Schaukeln/Wippen

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    • Schaukeln/Wippen

      Schaukelst du mit deinem Oberkörper vor und zurück? (mehrmals, also nicht nur 1 Mal in deinem Leben) 59

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      Hallo,

      schaukelt bzw. wippt ihr mit dem Körper vor und zurück?
      Setzt ihr euch dazu auf den Boden?
      Damit meine ich eine Eigenschaft von euch, also nicht nur als Ausnahme, sondern dass ihr das typischerweise in gewissen Situationen macht.
      Wenn ja, wann und wo und macht ihr das immer noch?
      Würde mich interessieren, wieviele das machen.


      Danke
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Ich mach das oft, aber ich setze mich nicht auf den Boden dafür.
      Wenn ich beobachtet werde, mache ich es aber nicht, oder ich reduziere es auf Mikrobewegungen, die nicht groß auffallen (nehme ich zumindest an).
      Seit ich die Diagnose habe, mache ich es häufiger als vorher.
      Ich kann mich zwar nicht erinnern, dass es mir als Kind ausdrücklich verboten worden wäre, aber ich habe wohl schon sehr früh angefangen, es in andere Bewegungen umzuleiten, oder es eben nur heimlich zu machen, sodass ich es nicht als Problem während meiner Kindheit in Erinnerung habe.
      Ich mache es, wenn ich angespannt bin, oder nach der Anspannung zum Runterkommen.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Ich mache das "so" nicht. Aber ich empfinde seit ich denken kann eine unwiderstehliche Anziehungskraft, die von Schaukeln, Schaukelpferden und Schaukelstühlen ausgeht. Ich wurde mal richtig zornig von meiner Mutter beschimpft, weil ich mit 11 den ganzen Nachmittag des ersten Kindergeburtstages meines 4-jährigen Cousins auf dessen Schaukelpferd verbracht hatte (ich hatte leider keins)... Ich gehe auch heute mit 45 noch auf Schaukeln, sobald ich eine sehe :oops: Und habe mir nach jahrelangem Wippen aus dem Körper heraus (also nicht per Anstoßen mit den Füßen) auf einem "normalen" IKEA-Sessel vor einem Jahr endlich das Schaukelmodell gegönnt. Seither schaukele ich täglich ca 2 Stunden *richtig* und finde das unglaublich entspannend. Meine Familie beobachtet das befremdet, aber tolerant.
      Nachdem ich über Asperger gestolpert bin, vermute ich, dass das dem Oberkörperschaukeln evtl. zuzuordnen ist, sicher weiß ich es aber nicht. Habe daher und weil noch nicht getestet nicht mit abgestimmt.
      Es darf genau so sein.
    • Ich schaukle seitlich. Ich hebe abwechselnd ein Bein kurz über den Boden an und schaukle dementsprechend ein bisschen zur Seite. Zählt das auch? Ich mache das praktisch jedes Mal, wenn ich auf einem Fleck stehen muss. Ich kann nicht einfach nur stehen. Völlig unmöglich.
    • Als Kind hab ich das oft gemacht. Meistens, wenn ich unter Stress stand, weil der Tag anders als gedacht verlief oder wenn ich reizüberflutet war. Als ich dann grösser wurde und andere Kinder mich deswegen ausgelacht haben, hab ich's mir verkniffen und es nur noch dann gemacht, wenn ich ganz allein war. Später hab ich es mir dann ganz verboten, aber als ich nach meinem Selbstmordversuch in die Klinik gekommen bin, fing ich unbewusst wieder damit an. Da hab ich immer geschaukelt, wenn ich mich in mich selbst zurückgezogen hatte. Weil ich aber mittlerweile ein recht ruhiges Leben ohne viel Stress führ, hat das wieder stark nachgelassen und ich mach das nur noch sehr selten. Ich hätte gern einen ordentlichen Schaukelstuhl, aber die Dinger sind ja leider echt unverschämt teuer.
      "Je weniger wir Trugbilder bewundern, desto mehr vermögen wir die Wahrheit aufzunehmen."
      Erasmus von Rotterdam

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    • Echt wrote:

      Ich schaukle seitlich. Ich hebe abwechselnd ein Bein kurz über den Boden an und schaukle dementsprechend ein bisschen zur Seite. Zählt das auch? Ich mache das praktisch jedes Mal, wenn ich auf einem Fleck stehen muss. Ich kann nicht einfach nur stehen. Völlig unmöglich.
      Ich denke nicht, das würde ich eher als motorische Unruhe bezeichnen.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Ich mache das eigentlich nicht. Ich habe es aber mal bewusst ausprobiert, als ich gehört habe, dass viele Autisten das scheinbar machen. Ich fand es auch ganz angenehm, aber ich habe nach wie vor nicht das Bedürfnis, das regelmäßig zu tun. Dafür mache ich bei Stress oder Aufregung (wenn ich alleine bin) flatternde Bewegungen mit Händen und Fingern.
    • Mir geht es wir dir, Shenya.

      Shenya wrote:

      Wenn ich beobachtet werde, mache ich es aber nicht, oder ich reduziere es auf Mikrobewegungen, die nicht groß auffallen (nehme ich zumindest an).
      Die nicht auffallenden Mikrobewegungen... meiner Freundin sind sie aufgefallen. Sie hatte mich aber bis ich von der Diagnose (bzw. damals noch dem Verdacht) erzählt habe, nie darauf angesprochen. Ihr sind auch noch andere Macken aufgefallen, die sie aber nie thematisiert, sondern einfach akzeptiert hat.

      Shenya wrote:

      Seit ich die Diagnose habe, mache ich es häufiger als vorher.
      Das ist bei mir auch so. Ich hatte es mir ja selbst zu Hause verboten, damit ich mich insgesamt besser unter Kontrolle habe. Meine Katzen finden es übrigens toll, wenn ich sie auf den Arm nehme und mit ihnen zusammen mit dem Oberkörper schaukele - egal ob im sitzen oder liegen.

      Schaukeln und Schaukelstühle mag ich auch. Mein größter Kummer ist, dass ich keinen Platz für meine Hängematte habe - vielleicht sollte ich doch mal schauen, ob ich die Möbeln nicht umstellen kann.
      ~ What the fuck is real life and where can I download it? ~
    • Ich schaukele auch. Meistens seitlich, aber manchmal auch vor und zurück. Das mache ich häufig in der Schule, wenn ich nachdenke (und gleichzeitig nichts aufschreiben muss), oder eben wenn zuviel Reize da sind (in den Freistunden, wenn die Anderen laut Musik hören oder wenn es im Unterricht zu laut ist). Allerdings mache ich das auch, wenn ich mich sehr wohl fühle, z.B wenn allein zuhause bin oder bei Menschen bin, die ich sehr mag (aber nicht, wenn alle auf einmal da sind). Das fällt auch schonmal auf, wird aber meistens amüsiert als ok betrachtet.
    • Ich schaukle auch. Wenn ich auf dem Stuhl sitze, aber das mach ich nicht in der Öffentlichkeit, sondern nur zuhause. Die mildere Form ist das Fußwippen, das mach ich auch in der Welt draußen. ;)

      Manchmal, wenn ich gestresst bin und auf den Zug oder Bus warte, schaukle ich stehend hin- und her. Das kann ich auch dann nicht abstellen, wenn die Leute komisch gucken. Wo ich mal gewohnt habe gab es an der Haltestelle eine lockere Gehwegplatte, die diagonal kippelte. Ratet mal, wer da beim auf die Straba warten immer drauf schaukelte. :fun:
    • Ich schaukle auch oft. Allerdings immer seitlich. Besonders gern zu Musik, denn das entspannt mich immer ungemein und ich gerate dabei manchmal in eine Art Trance. Dann habe ich so ein leicht schwebendes Gefühl und fühl mich immer ein wenig von der Welt abgekoppelt. Ich bin dann irgendwie ganz in mir selber drin und manchmal ist es grad so, als würde es dann nichts anderes mehr geben. Nur die Musik, die schaukelnde Bewegung und ich. Dann werde ich ganz ruhig und entspannt. Wahrscheinlich ist das eine unbewusste Erinnerung an die Zeit im Mutterleib oder so. Wenn man sich so als Baby im Bauch seiner Mutter gefühlt hat, dann würde ich jedenfalls glatt wieder dahin zurück wollen. 8o :oops: :lol:
      Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie Andere mich gern hätten.
    • Ich glaube, durch die Bewegung wird das Gehirn irgendwie überfordert.
      Ich kenne mich nicht mehr so mit Physik aus, aber durch Schwingung sollte das Blut im Körper auch "mitschwingen" und inwiefern sich das auf die Leistung des Gehirns auswirkt - vielleicht reagiert es mit einer reduzierten Leistung -> Realität fühlt sich anders an.

      @Windtänzerin
      Was meinst du mit seitlich?
      So, als würdest du "Nein sagen", aka "Kopfschütteln"?

      Edit: Erinnert sich jemand noch an so richtige Drehstühle? :d
      Ok, aber diese Karusseldinger auf dem Spielplatz waren mir zu viel, ich rutschte auch immer runter.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)

      The post was edited 2 times, last by Cloudactive ().

    • Cloudactive wrote:

      Was meinst du mit seitlich?
      So, als würdest du "Nein sagen", aka "Kopfschütteln"?
      Nein, mit dem ganzen Oberkörper; so ähnlich wie beim Schunkeln. Ist praktisch, wenn ich es aus Versehen doch mal in der Öffentlichkeit mache. Dann denken die Leute, ich würde zur Musik schunkeln. Wirkt auf die Leute zwar auch komisch, aber nicht so komisch wie das vor- und zurückschaukeln. :d
      Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie Andere mich gern hätten.
    • Windtänzerin wrote:

      Ich schaukle auch oft. Allerdings immer seitlich. Besonders gern zu Musik, denn das entspannt mich immer ungemein und ich gerate dabei manchmal in eine Art Trance. Dann habe ich so ein leicht schwebendes Gefühl und fühl mich immer ein wenig von der Welt abgekoppelt. Ich bin dann irgendwie ganz in mir selber drin und manchmal ist es grad so, als würde es dann nichts anderes mehr geben. Nur die Musik, die schaukelnde Bewegung und ich. Dann werde ich ganz ruhig und entspannt. Wahrscheinlich ist das eine unbewusste Erinnerung an die Zeit im Mutterleib oder so. Wenn man sich so als Baby im Bauch seiner Mutter gefühlt hat, dann würde ich jedenfalls glatt wieder dahin zurück wollen. 8o :oops: :lol:
      das ist auch bei mir so deshalb fahre ich auch so gerne zug,
      aber nicht Bus dass ist nämlich auch noch mit vor und zurück
      und das mag ich gar nicht!!!
    • Ich wippe sowohl seitwärts als auch vor und zurück.
      Oft nach einem anstrengenden Tag (da auch dann manchmal zwischendurch) oder grundsätzlich einfach zur Entspannung.

      Früher war jede Schaukel gern genommen, heute tun sie mir leider aufgrund meines Übergewichts weh. Aber diese Nestschaukeln nutze ich noch immer gern. Ebenso Hängematten und Schaukelstühle. Ich besitze einen aus Bambus, den hat ein Freund für mich bei eBay für 7,32 € ersteigert.
    • Ich gehöre auch zu den Leuten die das machen.
      Ich wurde zwar als Kind nicht explizit darauf angemahnt nicht zu "schaukeln" aber sehr oft einfach nur still zu halten oder zu sitzen. Das war generell so wenn ich Schulaufgaben zuhause machen sollte, oder in den seltenen Fällen wo meine Mutter mir die Haare schneiden wollte.
      Ob ich auch in extremen Stress-situationen schaukel kann ich nicht sagen, da ich mich selten an Details in diesen Augenblicken erinnern kann, oder Dinge die nebenbei passieren, außer sowas wie das ich meist dann weine und um mich schlage, erinner ich mich kaum an etwas, außer den Auslöser der Gefühle natürlich.
      Ich schwanke auch ständig hin und her wenn ich nur wo herum stehe, aber ob das auffällig für andere aussieht weiß ich nicht.
      Bei Stühlen die wippen, oder sich drehen, konnte ich auch nie einfach so still drauf sitzen.
      Ich erinnere mich daran das mein damaliger bester Freund (FAS und ggf AS) auch ständig in meinem Schreibtischstuhl gedreht bzw den immer vor und zurück gedreht hat. Das ich das auch mache, ist mir erst bei meiner Psychologin aufgefallen weil ich vorher garnicht wusste das ASler das scheinbar sehr gern tun.
      Den Schaukelstuhl meines Opas fand ich auch toll und ich mochte schaukeln und wippen auf Spielplätzen auch immer sehr.
    • Ich tue das sehr oft, aber ich setze mich dazu nicht auf den Boden. Ich denke schon als Kleinkind habe ich damit angefangen. Es fällt mir oft gar nicht auf, bis mich jemand darauf hinweist in Situationen, in denen die Bewegung unangebracht ist muss ich mich sehr kontrollieren, um es nicht zu tun. Wenn ich glücklich bin, gestresst, gelangweilt oder nervös ist das für mich ein gutes und ausgleichendes Gefühl, aber auch einfach so. Ich brauche das, dann steigt mein Stresslevel weniger. Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der ich das sehr unterdrückt habe und das hat mir gar nicht gutgetan.

      Für mich mindestens genauso häufig wippe ich meine Beine auf und ab unter dem Tisch (gesellschaftstauglich) oder wenn ich stehe von einem Fuß auf den anderen(eher nicht gesellschaftstauglich).

      @Echt @Cloudactive Für mich ist das Schaukeln von einem Bein auf das andere tatsächlich genau das gleiche Gefühl und ich tue das nicht unbedingt aus Unruhe heraus, eher aus genau dem gleichen Drang, wenn man das so nennen kann, wie mit den Händen zu flattern (habe das als Kind ständig getan und heute wieder mehr, aber eher nicht in der Öffentlichkeit zu empfehlen).

      The post was edited 1 time, last by MangoMambo ().