Haben die Sätze eine unterschiedliche Bedeutung oder bilde ich mir das nur ein?

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • @Dr_B

      Ah, danke für den Duden-Link. Ja, es sind wohl beide Varianten möglich, wenn das "bitte" am Ende des Satzes steht. Entweder mit Kommata abtrennen (wenn man sich denkt, dass das früher mal "ich bitte darum" gehießen haben soll) oder ohne Kommata, wobei ich das auch etwas ungelenk finde.

      @Happy to be
      @Necroghoul7

      Das sind vermutlich die berühmten Kommunikationsprobleme zwischen NT und Autisten. Dass es da gelegentlich "knirscht", dürfte bekannt sein. Telefonieren oder persönlich reden halte ich auch für eine bessere Lösung als SMS zu schreiben.

      @Happy to be Ich habe den Eindruck, dass du emotional selbst in dieses Thema verstrickt bist und nicht neutral antwortest.

      The post was edited 2 times, last by FruchtigBunt ().

    • FruchtigBunt wrote:



      @Happy to be
      @Necroghoul7

      Das sind vermutlich die berühmten Kommunikationsprobleme zwischen NT und Autisten. Dass es da gelegentlich "knirscht", dürfte bekannt sein. Telefonieren oder persönlich reden halte ich auch für eine bessere Lösung als SMS zu schreiben.

      @Happy to be Ich habe den Eindruck, dass du emotional selbst in dieses Thema verstrickt bist und nicht neutral antwortest.
      Na ja, nicht immer sind es nur Kommunikationsprobleme.
      Btw, es gibt ja auch viele Kommunilationsprobleme zwischen NTs. Genau damit hab ich ja mal einiges an Geld verdient :d

      Nur das man, selbst wenn man alles an Kommunikationstechniken kennt, die sogar typische NT-Aspie-Missverständnisse aufklären, nicht dagegen machen kann, wenn jemand hier die Kommunikation sabotieren will.
      Leider nutzen manche Menschen verwirrende, unklare, mehrdeutig interpretierbare Aussagen und Forderungen, UM andere zu verwirrren oder runter zu machen. Auch das gibts.

      Weil ich mal glaubte, mit geeigneter Kommunikation alles lösen zu können, hatte ich übersehen, dass vllt die andere Seite das gar nicht willl und sogar das Gegenteil wollte - was mich dann an meinen Kompetezzen zweifeln ließ, bis ich mir nocht mal mehr zutraute, in meinem Job zu arbeiten.
      Ich hatte halt nur übersehen, dass nicht jeder Mensch einen "guten Kern" hat, und dass manche unter "Lösung" verstehen, dass das Gegenüber sich irgendwann selbst kleinmacht.
      Auch gibt es bei diesen ganz spezifische Kommunikationsmuster anhand derer das zu erkennen ist.
      Und natürlich an den Auswirkungen auf diejenigen, die dem ausgesetzt sind.
      Es klart sich nichts, egal was man versucht an kKärung, irgendwie ist man am Ende immer der/die Böse, der/die was falsch gemacht hat, ständige Grübeleien, Kopfdiskussionen mit dem/der anderen....

      Es schadet nichts, das mit im Blick zu behalten, einfach weil es das auch gibt, damit man rechtzeitig die Reißleine ziehen kann.
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Happy to be wrote:

      Es schadet nichts, das mit im Blick zu behalten, einfach weil es das auch gibt, damit man rechtzeitig die Reißleine ziehen kann.
      Das stimmt, oft "paßt" zuviel nicht oder es wird wirklich absichtlich verletzt/zerstört/sabotiert usw.
      Allerdings wäre es dann fairer und v.a. realistischer, diese Reißline ohne die Zuschreibung "Mensch mit bösem Kern" zu tun. Auch die absichtliche Nutzung von Kommunikationsmitteln zu anderen Zwecken als dem scheinbaren beinhaltet eine Problematik, die mit einem ANDEREN Gegenüber positiv veränderbar wäre - z.B. indem eine erfolgreiche Kommunikation mit korrigierenden Erlebnissen (z.B. gegenseitigem Verständnis) stattfindet.
      Wenn einem die Bezüge verlorengehen, wird das "All" zum "Nichts".
    • FruchtigBunt wrote:

      Garfield wrote:

      Bei SMS ist es sinnlos auf korrekt Satzzeichen zu achten.
      @GarfieldWieso ist das sinnlos? Es ist doch nicht abhängig vom Kommunikationsmittel, ob die deutsche Sprache korrekt angewendet wird oder nicht und ob man höflich ist. Mein Handy (und alle anderen auch) kennen Satzzeichen wie "Kommata" und "Punkt". Ich verstehe nicht, was daran sinnlos sein soll. Vielleicht ist es dem Schreiber zu vie Aufwand, aber dann soll er eben anrufen statt schreiben. Ich kann ja auf der Arbeit auch nicht sagen "ach, das ist mir zu viel Mühe das alles korrekt abzutippen, ich verwende ab heute nur noch Kleinbuchstaben oder "ja, die Anrede hab ich weggelassen, das hätte zu viel Zeit gekostet"). Oder was genau meinst du mit sinnlos? Meinst du zu viel Aufwand?
      Weil gefühlt 90% aller SMS-Schreiber diese Regeln nicht nutzen. Da wird nur mit Kleinbuchstaben und Smilies kommuniziert.
      Ich selbst verzweifle auch jedes Mal, wenn ich die Sonderzeichen irgendwo suchen muss - und lasse sie dann eben weg oder wenn sie falsch stehen, dann bleiben sie eben stehen.
      SMS ist nur eine Notlösung. Was dort nicht reinpasst oder nett klingen soll, schriebe ich lieber auf irgendeinem anderen Weg, wo ich keine Zeichenbeschränkung habe und eine normale Tastatur nutzen kann.
      Insofern ist es definitiv abhängig vom (umständlichen) Kommunikationsmedium. Und unhöflich finde ich das Weglassen einiger Regeln bei SMS auch nicht - bei Email und Co. hingegen schon.

      Noch schlimmer sind dann die Leute, die auch noch sämtliche Wörter bis zur Unkenntlichkeit abkürzen und vergessen, dass andere Leute diese Sprache gar nicht beherrschen.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.
    • Zu Deiner Frage:
      Ich würde da überhaupt nichts rein interpretieren. Es ist einfach nur eine Satzstellung. Wenn ein "bitte" nicht im Satz steht, kann man es auch grammatikalisch hinten dran hängen. Wenn man das tut, trennt man es mit Komma ab.
      Ich würde sagen, sie hat die sms geschrieben und sich am Ende des Textes daran erinnert, dass sie ein Anliegen hat und man ein Anliegen sozial kompetent mit einem "bitte" verbindet. Dann hat sie es eben noch hinten dran gehängt.
      Für mich bedeutet es nichts weiter als eine Höflichkeitsform.
    • Happy to be wrote:

      Es schadet nichts, das mit im Blick zu behalten, einfach weil es das auch gibt, damit man rechtzeitig die Reißleine ziehen kann.
      @Happy to be

      Danke für die ausführlichen Erläuterungen. Ich denke, dass ich verstanden habe, auf was du hinauswolltest. Nur, was macht man, wenn man glaubt, dass das Gegenüber sich gerade in so etwas verrannt hat (die Person hat keinen bösen Kern, aber neigt dazu, ihre eigenen Unzulänglichkeiten in Stresssituationen etc. von sich zu weisen bzw. abzuspalten)? Ich hatte im besagten Fall mit den SMS den Hinweis gegeben, dass ich glaube, dass gerade so ein Abwehrmechanismus in Gange ist, wodurch die Person richtig wütend wurde und mir sagte, ich würde ihr Dinge unterstellen, die sie nicht tut.

      Also wie gelingt euch das, zu unterscheiden, ob jemand die Kommunikation (bewusst oder unbewusst sabotiert) und wie sprecht ihr das dann an? Oder meint ihr mit "Reißleine ziehen", dass es zwecklos ist, das anzusprechen, weil es die Person es eh nicht zugeben wird?
      Ich vertraue mittlerweile meinem Bauchgefühl und lag bis jetzt damit immer richtig.
      Vielleicht sollte ich meine Vermutungen zukünftig nur etwas subtiler formulieren, damit das Gegenüber sie überdenken kann und evtl. zugeben kann, dass das Problem mit von ihr verursacht wurde? :|
    • FruchtigBunt wrote:

      Happy to be wrote:

      Es schadet nichts, das mit im Blick zu behalten, einfach weil es das auch gibt, damit man rechtzeitig die Reißleine ziehen kann.
      @Happy to be
      Danke für die ausführlichen Erläuterungen. Ich denke, dass ich verstanden habe, auf was du hinauswolltest. Nur, was macht man, wenn man glaubt, dass das Gegenüber sich gerade in so etwas verrannt hat (die Person hat keinen bösen Kern, aber neigt dazu, ihre eigenen Unzulänglichkeiten in Stresssituationen etc. von sich zu weisen bzw. abzuspalten)? Ich hatte im besagten Fall mit den SMS den Hinweis gegeben, dass ich glaube, dass gerade so ein Abwehrmechanismus in Gange ist, wodurch die Person richtig wütend wurde und mir sagte, ich würde ihr Dinge unterstellen, die sie nicht tut.

      Also wie gelingt euch das, zu unterscheiden, ob jemand die Kommunikation (bewusst oder unbewusst sabotiert) und wie sprecht ihr das dann an? Oder meint ihr mit "Reißleine ziehen", dass es zwecklos ist, das anzusprechen, weil es die Person es eh nicht zugeben wird?
      Ich vertraue mittlerweile meinem Bauchgefühl und lag bis jetzt damit immer richtig.
      Vielleicht sollte ich meine Vermutungen zukünftig nur etwas subtiler formulieren, damit das Gegenüber sie überdenken kann und evtl. zugeben kann, dass das Problem mit von ihr verursacht wurde? :|
      Letztendlich ist es egal, ob jemand zu den Menschen gehört, die wirklich nicht können, weil ohne "guten Kern", oder so handeln wie so jemand.
      Die Auswirkungen dieses Handelns auf die aneren sind ja die gleichen.

      Wenn jemand die Kommunikatiion sabotiert, was auch immer der Hintergrund ist, hier werden folgende Aussagen gemacht:
      Ich will nicht kommunzieren. Ich will nicht mit dir kommunizieren. Dein Kommunikationswunsch ist mir egal. Ich sabotiere deine Versuche und gestehe mir das Recht dazu zu, egal was das mit dir macht. Weil ich dich nicht repektiere.

      Sich das psychologisch erklären zu können, macht die Folgen dieses Verhaltens nicht weniger. Nur dass dann schnell "pädagogische" oder "therapeutische" Versuche gestartet werden - welche dann ebenfalls sabotiert werden.

      Man kann einmal oder auch dreimal sagen , das gefällt mir nicht und ich möchte es anders - wenn der/die andere aber weiter macht wie bisher, bedeutet das sein/ihr "ich will nicht". Da helfen dann auch keine Erklärungen, damit der/die andere "was einsieht" - wer nichts einsehen will, wird das nicht, egal wie gut und richtig die Erklärungen sind. Weil er/sie so weiter machen will wie bisher.
      Warum auch immer.

      Man kann andere nicht wollen machen. Das können nicht mal professionelle TherapeutInnen.
      Wer das versucht, entscheidet sich für beständiges Scheitern. Besser kann man den eigenen Selbstwert nicht in den Keller schicken.
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • Happy to be wrote:

      Man kann andere nicht wollen machen. Das können nicht mal professionelle TherapeutInnen.

      Extrem wahr, das hier. Das ist im Übrigen auch einer von den unzähligen Mosaiksteinen, die Leuten mit AS und anderen, die NT sind, helfen können, sich gegenseitig besser zu verstehen.
      SomehowGeekyPolyglot = SomewhatGeekyPolyglot = SGP ;)
      (oder in der Landessprache des deutschen Internet: einfach jemand, der mehrere Sprachen spricht)
    • Somehow Geeky Polyglot wrote:

      Happy to be wrote:

      Man kann andere nicht wollen machen. Das können nicht mal professionelle TherapeutInnen.
      Extrem wahr, das hier. Das ist im Übrigen auch einer von den unzähligen Mosaiksteinen, die Leuten mit AS und anderen, die NT sind, helfen können, sich gegenseitig besser zu verstehen.
      Hier findet sich auch einer der häufigsten Fallen, in die nicht nur Aspies tappen, sondern allgemein Menschen, denen immer wieder erzählt wurde, sie "seien" irgendwie nicht "richtig", weil sie "irgendwas" angeblich nicht "richtig" machen - was ja meist konkret bedeutet, "du machst nicht das, was ich will bzw wie ich mir das gerade vorstelle".

      Sie fühlen sich nicht gewollt, so wie sie sind - was ja stimmt, wollen aber diejenigen Wollen machen, dass sie sie wollen.
      und verbiegen sich dafür bis sie sich selbst verlieren und gar kein Gefühl mehr für sich haben bzw zu dem, was sie wirklich wollen und brauchen.
      Natürlich reicht diese Verbiegerei nie, manchmal kriegt man auch doppelte Botschaften, so dass nie richtig sein kann, was man macht, das Ergebnis "du bist falsch" ist dann schon mit der Forderung angelegt, und/oder es gibt keinerlei Hinweise bzw Hilfestellungen, dieses angeblich geforderte "richtig" handelnd umsetzen zu können.
      Fragt man nach, ist man wieder falsch oder zu kompliziert - hier "beweist" das Nachfragen ja schon wieder, wie "falsch" man angeblich ist - man solle halt anders sein, weil die Art falsch sei. nur dass es oft gar keine "richtige" vorgesehen ist - das Ziel ist, dem anderen immer wieder zu vermitteln "du bist falsch", bis er das selbst zu sich glaubt.
      Und dann wird sich immer weiter bemüht, damit so jemand einen doch endlich mal wlll.....

      Anstatt aus jedem "frag nicht so blöd", "du bist zu kompliziert", "deine Art ist falsch", "du denkst zu viel", "das bildest du dir ein", "du bist zu empfindlich", und den ganzen Widersprüchen,
      die übergeordnete Aussage zu hören, "ich respektiere dich nicht und will dich nicht als Mensch, so wie du bist und was dich ausmacht".

      Besonders bitter ist das, wenn das schon bei den eigenen Eltern so war/ist, denn es bedeutet, dass man eigentlich keine Eltern hat in dem, was Eltern über die rein biologische Ebene ausmacht, also eine emotionale Waise ist - und selbst die biologische Elternschaft kann zweifelhaft sein.

      Die wollen zu machen, die einen nicht wollen bedeutet auch, auf diese zu schauen und Zeit und Kraft und Gedanken an die zu verschwenden, die einen nicht wollen.

      So hat man weder den Blick für die, die einen wollen könnten, noch Zeit, Kraft und Gedanken für diese - der innere "geistige Raum" hat gar keinen Platz dafür. Belegt mit den Nicht-Wollern.

      Gleichzeitig ist die Angst da, diese Nicht-Woller zu verlassen bzw verlassen/entsorgt zu werden.

      Solange man sich bemüht, kann man sich ja einbilden, dass sie einen wenigstens ein bisschen wollen würden, und sich eine "Hoffnung auf mehr" basteln, was einen dann "durchhalten"lässt - ein Leben mit beständigen Frustrationen in Warteposition, in dem man immer wieder hofft, sobald so jemand dann mal ein bisschen netter ist.
      Bis dann entweder die Illusion platzt und das "ich will dich nicht", das man nicht glauben wollte, was man aber immer fühlte und dem so jemand natürlich widerspricht mit Worten, wird jetzt sichtbar.
      Oder man bricht unter der ständig steigenden Last des Durchhaltens zusammen.
      Hier addiert sich dann Aspie-Überforderung noch dazu, aber es sind zwei verschiedene Überlastungen, die man erst mal auseinander dividert bekommen muss.

      Dieses Gewollt-Werden wirkt dann unbewusst in allen Situationen, in denen man gewollt werden möchte. Man verhält sich automatisch so, als wäre das Gegenüber eines, das zu den Nicht-Wollern gehört, man versucht herauszufinden, was man machen muss, damit man gewollt wird - es ist ja normal, dass man nicht gewollt ist und dagegen ankämpfen muss.
      Das ist das, was NTs dann mit "ausgestrahlte Bedürftigkeit" bezeichnen.

      NTs, die andere Menschen prinzipiell akzeptieren mit ihren Stärken und schwächen sind dann mal von dieser enormen Bedürftigkeit abgeschreckt, und auch, weil sie ja im Verhalten, das man mit der Suche nach "Was muss ich tun damit du mich willst", die ungerechte Unterstellung hören zu den Nicht-Wollern zu gehören. Gemein ist, dass vor allem Nicht-Woller das als Anklage auch mit Worten aussprechen.

      Ergebnis: Normale, andere respektierende Menschen sind abgeschreckt, was bleibt sind also Nicht-Woller, die aus dem einen oder anderen persönlichen Hintergrund es mögen, wenn man sich vergeblich um sie bemüht. Und diese zieht man praktisch magnetisch an durch das, was man an Verhalten aufgrund dieses Denkens zu sich selbst zeigt - die ominöse "Ausstrahlung" in der NT-Sprache dazu.

      Ebenfalls wirkt etwas, das bei Heimkindern auffiel und untersucht wurde. Wer sich als "sowieso erstmal nicht einfach so gewollt" selbst betrachtet, kann nach der ersten Phase des Glücks, wohl doch mal gewollt zu sein, das nicht wirklich glauben - es widerspricht ja den inneren Glaubenssätzen zu sich selbst. Bei Heimkindern so ab 4 Jahre und mit zunehmendem Alter mehr, die in Familien kamen, in denen sie gewollt wurden gab es dann nach den "Flitterwochen" in der Normalität einen Wechsel, ihr Verhalten wurde immer schlimmer gegenüber den Pflegeeltern/Adoptiveltern.
      aus dem "Nicht glauben können" mussten dann immer wieder Beweise her, doch gewollt zu sein. Weil aber jeder Beweis diesem Glaubenssatz widersprach, musste also ein größerer Beweis her, was nicht geglaubt werden konnte.... usw.
      Parallel dazu das Antesten, ob diese Eltern wirklich selbst so stabil sind, einen auszuhalten, wenn man so schrecklich ist, wie einem das immer erzählt wurde und was man zu sich selbst zu glauben eingeimpft bekommen hat.

      Das erklärt, warum dann auch Beziehungen zu ganz normalen Menschen in die Brühe gehen, weil man Irgendwie doch nicht richtig ist".
      Selbstsabotage aus dem inneren Widerspruch zwischen erlebter Realität des "hier mal gewollt Seins" und den fest indoktrinierten Glaubenssätzen.

      Das wirkt sich dann auf alles aus, Freundschaften, Beziehungen. Bewerbungen usw. - weil man bei allem unbewusst das Bedürfnis hat, "adoptiert" zu werden, und zwar so, dass man sich fühlt wie es gewesen wäre, wenn man gewollt gewesen wäre von Anfang an bzw als so kleines Kind adoptiert wurde, dass es nie diese Nicht-Gewollt-Erlebnisse mit ihren Folgen gehabt hätte.
      Und völlig verdeht findet dann statt, dass man sich eher Menschen sucht, die einen nicht wollen, erstens, weil man das rückwirkend bei solchen ändern will - noch wirkende Gefühle kennen keine lineare Zeit . Und auch, weil man iin diesen Nicht-Wollern etwas wiedererkennt, das einem unbewusst bekannt ist - Bekannt gibt gefühlte Sicherheit, Wiedererkennen aktiviert Glücksgefühle, und weil man sich "mit solchen ja auskennt, mit anderen nicht", weshalb man sich solchen gegenüber sicherer auf der Handlungsebene fühlt, obwohl sie einen emotional immer weiter verunsichern bzw diese Verunsicherungen be- und verstärken. Das und der Negativglaubenssatz gegen ein "neu" des Gewollt-Seins, das ja gar nicht wirklich stimmen kann......

      Das alles aber hat absolut nichts mit Asperger zu tun, damit kämpfen auch viele NTs, die Heftigket dieses inneren Mechanismus ergibt sich allein mit der Menge, Dauer und Intensität der Nicht-Gewollt-Erfahrungen durch Nicht-Wollende. Auch kann das einen "erwischen" der voher nie Erfahrungen damit gemacht hat, hier ist ja auch der Unglaube, dass jemand ein Nicht-Woller sein könnte.

      So, die bitteren Fakten.
      • Kleinstkinder lernen, sich selbst zu wollen, weil andere sie wollen und emotional nach deren Bedürftigkeit umsorgen und unterstützen.
      • Bekommen sie das nicht bzw nur eingeschränkt, programmiert sich dieses" Ich bin nicht gewollt wie ich bin also will ich mich nicht wie ich bin also kann mich niemand wollen wie ich bin" ein, und das trägt man mit sich rum, es wirkt unbewusst immer mit hinein.
      • Nach dieser Kleinstkindphase kann kein äußeres Gewollt-Sein diesen inneren Glaubenssatz ändern oder die Eindrücke aus den vielen Nicht-Gewollt-Situationen ausgleichen oder die seelischen Verletzungen daraus heilen
      Jetzt die wunderbaren, Mut machenden Fakten
      • die Forschungen zu Neuroplastizität und viele Erfahrungsberichte beweisen, dass man selbst - entgegen früherer Vorstellungen, dass nach den ersten sechs Lebensjahren "der Zug abgefahren sei" - in jedem Alter das bei sich selbst heilen kann
      • es gibt verschiedene Wege und Methoden, die individuell gefunden und zusammengebastelt werden können
      • es gibt Hinweise darauf, dass hier Asperger wohl einen Vorteil gegenüber NTs haben, genau wegen dieser anderen Art zu denken, so dass Asperger Erlebtes oft besser "wegstecken" - und auch deshalb so lange durchhalten, und weil sie, wenn der "Dauerbeschuss von Außen" aufhört, besser verarbeiten können, sobald alles erklärbar wird und einer Logik folgt - Logik bzw logische Erklärungen und Erkenntnisse bringen aus sich selbst heraus Freude, selbst wenn das logisch erkannte als " im Ergebnis" negativ zu bewerten ist. Eine richtige Minuszahl hinter einer Gleichung bedeutet "richtig gerechnet", weil man alles richtig nach a, b, c, x, und y aufschlüsseln konnte.
      Daraus ergibt sich.
      • Sich so weit als möglich von Nicht-Wollern fernhalten - raus aus dem "Beschuss", der diese negative Haltung zu sich selbst be- und verstärkt.
      • Die Zeit der inneren Leere und jetzt auch im außen erlebten Einsamkeit aushalten - die hat man ja auch mit diesen Nicht-Wollern, immerhin stimmen jetzt wenigstens Realität und Gefühl überein, müssen nicht mehr unlogisches logisch machen.
      • Sich bewusst machen, dass diese Leere nur deshalb da ist, weil man sie vorher mit den ganzen Gedankenkreiseln zu Nicht-Wollern gefüllt hatte, und darüber das eigene Selbst "ins Koma gelegt" wurde, bzw nicht oder nicht vollständig wach werden durfte.
      • diese Leere bewusst nutzen, um sich selbst bewertungsfrei kennen zu lernen und anzunehmen, also sich selbst zu "adoptieren", dazu gehört auch erst mal das viele Nicht-Wissen zu sich selbst, sich also von sich selbst überraschen lassen
      • Motto: Nur da wo nichts anders ist, kann etwas hineinwachsen - diese Leere ist also gut, man ist sie nur nicht gewohnt, so zu fühlen, sie macht erst mal Angst, aber je mehr von eigenen Ich diese füllt, desto weniger Angst und desto weniger dieses "Einsam".
      • Gegenüber sich selbst so geduldig zu sein wie gegenüber einem Heimkind, das man wollend adoptiert hat, mit allen Macken, um dem zu helfen, aus all dem Erlebten einen Weg in ein besseres inneres und äußeres Leben zu finden.
      • die eigenen Stärken uneingeschränkt annehmen, nicht mehr aufgrund der Schwächen klein- bzw wegzurechnen, die eigenen Schwächen liebevoll akzeptieren und berücksichtigen, und da wo man will, mal nachsehen, ob da nicht AUCH eine Stärke drin stecken könnte oder ob sich hier die eine oder andere Schwäche nicht zu "ein bisschen stärker hierin als früher" auftrainieren lassen. In der Schule hatte man ja auch nicht in allen Fächern die Bestnote. eine 4 reicht, um versetzt zu werden, eine 1 gleicht eine 5 aus.....
      • und dazu alles nutzen, was die eigenen Aspie-Eigenschaften an Hilfreichem dafür hergeben - wäre ja blöd, wenn man die eigenen Stärken nicht auch mal für sich nutzt :d
      Gefühlt ist dann leider erst mal wie wenn man vor einer großen Kiste mit vielen einem verknüddelten Wollknäuels in mehreren Farben , in denen ganz viele Puzzleteile eines großen Puzzles stecken, steht. Und leider, mit jedem Lebensjahr wurde dieses Knäuel etwas größer und es kamen weitere Puzzleteile dazu.
      Diese eigene "Lebens- und Ich-Kiste" wird man nicht los. Wenn man das Knäuel aufdröseln will und das Puzzle zusammenlegen will, damit das Bild stimmt, können einem andere zwar Tipps zu Aufdröseltechniken geben und häufig vorkommende grobe Bldvorlagen zeigen, die sie vermuten zu den sichtbaren Einzelteilen. aber ob diese Tipps und Vorlagen dann wirklich 100% passen, oder das Bild doch etwas anders ist, das findet man nur heraus, wenn man aufdröselt und puzzelt.

      Die genaue Asperger-Diagnostik war eine der Vorlagen, die mir bis zum letzten Jahr noch fehlte, um viele schon gepuzzelte Bildteile richtig zusammen setzen zu können.

      Das geht nicht an einem Tag oder in einer Woche, nicht alles gleichzeitig, manchmal hat man einfach keine Lust, dann setzt man was falsch zusammen und muss es wieder auseinandernehmen, mal fällt ein Puuzzleteil unter den Tisch und es dauert, bis man auf die Idee kommt, dort nachzusehen, mal verzurrt sich beim Aufdröseln an anderer Stelle wieder was.....

      Aber, das mit dem "Durchhalten, selbst wenn alles doof ist", dazu sind ja unbestreitbare bewiesene Kompetenzen da, die sich auch rückwirkend nicht klein- oder wegreden lassen :d
      Und logisch, dass man keinerlei noch so hohe Kompetenz im ununterbrochenen Dauerhöchsteinsatz zeigen kann - ein Marathonläufer kann danach auch nicht mehr, und braucht erst mal eine Weile Erholung, und dann kleinere Strecken, bevor er den nächsten Marathon antritt.

      Überhaupt damit anzufangen, ist das Schwerste. Gegen die immer wieder hochkommende Mutlosigkeit anzugehen, weil es ja erst mal so langsam vorangeht nd noch so viel zu tun ist, oder weil was nicht klappte, ebenfalls sehr schwer. Dann denkt man, jetzt hätte man es, und dann hat sich doch noch was an anderer Stelle festgezurrt, und man fragt sich, ob sich der ganze Aufwand überhaupt lohnt. Oder man wird so schrecklich müde, dass man nicht mehr mag, oder war zu schnell und hatte was übersehen.....
      doch irgendwann wendet sich das.
      Das eine oder andere wird leichter, noch nicht leicht, aber doch spürbar leichter als vorher. Und dann wieder etwas leichter. Man erkennt schneller, ob ein Dröseltip oder eine Puzzlevorlage hilfreich ist, oder nicht passt. Irgendwann klappt mehr als das, was noch nicht klappt. Man grübelt nicht mehr ewig, wenn andere fies waren, sondern "steckt das nach einer Weile weg" und denkt nicht mehr dran. Es hat keine langfristigen Auswirkungen mehr.
      Die Angst schwindet immer mehr, und die Einsamkeit shhwindet immer mehr, jedesmal, wenn man wieder etwas von sich hat. Man kommt bei sich an, und trägt das in sich,egal an welchem Ort man gerade ist.
      Man fühlt immer mehr vom eigenen Selbst und wird sich dessen sicher. Füllt selbst das eigene Leben mit dem, was zu einem passt, so wie man ist.

      Und dafür lohnt es sich echt, sich durch diese Mutlosigkeiit hinduchzukämpfen. :)
      Notfalls immer mal wieder aus reinem Trotz :d
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • de.wikipedia.org/wiki/Totschlagargument
      • Beharrungs-Killerphrasen sollen Veränderungen verhindern. (Beispiel: „Das haben wir schon immer so gemacht.“)
      • Autoritäts-Killerphrasen drücken ein Überlegenheitsgefühl zur Einschüchterung aus. (Beispiel: „Wie oft muss ich das noch sagen: Das läuft so nicht!“)
      • Besserwisser-Killerphrasen werden von Leuten benutzt, die sich für intelligenter halten und anderen ihre Ansichten aufdrängen wollen. (Beispiel: „Ich weiß schon, wie das endet.“, „Das brauchst du mir nicht zu sagen.“)
      • Bedenkenträger-Killerphrasen drücken eine mitunter zögerlich vorgetragene Angst vor Veränderungen aus. (Beispiel: „Das sollten wir lieber lassen. Wir wollen uns doch nicht die Finger verbrennen.“)
      • Vertagungs-Killerphrasen sollen aus Angst vor Fehlern Entscheidungen hinauszögern. (Beispiel: „Meiner Meinung nach ist die Zeit dafür noch nicht reif.“)
      • Angriffs-Killerphrasen sind offene, persönliche Angriffe. (Beispiel: „Typisch Meier!“ oder „Typisch deutsch!“)
      Weitere Varianten:
      • Bescheidenheits-Killerphrasen suggerieren, dass das geäußerte Vorhaben unrealisierbar ist. (Beispiel: „Wir sind doch nicht die Royal Bank of Scotland!“)
      • Vorwurfskillerphrasen sollen den Ansprechpartner durch einen sehr allgemein gehaltenen Vorwurf mundtot machen. (Beispiel: „Da hätten Sie vorher mal besser zuhören sollen!“, „Das weiß doch jedes Kind/jeder Idiot.“)
    • Happy to be wrote:

      So, die bitteren Fakten.
      • Kleinstkinder lernen, sich selbst zu wollen, weil andere sie wollen und emotional nach deren Bedürftigkeit umsorgen und unterstützen.
      • Bekommen sie das nicht bzw nur eingeschränkt, programmiert sich dieses" Ich bin nicht gewollt wie ich bin also will ich mich nicht wie ich bin also kann mich niemand wollen wie ich bin" ein, und das trägt man mit sich rum, es wirkt unbewusst immer mit hinein.
      • Nach dieser Kleinstkindphase kann kein äußeres Gewollt-Sein diesen inneren Glaubenssatz ändern oder die Eindrücke aus den vielen Nicht-Gewollt-Situationen ausgleichen oder die seelischen Verletzungen daraus heilen

      @Happy to be

      Ich halte deine letzte Aussage für nicht korrekt. Wäre das der Fall, könnten sämtliche Therapeuten ihre Koffer packen, weil alle Therapien sinnlosen wären. Es gibt aber therapeutische Arbeit mit negativen und positiven Glaubenssätzen und meines Wissens nach verläuft die auch nicht immer erfolglos, weil Menschen es "nachlernen können" gut behandelt zu werden und somit gewollt zu sein. Besonders die therapeutische Beziehung wird oft als ein solches Beispiel genannt.
      Wie gehst du damit um, nicht gewollt zu sein, wenn du davon nicht geheilt werden kannst?

      Im übrigen ist die Überschrift "die bitteren Fakten" ein Sophismus. :lol: :lol: Du stellst deine Meinung nicht nur als Fakt dar, sondern verkaufst sie auch noch so, als sei sie nicht anzweifelbar. Das finde ich nicht gut.

      Könntest du bitte einen neuen Thread dazu aufmachen, weil ich finde, dein Text hat nicht mehr wirklich etwas mit meinem Ausgangsthread zu tun.

      The post was edited 2 times, last by FruchtigBunt ().

    • @FruchtigBunt
      AW

      Eine Therapie - also Aufdröselhilfe und Vorlagen geben - ist nur dann möglich, wenn jemand schon diesen ersten Schritt gemacht hat, und das innere Denkmuster aufgeben will und gegen diese kämpfen will. "Mir kann eh kein Therapeut helfen", "die Therapien haben NICHTS gebracht", "Die Therapeuten waren alle unfähig", usw. Sätze hinter denen die Hoffnung stand, dass der andere "das miese Gefühl wegmacht". Therapie ist ja kein Kleinstkindelternersatz, auch wenn mit z.B. dem inneren Kind gearbeitet wird. da geht es dann darum, sich selbst innerlich "guter Elternteil" zu werden.
      Die enorme Leistung, die manche erbringen müssen, um siich überhaupt einen Therapeuten/eine Therapeitin zu suchen, die Hiindernisse, dann, wenn es "nicht passt", weiter zu suchen, wird selten gewürdigt. Dann die Kraft, die aufgebracht werden muss, um "dabei zu bleiben"...... hängt eben davon ab, was man vorher alles abgekriegt hatte und wie vefestigt diese Glaubenssätze sind.

      Natürlich kann man, wie bei allem zu sich selbst nachlernen, dass man gut behandelt wird.
      Nur bedeutet genau dieses Nachlernen auch, gegen diese "innere Botschaft" stehen zu lassen, dass es hier mal stimmen und echt sein und beständig sein könnte. Je nachdem wie stark dieser innere negative Glaubensatz ist, kann es lange dauern, bis man den aufgeben kann, das kann bis hin zur Therapieverweigerung und soagr -restistenz gehen.
      Zum Glück erleben ja viele doch die eine oder andere Situation, wo sie zumindest dieses "es könnte so sein" erlebt haben und sich fragen "wie auch für mich", was ihnen dann die Motivation gibt. Nur, das, was man mit dem macht, das man in dem therpeutischen setting erlebt, wie man das ins Alltagsleben transferiert und dort damit weiter arbeitet, das muss man wieder ganz allen für sich machen, das kann einem niemand abnehmen. Und dabei muss ja beachtet werden, dass die Menschen im Alltag keine TherapeutInnn sind, spachlich oft "daneben liegen" oder sogar verletzen wollen, und das aushalten bzw sich dagegen angemessen wehren lernen-
      Das iist eben der Unterschied zu dem, wie es bei geschützt aufwachsenden Kindern automatisch passiert. Man lernt bewusst nach und lernt um, weil das Gewünschte damals nicht instinktiv "passiert" war.



      Ein Satz, den ich gestern von einer großen Schwester hörte, als sie ihrer Freudin bezüglich ihres jüngeren Brudes, der daneben stand, sagte:
      "Er ist erst dreieinhalb, aber kann für sein Alter schon recht gut sprechen"
      und dann wunderte sie sich, dass der kleine Bruder sauer wurde und ausrastete, wo sie ihn doch "gelobt" hatte..

      Sie sprach über ihn, alls wäre er nicht da.
      Sei sagt "er ist erst drei", also "weniger"
      Sie sagt, er kann "recht gut" sprechen, aber eben nicht gut.....

      Solches "Lob" nenne ich "vergiftete Pralinen".

      Wie anders wäre der Satz ohne diese Einschränkungen und indirekten Vergleiche mit älteren und "besseren" angekommen.
      "Das ist mein Bruder, er ist drei Jahre alt und ich kann mit ihm schon ganz toll reden."
      oder sie sagt es ihm direkt "Ich finde es prima, wie toll wir miteinander reden können, weil du schon so gut sprechen kannst".
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".