Seit Ihr auch emotional abhängig von andere Menschen

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    • Seit Ihr auch emotional abhängig von andere Menschen

      Da ich oft einsam bin, oft verletzt und abgewiesen worden bin, Verletzungen, abweisungen noch z. B. in der Nacht hochkommen, wo ich mich nicht wehren konnte, habe ich zu den Menschen, die mich nicht abweisen, eine emotionale Abhängigkeit entwickelt.

      Es geht soweit, dass Ihnen bewusst ist, dass ich bedürftig bin und Ihnen klar ist, dass Sie fast alles mit mir machen koennten, da ich schon sehr grosse Preise gezahlt habe um in der Vergangenheit, nicht wieder einsam zu sein.

      Freue mich auf Eure Erfahrungen.

      L. G. Daniel
    • Daniel1 schrieb:

      Es geht soweit, dass Ihnen bewusst ist, dass ich bedürftig bin und Ihnen klar ist, dass Sie fast alles mit mir machen koennten, da ich schon sehr grosse Preise gezahlt habe um in der Vergangenheit, nicht wieder einsam zu sein.
      Sowas würde ich nicht mit mir machen lassen.
      Du bist doch keine leere Hülle, keine Puppe, mit der man anstellen mag, was man will.
      Ich kann das nicht nachvollziehen, aber gibt es für dich nichts anderes außer deinen Mitmenschen, was dir gefällt?
      >>Die sittliche Freiheit macht allein den Menschen erst in Wahrheit zum Herrn über sich selbst; denn der Trieb der bloßen Begierde ist Sklaverei und der Gehorsam gegen das Gesetz, das man sich selber vorgeschrieben hat, ist Freiheit.<<

      Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778), Genfer Schriftsteller, Philosoph und Pädagoge; wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution
    • Joker schrieb:

      Da bleib ich lieber alleine.

      Wurdest Du auch so sprechen, wenn Du alleine leben würdest, Eltern, Verwandtschaft etc, ca 200 Km von Dir weg wohnen und Du ausser Selbsthilfegruppen und sozialer Einrichtung in Deiner Gegend nichts hast?


      Cloudactive schrieb:

      Daniel1 schrieb:

      Es geht soweit, dass Ihnen bewusst ist, dass ich bedürftig bin und Ihnen klar ist, dass Sie fast alles mit mir machen koennten, da ich schon sehr grosse Preise gezahlt habe um in der Vergangenheit, nicht wieder einsam zu sein.
      Sowas würde ich nicht mit mir machen lassen.Du bist doch keine leere Hülle, keine Puppe, mit der man anstellen mag, was man will.
      Ich kann das nicht nachvollziehen, aber gibt es für dich nichts anderes außer deinen Mitmenschen, was dir gefällt?
      Durch fast keinen Mimik-Ausdruck und meiner sichtlich Bedürftigkeit, Einsamkeit, haben fremde Menschen Angst vor mir, oder werden abgeschreckt.
      Da es fuer mich sehr anstrengend ist, auf andere Menschen einzugehn, da es sehr anstrengend ist, im Hier und Jetzt zu sein, bin ich nicht der beste Gesprächspartner.
      Durch meine sehr ängstliche Art, koennen Gespräche am Anfang mit mir anstrengend sein.

      Da ich wenige Menschen habe, kann s sein, dass ich sie gefuehlsmaessig erdruecke, überforderte wenn sie da sind.
      Die Wörter, die andere Menschen, auf zig Gesprächspartner verteilen bekommen bei mir, ein, zwei Menschen ab, da ich mich freue, dass jemand da ist.

      Da ich noch nie eine Beziehung hatte, nach Gemeinschaft angenommen sein trachte, kommen andere Themen viel spaeter mit niedriger Priorität fuer mich.

      Da ich im Geistigbehinderten Kindergarten in der und auf der Foerderschule in der Nachbarstadt war, war ich schon immer von Gleichaltrigen in meinem Wohnort, isoliert. Wenn ich auf Festen im Heimatdorf ging, würde ich ausgegrenzt, es hieß, Tiere seien mehr wert, bespuckt etc.
      Ausgrenzung, bespucken etc, haben halt sichtbare Narben bei mir hinterlassen.

      Traumatisierungen bei Autismus Spektrum, sind doch sicherlich auch nicht selten, oder?

      Sehnt Ihr Euch nicht auch, dazuzugehoeren?

      seven_of_nine schrieb:

      Was sind das denn für Menschen? Aus deiner Familie? Aus der Einrichtung?
      Von der Kinderzeit bis Arbeit, Reha etc,
      Beim Arbeiten, 2ar mein Motto, Liebe durch Leistung, wo ich auch Arbeiten fuer andere gemacht habe.
      Als ich nicht mehr konnte, konnten sie es nicht verstehen und ich hatte auf einmal Probleme.

      Eltern, Familie, werde ich sehr stark gestützt und tue täglich telefonieren.

      Kennt Ihr, Einsamkeit, emotionale Bedürftigkeit?
      Mein Lebensmotto war schon immer,
      was muss ich tun, dass Ihr mich liebt, nicht abstoesst.

      Freundliche Gruesse, Daniel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniel1 ()

    • Daniel1 schrieb:

      Sehnt Ihr Euch nicht auch, dazuzugehoeren?
      Manchmal schon, aber sicher nicht um jeden Preis.
      >>Die sittliche Freiheit macht allein den Menschen erst in Wahrheit zum Herrn über sich selbst; denn der Trieb der bloßen Begierde ist Sklaverei und der Gehorsam gegen das Gesetz, das man sich selber vorgeschrieben hat, ist Freiheit.<<

      Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778), Genfer Schriftsteller, Philosoph und Pädagoge; wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution
    • Daniel1 schrieb:

      Wurdest Du auch so sprechen, wenn Du alleine leben würdest, Eltern, Verwandtschaft etc, ca 200 Km von Dir weg wohnen und Du ausser Selbsthilfegruppen und sozialer Einrichtung in Deiner Gegend nichts hast?
      Ich bin mir Gruppe genug. :d

      Ich sehe es wie @Cloudactive:

      Cloudactive schrieb:

      Manchmal schon, aber sicher nicht um jeden Preis.
      「人上人不造」 All Men Are Created Equal

      Gott hat mir diese Gabe nicht gegeben - also kann er sie mir auch nicht nehmen.
    • Daniel1 schrieb:

      Mein Lebensmotto war schon immer,
      was muss ich tun, dass Ihr mich liebt
      In gewisser Weise ist das bei mir ähnlich, aber nicht so, dass andere es gemerkt haben. Ich habe einfach versucht, mich anzupassen, damit ich eine Chance habe, dazuzugehören. Ich war damit mal mehr und mal weniger erfolgreich. Habe aber auch festgestellt, dass ich nie offen anderen gegenüber bin und immer nur eine Fassade zeige. So blieben die Beziehungen oberflächlich. Ich vertraue mich anderen nicht leicht an, sondern bin eher distanziert.
      Ich bin ziemlich empfindlich gegenüber Abweisung, deshalb bin ich auch vorsichtig geworden. Immer wenn ich zu jemandem Vertrauen gefasst habe, ist irgendwas passiert, was mich enttäuscht hat. Deshalb versuche ich, nicht mehr so große Hoffnungen zu haben. Richtig emotional abhängig war ich nie von jemandem. Leute kommen und gehen.

      Ich bin zufrieden, wenn ich ein paar Bekannte habe, mit denen ich mich ab und zu treffen kann.
      Menschen sind auch nur Tiere. - Ich mag Tiere!
    • Daniel1 schrieb:

      Sehnt Ihr Euch nicht auch, dazuzugehoeren?
      Doch und ja, ich denke, dass ich dieses Gefühl des "Nicht-Dazu-Gehören" gut kenne.

      Aber ich habe gelernt eine Fassade aufzubauen und aus Selbstschutz vor weiteren Enttäuschungen dicht zu machen.
      Trotzdem bleibt der Wunsch nach Verbundenheit zu Menschen.
      Daher glaube ich Dich zu verstehen.
      "Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt."


      (Johann Wolfgang von Goethe)
    • A Fistfull of Datas schrieb:

      Ich bin so oft regelrecht verraten worden dass ich sehr sehr vorsichtig bin. Richtige Freunde habe ich deswegen nicht.

      Wahrscheinlich deswegen, habe ich mir als Schutz, destruktive Verhaltensweisen angewöhnt, die mir jetzt schaden.

      Auch wenn ich mich Situationen stelle, die Angst ist da.

      Mit meiner Angst und den destruktiven Verhaltensweisen, müssen andere Menschen erstmal umgehen koennen.
      Stattdessen, sind sie dadurch irritiert.
    • Hallo Daniel,

      hast du SIs oder Hobbys?
      Darüber kann man oft auch Menschen kennen lernen.
      Und falls man keine Menschen darüber kennen lernt, dann kann man sich meistens auch sehr gut alleine damit beschäftigen.
      Gut ist generell, wenn du dich nicht zu sehr an eine Person klammerst, denn diese Person könnte sonst auch mal damit überfordert sein.
      Besser ist es, mehrere Bekannte zum Austausch zu haben.
      Fällt dann eine Person mal aus irgendwelchen Gründen raus, dann hast du wenigstens noch die anderen.
    • Ich bin nicht emotional abhängig von Menschen, habe mir aber in der Vergangenheit zu vieles gefallen lassen was nicht gut war. Sie sind zu oft über meine Grenzen gegangen und ich bin schlecht behandelt worden. Ich habe mich aus meiner eigenen Wohnung rausmobben lassen, konnte mich nicht wehren dagegen, und etliche andere Ereignisse dieser Art.

      Das hat Spuren hinterlassen. Verletzungen.

      Insgesamt habe ich aber meine grundsätzlich positive Einstellung zu anderen Menschen beibehalten.

      Aber mein Verhalten hat sich geändert, früher habe ich gedacht wenn jemand mich schlecht behandelt muss ich zu dem nur nett sein und mich besonders anstrengen dann wird er auch mich gut behandeln.
      Das mache ich nicht mehr. Ich breche den Kontakt ab oder lasse denjenigen einfach links liegen (RW), der kriegt nichts mehr von mir an positiver Aufmerksamkeit.


      Daniel1 schrieb:

      Wenn ich auf Festen im Heimatdorf ging, würde ich ausgegrenzt, es hieß, Tiere seien mehr wert, bespuckt etc.
      Ausgrenzung, bespucken etc, haben halt sichtbare Narben bei mir hinterlassen.
      Das tut mir sehr leid für Dich. :( Diese Menschen sind gemein und dumm.

      Es macht mich auch wütend, auf diese Leute.
      Zurück spucken müsste man.

      Daniel1 schrieb:

      Wahrscheinlich deswegen, habe ich mir als Schutz, destruktive Verhaltensweisen angewöhnt, die mir jetzt schaden.
      Ich weiss ja nicht was Du genau meinst mit destruktiven Verhaltensweisen. Was genau tust Du für destruktive Dinge?

      Möglicherweise wäre es gut, daran zu arbeiten, diese wieder loszuwerden, denn sie werden Dir nicht helfen besser mit Menschen zurechtzukommen. Auch nicht mit Dir selber.

      Eine positive Verhaltensweise könnte sein, dass Du Hobbys und Interessen nachgehst und dadurch mehr Selbstvertrauen gewinnst. Das macht es dann leichter, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen.

      anjoyna schrieb:

      Meine Haustiere und ehrenamtlich tätig zu sein , beim Tierschutz , würde mir reichen.
      Mir nicht, insofern kann ich @Daniel1 gut verstehen. Auch ich habe den Wunsch nach Kontakt mit Menschen. Allerdings nur mit solchen, die mich respektieren und dementsprechend behandeln. Ich lasse mich nicht mehr ausnutzen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Kraehe ()

    • Kraehe schrieb:

      Ich bin nicht emotional abhängig von Menschen, habe mir aber in der Vergangenheit zu vieles gefallen lassen was nicht gut war. Sie sind zu oft über meine Grenzen gegangen und ich bin schlecht behandelt worden. Ich habe mich aus meiner eigenen Wohnung rausmobben lassen, konnte mich nicht wehren dagegen, und etliche andere Ereignisse dieser Art.

      Das hat Spuren hinterlassen. Verletzungen.

      Insgesamt habe ich aber meine grundsätzlich positive Einstellung zu anderen Menschen beibehalten.

      Aber mein Verhalten hat sich geändert, früher habe ich gedacht wenn jemand mich schlecht behandelt muss ich zu dem nur nett sein und mich besonders anstrengen dann wird er auch mich gut behandeln.
      Das mache ich nicht mehr. Ich breche den Kontakt ab oder lasse denjenigen einfach links liegen (RW), der kriegt nichts mehr von mir an positiver Aufmerksamkeit.


      Daniel1 schrieb:

      Wenn ich auf Festen im Heimatdorf ging, würde ich ausgegrenzt, es hieß, Tiere seien mehr wert, bespuckt etc.
      Ausgrenzung, bespucken etc, haben halt sichtbare Narben bei mir hinterlassen.
      Das tut mir sehr leid für Dich. :( Diese Menschen sind gemein und dumm.
      Es macht mich auch wütend, auf diese Leute.
      Zurück spucken müsste man.

      Daniel1 schrieb:

      Wahrscheinlich deswegen, habe ich mir als Schutz, destruktive Verhaltensweisen angewöhnt, die mir jetzt schaden.
      Ich weiss ja nicht was Du genau meinst mit destruktiven Verhaltensweisen. Was genau tust Du für destruktive Dinge?
      Möglicherweise wäre es gut, daran zu arbeiten, diese wieder loszuwerden, denn sie werden Dir nicht helfen besser mit Menschen zurechtzukommen. Auch nicht mit Dir selber.

      Eine positive Verhaltensweise könnte sein, dass Du Hobbys und Interessen nachgehst und dadurch mehr Selbstvertrauen gewinnst. Das macht es dann leichter, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen.

      anjoyna schrieb:

      Meine Haustiere und ehrenamtlich tätig zu sein , beim Tierschutz , würde mir reichen.
      Mir nicht, insofern kann ich @Daniel1 gut verstehen. Auch ich habe den Wunsch nach Kontakt mit Menschen. Allerdings nur mit solchen, die mich respektieren und dementsprechend behandeln. Ich lasse mich nicht mehr ausnutzen.
      Sind wir die richtigen Autisten, Verdachtsautisten?

      Nach der Icd 10 haben Autisten Probleme mit der Kommunikation und der Interaktion.

      Ich höre aber immer von uns, dass wir uns sehr viel Mühe geben.

      Neurotypischer scheinen die Rücksicht nicht zu nehmen.
      Blicke noch nicht durch.
      Vielleicht bin ich aber auf der falschen Spur.
      L. G. Daniel :thumbup: :thumbup:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniel1 ()

    • Irgendwie bin ich sicherlich emotional abhängig von Partner, Familie, guten Freunden, aber auf eine gesunde Weise. Ich weiß, dass sie mich lieben und ich mich nicht verbiegen muss. Ich lasse auch bei weitem nicht alles mit mir machen.

      Wenn man aber keine Sozialkontakte hat, greift man nach jedem Strohhalm, das war bei mir auch zeitweise der Fall.
    • seven_of_nine schrieb:

      Irgendwie bin ich sicherlich emotional abhängig von Partner, Familie, guten Freunden, aber auf eine gesunde Weise. Ich weiß, dass sie mich lieben und ich mich nicht verbiegen muss. Ich lasse auch bei weitem nicht alles mit mir machen.

      Wenn man aber keine Sozialkontakte hat, greift man nach jedem Strohhalm, das war bei mir auch zeitweise der Fall.
      Dass ist es

      :thumbup: :thumbup: