Haben die Sätze eine unterschiedliche Bedeutung oder bilde ich mir das nur ein?

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Haben die Sätze eine unterschiedliche Bedeutung oder bilde ich mir das nur ein?

      Ich möchte euch hier mal um Rat fragen. Auch wenn ich weiß, dass ich nicht wirklich ableiten kann, ob etwas "richtig oder falsch" ist, will ich euch trotzdem um Rat fragen und vielleicht kann mir jemand sogar sage, wie ich herausfinden kann, welche Ansicht richtig ist bzw. ob ich das Problem irgendwie anders lösen kann als darüber, herausfinden zu wollen, welche Ansicht richtig ist.

      Mir wurde folgender Satz geschrieben:

      Person wrote:

      Kannst du erst auf meine zweite SMS antworten, damit die Reihenfolge nicht durcheinandergerät, bitte ?
      Dieser Satz hat mich irritiert, weil ich das "bitte", abgetrennt durch ein Komma und dahinter ein Fragezeichen als widersprüchlich erlebe. Das "bitte" impliziert für mich eine Art Anordnung (jedenfalls mehr als ein harmloser Wunsch oder eine Bitte), vor allem in Verbindung mit dem Fragezeichen wirkt es auf mich seltsam, so von wegen "würdest du das gefälligst für mich tun", wobei ich das Fragezeichen dann als Hohn empfinde, weil das Fragezeichen genau das Gegenteil von einer Aufforderung ist. Wenn dann hätte für mich ein Ausrufezeichen dahintergepasst oder die Person hätte das "bitte" weiter vorne platzieren sollen ("kannst du bitte erst auf meine SMS antworten...?", damit es auch wirklich wie eine Bitte für mich geklungen hätte und dann wäre der Satz meiner Meinung nach auch mit einem Fragezeichen zu beenden gewesen.

      Am meisten irritiert mich dieser Widerspruch, dass das Fragezeichen wie eine Frage klingen soll, aber der Ton eigentlich eine Art Befehlston ist, wenn das "bitte", hinten mit Komma absetzt steht.

      Macht es für euch einen Unterschied, wenn das "bitte" nach dem "kannst du") steht bzw. wenn das ganz am Ende vom Satz, mit einem Komma abgetrennt steht.
      Würdet ihr den oben zitierten Satz auch als Aufforderung verstehen bzw. würde euch auch dieser "Widerspruch" stören oder seht ihr das nicht?

      Bilde ich mir das nur ein?

      In einer anderen Situation hatte die Person einen Satz auch mit diesem ",bitte" formuliert, so dass der damalige Satz richtig schnippisch klang. Als ich die Person damals darauf angesprochen hatte, meinte sie, dass sie sauer auf mich gewesen sei, und das "bitte" deshalb wie einen Befehl formuliert habe.

      Ich hatte nun geschlussfolgert, wenn das "bitte" so abgetrennt am Satzende steht, dass es eigentlich eine Aufforderung ist und der Satz, so wie er bei mir ankommt, wirkt auch eher als Aufforderung als es der Fall wäre, wenn das "bitte" nach dem "kannst du" stehen würde. Die Person behauptet aber nun, dass die Aussage ganz gleich wäre, egal wo das "bitte" nun steht.

      Die Person hat kein Asperger. Sie sagt, sie hat es nicht befehlend gemeint und das wärs, icih soll mich damit abfinden. Bei mir kam es aber befehlend an und dieser Widerspruch irritiert mich ohne Ende. Auch in Verbindung mit der Erklärung von vor einigen Wochen kann ich nun nicht mehr glauben, dass die Wortstellung gar keine Bedeutung mehr haben soll.

      Wie würdet ihr damit umgehen?

      Die Person sagte nun zu, dass, wenn es so schlimm für mich ist und ich mich zu etwas verdonnert fühle, wenn man so mit mir spricht (mich erinnert das wirklich an einen Befehlston bzw. eine Anweisung, auf die das Gegenüber keine Widerworte hören möchte und ich keine Wahl habe), sie entsprechende Sätze zukünftig so formulieren werde, dass das "bitte" so in den Satz eingebunden ist, dass es nicht ganz am Ende oder Anfang steht und somit also auch nicht betont wird.

      Wie würdet ihr so ein Problem lösen?
      Wenn der "Sender" behauptet er habe so etwas nicht gesendet, aber der Empfänger "hört" es. Liegt es dann immer am Empfänger, dass der "falsch" gehört hat und es eben so hinnehmen muss. Oder kann man vom Sender erwarten, wenn er weiß, dass der Empfänger auf solche Sätze leider (hat auch mit Triggern zu tun) sehr empfindlich reagiert, dass dieser dann versucht, die Sätze anders zu formulieren?

      Ich denke, es wäre schön, wenn der Sender Rücksicht auf mich nehmen könnte (weil ihn das mMn nicht so eine extreme Anstrengung kosten dürfte, aber der Punkt ist auch strittig) und die Sätze anders formuliert. Mir wäre es aber auch lieber, wenn ich Sätze nicht permanent so auseinandernehmen würde und auf jedes Wort und jede Wortstellung achten würde bzw. der Person dann zumindest glauben könnte, dass es nicht so gemeint ist. In dem Moment verstehe ich das aber nicht, sondern sehe nur, welche Wirkung dieses Wort am Ende des Satzes bei mir erzeugt. Es geht nicht in meinen Kopf rein, dass der andere das nicht so sieht. Ich bin dann der Meinung, dass die Person das nur noch nicht erkannt hat und werde vollkommen zwanghaft und anstrengend.

      Weiß jemand, wie ich selbst daran arbeiten könnte? Die Person ist mit ihrem "Entgegenkommen" offenbar langsam am Ende der Fahnenstange angelangt und es stellt sich die Frage, wer nun an sich arbeiten muss bzw. wie das gehen soll. :|

      Hat jemand Ideen dazu? Kennt ihr das auch, dass ihr jedes Wort auf die Goldwaage legt (RW)? Mich strengt das unglaublich an, wenn ich feine Nuancen zwischen den Wortstellungen sehe, aber mein Gegenüber nicht. Es bringt mich zum Verzweifeln.

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • Ich würde das so interpretieren
      "Mach was ich sage, da und darum" und in dem Fall noch ein "bitte" drangehängt, damit es nicht ganz so imperativ klingt. bei "BITTE?!" würde ich es eher als noch fordernder interpretieren, aber es ist nun mal text, schwer zu sagen

      ich wunder mich eher über den Inhalt
      "Sag mal Apfel"
      "Sag mal Birne"
      Birne
      Apfel

      Was ist an der Reihenfolge nicht durcheinander?
    • Das wird dir jetzt nicht wirklich weiter helfen... es kommt auf den Kontext an.

      In diesem Fall würde ich sagen, es ist eine Äußerung eines Wunsches, um die Kommunikation zu erleichtern.

      Viele Autisten haben Probleme mit dem 4 Ohren-Modell (von Thun). Also Sachinformation, Selbstkundgabe, Beziehungshinweis und Appell. Du interpretierst diesen Satz (momentan) als Appell. Ich habe mir schon vor Jahren angewöhnt, jegliche Kommunikation nur als Sachinformation zu betrachten und daraus logische Schlüsse zu ziehen. Also auch Füllwörter, Bitte, Danke usw. einfach zu ignorieren.

      Bisher funktioniert das ganz gut - meistens zumindest.
      AS, diagnostiziert am 14.06.2017
    • tr909 wrote:

      ich wunder mich eher über den Inhalt
      "Sag mal Apfel"
      "Sag mal Birne"
      Birne
      Apfel
      @tr909
      :lol: :roll: Das war ein weiteres Problem. Ich habe es auch nicht kapiert, wieso ich auf die SMS in der "falschen" Reihenfolge antworten soll, weil für mich die Reihenfolge erstrecht durcheinander ist wenn "2" vor "1" kommen soll. Das Problem wurde aber aufgeklärt:

      Die Person wollte eigentlich sagen
      a) "bitte lass mir erst Zeit zum antworten, bevor du mich mit der nächsten SMS bombardierst",
      hat aber gesagt b) "kannst du erst auf meine zweite SMS antworten, damit die Reihenfolge nicht durcheinanderkommt, bitte?".

      Dazu hatte ich schon auf die 1. SMS geantwortet gehabt,
      c) so dass die Bitte/Aufforderung eigentlich auf zukünftige (!) ähnliche Sitauationen bezogen sein sollte (ich kann ja nichts mehr rückgängig machen, was ich schon gemacht habe),
      war aber so formuliert,
      d) als ob die Bitte/Aufforderung auf die konkrete 2. SMS bzw. die konkrete 1. SMS bezogen wäre.

      Als ich das angemerkt habe (Widerspruch zwischen a) und b) sowie zwischen c) und d)) durfte ich mir anhören, dass wir Aspies so seien und nichts verstehen würden. Da war ich dann kurz vorm Meltdown wegen Ohnmachtsgefühlen aufgrund von empfundener Ungerechtigkeit und Unfairness :(

      Ich verstehe nicht, wie jemand in einem einzigen Satz zwei ganz andere Dinge meint, als er sagt und dann noch behauptet, ich sei unlogisch und würde es nur nicht verstehen, weil ich Asperger hätte.

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • für die bedeutung ist es tatsächlich vollkommen egal wo das "bitte" im satz steht.

      Ich empfinde es sogar als freundlicher, wenn es am satzende steht, wenn es am anfang mitten im satz stehen würde, dann würde ich das als aggressiver wahrnehmen.

      Es ist natürlich eine art von aufforderung, aber dagegen gibt es doch eigentlich nichts einzuwenden.
    • Nur eine kleine Anmerkung: Wenn das "bitte" in dem Satz hinten steht, dann muss davor ein Komma stehen, denn Nebensätze (wie in diesem Beispiel "damit die Reihenfolge nicht durcheinandergerät") werden immer durch Kommata vom restlichen Satz "abgetrennt". :prof:

      Ansonsten würde ich sagen: Schöner würde es klingen, wenn das "bitte" an "normaler" Stelle im Satz stünde (also in diesem Fall "Kannst du bitte erst...").
      Würde aber nicht allzu zu viel hineininterpretieren... Vielleicht hatte der Verfasser das "bitte" zunächst vergessen und dann entweder aus Faulheit einfach ans Satzende "geklatscht". Oder er schreibt genauso, wie er denkt / spricht - und da kann man ja auch nicht nachträglich den ganzen Satz noch umstellen, sondern muss Ergänzungen immer ans Ende anfügen.
      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Morgenstern (Vor einem Moment) aus folgendem Grund: Beitragsqualität hochgeschraubt
      Hier gibt es nichts zu sehen, bitte gehen "Sie" weiter! :)
    • Woher kannst du denn wissen, ob auf die erste SMS noch eine zweite folgt? Oder habt ihr eine Abmachung, wie lange du mindestens warten sollst, bis du antworten kannst, um sicher zu gehen, dass keine zweite SMS nachkommt?

      Und warum kann sie nicht einfach alles in eine SMS schreiben? Selbst wenn die maximale Zeichenanzahl erreicht wird, machen die meisten Handys von selber 2 SMS daraus.

      Ohne deine Informationen zu den Hintergründen hätte ich einfach gedacht, dass dem Sender der SMS noch eingefallen ist, dass man ein "Bitte" hinzufügen könnte, damit es netter klingt. Bei SMS ist es oft doof, am Handy dann den Cursor irgendwo weiter vorne mitten in den Satz zu setzen, so dass sie es einfach noch ans Ende gehängt hat.

      The post was edited 1 time, last by Ally ().

    • Bei SMS kommuniziert man stark verkürzt.
      Daher hätte ich mir überhaupt keine Gedanken gemacht.
      Ich wäre davon ausgegangen, dass die Person erst am Ende des Satzes gemerkt hat, dass es wie ein Befehl klingt und das bitte noch mit drangehangen hat - ebenso das Fragezeichen statt des Ausrufezeichens.
      Bei SMS ist es sinnlos auf korrekt Satzzeichen zu achten.

      Und ich hatte auch als erstes gedacht, dass da noch eine 2. SMS kommen wird, wenn man erst auf die antworten soll. Denn es ist mir schon oft passiert, dass die 160 Zeichen für eine SMS allein nicht ausgereicht haben. Und wenn das Handie beide SMS zur gleichen Zeit losschickt, kann es durchaus passieren, dass die Reihenfolge beim Empfänger anders ist.
      Aber ich nutze SMS in der Regel nur für kurze Nachrichten, nicht für ein "Gespräch". Also z.B. eine Nachfrage, ob es gerade passt, dass ich anrufen kann. Oder die Mitteilung, dass ich eine Email geschrieben habe und schnelle Antwort brauche.

      Vor 20 Jahren hätte ich wohl auch verwundert oder verärgert reagiert - aber inzwischen weiß ich, dass man mit Logik und Wortwörtlichnehmen in der menschlichen Kommunikation nicht weiterkommt. Spätestens wenn mir etwas unlogisch vorkommt oder ich die Bitte nicht nachvollziehen kann, denke ich etwas mehr darüber nach, wie es vielleicht noch gemeint sein könnte.
      _,.-o~^°´`°^~o-.,_Ich ess Blumen...,.-o~^°´`°^~o-.,_
      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass das Teilnehmer-Limit von Privatkonversationen verdoppelt werden sollte.

      The post was edited 1 time, last by Garfield ().

    • Garfield wrote:

      Bei SMS kommuniziert man stark verkürzt.
      Daher hätte ich mir überhaupt keine Gedanken gemacht.
      Ich wäre davon ausgegangen, dass die Person erst am Ende des Satzes gemerkt hat, dass es wie ein Befehl klingt und das bitte noch mit drangehangen hat - ebenso das Fragezeichen statt des Ausrufezeichens.
      Bei SMS ist es sinnlos auf korrekt Satzzeichen zu achten.
      Genau so sehe ich das auch. Während ich am PC (oder sonst wo mit einer gescheiten Tastatur) relativ problemlos Texte korrigieren kann, ist bei SMS / WhatsApp auf dem Handy nicht so einfach. Eine winzige Tastatur, dicke Finger, die Zwischenräume zwischen Wörtern kaum exakt treffen - da ist eine Korrektur schwierig.
      ~ Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. ~
    • Ohne die Person zu kennen würde ich denken: Es klingt ein bisschen genervt und auch ein bisschen streng (stelle mir bei sowas immer den zugehörigen Tonfall vor).

      Aber manche Leute kommunizieren so, ohne dass sie das irgendwie unfreundlich meinen, oder sie sind gerade in dem Moment gereizt, ohne, dass es was mit dir zu tun hat. Ich kenne mittlerweile die Kommunikationsstile von Familie und Freunden, und solange es alles so bleibt wie immer, bin ich mittlerweile ganz gelassen.

      Vielleicht solltet ihr längere Gespräche nicht per SMS führen, dies führt sehr häufig zu Missverständnissen.

      The post was edited 2 times, last by seven_of_nine ().

    • Dr_B wrote:

      Nur eine kleine Anmerkung: Wenn das "bitte" in dem Satz hinten steht, dann muss davor ein Komma stehen, denn Nebensätze (wie in diesem Beispiel "damit die Reihenfolge nicht durcheinandergerät") werden immer durch Kommata vom restlichen Satz "abgetrennt". :prof:
      @Dr_B

      Vielen Dank für diesen Hinweis zur Semantik (oder wie man das nennt). Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings hoch, dass die Person, auch wenn es den Nebensatz ("damit die Reihenfolge nicht durcheinandergerät") nicht gegeben hätte, das "bitte" mit Komma ganz hinten hingeschrieben hätte, also "kannst du erst auf meine zweite SMS antworten, bitte." Wäre das so dann mit dem Komma auch korrekt?


      Dr_B wrote:

      Ansonsten würde ich sagen: Schöner würde es klingen, wenn das "bitte" an "normaler" Stelle im Satz stünde (also in diesem Fall "Kannst du bitte erst...").
      Würde aber nicht allzu zu viel hineininterpretieren... Vielleicht hatte der Verfasser das "bitte" zunächst vergessen und dann entweder aus Faulheit einfach ans Satzende "geklatscht". Oder er schreibt genauso, wie er denkt / spricht - und da kann man ja auch nicht nachträglich den ganzen Satz noch umstellen, sondern muss Ergänzungen immer ans Ende anfügen.
      @Dr_B
      Woran machst du das fest, dass es "schöner klingen würde"? Ich denke nämlich auch, dass es nicht nur schöner, sondern auch höflicher klingt, wenn man das "bitte an" "normaler" Stelle ("kannst bzw. könntest du bitte...") im Satz platziert. Ich kann das der Person aber nicht verständlich machen.

      Hm, also per SMS kann man das bitte ja löschen und dann ein paar Stellen weiter vorne platzieren, das ist nicht viel Aufwand (es wird kein whatsapp oder so etwas benutzt, da mag das vielleicht anders sein. Es ist auch kein Touchscreenhandy, wo man mit den Fingern den Cursor wo hinsetzt und er erscheint dann wo ganz anders. Das Korrigieren von Text ist da genauso wie das Schreiben von Text. Wenn das Schreiben annehmbar ist, muss man doch auch das Korrigieren annehmen, finde ich.).

      The post was edited 2 times, last by FruchtigBunt ().

    • Ally wrote:


      Woher kannst du denn wissen, ob auf die erste SMS noch eine zweite folgt? Oder habt ihr eine Abmachung, wie lange du mindestens warten sollst, bis du antworten kannst, um sicher zu gehen, dass keine zweite SMS nachkommt?


      Und warum kann sie nicht einfach alles in eine SMS schreiben? Selbst wenn die maximale Zeichenanzahl erreicht wird, machen die meisten Handys von selber 2 SMS daraus.
      @Ally
      Ja, ich konnte gar nicht wissen, dass auf die SMS noch eine zweite folgt, weil die zweite SMS sich auf etwas bezieht, was ich FRÜHER geschrieben habe, ich konnte also nicht einmal damit rechnen, dass noch eine weitere SMS folgt. Das trug auch noch zu meinem Ärgernis bei, weil ich nicht sehe, wie ich das Problem hätte verhindern können durch Nachdenken. Es wurde nun vorgeschlagen, dass ich eine halbe Stunde warten soll, ob eine weitere SMS nachkommt. Das ist mir aber viel zu umständlich, denn dann kann ich mich eine halbe Stunde auf nichts anderes konzentrieren. Ich habe vorgeschlagen, dass man die SMS (auch mehrere) so lange im Postausgang speichert, bis sie vollständig sind und man dann alles auf einen Schlag (RW) versendet. Das finde ich wesentlich weniger Aufwand. Die Antwort war dann, dass die Person mir nicht auf noch ein zweites Mal entgegenkommen möchte. :nerved: :( (weil sie mir ja schon zusagte, das "Bitte" zukünftig an normaler Stelle im Satz zu platzieren).

      Das Handy macht wohl nur bei bis zu 10 SMS eine einzige SMS daraus (so ist das bei meinem alten Handy auch). Wenn es über 10 SMS geht, wird es nicht mehr zu einer einzelnen SMS zusammengefasst, sondern man muss eine neue eröffnen.


      Ally wrote:

      Bei SMS ist es oft doof, am Handy dann den Cursor irgendwo weiter vorne mitten in den Satz zu setzen, so dass sie es einfach noch ans Ende gehängt hat.
      @Ally
      Aber wieso ist das doof? Das ist doch nichts anderes, als wenn ich das am PC mache mit Cursor oder Maus. Oder meinst du, weil es am Handy keine Maus gibt sondern man den Cursor dann ganz oft nach links rücken muss? Nur bei den paar Wörtern finde ich das nicht zu viel Aufwand, aber ich kann deinen Gedankengang dazu verstehen.


      Ally wrote:

      Ohne deine Informationen zu den Hintergründen hätte ich einfach gedacht, dass dem Sender der SMS noch eingefallen ist, dass man ein "Bitte" hinzufügen könnte, damit es netter klingt.

      @Ally
      Okay, vielleicht ist das wirklich so. Ich finde aber bereits das "kannst" statt einem "könntest" sehr unhöflich. :| Das "bitte" ans Ende geklatscht, klingt dann für mich so, als wäre es einem eigentlich egal ob es nett und höflich ist, hauptsache der andere denkt, es SEI nett und höflich. Ich komme mir dann etwas für blöd verkauft deswegen vor. :|
    • Garfield wrote:

      Bei SMS ist es sinnlos auf korrekt Satzzeichen zu achten.
      @Garfield
      Wieso ist das sinnlos? Es ist doch nicht abhängig vom Kommunikationsmittel, ob die deutsche Sprache korrekt angewendet wird oder nicht und ob man höflich ist. Mein Handy (und alle anderen auch) kennen Satzzeichen wie "Kommata" und "Punkt". Ich verstehe nicht, was daran sinnlos sein soll. Vielleicht ist es dem Schreiber zu vie Aufwand, aber dann soll er eben anrufen statt schreiben. Ich kann ja auf der Arbeit auch nicht sagen "ach, das ist mir zu viel Mühe das alles korrekt abzutippen, ich verwende ab heute nur noch Kleinbuchstaben oder "ja, die Anrede hab ich weggelassen, das hätte zu viel Zeit gekostet"). Oder was genau meinst du mit sinnlos? Meinst du zu viel Aufwand?
    • seven_of_nine wrote:

      Aber manche Leute kommunizieren so, ohne dass sie das irgendwie unfreundlich meinen, oder sie sind gerade in dem Moment gereizt, ohne, dass es was mit dir zu tun hat. Ich kenne mittlerweile die Kommunikationsstile von Familie und Freunden, und solange es alles so bleibt wie immer, bin ich mittlerweile ganz gelassen.
      @seven_of_nine

      Ja, das kann ich nachvollziehen. Die Person kommuniziert meiner Erfahrung nach (ich bin eine gute Beobachterin) so nur, wenn sie genervt bzw. gestresst ist. Normalerweise klingen die Sätze nicht so gereizt und befehlsmäßig, deshalb hatte mich das irritiert. Aber die Person behauptet, dass ich mir das alles nur einbilden würde und sie selbst am besten wüsste, wie etwas gemeint war. :?
    • @FruchtigBunt

      Bei der heutigen Generation, die die meisten SMS und Whatsapp verschickt, wird weder auf korrekte Zeichensetzung noch Rechtschreibung geachtet. Da kommt manchmal ein "Kauderwelsch" bei rüber, weil viele die Nachrichten vor dem Abschicken gar nicht mehr überprüfen. Denen ist das nicht wichtig, die wollen damit keine Zeit verschwenden. Da ich das aber immer tue, dauern meine Antworten für gewöhnlich länger und mein Gegenüber ist davon genervt. Ich bin zwar nicht gut darin, zu erraten, was manche Aussagen bedeuten sollen, kann aber meistens den Sinn hinter verunstalteten Wörtern oder von der Autokorrektur verfremdeten Sätzen erkennen.
      Hier im Forum finde ich toll, dass der Rechtschreibung so viel Aufmerksamkeit geschenkt wird :) , dafür dauern meine Antworten auch immer so lange, weil ich immer alles genau und doppelt und dreifach überprüfe. D.h. in Diskussionen könnte ich gar nicht richtig "mit mischen", da ich immer hinterher hinke :? .
    • FruchtigBunt wrote:

      Die Wahrscheinlichkeit ist allerdings hoch, dass die Person, auch wenn es den Nebensatz ("damit die Reihenfolge nicht durcheinandergerät") nicht gegeben hätte, das "bitte" mit Komma ganz hinten hingeschrieben hätte, also "kannst du erst auf meine zweite SMS antworten, bitte." Wäre das so dann mit dem Komma auch korrekt?
      Das musste ich jetzt grad selber nachgucken. ^^
      duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Kommasetzung-bei-bitte

      Man darf das Wort "bitte" also prinzipiell immer durch Kommata vom restlichen Satz abtrennen, um es besonders hervorzuheben.
      Wenn ich alles richtig verstanden habe, dann darf es aber auch ohne Komma am Ende des Satzes stehen. Das wäre meiner Meinung nach aber zumindest ungewöhnlich. :roll:

      FruchtigBunt wrote:

      Woran machst du das fest, dass es "schöner klingen würde"? Ich denke nämlich auch, dass es nicht nur schöner, sondern auch höflicher klingt, wenn man das "bitte an" "normaler" Stelle ("kannst bzw. könntest du bitte...") im Satz platziert. Ich kann das der Person aber nicht verständlich machen.
      Sehe ich auch so, ich kann aber auch genauso wenig erklären, warum. :?
      Vielleicht hat hier ja zufällig jemand das entsprechende Spezialinteresse und könnte aushelfen...? :d

      FruchtigBunt wrote:

      Hm, also per SMS kann man das bitte ja löschen und dann ein paar Stellen weiter vorne platzieren, das ist nicht viel Aufwand
      Aber für 99% der Menschen trotzdem zu viel. ;)
      (Übrig bleiben dann die paar Aspies... :roll: :lol: )
      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Morgenstern (Vor einem Moment) aus folgendem Grund: Beitragsqualität hochgeschraubt
      Hier gibt es nichts zu sehen, bitte gehen "Sie" weiter! :)
    • Also, mir wäre es ja zu kompliziert, mit jemandem, der so per sms kommuniziert, weiter sms zu schreiben. Sich hier dauernd Gedanken machen zu müssen, ob man es auch richtig macht, nd wie etwas gemeint sein könnte, bzw wie man jetzt was interpretieren muss, was ja auch nicht falsch sein darf....
      Mein Fazit: Entweder email und telefonieren, und wenn das dem anderen "zu viel" oder zu anstregend ist, dann passt hier was typmäßig einfach nicht zusammen.
      Und wenn dabei dann auch schon wieder diese Grübei auftaucht, wie etwas gemeint sein könnte, ein verdecktes Befehlen und Kritisieren auftaucht, dann passt hier ebenfalls etwas grundsätzlich nicht.
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • FruchtigBunt wrote:

      Würdet ihr den oben zitierten Satz auch als Aufforderung verstehen bzw. würde euch auch dieser "Widerspruch" stören oder seht ihr das nicht?
      Es sind tatsächlich mehrere Deutungsmöglichkeiten vorhanden, also Höflichkeit (Bitte und Fragezeichen), Nachdrücklichkeit (daß es demjenigen wichtig wäre), Genervtsein/Befehlston oder einfach nur der Inhalt selbst ohne Hintergrundgedanken/-Gefühle usw.
      Z.b. daß er zuvor auf englisch geschrieben hat (da schleicht es sich mitunter ein, daß man etwas in die Muttersprache rübernimmt)...

      Daher würde ich es davon abhängig machen, wie derjenige sonst schreibt und was es in einem anderen Zusammenhang bedeutet hätte. Ohne Kenntnis der Person kann man allenfalls rückmelden, was es bedeuten könnte und was statistisch gesehen die häufigste Bedeutung ist.

      Deshalb bevorzuge ich persönliche Gespräche grundsätzlich und würde Kurznachrichten nur für Sachinfos nutzen.

      FruchtigBunt wrote:

      von vor einigen Wochen kann ich nun nicht mehr glauben,
      Du solltest (für dich) klären, ob du der Person glaubst oder nicht, und wann ja, wann nicht. Kommunikation auf Basis von Zweifeln, Mißtrauen und Anschuldigungen hat keinen Sinn. Oder eben ein persönliches Gespräch, da merkt man meist, was Sache ist.


      Happy to be wrote:

      Und wenn dabei dann auch schon wieder diese Grübei auftaucht, wie etwas gemeint sein könnte, ein verdecktes Befehlen und Kritisieren auftaucht, dann passt hier ebenfalls etwas grundsätzlich nicht.
      Das sehe ich genauso, vor allem, wenn sich solche Situationen mehrfach wiederholen und auch nicht durch klärende Gespräche aus der Welt geschafft werden können. Dann bleibt nur die Entscheidung: Darüber hinwegsehen, und zwar langfristig, oder Kontakt einschränken/beenden/verändern.
      Wenn einem die Bezüge verlorengehen, wird das "All" zum "Nichts".

      The post was edited 2 times, last by Necroghoul7 ().

    • FruchtigBunt wrote:

      seven_of_nine wrote:

      Aber manche Leute kommunizieren so, ohne dass sie das irgendwie unfreundlich meinen, oder sie sind gerade in dem Moment gereizt, ohne, dass es was mit dir zu tun hat. Ich kenne mittlerweile die Kommunikationsstile von Familie und Freunden, und solange es alles so bleibt wie immer, bin ich mittlerweile ganz gelassen.
      @seven_of_nine
      Ja, das kann ich nachvollziehen. Die Person kommuniziert meiner Erfahrung nach (ich bin eine gute Beobachterin) so nur, wenn sie genervt bzw. gestresst ist. Normalerweise klingen die Sätze nicht so gereizt und befehlsmäßig, deshalb hatte mich das irritiert. Aber die Person behauptet, dass ich mir das alles nur einbilden würde und sie selbst am besten wüsste, wie etwas gemeint war. :?
      Ja, das ist wohl normal (oder zumindest häufig), dass man das dann eher leugnet und von sich weist, sowas wollen Menschen halt ungern zugeben.