Blickkontakt

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Blickkontakt

      Nun lese zumeist, dass Ihr alle Probleme mit dem Blickkontakt halten habt. Mein Problem ist, dass ich nicht wegsehen kann. Mein Gegenüber empfindet das als Dominanz, in Gesprächen sehe ich meinen Gesprächspartner pausenlos an, sie fühlen sich angestarrt, das mache ich aber nicht, ich versuche nur sie zu verstehen.
      Bin ich alleine damit?
    • Also ich gehöre definitiv zu denn Wegschauern. Ich kann gar nicht klar denken, wenn ich direkt jemanden anblicke, geschweige denn vernünftig kommunizieren. Das irritiert mich so sehr... . Mache das nur, wenn es unbedingt sein muss. Z.B. In Bewerbungsgesprächen.
    • Ich hätte bis vor kurzem von mir behauptet kein Problem mit Blickkontakt zu haben aber seit ich vermehrt darauf achte fällt mir auf das ich immer schnell wieder wegschaue und gefühlt an den Leuten vorbei rede.

      Blickkontakt ist mir nach wenigen Sekunden unangenehm und meine Augen fangen an zu "wandern".
    • Sesambrot schrieb:

      Ich hätte bis vor kurzem von mir behauptet kein Problem mit Blickkontakt zu haben aber seit ich vermehrt darauf achte fällt mir auf das ich immer schnell wieder wegschaue und gefühlt an den Leuten vorbei rede.

      Blickkontakt ist mir nach wenigen Sekunden unangenehm und meine Augen fangen an zu "wandern".
      Ja, geht mir auch so.
      Allerdings habe ich mir für bestimmte Dinge wie eine Art "Protokoll" antrainiert, wann ich jemanden wie anschauen sollte. Die meiste Zeit klappt das ganz gut, obwohl es mir auch super unangenehm ist, mit jemandem wirklich Blickkontakt zu halten.......meistens läuft das bei mir dann aber doch so, dass ich beim Zuhören die Person immer wieder ansehe (nicht zu lange, sonst neige ich auch zum Starren) und beim Sprechen eher wegschaue, damit ich mich besser auf meine Gedanken konzentrieren kann.

      @Loquella, die "Regeln" für Blickkontakt sind im Grunde eigentlich immer gleich. Nur Wegzuschauen wird schnell als Desinteresse oder Unkonzentriertheit aufgefasst. Zu intensives Starren irritiert den Gesprächspartner aber auch schnell. Da hilft es, wenn man hin und wieder den Blickkontakt unterbricht, indem man den Blick immer wieder kurz senkt oder woandershin richtet. Theoretisch könntest du auch den Nasenrücken einer Person anvisieren, wenn dein Blick in die Augen generell als zu intensiv wahrgenommen wird. Da musst du vielleicht ein bisschen ausprobieren, womit du besser zurechtkommst. Vielleicht hast du ja die Möglichkeit, das zu üben?

      absolventa.de/karriereguide/koerpersprache/blickkontakt
      Hier sind ein paar Sachen aufgeführt, die dir vielleicht Anregungen geben.
    • Ich habe mir antrainiert die Leute anzuschauen, aber nicht weil ich das wirklich möchte. Es lenkt mich ab, ich kann mich nicht mehr konzentrieren, ich weiß nicht mehr, was ich grad gesagt habe und vieles von dem, was sie mir dann erzählen, bleibt nicht hängen. Ich empfinde den Augenkontakt als unglaublich anstrengend und ermüdend, vielleicht sogar viel anstrengender als den Rest einer sozialen Situation. Es geht einigermaßen gut, wenn ich zb. beim Bäcker ein Brot bestelle und die Verkäuferin ein, zwei Sätze sagt, das ist nicht wirklich stressig, aber als ich letztens das erste Mal mit meinem neuen Chef gesprochen habe, konnte ich mich hinterher an nichts aus dem Gespräch erinnern, außer, dass er mir extrem lange in die Augen gestarrt hat. Ich kann mich daran erinnern, dass ich schon immer darüber nachgedacht habe, wie unangenehm mir der Blickkontakt ist, selbst damals in der Schule schon und ich war auch oft am Grübeln, ob es den anderen Menschen auch so geht.
    • Meint ihr mit "Starren" Mustern bzw. Betrachten? Ich mache das gern bei Leuten, ich schaue mir ihre Gesichter an, wie man in einer Ausstellung ein Bild betrachtet und darüber sinniert. Das führt dann lustigerweise dazu, daß man sich wechselseitig anschaut, weil ich fast schuldbewußt wegschaue, wenn derjenige Blickkontakt aufbaut oder mein Betrachten sonstwie auffällig sein könnte. Deshalb mustere ich Leute auch gern etwas von der Seite oder wenn sie selbst nicht nonverbal mit mir kommunizieren (das sind mitunter nur Sekunden).
      Wenn ich dann mitunter versuche, auf die Mimik bewußt zu reagieren, dann merke ich plötzlich, daß ich nicht mehr mitkriege, was derjenige zuletzt gesagt hat, als wäre mein Hirn zu klein, um gleichzeitig Bild und Ton zu verarbeiten.

      Loquella schrieb:

      in Gesprächen sehe ich meinen Gesprächspartner pausenlos an, sie fühlen sich angestarrt
      Mir wurde das früher manchmal auch gesagt, also daß ich zu lange schaue, das wurde dann auch leider entweder als Provokation oder als Flirtversuch gewertet. Ich weiß nicht, ob es nur auffällt, wenn man die Augenpartie der Leute betrachtet oder wenn man allgemein irgend einen Teil des Kopfes betrachtet, oder auch, wenn man überhaupt etwas an der Person betrachtet (Schmuck, Kleidungsfalten, Hauttextur).

      Cael schrieb:

      wie unangenehm mir der Blickkontakt ist
      Blickkontakt an sich ist mir nicht unangenehm, nur die sozialen Folgen daraus, weshalb ich mittlerweile Blickkontakt mehr meide als früher. :sarcasm:


      Loquella schrieb:

      ich versuche nur sie zu verstehen.
      Ist das dein Hauptmotiv, Leute anzustarren? Ich finde Augen interessant, aber zu verstehen ist da nichts. Ich gucke mir manchmal gern die Linien und Farben an und zeichne sie gedanklich nach. Ich kann hinterher die Augenfarbe und völlig unwichtige Einzelheiten des Gesprächspartners benennen, aber so augenfällige Dinge wie die Hemdfarbe entgehen mir oft.
      Wenn einem die Bezüge verlorengehen, wird das "All" zum "Nichts".

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Necroghoul7 ()

    • Cael schrieb:

      Ich habe mir antrainiert die Leute anzuschauen, aber nicht weil ich das wirklich möchte. Es lenkt mich ab, ich kann mich nicht mehr konzentrieren, ich weiß nicht mehr, was ich grad gesagt habe und vieles von dem, was sie mir dann erzählen, bleibt nicht hängen. Ich empfinde den Augenkontakt als unglaublich anstrengend und ermüdend, vielleicht sogar viel anstrengender als den Rest einer sozialen Situation.
      Genau so empfinde ich das auch! Wenn ich nicht hingucken muss, ist mir der Kontakt deutlich angenehmer. Zum Glück nehmen mir meine nächsten Bekannten das schon lange nicht mehr übel. Bei Fremden sieht das aber wohl anders aus. Ich finde es unglaublich schwierig neue Kontakte zu knüpfen.
    • Neu

      Necroghoul7 schrieb:

      Ist das dein Hauptmotiv, Leute anzustarren? Ich finde Augen interessant, aber zu verstehen ist da nichts. Ich gucke mir manchmal gern die Linien und Farben an und zeichne sie gedanklich nach. Ich kann hinterher die Augenfarbe und völlig unwichtige Einzelheiten des Gesprächspartners benennen, aber so augenfällige Dinge wie die Hemdfarbe entgehen mir oft.
      Mmmh, ob es mein Hauptmotiv ist? Ich weiß nicht wie mein Gegenüber ist und ich versuche schon zu verstehen, scheitere aber damit.
      Augen sind interessant, ja und ganz besonders Falten.
    • Neu

      Necroghoul7 schrieb:

      Ich mache das gern bei Leuten, ich schaue mir ihre Gesichter an, wie man in einer Ausstellung ein Bild betrachtet und darüber sinniert. Das führt dann lustigerweise dazu, daß man sich wechselseitig anschaut, weil ich fast schuldbewußt wegschaue, wenn derjenige Blickkontakt aufbaut oder mein Betrachten sonstwie auffällig sein könnte. Deshalb mustere ich Leute auch gern etwas von der Seite oder wenn sie selbst nicht nonverbal mit mir kommunizieren (das sind mitunter nur Sekunden).
      Das kenne ich gut. Also Leute betrachten... Fast wie Gemälde, als könne man allein daher etwas über die Person erfahren. Ich kann mich diesbezüglich an einige Situationen erinnern in denen die betrachtete Person das bemerkt hat und mich dann angelächelt hat, womit ich im ersten Moment immer komplett überfordert war und weggeschaut habe. Einige Sekunden später fällt mir dann ein "verdammt du hättest zurücklächeln können/sollen" aber bis dahin ist es dann immer zu spät. :oops:
    • Neu

      Necroghoul7 schrieb:

      Mustern bzw. Betrachten? Ich mache das gern bei Leuten, ich schaue mir ihre Gesichter an, wie man in einer Ausstellung ein Bild betrachtet und darüber sinniert. Das führt dann lustigerweise dazu, daß man sich wechselseitig anschaut, weil ich fast schuldbewußt wegschaue, wenn derjenige Blickkontakt aufbaut oder mein Betrachten sonstwie auffällig sein könnte. Deshalb mustere ich Leute auch gern etwas von der Seite oder wenn sie selbst nicht nonverbal mit mir kommunizieren (das sind mitunter nur Sekunden).
      Genau.
      Und heute bei der Tagung hatte ich den Eindruck, dass das so manche machen.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )

      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater
    • Neu

      Linnea schrieb:

      hatte ich den Eindruck, dass das so manche machen.
      Stimmt, ich habe allerdings den Eindruck, daß die meisten Normalen sich nur Leute näher betrachten, die sie besonders sympathisch/unsympathisch, attraktiv/abstoßend finden, ich wähle die Objekte dagegen eher Einzelheiten aus (z.B. wenn jemand eine interessante Nase hat).
      Wenn einem die Bezüge verlorengehen, wird das "All" zum "Nichts".
    • Neu

      Necroghoul7 schrieb:

      Stimmt, ich habe allerdings den Eindruck, daß die meisten Normalen sich nur Leute näher betrachten, die sie besonders sympathisch/unsympathisch, attraktiv/abstoßend finden, ich wähle die Objekte dagegen eher Einzelheiten aus (z.B. wenn jemand eine interessante Nase hat).
      Kann sein..ich gucke auch wegen Interessantheit sowie natürlich Sympathie, aber auch Antipathie. Also irgendetwas stark Interesse erweckendes.

      Ich meinte auch mit meiner Bemerkung, dass auch einige Aspies das so machen. :nod:
      Einer starrt sogar die Leute intensiv an, die ihn interessieren. Schon fast unheimlich. Der ist allerdings dann ja kein Hin-und-fixwiederweggucker.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )

      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater
    • Neu

      Ich hatte es auch unklar formuliert.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )

      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater