Katharsis?

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    • Kennt ihr das Gefühl? 25

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      Hallo,

      ich sehe mir immer wieder gerne traurige, berührende Szenen an.
      Am liebsten immer und immer wieder.
      Gestern z.B. habe ich die selbe Szene wahrscheinlich so 50 Mal angesehen.
      Ich weiß auch nicht warum, es tut einfach sehr gut.

      Kennt das noch jemand?
      Woran kann sowas liegen oder ist das normal?
      Ich hoffe, ich bin kein Sadist, ich füge anderen jedenfalls nicht gerne Schmerzen zu.

      Eine Theorie gibt es ja schon in die Richtung:
      de.wikipedia.org/wiki/Katharsis_(Literatur)
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Ich höre bzw lese davon zum ersten mal.
      Ich habe dieses Bedürfniss nicht, ich mag auch solche Szenen nicht, also nee eher nicht.
      Als krank würde ich es jetzt nicht bezeichnen, klingt für mich eher nach sowas wie ein Fetisch/Vorliebe, das ist zwar ungewöhnlich aber nicht schlimm. Es könnte nur auf andere seltsam wirken eben weil es eventuell selten ist.
      Das Wort selbst erinnert mich an einen Kathar (weiß leider nicht wie man das richtig schreibt, google konnte mir nicht helfen) das ist irgendwas Medizinisches aber frag mich jetzt bitte nicht was XD
    • Ich bin immer froh, wenn derartige Szenen in Flimen, die ich gucke, vorbei sind. Ich bekomme von sowas eher Beklemmungen, wenn es sehr intensiv dargestellt wird.

      RegenbogenWusli wrote:

      Das Wort selbst erinnert mich an einen Kathar (weiß leider nicht wie man das richtig schreibt, google konnte mir nicht helfen) das ist irgendwas Medizinisches aber frag mich jetzt bitte nicht was XD
      Bitte sehr:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Katarrh wrote:


      Ein Katarrh (auch katarrhalische Entzündung oder Catarrhus; v. altgriechisch καταρρεῖν [i]katarrhein[/i], deutsch ‚herunterfließen‘) ist eine Entzündung von Schleimhaut, häufig der Atmungsorgane, die mit einer vermehrten Absonderung wässrigen oder schleimigen Sekretes verbunden ist.[1]
      Umgangssprachlich ist ein Katarrh (einen Katarrh haben) meist eine andere Bezeichnung für eine Erkältung in Form einer Entzündung der oberen Atemwege, also eine Sinusitis (die Sinusitis frontalis wird hier auch als „Stirnhöhlenkatarrh“ bezeichnet), Rhinitis, Pharyngitis und Laryngitis, welche häufig auch mit einer Bronchitis verbunden ist.
      Aus einer Verballhornung des Wortes entstand der Begriff des Katers bei übermäßigem Alkoholkonsum.
    • Kommt darauf an. Das Gefühl der unangenehmen Beklemmung kenne ich, es fühlt sich ein bisschen verwandt zur Fremscham für mich an. Da wünsche ich mir auch, dass das durchaus nicht angenehme Spannungsgefühl und die dazugehörige Szene schnell vorbei ist.

      Es gibt aber auch einige unglaublich emotionale Momente in Filmen oder Theaterstücken wo ich immer Weinen muss und da hat es tatsächlich etwas befreiendes:



      Oder dieses erschaudern, erschrecken, dieses "Gänsehautgefühl" bei sehr krassen, moralisierenden Filmen:



      Eine der stärksten Szenen für mich ab 52:50 ...zum Verständnis: In Johnny Got His Gun wird die Geschichte eines Kriegsverwundeten erzählt. Im 1. Welkrieg hat er sämtliche Gliedmaßen sowie sein ganzes Gesicht verloren. Er hat somit auch keine Sinne mehr, außer das Fühlen, das ist ihm geblieben. Lange ist den Außenstehenden gar nicht bewusst, dass er noch ein empfindener, denkender Mensch ist. Der Film ist ähnlich wie "Schmetterling und Taucherglocke" aus einer sehr intensiven, sehr sensorischen Ich-Perspektive erzählt und ist eine der stärksten pazifistischten Filme überhaupt, meiner Meinung nach.

      Oder wenn ich mich mit einer Figur sehr gut identifizieren kann. Das war zB. in "Mary und Max" der Fall (nein, nicht mit dem Autisten Max, sondern mit Mary, aber sie ist ja auch ziemlich introviertiert) oder im ganz wunderbaren Film "Ein Engel an meiner Tafel". Die Hautpfigur hat sehr viel von mir.

      Mir fällt auf: Szenen, die ich gerne mag und bei denen ich weinen muss sind allermeist mit Musik verbunden, die mich sowieso auch ohne Filmbilder sehr emotionalisiert oder zu der ich schon vorher einen Bezug hatte.
    • Bei mir sind es solche Szenen (nur als Beispiel)

      (wobei man den Anime kennen müsste, um das 2. OP hier überhaupt verstehen zu können)



      auch Musikstücke eig, also nicht nur Szenen



      ansonsten einige Szenen aus Filmen und Serien, welche an Exzessivität und Fokus wechseln.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Input wrote:

      Ich bin immer froh, wenn derartige Szenen in Flimen, die ich gucke, vorbei sind. Ich bekomme von sowas eher Beklemmungen, wenn es sehr intensiv dargestellt wird.
      Das ist unglaublich faszinierend, weil ich mir das überhaupt nicht vorstellen kann.
      Ich verspüre eher ein Gefühl, das sich einfach richtig anfühlt.
      Je trauriger, je düsterer, also hoffnungsloser quasi, desto stärker ist das Gefühl.
      Es ist trancenhaft.

      Edit: Könnte man mit dem Gefühl vergleichen, was ich habe, wenn ich sehe, wie jemand jemand anderen gut behandelt.
      Vielleicht Mitgefühl?
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)

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    • Cloudactive wrote:

      Das ist unglaublich faszinierend, weil ich mir das überhaupt nicht vorstellen kann.
      Ich verspüre eher ein Gefühl, das sich einfach richtig anfühlt.
      Je trauriger, je düsterer, also hoffnungsloser quasi, desto stärker ist das Gefühl.
      Es ist trancenhaft.
      Ein bisschen erinnert mich das an Dein Post in diesem Thread. Dort beschreibst Du Deine Empfindungen auch gewissermaßen "andersherum" als ich. Deine Beschreibungen dort und in diesem Thread finde ich auf seltsame Weise interessant, weil ich mir das überhaupt nicht vorstellen kann.
    • Traurige Szenen finde ich, wenn überhaupt, nur gut wenn der Film insgesamt schön ist und gut endet. Dann ist es eingebettet in das Wissen, dass doch alles gut ist.
      Als Beispiel Ice Age, wenn Manni in der Höhle an seine getötete Familie erinnert wird.
      Ich könnte auf diese Szene auch verzichten, aber wenn sie schon da ist, dann kann ich sie ertragen, und ein bisschen diesen Säuberungseffekt hat es schon.
      Ansonsten schaue ich mir traurige Szenen und Filme insgesamt gar nicht an, es belastet mich sonst hinterher zu stark.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Shenya wrote:

      Als Beispiel Ice Age, wenn Manni in der Höhle an seine getötete Familie erinnert wird.
      Ich könnte auf diese Szene auch verzichten, aber wenn sie schon da ist, dann kann ich sie ertragen, und ein bisschen diesen Säuberungseffekt hat es schon.
      Ansonsten schaue ich mir traurige Szenen und Filme insgesamt gar nicht an, es belastet mich sonst hinterher zu stark.
      Das ist interesannt. Ich kenne den Film auch und auch diese Szene, und ich kann zu mir dazu sagen das ich sie nicht aushalten würde, wenn ich mich emotional darauf einlassen würde.
      Vielleicht nehme ich den Film weniger als ganze Einheit war, keine Ahnung.
      Als Kind hab ich bei den mir bekannten Filmen immer vor gespult um Szenen die ich nicht mochte, nicht wieder sehen zu müssen XD


      Input wrote:

      Bitte sehr: >spoiler<
      Ja genau das war es was ich suche, ich kannte das Wort bisher nur akustisch aber hab es noch nie geschrieben gesehen.
    • RegenbogenWusli wrote:

      und ich kann zu mir dazu sagen das ich sie nicht aushalten würde, wenn ich mich emotional darauf einlassen würde.
      Ihr könnt solche Szenen nicht ertragen?
      Das ist interessant, weil ich so ziemlich alles ertragen kann, bis auf Horrorfilme, die mMn sinnlos sind (The Hateful 8 e.g.).
      Das war schon in der Schule so, im Biounterricht haben die anderen bei irgendwelchen Szenen weggeguckt, die sie eklig fanden oder peinlich, da habe ich trotzdem geguckt und nicht verstanden, was die anderen haben. xD
      Irgendwie berühren mich die Dinge von anderen nicht so sehr, wie andere.

      Diese Beklemmungen, was meint ihr, warum ihr die habt?
      Ist das ein negatives Gefühl, meint ihr, ihr erlebt es mit, was die Personen fühlen, oder warum ist es so beklemmend?
      Ich nehme an, dann mögt ihr Happy Ends?
      Ich mag aber No-Happy-Ends.
      Beispiel:


      (Gut, dazu muss man wissen, dass er verzweifelt versucht hat, die Zukunft immer wieder zu ändern, damit er mit ihr zusammen leben kann, letztendlich realisierte er jedoch, dass das einfach nicht möglich ist.
      Jede Änderung, die er vornimmt, um mit ihr zusammen zu sein, endet damit, dass etwas schlimmes passiert, er landet im Rollstuhl, im Gefängnis, in der Psychiatrie usw.
      Es soll einfach nicht sein, das akzeptiert er dann.
      1. Endversion: Also geht er wieder in eine Erinnerung seiner Kindheit zurück und beleidigt sie (seine Liebe) so sehr, dass sie weinend zu ihrer Mutter rennt und er sagt dann "Bye", was eben bedeutet, dass die beiden sich in der Kindheit nicht mehr treffen.
      Dann wacht er wieder als Erwachsener auf und sie ist tatsächlich nicht da.
      Er verbrennt alle seine Tagebücher, Erinnerungsaufzeichnungen, damit er nie wieder die Zukunft ändern kann, da er es einfach akzeptiert. :cry:
      Später dann eine Szene, als er schon arbeitet, begegnet er ihr dann doch auf der Straße beim vorbei gehen, er geht aber weiter, weil er es ja akzeptiert hat, dass er seinen größten Wunsch nicht erfüllen kann. :m(: :cry: :m(:
      Und dazu noch Oasis mit "Stop Crying Your Heart Out".
      2. Endversion (Director's Cut): Hier geht er auch wieder in eine Erinnerung seiner Kindheit zurück, diesmal aber in eine andere, und zwar während seiner Geburt.
      Hier akzeptiert er, dass er wohl nie geboren hätte werden sollen, alle Szenarien mit ihm, würden böse enden, er sei ein "Virus" im System.
      Also macht er die Nabelschnur kaputt, und seine Mutter verliert ihn.
      :cry: :cry: :cry:

      Es ist so schön, und es gibt echt nicht viele Filme, die das hin bekommen.
      Ist auch mein Lieblingsfilm für eine sehr sehr lange Zeit gewesen.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)

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    • Cloudactive wrote:

      Ist das ein negatives Gefühl, meint ihr, ihr erlebt es mit, was die Personen fühlen, oder warum ist es so beklemmend?
      Bei Filmen ist es eigentlich meistens diese Musik die im Hintergrund läuft, die es für mich unerträglich macht. Nimmst du die heraus, bewegt mich die Szene garnnicht oder ich frage mich die ganze Zeit was für ein problem die haben XD

      Musik kann bei mir Emotionen viel besser wecken/mich anstecken, als das eigentlich gespielte der Personen oder die Handlung die mir eh nicht immer ganz nachvollzieber und schlüssig vorkommt.
      Filme wo es kein Happyend gibt, dinde ich eher verstörend. Nicht weil es kein happyend gibt sondern weil für mich der Film wie abgehackt vorkommt, aber ich denke das liegt einfach daran das die meisten Filme nach einem gewissen Schema aufgebaut sind, was man nach vielen Jahrzehnten Filmeschauen irgendwann verinnerlicht hat.
      Manche Krimiserien enden manchmal damit das am ende kein Täter verhaftet wird und ich dann ganz verwirrt bin XD
      Aber ich schaue jetzt auch nicht sooo gerne Krimis.
      Horrorfilme mag ich garnicht, die machen mich aggressiv.
      Diese neuen Krimis wie dieser letzte tatort mit der Vampirtussi oder diese Serie auf ZDF Neo (Code43?) machen mich super aggressiv.
      Ich mag sowas nicht, aber ich denke dabei sind es nicht nur die Handlungen selbst sondern auch der Szenenaufbau, die Musik und so weiter, je abartiger und brutaler, desto aggressiver macht es mich.

      Im Biounterricht war ich nie peinlich berührt aber ich hatte jetzt auch nie so viele Biostunden. Außer Wasserflöhe, Blätter und Pflanzliche Zellen oder Vögel habe ich noch nicht durchgenommen.
      Einmal hatte man auch über Aids und die Pest und Viren allgemein gesprochen und dann den Zyklus der Frau aber das hab ich eh kaum kapiert und als Transgender hat mich der Weibliche Körper in seiner gebärfähigen Funktion eh nicht interessiert das ich da die meiste Zeit in meinen gedanken versunken war.
    • @FruchtigBunt
      Siehst du nicht die verlinkten Videos? Das sind Beispiele bei mir, da ich es mir selbst nicht so richtig erklären kann und beschreiben kann, ist es wahrscheinlich auch diffus und mehrdeutig von mir geschrieben.
      Anders weiß ich mir allerdings nicht so sehr zu helfen.
      Deshalb habe ich auch pauschal "traurige Szenen" gesagt, obwohl es auch Ansichtssache ist und vielleicht auch etwas anderes als Trauer dahinter steckt, was es für mich ausmacht.
      Ist mir gerade zum Beispiel der Gedanke gekommen, dass es mich erstens, beruhigt, immer wieder das gleiche zu sehen und zweitens, sind solche Szenen meistens sehr ruhig und drittens, fehlt mir vielleicht auch so ein Realitätsbezug, den ich über die "Virtualität" versuche auszuleben.

      RegenbogenWusli wrote:

      daran das die meisten Filme nach einem gewissen Schema aufgebaut sind, was man nach vielen Jahrzehnten Filmeschauen irgendwann verinnerlicht hat.
      Darum finde ich HappyEnds auch langweilig.
      Es sind gefühlt 90% der Filme, die ein Happy End haben, wenn nicht mehr.
      Abweichungen finde ich interessant.
      Edit: Außerdem sind Happy Ends, wie ich finde, meist "etwas" unrealistisch und überzeugen mich nicht.

      RegenbogenWusli wrote:

      Im Biounterricht war ich nie peinlich berührt aber ich hatte jetzt auch nie so viele Biostunden. Außer Wasserflöhe, Blätter und Pflanzliche Zellen oder Vögel habe ich noch nicht durchgenommen.
      Zum Beispiel Parasiten, da gibt es welche, die sich im Auge des Menschen ansiedeln können.
      Randbemerkung: Das hatte sogar der autistische Junge in der Folge "Lines in the Sand" bei House MD.
      Aber es gibt auch welche, die man aus den Beinen ziehen "muss" oder eben "gewöhnlich" aus dem Darm.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)

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    • RegenbogenWusli wrote:

      Als Kind hab ich bei den mir bekannten Filmen immer vor gespult um Szenen die ich nicht mochte, nicht wieder sehen zu müssen
      Das mache ich immer noch manchmal so. Bei der Szene in Ice Age geht es aber, vielleicht weil da noch andere Aspekte mit reinspielen, z.B. die Rührung von Diego, der sich ja hinterher fast eine Träne wegwischt. Das ist sehr intensiv, aber durch die Zuwendung der Freunde dann auch wieder positiv. Manni ist da nicht allein, und man weiß, es wird ja alles wieder gut.

      Cloudactive wrote:

      Diese Beklemmungen, was meint ihr, warum ihr die habt?
      Ist das ein negatives Gefühl, meint ihr, ihr erlebt es mit, was die Personen fühlen, oder warum ist es so beklemmend?
      Ja, es ist unangenehm, weil das Gefühl so stark ist, dass es schwer zu ertragen ist.

      Cloudactive wrote:

      Ich nehme an, dann mögt ihr Happy Ends?
      Absolut. Ein Film ohne Happy End ist für mich sinnlos. Das ist, als würde man sich in einer Wunde rumpuhlen... oder so. Also was rein Schmerzhaftes ohne Nutzen.
      Alles wird galaktisch gut.
    • Shenya wrote:

      Absolut. Ein Film ohne Happy End ist für mich sinnlos. Das ist, als würde man sich in einer Wunde rumpuhlen... oder so. Also was rein Schmerzhaftes ohne Nutzen.
      OK, dann bin ich wohl Masochist?
      Das würde es einigermaßen erklären. :oops: :d
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Cloudactive wrote:

      Diese Beklemmungen, was meint ihr, warum ihr die habt?
      Ist das ein negatives Gefühl, meint ihr, ihr erlebt es mit, was die Personen fühlen, oder warum ist es so beklemmend?
      Ja, bei mir ist das so. Ich bekomme dann ein aufsteigendes, einengendes Gefühl in der Brust, was unerträglich werden kann.

      Bei mir ist es auch so, dass ich körperliches Missempfinden verspüre, wenn ich zusehen muss, wie gerade jemand stürzt und/oder sich verletzt. Dann durchzuckt es mich im ersten Moment wie ein Stromschlag. Das geht mir aber nur bei realen oder sehr realistisch dargestellten Stürzen/Verletzungen so.

      Horrorfime sind mir meisten zu absurd. Entweder langweilen die mich oder ich kriege bei Szenen, die besonders gruselig wirken sollen, Lachanfälle.
    • Input wrote:

      Bei mir ist es auch so, dass ich körperliches Missempfinden verspüre, wenn ich zusehen muss, wie gerade jemand stürzt und/oder sich verletzt.
      Solche einfachen Sachen gefallen mir ja nicht. :d
      Es muss schon komplexer sein, mit einer Geschichte dahinter.
      Wenn sich einer verletzt (im Film) dann spüre ich eher nichts. (In der Realität verspüre ich ein unangenehmes ziehen in der Bauchgegend.)
      Edit: Als Kind spürte ich aber nicht einmal etwas in der Realität.
      Solche "Szenen" sind für mich irgendwie absurd, dass ich fast lachen könnte.
      Ich kann es nicht erklären, aber es wirkt auf mich "bizarr".
      Als würde ich mich wundern, dass jemand sich verletzen kann, als würde ich das nicht verstehen.?
      Edit Edit: Ja, kennt ihr das Gefühl, wenn ihr wisst, jemand spielt euch etwas vor, aber er versucht euch doch davon überzeugen, dass das so sei, also so auf der einen Seite kennt ihr die Wahrheit auf der anderen Seite seht ihr aber deren Gegenteil und das finde ich zumindest einen sehr guten Vergleich, so ähnlich fühlt sich das an.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)

      The post was edited 1 time, last by Cloudactive ().

    • Cloudactive wrote:

      Wenn sich einer verletzt (im Film) dann spüre ich eher nichts. (In der Realität verspüre ich ein unangenehmes ziehen in der Bauchgegend.)
      Ich habe was das angeht interessanter Weise diesen Filter Realität/Fiktion nicht. Es durchzuckt mich so oder so, wenn sich jemand wehtut.

      Auch interessant ist, dass ich ich diesen Filter sehrwohl habe, wenn eine Verletzung in einem nicht zu vermeidenden, professionellen Kontext stattfindet (medizinische Eingriffe). In meinen früher ausgeübten Berufen als Ärztin und Zahnärztin wäre sowas extrem hinderlich gewesen.
    • Input wrote:

      Auch interessant ist, dass ich ich diesen Filter sehrwohl habe, wenn eine Verletzung in einem nicht zu vermeidenden, professionellen Kontext stattfindet (medizinische Eingriffe).
      Wie hast du die Wunden der Patienten wahr genommen?
      Waren sie für die real oder hast du sie irgendwie "virtualisiert", um es eben nicht mehr zu spüren?
      Hast du mitgefühlt, also wenn einer geklagt hat und geweint, tat es dir dann selbst leid? (Nicht im Sinne von, du seist Schuld)
      Oder war es dir egal?
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)