Geheimschrift für heikle und illegale Notizen?

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    • Geheimschrift für heikle und illegale Notizen?

      Frohes Neues Jahr.
      Ich beschäftige mich zur Zeit wieder mit möglichen Strategien um mein Sozialverhalten zu verbessern. Ich denke im Bereich der Konversation wären große Fortschritte möglich, wenn ich mir nur merken könnte, was die betreffende Person mir in der Vergangenheit über sich erzählt hat. Auch indirekt erlangte Informationen, z.B. Beobachtungen, was jemand mag oder ablehnt, entfällt mir nach einiger Zeit wieder. Darum denke ich darüber nach mir personenbezogene Notizen zu machen. Die könnten auch nützlich sein um BeziehungsDynamiken und Verhaltensweisen zu ergründen.
      Dabei eröffnen sich zunächst 2 Probleme:
      1. Diese Informationen sollten nicht für andere Menschen lesbar sein, da diese Art von Aufzeichnungen mit Sicherheit negativ bewertet werden.
      2. Es ist illegal persönliche Informationen ohne Einwilligung des Betroffenen zu sammeln.

      Warum ich dennoch darüber nachdenke solche Aufzeichnung (über meine ArbeitsKollegen) zu beginnen:
      1. Andere Menschen merken sich diese Informationen einfach so, ich brauche nur eine schriftliche GedächtnisStütze.
      2. (Einzelne) Menschen verstehen lernen, sollte deutlich leichter sein, wenn man sich Aufzeichnungen machen würde.
      3. Ich habe schon sehr gute Erfahrungen mit (nicht-personenbezogenen) Aufzeichnung zu Vorkommnissen auf Arbeit gemacht. Also ich hatte mir Situationen detailiert aufgeschrieben, die ich als problematisch Empfand aber zu dem Zeitpunkt nicht verstehen konnte und die erst durch viele weitere Beobachtungen und Reflektion Sinn ergeben haben.

      Ich gehe davon aus durch den Einsatz von Kryptographie die beiden Probleme an der Manifestierung negativer Konsequenzen hindern zu können. Die Sicherheit hängt erheblich von der Qualität der Verschlüsselung ab, jedoch muss die Schrift für mich ohne Hilfsmittel les- und schreibar sein. Eine einfache Ersetzung der Buchstaben durch andere Zeichen, habe ich bereits in der Kindheit probiert, musste dann aber feststellen, dass die Häufigkeit und Kombination der Zeichen ihre wahre Identität verrät. Eine Wortschrift halte ich für ungegeignet, weil ich feine Nuancen im Verhalten genauso aufzeichnen möchte wie steckbriefliche Infos (GeburtsDatum, LieblingsEssen, Familienstand, Hobby). Eine Lautschrift wäre geeignet, eröffnet jedoch ein drittes Problem: Wenn ich beginne nach Gehör zu schreiben, wird meine Reichtschreibung wahrscheinlich (noch) schlechter.

      Ich habe mich jetzt schon ein paar Stunden mit Geheimschrift, Lautschrift und Lautbildung beschäftigt, was total Spaß macht. Aber ist das sinnvoll?
      Was haltet ihr von der Idee? Lohnt es sich die weiter zu verfolgen oder wiegen die Probleme zu schwer? Lass ich das lieber?
      (habe noch 2 ganz andere, sehr viel versprechende Ansätze zur Verbesserung des Sozialverhaltens auf die ich mich vielleicht eher konzentrieren sollte)
      Meine Beträge spiegeln meine aktuelle Meinung wieder, die ich mir auf Grundlage der vorliegenden Information höchstwahrscheinlich ohne referenzierende Prüfung der entsprechenden Fachliteratur gebildet habe. Es handelt sich dabei nicht um Tatsachen, den allgemein anerkannten Stand des Wissens oder Diagnosen. Die Meinung wird geäußert, wenn sie für mich die Wahrscheinlichste aller erdachten Thesen ist. Ich erkläre damit keine absolute Sicherheit der Aussage.
    • Klingt sehr kompliziert... Als ob ein zusätzlicher schwierigkeitsgrad das problem vereinfachen würde...

      Ich weiss auch nicht ob das auf der arbeit so viel besser ankommt, wenn man sich notizen in geheimschrift macht. Da denken die kollegen doch erst recht man spinnt.


      Reicht es nicht, wenn du dir nach der arbeit zuhause ein paar notizen machst, wenn die erinnerungen noch frisch sind?

      Ich hatte mir, als ich noch neu war in der firma, tatsächlich auch mal eine liste meiner kollegen erstellt, zusammen mit ein paar merkmalen damit ich die besser voneinander unterscheiden kann. :d
    • Ich habe eine passwortgeschützte Mindmap am Arbeitsplatz-PC mit der ich mir die entdeckten Beziehungen der Kollegen untereinander (Wer spricht mit wem?) festhalte.

      Ansonsten habe ich mal in einem Buch gelesen, dass ein Professor (vor 50 Jahren in der westlichen Welt) alle seine Notizen in chinesisch machte. Allerdings dürfte das sicher auffallen und in der heutigen Zeit ist es deutlich leichter an eine grobe Übersetzung zu kommen, als vor 50 Jahren.
    • Puk wrote:

      1. Diese Informationen sollten nicht für andere Menschen lesbar sein, da diese Art von Aufzeichnungen mit Sicherheit negativ bewertet werden.
      Solange du kein Enthüllungsbuch machst, ja ;)

      Puk wrote:

      2. Es ist illegal persönliche Informationen ohne Einwilligung des Betroffenen zu sammeln.
      Wie bitte? Es ist illegal, wenn ich für mich persönlich in mein Tagebuch aufschreibe, was mir jemand erzählt hat? Gegen welches Gesetz soll das verstoßen? Das klingt merkwürdig... hast du dafür eine Quelle?

      Puk wrote:

      1. Andere Menschen merken sich diese Informationen einfach so, ich brauche nur eine schriftliche GedächtnisStütze.
      2. (Einzelne) Menschen verstehen lernen, sollte deutlich leichter sein, wenn man sich Aufzeichnungen machen würde.
      Ja.

      Puk wrote:

      Die Sicherheit hängt erheblich von der Qualität der Verschlüsselung ab, jedoch muss die Schrift für mich ohne Hilfsmittel les- und schreibar sein.
      Wieso ohne Hilfsmittel? Das einfachste wäre ja, auf dem Handy/Laptop/PC zu verschlüsseln und zu entschlüsseln, dann kannst du auch sichere Verschlüsselungsverfahren benutzen.

      Puk wrote:

      Eine einfache Ersetzung der Buchstaben durch andere Zeichen, habe ich bereits in der Kindheit probiert, musste dann aber feststellen, dass die Häufigkeit und Kombination der Zeichen ihre wahre Identität verrät.
      Ja, das ist richtig, das kann man mit Häufigkeitsanalyse knacken. Wenn du wirklich sichere Krypto willst, musst du meinem Wissensstand nach Algorithmen wie AES oder RSA verwenden, die dann aber wiederum zu kompliziert sind, um händisch zu entschlüsseln und zu verschlüsseln.

      Wenn du wirklich nur Papier und Stift zur Hilfe nehmen willst, wird die Krypto halt nicht sicher. Wenn du sichere Krypto willst, dann brauchst du ein Hilfsmittel.

      (Man korrigiere mich bitte, wenn ich Blödsinn schreibe, so ist mein Kenntnisstand...)

      Puk wrote:

      Ich habe mich jetzt schon ein paar Stunden mit Geheimschrift, Lautschrift und Lautbildung beschäftigt, was total Spaß macht. Aber ist das sinnvoll?
      Es kann auf jeden Fall Spaß machen :)
      amazon.de/Geheime-Botschaften-…ke-Internet/dp/3446198733
    • Grundsätzlich würde ich dem widersprechen, dass das Sammeln derartiger Informationen illegal ist. Ich denke diese Annahme basiert auf der Problematik der Speicherung und Verarbeitung personenbezogener Daten bspw. im Internet. Problematisch wird auch das erst, wenn diese Daten veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben werden. Darüber hinaus müssten die Daten einer bestimmten Person eindeutig zuzuordnen sein, was sich gegebenenfalls dadurch vermeiden ließe indem du nur Namenskürzel oder Vormanem verwendest.

      Ganz abgesehen davon wären die gesammelten Informationen ja lediglich solche die dir ohnehin zur Verfügung stehen, weil sie dir von der anderen Person freiwillig Preis gegeben oder öffentlich "zur Schau" gestellt wurden. Ich bin zwar kein Datenschutzexperte, aber ich sehe keine Rechtsverletzung im reinen notieren von gewissen Informationen als reine Gedächtnisstütze.

      Wenn du irgendwann "auf den Trichter kommen" solltest entsprechende Informationen zu verkaufen sieht die Sache wieder anders aus. Sogenannter "Tratsch" unter Kollegen, auch mit Informationen die du evtl. notiert hast fällt aber bestimmt nicht unter das Datenschutzrecht.

      Bezüglich der Idee an sich muss ich sagen, dass sich das zwar interessant anhört, sich mir jedoch ernsthaft die Frage stellt, ob sich der erforderliche Aufwand zum angestrebten Nutzen überhaupt in einem akzeptablen Verhältnis bewegen könnte. Es geht hierbei schließlich nicht um irgendwelche geheimdienstlichen Informationen, sondern lediglich um persönliche Notizen die lediglich für dich "peinlich" sein könnten weil allgemeinhin erwartet wird, sich soetwas einfach merken zu können...

      @seven_of_nine hat es ja schon mit einem Tagebuch verglichen... Einfacher lässt es sich fast nicht ausdrücken!

      The post was edited 1 time, last by Sesambrot ().

    • @Sternschnuppe: Ich würde mir die Notizen zu Hause machen und zu Hause reflektieren, aber ich denke es kann notwendig sein auf Arbeit etwas nachschlagen oder eintragen zu können. Also es soll ja niemand mitbekommen, dass ich in Geheimschrift schreibe. Idealerweise sieht sie wie eine echte Schrift (Arabisch, Chinesisch) aus, was nicht ganz so sonderbar auffallen sollte.

      @TalkativeP: Es erleichtert mich, dass auch andere ForschungsAufzeichnungen führen.

      @seven_of_nine:
      Die Illegalität leite ich aus meinem groben Verständnis des Datenschutzrechts ab und aus einigen Erzählungen von Fällen, in denen sich Leute lediglich Arbeitszeit-/ Aufenthaltsort der Kollegen aufgeschrieben haben und dafür arbeitsrechtlich belangt wurden. Obwohl die Infos nur zur Koordinierung der eigenen Arbeit dienten.
      Für mich ist die Handschift aus vielen Gründen besser als die digitale Alternative. Ich lege auch keinen Wert darauf, dass es nicht zu entschlüsseln ist. Nur der normale Mensch soll es nicht einfach entschlüsseln können. Wenn ich in einem Notizbuch schreibe, kann es nicht unbemerkt entwendet oder vervielfältig werden. Es wird auch zu keinem Zeitpunkt für andere (mit)lesbar sein. Große Vorteile sind für mich: freie Strukturierbarkeit der Seite (Malen/Schreiben), Überblick, Bedienung.

      @Sesambrot:
      Vielleicht hast du recht und das ist wirklich gar nicht illegal.
      Aber der volle Name ist für mich besonders wichtig, weil ich Namen schnell vergesse.
      Meine Beträge spiegeln meine aktuelle Meinung wieder, die ich mir auf Grundlage der vorliegenden Information höchstwahrscheinlich ohne referenzierende Prüfung der entsprechenden Fachliteratur gebildet habe. Es handelt sich dabei nicht um Tatsachen, den allgemein anerkannten Stand des Wissens oder Diagnosen. Die Meinung wird geäußert, wenn sie für mich die Wahrscheinlichste aller erdachten Thesen ist. Ich erkläre damit keine absolute Sicherheit der Aussage.

      The post was edited 1 time, last by Puk ().

    • Puk wrote:

      Für mich ist die Handschift aus vielen Gründen besser als die digitale Alternative. Ich lege auch keinen Wert darauf, dass es nicht zu entschlüsseln ist. Nur der normale Mensch soll es nicht einfach entschlüsseln können. Wenn ich in einem Notizbuch schreibe, kann es nicht unbemerkt entwendet oder vervielfältig werden. Es wird auch zu keinem Zeitpunkt für andere (mit)lesbar sein. Große Vorteile sind für mich: freie Strukturierbarkeit der Seite (Malen/Schreiben), Überblick, Bedienung.
      Ok. Dann ist es halt keine wirklich sichere Krypto, aber vielleicht findest du ja einen Kompromiss, der für dich sicher genug und trotzdem ohne Hilfsmittel machbar ist. Für sichere Krypto brauchst du einen Rechner, denn für sichere Krypto muss man sehr viel rechnen.

      Wenn ich in einem Notizbuch schreibe, kann es nicht unbemerkt entwendet oder vervielfältig werden.
      Dein Notizbuch kann doch genauso entwendet werden wie dein Handy? Nur, dass du beim Handy zusätzlich noch einen Entsperrcode und eine PIN benutzen kannst, um dieses zu sichern, insofern ist es viiiiiiiel schwieriger, an die Daten zu kommen, wenn man dein Handy findet, als wenn man dein Notizbuch findet.
      Zudem ist so ein Notizbuch viel auffälliger, ein Handy hat doch eh ohnehin immer jeder dabei... Wenn dann doch mal auffällt, dass du da ständig Dinge in komischer Schrift notierst, und wenn du versehentlich das Notizbuch mal irgendwo liegen lässt, dann kann ich mir schon vorstellen, dass da die Kollegen reinschauen... All das hast du bei einem PIN-gesicherten Handy nicht zu befürchten, da braucht es dann schon einen Hackerangriff in deiner Firma.

      The post was edited 1 time, last by seven_of_nine ().

    • Puk wrote:

      Idealerweise sieht sie wie eine echte Schrift (Arabisch, Chinesisch) aus
      Ich habe früher eine zeitlang mein Tagebuch in sütterlin geschrieben, das können heutzutage nicht mehr viele. Ich fand es auch nicht so schwierig zu erlernen, für das Lesen braucht man aber ein wenig Übung, so dass Außenstehende meistens nichts mit dem Geschriebenen anfangen können (außer vielleicht ältere Generationen)
    • Ich mache mir kurze Notizen oft in einer Mischung aus Deutsch, fremdsprachigen Wörtern, kyrillischer Schrift und Notizentechnik (wie man sie beim Konsekutivdolmetschen verwendet, allerdings beherrsche ich die leider nur auf rudimentärem Niveau), dazu evtl noch Codenamen und individuelle Kürzel für relevante Menschen und Begriffe. Zusammen mit meiner oft unleserlich hingeschmierten Handschrift kann das glaube ich keiner außer mir entziffern...
    • Ginkgo wrote:

      Ich habe früher eine zeitlang mein Tagebuch in sütterlin geschrieben
      Ich auch, auch Notizen im Unterricht habe ich so angefertigt (das half nebenbei auch gegen eine aufdringliche Mitschülerin, die, wenn sie nicht mitkam beim Mitschreiben, beim Nachbarn guckte und sich dabei auch gleich gegen diesen anlehnte). Nach einiger Zeit konnte ich das sogar schneller als in "normaler" Schrift. So konnte niemand mehr lesen, was ich geschrieben habe, was ich aus unerfindlichen Gründen nicht mag. Daher greife ich darauf immer noch zurück. Ab und zu trifft man eben jemanden, der das aus irgendwelchen Gründen doch kann. Oder jemand sieht einen so schreiben und beginnt gleich ein Gespräch "Oh, wie schreibst du denn? Zeig mal, mal sehen, ob ich was entziffern kann? Was steht denn da?"
      "Jeder Tropfen hilft!" sagte die Ameise und pinkelte ins Watt. (Norddeutsches Sprichwort)
    • @seven_of_nine: du hast schon recht, das Handy hat Vorteile aber insbesondere das lesen und schreiben(zeichnen/anordnen/formatieren) damit finde ich umständlich. Außerdem habe ich über eine Datei nicht die selbe Kontrolle, wie über ein Notizbuch. Wenn ich allerdings die Notizen nur zu Hause lese/schreibe, ist eine passwort-geschütze Datei praktischer als eine Geheimschrift.
      Meine Beträge spiegeln meine aktuelle Meinung wieder, die ich mir auf Grundlage der vorliegenden Information höchstwahrscheinlich ohne referenzierende Prüfung der entsprechenden Fachliteratur gebildet habe. Es handelt sich dabei nicht um Tatsachen, den allgemein anerkannten Stand des Wissens oder Diagnosen. Die Meinung wird geäußert, wenn sie für mich die Wahrscheinlichste aller erdachten Thesen ist. Ich erkläre damit keine absolute Sicherheit der Aussage.
    • Puk wrote:

      Außerdem habe ich über eine Datei nicht die selbe Kontrolle, wie über ein Notizbuch.
      Du meinst, weil ein Hacker von außen Zugriff auf das Handy erlangt? Das ist natürlich grundsätzlich möglich, wobei ich persönlich es für unwahrscheinlich halte, dass sich in deiner Firma von außen jemand Zugriff auf dein Handy verschafft und dann die dort befindliche Datei entschlüsselt. Es sei denn, du arbeitest in einer IT-Security-Firma....

      (Wenn es dir um Gemeindienste o.ä. geht, dann bist du mit der analogen Methode natürlich besser dran.)

      Den anderen Punkt verstehe ich schon, aber das Zeichnen und Sortieren könntest du ja auch in Ruhe zu Hause machen.
    • @seven_of_nine Vor Hackern habe ich da keine Angst, eher davor dass ein Kollege mal mein Handy nimmt (meinen EntsperrungsCode schon oft gesehen hat), und sich die Datei aus Neugier anguckt. Oder sie unbemerkt über meine Schulter hinweg liest. Oder dass sie vervielfältigt werden kann ohne dass ich es merke. Oder dass ich mal wieder aus den Augen verliere dass da brisante Informationen liegen, wenn ich jemanden was zeigen will oder jemandem Zugriff auf ein benachbartes Dokument gewähre.

      Edit: mit den Geheimdiensten rechne ich natürlich auch. Meinetwegen ist mir das egal, denn es geht ja nicht um meine Informationen. Aber ich erhebe schon sehr sehr viele, detailierte Informationen, wenn mir das Verständnis fehlt, welche Daten für ein späteres Gespräch oder Auswertung relevant sein werden. Und es geht hier um Menschen, die gar nicht wissen, dass ich aufgeschrieben habe, wie gut sie sich mit Person X verstehen, welche Meinung sie zu Thema Y haben, was sie gern essen.
      Meine Beträge spiegeln meine aktuelle Meinung wieder, die ich mir auf Grundlage der vorliegenden Information höchstwahrscheinlich ohne referenzierende Prüfung der entsprechenden Fachliteratur gebildet habe. Es handelt sich dabei nicht um Tatsachen, den allgemein anerkannten Stand des Wissens oder Diagnosen. Die Meinung wird geäußert, wenn sie für mich die Wahrscheinlichste aller erdachten Thesen ist. Ich erkläre damit keine absolute Sicherheit der Aussage.

      The post was edited 1 time, last by Puk ().

    • Wenn du es analog machen möchtest, würde ich dir empfehlen, zuerst für jeden Buchstaben ein (ausgedachtes oder aus einer anderen Schrift entnommenen) Zeichen festzulegen und zusätzlich für einige Buchstabenkombinationen oder häufige Wörter (z.b st, en, er, hat, ...) zusätzliche Zeichen festzulegen. Je mehr dieser zusätzlichen Zeichen du hast, umso besser (natürlich nur so viele, wie du dir auch merken kannst). Sinnvoll ist auch, diese zusätzlichen Zeichen nicht immer zu verwenden, so dass z.b in einem Text die Buchstabenkombination "st" mal mit dem Zeichen für "st" verschlüsselt wird und mal mit den Zeichen für die beiden Buchstaben "s" und "t", und zwar zufällig ausgewählt, wann die Buchstabenkombination wie verschlüsselt wird. So sollte man (bei genug Zusatzzeichen) ein recht sicheres System haben.
    • @Puk, ich könnte mir folgende Lösung für Dich vorstellen: Als Schreibutensil nähme ich (genauer: habe ich in der Vergangenheit selbst tatsächlich genutzt!) ein solches Paperblank in Größe A6 mit Verschluss/ Klappumschlag. Ich fand die klasse, weil ich auch meinen Stift im Inneren des Klappumschlags aufbewahren konnte. A6 passt wunderbar in Hosentaschen, etc. , dann liegt es auch nicht in der Gegend herum.

      Und als Schrift (das habe ich selbst allerdings nicht gemacht, aber es entspricht ja Deiner Idee) schlage ich vor, Du bringst Dir Stenographie bei. Jedes Verschlüsselungsverfahren/ Chiffre, welches mir für handschriftliche Texte geläufig ist, wäre viel zu aufwändig, um sich damit auf die Schnelle mal Notizen zu machen.
      Letztlich sind m.K.n. die Verfahren, bei denen nur die Schriftzeichen ausgetauscht werden (also z.B. deutsch mit elbischen Buchstaben zu schreiben) leicht knackbar. Es bietet natürlich einen Schutz dagegen, dass Dritte leicht mitlesen können - aber es fällt halt auf, wenn jemand z.B. elbische Buchstaben verwendet und schreit förmlich "Geheimnis" (RW) und macht neugierig.
      Anders hingegen die Verwendung von Steno. Das ist plausibel zu erklären (man will Notizen schnell machen), aber heutzutage kann kaum jemand noch Steno lesen/ schreiben - man ist also vor zufälligen Beobachtern recht sicher. Und es gibt jahrelang erprobte Lernmittel, mit denen man sich Steno selbst beibringen kann.
      Plus, es hat noch den wunderbaren Zusatznutzen, dass Du tatsächlich Deine Gedanken auch noch schneller zu Papier bringen kannst.

      My 2 cents (RW).
      Of course I talk to myself! :nod: Sometimes I need expert advice. :prof:
    • Als Forschungsarbeit würde ich das bei mir nicht bezeichnen. Ich halte die Beziehung der Leute untereinander fest, damit ich abschätzen kann wie Informationen fließen und wer ein Vorhaben unterstützt und wer dagegen arbeiten wird. Es gefällt mir nicht das machen zu müssen, aber es hilft mir zurechtkommen.
    • Wie wär's damit: Du schreibst irgendeinen zusammenhangslosen (oder auch nicht, wenn du gut bist) Text und der Klartext besteht aus einem bestimmten Buchstaben jedes Wortes bzw. jedes x. Wortes. Da kannst dir ja ein System überlegen. Ist natürlich viel zu schreiben. Aber es ist sehr einfach und da kommt auch nicht jeder gleich drauf. Außerdem riecht das auch nicht gleich nach Geheimniskrämerei.

      Illegal ist das Aufschreiben von Beobachtungen übrigens ganz sicher nicht. Wenn du die Daten allerdings für andere Zwecke verwenden wollen würdest, dann stellt sich tatsächlich die Frage, inwiefern das alles rechtmäßig erlangt ist. Aber das ist bei dir ja nun wirklich kein Thema.

      Ergänzung:
      früher hat man auch Buchstaben auf einer Seite in einer Art Raster aufgezeichnet (jede Zeile gleich viele Buchstaben, jede Spalte ebenso). Und dann hat man zum Entschlüsseln eine Schablone drüber gelegt. Das ist dasselbe Prinzip.

      The post was edited 1 time, last by Thimor: Typos ().

    • Puk, um eine geeignete Codierung brauchst du dir keinen Kopp zu machen.
      Ich schreibe die eher harmlosen Dinge einfach in Stichworten auf, und wo es kritisch wird verwende ich Abkürzungen, die nur mir bekannt sind.
      Wenn ich den Zettel dann noch in die Jackeninnentasche stecke, ist die Sache erledigt, weil keiner gerne beim Stöbern in fremden Taschen erwischt wird :d
      Einziger Nachteil: ich muss daheim den Zettel rechtzeitig wieder rausnehmen, weil er sonst in der Wäsche landet. Fazit: ich habe mehr Probleme mit gedankenlosen Meschen als mit solchen, die mich wirklich ausspionieren wollen.
      Probiert mal mein Spiel aus:
      Crossover
    • Danke für eure Beiträge. Durch die Begeisterung über Schriftsysteme ist mir vorrübergehend der Blick für Praktikabilität abhanden gekommen.
      Meine Beträge spiegeln meine aktuelle Meinung wieder, die ich mir auf Grundlage der vorliegenden Information höchstwahrscheinlich ohne referenzierende Prüfung der entsprechenden Fachliteratur gebildet habe. Es handelt sich dabei nicht um Tatsachen, den allgemein anerkannten Stand des Wissens oder Diagnosen. Die Meinung wird geäußert, wenn sie für mich die Wahrscheinlichste aller erdachten Thesen ist. Ich erkläre damit keine absolute Sicherheit der Aussage.