Wann wusstet ihr, was ihr beruflich machen wollt?

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    • Wann wusstet ihr, was ihr beruflich machen wollt?

      Hans Asperger wrote:


      Gerade bei den Autistischen sehen wir – mit weit größerer Deutlichkeit als bei den
      „Normalen“ –, daß sie von frühester Jugend an für einen bestimmten Beruf prädestiniert
      erscheinen, daß dieser Beruf schicksalhaft aus ihren besonderen Anlagen
      herauswächst.
      Bei mir war bzw. ist das überhaupt nicht so. Ich hatte zwar als Kind mal den Wunsch, Fußballprofi zu werden und eine Zeit lang fand ich in meiner Kindheit auch den Weltraum interessant und wollte Astronaut werden. Jetzt bin ich erwachsen und weiß immer noch nicht genau, welcher Beruf zu mir passen würde. Mich würde daher interessieren, ob ihr schon sehr früh wusstet, welchen Beruf ihr später ausüben wolltet, oder ob das (eher) nicht der Fall war.
    • Ich wusste nicht, was ich beruflich machen wollte. Bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz bin ich die Stellenangebote durchgegangen und habe mich auf alles beworben, wo ich mir hätte vorstellen können, das vielleicht zu machen. Da meine Schulnoten als auch mein Abschlußzeugnis mit einem Durchschnitt knapp unter 4 eher schlecht waren, hatte ich keine große Wahl.
      Die erste Ausbildung brach ich dann ab, weil es sich ganz anders entwickelte, als ich erwartete, danach ging ich wieder auf die Schule.
      Von da an hangelte ich mich irgendwie von Job zu Job, wichtig war mir eher, genug zu verdienen, um meinen Lebenunterhalt und mein damals nicht günstiges Hobby bestreiten zu können. Arbeit war sozusagen Mittel zum Zweck.
      Die meisten Jobs waren im Bürobereich, so auch jetzt wieder. Wobei ich nicht sagen kann, dass meine jetzige Stelle mir keinen Spass machen würde. Es ist nicht jeden Morgen dieses "Oh je, jetzt muss ich dort wieder hin", sondern es ist okay und ich gehe ganz gerne dorthin.
    • Zwischen etwa 8 und 10 Jahren stand für mich fest, dass ich Anwalt werden möchte. Das hat weniger mit einem SI zu tun. Tatsächlich wollte ich als Kind nie kuscheln und habe eine andere Nische gehabt, in der ich Verbundenheit gespürt habe: Mit meiner Mutter zusammen Nachmittags-Fernsehen. Richter Alexander Holt, Barbara Salesch, ... . Wobei man schon sagen könnte, dass das vielleicht doch eine Art "kleines" Spezialinteresse war? Ach, ich weiß es nicht. Ich habe bei sowas aber immer mit überlegt und mit meiner Mutter diskutiert und so weiter. Hätte man mich damals mit juristischen Fachbüchern ausgestattet, wäre das sicher ein SI geworden. Habe damals ja auch schon Bücher zum Thema der Unterschiede im Sexualstrafrecht im Laufe der Zeit und sowas gelesen.

      Jedenfalls verbinde ich mit Jura einfach unglaublich viele schöne Erinnerungen.

      Mittlerweile habe ich ja mein SI Ernährung. Aber die Verdienstaussichten sind mir zu schlecht und das Arbeiten mit Menschen schreckt mich zu sehr ab.

      Nach dem Abitur habe ich überlegt, ob ich wirklich Rechtswissenschaft studieren soll und irgendwann war mir klar: egal, was ein wird, ich werde zumindest ein Mal ein Semester Rechtswissenschaft studieren. Jetzt möchte ich das auch durchziehen, obwohl Ernährung eben auch super interessant ist. Vielleicht mache ich auch beides nebenher. Mal sehen.
    • Ich wusste erst, was ich wirklich werden wollte, als ich schon 'ne Ausbildung zum Gärtner hinter mir und auch schon 'ne Weile in dem Beruf gearbeitet hatte. Ich hab damals als Gärtner in 'nem kleinen Zoo gearbeitet und hab erfahren, dass die 'nen Tierpfleger suchen. Da ich als Zoo-Gärtner auch immer wieder mal mit den Tieren zu tun hatte und es mir Spass macht, mit Tieren zu arbeiten, hab ich nicht lange gefackelt und mich gleich auf die Stelle beworben. Da der Chef mich schon kannte und wusste, dass ich zuverlässig bin und mit Tieren umgehen kann, hat er nur kurz Rücksprache mit den anderen Tierpflegern gehalten und mir noch am selben Tag die Zusage gegeben.

      Leider wuchs mir dann nach dem Tod meines Vaters alles über den Kopf und ich bekam auf der Arbeit 'nen üblen Meltdown. Am Ende steckte die Mistforke in der Tür vom Ziegenstall, mein Arbeitskollege nannte mich einen gemeingefährlichen Psychopathen und am nächsten Tag bekam ich die Kündigung. Das war dann das Ende meiner beruflichen Karriere.
    • Ich wusste noch nie was ich beruflich machen will, das hat sich bis heute nicht geändert. Mir fehlt das Vorstellungsvermögen dafür, daher bleibt eigentlich nur trial & error. Zwar habe ich seit 10 Jahren denselben Beruf, aber inhaltlich bin ich dort nicht sehr erfüllt. Das ist auch der Grund, wieso ich gerne noch etwas anderes versuchen möchte.
    • Ich weiß bis heute nicht wirklich was ich machen WILL.
      Es gibt so ein paar Dinge wo ich mir vorstellen könnte, das mir das Spaß macht.
      Hätte ich nicht diese probleme andere richtig einzuschätzen und zu verstehen bzw generell im Miteinander mit anderen, hätte ich sicher keine probleme Jobs zu finden und auch zu behalten, denn dann würde auch meine Überzeugungskraft besser sein.
      Als Kind wollte ich Polizist werden. Vermutlich weil mein vater das ist und er immer ein Vorbild für mich war.
      Meine Mutter ist Frisörin und war auch recht lange Verkäuferin bei meiner Oma im Laden aber sowas wollte ich nie machen, obwohl meine oma öfter versuchte mich dazu zu überreden mit in diese Tätigkeiten einzubeziehen, wollte ich aber nie machen. Außer ein paar Sachen mit Preisen auszeichnen hab ich da nie gemacht.
      Dann als ich 12 war oder so, hab ich mal einen Porsche gemalt und mein Onkel meinte ich solle Porsche-designer werden was dann mein nächster Wunsch war bis ich 14 oder so war und man mir sagte das sowas kein richtiger Beruf ist, also wollte ich dann Falkner werden (hab ich hier ja auch schonmal erzählt) bis man mir als ich 17 oder so war und zum ersten mal ins BIZ kam dort sagte das das auch kein normaler Beruf sei den man so einfach als Ausbildung oder so erlernen kann.
      Dann kam ich auf Comic-zeichner, und als ich dann auf das Berufskolleg kam wo ich dann so mit 19 hin ging, sagte man mir das ich das auch nicht werden kann weil es so einen job nicht gibt, man könnte da eher sowas wie Illustrator werden aber das würden sie an der Schule nicht direkt lehren, aber da war ich bereits aufgenommen und hatte meinen ersten Tag.
      Dann wollte ich Filmproduzent werden, also Filme machen, bis man mir sagte das Filmproduzenten Geld haben und dieses dafür geben damit die Filme von anderen produziert werden.
      Also wollte ich dann Kameramann werden. Nach der Schule hab ich dann ALGII beantragt weil mir eine auf meiner Klasse sagte das die einem den Führerschein finanzieren, aber das taten die nicht.
      Nach einem Meltdown bei denen hab ich dann diese Psychologin dort gesprochen (ca 3 mal oder so) bis ich in eine andere Maßnahme kam wo ich dann ein Praktikum in einer Filmproduktion bekommen hab und da hab ich gemerkt das Kameramann zwar spannend ist aber ich mit den plötzlichen Planänderungen dort nicht klarkam, also hab ich da nur noch das gemacht was ständig jeden Tag anfiehl aber wofür die anderen meist keine Zeit hatten und nur nebenei sonst machten.
      Das waren einfache Sachen wie in der Früh die DVDs brennen von der Sendung vom Vortag (das wurde oft nicht gemacht darum musste ich da noch DVDs von Wochen und Monaten davor brennen) Essen für Mittag einkaufen und kochen, und dann draußen für das Wetter filmen und für die Kurznachrichten irgendwas abfilmen, wo auch kein Ton drauf sein musste, das konnte ich mit kleinem Stativ und ner kleinen Pocketcam filmen.
      Manchmal musste ich abends noch im Studio mit Kamera führen, was nicht schwer war, aber da es spät war und es für mich Überstunden waren, und ich mit Bus und Bahn nicht so gut abends mehr nachhause kam war das nicht so toll.
      Mehr als Praktikum und Minijob kam eh nicht dabei herum, und das lag meistens daran das sich irgendwas änderte mit dem ich nicht umgehen konnte oder weil ich nicht das konnte was die von mir erwartet haben.
      Ich kann vielleicht gut malen, aber ich kann mir nicht vorstellen sowas beruflich zu machen, dann hab ich keinen Nerv und keine Energie mehr für Kunst für mich selbst und das möchte ich nicht.
      Ich weiß leider nicht ob es DEN Job für mich gibt, vielleicht aber den hab ich bislang noch nicht gefunden.
      Es käme vielleicht einiges in Frage aber es muss dann nach immer der gleichen Routine ablaufen ohne plötzliche und vor allem ohne große Veränderung und es muss was sein was ich auch kann, ich glaube die Ansprüche dürfen nicht zu hochgesteckt sein.
      Da gibt es schon einige Dinge, meist vermutlich Jobs wofür man keine Ausbildung braucht, mit Hilfstätigkeiten kam ich meistens relativ gut zurecht weil sie vom Prinzip her leicht sind.
      Hier ist es nur schwer wenn man kolerische Bosse hat die gleich ausrasten oder einen beschimpfen wenn man was falsch verstanden hat, weil sie es einem nicht vorgemacht haben oder es nicht schon etwas fertiges gibt was ich als Anhaltspunkt nutzen könnte.
    • Ich wusste lange nicht, was ich werden wollen soll oder würde.

      In der 2. Realschulklasse machte ich eine Schnupperlehrwoche als Schreiner, weil ich mit Holz sehr gut umgehen konnte, da machte mir die Stauballergie einen Strich durch die Rechnung. Ein Jahr später machte ich eine Schnupperlehrwoche als Bäcker/Konditor, aber die Mehlstauballergie machte mir auch hier ein Strich durch die Rechnung.
      Ich erinnerte mich an eine Projektwoche in der 1. Realschulklasse, in der wir auf Sperrholzplatten mit Reisszwecken, Drähten und elektronischen Bauteilen einfache elektronische Schaltungen aufbauten, ich fand das alles sehr faszinierend und einfach zugleich, weshalb gegen Ende der 3. Realschulklasse für mich feststand, dass der Beruf des Elektronikers mich sehr anspricht. Diese Ausbildung begann ich auch ein Jahr später, dazwischen legte ich ein sogenanntes "Werkjahr" ein, um vorallem Erfahrungen in der Metallverarbeitung zu sammeln, also ein wenig eine berufsvorbereitende Massnahme.
      Wer mit der Herde geht
      kann nur Ärschen folgen :d
    • ich wollte seit meinem ersten zahnarztbesuch (etwa 5 jahren) zahnärztin werden. auf der grundschule wurde ich, obwohl ich extrem schlecht in rechtschreibung war nicht getestet. ich kam auf die realschule, war extrem demotiviert, orientierungslos und desillusioniert.
    • Ich wußte das nie und weiß es bis heute nicht.

      Ich habe zwar eine Ausbildung gemacht, aber nur das was "übrig" war. Habe mich beruflich auch weiterentwickelt und studiert, aber auch das war immer eher die Flucht aus der vorhandenen Situation mit der ich nicht mehr klargekommen bin. Das ging so weiter, bis ich mit meinen Kräften am Ende war.

      Ich bin in fachlichen Dingen eh nicht so gut, da diese mich normalerweise kaum interessiert haben. Die waren nur Mittel zum Zweck. Gut bin ich immer dann gewesen, wenn es um Fehlersuche ging oder alle anderen nicht weiter wußten. Aber das ist eben kein Beruf.
    • Eigentich schon als kleines Kind :d .
      Ich war schon immer total fasziniert von "allem was mit Strom zu tun hat" und Computern. Passenderweise habe ich dann auch Elektro- und Informationstechnik studiert, und bewerbe mich momentan als Entwicklungsingenieur im Elektronik- und Software-Bereich.
    • Mit 15. Als ich meine Abikurse festlegen sollte, habe ich auf meine Zeugnise geblickt und dort eine klare Neigung erkannt.
      Meine Beträge spiegeln meine aktuelle Meinung wieder, die ich mir auf Grundlage der vorliegenden Information höchstwahrscheinlich ohne referenzierende Prüfung der entsprechenden Fachliteratur gebildet habe. Es handelt sich dabei nicht um Tatsachen, den allgemein anerkannten Stand des Wissens oder Diagnosen. Die Meinung wird geäußert, wenn sie für mich die Wahrscheinlichste aller erdachten Thesen ist. Ich erkläre damit keine absolute Sicherheit der Aussage.
    • 5-8: Pilot. "nein, dazu bist Du nicht klug genug"
      8-15: Stewardess. Aber dann verliebte ich mich und wollte nicht soviel weg von meinem Freund sein (seufz)
      15-16: Automechaniker. "nein, das ist nix für Mädchen"

      dann wurde ich auf ein kaufmännisches Gymnasium gesteckt und fand in der kaufmännischen Welt dann einen guten Beruf.
      Gurkistankönigin :d
    • keinname wrote:

      Bei mir war bzw. ist das überhaupt nicht so. Ich hatte zwar als Kind mal den Wunsch, Fußballprofi zu werden und eine Zeit lang fand ich in meiner Kindheit auch den Weltraum interessant und wollte Astronaut werden. Jetzt bin ich erwachsen und weiß immer noch nicht genau, welcher Beruf zu mir passen würde. Mich würde daher interessieren, ob ihr schon sehr früh wusstet, welchen Beruf ihr später ausüben wolltet, oder ob das (eher) nicht der Fall war.
      Ich "wusste" seit der 4. oder 5. Klasse, dass ich Arzt werden will.
      Irgendwie kam es in der 9. Klasse dazu, dass ich auf das Thema Psychologie stieß und mich wunderte, dass das ein Fach sei.
      Ich las sehr viel über Psychologie, ein ganzes Bachelorbuch.
      Dann wollte ich Psychologie studieren und in der Forschung tätig werden.
      Also Medizin/Psychologie war meine "Bestimmung".
      Ich wollte dementsprechend auch Biologie und Chemie als LK wählen, der Chemie-LK kam allerdings nicht zustande und ich musste etwas anderes wählen.
      Da ich mich seit Kindheitstagen für Philosophie interessierte und auch relativ gut schreiben konnte, nahm ich Deutsch.
      Es ergab sich, dass ich in beidem sehr gut war, in Deutsch sogar einen Tick besser.
      Ich stand dann vor der Wahl, weil mich zum Abi die Realität einholte und ich Medizin als auch Psychologie nicht studieren konnte, aufgrund von hochschulverwaltungsrechtlichenpraktischenundtechnischen Gründen... oder kurz NC.

      Also blieb mir nur der "Mittelweg" Biologie und ReWi (keine Ahnung mehr, wie ich damals darauf schon kam, aber ich nahm den Gedanken auch nicht weiter ernst).

      Ich versuchte mich mit Biologie, mit der mir inne wohnenden Hoffnung, dass ich in der Neurobiologie meine Zukunft finden würde.
      Bis dahin kam ich aber leider nicht, weil mir der Dschungel im Weg stand (Botanik) und aus anderen Gründen, z.B. kann ich nicht richtig Mikroskopieren aufgrund meiner Augen...
      Da kam ich auf die glorreiche Idee, mich einfach mal in eine ReWi-Vorlesung zu setzen.
      Während ich in den Biologie-Vorlesungen ständig eingenickt bin, schoss mir hier plötzlich das Adrenalin in die Adern und ich war hellwach, weil es um richtige Fälle ging, Entscheidungen und Gerechtigkeit. Gerechtigkeit löst bei mir die stärksten Emotionen aus von positiver Seite.
      Ich dachte bis dato immer, dass es in ReWi nur um Auswendiglernen von Büchern ging, stattdessen ist es ein richtiges Anwendungsfach, sogar anwendungsorientierter als Biologie.

      So kam es, dass ich von meiner "Bestimmung" abwich und einen eigenen Weg ging.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Ich war als Kind ein "Rechthaber" und habe (unbewusst folgerichtig) Rechtswissenschaften studiert.
      Den konkreten Beruf, den ich mir in der 10. oder 11. Klasse ausgeguckt hatte, habe ich allerdings nicht ergreifen können (Assessment Center verpatzt), aber ich bin "knapp daneben" gelandet.
    • @Rusty Mike wie ist es als Tierpfleger zu arbeiten? sind es feste Arbeitszeiten? arbeitest du volle acht stunden?
      sorry falls ich zu neugierig bin, aber ich brauche einen plan b ...und ich liebe Tiere, zwar nicht alle, aber die meisten
      Was ich brauch' ist ein Pinguin mit Übergewicht, der für mich das Eis bricht, denn ich kann das nicht! ~Jennifer Rostock
    • Ich wusste schon als Kind was ich werden wollte: Bereiterin oder Tierpflegerin. Später kamen dann noch Landschaftsgärtnerin, Floristin oder Frisörin dazu. Meine Eltern hatten aber andere Pläne mit mir und ich musste eine kaufmännische Ausbildung machen. Nach der Ausbildung habe ich dann den ungeliebten Beruf und das Elternhaus verlassen.