Wie findet man einen passenden Psychotherapeuten?

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    • Shenya schrieb:

      Und hast du die richtige Wahl getroffen, rückblickend?

      Das klingt bei dir sehr verkopft, aber am Ende entscheidet ja doch die Sympathie zu einem großen Teil, ob man sich wohlfühlt, oder?
      Welche Kriterien waren dir denn wichtig?
      Da ich ja keine Vergleichsmöglichkeit habe, weil ich mich für einen Therapeuten entscheiden musste, kann ich dir nicht beantworten, ob es die "richtige" Wahl war.

      Es war halt meine Art mit dem Rat umzugehen: "Achten Sie auf Ihr Bauchgefühl", den ich auf meine eigene Frage danach erhielt, wie man einen geeigneten Therapeuten findet. Denn mein Bauch sagte mir leider nur, dass ich psychosomatische Magen-Darm Probleme habe und nicht, ob der Therapeut passte. Weil ich aber dringend einen Therapieplatz brauchte und bei keinem der drei überhaupt möglichen (das an sich ist ja bereits eine Einschränkung) Therapeuten spürte, ob er passt oder nicht, ich nur fünf Probestunden hatte, um herauszufinden, ob einer davon der "Richtige" für mich ist und mir nicht einer davon spontan absolut unsympathisch war, musste ich das "verkopft" angehen. Es erschien mir eine logische und lösungsorientierte Vorgehensweise zu sein. Ich selbst bin der Ansicht, dass ein Therapeut nicht mein bester Freund werden muss, also Sympathie nicht die ausschlaggebende Rolle für mich spielt, sondern die Therapie mich bestmöglich voranbringen muss. Das sehen vermutlich andere nicht so und das ist vollkommen in Ordnung.
      21 is only half of the answer.
    • Dungeonmaster schrieb:

      Der Schritt mit dem Balkendiagramm ist unnötig, da du schon am Gesamtwert erkennst, welcher am meisten Punkte hat.
      Da hast du natürlich recht. Ich bin aber ein sehr visueller Mensch, ich schaue mir lieber Diagramme als Werte an. Und mein Balkendiagramm eignete sich meiner Ansicht nach viel besser für den Blogbeitrag als eine Kriterienliste in Verbindung mit dem "nackten" Gesamtwert.
      21 is only half of the answer.
    • SD_Aspie schrieb:

      Da ich ja keine Vergleichsmöglichkeit habe, weil ich mich für einen Therapeuten entscheiden musste, kann ich dir nicht beantworten, ob es die "richtige" Wahl war.
      Das merkst du trotzdem daran, dass die Therapie Fortschritte macht und du dich wohlfühlst. Wenn beides der Fall ist, hast du richtig gewählt. Bei meiner ersten Therapie z.B. habe ich mich wohlgefühlt, aber kaum Fortschritte gemacht.
      Wohlfühlen umfasst, dass der Therapeut z.B. die Wahrnehmung nicht in Frage stellt bzw. nur konstruktiv in Frage stellt, es nicht ständig Missverständnisse gibt, man sich angenommen fühlt, sich auf eine Therapiestunde freut.

      SD_Aspie schrieb:

      Weil ich aber dringend einen Therapieplatz brauchte und bei keinem der drei überhaupt möglichen (das an sich ist ja bereits eine Einschränkung) Therapeuten spürte, ob er passt oder nicht, ich nur fünf Probestunden hatte, um herauszufinden, ob einer davon der "Richtige" für mich ist und mir nicht einer davon spontan absolut unsympathisch wa
      Ging mir am Anfang auch so. Ich hatte verlernt, auf mein Gefühl zu hören, weil ich zu sehr darauf trainiert war, alles auszuhalten und mich überall anzupassen, überall noch was Gutes zu finden, egal wie mies ich mich dabei fühle.
      Mit der Zeit kann man das aber wieder lernen, die Gefühle besser wahrzunehmen und sich selbst dann auch zu vertrauen, dass man das richtig wahrnimmt. Natürlich gibt es manches, was man dann doch erst im Lauf der Zeit merkt und nicht schon bei den ersten Terminen.

      Die Kriterien aus deinem Diagramm sind aber auch sehr vernünftig. Einiges davon habe ich so nebenher abgecheckt, aber manches wäre mir auch unwichtig gewesen. So ist halt jeder auch anders.
      Menschen sind auch nur Tiere. - Ich mag Tiere!
    • Vielen dank euch allen, für eure Beiträge.

      seven_of_nine schrieb:

      Kann jemand für dich anrufen?
      Ich habe bisher niemanden in meinem Umfeld eingeweiht. Immer schön so normal wie möglich erscheinen, und so tun als ob man alles im Griff hat... Aber auf dauer geht das halt so auch nicht weiter. :(

      @SD_Aspie: Danke für deinen Auswahlkriterien. Ich werde zwar kein Balkendiagramm draus machen, aber es ist schonmal gut zu wissen, worauf man in den ersten Terminen achten kann.

      Da dieses Thema vermutlich auch für einige andere Interessant ist, hier noch zwei Links zu Artikeln, die mir auch weiter geholfen haben:
      therapie.de/psyche/info/fragen…aenge-zur-psychotherapie/
      therapie.de/psyche/info/fragen…pie-ablauf/erstgespraech/
    • Macht ein Therapeut eigentlich zu Beginn eine komplett neue Diagnostik? Oder wird keine mitgebrachte Diagnose erstmal akzeptiert?

      Nochmal eine Diagnostik mitzumachen, würde ja bedeuten dass man sich erstmal auf Diagnosekriterien fokussiert. Auch in Bereichen, die ich aktuell nicht als großes Problem sehe. Ich würde es eigentlich bevorzugen mehr den Fokus auf aktuelle Probleme zu legen, als nochmal durch zugehen wie ich als Kind war, etc...


      Mein aktueller Fortschritt des "Projekts": Ich habe meine Liste mit Therapeuten, die ich kontaktieren möchte, inzwischen fertig. Als erstes werde ich alle anschreiben, die eine e-Mail Adresse haben. Aber ich kämpfe gerade noch mit der Formulierung. Ich finde es unglaublich schwierig, meine Probleme überhaupt in Worte zu fassen, und anderen Menschen mitzuteilen :?
    • Nsanet schrieb:

      Macht ein Therapeut eigentlich zu Beginn eine komplett neue Diagnostik? Oder wird keine mitgebrachte Diagnose erstmal akzeptiert?
      Kommt auf den Therapeuten an. Wenn man in ein Zentrum geht, dann erfahrungsgemäß ja, mindestens die ersten 5 Sitzungen sind meist für Diagnostik reserviert, teilweise wird auch komplett neu die Diagnostik gestartet, dieselben Fragebögen, Tests, Elternbefragungen etc. alles nochmal gemacht. (Je nach Stelle natürlich.)

      Nsanet schrieb:

      Ich würde es eigentlich bevorzugen mehr den Fokus auf aktuelle Probleme zu legen, als nochmal durch zugehen wie ich als Kind war, etc...
      Sehe ich genau so wie du.

      Nsanet schrieb:

      Ich finde es unglaublich schwierig, meine Probleme überhaupt in Worte zu fassen, und anderen Menschen mitzuteilen
      Am leichtesten fallen mir Stichpunkte mit Beispielen.