Autistenfreundliche Alltagssachen

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    • TalkativeP wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      @TalkativeP
      Was sind eigentlich Noise-Cancelling Kopfhörer?
      Noise-Cancelling Kopfhörer blenden durch Gegenschall Umgebungsgeräusche aus. Es bleibt nur ein leichtes Rauschen, je nach Qualität. So kann man leise Musik hören, obwohl die Umgebung laut ist. Je gleichmäßiger der Lärm, desto besser klappt das. Mit normalen Kopfhörern höre ich immer noch zu viel von der Umgebung.
      Einfach mal die Modelle von Bose oder Sony ausprobieren.
      @TalkativeP
      Könnte man auch einfach gar keine Musik hören, also nur das leichte Rauschen mit diesen Kopfhörern?
    • Das Beste ist, noise-cancelling-Kopfhörer und dadrüber noch Kapselgehörschutz, sowas, was Bauarbeiter tragen - ist vielleicht etwas seltsam und auch etwas unbequem, aber dann ist wirklich alles total still. Zum Glück muss ich nicht mehr so viel Bahnfahren in Berlin, da hab ich das öfter gemacht, weil es sonst so anstrengend war.

      Noise-cancelling-Kopfhörer filtern hohe Frequenzen weniger gut (Frauenstimmen/Kinderstimmen hört man noch relativ stark), am besten werden tiefe Geräusche (Brummen, Rauschen) gefiltert. Bevor ich die hatte, habe ich Ohropax benutzt, das ist vom Effekt her ähnlich, aber nicht so schön einfach in der Handhabung. Jedenfalls gibt es Varianten, wenn das Geld für teure Technologie fehlen sollte.
      je länger ihr sie anseht, desto absurder erscheint die Welt... und jetzt erst... undjetzterst!

      Status: Irgendwo zwischen Autistin und Nichtautistin. Ziemlich kontextblind, exzentrisch und reizverarbeitungsgestört.
    • Ganz klar Suchmaschinen und Querverweise! Schnell, kostenlos, geduldig und tolerant gegenüber jeglichen Suchbegriffkombinationen. :thumbup:

      Tankstellen usw. ohne Menschenzubehör sind für mich leider nicht hilfreich, da ich dann keinen mehr zum Fragen habe, wenn nichts klappt. Außerdem...wo und wie soll ich dann überhaupt noch durch Zufall interessante Menschen in meiner Gegend kennenlernen?
      Wenn einem die Bezüge verlorengehen, wird das "All" zum "Nichts".
    • julai wrote:

      - Bibliotheken sind toll - schön ruhig.
      - Kapselgehörschutz und noise-cancelling-Kopfhörer nutze ich auch. Im Hörsaal kann ich sogar ein Kabel anschließen und über Kopfhörer das mithören, was der Dozent/die Dozentin sagt, wobei Nebengeräusche weggefiltert werden.
      - Eltern-Kind-Räume in der Uni darf ich auch nutzen bei Overloads, ich hab nachgefragt, die Uni ist da sehr zuvorkommend... ansonsten suche ich mir Verstecke, notfalls irgendeine Besenkammer oder so
      - Emails, alles was man online machen kann ohne Anrufen...
      - das Autism friendly Cinema in Potsdam (einmal im Monat ein Film unter autistenfreundlichen Bedingungen im Thalia)
      - der Ruhebereich im ICE (oder erste Klasse im Zug, müsste mensch nur das Geld für haben)
      - offene Kleiderschränke und Bücherschränke (die, wo mensch gebrauchte Sachen reinstellen und mitnehmen kann - ist ne super Alternative für Klamotten zum Second-Hand-Laden und um Bücher loszuwerden, statt sie mühselig zu verkaufen)
      - leise Fahrradklingeln ;)
      - unauffällige Stimmingsspielzeuge
      - WikiHow, um bestimmte Dinge über soziale Interaktion "nachzuschlagen"
      - Selbsthilfeforen statt Selbsthilfegruppen :d
      - in meiner Stadt gibt es sowas, das heißt Food Coop. Lebensmittel werden in Großpackungen bestellt und sind in einem Lager, in das jemand, der dazugehört, immer reinkann über einen Code für die Tür - 24 Stunden am Tag. Dann kann mensch sich ganz ruhig die benötigten Mengen für sich selbst abfüllen. Das klingt nach sehr stressfreiem Einkaufen, ich überlege gerade, da mitzumachen.
      Wie funktioniert das mit dem Kabel in der Uni? Das hätte mir mein Studium sehr erleichtert. Gibt es diese Möglichkeit auch noch irgendwo anders?

      Für mich: SB-Kassen, Stimming Spielzeuge, NC Kopfhörer, Sonnenbrille, Online Portale um Arzttermine zu machen(Erinnern sogar an den Termin per SMS), TimeTune(eine App um den Tag zu planen), DB-App, mein Partner(der für mich im Falle eines Falles die soziale Interaktion übernimmt), die Möglichkeit meinen Hausmeister per WhatsApp zu kontaktieren, die Möglichkeit meiner Ärztin Mails zu schicken
    • Das Internet sehe ich als die wichtigste Alltagserleichterung für Autisten und andere nicht ganz Mainstream-Menschen.
      Ohne das Internet hätte ich für viele meiner Auffälligkeiten wohl nie eine Erklärung gefunden. Und bei vielen Produkten wüsste ich gar nicht, wo ich sie offline kaufen sollte.

      Ein Smartphone finde ich auch sehr praktisch, um mich unterwegs zurechtzufinden, Zug-Verbindungen rauszusuchen, usw. Ich habe aber immer gern eine Reserve-Strategie, um nicht völlig aufs Smartphone angewiesen zu sein.
      Und inzwischen liebe ich Bluetooth-Kopfhörer, auch für daheim am PC. Man muss ihn zwar hin und wieder aufladen, aber dafür baumelt nicht immer ein Kabel am Arm rum.

      FruchtigBunt wrote:

      Ich war auch erstaunt, dass es heutzutage so etwas noch gibt, aber dort würde ich mir überlegen, als Kassiererin zu arbeiten. Hier, wo die Läden bis 24 Uhr teilweise aufhaben, nicht.
      Solange niemand zu den Spätschichten gezwungen wird, finde ich das schon okay. Manchen Mitarbeitern sind sie vermutlich auch ganz recht, zumindest wenn man nur einzelne Tage pro Woche Spätschicht hat.

      Ani wrote:

      Postboxen
      Oh ja, die DHL Packstation nutze ich auch gern. Toll finde ich auch, dass man darüber auch Pakete verschicken kann, ohne sich am Post-Schalter anstellen zu müssen.

      Und apropos Pakete: Bei eigentlich allen Versendern kann man heute einen Wunschtag für die Zustellung auswählen oder das Paket an einen Abholort schicken lassen. Damit kann man vermeiden, dass das Paket bei irgendeinem Nachbarn landet.
    • PC + Internet (+ Smartphone) sind für mich die wichtigsten autifreundlichen Dinge.

      Frage: Was würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?
      Meine Antwort: Rechner mit Internetzugang und Strom.
      ~ What the fuck is real life and where can I download it? ~
    • 65536 wrote:



      FruchtigBunt wrote:

      Ich war auch erstaunt, dass es heutzutage so etwas noch gibt, aber dort würde ich mir überlegen, als Kassiererin zu arbeiten. Hier, wo die Läden bis 24 Uhr teilweise aufhaben, nicht.
      Solange niemand zu den Spätschichten gezwungen wird, finde ich das schon okay. Manchen Mitarbeitern sind sie vermutlich auch ganz recht, zumindest wenn man nur einzelne Tage pro Woche Spätschicht hat.
      @65536

      Ich hätte vermutet, dass es Voraussetzung ist, auch Spätschichten zu machen, wenn man dort angenommen werden möchte. Meinst du, man kann sich auch dort bewerben und sagen, dass man nicht nach 20 Uhr arbeiten kann? Ich hätte jetzt wirklich vermutet, dass die mir dann einen Vogel zeigen würden und sagen "da warten 100 andere, die den Job wollen..." oder gibt es in dem Bereich mittlerweile auch Personalmangel und die gehen auf "Wünsche" der Bewerber ein?
    • FruchtigBunt wrote:

      Meinst du, man kann sich auch dort bewerben und sagen, dass man nicht nach 20 Uhr arbeiten kann?
      Versuchen kann man's wenigstens; warum nicht? Ob man den Job bekommt, hängt dann eben davon ab wie viele andere sich bewerben und für welche Zeiten der Laden am dringendsten Mitarbeiter braucht.
      In dem Bereich kenne ich mich aber absolut nicht aus.