Jahr lang verkrampft, hyperventilierte. Da mir Hilfe die ganze Zeit verweigert wurde, da Ärztin nur meinte, hyperventilierte sei wenn man ohnmächtig wird, Kopfschmerzen haette sie auch ab und zu, kam bei mir nur an, dass ich keine Hilfe bekomme, wenn ich sie brauche.
      Der Unterschied zu uns Beiden.
      Sie konnte sich jederzeit Hilfe holen.
      Ich nicht, da ich von Ihr abhängig war, da ich stationär in Langzeitteha war.
      Da sie meine Ueberforderung die ganze Zeit mit
      unterlassen Hilfeleistung und erziehungsversuche/Beleidigungen versuchte, Rehabilitanten anwies, keine Freizeit mit mir zu verbringen, bekomme ich die Ohnmachtsgefühle nicht weg.
      Spätestens in der Winterzeit kann ich den Verletzungen nichts gegensetzen.
      Gerade, da es nur ein winziger Teil meiner Verletzungen sind.

      Dazu ist der Lärm Pegel in psychiatrische Kliniken enorm, weswegen ich in stationären Aufenthalten immer ua. wegen Reizueberforderung, nicht verarbeitete können von zwischenmenschliche Verletzungen, Anspannungszustaende etc, durch Tavor abgeschossen wurde.

      Bin auf Eure Erfahrungen gespannt, weshalb Psychiatrien kontraproduktiv sein koennen.

      Ganz liebe Gruesse, Daniel :thumbup: :thumbup:

      The post was edited 2 times, last by Daniel1 ().

    • hallo Daniel,

      eine Bekannte (NT) fasste es mal so zusammen: "Für einen Psychiatrieaufenthalt musst du gute Nerven haben. "

      Daniel1 wrote:

      Dazu ist der Lärm Pegel in psychiatrische Kliniken enorm, weswegen ich in stationären Aufenthalten immer ua. wegen Reizueberforderung, nicht verarbeitete können von zwischenmenschliche Verletzungen, Anspannungszustaende etc, durch Tavor abgeschossen wurde.
      Darüber beklagen sich so ziemlich viele. Die meisten psychischen Erkrankungen gehen mit einer gewissen Reizoffenheit einher. Nur, wenn die anderen "geheilt" sind, ist die Reizschwelle wieder normal hoch - bei Autisten ist sie dauer- niedrig.

      Traumatisierungen kommen auch häufig vor: Durch Gewalt, Unverständnis, aber auch durch andere Patienten.

      Ich weiß heute noch nicht, ob das gut ist, alle Krankheitsbilder und Frauen und Männer zu mischen.

      Die Probleme der anderen können sehr belasten , gerade Traumata oder Suizidversuche.

      Da viele Autisten in großen Gruppen eh eher ängstlich sind, kommt das noch mit drauf.


      Daniel1 wrote:

      kam bei mir nur an, dass ich keine Hilfe bekomme, wenn ich sie brauche.
      ich hatte schon mal geschrieben, dass Psychiatrien nicht umbedingt helfen. Ich kenne niemanden, der sagt : "Mir ging es schlecht, ich war in der Psychiatrie und jetzt geht es mir wieder gut." Für viele Leute ist das im Gegenteil der "Einstieg in eine Psychiatriekarriere", sie kommen gar nicht mehr los davon
      und natürlich ein Einstieg in die Medikamente.

      Dz hättest das Neuroleptikum gerne behalten, ich wäre es gerne losgeworden - unsere Erfahrungen sind hier sehr unterschiedlich.

      ich halte Psychiatrie auch für keine exakte Wissenschaft,

      eine Psychologin sagte zu mir, dass 70& der Frauen, die mit Schizophrenie diagnostiziert werden, in Wirklichkeit PTBS haben, ein posttraumatisches Belastungssyndrom.

      Es gibt sehr viele Fehldiagnosen, Fehlbehandlungen und Entscheiden über die Köpfe hinweg,
      als würde man seinen Verstand an der Eingangstür abgeben.

      ich mache Psychopharmakaberatung als Peer , die Fälle, die mir begegnen sind haarsträubend.

      Zu deiner Frage :
      Warum sind Psychiatrien kontraproduktiv für autistische Menschen?

      nicht nur für autistische Menschen, sondern auch für NT , für fast alle Menschen, würde ich sagen.
      "Asperger ist eine unsichtbare Behinderung." "Oh, sieht man dir gar nicht an." "Ähhh....genau" :irony:
    • Ich kann mir vorstellen, dass es für NTs gar nicht so schlimm ist. Nur für uns ists halt die Hölle. Ich war letztes Jahr in der ambulanten und selbst das war nur zu ertragen, nachdem ich Medis bekommen hatte. Der erste Tag dort war der schlimmste Tag des Jahres für mich. Mehrbettzimmer und keine Rückzugsorte ist halt echt übel für uns und ich möchte mir nicht vorstellen wie das für jene ist, die wirklich stark betroffen sind und nicht so leicht wie ich.

      The post was edited 1 time, last by Kaffeetrinken ().

    • Ich habe bisher nur eine Tagesklinik kennengelernt und dort habe ich mich wohl gefühlt.
      Das macht viel aus, wenn man nur die Zeit dort verbringt, wo mit den Patienten auch wirklich gearbeitet wird und man sich danach wieder in vertrauter Umgebung erholen kann.
      Wenn man nicht gerade eine Gefahr für sich und Andere ist, dann wüßte ich nicht, was es bringen soll, die Nächte in der Psychiatrie zu verbringen.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Garfield wrote:

      Ich habe bisher nur eine Tagesklinik kennengelernt und dort habe ich mich wohl gefühlt.
      Ich kenne beides und fand Tagesklinik eindeutig besser, weil ich einfach zwischendurch Zeit zum "Runterfahren" brauche, und das funktioniert nicht, wenn jederzeit jemand ins Zimmer kommen könnte.

      Garfield wrote:

      Wenn man nicht gerade eine Gefahr für sich und Andere ist, dann wüßte ich nicht, was es bringen soll, die Nächte in der Psychiatrie zu verbringen.
      Manche brauchen rund um die Uhr Menschen um sich und haben mitten in der Nacht absolut dringenden Gesprächsbedarf. Kann ich zwar nicht nachvollziehen, habe ich aber öfter bei Mitpatienten erlebt. Einige versuchen sogar, ihre Entlassung so lange wie möglich zu verzögern, weil sie vor der "Welt da draußen" Angst haben und die Psychiatrie als geschützten Rahmen erleben.
    • Kaffeetrinken wrote:

      Ich kann mir vorstellen, dass es für NTs gar nicht so schlimm ist.
      Doch..ich kenne etliche NT s, die es auch schlimm finden.
      Je nach Sensibilität oder Krankheitsbild.

      Garfield wrote:

      Ich habe bisher nur eine Tagesklinik kennengelernt und dort habe ich mich wohl gefühlt.
      Das macht viel aus, wenn man nur die Zeit dort verbringt, wo mit den Patienten auch wirklich gearbeitet wird und man sich danach wieder in vertrauter Umgebung erholen kann.
      Ja.

      Mya wrote:

      zu verzögern, weil sie vor der "Welt da draußen" Angst haben und die Psychiatrie als geschützten Rahmen erleben.
      Das kann ich sogar nachvollziehen. ..z.B mit Panikattacken (nachts) allein zu sein, ist furchtbar. Zumindest, bis man sie einordnen und händeln kann.
      “The mind is like tofu. It tastes like whatever you marinate it in.”

      (Sylvia Boorstein)
    • ich finde, es kommt sehr auf die umstände, die pfleger/ ärzte/ mitpatienten/ die eigenen befindlichkeiten an. man kann es nicht pauschalisieren.

      ich war schon in vielen krankenhäusern (wobei ich damals noch andere diagnosen hatte). manches mal war es gut, manches mal schlecht. beides auf den gleichen stationen. aber auch habe ich stationen kennengelernt, wo es mir immer (noch) schlechter ging! das personal/ konzept/ was auch immer, hat nicht gepasst.

      ich bin froh, dass ich es in der art nicht mehr zwangsweise brauche (hilfe bräuchte ich allerdings sehr). aber die not ist nicht so groß, als dass ich mir das alles nochmals antuen würde. man weiß eben nie vorher, wie es wird. und umstellung ist immer anstrengend.
      nach möglichkeit die dinge ambulant zu machen kann ich sehr empfehlen.
    • Ich weiß ja nicht, was es so für schlimme Einrichtungen gibt. Aber in der der ich war (Tagesklinik ebenfalls) war es leise. Es wurde Rücksicht auf jeder Person und deren Eigenschaften genommen (soweit möglich) und hat bisher noch keine realen Probleme verursacht.
      Grüße aus der Pegasus Galaxie. :)
    • Ich kann aus der Zeit berichten, wo ich noch keine Diagnose hatte - und ich fand die Erfahrungen immer schlimm.

      Mein letzter Klinikaufenthalt:

      Rückzug und Bedürfnis nach Ruhe wurden sanktioniert. Weil es bei Depressionen ja gut ist, dass man sich nicht zurückzieht.

      In den Gruppentherapien konnte ich mich nicht öffnen, weil ich zu den Menschen dort (Mitpatienten und Therapeuten) kein Vertrauen hatte. Das wurde als 'Verweigerung der Therapie' sanktioniert.

      Zu den Problemen der anderen konnte ich während der Gruppensitzungen auch nichts sagen, weil mir ihre Probleme fremd waren und ich sie nicht nachvollziehen konnte. Auch das wurde als Therapieverweigerung sanktioniert.

      Partnerübungen zum Körpergefühl haben mich zusammenbrechen lassen, weil ich die direkte körperliche Nähe einer fremden Person nicht ertragen konnte. Auch das war natürlich Therapieverweigerung.

      Fazit: Nach vier Wochen flog ich raus, weil ich ja die Mitarbeit verweigerte. Alle Erklärungsversuche von meiner Seite wurden ignoriert, bzw. nicht ernst genommen.
      ~ Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. ~
    • Ich habe auch schon beides erlebt, Tagesklinik und Vollstationär in der Klinik. Die Tagesklinik hat eindeutig den Vorteil, dass man da am Nachmittag wieder nach Hause geht und in seinem
      eigen Bett schläft. Da kann man sich dann am Abend auch erholen. In der Klinik gibt es für Kassenpatienten ja nur Doppelzimmer. Es ist für mich schon schlimm mit einer anderen Person,
      die ich nicht kenne, in einem Zimmer zu schlafen. Auch hat man in der Klinik kaum Rückzugsorte. Wir durften die Station auch verlassen und da habe ich dann immer bei gutem Wetter
      einen Spaziergang gemacht, um runter zu fahren. Die Reizüberflutung ist in der Klinik sehr hoch, da man manchmal auch viel Leerlauf hat. In der Tagesklinik hingegen, war man
      praktisch bis auf der Mittagessen, immer beschäftigt.
    • Ich hatte in der Vergangenheit 12 stationäre Aufenthalte und mir ging es von Aufenthalt zu Aufenthalt schlechter und hatte zum Schluss derart ausgeprägte psychosomatische Symptome durch den Stress, dass ich entlassen wurde weil ich am Therapieprogramm nicht mehr teilnehmen konnte. Für mich war das mehr Schaden als Nutzen. Nach jedem Aufenthalt brauchte ich ca 3 Monate um wieder den Zustand herzustellen den ich vor dem Aufenthalt hatte. Vielleicht wäre eine Tagesklinik die bessere Variante gewesen, das kann ich nicht beurteilen aber auch das würde am Stress vor Gruppen und generell Fremden nichts ändern sondern wäre dadurch noch mehr geneigt einfach nicht mehr hinzugehen.
    • DrCarsonBeckett wrote:

      Ich weiß ja nicht, was es so für schlimme Einrichtungen gibt. Aber in der der ich war (Tagesklinik ebenfalls) war es leise. Es wurde Rücksicht auf jeder Person und deren Eigenschaften genommen (soweit möglich) und hat bisher noch keine realen Probleme verursacht.
      Darf ich fragen wo du warst? Im ZIP Kiel machte ich jedenfalls keine guten Erfahrungen.
    • Leseratte wrote:

      Ich kann aus der Zeit berichten, wo ich noch keine Diagnose hatte - und ich fand die Erfahrungen immer schlimm.

      Mein letzter Klinikaufenthalt:

      Rückzug und Bedürfnis nach Ruhe wurden sanktioniert. Weil es bei Depressionen ja gut ist, dass man sich nicht zurückzieht.

      In den Gruppentherapien konnte ich mich nicht öffnen, weil ich zu den Menschen dort (Mitpatienten und Therapeuten) kein Vertrauen hatte. Das wurde als 'Verweigerung der Therapie' sanktioniert.

      Zu den Problemen der anderen konnte ich während der Gruppensitzungen auch nichts sagen, weil mir ihre Probleme fremd waren und ich sie nicht nachvollziehen konnte. Auch das wurde als Therapieverweigerung sanktioniert.

      Partnerübungen zum Körpergefühl haben mich zusammenbrechen lassen, weil ich die direkte körperliche Nähe einer fremden Person nicht ertragen konnte. Auch das war natürlich Therapieverweigerung.

      Fazit: Nach vier Wochen flog ich raus, weil ich ja die Mitarbeit verweigerte. Alle Erklärungsversuche von meiner Seite wurden ignoriert, bzw. nicht ernst genommen.
      So ähnliche Erfahrungen habe ich auch gemacht.
      Auch wenn sehr nettes Personal vorhanden ist, fuer die meisten Menschen gibt es nur richtig oder falsch. Bei autistischen Menschen, braucht es teilweise andere Loesungen da die Ursachen der Problematiken sich grundsaetzlich von Persoenlichkeitsstoerungen etc unterscheidet.
      Wenn ich ueberfordert bin, brauche ich zudem sehr viel Glueck, dass mich jemand emotional unterstützt. Öfter kommt es vor, dass Menschen mich erziehen wollen, wenn ich komplett ueberfordert bin.
      Bei @Leseratte, wurde der Rückzug nach Ruhe sanktioniert.
      Wenn Sie wegen Reizueberflutung und verweigerung Ihrer Loesungsstrategien ausgeflippt waere, haette Sie warscheinlich noch Ärger fuer die autistischen Symptomatik bekommen.

      :thumbup: :thumbup:

      WelleErdball wrote:

      DrCarsonBeckett wrote:

      Ich weiß ja nicht, was es so für schlimme Einrichtungen gibt. Aber in der der ich war (Tagesklinik ebenfalls) war es leise. Es wurde Rücksicht auf jeder Person und deren Eigenschaften genommen (soweit möglich) und hat bisher noch keine realen Probleme verursacht.
      Darf ich fragen wo du warst? Im ZIP Kiel machte ich jedenfalls keine guten Erfahrungen.
      :thumbup: :thumbup:
    • ich fand Tagesklinik auch in Ordnung, ich durfte sogar immer in den Ruheraum, wenn mir danach war.

      In der stationären Psychiatrie gibt es zwar keine Rückzugsmöglichkeit , aber sehr viel Leerlauf. Ich hatte den perfekten Platz für mich gefunden: Die Krankenhauskapelle, die eine Mischung aus Meditationsraum und Kapelle war. Dort war es einsam, gedämpftes Licht, bequeme Sitze,
      da habe ich mich vor der Psychiatrie erstmal erholt.

      Außer den Äußerlichkeiten finde ich die Krankheiten der Mitpatienten sehr belastend. Schreien, Weinen, Agressionen, das schüchtert mich völlig ein ,und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll.

      Einmal stand ein Mitpatient ,also ein Mann, nachts an meinem Bettende - ich habe richtiggehend losgeschrien. Er kam dann in die Isolierung, das tat mir wieder Leid.
      ich habe allerdings schon
      überlegt, was ich tun könnte, um auch in die Isolierung zu kommen,


      doch Randale liegt mir nicht.

      Später fiel mir ein, ich hätte sagen können, ich hätte Durchfall. Aus lauter Angst vor EHEC und Norovirus wurde jeder, der das angab, isoliert, allerdings hätte ich dann auch nicht mehr im Klinikgarten spazieren gehen können, und auch das war für mich erholsam.
      "Asperger ist eine unsichtbare Behinderung." "Oh, sieht man dir gar nicht an." "Ähhh....genau" :irony:
    • Ich war "Freiwillig" kurz in einer Geschlossenen - tramatisierend - wurde nur knapp von jemanden mit etwas Verständnis gerettet. Wie erwartet ging es mir danach viel schlechter.

      Das Problem ist, meine Eltern zwingen aktuell auf eine wegen Depression, noch bin ich nicht drauf.
      Ich habe die (deutlich strengeren als anerswo) Regeln, sehr gefüllten Tagesablauf auf Papier, Therapieansatz und die Station selber bereits gesehen, und verstehe dass es so viel Sinn hat wie Feuer mit Schwarzpulver zu löschen.
      Bereits hatte ich da einige Gepräche, und werde jetzt schon in der Art behandelt wie @Leseratte @Daniel1 beschrieben haben.
    • Leseratte wrote:

      Fazit: Nach vier Wochen flog ich raus, weil ich ja die Mitarbeit verweigerte. Alle Erklärungsversuche von meiner Seite wurden ignoriert, bzw. nicht ernst genommen.
      Es ist so fatal, dass die NT-Ärzte einem einfach nicht glauben, weil es Leute gibt, die lügen und diese Ärzte auch autistisches Verhalten selbst nicht nachvollziehen können.
      "Machst du ja absichtlich", "Nicht ernst zu nehmen", "Das kann doch nicht so schwer/schlimm sein" "Übertreibe mal nicht", "Nun mach doch".

      Dabei habe ich oft das Gefühl, dass das Leben von Menschen, die sich verweigern oft besser läuft.
      Wenigstens muss man sich dann nicht nach seinen Bemühungen anhören, dass man falsch verstanden wurde, sondern einfach nicht verstanden wurde.
      Im Endeffekt eigentlich das selbe, nur hat der Bemüher seine Energie verschwendet und der Verweigerer nicht.

      - Ich führe einen Untertitel ein, der falschen Interpretationen weniger Spielraum lassen soll. -
      *Untertitel*
      - Ich meine nicht, dass du @Leseratte dich verweigert hast, ich rede von bequemlichen Verweigern
      - Mit Leuten, die lügen, meine ich Simulanten, kennt man ja aus Film und Fernsehen
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Daniel1 wrote:

      Bin auf Eure Erfahrungen gespannt, weshalb Psychiatrien kontraproduktiv sein koennen.
      Also, ich war nur kurz in einer geschlossenen.
      Schlimm fand ich, dass man nichts zur Beschäftigung hatte, ich wollte unbedingt meine Musik.
      Gut fand ich, dass ich ein Einzelzimmer hatte mit Fenster (natürlich abgesichert :roll: ).
      Das Essen war auch OK.

      Also, gekümmert hat sich eigentlich keiner um mich, verweigern wäre da überflüssig gewesen. :d
      Es war halt einfach "Verwahrung".

      Es hat mir eigentlich Positives gebracht, bis auf die Enttäuschung, dass einem da halt nicht geholfen wird.
      Ich war, so glaube ich, in einer Psychose davor, die nach dem Vorfall glücklicherweise verging.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Kajia wrote:

      Das Problem ist, meine Eltern zwingen aktuell auf eine wegen Depression, noch bin ich nicht drauf.
      Sind denn Deine Ärzte (hoffentlich mindestens einer, der sich mit Autismus ein wenig auskennt) auch dieser Meinung?

      Eine Depression kann man auch in einer offenen Tagesklinik oder wenn keine Suizidgefahr vorhanden ist, bei einem Psychologen behandeln.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Garfield wrote:

      Kajia wrote:

      Das Problem ist, meine Eltern zwingen aktuell auf eine wegen Depression, noch bin ich nicht drauf.
      Sind denn Deine Ärzte (hoffentlich mindestens einer, der sich mit Autismus ein wenig auskennt) auch dieser Meinung?
      Eine Depression kann man auch in einer offenen Tagesklinik oder wenn keine Suizidgefahr vorhanden ist, bei einem Psychologen behandeln.

      Kann, vorrausgesetzt man kommt bei den Wartezeiten überhaupt mal rein, und mit Personal mit dem man sich etwas versteht. Zusätzlich habe ich wegen meinen Eltern trotz dreier Verdachtsdiagnosen immer noch keine richtige Diagnose für Autismus.