Autismus Zentren - Erfahrungsberichte queer beet

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    • RegenbogenWusli wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und Arbeitsleben
      Und das bekommt man beim Arbeitsamt?Was genau soll das denn sein? Also Teilhabe am Arbeitsleben kann ich mir noch irgendwie in etwa vorstellen.
      Das klingt so als würden die einen in einen Job vermitteln wo Menschen mit Behinderungen genommen werden, sowas in etwa suche ich ja (ich dachte das würden die im AZ mit einem machen ohne Arbeitsamt und ich dachte nicht das für sowas ein Antrag nötig ist, das finde ich wieder recht abschreckend weil Anträge für mich nichts anderes als Verträge sind)
      Teilhabe an Gemeinschaft, was denn für eine Gemeinschaft? Das klingt so als würde man nachdem der Antrag angenommen wurde, wohin geschickt wird wo man gezwungen wird mit anderen was zusammen zu machen O.o
      @RegenbogenWusli

      "Teilhabe am Arbeitsleben" bezeichnet Leistungen, die dazu da sein, einen behinderten Menschen im Arbeitsleben wieder einzugliedern. Das kann der Besuch eines Berufsbildungswerkes oder Berufsförderungswerkes sein, das können unterstütztende Maßnahmen auf der Arbeit sein (z. B. Assistenz auf der Arbeit), das kann der Besuch eines Autismustherapiezentrums mit Gesprächen über berufliche Möglichkeiten sein und vieles mehr. Ganz genau kann ich das nicht erklären, es gibt Broschüren von der Bundesagentur für Arbeit dafür.
      Meines Wissens nach übernimmt die Agentur für Arbeit oder der Reha-Träger (DRV) die Kosten dafür. Wenn man nur die Teilhabe am Arbeitsleben beantragt, kann man das entweder bei der AA oder der DRV beantragen. Wenn man es woanders (z. B. beim Sozialamt) beantragt, müssen die den Antrag an die Zuständigen weiterleiten.

      "Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft" bezeichnet Leistungen, die einen behinderten Menschen befähigen sollen, wieder am Leben in der Gemeinschaft teilzunehmen. Wenn ich es richtig verstehe, gehören dazu z. B. sowas mit ambulant betreutes Wohnen, bei dem einen jemand z. B. zu kulturellen Veranstaltungen begleitet oder der Besuch eines ATZ mit Gesprächen, wo es darum geht, wie man wieder besser in die Gesellschaft integriert werden kann. Ganz viele Angebote fallen in diesen Bereich.
      Die Kosten trägt in der Regel der Sozialhilfeträger (also meist Sozialamt) dafür, sofern man nicht genug Einkommen hat und auch bestimmte Vermögensgrenzen nicht überschreitet. Liegt man über diesen Grenzen, muss man das selbst bezahlen bzw. anteilig selbst bezahlen, was ich ungerecht finde. Meiner Meinung nach müssten diese Leistungen von den Krankenkassen getragen werden, was sie aber nicht tun.

      Somit können in ATZ sowohl Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben als auch Leistungen zur Teilhabe in der Gemeinschaft erbracht werden. Viele ATZ füllen den entsprechenden Antrag bzw. Anträge mit einem aus und dann muss man den Antrag bei AA oder DRV (im Falle von Teilhabe am ARbeitsleben) stellen oder beim Sozialamt (im Falle von Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft).

      Das ist das, was ich darüber weiß, aber darunter sind auch Infos aus meiner SHG, deshalb kann ich dafür die Gewähr nicht übernehmen.

      Du kannst mal auf der Seite REHADAT schauen. Dort werden so Begrifflichkeiten meistens sehr gut erklärt, manchmal sogar mit Links zu weiterführenden Broschüren oder Ansprechpartnern. :thumbup:
      Es ist immer besser, sich selbst darüber zu informieren. Die ATZ wissen nämlich teilweise selbst nicht genau über die Unterschiede bescheid.
    • thelord wrote:

      Ist es eigentlich Absicht, dass du (als Transgender) im Titel des Threads nicht "quer", sondern "queer" geschrieben hast?
      Nein, ich war mir nicht sicher ob man das Wort queer oder quer jetzt mit doppel-e schreibt oder mit einem da ich es schon so und so gesehen habe und mit doppel-e fühlte es sich eben als ich den Thread schrieb richtig an, ich habe jetzt nicht extra gegoogelt. Als das Gender-quer oder queer hab ich garnicht dabei gedacht.
      Mit quer meinte ich einfach gemischt/durcheinander bezogen auf Erfahrungen diverser Autismuszentren.
    • FruchtigBunt wrote:

      "Teilhabe am Arbeitsleben" bezeichnet Leistungen, die dazu da sein, einen behinderten Menschen im Arbeitsleben wieder einzugliedern. Das kann der Besuch eines Berufsbildungswerkes oder Berufsförderungswerkes sein, das können unterstütztende Maßnahmen auf der Arbeit sein (z. B. Assistenz auf der Arbeit), das kann der Besuch eines Autismustherapiezentrums mit Gesprächen über berufliche Möglichkeiten sein und vieles mehr. Ganz genau kann ich das nicht erklären, es gibt Broschüren von der Bundesagentur für Arbeit dafür.
      Meines Wissens nach übernimmt die Agentur für Arbeit oder der Reha-Träger (DRV) die Kosten dafür. Wenn man nur die Teilhabe am Arbeitsleben beantragt, kann man das entweder bei der AA oder der DRV beantragen. Wenn man es woanders (z. B. beim Sozialamt) beantragt, müssen die den Antrag an die Zuständigen weiterleiten.

      "Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft" bezeichnet Leistungen, die einen behinderten Menschen befähigen sollen, wieder am Leben in der Gemeinschaft teilzunehmen. Wenn ich es richtig verstehe, gehören dazu z. B. sowas mit ambulant betreutes Wohnen, bei dem einen jemand z. B. zu kulturellen Veranstaltungen begleitet oder der Besuch eines ATZ mit Gesprächen, wo es darum geht, wie man wieder besser in die Gesellschaft integriert werden kann. Ganz viele Angebote fallen in diesen Bereich.
      Die Kosten trägt in der Regel der Sozialhilfeträger (also meist Sozialamt) dafür, sofern man nicht genug Einkommen hat und auch bestimmte Vermögensgrenzen nicht überschreitet. Liegt man über diesen Grenzen, muss man das selbst bezahlen bzw. anteilig selbst bezahlen, was ich ungerecht finde. Meiner Meinung nach müssten diese Leistungen von den Krankenkassen getragen werden, was sie aber nicht tun.

      Somit können in ATZ sowohl Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben als auch Leistungen zur Teilhabe in der Gemeinschaft erbracht werden. Viele ATZ füllen den entsprechenden Antrag bzw. Anträge mit einem aus und dann muss man den Antrag bei AA oder DRV (im Falle von Teilhabe am ARbeitsleben) stellen oder beim Sozialamt (im Falle von Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft).

      Das ist das, was ich darüber weiß, aber darunter sind auch Infos aus meiner SHG, deshalb kann ich dafür die Gewähr nicht übernehmen.

      Du kannst mal auf der Seite REHADAT schauen. Dort werden so Begrifflichkeiten meistens sehr gut erklärt, manchmal sogar mit Links zu weiterführenden Broschüren oder Ansprechpartnern.
      Es ist immer besser, sich selbst darüber zu informieren. Die ATZ wissen nämlich teilweise selbst nicht genau über die Unterschiede bescheid.
      Okay danke, ganz erlich, das ist eine wesentlich bessere Erklären, so das ich das auch verstehe :thumbup:
      Das klingt jedenfalls jetzt so, das ohne das Arbeitsamt nichts läuft, also muss ich quasi erst zu diesem Autismuszentrum, die helfen mir dann das was du eben oben beschrieben hast bei den besagten anderen Ämtern zu beantragen damit die in dem Autismuszentrum wiederum helfen können bzw diese Maßnahmen überhaupt machen können.
      Das ist aufwändig aber es geht natürlich nicht anders, die müssen ja irgendwoher ihr Geld erhalten.
      Ich hatte vorher gedacht das die Krankenkasse manche Dinge bezahlt (kommt auf die Therapie an die meist ja nicht Autismusspeziefisch ist) und manche Dinge bezahlen die halt nicht, die muss man dann selber zahlen und wenn man das nicht kann, kann man es nicht machen weil niemand es bezahlt, aber das scheint ja garnicht so zu sein.
      Ich muss sehen wovon ich dann alles irgendwas beantragen muss, das ist so dermaßen unübersichtlich denn ich glaube es ist ja auch so, das man wenn man diese Jobteilhabe-dings macht, da sowas wie ein Mini-einkommen dadurch hat und der Rest mit Grundsicherung aufgestockt wird damit man auf diese Mindestgrenze da kommt oder so ähnlich.
      Das sind ja auch zwei unabhängig von einander beantragte Dinge glaube ich.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Das klingt jedenfalls jetzt so, das ohne das Arbeitsamt nichts läuft, also muss ich quasi erst zu diesem Autismuszentrum, die helfen mir dann das was du eben oben beschrieben hast bei den besagten anderen Ämtern zu beantragen damit die in dem Autismuszentrum wiederum helfen können bzw diese Maßnahmen überhaupt machen können.
      @RegenbogenWusli
      Wenn du keine "Teilhabe am Arbeitsleben" willst, sondern nur "Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft" brauchst du das Arbeitsamt nicht. Denn das "Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft" wird ja beim Sozialamt beantragt.

      Wenn du aber evtl. auch in beruflicher Hinsicht mit dem ATZ etwas planen willst oder berufliche Unterstützung von anderer Stelle willst, dann musst du die "Teilhabe am Arbeitsleben" beantragen und da sehe ich es auch so, dass das Arbeitsamt zuständig ist und der Antrag dort abgegeben werden muss.

      Die Autismustherapiezentren bewegen sich meiner Meinung nach in einer Art "Grauzone" außerhalb des Gesundheitssystems.
      • Wären dort niedergelassene Psychologische Psychotherapeuten mit Kassensitz könnte es als ganz normale Verhaltenstherapie über die Krankenkasse laufen. Wenn es die Psycho. Psychotherapeuten gibt, aber keinen Kassensitz, kann man es evtl. auch über die Krankenkasse durchbekommen, aber das ist dann ein spezielles Verfahren (hierüber berichtete hier mal jemand, habe den Begriff vergessen). Außerhalb eines ATZ kann man natürlich bei einer Psycho. Psychotherapeutin mit Kassenzulassung eine Therapie über die Krankenkasse machen und wenn man Glück hat (was nicht oft vorkommen wird) kennt sich der Therapeut mit Asperger aus
      • man kann auch außerhalb des ATZ eine Ergotherapie bzw. Neurofeedback in einer Ergotherapiepraxis machen, wozu man nur eine Verordnung eines Psychiaters braucht
      • Nur die Therapien innerhalb des ATZ laufen über diese dämliche Teilhabeschiene. Ich finde das äußerst ungünstig. Denn es sind gesundheitliche Beeinträchtigungen, für die meiner Meinung nach die Krankenkasse aufkommen müsste. Aber sie haben es geschafft, sich davor zu drücken. Vor allem auch dieses Antragszeug schreckt mit Sicherheit einige Menschen ab.

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • FruchtigBunt wrote:

      Wenn du keine "Teilhabe am Arbeitsleben" willst, sondern nur "Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft" brauchst du das Arbeitsamt nicht. Denn das "Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft" wird ja beim Sozialamt beantragt.

      Wenn du aber evtl. auch in beruflicher Hinsicht mit dem ATZ etwas planen willst oder berufliche Unterstützung von anderer Stelle willst, dann musst du die "Teilhabe am Arbeitsleben" beantragen und da sehe ich es auch so, dass das Arbeitsamt zuständig ist und der Antrag dort abgegeben werden muss.
      Okay verstehe.
      Also ich fände zumindest das mit dem versuch der Arbeit wünschenswert, ich möchte ja arbeiten, irgendwoher muss ja auch zumindest etwas geld reinkommen, und ich muss meine Krankenkasse irgendwie bezahlen, was wohl über die Grundsicherung aufgestockt wird, denn ich bezweifle das ich einen Job finde (hier in Essen jedenfalls nicht) der vollzeit so gut bezahlt wird, das ich keine Grundsicherung als aufstockung brauche.
      In Nürnberg gäbe es solche Jobs, aber ob ich es schaffe die zu bekommen weiß ich nicht, ich würde es versuchen, dann bräuchte ich keine Grundsicherung mehr, aber es käme da auf einen versuch an.


      FruchtigBunt wrote:

      Wären dort niedergelassene Psychologische Psychotherapeuten mit Kassensitz könnte es als ganz normale Verhaltenstherapie über die Krankenkasse laufen. Wenn es die Psycho. Psychotherapeuten gibt, aber keinen Kassensitz, kann man es evtl. auch über die Krankenkasse durchbekommen, aber das ist dann ein spezielles Verfahren (hierüber berichtete hier mal jemand, habe den Begriff vergessen). Außerhalb eines ATZ kann man natürlich bei einer Psycho. Psychotherapeutin mit Kassenzulassung eine Therapie über die Krankenkasse machen und wenn man Glück hat (was nicht oft vorkommen wird) kennt sich der Therapeut mit Asperger aus
      Solange ich noch hier in Essen lebe, könnte ich sowas mit meiner momentanen Psychologin machen. Die ist Kassenzugelassen (ich weiß nicht ob sie psychoterapeutin ist, ich kann mir das nie merken aber sie sprach mich mal darauf an und sagte das man sowas beantragen kann wenn ich die Diagnose habe und dann bei ihr dann weiter Therapie machen könnte)
      Dann müsste ich mir für hier jedenfalls keinen neuen Therapeuten sichen den ich dann eh erst wieder kennenlernen müsste. Sie kennt mich ja schon seit 2015.


      FruchtigBunt wrote:

      man kann auch außerhalb des ATZ eine Ergotherapie bzw. Neurofeedback in einer Ergotherapiepraxis machen, wozu man nur eine Verordnung eines Psychiaters braucht

      Nur die Therapien innerhalb des ATZ laufen über diese dämliche Teilhabeschiene. Ich finde das äußerst ungünstig. Denn es sind gesundheitliche Beeinträchtigungen, für die meiner Meinung nach die Krankenkasse aufkommen müsste. Aber sie haben es geschafft, sich davor zu drücken. Vor allem auch dieses Antragszeug schreckt mit Sicherheit einige Menschen ab.
      Es schreckt nicht nur ab, es gibt ja auch Menschen die durch ihre Behinderungen noch viel beeinträchtigter sind als ich oder du oder andere die hier schreiben, die können sowas ja noch viel weniger.
      Ich sehe es auch so das da eigentlich die Krankenkassen zuständig sein müssten, das gilt für andere Behinderungsangelegenheiten ja auch.
    • Heute war ich in dem Autismuszentrum in Essen, und es war das Aufnahmegespräch.
      Die haben das Diagnoseschreiben was ich bekommen habe kopiert und mich befragt wo ich denke das ich autistisch bin oder bzw wie sich das bei mir zeigt.
      Meine Mutter war auch mit dabei und hatte so manches wo sie Fragen zu meinen Aussagen hatten auch bestätigt und es wurde gesagt das mein Verhalten bzw mein probleme in das autistische Feld passen.
      Es wurde auch angeboten das man mir beim Ausfüllen von Antragsformularen helfen wird, wenn ich mich für eine Therapie entscheide.
      Also im großen und ganzen wurde mir eine Verhaltenstherapie oder sowas in der art angeboten.
      Es war da die Rede von Theory of Mind, man hat mir auch gesagt das man in der Therapie einen menschen nicht normal machen kann, aber das man dabei helfen will, andere Menschen besser "lesen" zu lernen.
      Das war auch sowas was ich gern machen möchte. Ich möchte Menschen besser verstehen lernen, auch wenn ich das niemals intuitiv können werde und wohl immer irgendwo an meine Grenzen stoßen werde weil ich immer länger brauchen werde um Dinge zu erkennen oder einzuordnen.
      Aber sie helfen dort in Essen definitiv auch Erwachsenen. Es wird von Sozialamt übernommen, die beantragen das für einen aber bis das alles durch ist, kann das durchaus ein halbes Jahr dauern. Da wir aber eh erst Mitte-ende 2020 umziehen können, würde sich das auch lohnen.
      Zuerst steht erstmal der Antrag auf den SBA an, wobei man mir auch Hilfe für das Ausfüllen und so weiter angeboten hat was ich sehr nett finde da man mir da glaube ich nichts für berechnet obwohl ich noch nicht bei denen in Therapie bin.
      Ich soll denen halt eine Bestätigungsemail schicken wenn ich mich entschieden habe.
      Man hat mir auch ein paar Flyer mitgegeben denn da die sich mehr mit Therapien auskennen und weniger mit Jobs, haben sie mir Kontaktadressen zu anderen Einrichtungen gegeben die sich um die finanzielle soziale Lage kümmern und auskennen.
      Morgen hab ich erstmal den Gerichtstermin. Das alles so extrem hintereinander liegt ließ sich leider nicht vermeiden, da sich das gericht später mit einem fixen Termin gemeldet hat als das Autismuszentrum, und man Gerichtstermine schwerer ändern kann.
      Ich wollte zumindest erstmal den Termin morgen durchlaufen und sehen was der Richter dort mir erzählt und ob ich dort schon die Entscheidung mündlich mitbekomme damit ich weiß ob ich die ganzen Anträge schon in Angriff nehmen kann oder noch bis zur Verkündung der Namensänderung warten muss.
      Der Mann in dem Autismuszentrum meinte jedenfalls, für den Antrag wegen der Therapie beim Sozialamt ist es egal ob die mich nun als Mann oder Frau nehmen, man kann das in den Antrag irgendwo mit reinquetschen, aber bei Behindertenausweis und so ist das schon was anderes, weil es ja ein Ausweis ist.
      Man hat mir da zumindest schonmal gezeigt wo es die Antragsformulare gibt und mir gesagt das ich denen schreiben soll wenn ich Hilfe beim ausfüllen brauche.
      Gefunden und angesehen hab ich mir den Antrag schon und bei gut 70% bin ich mir nicht sicher was ich da eintragen soll oder ankreuzen soll. Aber wie gesagt, die haben mir ja angeboten da zu helfen.
      Wegen Rehamaßnahmen über das Arbeitsamt ist es nicht sicher ob ich da Hilfe erhalte, weil der Mann meinte, das ich schon so lange (über 10 Jahre) nicht in irgendeiner art Maßnahme oder Tätigkeit gewesen bin, da meinte er halt das die wo ich den Flyer bekommen hab (AuReA@salo mit neuer Zweigstelle in Recklinghausen oder so) mehr Ahnung auf dem Gebiet Autismus und Arbeit haben. Ich hatte ihn auch auf Grundsicherung und Teilarbeit angesprochen und wir kamen zu dem Schluss das das eine Möglichkeit wäre wenn ich es nicht schaffe auf dem 1. Arbeitsmarkt was zu bekommen, denn für Grundsicherung muss man erst begutachtet werden und es muss festgestellt werden das man für den 1. Arbeitsmarkt ungeeignet ist.
      Ein weiteres was man mir angeboten hat ist, das es immer einmal am ende des Monats ein Treffen mit anderen Autisten gibt wo man kostenlos hinkommen kann und etwas zusammen gemacht wird, bzw man spricht über Themen, kocht was zusammen oder sowas in der art.
      Das möchte ich zumindest mal ausprobieren. Ich weiß noch nicht ob ich das machen werde weil ich einen Teil meiner wöchentlichen festen Routine aufgeben muss aber zum Glück ist das ja nicht jede Woche.
      Die Therapiesitzungen werden allerdings einmal die Woche stattfinden, das würde sogar bei mir zuhause gehen was aber nicht notwendig ist, wenn ich mir ganz abgewöhne irgendwo allein hinzufahren, wird es mir nur noch unangenehmer als es eh schon ist.
    • Klingt schon mal sehr gut soweit.

      Ich war am Montag auch beim Autismus-Zenter (Herten). Ich hatte vorher den Termin bei dem Diagnostiker und er meinte da schon, dass er Autismus bei mir eindeutig "sieht", aber den letzten Termin habe ich erst am 28.02. Ich habe beim Autismus-Zenter nachfragen wollen, ob die mich trotzdem schon mal auf die Warteliste setzen können. Das ginge nicht, wurde mir erklärt. Aber sie würden auch vor der endgültigen Diagnose ein Termin für ein Erstgespräch mit mir machen. Ich warte nun also auf den Anruf.

      Ich glaube, die machen da eine unglaublich tolle Arbeit, weil sie wissen, dass sie die einzigen Stellen sind - und weil sie sich gut darauf einstellen können.