Lächeln und Blicke

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    • Lächeln und Blicke

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      hallo.
      Es ist so, dass ich meine Mitmenschen meist anlächel das Gefühl habe das sie das aber irritiert und ich schaue sie meistens an. Arbeitskollegen.... ich glaub das irritiert sie sie schauen dann immer weg, manche gehen sogar weg was schon verletzend ist...

      Unterwegs in den öffentlichen, schaue ich eher weg und kann kaum den Blickkontakt aufrechthalten aber das sind ja auch fremde. Fühle mich dann aber ertappt und angestarrt, ziemlich oft. Meistens auch, weil ich versuche aus dem Fenster zu gucken, dabei Vögel und Bäume beobachte aber merke das die Leute neben mir nervöser werden oder zu mir blicken was mich dann nervös macht. Oder ihre handys weg packen und mich anstarren. Mich interessiert nur das Fenster, nichts anderes und da schaue ich permanent heraus...ansonsten verlegen nach unten oder lese dann.

      Kennt ihr das?
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      @larose

      Es kann sehr auf die Region in Deutschland ankommen, ob ein Lächeln erwidert wird oder nicht darauf reagiert wird. Im Ruhrgebiet wundert es mich jetzt ehrlich gesagt, dass die Arbeitskollegen nicht positiv darauf reagieren. Lächelst du vielleicht zu "unpassenden" Zeitpunkten, also wenn die anderen Leute gerade übelst gestresst sind? Das könnte erklären, dass sie in dem Moment nicht positiv auf ein Lächeln reagieren.
      Es könnte auch sein, dass dein Lächeln unnatürlich aussieht und z. B. wie ein Grinsen herüberkommt. Ich kenne jemanden, der sieht, wenn er lächelt (unecht lächelt) meist sehr verstörend aus. Lächelst du denn aus innerer Überzeugung, weil du glücklich bzw. offen gegenüber anderen bist oder gibt es eine Intention dabei?

      Unterwegs muss man Fremde z. B. im Bus nicht anschauen. Ich denke, auch da kommt es auf die Region bzw. darauf an, ob es auf dem Land oder in der Stadt ist. In der Großstadt finde ich es normal, wenn man gar niemanden anschaut, aber auch genauso, wenn man interessante Menschen anschaut oder flirtet etc. Vielleicht merken die Leute, dass du nervös bist und panisch darauf achtest, diese nicht anzustarren. Ich denke, es ist okay, auch in den Öffentlichen Leute mal anzugucken, nur sollte man die Leute nicht minutenlang beobachten, finde ich.
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      @larose

      Ja, das kenne ich, man fühlt sich wie auf freier Wildbahn und hat Angst, den Raubtieren, in die Augen zu blicken.
      Sie könnten sich angegriffen fühlen und zubeißen.
      Was ich in einem Video vor kurzem erfahren habe, ist, dass wenn man Menschen, die einen anstarren, auf die Füße starrt, macht sie das wahnsinnig.
      Also, wenn einer dich intensiv und unangenehm anstarrt, kannst du das versuchen.
      >>Die sittliche Freiheit macht allein den Menschen erst in Wahrheit zum Herrn über sich selbst; denn der Trieb der bloßen Begierde ist Sklaverei und der Gehorsam gegen das Gesetz, das man sich selber vorgeschrieben hat, ist Freiheit.<<

      Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778), Genfer Schriftsteller, Philosoph und Pädagoge; wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution
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      Hallo FruchtigBunt. Danke für deine Antwort. Mit der Region gebe ich dir Recht. Auch Länderabhängig, in Holland z.B kommt dies unter fremden tatsächlich besser an als im Pott, komisch. Manche schauen mich, wie z.B. meine Chefin direkt ausdruckslos komisch an oder böse, manchmal wirds erwidert...oder es liegt an mir, dass ich nicht imstande bin den Gesichtsausdruck richtig zu lesen. Ich habe eh oft das Problem dass ich Angst vor Blicken habe und wenn mich jemand böse anschaut total und noch nervöser werde. Mein Freund sagt schon öfters, dass derjenige nicht böse geguckt hat, ich nehme dies aber ganz anders wahr..hmm... Ob ich zu unpassenden Zeitpunkten lächel kann ich dir leider nicht sagen, wobei mir nur ein Punkt einfallen würde und zwar, dass ich oftmals ganz andere Dinge wahrnehme als andere Personen, dann lächele und meine Mitmenschen dann z.B. gerade sagen:" man der wirds im Leben schwer haben bezogen auf Kinder in einer Kita Gruppe... während ich sehe, wieviel Spaß sie haben oder ebenfalls die Spinne auf dem Boden sehe usw.... oder verstehen kann wieso sie Probleme mit dem stillsitzen aus unterschiedlichen Gründen haben.....

      aber wir sind ja alle immer gestresst, auf der Arbeit vor allem und ich bin auch ein immer gestresster Mensch und versuche dennoch stets positiv zu bleiben und lächele dann und bin eher so, dass ich mich nicht beschweren mag, nicht lästere usw...und daher lächelnd durch die Gegend laufe und versuche mich selbst zu motivieren (obwohls innen drinn oft anders aussieht)... udn klar zeigt ich auch mal meine schlechte Laune aber größtenteils lächele ich, wieso auch nicht? finds eher blöd den ganzen eine lange Miene zu ziehen und sich über alles zu beschweren.... Ob es unecht rüberkommt, kann ich dir nicht sagen, hat mir noch keiner gesagt. Ansonsten außerhalb habe ich beobachten können, dass es auch schon mal als flirt aufgefasst wird, was sehr unangenehm ist, da ich einfach nur überaus freundlich bin. Da gebe ich dir Recht mit dem minutenlangen beobachten. LG
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      Hi,
      ich denke, ich lächle auch oft. Manchmal vllt sogar, wenn ich es gar nicht merke, meine Einstellung ist da ähnlich, wie du es in deinem zweiten Posting beschreibst. Das Leute dann weggucken kenne ich allerdings eher nicht so, meistens wird zurück gelächelt oder ich werde angelächelt und erwidere das dann....wobei ich mir da nicht ganz sicher bin, ob ich, von mir selbst unbemerkt, den Anfang gemacht habe. Manchmal wenn ich spazierengehe,vmir jmd entgegenkommt und die Blicke sich kurz treffen wird auch gelächelt.....

      Ich kenne aber auch krampfhaftes Wege-Lächeln.....wenn ich irttiertt bin, die Stimmung im Raum aber positiv ist, lächle ich manchmal, trotz Unwohlsein, aus Solidarität, glaube ich oder wenn ich mir mein Unwohlsein nicht erklären kann und nicht anmerken lassen will, ich gucke dann ab und an auch, wie guckt jmd anderes u d versuche das zu adaptieren......aber auch npicht immer, manchmal ziehe ich mich dann auch etwas in mich zurück.....

      Mich wunderts eigentlich, dass mehrere Leute dein Lächeln nicht erwidern, das ist doch eher die natürliche Reaktion.....oder es liegt eben daran, dass gerade etwas nicht so freudiges besprochen wird und die Leute können dein Lächeln dann nicht einordnen, weil eure Wahrnehmungen sich so unterscheiden....
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      Cloudactive schrieb:

      @larose

      Ja, das kenne ich, man fühlt sich wie auf freier Wildbahn und hat Angst, den Raubtieren, in die Augen zu blicken.
      Sie könnten sich angegriffen fühlen und zubeißen.
      Was ich in einem Video vor kurzem erfahren habe, ist, dass wenn man Menschen, die einen anstarren, auf die Füße starrt, macht sie das wahnsinnig.
      Also, wenn einer dich intensiv und unangenehm anstarrt, kannst du das versuchen.
      ha ha, das mit den Füßen muss ich mal ausprobieren ;). Ist halt eine Form von Verunsicherungstaktik. Schaut man Menschen irgendwo auf einen bestimmten Punkt, und sie sind eh schon nicht unbedingt save mit sich, so werden sie unsicherer. Kenne ich ja leider von mir auch.^^
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      Kastanie schrieb:

      Hi,
      ich denke, ich lächle auch oft. Manchmal vllt sogar, wenn ich es gar nicht merke, meine Einstellung ist da ähnlich, wie du es in deinem zweiten Posting beschreibst. Das Leute dann weggucken kenne ich allerdings eher nicht so, meistens wird zurück gelächelt oder ich werde angelächelt und erwidere das dann....wobei ich mir da nicht ganz sicher bin, ob ich, von mir selbst unbemerkt, den Anfang gemacht habe. Manchmal wenn ich spazierengehe,vmir jmd entgegenkommt und die Blicke sich kurz treffen wird auch gelächelt.....

      Ich kenne aber auch krampfhaftes Wege-Lächeln.....wenn ich irttiertt bin, die Stimmung im Raum aber positiv ist, lächle ich manchmal, trotz Unwohlsein, aus Solidarität, glaube ich oder wenn ich mir mein Unwohlsein nicht erklären kann und nicht anmerken lassen will, ich gucke dann ab und an auch, wie guckt jmd anderes u d versuche das zu adaptieren......aber auch npicht immer, manchmal ziehe ich mich dann auch etwas in mich zurück.....

      Mich wunderts eigentlich, dass mehrere Leute dein Lächeln nicht erwidern, das ist doch eher die natürliche Reaktion.....oder es liegt eben daran, dass gerade etwas nicht so freudiges besprochen wird und die Leute können dein Lächeln dann nicht einordnen, weil eure Wahrnehmungen sich so unterscheiden....
      Hi Kastanie,

      schön das du auch oft lächelst :d . Das mit dem "gar nicht merken" kenne ich auch. Kopfkino o.ä. wo man anfängt einfach zu lächeln oder gar zu lachen passiert mir dann sogar... kann sogar echt schräg und peinlich werden..ich glaub das ist mein Problem...die Leute denken "die hat ein wech", so empfinde ich dann. Kann dann aber manchmal nicht anders, weils in meiner Vorstellung so lustig, schön ..wie auch immer ist... Dann hast du ja glück, dass die Leute bei dir zurücklächeln. Dann frag ich mich gerade, was ich falsch mache. Oder ob es überhaupt an mir liegt...naja vielleicht kommt man bei der Diagnostik ja drauf... das mit dem adaptieren kenn ich auch. Vielleicht kommts daher manchmal unecht rüber wie @FruchtigBunt es sagte.... aber wir können uns ja schlecht selbst beobachten...
      Eigentlich ist oft normal von der Stimmung her, nur das viele Kollegen mit sich selbst beschäftigt sind..dann komme ich lächelnd in den Raum und kriege keine Resonanz oder man dreht sich weg..manche lächeln allerdings zurück.. ich denke das ist Sympathie und man kann mich aufgrund meiner Andersartigkeit nicht leiden...denn die Körpersprache von einigen zeigen mir dies deutlich und das Verhalten....
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      Mir ist es jedenfalls noch nicht besonders aufgefallen, dass nicht zurück gelächelt wird, also, wenn nicht (was sicher vorkommt und vorgekommen ist), dann nicht in so einem Ausmaße das ich es als problematisch wahrgenommern habe....

      Ich meine, dass man sich beobachten kann, nicht zu 100 Prozent, aber gehen tut das schon, wenn man so eine Metaperspektive einnimmt. Das habe ich eigentlich immer so gemacht, zu mir meinte auch mal jemand "du musst mal aufhören, dich immer von aussen zu betrachten", ich hatte das nie erzählt, die Person scheint das irgendwie gespürt/bemerkt zu haben, dieses "sich von aussen beobachten" ist eine Art "Selbst"-kontrolle, führt aber, in der Tat dazu, dass man sich nicht auf Situationen einlässt, weil man ja mit Kontrolle beschäftigt ist. Mittlerweile tue ich das viel seltener, fühlt sich auch so an, als würde ich mich so eher mit meiner Umwelt verbinden können ( so die das denn auch will) allerdings läuft man dann eben auch Gefahr nicht gemocht oder missverstanden zu werden, Fehler zu machen, (unangenehm) aufzufallen, in sozialen Situationen überfordert zu sein.....weil alles spürbarer wird, wenn man die Kontrollfunktion weglässt.
      Aber darum geht es ja eigentlich nicht.

      Eigentlich ist es ja auch ganz gut, das nicht alle zurück lächeln, das ist dann authentisch (vllt auch nur Zufall), man muss es ja nicht über-interpretieren, so lange gewissen Umgangsformen eingehalten werden.
      Ich finde allerdings auch das schlechte Laune den Tag und den zwischenmenschlichen Umgang eher erschwert. Je nachdem wie schwerwiegend der Grund der Laune ist, kann man es doch manchmal auch lieber für sich behalten und die Zeit des Kontakts mit anderen positiv nutzen, der Laune die Chance geben, sich zu verbessern :d
      Ich, jedenfalls, mag lächelnde Menschen und gebe das Lächeln gern zurück.

      Überlege gerade mal, ob es Situationen gab, in denen ich durch ein Lächeln irritiert war...…. :roll:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kastanie ()

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      Ich habe gelernt, dass unterwegs Leute anlächeln, die grade gestresst wirken (sonst auch gerne) und die nicht grad mit was beschäftigt sind, meist dazu führt dass sie sich entspannen und zurücklächeln. Vom Aussehen her bin ich schon eher das, was manche Freak nennen würden, wegen meiner Zahnlücken, Übergewicht und selten brauchbaren Klamotten, aber das klappt trotzdem. Nicht immer, aber meistens.

      Es reagieren aber auch immer wieder Leute komisch auf mich, auch wenn ich mit denen nichts zu tun hatte und sie noch nicht mal angesehen habe. Entweder merken die dann meine zu dem Zeitpunkt meist ablehnende Stimmung und ich hab wieder irgendeine Körpersprache imitiert ohne zu wissen was ich da angeblich mit sagen will.
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      Da es sich bei deinen Arbeitskollegen und Mitmenschen sicherlich um Neurotypische handelt, ist die fehlende Erwiderung/Gegenseitigkeit in der Tat ein Alarmsignal. Ich kenne 2 mögliche Ursachen für das beschriebene Problem.
      1. Dein Lächeln scheint nicht authentisch. Es könnte aufgesetzt oder übertrieben erscheinen oder, was noch viel schlechter beurteilt wird - dein Lächlen vermischt sich mit einem weiteren Gesichtsausdruck, z.B. Nervosität oder Beklommenheit.
      2. Die Kollegen halten es nicht für plausibel/gerechtfertigt (Situation, Beziehung), dass du sie (exzessiv) anlächelst und sind genervt, weil du dich nicht auf sie einstellst. Es könnte vielleicht sogar als mangelnde Ernsthaftigkeit deinerseits, Schwäche oder einseitige, unberechtigte Bestimmung der Art eurer Beziehung gedeutet werden.
      Zur weiteren Ursachenforschung wäre zu klären:

      1. Feststellung der allgemeinen Lächelbereitschaft deiner Mitmenschen:
      Wie oft lächeln deine Mitmenschen von sich aus? bzw. Was für eine Grundstimmung haben sie?
      Wie häufig erwidern sie ein Lächeln, das nicht von dir kommt?

      2. Mängel am eigenen Ausdruck ausräumen:
      Wie wirkt dein Lächeln?
      Lächelst du nur leicht oder sehr breit mit Zurschaustellung vieler Zähne?
      Wie oft lächelst du? (deutlich mehr als andere Menschen?)
      Fühlst du dich dabei so erfreut, wie du erscheinen möchtest?
      Was fühlst du sonst noch dabei?

      3. Negative Voreingenommenheiten ergründen:
      Wieviele und welche Menschen lächlen nicht zurück?
      Haben diese Menschen schonmal zurückgelächelt?
      Wann und warum haben sie aufgehört?
      Wie gut ist die Beziehung zu den Menschen, die nicht zurück lächeln?
      Könnte die mangelnde Erwiderung situationsbedingt sein (Stress, falscher Kontext)? - du hast das ja schon eingeräumt, aber der Kontext kann ja nicht immer falsch sein
      In welchen Situationen hast du wirderholt das Gefühl, dein Lächeln irriertiert dein Gegenüber?
      Lässt du dich oft auf die Stimmung deines Gegenübers ein?
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      Mir ist eine Situation, bzw. Eine Person eingefallen, deren Lächeln mich irritiert hat.( larose, vielleicht bist du es..... :lol: *Scherz*) Und Puk, deine Antwort hat mir gerade geholfen meine Irritation in der Beziehung etwas besser zu ergründen u d ich könnte mir vorstellen, dass das Verhalten der Person in das Autismus Spektrum passen könnte. Das könnte manches erklären, muss aber nicht. Naja.....

      Da fällt mir noch was ein, ich glaube, ich Lächel nur wenn ich aktiv bin, also wenn ich spreche oder sich Blicke treffen, sonst habe ich, glaube ich, keinen Ausdruck oder man sieht mir mein aktuelles Gefühl an...(was auch ein Lächeln sein kann)

      Larose, dich habe ich so verstanden, dass du auch "inaktiv " lächelst...? Suchst du dann bewusst Blickkontakt? ist dein " normaler" Gesichtsausdruck einfach immer ein Lächeln?

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      Kastanie schrieb:

      Mir ist es jedenfalls noch nicht besonders aufgefallen, dass nicht zurück gelächelt wird, also, wenn nicht (was sicher vorkommt und vorgekommen ist), dann nicht in so einem Ausmaße das ich es als problematisch wahrgenommern habe....

      Ich meine, dass man sich beobachten kann, nicht zu 100 Prozent, aber gehen tut das schon, wenn man so eine Metaperspektive einnimmt. Das habe ich eigentlich immer so gemacht, zu mir meinte auch mal jemand "du musst mal aufhören, dich immer von aussen zu betrachten", ich hatte das nie erzählt, die Person scheint das irgendwie gespürt/bemerkt zu haben, dieses "sich von aussen beobachten" ist eine Art "Selbst"-kontrolle, führt aber, in der Tat dazu, dass man sich nicht auf Situationen einlässt, weil man ja mit Kontrolle beschäftigt ist. Mittlerweile tue ich das viel seltener, fühlt sich auch so an, als würde ich mich so eher mit meiner Umwelt verbinden können ( so die das denn auch will) allerdings läuft man dann eben auch Gefahr nicht gemocht oder missverstanden zu werden, Fehler zu machen, (unangenehm) aufzufallen, in sozialen Situationen überfordert zu sein.....weil alles spürbarer wird, wenn man die Kontrollfunktion weglässt.
      Aber darum geht es ja eigentlich nicht.

      Eigentlich ist es ja auch ganz gut, das nicht alle zurück lächeln, das ist dann authentisch (vllt auch nur Zufall), man muss es ja nicht über-interpretieren, so lange gewissen Umgangsformen eingehalten werden.
      Ich finde allerdings auch das schlechte Laune den Tag und den zwischenmenschlichen Umgang eher erschwert. Je nachdem wie schwerwiegend der Grund der Laune ist, kann man es doch manchmal auch lieber für sich behalten und die Zeit des Kontakts mit anderen positiv nutzen, der Laune die Chance geben, sich zu verbessern :d
      Ich, jedenfalls, mag lächelnde Menschen und gebe das Lächeln gern zurück.

      Überlege gerade mal, ob es Situationen gab, in denen ich durch ein Lächeln irritiert war...…. :roll:
      Ja, man kann sich in gewissen Maße beobachten, sich versuchen zu zügeln...es werden aber Fehler gemacht werden, da man halt nicht alles immer unter Kontrolle haben kann.
      Stimmt, man lässt sich nicht auf Situationen ein und muss dann damit, wie du schon sagst, damit rechnen nicht gemocht oder missverstanden zu werden aber das ist das Leben und keiner ist Perfekt auch wenn einige so-tun-als-ob.

      Richtig, dann zeigt man wie es einem geht. Mir geht dabei nur auf den Sack( den ich nicht habe *lach*), dass alle es ständig zu jeder Zeit und überall tun und einen nicht dabei in Ruhe lassen, daher meine Worte, dass ich überwiegend auch lächel und gut drauf bin und es zumindest versuche...Einstellungssache.
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      A Fistfull of Datas schrieb:

      Ich habe gelernt, dass unterwegs Leute anlächeln, die grade gestresst wirken (sonst auch gerne) und die nicht grad mit was beschäftigt sind, meist dazu führt dass sie sich entspannen und zurücklächeln. Vom Aussehen her bin ich schon eher das, was manche Freak nennen würden, wegen meiner Zahnlücken, Übergewicht und selten brauchbaren Klamotten, aber das klappt trotzdem. Nicht immer, aber meistens.

      Es reagieren aber auch immer wieder Leute komisch auf mich, auch wenn ich mit denen nichts zu tun hatte und sie noch nicht mal angesehen habe. Entweder merken die dann meine zu dem Zeitpunkt meist ablehnende Stimmung und ich hab wieder irgendeine Körpersprache imitiert ohne zu wissen was ich da angeblich mit sagen will.
      Ja wunderbar. Ich kenne dies häufig von älteren Menschen, die noch vermehrt zurücklächeln. Ich glaube bei denen traue ich mich aber auch mehr hinzuschauen und zu lächeln. Manche schauen dennoch versteinert, haben aber auch viel erlebt.,.. Ja, was du da beschreibst, kenne ich. Wenn mich jemand nett anlächelt, dann gehts einem doch gleich viel besser :)
      Hmm, komisch das ist deine Vorstellung von Freak? Interessant. Deine letzte Beschreibung könnte vielleicht etwas damit zu tun haben. Denn was man ausstrahlt, kommt ja bekanntlich auf einen zurück. Das muss ich mir wohl auch noch mal selbst sagen ;) Grüße
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      Puk schrieb:

      Da es sich bei deinen Arbeitskollegen und Mitmenschen sicherlich um Neurotypische handelt, ist die fehlende Erwiderung/Gegenseitigkeit in der Tat ein Alarmsignal. Ich kenne 2 mögliche Ursachen für das beschriebene Problem.
      1. Dein Lächeln scheint nicht authentisch. Es könnte aufgesetzt oder übertrieben erscheinen oder, was noch viel schlechter beurteilt wird - dein Lächlen vermischt sich mit einem weiteren Gesichtsausdruck, z.B. Nervosität oder Beklommenheit.
      2. Die Kollegen halten es nicht für plausibel/gerechtfertigt (Situation, Beziehung), dass du sie (exzessiv) anlächelst und sind genervt, weil du dich nicht auf sie einstellst. Es könnte vielleicht sogar als mangelnde Ernsthaftigkeit deinerseits, Schwäche oder einseitige, unberechtigte Bestimmung der Art eurer Beziehung gedeutet werden.
      Zur weiteren Ursachenforschung wäre zu klären:

      1. Feststellung der allgemeinen Lächelbereitschaft deiner Mitmenschen:
      Wie oft lächeln deine Mitmenschen von sich aus? bzw. Was für eine Grundstimmung haben sie?
      Wie häufig erwidern sie ein Lächeln, das nicht von dir kommt?

      2. Mängel am eigenen Ausdruck ausräumen:
      Wie wirkt dein Lächeln?
      Lächelst du nur leicht oder sehr breit mit Zurschaustellung vieler Zähne?
      Wie oft lächelst du? (deutlich mehr als andere Menschen?)
      Fühlst du dich dabei so erfreut, wie du erscheinen möchtest?
      Was fühlst du sonst noch dabei?

      3. Negative Voreingenommenheiten ergründen:
      Wieviele und welche Menschen lächlen nicht zurück?
      Haben diese Menschen schonmal zurückgelächelt?
      Wann und warum haben sie aufgehört?
      Wie gut ist die Beziehung zu den Menschen, die nicht zurück lächeln?
      Könnte die mangelnde Erwiderung situationsbedingt sein (Stress, falscher Kontext)? - du hast das ja schon eingeräumt, aber der Kontext kann ja nicht immer falsch sein
      In welchen Situationen hast du wirderholt das Gefühl, dein Lächeln irriertiert dein Gegenüber?
      Lässt du dich oft auf die Stimmung deines Gegenübers ein?
      Hi Puk. Ohje, Alarmsignal hört sich ja nicht sehr berauschend an.

      Hmm, interessante Ansätze. Jetzt ist das schon eher eine Art Fragebogen-Diagnostik :-p
      Aber direkt mal die Gegenfrage. Wieso sollte ich mich auf Menschen einstellen, die sich nur für sich selbst interessieren (ständig nur von sich erzählen wie toll alles ist oder was alles scheisse läuft) und nur mit sich selbst beschäftigen und nur (arbeite ich in Gruppe A....dann interagiert Mitarbeiter X nur mit Mitarbeiter Y), obwohl ich oft genug Anläufe unternehme. Aber ich weiß ja wo das Problem liegt, wir haben halt unterschiedliche Interessen und ich mag es nicht small talk zu führen, mich über andere Mitarbeiter negativ zu äußern, außer es ist ein Fakt und ich habe denjenigen selber darüber aufgeklärt was ich an ihm oder einer Sache nicht gut finde, usw... also sowas beispielsweise.... also eine Beziehung?? Haben wir nicht. Wieso auch? Dieses herumgekuschel ist nichts für mich. Das sind schließlich Arbeitskollegen. Für mich ist Arbeit, Arbeit. Aber dennoch, muss ich ja mit ihnen zusammenarbeiten und kann den Menschen doch freundlich entgegenkommen und sie anlächeln ohne gleich heuchlerisch eine Freundschaft vorzugaukeln, die ich ja nicht will. Es geht mir nur um fachlichen Austausch. Hin und wieder ev. auch mal kleinere andere Themen, klar kommt auch mal vor wenns sein muss.

      Die Grundstimmung meiner Arbeitskollegen..Hmm schwankt... mal gut, meistens aber so "kein-bock" Stimmung da sie ja arbeiten müssen. Wie wir alle halt. Ich hab ja auch kein Bock und würd lieber meinen Hobbys nachgehen, geht nur leider nicht. Also bin ich da und nehme meinen Job ernst und mache ihn richtig und hab bock, bin motiviert. Sie erwidern je, nachdem wo ich gerade, arbeite das lächeln von anderen oft. Meins ja auch manchmal. Aber ich hab das Gefühl oft, wie gesagt, auch nicht.

      2. Was ist das für eine Frage?
      Woher soll ich wissen wie mein lächeln wirkt? ...
      Es kommt ja auch auf meine Stimmung an oder. Mal mit Zähne, mal ohne.. Ja deutlich mehr als andere, bin wie gesagt ein fröhlicher Mensch der keine Lust auf Stimmungskiller und Jammerlappen hat, die sich über alles beschweren aber nichts dagegen unternehmen ;) fühle mich glaube manchmal mehr in der Lage es zu zeigen unter den Menschen, wo ich mich auch sicherer fühle. Denke es geht vielen so.
      3. Keine Ahnung, ich zähle sie nicht mit. Menschen die schlecht gelaunt sind anscheinend oder mich nicht mögen oder irritiert sind vielleicht?
      Es könnten sämtliche Gründe ein Grund sein, hehe.
      Wenn ich ein Vieraugen Gespräch suche, z.B. zu den Menschen herantrete oder irgendwo in den Raum komme..... wenn die Stimmung positiv ist, dann meistens.. Wenn sie negativ ist, dann versuche ich sie dringlichst zu vermeiden, schaffe es aber auch nicht immer..ich fühle Stimmungen leider ziemlich stark,...keine Ahnung woran das liegt..

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      Kastanie schrieb:

      Mir ist eine Situation, bzw. Eine Person eingefallen, deren Lächeln mich irritiert hat.( larose, vielleicht bist du es..... :lol: *Scherz*) Und Puk, deine Antwort hat mir gerade geholfen meine Irritation in der Beziehung etwas besser zu ergründen u d ich könnte mir vorstellen, dass das Verhalten der Person in das Autismus Spektrum passen könnte. Das könnte manches erklären, muss aber nicht. Naja.....

      Da fällt mir noch was ein, ich glaube, ich Lächel nur wenn ich aktiv bin, also wenn ich spreche oder sich Blicke treffen, sonst habe ich, glaube ich, keinen Ausdruck oder man sieht mir mein aktuelles Gefühl an...(was auch ein Lächeln sein kann)

      Larose, dich habe ich so verstanden, dass du auch "inaktiv " lächelst...? Suchst du dann bewusst Blickkontakt? ist dein " normaler" Gesichtsausdruck einfach immer ein Lächeln?
      Ha ha. sehr witzig :) Aber dazu musst du mich ja gesehen haben. Nee ist mir schon klar, ich weiß auch nicht weshalb ich es extra erwähnen muss.
      Ui das weiß ich nicht. Jetzt wo du fragst, muss ich überlegen und glaube eher nicht. Denke eher wenn ich auf Menschen zugehe. Inaktiv lächeln ? Das muss ich mir erstmal vorstellen.
      Wenn dann Situationen vielleicht noch, in denen man lächelt, weil man etwas witziges im Kopf hat und dann lächelt etc.. meinst du das vielleicht? Aber das ist ja auch nicht ständig.
      Nein, mir wurde im Gegenteil gesagt und ich konnte anhand von Videomaterial sehen, dass ich oft gar keine Mimik habe. Das war sehr erschreckend und traurig für mich.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von larose ()

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      @larose
      @FruchtigBunt

      Ich finde auch, dass es einen großen Unterschied zwischen dem Ruhrgebiet (da bin ich geboren und aufgewachsen) und z.B. Bayern, aber auch Hessen gibt.

      Ich war eigentlich ein stilles (wenn man mich in Ruhe ließ), höfliches und freundliches Kind. In der Nachbarschaft kannte jeder jeden und dadurch kannten (und mochten) auch alle mich.
      So war es schon immer normal, (ehrlich!) freundlich zu lächeln und auch kurz zu grüßen, wenn man jemandem auf der Straße begegnete. Da ich mir bei Personen, die ich nicht oft sah, manchmal nicht sicher war, ob ich sie kenne, grüßte ich auch oft Menschen, die ich gar nicht kenne und das habe ich als Erwachsene so beibehalten. In den meisten Fällen grüßen und lächeln sie zurück, nur in den seltensten Fällen gucken und sind sie irritiert.

      In Bayern scheint dies eher eine (Un-)Sitte zu sein, so dass ich es doch reduziert habe, was ich schade finde. Da mich dieser Kulturwechsel beim Umzug doch mehr fordert, als ich gedacht hätte, bin ich leider oft nicht mehr so unbeschwert wie früher, so dass es für mich weniger Anlässe gibt, "einfach so" Leute anzulächeln. Für die KassiererInnen in unseren Supermärkten und Bäckereien habe ich aber meistens ein kurzes Lächeln und den Wunsch (schönen Tag, schönes Wochenende) übrig, was in der Regel auch erwidert wird.
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      Knanmel schrieb:

      Ich finde auch, dass es einen großen Unterschied zwischen dem Ruhrgebiet (da bin ich geboren und aufgewachsen) und z.B. Bayern, aber auch Hessen gibt.
      Geht mal nach Berlin. :d
      >>Die sittliche Freiheit macht allein den Menschen erst in Wahrheit zum Herrn über sich selbst; denn der Trieb der bloßen Begierde ist Sklaverei und der Gehorsam gegen das Gesetz, das man sich selber vorgeschrieben hat, ist Freiheit.<<

      Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778), Genfer Schriftsteller, Philosoph und Pädagoge; wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution
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      Cloudactive schrieb:


      Was ich in einem Video vor kurzem erfahren habe, ist, dass wenn man Menschen, die einen anstarren, auf die Füße starrt, macht sie das
      wahnsinnig.
      Also, wenn einer dich intensiv und unangenehm anstarrt, kannst du das versuchen.
      Das ist ja ein lustiger Tipp. :) Das werde ich bei Gelegenheit mal versuchen. Wahrscheinlich fühlen sie sich dann nicht beachtet und werden wütend, oder warum könnte das helfen? :roll:
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      Knanmel schrieb:

      So war es schon immer normal, (ehrlich!) freundlich zu lächeln und auch kurz zu grüßen, wenn man jemandem auf der Straße begegnete. Da ich mir bei Personen, die ich nicht oft sah, manchmal nicht sicher war, ob ich sie kenne, grüßte ich auch oft Menschen, die ich gar nicht kenne und das habe ich als Erwachsene so beibehalten. In den meisten Fällen grüßen und lächeln sie zurück, nur in den seltensten Fällen gucken und sind sie irritiert.


      In Bayern scheint dies eher eine (Un-)Sitte zu sein, so dass ich es doch reduziert habe, was ich schade finde. Da mich dieser Kulturwechsel beim Umzug doch mehr fordert, als ich gedacht hätte, bin ich leider oft nicht mehr so unbeschwert wie früher, so dass es für mich weniger Anlässe gibt, "einfach so" Leute anzulächeln. Für die KassiererInnen in unseren Supermärkten und Bäckereien habe ich aber meistens ein kurzes Lächeln und den Wunsch (schönen Tag, schönes Wochenende) übrig, was in
      der Regel auch erwidert wird.
      @Knanmel
      Darf ich fragen, ob du in Bayern auf dem Land oder in der Stadt so wenig Resonanz auf dein Lächeln bekommen hast?
      Ich habe bis jetzt mit Abstand im Osten Deutschlands (Dresden, Chemnitz) die meiste Resonanz auf mein Lächeln bekommen. Dort haben mich Leute sogar angelächelt, wenn sie mich nur gesehen haben als ich den Mund aufmachte und sich minutenlang wie eine Omi oder Mutti um mich gekümmert :o So eine Herzenswärme hatte ich früher noch nie irgendwo erlebt. Ich glaube, bei diesen Menschen sprang eine Art "Kindchen-Schema" an. Ich habe wohl teilweise eine sehr hilflose und tapsige Ausstrahlung. Anderswo werde ich deswegen eher untergebuttert.
      Stimmt. Im Ruhrpott lächelte man mich weniger an, aber die Leute waren von der Ausstrahlung her offen und nahmen mich wahr. Und wenn ich Kontakt suchte, wurde mir auch direkt kumpelhaft und hilfsbereit begegnet und man interessierte sich für mich.
      Ja, und Berlin ist eine Welt für sich :lol: :lol: Da hatte ich immer das Gefühl, dass die Leute kratzbürstig sind und wenn sie grad schlecht drauf sind, kriegste auf dein Lächeln ein "wat guckste so doof, heut noch nichts zu fressen gehabt, wa." zurück oder sowas in der Art. :lol: :lol: Aber ich liebe die Ehrlichkeit der Menschen dort.
      Die schlimmsten Erfahrungen habe ich bisher in Norddeutschland gemacht (zur Beruhigung: Es handelte sich um eine spezielle Region, in anderen Regionen im Norden war es gerade noch erträglich, aber auch nicht toll für mich). Die stoische bzw. gleichgültige Art der Menschen beeinträchtigte mich so sehr, dass ich schwere Depressionen deswegen bekam. Wenn ich höflich war und Leute auf dem Bürgersteig oder an einer engen Stelle durchließ und lächelte, wenn ich gute Laune hatte und lächelte, egal was: Ich wurde immer ignoriert und die Leute schauten mich wie seelenlose Klötze an. Ich habe jedesmal einen Stich ins Herz bekommen ob dieser Seelenlosigkeit. Bis ich irgendwann beschlossen habe, mich abzuschotten gegen diese Lieblosigkeit. Wenn mich dann doch mal jemand anlächelte (wahrscheinlich ein Auswärtiger) und ich hinter meiner Mauer saß, ärgerte ich mich darüber. Aber es ging einfach nicht mehr, mich ganz normal zu öffnen und jedesmal so abgewiesen zu werden.


      In Hessen habe ich die Erfahrung gemacht, dass meist ein Lächeln zurückkam, aber die Leute von sich aus wenig lächeln. Und in Bayern erlebte ich die Menschen auch als offen und aufmerksam, aber weniger lächelbereit.

      Ich kann vollkommen nachvollziehen, dass dir dieser Kulturwechsel zu schaffen macht.