Wie findet man einen passenden Psychotherapeuten?

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    • Wie findet man einen passenden Psychotherapeuten?

      Hallo zusammen,

      ich bin aktuell auf der Suche nach Therapiemöglichkeiten. Meine Diagnose ist ca. 4 Jahre her.

      ich muss leider mal ein paar blöde Fragen stellen. In unbekannten Situationen bin ich quasi ein Totalausfall... :oops:

      Wie findet man einen geeigneten Therapeuten? Ich hab mal in die Listen der Krankenkasse, auf Jemeda, etc. geschaut. Es gibt über 1000 Psychotherapeuten im Umkreis von 20 km. Ich bin völlig überfordert. 8o Ich hab hier häufig den Tipp gelesen, dass sich der Therapeut unbedingt mit AS auskennen sollte. Die meisten haben noch nicht mal eine Webseite wo auch nur irgendwas über sie steht. Ich kann doch nicht alle 1000 versuchen anzurufen.

      Und jetzt mal ganz konkret, wenn ich einen anrufen möchte, was sagt man denn da? Oder ist es auch üblich sich per e-Mail zu melden? Die passenden Sätze um beim Frisör nen Termin ab zumachen, hab ich auswendig gelernt. Aber dies hier habe ich noch nie gemacht.

      Falls jemand sogar konkrete Tipps hat, an wen ich mich wenden könnte (im Umkreis von Hamburg), nehm ich die auch sehr gerne entgegen ;)

      Ich danke euch schonmal für Antworten und wünsche trotz allem einen schönes Wochenende :)
    • Ich hab gerade mal nach "Hamburg Therapeut Autismus" gegoogelt, manchmal werden dann Seiten von Psychotherapeuten gezeigt.

      psychotherapie-eckhardt.de

      Die wurde da als erstes gezeigt. Sie hat bei "Leistungen" stehen, dass sie mit Erwachsenen arbeitet, die eine ASS haben.

      Vielleicht kannst du so ja noch andere finden.

      Wenn ich einen Therapeuten gesucht habe, habe ich immer über E-Mail Kontakt aufgenommen. Wenn es keine E-Mail-Adresse gab, war es ein Ausschlusskriterium. Über E-Mail habe ich Zeit, meine Gedanken geordnet zu verfassen.

      Du könntest schreiben, dass du auf der Suche nach einem Therapeuten bist und sie fragen, ob sie Kapazitäten frei hat und wenn ja, ob sie dir einen (zeitnahen) Termin geben könnte.
    • Wenn du gesetzlich krankenversichert bist, sind die Listen der kassenärztlichen Vereinigung hilfreich, weil dort nur Therapeuten drauf sind, die auch eine Kassenzulassung haben.
      Meistens haben die aber keine Homepage. Sie sind sowieso überlaufen und müssen daher keine Werbung machen...

      Meiner Erfahrung nach ist es sehr schwer, über Mailkontakt einen Therapeuten zu finden. Wenn du also telefonieren kannst, ist das sicher die bessere Variante. Mit Telefonaten habe ich selbst aber keine Erfahrung, also wie die ablaufen.
      Vermutlich wird man gefragt, was so die aktuellen Probleme sind, weswegen man kommen will. Ich würde da auch gleich die Diagnose nennen. Dann wird der Therapeut wahrscheinlich etwas dazu sagen, ob er sich damit auskennt oder nicht. Evtl. wird man auch abgelehnt. Die andere Möglichkeit wäre, dass man erstmal keine Diagnose nennt und sich erst kennenlernt. Wäre nicht meins, aber kann man machen.

      Es ist auch immer einen Versuch wert, beim örtlichen Autismustherapiezentrum zu fragen, ob die ein Angebot für Erwachsene haben. Die Finanzierung ist da u.U. nicht ganz so einfach, aber Möglichkeiten gibt es schon.

      Viel Glück!
      Alles wird galaktisch gut.
    • Ich würde sagen, du musst am Telefon sagen, dass du eine Therapie aufgrund deiner Probleme wegen deines Autismus machen möchtest. Und dir eventuell noch ein paar Probleme näher überlegen, die du aber ja nicht detailliert schildern musst. ZB große Kontaktschwierigkeiten oder allgemeine Kommunikationsschwierigkeiten.
    • Nsanet wrote:

      Falls jemand sogar konkrete Tipps hat, an wen ich mich wenden könnte (im Umkreis von Hamburg), nehm ich die auch sehr gerne entgegen
      Es gibt jemanden in Buchholz in der Nordheide. Eine sehr angenehme kompetente Person, und mit AS Erfahrung.
      Therapie habe ich dort nicht gemacht, war nur einmal da kurz nach der Diagnose, für ein EEG und ein Gespräch, und positiv überrascht.

      Wenn ich Therapiebedarf hätte, würde ich dort hingehen.

      Falls Du in HH wohnst: die Praxis ist zu Fuss vom Bahnhof Buchholz erreichbar, Fahrtzeit HH Hauptbahnhof 30 Min, alle halbe Stunde.

      Wenn Du Interesse hast schreib mir gerne eine PN, ich kann auch für Dich den Termin vereinbaren, das ist kein Problem.

      Grüße,

      Die Krähe
    • Ich hab über Mailkontakt 3 Erstgespräche bei Therapeuten mit Kassenzulassung bekommen... (ok, mit einer Therapeutin hatte ich auch telefoniert, aber ich glaube, mit den anderen nicht). In München ist die Versorgung aber wohl auch ziemlich gut, zudem kann ich Termine zwischen 9 und 10 Uhr morgens wahrnehmen, was wohl bei vielen Menschen ein Problem darstellt.
    • Shenya wrote:

      Vermutlich wird man gefragt, was so die aktuellen Probleme sind, weswegen man kommen will
      Ja, richtig.

      Shenya wrote:

      Dann wird der Therapeut wahrscheinlich etwas dazu sagen, ob er sich damit auskennt oder nicht.
      Ich glaube, die allermeisten sagen, dass sie keine Ahnung davon haben.... Ich dachte auch erst, ich könnte nur zu jemandem mit AS-Erfahrung gehen, aber da ich da kaum etwas gefunden habe, habe ich mich von dem Gedanken gelöst.

      Kommt aber sicher auch auf die spezifischen Probleme an... bei mir sind es ja primär Ängste, Schmerzen und exekutive Probleme, da braucht es vermutlich keinen so starken AS-Background beim Therapeuten. Ich habe z.B. keine Schwierigkeiten, meine Emotionen zu beschreiben, von Erlebnissen zu berichten, Wünsche und Ziele zu formulieren, lange am Stück zu sprechen, Fragen zu beantworten, Fragen zu stellen, mit Umgebungsreizen umzugehen usw.
    • seven_of_nine wrote:

      Ich hab über Mailkontakt 3 Erstgespräche bei Therapeuten mit Kassenzulassung bekommen
      Wie viele Mails musstest du dafür schreiben?

      Bei mir war die Ausbeute bei kassenzugelassenen Therapeuten fast Null.
      Also entweder keine Antwort oder Absage. Bei denen ohne Kassenzulassung war es etwas besser.

      Hast du deine Mails kurz gehalten oder eher ausführlich geschrieben?
      Alles wird galaktisch gut.
    • Shenya wrote:

      Wie viele Mails musstest du dafür schreiben?
      Hab grad nachgeschaut, eine Anfrage über therapie.de blieb unbeantwortet, die anderen drei Anfragen wurden beantwortet (wobei ich in einem Fall auch angerufen hatte, weiß nicht mehr, was da zuerst kam, Telefonat oder Mail...).

      Eine Anfrage war relativ ausführlich, bei den anderen habe ich einfach nur geschrieben, dass ich gern ein Erstgespräch machen würde.

      Aber ich fürchte fast, dass es so ist, wie wenn mich jemand fragt, wie ich einen Job gefunden habe... dann muss ich auch sagen, naja, es gibt hier sehr, sehr viele Jobs, wo ich gesucht bin.

      Ich vermute, dass ich die Antworten hier auch nur bekommen habe, weil die Versorgung hier in München so gut ist. Insofern weiß ich nicht, ob ich dir da überhaupt die richtigen Tipps geben kann :?

      ....

      Im Zweifel ist Telefonieren sicher die bessere Option (diese Erfahrung hab ich z.B. auch im Bezug auf meine Masterarbeit gemacht, wo ich mehreren Betreuern per Mail geschrieben hatte und keine Antwort zurückkam...am Telefon ging es dann plötzlich.). Man sollte nur nicht komplett auf eine Therapie verzichten, nur, weil man nicht telefonieren kann.

      (Btw. ich habe auch teilweise andere Leute für mich anrufen lassen (Familie + Partner), das funktioniert auch!)
    • Shenya wrote:

      Wenn du also telefonieren kannst, ist das sicher die bessere Variante.

      Ja,ich kann grundsätzlich schon telefonieren. Aber so ein Anruf kostet bei mir nicht selten den "Löffelvorrat" eines ganzen Tages. Heißt also ich muss mir den ganzen Tag dafür Zeit nehmen, um mich vorzubereiten, und bin hinterer auch zu nichts mehr zu gebrauchen.


      Sabanja wrote:

      psychotherapie-eckhardt.de
      Ja, danke, das schreib ich mir schonmal auf meine Liste.

      Shenya wrote:

      Vermutlich wird man gefragt, was so die aktuellen Probleme sind, weswegen man kommen will. Ich würde da auch gleich die Diagnose nennen.
      Das wäre auch eine Frage gewesen, ob ich gleich die Diagnose nennen soll. Soweit hatte ich noch gar nicht gedacht. Danke.

      Shenya wrote:

      Es ist auch immer einen Versuch wert, beim örtlichen Autismustherapiezentrum zu fragen, ob die ein Angebot für Erwachsene haben.
      Das ist sicher auch eine gute Idee. Und auch nachzufragen, ob die ansonsten in Frage kommende Therapeuten kennen.

      Fidoline wrote:

      Ich würde sagen, du musst am Telefon sagen, dass du eine Therapie aufgrund deiner Probleme wegen deines Autismus machen möchtest. Und dir eventuell noch ein paar Probleme näher überlegen, die du aber ja nicht detailliert schildern musst. ZB große Kontaktschwierigkeiten oder allgemeine Kommunikationsschwierigkeiten.
      Puh, meine Probleme in ein oder zwei Sätzen zusammen fassen, das wird auch nicht einfach. Da muss ich noch drüber nachdenken. :|

      Kraehe wrote:

      Nein, auf keinen Fall. Dann musst Du erstmal eine Reha machen, denn nach 1000 Telefonaten bist Du total fertig mit den Nerven
      Ja, das stimmt absolut :lol:

      seven_of_nine wrote:

      Ich habe z.B. keine Schwierigkeiten, meine Emotionen zu beschreiben, von Erlebnissen zu berichten, Wünsche und Ziele zu formulieren, lange am Stück zu sprechen, Fragen zu beantworten, Fragen zu stellen,
      Ich würde fast sagen, dass das zu meinen größten Problemen gehört. Was natürlich mein Vorhaben mit der Therapie nicht einfacher macht... :(


      Also, ich werde nun erstmal mal eine Liste machen, und jeweils Punkte vergeben für Entfernung, möglicher e-Mail-Kontakt und bestätigte AS Erfahrung vergeben. Dann hab hoffentlich einen besseren Überblick, wer in Frage kommt.

      Ist es eigentlich ratsam gleich mehrere Erstgespräche abzumachen, und sich dann zu entscheiden?
    • seven_of_nine wrote:

      Ich vermute, dass ich die Antworten hier auch nur bekommen habe, weil die Versorgung hier in München so gut ist. Insofern weiß ich nicht, ob ich dir da überhaupt die richtigen Tipps geben kann
      Ich habe zum Glück inzwischen eine Therapeutin. Ich hoffe nur, sie bleibt mir erhalten, da sie relativ oft krank ist.

      seven_of_nine wrote:

      Eine Anfrage war relativ ausführlich, bei den anderen habe ich einfach nur geschrieben, dass ich gern ein Erstgespräch machen würde.
      So war's bei mir auch. Ich habe eine ziemlich ausführliche Mail geschrieben, aber gar keine Antwort darauf bekommen. Meine Psychiaterin meinte dann, es wäre besser, nur kurz zu schreiben. Aber das hat auch nicht viel geändert.

      Nsanet wrote:

      Ist es eigentlich ratsam gleich mehrere Erstgespräche abzumachen, und sich dann zu entscheiden?
      Ich denke, wenn du mehrere Erstgespräche angeboten bekommst, solltest du sie alle machen. Dann hast du eine bessere Möglichkeit zum Vergleichen.
      Sonst nimmst du vielleicht den ersten, bei dem du ein Gespräch bekommst, weil du denkst, es ist besser als den Aufwand zu betreiben, noch weitere zu kontaktieren, obwohl der erste vielleicht nicht der beste ist.

      Bei der Auswahl nachher kannst du ein bisschen auf dein "Bauchgefühl" hören. Bei mir zumindest ist es so, dass ich unbewusst etwas spüren kann, was der Verstand noch nicht erfasst, oder wo der Verstand versucht, es wegzudiskutieren, aber oft ist das Gefühl richtig, und der Verstand macht nur alles komplizierter. Also achte darauf, bei wem du dich wirklich wohlfühlst, angenommen, wo du dich auf eine weitere Stunde freuen würdest.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Ja, ich hatte 3 Erstgespräche, wobei ich das dritte abgesagt habe. Beim ersten passte es beiderseitig wirklich GAR nicht (übrigens super, auf therapie.de unter Fachgebieten "Zwänge" zu schreiben, um dann zu sagen, dass man sich nicht mit Zwängen auskenne...), daher war ich froh, direkt weitere ausgemacht zu haben. Beim zweiten Gespräch hatte ich ein sehr gutes Gefühl und meine Therapeutin ebenso, zudem ist sie spezialisiert auf chronische Schmerzen (sogar promoviert!) und Zwänge :) Da habe ich dann zugesagt.

      Ich brauche auch jemand, der domimant ist und mir mal Kontra gibt. Sehr zurückhaltende Personen werden von mir erbarmungslos zugetextet. Mag auch Therapeuten, die sehr praktisch veranlagt sind und gute Ideen haben.
    • Nsanet wrote:


      Und jetzt mal ganz konkret, wenn ich einen anrufen möchte, was sagt man denn da? Oder ist es auch üblich sich per e-Mail zu melden? Die passenden Sätze um beim Frisör nen Termin ab zumachen, hab ich auswendig gelernt. Aber dies hier habe ich noch nie gemacht.


      Ja, genau wie bei mir. Fühle mich wie eine Ki, wenn ich solche Aufgaben nur mit vorher angefertigtem Algorithmus lösen kann.
      Beste Methode ist einfach machen. Irgendwas sagen, du weißt ja was du willst und daraus lernen. Du hast 1000 Versuche, damit lässt sich arbeiten.

      Wenn du selbst Tipps dazu hast oder irgendwas, würde ich sie gerne lesen.
    • Also ich hatte dasselbe Problem. Ich habe auch einen Blogbeitrag auf meinem Blog dazu geschreiben, wie ich es angestellt habe, dann letztendlich einen Therapeuten zu finden. Aber ich weiß nicht, ob es erwünscht ist, wenn ich den Beitrag hier verlinke.

      Ich versuche es kurz zusammenzufassen: Ich habe eine KVB Abfrage gemacht und dann eine Liste mit 100 psychologischen Psychotherapeuten in einem Umkreis von 50 km um meinen Wohnort, die verkehrstechnisch einigermaßen zu erreichen waren, erstellt, in die ich alle Kontaktdaten eintrug.

      Dann habe ich einen sechszeiligen Text aufgeschrieben mit Begrüßung, meinem Anliegen, meinen Kontaktdaten und Verabschiedeung. Den Therapeuten, die eine E-Mailadresse angegeben hatten, habe ich mit diesem Text eine E-Mail geschrieben. Und die anderen habe ich angerufen. Allerdings nicht zur vollen Stunde, weil ich eigentlich am Liebsten gar nicht persönlich mit jemandem gleich beim ersten mal sprechen wollte und unter der Stunde die meisten Therapeuten Therapiesitzungen haben und ich dann den Anrufbeantworter dran hatte. In diesen Fällen war es mehrheitlich so, dass ich meinen Text gar nicht auf den AB sprechen konnte und es eine Bandansage gab, die ich zum Teil mehrfach abhören musste (also mehrmals anrufen ohne auf den AB zu sprechen), um mitschreiben zu können, wann die Sprechzeiten sind, um einen Termin für ein Erstgespräch auszumachen.

      Ich habe in den knapp 45 Minuten, in denen ich immer anrief durchschnittlich 12 Therapeuten auf meiner Liste abgearbeitet. Meine um die Sprechzeiten ergänzten Therapeutenliste habe ich dann nach den Wochentage und Uhrzeiten geclustert und die verbliebenen Therapeuten abgearbeitet, indem ich zu den entsprechenden Zeiten bei denen anrief.

      Das war superanstrengend, aber im Endeffekt hatte ich nach sehr sehr vielen Absagen auch fünf Termine bei fünf unterschiedlichen Therapeuten zum Erstgespräch. Und die hatte ich dann wahrgenommen und bei drei Therapeuten jeweils die maximal mögliche Anzahl an probatorischen Sitzungen (Probeterminen, das zahlt die Krankenkasse) wahrgenommen. Das waren dann nochmal anstrengende Wochen, weil ich zum Teil drei Sitzungen pro Woche jeweils bei einem anderen Therapeuten hatte.

      Für meine Entscheidung, welchen der drei ich als Therapeuten wählen soll, habe ich dann eine Matrix erstellt. Ich überlegte ich mir einen Kriterienkatalog von für mich relevanten Bedingungen und gab jedem Kriterium eine eigene Gewichtung zwischen dem Wert 1 und 5. Dann bewertete ich auf einer dreistufigen Skala von 1 (schlecht), 2 (durchschnittlich) bis 3 (gut) die jeweilige Bedingung bei allen drei Therapeuten. Anschließend multiplizierte ich jeden Wert mit der Gewichtung, summierte das Ganze und erhielt so einen Gesamtwert. Das ganze hatte ich dann per Balkendiagramm dargestellt. Der Therapeut, dessen Balken am höchsten war, der ist jetzt seit eineinhalb Jahren mein Psychotherapeut.
      21 is only half of the answer.

      The post was edited 1 time, last by SD_Aspie ().

    • SD_Aspie wrote:

      Der Therapeut, dessen Balken am höchsten war, der ist jetzt seit eineinhalb Jahren mein Psychotherapeut.
      Und hast du die richtige Wahl getroffen, rückblickend?

      Das klingt bei dir sehr verkopft, aber am Ende entscheidet ja doch die Sympathie zu einem großen Teil, ob man sich wohlfühlt, oder?
      Welche Kriterien waren dir denn wichtig?
      Alles wird galaktisch gut.
    • Shenya wrote:

      SD_Aspie wrote:

      Der Therapeut, dessen Balken am höchsten war, der ist jetzt seit eineinhalb Jahren mein Psychotherapeut.
      Und hast du die richtige Wahl getroffen, rückblickend?
      Das klingt bei dir sehr verkopft, aber am Ende entscheidet ja doch die Sympathie zu einem großen Teil, ob man sich wohlfühlt, oder?
      Welche Kriterien waren dir denn wichtig?
      Finde ich auch, entweder es passt, oder es passt nicht. Sicherlich verwendet das Gehirn intern auch irgendwelche Algorithmen zur Entscheidungsfindung, aber das passiert ganz automatisch.

      Wenn mir jemand z.B. sagt, er/sie kenne sich nicht aus mit Zwängen, dann habe ich automatisch keine Lust mehr, dorthin zu gehen.
    • Ich habe meine Therapeutin 'zufällig' gefunden - es war die erste Praxis, bei der ich einen Termin bekommen konnte - nach 14 Monaten Wartezeit. Auf Emails kam eine Standardantwort, dass man anrufen soll - bei Telefonaten wurde man auf eine Wartezeit von mindestens 18 Monaten hingewiesen, mit dem Zusatz, dass man keine Wartelisten führe und deshalb jeden Monat anrufen soll. Damit war ich völlig überfordert.

      Die einzige Praxis, bei ich innerhalb von 6 Monaten einen Termin hätte bekommen können, hatte keine Kassenzulassung und die AOK hat die Kostenübernahme abgelehnt.
      ~ Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. ~