Optische ASS Merkmale

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    • 2hoch8 wrote:

      Sorry dass ich es so sage, aber ich halte das für Unfug. Wieso sollten Autisten per se bestimmte Augen, Augenbrauen oder Kinnform haben? Diese Merkmale sind einfach genetisch und man kann doch nicht behaupten Autisten haben das so. Hat ein asiatischer Autist große Augen oder eher die asiatisch typischen Schlitzaugen?
      Also das klingt schon fast nach Esoterik was du schreibst. Wissenschaftlich gesehen dürfte da gar nichts dran sein.
      Das sehe ich genauso. Was bei Autisten häufig anzutreffen ist, ist eine starre Mimik und Körperhaltung, die schon nach wenigen Sekunden/Minuten auffällig sein kann, aber bestimmt keine Augenform etc.

      Garfield wrote:

      Gerade das Diagnosekriterium "sich nicht gut in andere hinein versetzen können", würde Schauspielerei doch faktisch ausschließen.
      Dem würde ich sehr wiedersprechen, wobei ich es mir als Autist eher schwer vorstelle, sich zu verstellen. Wenn ich Texte schreibe, versetze ich mich auch in andere Menschen und mir wurde bisher noch nicht gesagt, dass meine Figuren alle so autistisch wirken. ;)
      In der Theorie weiß ich warhscheinlich viel über Menschen, gerade weil ich mich oft quasi von außen mit ihnen beschäftige.
    • @2hoch8, @'Grübler_1988' und @Tux:


      Ich habe nicht pauschalisiert.

      Die Stars, wo ich schrieb, dass ich mit meinem Verdacht richtig lag sind Autisten. Wobei ich natürlich keinen Diagnosebericht vorliegen habe. Bei denen steht, dass sie diagnostiziert sind. Bei Courntey Love z. B. steht, dass sie mit 9 Jahren diagnostiziert wurde.

      Mit den Augen rede ich auch vorwiegend vom Blick, von der Ausstrahlung. Ansonsten sind mir beispielsweise keine Autisten mit besonders kleinen Augen bekannt. Das muss natürlich nicht heißen, dass es solche nicht gibt. Mehr lag mein Fokus auch auf anderen Details.

      Wie gesagt, es gibt wissenschaftliche Beobachtungen zu verschiedenen autistischen Gentypen, die hier und da gewisse Ähnlichkeiten miteinander haben können, aber pauschal nicht müssen und immer irgendwo Einzigartigkeiten zu beobachten sind. Da finde ich die Beschreibungen zu pauschal beschrieben / eine schlechte Wortwahl verwendet. Meine muss deswegen natürlich nicht besser sein. Wer will kann die mit "distinct facial features autism" oder "gentypes autism" googlen. Trisomie-Menschen sehen sich ja auch ähnlich. Und regional gibt es gehäufte äußerliche Ähnlichkeiten. Oder auch so denke ich manchmal beim Betrachten von Gesichtern, dass die oder die Person mich an das Gesicht einer anderen erinnert. In der restlichen Natur gibt es auch immer mal wieder irgendwo ein wenig Muster.

      Ansonsten gibt es auch noch die asiatische Gesichtslehre, die sich mit vielem deckt. Hat natürlich auch keinen Anspruch auf Richtigkeit. Zudem habe ich schon vor den Artikeln gemeint, hier und da evtl. einen Blick für Autisten zu haben. Kann mir das natürlich auch bloß einbilden, außer halt bei denen, die es dann wirklich sind, - die Stars, die ich im Verdacht hatte. Ich kann evtl. auch oft erkennen, wenn jemand anderweitig krank ist Stichwort Physiopathologie. Das ist auch keine Esoterik, sondern medizinische Wissenschaft im Bezug zur Beschaffenheit der Iris. Und auch Leute in Pflegeberufen oder ähnlichem haben irgendwann einen gewissen Blick für sowas. Oder Leute, die auf Drogen sind haben eine gewisse Augenausstrahlung. Die Wissenschaft zur Untersuchung optischer Merkmale bei Autismus finde ich auch ziemlich schwammig. Aber teilweise nicht ganz unlogisch.

      Ja ich habe Kontakt mit 2 stärker eingeschränkten Autisten, wovon einer mit sonst niemandem Kontakt hat und mit mir auch nur aufgrund von bürokratischer Hilfe.
      Ja, es wäre durchaus interessant mehr von denen zu sehen, die man nicht oder nur selten zu Gesicht bekommt.



      @Garfield, @L84 @Abendstern:

      Ja, das Stichwort Masking und "So tun als Ob" stehen sich theoretisch interessant im Konflikt. Wobei Frauen mit der Zeit da ja besser drin sein sollen oft, heißt es, was dazu passen könnte, warum ich so viele weibliche Autisten im Schauspiel und mehr männliche mit ADHS dort gefunden habe und nur einen mit Autismus. Und ADHSler können das hingegen wiederum oft gut und die sind ja manchmal auch mit Autismus vermischt.

      Ja, viele Stars haben ja Drogen- und Alkoholprobleme oder bringen sich um. Und manche sind sogar eigentlich sehr schüchtern. Alexis Bledel z. B. wurde von ihren Eltern in die Schauspielschule geschickt, damit sie mehr aus sich herauskommt, da sie so stark introvertiert war. Viele kommen mit der Gesellschaft nicht klar, wollen ein besonderes Zeichen setzen oder die narzisstischen wollen etwas in überheblicher Form beweisen. Dissozial ist manchmal komorbid mit ADHS, ADHS manchmal mit Autismus usw. und so fort.

      Ich denke mir, dass die meisten Stars, die es nach Hollywood schaffen Kontakte haben. Und die sind dann auch solche Etagen schon eher gewohnt oder halten die sich vielleicht auch eher zum Maßstab. Bis sie dann daran zerbrechen, wenn der Erfolg mal nachlässt oder der Druck zu hoch wird oder es ihnen zu absurd erscheint. Bei Presse schauen einige gestresst, weg oder werden aggressiv. Britney hat sich in ihrer Depression spontan die Haare abrasiert. Amy Winehouse und Curt Cobain Selbstmord. In den Medien wird ja auch überwiegend nur der übliche Kram zugelassen. Viele Stars, die öffentlich ihre unliebsame Meinung bekundeten, wurden auch aus ihren Formaten abgesetzt.
      Auch manche Down-Syndrom-Kinder sagen, dass sie Schauspieler werden möchten. Eine arbeitet als Schauspielerin.
      Sind auch letztlich nur ein paar Schauspieler, die ich erwähnt habe.

      Ja, durch diese schwammigen Detailtheorien hat das ganze kein Hand und Fuß (RW).


      @Fidoline: Ich habe deinen Beitrag gerade erst gesehen. Muss nun offline gehen erst mal wieder. Aber stehen hier mit beantwortet deine Aspekte.

      The post was edited 3 times, last by Four ().

    • Garfield wrote:

      Ich kann mir nicht vorstellen, dass all die Schauspieler, die quasi permanent im Rampenlicht stehen und für ihre jeweiligen Projekte zu 100% voll gefordert werden, auch nur ansatzweise autistisch sein können.
      Gerade das Diagnosekriterium "sich nicht gut in andere hinein versetzen können", würde Schauspielerei doch faktisch ausschließen.
      Das sehe ich ganz genauso.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Ich habe starke Zweifel an Autismusdiagnosen von Promis, bei Sängern glaube ich noch eher daran als bei Schauspielern. Für Autisten ist das "so tun als ob" ziemlich schwierig, sie haben wenig Bewusstsein dafür, wie sie nach außen wirken, sie haben Schwierigkeiten, soziale Situationen komplett zu erfassen und ihr Verhalten anzupassen, und auch wenn man eine Rolle einstudiert: ein guter Schauspieler bringt immer auch viel von seiner persönlichen Körpersprache und Redeweise mit herein, und die ist bei Autisten einfach anders und würde meiner Meinung nach auffallen.
      Dazu kommt, dass Schauspieler auch sonst viel kommunizieren müssen und oft unter Zeitdruck stehen und Stress haben. Da glaube ich einfach nicht, dass ein Aspie das so hinkriegt.
      Ich kann nicht mal ein einfaches Rollenspiel, und soviel ich weiß, sind Rollenspiele für Autisten generell schwierig.

      Was ich glaube: dass manche Schauspieler vielleicht introvertiert sind und damit in ihrem Beruf auf größere Schwierigkeiten stoßen, schon alleine, weil da mehr Extravertiertheit erwartet wird. Diese Schwierigkeiten werden dann vielleicht mit AS verwechselt, und eine Diagnose in USA zu bekommen, ist wohl nicht so schwer für einen Promi.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Demgegenüber steht als potentieller Vorteil das Bewusstsein darüber, in einen anderen Modus schalten zu können und zu müssen.

      Wie man nach außen wirkt kann man sich sagen lassen, wenn man Schauspielerei lernt, gehört das eh dazu. Und natürlich muss ein Schauspieler auch nicht jede nur erdenkliche Rolle gut spielen können.

      Verhalten nach außen hin anpassen kann man sich ab einem bestimmten Erfolgslevel sparen. Ich kenne jetzt gar nicht wirklich viele Schauspieler, aber wenn ich z.B. mal diesen Schweiger in einer Talkshow sehe, kommt er auch immer nur asozial und betrunken rüber, das stört niemanden, das kann man sich dann leisten.

      Wenn die Körpersprache und Redeweise bei Autisten per Definition so stark auffallen würde wie es hier anklingt, dürfte es ja eigentlich keine spätdiagnostizierten "hochfunktionalen" Autisten geben.
    • Shenya wrote:

      Ich habe starke Zweifel an Autismusdiagnosen von Promis
      Dito. Es fällt halt auf, dass diejenigen, die das von sich behaupten, meist Amis sind, und da gehört es ja schon fast zum guten Ton, zum Psychiater zu gehen. Und dann ist so was Nerdiges wie Autismus natürlich schicker als viele andere Diagnosen. Narzisst (was bei Schauspielern vermutlich viel häufiger vorkommt als in der Gesamtbevölkerung) oder Soziopath gibt garantiert weniger Likes bei Gesichtsbuch...
    • HCS wrote:

      Es fällt halt auf, dass diejenigen, die das von sich behaupten, meist Amis sind, und da gehört es ja schon fast zum guten Ton, zum Psychiater zu gehen.
      Die meisten sind auch einfach "selbstdiagnostiziert". Behaupten erst sie hätten eine Diagnose und Jahre später kommt das dann raus.
      Entweder weil sie es doch zugeben oder jemand mal sein Gehirn bemüht und nachrechnet...
      Es ist heutzutage anscheinend "schick" eine ASS zu haben.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • L84 wrote:

      Wenn die Körpersprache und Redeweise bei Autisten per Definition so stark auffallen würde wie es hier anklingt, dürfte es ja eigentlich keine spätdiagnostizierten "hochfunktionalen" Autisten geben.
      Die Körpersprache fällt ja nicht als "autistisch" auf, sondern z.B. als hölzern. Das ordnen Laien keiner bestimmten Diagnose zu, sie würden wohl eher sagen, dass jemand, der so hölzern ist, kein guter Schauspieler sei.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Abendstern wrote:

      Wo steht dieser Punkt in den Diagnosekriterien?
      In den offiziellen ICD anscheinend nicht. Aber ich habe den Punkt sehr oft in diversen Berichten gelesen.

      Ich selbst wurde im Rahmen eines "social skill building" Seminars mal per Kamera aufgenommen, während ich einen kleinen Vortrag zu einem Thema hielt. Ich dachte, ich hätte mir extra Mühe gegeben, möglichst mitreißend und abwechslungsreich zu erzählen. Aber als ich das Ergebnis sah, war ich entsetzt - monotone Stimme, kaum Gestik. Ich wäre eingeschlafen, hätte ich so einem Vortrag länger zugehört. Meine Wahrnehmung meiner Austrahlung ist also irgendwie sehr abweichend von dem, wie es dann wirklich ist.

      Das, was ich Arbeitskollegen als "normal" vorspiele, mag vielleicht etwas normaler wirken als ein klassischer Autist, aber vermutlich noch lange nicht so, dass es wirklich normal erscheint.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
    • Garfield wrote:

      Abendstern wrote:

      Wo steht dieser Punkt [kann sich nicht in andere hineinversetzen] in den Diagnosekriterien?
      In den offiziellen ICD anscheinend nicht. Aber ich habe den Punkt sehr oft in diversen Berichten gelesen.
      Ja, als "kommt bei vielen Autisten vor" hab ich es auch schon häufiger gelesen.
      Aber es ist eben kein Diagnosekriterium, sondern allenfalls eine mittelbare, nicht zwangsläufige, Folge anderer autistischer Symptome. Und es gibt tatsächlich auch Autisten, die es sogar besonders gut können, zumindest unter "klaren" Rahmenbedingungen. (Hatten wir z. B. im Logikaufgaben-Thread mal.)
      "Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen." ~ Blaise Pascal
    • Garfield wrote:

      Aber als ich das Ergebnis sah, war ich entsetzt - monotone Stimme, kaum Gestik
      Ist vielleicht teilweise Übungssache - solche Auftritte habe ich auch schon von Leuten erlebt, die eher keine Autisten sind. Bei mir hat es lange gedauert, bis ich nicht mehr viel zu schnell (und damit auch eher monton) gesprochen habe. Inzwischen kann ich beim passenden Thema an einem guten Tag durchaus auch eine passable Show abziehen (Fremd- nicht Eigenwahrnehmung).
    • Viele Aspies haben Auffälligkeiten bei der Motorik. Das fängt beim Laufen schon an, und Auffälligkeiten in der Mimik sind auch gängig.
      autismus-kultur.de/autismus/ic…agnosekriterien-im-icd-10

      Zitat:
      Qualitative Abnormitäten in der wechselseitigen sozialen Interaktion zeigen sich in mindestens zwei der folgenden Merkmale:
      1. Unvermögen, einen angemessenen Blickkontakt herzustellen und aufrechtzuerhalten, Mängel in Mimik und Körperhaltung, Mängel in der Gestik zur Regulierung der sozialen Interaktion;
      2. Unvermögen (in einer dem geistigen Alter entsprechenden Weise oder trotz ausreichender Gelegenheiten), Beziehungen zu Gleichaltrigen zu entwickeln, die das Teilen von Interessen, Aktivitäten und Emotionen betreffen;
      3. Mangel an sozio-emotionaler Gegenseitigkeit, die sich in einer unzulänglichen oder von der Norm abweichenden Reaktion auf die Emotionen anderer Menschen zeigt; oder der Mangel an Verhaltensmodulation gemäß dem sozialen Kontext; oder eine geringe Integration der sozialen, emotionalen und kommunikativen Verhaltensweisen;
      4. fehlender spontaner Wunsch, mit anderen Menschen Vergnügen, Interessen und Errungenschaften zu teilen (zum Beispiel mangelndes Interesse, anderen Menschen Gegenstände, die dem Betroffenen wichtig sind, herzubringen oder darauf hinzuweisen).
      Alles wird galaktisch gut.
    • @Shenya

      Danke, dass Du Dir die Mühe gemacht hast.

      Nur, wenn wir danach gehen und zwei Merkmale aussuchen muss es ja nicht ausgerechnet der Punkt "Mängel in Minik und Körperhaltung" sein.

      Also anders ausgedrückt, ich sehe nicht dass ein Autist in der Körpersprache auffällig sein muss, und man ihm deswegen wohl sagen würde, dass er kein guter Schauspieler sei.

      Unbenommen, dass es bei "vielen" so sein mag.
    • Garfield wrote:

      Ich selbst wurde im Rahmen eines "social skill building" Seminars mal per Kamera aufgenommen, während ich einen kleinen Vortrag zu einem Thema hielt. Ich dachte, ich hätte mir extra Mühe gegeben, möglichst mitreißend und abwechslungsreich zu erzählen. Aber als ich das Ergebnis sah, war ich entsetzt - monotone Stimme, kaum Gestik. Ich wäre eingeschlafen, hätte ich so einem Vortrag länger zugehört. Meine Wahrnehmung meiner Austrahlung ist also irgendwie sehr abweichend von dem, wie es dann wirklich ist.
      Ich unterrichte immerhin und viele Teilnehmer mögen meinen Unterricht, so schlimm kann es also nicht sein.
      Im Unterschied zu anderen mache ich bestimmt weniger Witze und konzentriere mich eher auf die Erklärungen,
      aber ich lerne immer mehr es auch aufzulockern.
      Ich kann auch - laut Rückmeldung - gute Vorträge halten. Meine Stimme ist zwar bestimmt nicht so moduliert wie bei anderen,
      aber auch nicht total monoton. Man kann ja vieles mit der Zeit üben.

      Ich würde prominent sein und Autist sein nicht ausschließen, wobei ich auch denke, dass bei Schauspielern die Überschneidung
      gering sein dürfte - ob es gar nicht zutreffen kann, kann ich nicht beurteilen.
      Aber bei Sängern und anderen Künstlern sehe ich kein Problem bzw. ich wüsste nicht, warum diese Person nicht auch Autist sein
      sollte. Gerade beim SI kann man als Autist ja über seine Grenzen gehen und sich in etwas verlieren.
    • Unabhängig von den aufgezählten Schauspielern denke ich schon, dass Autisten auch gute Schauspieler sein können. Ich habe in der Schule sehr gern Theater gespielt und in der Oberstufe, als es benotet wurde, auch immer sehr gute Bewertungen erhalten. Es hat mir großen Spaß gemacht und so tun als ob war überhaupt kein Problem :) Ich hätte es mir auch beruflich vorstellen können, aber dafür muss man das eigentlich studieren um eine Chance auf Rollenangebote zu haben.
      Auch Wolkenkratzer haben mal als Keller angefangen.
    • Capricorn wrote:

      Hermine Granger ist auch keine Schauspielerin.
      Sry. Mit Emma Watson fand ich sie in ein paar Webseiten zu ADHS.



      Letztlich weiß ein Außenstehender natürlich auch nie, ob die Presse die Wahrheit schreibt. Und trotz der Zufälle könnte ja auch was bei denen vorliegen, wo man nichts findet oder gar nicht erst googlet.

      Nur, dass Ärzte da reihenweise solche Diagnosen gegen Geld vergeben würden glaube ich weniger im Aspekt dessen, dass viele von denen zu den Zeiten diagnostiziert geworden sein sollen, als man solchen Störungen noch gar nichts abgewinnen konnte oder weniger. Die Entwicklungen in den USA habe ich aber auch nicht verfolgt.
      Aber bekannt war glaub ich schon früh, dass Inselbegabungen und ein hoher IQ möglich sein können bei den leichten Formen.
      Das könnte immerhin das bessere Zeugnis als Soziale Phobie sein.

      Und ein Psychiater, der einen Star behandelt, will diesen Klienten ja auch behalten, also nicht verärgern. NPS in "hoher Riege" zu diagnostizieren oder in die Presse zu rufen denke ich auch, wäre ansonsten auch nahezu unmöglich oder gefährlich.^^ Spontan fallen mir nur die Augen von Katie Holmes etwas extrem freaky ins Gedächtnis von Berufs-Schauspielern. Wobei das ja auch nicht "die höchste Riege" ist. Einen Schauspieler mit m. E. fiesen Augen habe ich auch gerade im Kopf, aber dessen Name nicht. Der ist eher unbekannt. Zu dem las ich nur, dass er ziemlich unauffällig, nett und zurückhaltend privat sei.
      Und Nick Carter soll aggressiv sein. Bei dem passt eine dissoziale Ausstrahlung m. E. auch. Seine Schwester ist ja an Drogenexzessen gestorben. Aaron Carter hat m. E. die liebsten Augen und der ist auch schwer depressiv durch das alles.
      Es ist natürlich auch wichtig Fotos zu finden, wo die Stars sich möglichst unbeobachtet fühlen und im Grunde fühlen die sich ja eigentlich permanent beobachtet. Die Kinderfotos dsind m. E. meist auch sehr interessant.
      Und wenn sie singen wirken viele von denen, als wären sie gerade auf einem anderen Stern. Erlebt man beispielsweise nur ganz selten bei Casting Shows.

      Display Spoiler
      Meist werden die nie 1. Platz, sondern immer ein technisch besserer und dabei langweiliger Sänger. Einige von denen tauchten dann hinten rum wieder auf, weil sie dennoch aus keinem Gedächtnis traten - meist die Puppengesichter. (Außer in DE, da geht irgendwie jeder unter oder bleibt in Grenzen, außer Tokio Hotel und Nena). Eine ganze Reihe der weiblichen Top-Sängerinnen passierte das beispielsweise, wie z. B. Britney und Rihanna uvm. In Kindervideos singen die gigantisch. Britney versuchte ewig lange einen Plattenvertrag zu bekommen auch später noch. Sie wollte das unbedingt. Sie liebte es und tanzte auch im Mickey Mouse Club. Auch Justin T und Christina waren da. Zu Beyonce sagte mal ein anderer Star, dass er Angst vor ihr habe, weil sie singt und tanzt wie eine Maschine mit einer Riesenpower. Kann natürlich auch PR gewesen sein.
      Oder Eminem als erster weißer Rapper so erfolgreich und so talentiert, wenn man annimmt, dass sein Film nicht überzogen ist oder ihn vielleicht sonst spontan hat rapp-battlen hören. Und den hatte ich auch Mal bei Stefan Raab vorreden hören. Das fanden auch viele sehr eigenartig, wie er sich gab. Da kam sogar Stefan Raab nicht drauf klar. Aber das muss auch nichts heißen.
      Ansonsten würde ich noch Nico Raeckes Casting-Auftritte, Menowin Fröhlichs ganzen Auftritte und den Auftritt von Roman Lob von Nirvana empfehlen. Bei dem Roman saß sogar Dieter Bohlen nur noch mit Kinnlade unten da wortlos. Bei Nico Raecke auch alle, spürten aber die direkt kriminelle Ausstrahlung, sagten sie, die auch vorhanden war. Leider hatten die m. E. seinen Auftritt nicht gewürdigt, der Typ ist Wahnsinn m. E. als Sänger. Total traurig, dass der und Menowin musikalisch untergingen. Und einige der, die wirklich tief mit Gefühl singen, sind zu nervös oder nicht in Stimmung und fliegen auch schon früher raus, so weit ich das für mich wahrnahm.


      Aber manch Grundlegende und ggf. auch manch stärkere Sachen einstudieren kann vermutlich und wie man hier und da so liest auch mancher Autist.

      Als Kind war ich mal völlig zielstrebig und top vorbereitet mit meinen Freundinnen zu einer Supermarkt-Mini-Playback-Show gegangen,
      Display Spoiler
      "versteinerte" direkt, so dass ich nur zu 10% ablieferte, als ich vor dem Publikum stand und brachte dem Lied "Ich find dich Scheiße" von Tic Tac Toe somit die gelungene Show. Ich hab mich tierisch geärgert. Genauso als ich mit 5 auf eine Stadtfest-Miniplaybackshow ging, völlig unvorbereitet, wollte ich da spontan präsentieren, wie leidenschaftlich ich "Er gehört zu mir" fühle. Meine Schwester brachte mir dazu noch ein paar einfache Tanzschritte bei, die sie für besser hielt. Auf der Bühne angekommen seh ich diese vielen Köpfe, besser noch einen "Brei aus Menschen" und verschwommene Bäume weit da hinten am Hintergrund, ich versteinere, schaute nur noch auf den Boden und lief dann so das ganze Lied über die Tanzschritte meiner Schwester ab.
      Damals war ich noch nicht ganz so zurückhaltend wie heute. Und dennoch hat es mich umgehauen. Andererseits bin ich so was ja auch nicht tagtäglich gewöhnt und wurde nicht darein motiviert oder darin gefördert, wie vermutlich viele Stars. Mit den Aktionen kam aber auch wieder meine leichte ADHS-Symptomatik zum Vorschein.

      Ich empfinde, ich "kann" nur singen, wenn ich das in dem Moment fühle. Und das alles nur, wenn ich mich sicher fühle. Vorgesungen hatte ich bislang nur ein Mal vor meinem Ex unter hoher Angst nach einem Jahr Beziehung, wo ich erst Mal 10 Anläufe gebraucht hatte, um meine Nervosität aus der Stimme zu kriegen und dann staunte er, sagte er mir, mit "Das hätte ich nicht erwartet / sehr gut". Die Courtney Hadwin war total schüchtern am Mikro und dann geht die voll ab. Ich kann an so was nicht teilnehmen, ich bräuchte 10 Schnaps pro Stunde und würde dann die ganze Bühne auseinander nehmen und noch reihenweise Leute auf die Bühne ziehen und bei alle dem dann bestimmt noch einige Töne daneben schießen. Da muss man vermutlich eine sehr gute Dosis aus Contenaince und Gefühl ablegen, um einen halbwegs stabilen Auftritt hinzulegen oder es muss rundum SI sein.


      Auch Schauspielerin wollte ich als Kind u. A. mal werden. Ich liebte auch das schulische Theater Spielen, aber bekam von meinem Grundschullehrer in der 4. Klasse immer wieder gesagt, dass meine vokal schwingende Art des Vortragens noch stärker sein sollte und er versuchte und versuchte mich zu verbessern und ich wusste nicht, wie er auf die Idee kommt oder was ich anders tun könnte. Ich hatte auch beruflich mal ne Videoaufnahme mit Schauspielübung und das war auch ganz irritierend und eher schrecklich für mich. Und 5 Jahre später bei der Therapeutin sagte ich auf ihr Angebot zu einem Spontanschauspiel ja und als es dann los ging bekam ich einen sekundenschnellen Overload, dachte mir "never" und heulte dann ohne zu wissen, was mit mir los war. Auch in der anschließenden Gruppentherapie war ich nicht in der Lage mit zu machen. Und in der Schule später hatte ich noch Vortragsangst entwickelt. Das wird aber (auch) mit den vielen negativen zwischenmenschlichen Erfahrungen zwischenzeitlich zu tun haben können.

      Ansonsten eine Zwangsstörung beschreibt auch eher wenig positive Eigenschaften. Manche Stars fand ich zu bipolar und einen zu schizophren.

      Und „So tun als Ob“ stellt ja kein alleiniges Ausschlusskriterium dar, so weit ich weiß. Das hatte mich auch schon immer etwas irritiert. U. A. auch, dass Denise Linke sich als Kind gerne viel verkleidete in verschiedene Rollen. Was ich als Kind auch gern tat. Und das widerum habe ich dann auch hier und da gelesen, dass das auch manch andere Autisten machen. Das fand ich alles sehr verwirrend. Vielleicht ist es mehr der Overload von Kindern, die nicht in Beziehung mit dem Diagnostiker treten möchten auf die Art? Oder ADHS spielt bei denen, die es machen mit ein oder anderes. Und vielleicht auch nicht mit anderen. Ich habe meine Gefühle zunehmend und anfänglich bereits tendenziell eher mehr vor allen möglichen Leuten (erstmal) verborgen. Aber auch aus traumatischen Gründen. Oder weil ich dachte, die sagen ja eh nur dass das gemalte Bild schön ist oder es ist nervenaufreibend bei anderen etwas zu zeigen und ich wollte auch vieles für mich in Ruhe genießen. (Ab und zu hatte ich gehofft, dass jemand mal nachfragt und wenn nicht, nahm ich das dann in Kauf). Wiederum, welcher Autist ist nicht oder wenig traumatisiert.

      Und dass viele Autisten lange unentdeckt bleiben ist ja ein weit bekanntes Phänomen, genau. Wobei ich da keine Zahlen und keine genauen Unterschiedlichkeiten zu kenne.

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