Könnt Ihr Eure Probleme mit der Interaktion benennen?

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    • Kugelfisch wrote:

      Bei mir ist es manchmal so dass Kontakt in dem Sinne ausreicht, dass ich was ich gerade loswerden will aufschreibe und verschicke, so dass es irgendwie / irgendwann von jemandem wahrgenommen wird. Und diese Wahrnehmung dann auch irgendwie kenntlich gemacht wird, und sei es nur mit einem smiley, oder einer Lesebestätigung. Also wirklich nur Kontakt, kein Austausch.
      Kommt auf die Situation an, aber das kann auch manchmal das einzige "Lebenszeichen" meinerseits sein. Im Prinzip ist ein ok oder smiley ja auch schon eine Interaktion.
    • @platzhalter

      es geht gar nicht darum MEHR Energie in die sozialen Interaktionen und dem Lernen dazu zu stecken, sondern die eigene Energie dort einzusetzen, wo sie einen weiterbringt.

      Die meiste Energie geht ja schon drauf bei
      "Angst in Schach halten, dass das gefordert sein könnte"
      "Aushalten, wenn das überhaupt gefordert ist"
      "Panik aushalten, während es gefordert ist"
      "Frustration und zunehmende Frustration auszuhalten"
      "Sich das alles nicht anmerken lassen"
      "Verarbeitung der Frustration danach, dass schon wieder mal - plus in Schach halten aller bis dahin angetippten Trigger".

      Da bräuchte mal wirklich Kräfte von Chuck Norris - ich bezweile aber, dass er das hinkriegen würde, wenn er so mit "Interner Katastrophenhilfe" beschäftigt wäre.

      Es gibt tausend gute Gründe, nicht an das ranzugehen, was ich aufgelistet habe. Egal, womit man beginnt. (Hatte noch "klientzentriertes Zuhören" nach Rogers vergessen, am besten dargestellt in Tausch/Tausch Erziehungspsychologie)

      Es gibt tausend gute Gründe, sich nicht selbst kennenlernen zu wollen, wie man wirklich gestrickt ist. Um dann zu überlegen, wie man sein will, und wie das hinkriegen.

      Es gibt nur einen einzigen, warum doch. Damit es endlich mal besser, und ja, damit anders, wird als bisher.
      Auch in einer Psychotherapie passiert nichts anderes, als dass man irgendwann an irgendwas davon ran muss, um dann selbst etwas zu erkennen und selbst daraus zu machen. Sonst "bringt einem die Therapie nichts".

      Die Grundvoraussetzung ist allerdings, überspitzt ausgedrückt, "sich selbst zum SI machen und nicht mehr zu "hoffen", dass die anderen mich zu ihrem SI machen".

      Und wie das mit SIs so ist, plötzlich fällt dann doch vieles leichter als gedacht, und addiert sich schneller zu anderem.
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    • Happy to be wrote:

      es geht gar nicht darum MEHR Energie in die sozialen Interaktionen und dem Lernen dazu zu stecken, sondern die eigene Energie dort einzusetzen, wo sie einen weiterbringt.
      Das ist ja die Sache an sich. Jede Gruppe, jede einzelne persönliche Beziehung ist anders. Wenn ich z. B. Einkaufen gehe, dann läuft vieles nach dem Copy-Paste-System. Da muss ich mich nicht intensiv mit dem Charakter des Verkäufers auseinandersetzen. Da verlaufen viele Gespräche gleich. Beim Aufbau der persönlichen Beziehungen zu einer/einem potentiellen Freund/in sieht das ja schon anders aus. Das ist ständiges lernen, es geht ja nicht ohne. Es geht ja vom Kennenlernen, auch wörtlich, was der andere mag oder nicht bis hin zur Entwicklung einer nonverbalen Kommunikation innerhalb einer Freundschaft oder Beziehung die ich verstehe. Das geht bei mir nicht per se intuitiv. Da kann ich nichts anwenden, was vor ein paar Jahren funktioniert hat. Da ist jeder anders. Und deswegen habe ich ja auch den Vergleich in der Gruppendynamik beschrieben. Ich bin ja auch schon zu der Erkenntnis gekommen, dass ich mich nicht mehr um jeden Preis (RW) in eine Gruppe integrieren muss.

      platzhalter wrote:

      Ich habe die Erfahrung gemacht, das jeder Bekanntenkreis seine eigene Definition davon hat. Wie beschrieben merke ich den Unterschied schon zwischen Stadt und Landleben so erheblich. Mit dem Verhalten bei dem ich in Berlin ohne Probleme in der "Gesellschaft" klar kam, bin ich hier auf dem Land schon fast ein Aussetziger.
      [...]
      Stimmt. Nur möchte ich eigentlich gar keine Integration in eine Gruppe. Mir würde es schon reichen ein bis zwei Menschen innerhalb meines Denk- und Verhaltensmusters zu finden mit denen ich gemeinsame Aktivitäten durchführen kann, aber auch völlig offen über ALLE Dinge reden kann, selbst die die ich hier nicht im Forum ansprechen würde da sie doch zu privat sind.
      Nur entwickelte sich bei mir keine tiefgehende langjährige oder gar lebenslange Freundschaft. Von einer längeren Beziehung mal ganz zu schweigen. Daher stelle ich mir die Frage ob die tiefergehende soziale Interaktion an sich überhaupt für mich möglich ist oder ob ich mich nicht auf mich konzentrieren soll. Klingt jetzt vielleicht selbstbezogener als es sollte. Oberflächliche Kontakte innerhalb des SI sind ja gegeben. Nur außerhalb sind da halt keine Schnittpunkte. Überspitzt formuliert ist das ja meist fachkommunikation nach Schema F (RW) wie beim Einkaufen. Damit will diese Kontakte aber keinesfalls abwerten. Im Prinzip sind diese wichtig für mich.

      Happy to be wrote:

      Es gibt tausend gute Gründe, nicht an das ranzugehen, was ich aufgelistet habe. Egal, womit man beginnt.
      Soviele Gründe brauche ich eigentlich nicht. Mir reicht schon der Anblick von älteren Ehepaaren an der Supermarktkasse um mich mit dem Thema zu beschäftigen. Mein Lebenslauf war, sagen wir mal, "abwechslungsreich", aber es stellt sich mir die Frage was bleibt und will/kann/muss ich am Ende erkennen diese einmalige Erfahrung des Lebens mit niemandem geteilt zu haben. Mit Enttäuschungen und Zurückweisungen kann ich umgehen, mit meiner Unfähigkeit der sozialen Kompetenz nicht. Dazu kommt ja noch meist Unverständnis über meine Art zu denken und fühlen. Wie mit dem Problem einen Trainingspartner für den Radsport zu finden beschrieben. Und ich bin ja auch schon mittendrin in der Bearbeitung.

      Happy to be wrote:

      Es gibt tausend gute Gründe, sich nicht selbst kennenlernen zu wollen, wie man wirklich gestrickt ist. Um dann zu überlegen, wie man sein will, und wie das hinkriegen.
      [...]
      Die Grundvoraussetzung ist allerdings, überspitzt ausgedrückt, "sich selbst zum SI machen und nicht mehr zu "hoffen", dass die anderen mich zu ihrem SI machen".
      Das passiert ja im Autismusspektrum ja fast automatisch. Vielleicht auch manchmal zu viel. Ich weiß selber, dass ich charakterlich öfters anders rüberkomme als eigentlich gewollt. (RW) Probleme mit Mimik, Gestik, den Grautönen der Kommunikation sind mir ja bekannt und diese lassen sich auch nicht im Rahmen einer Psychotherapie beheben. Ich muss halt selbst für mich eine Konsequenz daraus ziehen. Ich habe genug von ständigen Overload/Meltdowns und anderen Stressreaktionen sowie Depressionen. Und dies muss/will/kann ich dann zukünftig auf neue soziale Kontakte und deren Interaktion anwenden. Da habe ich dann sozusagen eine eigene Handlungsanleitung für mich selbst.
      (Offtopic: Wenn ich gerade daran denke, ob und welche Entwicklungsmöglichkeiten ich mur damit selbst verwehre bekomme ich nen kurzen Depressionsschub. Aber leider scheint das nicht anders zu funktionieren.)
      Es ist schon seltsam wie ich meine soziale Interaktion und deren Probleme richtig sezieren kann, aber im richtigen Leben bringt es mir nichts. Andere rennen da gedankenlos durchs Leben und haben nie Probleme Freunde und Partner zu finden.

      The post was edited 1 time, last by platzhalter ().

    • @platzhalter

      Am liebsten würde ich dir mal mein Diagnose-Schreiben zeigen und die Beispiele, wo mir das im Leben alles in die Quere gekommen ist, obwohl ich mir so viel antrainiert hatte und deshalb oberflächlich nicht autistisch "wirke" - bis es eben zu näherer Bekanntschaft kommt, ich unter enormem inneren oder äußeren ungewohnten! Stress stehe (für gewohnten habe ich mir Routinen erarbeitet), oder mir etwas in diesem Seting sehr wichtig ist (egal ob persönlich menschlich oder beruflich).

      Die Formel ist "Je näher ich emotional dabei bin, je mehr ich "drin" bin, desto autistischer "werde" ich, desto weniger erkenne ich, desto "typischer" reagiere ich.
      Da versagt all das Gelernte, und das Gewusste nutzt darin nichts. Gefühlt. Richtiger ausgedrückt, ich kann es NOCH nicht auf der Handlungsebene NT-kompatibel anwenden.
      Entferne ich mich aber emotional, bin ich "raus", wirke kalt und herzlos.
      Also entweder ich wirke dumm, oder herzlos. :d

      Aber, es hat ja bei manchem geklappt, einen, meinen autistischen Weg zu finden, wie weiter Ich sein UND kompatibel zu reagieren. Das war auch manchmal echt eine Denkleistung, bis ich den gefunden hatte, und immer erst mal anstrengend, ungewohnt, den auszuprobieren, zu modifizieren, mich daran zu gewöhnen, bis er sich für mich "richtig" anfühlte.

      Wer sich daran gewöhnen will, nicht mehr mit gesenkten Kopf durch die Gegend zu laufen, hat ja auch den "Schreck des Neu", was da alles zu sehen ist, kann das nicht gleich komplett umstellen, und Muskelkater macht es auch. Erst mal. Danach gewöhnt man sich dran, wird stärker, man freut sich am "mehr sehen als vorher". Und rennt nicht mehr in Gedanken gegen Straßenlaternen.
      Früher war jede Straßenlaterne ein Symbol für "plötzliche Gefahr, der ich glücklicherweise entgangen bin". Heute ist für mich jede Straßenlaterne ein Symbol für etwas, das ich geschafft, mir erarbeitet habe.

      Und egal, wozu ich etwas noch nicht hingekriegt habe, egal, was ich vllt nie hinkriegen werde, ich muss nur aus dem Fenster gucken, die unbestreitbaren Beweis stehen da. Auch wenn sie manchmal nicht leuchten.

      Es war für mich entsetzlich, als ich über die Schwächen las, die ich nicht mal zu miir erkannt hatte. Da hatte ich mir so viel erarbeitet - und dann dieser "Berg". Zu dem ich keine Ahnung hatte, wie da überhaupt rangehen. Ich hatte ja nicht mal kapiert, was der bedeutet, wie sich das auswirkt. Kannte nichts von dessen Funktionsweise.

      Ich hatte auch Phasen, in denen ich mich gefragt habe, ob sich das überhaupt noch lohnt. Diese Neigung zur Depression aus so vielem, was nicht gelingt, ist ja da. Ich bin auch mehrfach wieder in die Depression gerutscht.
      HIER wusste ich aber, das erste, was JETZT nötig ist, ist, sich da wieder herauszuholen - vorher kann man nichts andere machen, weil DARIN sowieso nie was gut genug ist.

      Erst vor zwei Jahren habe ich die Depression für mich umdefiniert. Als "Zwangsurlaubb der Seele bei "Schock" und "zu viel", die mich daran hindern will, "irgendwas" und damit "für mich Ungeeignetes" zu machen. Bisschen wie Corona, denke ich heute.
      Problem sind die Wege wieder heraus. Die ja auch schnell als "zu viel" "nicht gut genug" und "nicht schnell genug" erscheinen, wenn man drin steckt.
      In der Depression positiv zur Depresson zu denken und in den sich selbst verstärkenden Depressionsgedanken eigene sich selbst rausholende bewusst zu denken, auch das war echt mühsame Denkarbeit. Das Handlen dann auch. "Kopf hoch"/RW ist ja schon gefühlt "Zumutung".

      Die Grundfrage dahinter ist "Was bin ich mir wert, für mich zu tun, damit es besser wird".
      Da musste ich auch feststellen, wie oft ich mir nichts wert war. Bemerke das heute noch manchmal.
      Aber auch hier, erst kommt das Denken, dann das schrittweise - ungewohnte - Handeln.
      Hier dann gegen das "nie gut genug" wieder andenken, um überhaupt einen Blick auf die bisherigen Erfolge zu bekommen.
      Sich daran zu freuen, anstatt mit ""nicht gut genug" zu entwerten....(kann ich nämlich perfekt - irgendwo drin endlich mal perfekt, und das dann aufgeben sollen????? :m(: :d )

      Wenn man sich selbst bisher eigene Weiterentwicklung verweigert hat, und sieht, wo das möglich gewesen WÄRE - wenn man gewusst hätte, dass, wenn man gewusst hätte, wie) ändert das ja nichts daran, dass man enstcheiden kann a) sich das weiter zu verweigern, oder b) Jetzt sich das ab jetzt zu gönnen.

      Sonst könnte man ja auch bei Hunger das Essen einstellen, weil man vorher nicht genug gesswen hatte, so dass Hunger überhaupt enstehen konnte.

      Sich etwas Gönnen bedeutet aber auch, das sich das gut und lustig anfühlen muss. Sonst wäre es Zwang - kennen wir, und die Folgen.

      Es geht also darum, auf diesem "Markt der Möglichkeiten" etwas auszuwählen, dass spannend ist, lustig, man etwas neues erkennt. Und bei dem man einfach mal im RL damit "spielen" möchte.
      Für mich war das damals das "Aktive (Klinetzentrierte) Zuhören" nach Rogers, aus Tausch/Tauschs Erziehungspsychologie. Das Buch war gut zu lesen, ohne dicke Fachkenntnisse.

      Und klar, als ich begriffen hatte, wie das geht, erkannte ich als erstes, was die anderen alles falsch machen :d
      Ich hab auch viel geheult, weil so viel bei mir elternseits falsch gemacht worden war (Ich könnte ein Handbuch schreiben "Wie man Kinder garantiert kaputt macht". Sogar, wenn die NT sind).

      ABER, darin waren auch Hinweise, und vor allem Methoden, wie besser erkennen, was jemand wirklich meint. Also, wenn der ehrlich antwortet, sonst dreht sich das immer weiter im Kreis, und man selbst wird "ist der*die Böse".

      Typisch Aspie hab ich also Kommunikation anderer beobachtet. Im Bus, in der Bahn, im Cafe usw. Wie auf einer Forschungsreise. Ich entdeckte, manche Menschen können das "intuitiv".
      Ich stellte auch fest, manche MEINEN nur, sich zu verstehen, andere "übergehen" das nicht-verstehen, und machen weiter, als wäre nichts.
      Viele streiten darum, wer "recht hat", anstatt erst mal zu verstehen, was der andere sagt und meint. Und welche Gefühle und Bedürfnisse dahinter stehen. (Dazu lernte ich später bei Rosenberg mehr).

      Ich begann also, nach "Methode" im Kopf zu formulieren, was ich sagen könnte....lustig war, machten das andere, ging es genauso weiter, ich mir dachte, dass es nach dieser Methode weitergehen müsste - wenn nicht, verblüffte mich oft, wenn nichts "passierte", oder wie es dann weiterging.
      DAnn traute ich mich das erste mal, nach "Methode" zu antworten, bzw nachzufragen. Fühlte sich für mich voll künstlich an - die Gegenüber merkten nichts. Es ging nicht immer so weiter, wie ich mir das dachte, aber sehr viel öfter, und vor allem mehr als vorher.
      Ich lernte, es ist nicht schlimm, nicht gleich zu verstehen, die Methode ermöglichte, danach besser zu verstehen.

      Das half dann vor allem im beruflichen Kontext - die Zeugnisse loben, was ich diagnostisch nicht kann - im privaten scheiterte ich jedoch wieder - warum, weiß ich erst seit 2 Jahren.

      Dann nahm ich mir Schulz von Thun vor. Wieder beobachten. Denken, ausprobieren.
      Aber auch hier wieder, beruflich hilfreich, privat ging es "irgendwie" schief.

      Das glich viel von meinem "fehlenden Instinkt" aus, und es ermöglichte mir dieses "im Kreis drehen" als Merkmal für "hör nach dem dritten mal auf, hier hat es wirklich keinen Zweck, weil der ANDERE nicht will" zu identifizieren.

      Nur machte ich dann den Fehler, das "nicht wollen" anzusprechen, anstatt mich jetzt um MICH zu kümmern.
      Und dann passierte wieder das
      "Je näher ich emotional dabei bin, je mehr ich "drin" bin, desto
      autistischer "werde" ich, desto weniger erkenne ich, desto "typischer"
      reagiere ich.
      Da versagt all das Gelernte, und das Gewusste nutzt darin nichts. Gefühlt. Richtiger ausgedrückt, ich kann es NOCH nicht auf der Handlungsebene NT-kompatibel anwenden.
      Entferne ich mich aber emotional, bin ich "raus", wirke kalt und herzlos.
      Also entweder ich wirke dumm, oder herzlos.

      ABER: JETZT weiß ich warum, wie das "funktioniert" - und beginne, den fehlenden "Instinkt" auch hier auszugleichen. Klappt noch nicht so gut, aber schon ab und zu mal beser als vorher. Kein Grund, warum das nicht so weiter gehen sollte, und perfekt muss ich ja nicht immer sein *gegen den Perfektionismus immer wieder bewusst andenke*


      So kamen im Laufe der Zeit immer mehr Dinge hinzu, die sich mit dem verbanden, was schon da war. Und nach einer Phase, in der scheinbar nichts passierte, wuchs das exponentiell.

      Heute reicht manchmal ein Satz mit einem neuen Gedanken, und dann "rast" das durch all das Gewusste und Erlebte, verbindet sich damit, verstärkt es, klärt etwas noch mehr auf.


      Manchmal aber ordnet sich mit diesem alles neu - das fühlt sich wie "ich kapiere nichts mehr, bin doof, kriege das nie hin usw" an. Die Depression meldet sich, bei zu viel.....


      So bedeutete die Diagnose "schon wieder" alles neu denken zu müssen, diese Fakten mit einzubauen, alles zu ordnen. Und wie immer, erst mal ging es gar nicht voran. Im Moment stelle ich fest, ich bemerke insgesamt das erste leichte "Ansteigen der Kurve". In Gedanken ist das schon exponetiell. In den Gefühlen schon linear, auf der Handlungsebene "kriecht es noch".

      Aber es gibt keinen Grund, warum nicht auch auf der... :)

      Ich neige allerdings dazu, die Freude über das Exponentielle im Denken und die Zufriedenheit mit dem linear erreichten in den Gefühlen als so schön zu erleben, dass ich keinen Bock auf "Kriechen im Handeln" habe :d . Was es dann gefühlt mühsamer macht, als es real ist. :m(:

      Es wäre toll, wennn sich das Fenster putzen würde, weil ich daran denke und mich freue, das bemerkt zu haben und mich nicht schlecht fühle, weil es noch nicht geputzt ist. :m(: :d

      Die Frage ist also "Gönne ich mir den unverschlierten morgendlichen Frühstücks-Sonnenschein oder nicht" .
      Ok, die letzten Tage habe ich mir das nicht gegönnte, aber jetzt geh ich mal das Küchenfenster putzen. Man muss sich auch gönnen können ....lernen.

      Was bedeutet, dieses "sich Gönnen können" nicht mehr generalisierend,zu denken, und zu "hoffen", dass das dann "wirkt", sondern "Ich gönne mir" konkret zu ganz vielen einzelnen
      "etwas Bestimmtes" zu denken, bis daraus eine generalisierende Routine
      wird, über die man nicht mehr nachdenkt.

      Vor dem unverschleierten Morgensonnenblick morgen früh, für den ich mir auch gönne, jetzte etwas dafür zu tun, gönne ich mir GANZ JETZT vorher noch einen Kaffee
      *und schicke dabei auch die schon lauerden inneren Ablenkungs-und Prokrastinations-Schweinehündchen in ihr Körbchen*


      Vielen Danke dir, dass mir das alles jetzt mal wirklich so bewusst werden konnte. :)
      Happy
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    • ..unglaublich.....

      ich geh in die Küche, denke "ich gönne mir einen Kaffee".
      Während das Wasser heiß wird, ist der Impuls da, schon mal mit dem rahmen zu beginnen.
      Ich denke "Ich gönne mir, diesen Fleck nicht mehr sehen zu müssen, ich gönne mir, mich daran zu freuen, dass ich solche selbst wegmachen kann, ich gönne mir, diesen einen da zu lassen, weil er einfach nicht weghehen will.....
      und hätte beinahe verpasst, mir jetzt den Kaffee einzuschütten

      also weiter "Ich gönnne mir diesen Kaffe" - Gedankenblitz "Ich kann den mir gönnen aufgrund meiner Leistung, vorher einkaufen gewesen zu sein"....
      trinke einen Schluck im Stehen...und will weiter Fenster putzen

      Also '"Ich gönne mir den Sonnenschein morgen", ich gönne mir, das zu tun, mich zu freuen, dass ich es kann - ich gönne mir, mal was anderes an Technik auszuprobieren, ich freue mich, dass das gelingt.....ich freue mich, dass ich die Kraft habe, hier fester zu reiben, ich gönne mir das Muskeltraining.....
      und dann war alles viel schneller fertig, und auch der eine blöde Fleck weg, der erst nicht abging, und ich hatte das perfekteste Fenster ever, und musste laut lachen.

      Exakt 13 Minuten hattes gedauert - incl dabei 3 Schluck Kaffee, der danach und in angenehmer Trinktemperatur noch da war.

      Mittelfristiges Ziel erreicht, gute Laune, Lachen Spaß, und danach Genuss. Was will man mehr - und alles "selbstgemacht" :d

      und jetzt geht es "nur" noch darum, DAS zur Routine zu machen, und dann ist "das bisschen Haushalt kein Problem" mehr...also langfristig...und Exponentialkurve beachten :prof:
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    • Happy to be wrote:

      Am liebsten würde ich dir mal mein Diagnose-Schreiben zeigen und die Beispiele, wo mir das im Leben alles in die Quere gekommen ist, obwohl ich mir so viel antrainiert hatte und deshalb oberflächlich nicht autistisch "wirke" - bis es eben zu näherer Bekanntschaft kommt, ich unter enormem inneren oder äußeren ungewohnten! Stress stehe (für gewohnten habe ich mir Routinen erarbeitet), oder mir etwas in diesem Seting sehr wichtig ist (egal ob persönlich menschlich oder beruflich).
      Da geht es mir genauso, da brauche ich dein Befund gar nicht lesen. Ich habe meine Diagnose nicht freiwillig bekommen (über die Umstände möchte ich vor allem nicht im öffentlichen Bereich des Forums reden), daher wissen nicht mal alle Teile meiner näheren Familie darüber bescheid. Ich habe auch gar keine Lust darüber zu diskutieren, dann brauche ich nämlich nen Anwalt. Aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls fällt dort, bzw. oder besser niemanden macht sich dort überhaupt die Mühe, die offensichtlichen Merkmale (fehlender Blickkontakt, wörtliches Verstehen, Routinen) zu hinterfragen. Da wird mit mir geredet/umgegangen als wäre ich ein NT. Und so ist es meistens auch wenn ich Menschen neu kennenlerne. Da läuft ja alles oberflächlich ab. Ich komme zwar dann ein wenig komisch rüber (schüchtern = fehlender Blickkontakt - hab ich ja schon mit der Gruppe und deren Rollenbildung geschrieben), habe aber in der alltäglichen Kommunikation keine großen Aussetzer und falle durch teils schon automatisiertes Masking gar nicht auf. Vieles ist auch durch dem Umstand geschuldet, dass ich einen Großteil meines Lebens in Berlin gewohnt habe und man dort das Masking ganz gut trainieren kann. Bewusst und Unterbewusst. (vom Supermarkt bis zur Kneipe) Emotionen merke ich teilweise auch nur, wenn ich mich innerlich in einen Dauerstresszustand begebe. Und dann fange ich an drüber nachzudenken.

      Happy to be wrote:

      Die Formel ist "Je näher ich emotional dabei bin, je mehr ich "drin" bin, desto autistischer "werde" ich, desto weniger erkenne ich, desto "typischer" reagiere ich.

      Da versagt all das Gelernte, und das Gewusste nutzt darin nichts. Gefühlt. Richtiger ausgedrückt, ich kann es NOCH nicht auf der Handlungsebene NT-kompatibel anwenden.
      Entferne ich mich aber emotional, bin ich "raus", wirke kalt und herzlos.
      Also entweder ich wirke dumm, oder herzlos. :d
      Daher kann ich das voll unterschreiben. (RW) Ich würde es nicht nur nicht als kalt und herzlos, sondern als anteilslos beschreiben. Wenn ich zu Menschen keine emotionale Verbindung habe, Freundschafts- oder Beziehungswunsch, bin ich eigentlich relativ rational und sicher im Umgang mit der Person. Da mache ich mir dann keine Gedanken. Übertrieben gesagt, will ich die Kassiererin an der Supermarktkasse ja nicht außerhalb des Supermarktes treffen. Wenn ich es wollen würde, dann bekomme ich ein Problem und weiß dann nicht mal mehr wiecdas bezahlen funktioniert. Und umso näher ich mich zu der Person hingezogen fühle umso heftiger werden meine Aussetzer (Meltdowns). Bei Freundschaften kann ich noch relativ gut, auch bei teilweise schwierigen Situationen, kompensieren. Letztes Jahr war ich mit nem Sportsfreund vom Schwimmen auf dem Weihnachtsmarkt und ich denke, dass man mir das Stimming gar nicht angesehen hat. Bei Beziehungsgeschichten knall ich da sofort durch. Und gerade deswegen sollte ich an einem "Handbuch" für mich selbst arbeiten. Das heißt, wenn ich Kontakt zu Menschen habe, sollte ich vorher wissen was ich mir davon erwarte, wie weit ich generell Personen in meinen Lebensbereich hineinlassen will (also generell mit Abstufung - was ist maximal für mich erträglich - will ich nur oberflächliche Bekanntschaften? ) und danach kann ich im Vorfeld definieren wie ich mich in Situationen verhalte. Gebe ich meine Telefonnummer weiter oder versuche ich die Situation irgendwie zu umgehen damit kein zu intensiver Kontakt entsteht? Ich setze mich dann nicht mehr dem emotionalen Stress aus in dieser Person bzw. dem zukünftigen Kontakt einen potentiellen Freund oder Partnerin zu sehen. Immerhin hat dieses schonmal jahrelang gut funktioniert. Durch diese emotionalen Grenzen also wenn ich merke mich zu jemandem hingezogen fühle, dann werde ich dies nicht intensiver Bearbeiten und vermeiden schon im Vorfeld die aktuellen Phasen von Wechsel bestehend aus Meltdowns, Depressionen und wohl eingebildeten Hoffnungen. Ich meine bis jetzt hat dieser Katastrophenzustand ja nicht positives gebracht. Im Gegenteil. Ich bin hier wohl (Vermutung) Stadtgesprächsthema geworden. Ist mir in dem Fall aber auch egal.

      Happy to be wrote:

      egal, wozu ich etwas noch nicht hingekriegt habe, egal, was ich vllt nie hinkriegen werde, ich muss nur aus dem Fenster gucken, die unbestreitbaren Beweis stehen da. Auch wenn sie manchmal nicht leuchten.
      Solche Anker (RW) habe ich leider nicht oder ich kann damit nicht umgehen. Es gelingt mur ja teilweise aus meinem SI solche Momente zu schaffen, aber von langer Dauer sind diese nicht. Vielleicht bin ich in der innerlichen Abwägung (zwischen mir und der Welt da draußen) (wieder) noch nicht so weit. Früher habe ich diese Anker (RW) auch irgendwie gar nicht gebraucht, da für mich ja sowieso klar war wie meine Sozialisation aussieht und was ich mir davon erwarte. Seit einem Jahr ist dieses Gerüst so ziemlich zusammengebrochen.

      Happy to be wrote:

      Die Grundfrage dahinter ist "Was bin ich mir wert, für mich zu tun, damit es besser wird".
      Da musste ich auch feststellen, wie oft ich mir nichts wert war. Bemerke das heute noch manchmal.
      Dafür ist meine Ego vielleicht zu groß. Also ich bin mir schon ziemlich wichtig (nicht narzisstisch oder so). Ich meine ich achte schon körperlich und geistig auf mich, sonst würde die diese ganze Selbstreflextion gar nicht machen können. Selbstkritik ist ja was anderes als mangelndes Selbstwertgefühl. Nur mit dem sich was gönnen ist so eine Sache. Ich kann mir ja nen Nachmittag auf dem Rennrad gönnen, aber mal eben ne Freundschaft oder Beziehungen geht irgendwie nicht. Keine Ahnung wie so mancher NT das so beiläufig hinbekommt. Das würde jetzt aber den Rahmen des Threads sprengen. (RW)

      Happy to be wrote:

      Typisch Aspie hab ich also Kommunikation anderer beobachtet. Im Bus, in der Bahn, im Cafe usw. Wie auf einer Forschungsreise. Ich entdeckte, manche Menschen können das "intuitiv".
      Ich stellte auch fest, manche MEINEN nur, sich zu verstehen, andere "übergehen" das nicht-verstehen, und machen weiter, als wäre nichts.
      Viele streiten darum, wer "recht hat", anstatt erst mal zu verstehen, was der andere sagt und meint. Und welche Gefühle und Bedürfnisse dahinter stehen. (Dazu lernte ich später bei Rosenberg mehr).

      Ich begann also, nach "Methode" im Kopf zu formulieren, was ich sagen könnte....lustig war, machten das andere, ging es genauso weiter, ich mir dachte, dass es nach dieser Methode weitergehen müsste - wenn nicht, verblüffte mich oft, wenn nichts "passierte", oder wie es dann weiterging.
      DAnn traute ich mich das erste mal, nach "Methode" zu antworten, bzw nachzufragen. Fühlte sich für mich voll künstlich an - die Gegenüber merkten nichts. Es ging nicht immer so weiter, wie ich mir das dachte, aber sehr viel öfter, und vor allem mehr als vorher.
      Ich lernte, es ist nicht schlimm, nicht gleich zu verstehen, die Methode ermöglichte, danach besser zu verstehen.
      Willkommen in der Welt des Masking. :d Nur ist halt die Frage was will ich damit erreichen, wann sollte ich es anwenden und wie sollte auf Situationen außerhalb dieses Schemas reagieren? Von den was du da beschreibst (Mindmap soziale Interaktionen anhand von vorgefertigten Verhaltensmustern) würde ich nach kurzer Zeit im Overload landen. Alleine die Auswahl an möglichen Reaktionen würde mich schon überfordern. Teile von Standardverhaltensmustern nutze ich ja auch ständig. Aber eine gesamte tiefergehende Kommunikation/Interaktion kann/würde ich damit nicht aufbauen. Da komme ich besser klar wenn ich keine Absicht hinter der Aussage des Gegenüber hineindeute und nur das aufnehme was wörtlich gesagt wurde und darauf auch wörtlich reagiere. Ich denke beide Versionen erzeugen genug Missverständnisse um eine Interaktion scheitert zu lassen. Mit einem gewissen Interesse für Psychologie macht deine Version evt. mehr Spaß. :d

      Happy to be wrote:

      Heute reicht manchmal ein Satz mit einem neuen Gedanken, und dann "rast" das durch all das Gewusste und Erlebte, verbindet sich damit, verstärkt es, klärt etwas noch mehr auf.
      Bei mir reicht dieser Trigger aus um mich direkt in den Overload oder die Depression zu stürzen. (RW) Einen richtig positiven Trigger habe ich noch nicht gefunden. Es kommt, denke ich, auch immer auf die persönlichen Erlebnisse an. Wenn ich so einen Trigger während einer direkten Kommunikation erlebe, gleite ich dann auch schnell in die vorher beschriebenen autischtischen Verhaltensmuster ab. Und dann ist die Frage, in wie fern oder wie schnell bekomme ich das wieder unter Kontrolle um nicht ganz so aufzufallen.

      Happy to be wrote:

      Vielen Danke dir, dass mir das alles jetzt mal wirklich so bewusst werden konnte. :)
      Happy
      dito

      Happy to be wrote:

      ..dann ist "das bisschen Haushalt kein Problem" mehr
      8o So einfach ist das? Jetzt weiß ich warum meine Wohnung im Chaos versinkt. :fun:
    • @platzhalter
      Zu wissen "warum" ist ja immer schön :d also gefühlt, auch wenn es erst mal nix ändert :m(:
      Gibt wunderbare "Recht gehabt"-Kicks im Hirn, die das Elend ein bisschen erträglicher machen. :)

      Ich denke heute, dass ich mich nur deshal mit dem ganzen PSycho-Krams zu beschäftigen begonnen habe, weil ich das mit dem Masking einfach nicht so gut hingekriegt hatte und die Alkternatiive bestand, in Kreisen zu verbleiben, in denen ich als Freak nicht so auffiel, die aber gar kene Perspektive boten, weil auch dafür "was fehlte", Nämlich Herzlosigkeit.
      Immerhin hab ich da die Anfänge der Kommunikation gelernt :d

      Für Alltagskommunikation braucht es gar nicht so viele mind-maps. 90% laufen eh wie immer. Also die "einfache Version" reicht völlig aus.
      Zu weiteren 9 % braucht es dann ein paar mehr, aber auch da, ist nur die Frage, wohin abbiegen. Überschaubar. weitere 0,9% sind dann unerwartet neu - dafür gibts andere Routinen zu unerwartet, die sich darauf übertragen lassen. Und der Rest lässt sich dann erst mal unter "dumm gelaufen" abbuchen.

      Das ermöglicht dann, sich auch mal die "spezielleren Kommunikationen" anzusehen. In denen dann oft Hilfreiches steckt, mit denen man wieder im Alltag besser klarkommt.
      Z.B. wenn ich bemerke, dass jemand einfach nicht verstehen WILL, dann schalte ich um auf "Kommunikation mit an Demenz erkrankten". Plötzlich ist alles ganz einfach, der zufrieden, ich hab meine Ruhe - und weiß, wen ich nie wieder sehen will - bzw bei wem ich gleich besser darauf umschalte.

      Wie gesagt, das hilft für Alltagskommunikatíon. Und nach und nach der mit "speziellen" Gruppen.
      Zu anderen hab ich immer noch keine Ahnung.
      Was dann wieder an der Kontextschwäche plus emotional für mich sehr wichtig liegt. Das eine, wenn mir an jemandem etwas liegt, und ich unsicher bin, ob gegenseitig.
      Wenn ich da sicher bin, funktioniere ich wieder perfekt.
      Das andere im Bereich Beruf. Für mich ja emotional wichtig, weil abhängig von anderen, wie es weitergeht. Immerhin, woran das liegt und wie ich zur Meisterin des Versemmelns geowrden bin, und mit welchen "Techniken" :sarcasm: das weiß ich jetzt schon.

      Aber das ist ja auch ein erster Fortschritt zu vorher :)

      Hab eine gute Nacht :)
      Liebe braucht Mut
      worldometers.info/
      Gegen Komplexität kann man nicht demonstrieren (scobel)
      ted.com/talks/stephanie_busari…urce=facebook&language=de
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    • platzhalter wrote:

      Keine Ahnung wie NTs es schaffen Kontakte so "nebenbei" laufen zu lassen und dann irgendwann zu entscheiden wie es weiter gehen soll.
      (ab diesem Zitat habe ich runtergescrollt, sorry falls ich eine Reaktion darauf übersehen habe)
      Ich habe — aus Quatsch — schonmal die Theorie aufgestellt, "soziale Kontakte" sei das SI der Neurotypischen.
      Das würde immerhin die hohe Motivation und die Versiertheit erklären.
    • Ich finde das auch total kompliziert. Ich bin vor kurzem in eine neue Stadt gezogen und wurde neulich von Kollegen nach Hause eingeladen. Erst wollte ich nicht, da es mir zu viel war. Eine neue Wohnung, viele neue Leute, ein neuer Stadtteil, in dem ich noch nicht war, wo sollte ich mein Rad abstellen? Was sollte ich mitbringen? Wie ziehe ich mich an, denn eigentlich wurde ich privat eingeladen jedoch sind es doch Arbeitskontakte? Das waren so viele Fragen, dass es mir viel zu anstrengend vorkam und dann wieder diese Angst: Wenn du jetzt nicht gehst, wird dich keiner mehr einladen und du willst doch auch dann und wann mal etwas mit anderen Menschen unternehmen! Dann musst du jetzt da hin!

      Also bin ich da hin und es wurde im Grunde ganz nett (wenn auch anstrengend! Wann rede ich? Ist meine Körperhaltung zugewandt genug? Habe ich zu viel über das Skateboard gesprochen? War ich schon wieder zu direkt?).
      Nun mein Problem: Zwei Tage später haben sie mich wieder zu sich eingeladen. Das ist mir viel zu viel!
      Jetzt habe ich zwar endlich nach vielen Monaten ein paar Kontakte hier, aber die wollen viel häufigeren Kontakt als ich. Das ist super anstrengend und ich denke, es läuft so wie es bisher lief: Entweder ich füge mich und gehe über meine eigenen Bedürfnisse oder ich verprelle die Leute, weil ich mich wieder zu sehr zurückziehe.
      "Leute mit (...) Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich." - Hermann Hesse
    • Happy to be wrote:

      Zu wissen "warum" ist ja immer schön :d also gefühlt, auch wenn es erst mal nix ändert :m(:

      Gibt wunderbare "Recht gehabt"-Kicks im Hirn, die das Elend ein bisschen erträglicher machen. :)
      Bei mir kommt dann erstmal die was-wäre-wenn-Maschine im Kopf in Gang. (RW) Ich denke, zerpflücke im Nachhinein oft manches zuviel und so gründlich (RW), dass ich dann nicht mehr weiß welche Schlüsse ich daraus ziehen muss/kann /soll. Wenn ich diese "Recht gehabt"-Kicks mal zeitnah (innerhalb des Gesprächs oder so) bekommen würde, wäre das schon nicht schlecht. Dann könnte ich es auch mal mit deinen beschriebenen Kommunikationsexperimenten versuchen.

      Happy to be wrote:

      Für Alltagskommunikation braucht es gar nicht so viele mind-maps. 90% laufen eh wie immer. Also die "einfache Version" reicht völlig aus.

      Zu weiteren 9 % braucht es dann ein paar mehr, aber auch da, ist nur die Frage, wohin abbiegen. Überschaubar. weitere 0,9% sind dann unerwartet neu - dafür gibts andere Routinen zu unerwartet, die sich darauf übertragen lassen. Und der Rest lässt sich dann erst mal unter "dumm gelaufen" abbuchen.
      Die Kategorie "dumm gelaufen" platzt bei mir schon aus allen Nähten. (RW) x( Die Alltagskommunikation läuft bei mir auch ganz gut. Also alles was man so zum Überleben braucht. Einkaufen, Arzt, Sport etc. Wenn auch mit der ein oder anderen Auffälligkeit. Nur beim "Bonus" des Lebens klappt es da nicht so. Ich denke daher, dass es für mich besser wäre Verhaltensweisen, bzw. Grenzen z.B. in wie weit lasse ich soziale Kontakte zu, zu definieren als die Kommunikation oder deren Anwendung an sich. Dafür plapper ich oft zu schnell dahin.

      Happy to be wrote:

      Was dann wieder an der Kontextschwäche plus emotional für mich sehr wichtig liegt. Das eine, wenn mir an jemandem etwas liegt, und ich unsicher bin, ob gegenseitig.

      Wenn ich da sicher bin, funktioniere ich wieder perfekt.
      Ich denke, dass in der Alltagskommunikation eigentlich kein tiefgehender Kontext vorhanden ist und die Sicherheit eher da kommt. Im Supermarkt an der Kasse gibt es ja außer dem Bezahlen keinen sozialen, emotionalen oder sonstwelchen zwischenmenschlichen Kontext. In der Beziehung oder Freundschaft sieht das anders aus. (RW) Im Supermarkt mache ich mir keine Gedanken ob und wie das Hallo oder guten Tag rüberkommt. Bei der persönlichen Bindung schon. Gerade wenn man die Reaktion des Gegenüber, aufgrund fehlenden Menschenkenntnis an sich und spezieller Kenntniss der Person, nicht einschätzen kann. Da frage ich mich schon, ob ich bei einer SMS ein Hallo (wirkt ja förmlich) oder so vorschieben muss oder eher ein Hi oder ob ich gleich zum Thema komme. Ich erwarte z. B. bei einer SMS keine Begrüßung oder so, aber komischerweise schreiben viele meiner, sind ja eigentlich nicht viele, Kontakte sowas davor. Naja bei sowas kann ich mich schon aufhalten. :m(:
    • platzhalter wrote:

      Die Alltagskommunikation läuft bei mir auch ganz gut. Also alles was man so zum Überleben braucht. Einkaufen, Arzt, Sport etc. Wenn auch mit der ein oder anderen Auffälligkeit. Nur beim "Bonus" des Lebens klappt es da nicht so. Ich denke daher, dass es für mich besser wäre Verhaltensweisen, bzw. Grenzen z.B. in wie weit lasse ich soziale Kontakte zu, zu definieren als die Kommunikation oder deren Anwendung an sich. Dafür plapper ich oft zu schnell dahin.
      Das war bei mir so, bis ich endlich Kontakt zu anderen Aspies hatte. Bisherige Kommunikationsprobleme waren nach der "halben Stunde sich an MENSCHEN gewöhnen "irgendwie plötzlich" wie weg.
      Ich habe fast en halbes Jahr gebraucht, um so ein paar Unterschiede festzustellen.
      Und bin mir noch immer nichts sicher, ob ich das wirklich richtig wahrgenommen habe, bzw was alles mit hinweinwirkt, warum plötzlich keine mehr da sind.

      Nichts desto trotz half mir das, WAS ich an Unterschied festgestellt hatte, mir erst mal bewusster zu machen, WOMIT ich in der Kommunikation mit NTs irritiere, um dann nach und nach bewusster umzuschalten.

      Allerdings ist die Kommunikation mit NTs (ausnahme sind dabei HBs) "irgendwie unbefriedigend" - so als würde ich eine Fremdsprache sprechen, bei der mir immer wieder Volabeln oder grammatikalische Feinheiten fehlen, so dass ich mich nicht "richtig" ausdrücke und diese mich nicht "richtig" verstehen können.

      Zweimal hatte ich dieses "befriedigende Gefühl" in kurzen zufälligen Alltagskommunikationen im Zug - ich erwähnte nebenbei mein Asperger, und die Gegenfrage war "Wie, du auch?"
      Und schon waren wir im Thema, amüsierten uns über all die üblichen gehörten Sätze.

      Wenn ich diese "Recht gehabt"-Kicks mal zeitnah (innerhalb des Gesprächs
      oder so) bekommen würde, wäre das schon nicht schlecht. Dann könnte ich
      es auch mal mit deinen beschriebenen Kommunikationsexperimenten
      versuchen.

      Das hatte ich früher umgekehrt erlebt. je emhr ich mich mit Kommunikation beschäftigtem desto mehr "endteckte" ich in der Kommunikation anderer davon. Berechnete, wie es weiter gehen müsste - und dann kamen die ersten "recht gehabt"-Kicks.
      Dann begann ich zu experimentieren, und wirklich, so manches funktioerte - nicht alles, klar, aber mehr als vorher. Ich nehme an, deswegen wurde Kommuniaktion und "Sozialgedöns" und damit auch der damit verbundene ganze Psycho-und Gesellschaftkrams zu einem meiner SIs.

      'Es blieb jedoch "irgendwas", dass mich hinderte auch diese Kommunikations-Schwelle bei "emotional wichtig" überschreiten zu können.
      Aber, alls bei mir das erste Aspie-Treffen stattfand GAB es diese merkwürdige "Schwelle" einfach nicht. Vllt waren diese Aspies mir auch nur in diesem Kommunikations-Gehirnarealen ähnlich. Denn später lernte ich welche kennen, wo es dann die gleichen Probleme gab wie mit NTs.
      Keine Ahnung, ob sie einfach keine AS sind, oder nie "die Muttersprache richtig gelernt" oder ob da nóch was war - aus einem Leben, in dem NIEMAND verstand, wurde eines, in dem 15 Menschen alle "meine Sprache sprechen". Für mich heute noch sensationell.

      Das "einfach losplappern" gehörte dazu - keine Tabu-Themen, das wechslen von Bierernst/RW in Blödelei, um einen Aspekt aufzugreifen, der dann wieder ganz ernst wissenschaftlich betrachtet wurde - incl aller gesammelten Fachkenntnisse (Inn einem Ratespiel (black strories) ergab sich die Fragestellung "Kann man wirklich jemanden mit Nikotinplfastern umbringen?". Es wurde darin behauptet, aber wenn, wie müsste das genau aussehen, einfach aufkleben reicht nicht (Ärztin war dabei, um das zu bestätigen). Also wurde sehr ernsthaft darüber nachgedacht - wie ist jetzt klar, , die Bewertung war "ziemlich grausam, dazu aufwändig, und nicht nett"- und dann wurde weiter gespielt - bis zur nächsten "wissenschaftlichen" Frage ).
      In einer NT-Runde, wäre das "Aufarbeiten der offenen wissenschaftlichen Fragen" so nicht möglich gewesen, allein die Frage ob das wirklich geht, wäre als "Spielverderben" gewertet werden).
      Auch die informellen Einigungen, welche weiter durchdacht wird, wann das Endet "passierte" zur allgemeinen Zufriedenheit, nicht anders als unter NTs - nur irgendwie anderes, wozu die die wissenschaftliche Frage, warum und wie" noch offen ist.
      Das Faszinierende war, ich fühlte mich an diesem Tag zum ersten Mal im Leben als nur eine unter anderen. Es gab einfach keine "Hierarchien". Jede*r wusste was, eine Frage war genauso wichtig wie die Antworten, das war Augenhöhe, unabhängig von Alter (der jpngste war um die 20, der Älteste über 60) , Ausbildung, Geschlecht, sichtbaren AS-Merkmalen, wie z.B. "eckiger Körpersprache", oder ob prinzipiell eher AS-"Schweiger*in oder AS-"Monologisierer*in.

      Diese Treffen daurten jedesmal mehr als 8 Stunden. Sie erschöpften aber nicht so, wie nach dem ein paar Tage später erfolgten Essengehen mit einem Nachbar-Ehepaar über 2 Stunden.
      AS-Treffen = MÜde, aber emotional "aufgetankt" und fröhlich, NT-TReffen, saumüde und völlig ausgelaugt. Das hate nicht nur ich so empfunden. Und es bestätigte sich dann auch später wieder.
      "Irgendwas" ist dabei anders.

      Entdeckt habe ich noch, dass NTs gerne ins Luftholen anderer hineinsprechen, wenn sie unterbrechen wollen - was ich als "gegen die Wand"/RW :evil: oder "abrupt gestoppt" empfinde, Aspies eher in den ausklingenden Atemstrom des Gegenübers sprechen, den also "aufgreufen und weiterführen" - was NTs als "ins Wort fallen/das Wort wegnehmen" empfinden. Was aber auch weider nicht passierte, wenn ich mit HBs spreche.

      Viel weiter bin ich da aber noch nicht. Seitdem empfinde ich meine Probleme in der Kommunilation mit NTs aber nicht mehr als "Defizit", sondern nur als "anders. Was ja auch schon was ist. :)
      Liebe braucht Mut
      worldometers.info/
      Gegen Komplexität kann man nicht demonstrieren (scobel)
      ted.com/talks/stephanie_busari…urce=facebook&language=de
      youtube.com/watch?v=I79fZFvz9JA
    • Kugelfisch wrote:

      Bei mir ist es manchmal so dass Kontakt in dem Sinne ausreicht, dass ich was ich gerade loswerden will aufschreibe und verschicke, so dass es irgendwie / irgendwann von jemandem wahrgenommen wird. Und diese Wahrnehmung dann auch irgendwie kenntlich gemacht wird, und sei es nur mit einem smiley, oder einer Lesebestätigung. Also wirklich nur Kontakt, kein Austausch.
      Interessant. Darf ich fragen, warum du Kontakt, aber keinen Austausch suchst?
      Vielleicht ist das bei vielen Menschen so? Ich erlebe es nämlich häufiger, dass mich jemand von sich aus anschreibt, ich darauf antworte - auch noch mit einer Frage - und dann keine Reaktion mehr kommt, was mich voll ärgert, vor allem, da ich auf eine Frage eine Antwort erwarte. Ich komme mir dann ziemlich veräppelt vor.
    • @Happy to be
      Also kann nicht über die Kommunikation unter Aspies sprechen, aber diese unbefriedigende Kommunikation unter/mit NTs erlebe ich schon in der Familie. Ich denke bei Besuchen, dass da immer etwas unausgesprochen bleibt. Keine Ahnung ob sich NTs nonverbal untereinander, bzw. intuitiv, einigen das in einem Gespräch alles gesagt wurde. So eine Analyse mit einer Offenheit wie in diesem Forum könnte ich mit meiner Familie (alles NTs - ich passe eigentlich gar nicht in diese Familie rein allein schon vom offensichtlichen Verhalten - die einzige Gemeinsamkeit ist wohl, dass alle irgendwie nen Schaden haben (RW)) gar nicht praktizieren. Wenn ich gewisse Dinge in der Vergangenheit angesprochen habe, wurden viele Themen einfach abgetan. Nach dem Motto, das ist so darüber muss man jetzt nicht reden. Ich merke auch, dass ich in der familieninternen Kommunikation regelrecht übergangen werde. Keine Ahnung ob bewusst oder unbewusst. Genauso war es im früheren Bekanntenkreis. Nur extremer. Meist in der Form, dass ich dann irgendwann gar keine Nachrichten mehr bekam. Daher habe ich ja auch geschrieben, dass ich denke, dass ich für die Aufrechterhaltung eines Kommunikationskanals zu einer Person oder Gruppe allein verantwortlich bin bzw. mich so fühle. Eine gleichberechtigte Kommunikation ist kenne ich kaum und wenn dann eher unter meinen Sportfreunden, aber da ist ja wenig persönlicher Gesprächsstoff dabei.
      Und wenn ich mal bei näheren Bekannten "einfach losplapper" dann überkommt mich danach oft ein Gefühl als hätte ich mich blamiert oder so. Es gibt dann häufig kein Feedback auf das Gesagte. Es ist ja nicht so dass ich dummes Zeug dabei reden würde, es passt nur manchmal nicht gerade in die Situation oder den Gesprächskontext oder vom Tonfall/Wortwahl allgemein. Ich wurde eher z.B. im Gespräch von etwas zu einem Gedankengang getriggert worden, den ich dann einbringen muss, weil es mir wichtig ist. Dabei werde ich dann häufig übergangen. Das ist mir selbst schon bei Psychologen passiert.
    • Fidoline wrote:

      Interessant. Darf ich fragen, warum du Kontakt, aber keinen Austausch suchst?
      Das ist nicht immer so, wie gesagt nur manchmal. Aber so als Minimum reicht es mir dann zu wissen dass jemand anderes mich wahrnimmt, zur Kenntnis nimmt, um mich nicht einsam zu fühlen.
      Generell freue ich mich natürlich auch wenn etwas zurückkommt. Aber ich versuche, es nicht persönlich zu nehmen wenn mal nichts kommt, oder wenn eine Frage unbeantwortet bleibt. Ich frage ich mich dann auch mal ob die Frage absichtlich ignoriert wurde, aber ich glaube dass es in den meisten Fällen eher daran liegt in welcher Situation die Person die Nachricht liest. Mal eben so zwischendurch? Dann denkt man, dass man später antwortet, und dann passieren andere Dinge und man vergisst es. Im zweifelsfall versuche ich es nochmal.
      Also ich bin generell schon an Austausch interessiert.
    • Happy to be wrote:

      Es gab einfach keine "Hierarchien". Jede*r wusste was, eine Frage war genauso wichtig wie die Antworten, das war Augenhöhe, unabhängig von Alter (der jpngste war um die 20, der Älteste über 60) , Ausbildung, Geschlecht, sichtbaren AS-Merkmalen, wie z.B. "eckiger Körpersprache", oder ob prinzipiell eher AS-"Schweiger*in oder AS-"Monologisierer*in.
      Da ich gerade mal wieder nicht durchschlafen kann, hab ich mich nochmal mit dem Thema beschäftigt und mir ist da dieser Absatz aufgefallen. Ich will jetzt nicht von mir auf andere schließen, aber das ich Probleme (also teilweise richtige Probleme wie den Chef anbrüllen oder Berufspädagogen direkt in Gesicht (RW) als inkompetent zu bezeichnen) mit Autoritäten (Hierarchien) habe, was wohl nach meinem Wissenstand bei vielen Autisten so ist, aber gleichzeitig keine Abstufungen bei Geschlecht, Alter oder so bei der Beurteilung oder Einschätzung eines Menschen mache, ist mir schon aufgefallen. Da bin ich (und andere Autisten?) dann viel offener Ich habe noch nicht rausgefunden nach welchen Kriterien ich nun Menschen herausfiltere, bei denen ich meine das sie "interessant" für mich wären. Erst einmal muss ich sowieso sehen was/wer kommt. Dann fange ich aber schon ziemlich schnell an zu sortieren. Unpassendes Auftreten? Next! Falsche Wertvorstellungen? Next! Unehrlichkeit? Next! Und so weiter. Aber das ist ja meistens die bewusst "Sortierung". Ob dann die Chemie stimmt (RW) liegt dann aber an anderen Dingen. Zum Beispiel komme ich mit den Älteren in meinen Verein (so 70+) besser zurecht als die Leute in meiner Generation. Also jetzt nicht negativ gesehen gegenüber den Mitgliedern meiner Generation. Keine Ahnung, ich komme da fällt mir der Umgang leichter. Obwohl man das ja auch wieder als eine gewisse Hierarchie (Alter im Bezug auf Vereinszugehörigkeit, Erfahrung usw.) sehen kann. Da kann ich mich auch unterordnen. Auf der Arbeit jemanden inkompetenten als Chef zu haben, geht auf Dauer bei mir nicht gut. Es sei denn ich definiere meine Arbeit als Dienst nach Vorschrift (RW). Dann sind mir die Konsequenzen aber auch egal. Aber an Kompetenz alleine lässt sich dieser Umstand ja auch nicht festmachen. Da muss ich nochmal drüber nachdenken.

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