Frage an alle weiblichen Aspies hier

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    • ilaria schrieb:

      sachlich, direkt, ohne grosse Emotionen, konsequent
      Eher so. Ob das jetzt männlich oder weiblich ist, mag ich nicht beurteilen. Ich bin sehr sachorientiert, wenig "be- und empfindlich" und sehr löstungsorientiert und auch konsequent.

      Emotionen anderen Menschen gegenüber habe ich dann, wenn ich ihn/sie sehr mag. Dann bin ich einfühlsam und mitfühlend. Sonst ist das eher so, als wäre mein Verstand von den Emotionen abgekoppelt. Ich weiß, was ich eigentlich fühlen müsste, fühle es aber nicht.
      Ich bin keine, die sich immer kümmern muss. Ich bin kein mütterlicher Typ und keine "Versorgerin". Ich helfe sehr gerne, aber eben auch nur denen, die mir vertraut und wertvoll sind. Ansonsten bin mehr als genug damit beschäftigt, mit mir selbst und meinem Kram klarzukommen.
    • Neu

      ilaria schrieb:

      Ich hab mal ne Frage an alle weiblichen Aspies hier.

      Wie reagiert ihr in alltäglichen Situationen/ Problemen bzw. wie seid ihr generell gepolt. Eher typisch weiblich ( emotional, gefühlsbetont, feinfühlig, empfindsahm. aufopfernd, herzlich ) oder eher maskulin ( sachlich, direkt, ohne grosse Emotionen, konsequent ) ?

      Mir fällt das gerade selbst immer wieder auf wie sehr bei mir die maskuline Seite dominiert und mit dem Alter auch immer stärker wird.

      Bei mir ist das Verhältnis männlich : weiblich inzwischen gefühlt bei 80 : 20

      Wie ist das bei Euch so?

      ich bin eine Frau - daher ist jede meine Reaktionen per Definition weiblich :prof:

      ich war als Mädchen das , was man einen Tomboy nennt - Papas Junge :lol:
      und habe geheult, wenn ich Röcke anziehen sollte.
      Man hat mich noch bis 15, 16 für einen Jungen gehalten.

      Typisches Weibchenverhalten habe ich nicht drauf, ich bin beispielsweise keine sonderlich tolle Hausfrau.

      Anderseits halte ich das für Klischees: Wer sagt überhaupt, wie Frauen oder Männer sind ?
      ich halte Männer für äußerst emotional
      liegt vielleicht auch daran, dass ich teilsweise spanisch sozialisiert wurde ,

      Die Emotionalität schließt Männlichkeit nicht aus, der typische Macho ist sogar äußerst emotional und launisch .....



      Leseratte schrieb:

      Wenn Männer ein Problem haben, versuchen sie es selbst zu klären. Wenn ein Freund ein Problem hat, werden Lösungen angeboten. Danach kann man sich wieder interessanten und wichtigen Dingen widmen. Wie Fußball.


      Wenn Frauen ein Problem haben, müssen sie mit anderen darüber reden - sich Bestätigung und Mitgefühl holen und geben. Für sie ist das eine gruppen- und vertrauensbildende Maßnahme. Wie Fellpflege.
      Nach diesem Bild bin ich "männlich" - extrem lösungsorientiert - und ganz oft erstaunt, wenn gar keine Lösung gewünscht wird. :lol:
      Ich dachte , das ist wieder so was Soziales , ich wusste nicht, dass man das gendern kann.


      Fidoline schrieb:

      Ich empfinde auch WhatsApp oder so von Frauen als total übertrieben
      (wegen den ganzen Emojics und Herzen).
      Da ich mir das von anderen Frauen abgucke, schreibe ich auch sehr viel mit Smilies und Herzchen :) Ich bin wohl "weiblicher" bei Whatsapp als im RL.

      Gruß Rhianonn
    • Neu

      Apfelsine schrieb:

      ... In meiner Freizeit renoviere ich gerade allein ein Haus, reiße Wände und Böden ein, gestalte neu und lasse mir nichts abnehmen. Ich habe zum Geburtstag einen Werkzeugkoffer geschenkt bekommen und mich sehr darüber gefreut. Ich fühle mich unter Männern normal und typische Frauentreffen oder Rituale wie z.B. Junggesellinnenabschiede machen, dass ich mich dabei immer sehr einsam fühle, weil ich keinen Spaß daran finde und nichts beitragen kann.


      Meine Reaktionen sind direkt, sachlich und rational.
      da bin ich ziemlich ähnlich. Mein weiblicher Anteil beschränkt sich auf das Aussehen und die Sexualität.
      Ich fühle mich unter Männern normal und unter Frauen total komisch.
      In der (ungeplanten) Schwangerschaft kam plötzlich in einem Hormonpaket die mütterlich-häusliche Seite dazu: ich wollte auf einmal backen lernen (kochen konnte ich schon immer), was mir auch gut gelang, und konnte mir nach kurzer Zeit vorstellen, ein Kind zu lieben und zu umsorgen (was ich dann auch mit Inbrunst tat bzw tue).
      Meine Reaktionen sind aber, wenn ich es sinnvoll finde, auch emotional.
    • Neu

      Leseratte schrieb:

      Obwohl ich deutlich weiblich aussehe und mich auch oft so kleide, ist meine Art zu denken eher... vulkanisch ;)

      In dem Buch 'Männer sind anders. Frauen auch.' wird der Unterschied zwischen Männern und Frauen so beschrieben:

      Wenn Männer ein Problem haben, versuchen sie es selbst zu klären. Wenn ein Freund ein Problem hat, werden Lösungen angeboten. Danach kann man sich wieder interessanten und wichtigen Dingen widmen. Wie Fußball.


      Wenn Frauen ein Problem haben, müssen sie mit anderen darüber reden - sich Bestätigung und Mitgefühl holen und geben. Für sie ist das eine gruppen- und vertrauensbildende Maßnahme. Wie Fellpflege.


      Das ist natürlich sehr klischeehaft und verkürzt dargestellt, trifft aber den Kern recht gut. Obwohl es durchaus männliche Frauen und weibliche Männer gibt. Ich habe nie das ganze Gesabbel und Gelaber bei weiblichen Problemen verstanden - und auch nicht verstanden, dass keine Lösungen gesucht werden, sondern Mitgefühl gefragt ist.

      Von daher ist meine Art zu denken und zu handeln eher männlich. Selbst wenn ich holografischen Glitternagellack trage.
      Jo, unter diesen Aspekten bin ich eindeutig männlich (vulkanisch trifft es eher) :d

      Aber ich habe mir angewöhnt, Mitgefühl und Zuhören zu praktizieren. Aber eine Lösung nicht anzubieten, ist keine Lösung für mich ;)
    • Neu

      Bei mir ist es ganz merkwürdig. Ich habe laut einem Testergebnis im Internet auch ein eher “männliches Gehirn”, aber würde mich als emotionalen Menschen und auch als femininen Frauentyp sehen.
      Aber immer im Vergleich mit der Person, mit der ich es zu tun hab; erlebe ich jemanden als sehr unbestimmt/passiv, kommt bei mir manchmal der männlich-rationale Anteil zum Vorschein, aber ich fühle mich nicht unbedingt damit wohl, weil ich nicht alles bestimmen will.
      Auch in Konflikten ist es wohl ähnlich. Ich kann herrlich trocken und nüchtern meine Meinung sagen oder besser die Klappe halten und komme mir dann fast so vor, wie ein Typ, wenn aber jemand noch mehr so ist, kann ich in mir wiederum die weibliche, emotionale Seite bemerken, die das lieber noch mal besprechen würde und verstanden werden will.
      Ein Freund ist jemand, bei dem du dich traust, du selbst zu sein.
      (Pam Brown)
    • Neu

      Leseratte schrieb:

      Obwohl ich deutlich weiblich aussehe und mich auch oft so kleide, ist meine Art zu denken eher... vulkanisch ;)

      In dem Buch 'Männer sind anders. Frauen auch.' wird der Unterschied zwischen Männern und Frauen so beschrieben:

      Wenn Männer ein Problem haben, versuchen sie es selbst zu klären. Wenn ein Freund ein Problem hat, werden Lösungen angeboten. Danach kann man sich wieder interessanten und wichtigen Dingen widmen. Wie Fußball.


      Wenn Frauen ein Problem haben, müssen sie mit anderen darüber reden - sich Bestätigung und Mitgefühl holen und geben. Für sie ist das eine gruppen- und vertrauensbildende Maßnahme. Wie Fellpflege.


      Das ist natürlich sehr klischeehaft und verkürzt dargestellt, trifft aber den Kern recht gut. Obwohl es durchaus männliche Frauen und weibliche Männer gibt. Ich habe nie das ganze Gesabbel und Gelaber bei weiblichen Problemen verstanden - und auch nicht verstanden, dass keine Lösungen gesucht werden, sondern Mitgefühl gefragt ist.

      Von daher ist meine Art zu denken und zu handeln eher männlich. Selbst wenn ich holografischen Glitternagellack trage.
      Bei mir ist es exakt genau so.

      Auch lange Haare, aber keinen Glitternagellack ;) (keinen Nagellack überhaupt nicht, auch kein Make up).

      Frauengesprächen lauschen zu müssen, ist für mich Folter.
      LG Heavyload

      Es gibt zwei Arten von Menschen:
      Die einen kennen mich...
      Die anderen können mich...
    • Neu

      Leseratte schrieb:

      Ich habe nie das ganze Gesabbel und Gelaber bei weiblichen Problemen verstanden - und auch nicht verstanden, dass keine Lösungen gesucht werden, sondern Mitgefühl gefragt ist.
      Anderen kann ich ganz gut zuhören, ich selbst würde aber eher weniger auf die Idee kommen meinen emotionalen Ballast bei anderen ohne Grund abzuladen. Wenn ich etwas anspreche dann nur, weil ich selbst auf keine Lösung gekommen bin und mir einen Denkanstoß erhoffe. Andersherum zeige ich anderen nach dem Zuhören auch Lösungen auf. Ohne macht es für mich auch keinen Sinn, das ist höchst unlogisch ;)

      Ich kommuniziere entwedergar nicht oder direkt und damit scheinen Männer besser umgehen zu können als Frauen. Von Frauen bekam ich öfters empörte Reaktionen wie "wie kannst du so etwas nur sagen?!", wenn es für mich um ganz normale Dinge ging. Deshalb fühle ich mich von Frauen oft unverstanden, herabgesetzt und verunsichert. Natürlich ist das jetzt sehr verallgemeinert dargestellt, aber die Tendenz ist deutlich.

      Trotzdem bin ich manchmal empfindlich und sehe mich als weiblich. Ich mag Katzenbilder, ich habe frauentypische Handarbeitshobbys und ich esse Schokolade wenn ich meine Periode habe :d
    • Neu

      Hm, vermutlich eher maskulin. Ich kann zwar gut zuhören, bin aber nicht so emotional eingebunden und komme immer sofort mit Lösungsvorschlägen etc. Ich denke, das ist eine Eigenart, die hauptsächlich Männern zugesprochen wird. Ich mag mein weibliches Aussehen und habe mir aber als Kind oft gewünscht ein Junge zu sein. Ich denke, dass das Geschlecht auch in der Seele liegt und nicht im Körper und ich würde mich vermutlich eher als männlich bezeichnen, wenn ich keinen Körper hätte.
    • Neu

      Als Kind war ich wie ein Junge und wollte auch einer sein. Regelmäßiges Geheul beim Ankleiden. Bloß keine Mädchensachen und nur dunkle Farben.

      Man schickte mich mit 15 aus der Damentoilette weg.

      Ich sehe immer sehr viel jünger aus und wurde mit 36 letztmalig für einen Jungen - mit Alterseinschätzung 15 - gehalten.

      Schminken, hohe Absätze, Rüschen und Röschen - nicht meins im Alltag.
      Allerdings ab und zu, wenn es mir gut geht und der Anlaß passt, kann ich auch sehr weiblich aussehen und höhere spitze Absätze tragen. Mein Mann meint allerdings, ich kann nicht damit laufen.

      Ich denke auch sehr rational, biete immer Lösungen an, auch ungefragt. Ganz deutlich wurde mir das sogar gerade gestern erst gesagt, dass das nicht erforderlich sei und nicht immer gut ankommt.

      Ich übernahm schon immer "männliche" Tätigkeiten (Holz hacken, schwer tragen, Tapezieren, Bohren usw.) ohne dabei irgendetwas merkwürdig zu finden.
      Erst durch Mitteilungen anderer, dass ich männlich denke, habe ich mal darüber nachgedacht und nachgelesen.

      Ich verwechsele nicht rechts und links, kann prima einparken.

      Herzchen geschickt bekommen, ohne Anlaß, finde ich immer sehr befremdlich. Ich schicke nur selten welche, nur wenn es paßt oder ich genau weiß, derjenige möchte das gerade unbedingt.

      Wenn jemand "Hallo Süße" zu mir sagt/schreibt, nervt das, ich habe noch nie Süße zu einer Frau gesagt/geschrieben.

      Emojies nutze ich sehr gern. Dann muss ich nicht viel erklären.

      Habe gerade eine SMS bekommen mit langer Anrede und umfangreicher Grußformel. Die Aussage selbst nur 5 Worte. Das ist für mich wie mit den Herzchen. Nur wenns sein muß, ansonsten sinnlos.
    • Neu

      Mir wurde früher beides vorgeworfen. mal was ich angeblich zu kalt und sachlich und analytisch, zusammengefasst dann mit männlich, dann wieder angeblich zu gefühlvoll, naiv, weich usw. komischerweise, fällt mir auf, sagte da niemand weiblich.

      Was ich bisher dazu herausgefunden habe.
      Es stimmt. Ich bin beides, und je nach Situation wird dann das eine oder andere aktiver und sichtbarer.

      Folgende Faktoren spielen eine Rolle, die die eine oder andere Seite stärker werden lassen bis dahin, dass diese allein wirkt und die andere sich "abschaltet"

      sachlich analytisch

      Dringlichkeit
      Wichtigkeit
      Das Problem betrifft mich nicht
      bzw nicht mehr
      Ich habe Fachwissen und
      Erfahrung dazu oder
      ich kenne schon eine Lösung
      mein "Forscherdrang" ist wach
      das wirkt "männlich"

      aber auch
      als Notfallprogramm bei sehr
      heftigen Angriffen, oder in
      extremen Gefahrensituationen
      hier gehen die Gefühle in eine Art
      "gläsernen Wartesaal", ich
      ich "sehe" sie, spüre sie aber in dem
      Moment nicht, sie werden aktiv,
      wenn die Situation wieder sicherer ist.
      Hier wirke ich kalt.
      fühlend

      Entspannte sichere Situation
      Ich bin ganz im "Hier und Jetzt"
      ich habe Worte für die Gefühle, die
      ich verspüre, kann sie differenzieren und
      zuordnen
      ich kann mich und diese Gefühle akzeptieren
      auch wenn sie gerade "unbehaglich" sind



      aber auch

      zu viele Sinneseindrücke und/oder
      zu viele gleichzeitig anliegende Probleme
      oder Aufgaben verwirren, es entsteht ein
      "Gefühlsbrei" in dem ich versinke
      Trigger aufgrund alter verletzender
      Erfahrungen aktivieren unverarbeitete
      Gefühle von damals, diese kommen zu
      dem aktuellen Gefühl dazu, überschwemmen
      und trüben die Wahrnehmung des "Jetzt" ein.

      Früher stellte ich fest, das es mir leichter fiel, Probleme anderer zu lösen als meine eigenen.
      Dort "sah" ich, was ist und was als nächstes zu tun ist, wenn es um mich ging, war da dieser "Brei" , in dem ich "versank" und der manchmal so "zäh" war bis zur "Lähmung"

      Allerdings aktivierte das nur die den oberen linken Bereich. Problem - Wissen drauf - Lösungsweg basteln - Lösung.
      Ich ging von dem aus, was ich als angenehm und hilfreich empfand.
      Wenn ich in einem Problem steckte, dann wollte ich kein "Mitleid", sondern schnell und effektiv eine Lösung.
      Das Mitdenken zu meinem Problem war für mich ja Ausdruck von Interesse und Mitgefühl, sonst würde man das ja nicht machen, und so sag ich das auch, es ist ja Interesse und Mitgefühl, wenn ich für jemand anderen mitdenken.
      Hier kamen dann jedoch die Vorwürfe "kalt" zu sein.
      Ich hatte anfangs die Signatur "Sachlichkeit ist meine Ausdrucksform von Liebe".
      Erste Hinweise dazu, bekam ich zwei Jahre bevor ich überhaupt Asperger zu mir dachte, in einem Forum von PTBS-Betroffenen, in dem mir eine Frau eine PN schrieb und mich darauf hinwies, dass sie schätzt, was ich schreibe und auch das Mitgefühl erkennt, aber dass andere das auch geschrieben sehen wollen, und zwar bevor man an die Lösungssuche geht.
      Ich schaute also nach, wie und wann andere das ausdrücken, und übte mich darin, vergesse es aber manchmal.

      Heute ist mir klar, NTs brauchen ausgesprochene Worte des "Sozial" und Mitgefühls, UM in eine Lösungssuche gehen zu können.
      Und allgemein brauchen sie ihnen gefühlte Sicherheit schaffende Signale des Gegenübers als soziales Intro, bevor man "inhaltlich arbeitet" - bei mir ist das genau umgekehrt. Ich werde um so sozialer, je mehr positive effektive "gemeinsame Arbeit/Handlungen" stattgefunden haben.
      Also, dort "erst lächeln, Hallo, wie gehts" und dann versuchen herauszufinden, z.B. welche Buslinie man nehmen muss - bei mir "erst schnell und effektiv das "Problem" lösen und dann kann es "sozia"l werden :d

      Viele dieser "Hast du was?" "Bist du verärgert" "Hab ich dir was getan?" "Wieso bist du so schlecht gelaunt" Kommentare habe ich allein aufgrund der ihnen fehlenden sozialen Intro-Siherheits-Signale einkassiert. Die auch zwischendurch immer mal wieder gebraucht werden.
      Andererseits hab ich nicht bemerkt, dass das Fehlen dort eine Aussage ist :m(: was dann als unempathisch, desinteressiert und kalt betrachtet wurde. Weil die Frage "Hast du was" nicht gestellt wurde UM erst mal Gefühlen Ausdruck verleihen zu können. Oder auch, um Nein sagen zu können, weil das von anderen prinzipiell gezeigte Interesse der wichtigste Wunsch war.

      Diese 4 Felder können sich gegenseitig behindern oder unterstützen. Den Gefühlsbrei in der PTBSmit den vielen wirkenden Triggern hätte ich ohne das sachlich analytisch "distanziert" sicher nicht so schnell aufgedröselt bekommen. Und Asperger wäre nie entdeckt worden, weil es erst hierdurch so richtig auffiel.

      Wenn ich mich heute im "Brei" befinde, nutze ich zunehmend und bewusster die beiden oberen Felder - akzeptieren was ist, Gefühle auseinander dividieren, benennen, genau betrachten, analysieren, Lösungen suchen.
      Das half/hilft vor allem, wenn ich erkannte/erkenne, dass ich einem Auslöser ausgesetzt war/bin, der mich "in den Brei schubst" :d
      Geht sowohl bei Reizüberflutung als auch wenn andere Personen fies sind oder etwas altes hochgetriggert wird.

      Wenn im Brei, dann erst obere rechte Ecke durchgehen, dann in die obere linke - Lösung wird sichtbar.
      Wenn untere linke Ecke, erst obere rechte, dann landet man wieder in der oberen linken, mit Gefühl.

      Je mehr die beiden oberen Bereiche im Einklang sind, desto leichter wird es - und letztens sagte mir jemand zum ersten Mal in meinem Leben , ich sei ja doch "weiblich" :d
      Und ich dachte mir nur, wenn du wüsstest, wie sachlich analytisch DAS zustande gekommen ist :d
      Die Seele hat die Farbe deiner Gedanken (Marc Aurel)
      Tu was du tust aus Liebe, tu es nicht aus Angst (Bodo Wartke)
      Tust du es nicht aus Liebe, tust du es aus Angst (Happy)
      Welche Farbe hat die Angst?
    • Neu

      @happy to be

      Deine Liste ist genau passend zu mir.
      Ich sortiere auch erstmal genau, in fast jeder Situation. Kann ich mal nicht sortieren, kommt meist nichts Gutes bei raus.
      Damit habe ich mir immer Unverständnis und Ablehnung eingehandelt. Zumal ich, vor allem im Streß, oft laut denke.

      Also angewöhnt, in Gesprächen und beim Miteinander nicht schnell zu reagieren.


      Schön, dass es hier viele gibt, die auch "so sind".

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