Welche psychischen und physischen Leiden habt ihr ?

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    • Shenya schrieb:

      Ich hab nichts gegen Trainieren und Abnehmen, aber mit meinen Schmerzen hat das ganz wenig zu tun, weil ich die ja schon hatte, als ich noch jung und wesentlich schlanker war als jetzt. Nur will das heute keiner mehr hören.
      Bei Rückenschmerzen ist aber nun mal Trainig und Abnehmen das oft Einzige was man machen kann, wenn man keine starken Schmerzmittel nehmen will. und auch die wirken ja oft nur bedingt.
      Viele Leute wollen das aber auch nicht hören und erwarten dass der Arzt ihnen helfen kann. Kann er aber meistens nicht. Röntgenbild und Schmerzen hängen oft nicht zusammen, weil die Schmerzen ja aus den Nerven und dem Gewebe kommen.
      Im Endeffekt lohnt es sich nur wegen sowas zum Arzt zu gehen wenn man eine akute Verletzung hat oder wenn man ein Physiotherapiezrezept benötigt.
      OPs machen die Schmerzen am Rücken oft noch schlimmer, das sollte wirklich der letzte Ausweg sein.

      @tip Krass deine Geschichte. Ich hatte das bei der Geburt von meinem ersten Kind. Kam mit Wehen ins Krankenhaus, die wollten mich ohne Untersuchung wieder wegschicken weil es das erste Kind war und ich total entspannt wirkte, obwohl es natürlich schon weh tat. 15 min später war das Kind da.
      Une diffamation catégorique... se retourne toujours contre son auteur ( Christine de Pizan)
    • @Zebra Ja, bei Rückenschmerzen ist wohl oft auch Muskelaufbau und Arbeiten an der Haltung angesagt, ich denke aber, bei einer Chronifizierung macht wie bei allen chronischen Schmerzen ein multimodaler Ansatz aus Entspannung, Massagen, sanftem Ausdauersport usw. Sinn., also ich könnte mir vorstellen, dass bei einer Chronifizierung wie bei @Shenya Muskelaufbau allein nicht reicht.

      Ich verstehe aber auch nicht, wieso man kein Physiotherapierezept bekommt in so einem Fall... Von der Krankenkasse gibt es übrigens ganz viele Rückenkurse.
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    • seven_of_nine schrieb:

      @Zebra Ja, bei Rückenschmerzen ist wohl oft auch Muskelaufbau und Arbeiten an der Haltung angesagt, ich denke aber, bei einer Chronifizierung macht wie bei allen chronischen Schmerzen ein multimodaler Ansatz aus Entspannung, Massagen, sanftem Ausdauersport usw. Sinn., also ich könnte mir vorstellen, dass bei einer Chronifizierung wie bei @Shenya Muskelaufbau allein nicht reicht.
      Ich habe seit über 30 Jahren Rückenschmerzen, und ständig akute Verletzungen durch das EDS z.B. an den Schultern, Handgelenken, Hüften, eigentlich überall, ich glaube schon dass man das als chronisch bezeichnen kann. Ich war auch schon in Schmerzkliniken etc. etc. Im Endeffekt hilft alles nichts, man muss regelmäßig trainieren, am Stresslevel arbeiten, auf seine Haltung achten und der Rest ist tolerieren. Wer gerne Massagen macht, bitte. Helfen tun die aber nicht.

      edit: ich hatte ab dem Alter von 7 Jahren zweimal wöchentlich Krankengymnastik (hieß damals so), insgesamt also über Jahrzehnte. Ich kenne also wirklich viele Übungen, deshalb gehe ich auch eben nur bei akuten Verletzungen zur Physio, wenn manuelle Behandlung angezeigt ist. Was Training angeht gibt es nichts neues was die mir zeigen könnte. Wenn man sich da nicht so gut auskennt ist es natürlich sinnvoll sich da erstmal anleiten zu lassen.
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    • Zebra schrieb:

      seven_of_nine schrieb:

      @Zebra Ja, bei Rückenschmerzen ist wohl oft auch Muskelaufbau und Arbeiten an der Haltung angesagt, ich denke aber, bei einer Chronifizierung macht wie bei allen chronischen Schmerzen ein multimodaler Ansatz aus Entspannung, Massagen, sanftem Ausdauersport usw. Sinn., also ich könnte mir vorstellen, dass bei einer Chronifizierung wie bei @Shenya Muskelaufbau allein nicht reicht.
      Ich habe seit über 30 Jahren Rückenschmerzen, und ständig akute Verletzungen durch das EDS z.B. an den Schultern, Handgelenken, Hüften, eigentlich überall, ich glaube schon dass man das als chronisch bezeichnen kann. Ich war auch schon in Schmerzkliniken etc. etc. Im Endeffekt hilft alles nichts, man muss regelmäßig trainieren, am Stresslevel arbeiten, auf seine Haltung achten und der Rest ist tolerieren. Wer gerne Massagen macht, bitte. Helfen tun die aber nicht.
      Dann ist deib Ansatz aber eh schon multimodal, wenn du sowohl auf dein Stresslevel achtest als auch auf die Haltung als auch Muskelaufbau betreibst.

      Es ist denke ich auch individuell, was hilft, und ja, kann sein, dass es von der Schmerzart abhängt. Bei meiner Vulvodynie sind Massagen echt wichtig, aber ich weiß nicht, wie das bei Rückenschmerzen ist...
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    • @tip

      8o Ich bin schockiert. Danke für deinen Beitrag und deine Offenheit. Das zeigt mir, wie wichtig es ist, an sich selbst zu glauben. Nur so hast du vermutlich überlebt. Ich finde es unsagbar schlimm, wie mit dir umgegangen wurde.


      Shenya schrieb:

      Mit einer psychiatrischen Diagnose hat man also noch viel weniger Aussicht darauf, genau untersucht zu werden.
      Das sehe ich leider auch so. Auch, dass von bestimmten anderen Dingen (wie Alter etc.) darauf geschlossen wird, dass es nur daran liegen könne und deshalb nicht mehr richtig untersucht wird, finde ich schrecklich. Bei mir ist es meist eher anders gelagert: Wenn ich zum Arzt gehe und sage, dass ich die und die Beschwerden habe (sofern ich die habe) und dann meine Sorge vortrage, dass es dies oder das sein könnte (ist wahrscheinlich diplomatisch auch schon schlecht), dann bekomme ich jedesmal zu hören "Sie sind eine junge Frau. Sie sind gesund. In Ihrem Alter hat man xy (Tumor, Entzündung, etc.) nicht". :m(: Da wird also direkt schon vom Arzt aufgrund eines Augenscheins meiner Person (man scheint mir wohl wirklich nicht anzumerken, wie schlecht es mir manchmal geht) darauf zu schließen, dass ich gar nicht krank sein könne. Eigentlich ist es klar, dass sowas zu Ohnmacht bei mir führt und einer Ärztephobie. Unersuchungen werden bei mir meist auch erst dann gemacht, wenn ich zum dritten Arzt gerannt bin, weil die Wahrscheinlichkeit steigt, dass dann bestimmte Untersuchungen durchgeführt werden.
      Von meinen psychiatrischen Diagnosen sage ich den Ärzten grundsätzlich nicht (in den meisten Fällen ist das nicht releavant in Hinblick auf die Diagnose einer körperlichen Erkrankung bzw. es würde nicht als hilfreicher Hinweis aufgenommen werden zum über den Tellerrand denken, sondern nur dazu, mir Stress und psychische Probleme als Ursache der körperlichen Erkrankung zu unterstellen). Ich habe auch meinen Hausarzt gewechselt, seitdem meine Diagnosen bekannt waren, weil ich von diesem total herablassend behandelt wurde und Dinge auf meine Diagnose geschoben wurde.
      Mir wird auch sehr oft bei Ärzten gesagt "haben Sie viel Stress? (Partner?? Beruf??)" So als könnten alle Probleme generell daher kommen und würden wieder verschwinden, wenn ich "ein bisschen Sport" mache etc.

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    • seven_of_nine schrieb:

      Bei meiner Vulvodynie sind Massagen echt wichtig, aber ich weiß nicht, wie das bei Rückenschmerzen ist...
      Massagen sind halt Wellness. Wer sich gerne von Fremden anfassen lässt und sich dabei entspannen kann, dem können die durchaus helfen. Man kann das Gewebe aber auch selber lockern, z.B. mit Faszienrollen. Am Wichtigsten ist aber ein ganzheitlicher Trainingsansatz der die gesamt funktionale Muskulatur trainiert, das dann regelmäßig durchgeführt. Meine Cousine z.B. hatte eine Mutter die da nicht so darauf geachtet hat wie meine (und dieselben schlechten Rückengene). Bei mir wurde die Skoliose schon früh eben mit Training bekämpft, bei ihr nicht. Sie hatte dann als Teenager ein Korsett und heute noch 50 Grad Skoliose. Ich habe heute nur noch 8 Grad.
      Worauf ich ja eigentlich hinaus will ist, dass man sich da durchaus unabhängig von den Ärzten machen sollte und kann, weil die einem eh nicht helfen können bzw. alles nur schlimmer machen können (wenn sie auf OPs stehen.) Solange Schmerzen chronisch sind jedenfalls. Bei akut auftretenden starken Rückenschmerzen kann ja durchaus auch ein Tumor etc. dahiner stecken.
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    • seven_of_nine schrieb:

      Da deine Schmerzen schon seit langer Zeit bestehen und chronisch sind, kann es auch gut sein, dass es mal einen bestimmten Auslöser gab, dieser aber nicht mehr nachweisbar ist.
      Vor Jahren hatte mir mal ein Arzt gesagt, dass ich eine Skoliose hätte, und ein Facettensyndrom. Heute kann man das angeblich nicht mehr sehen. Gut, das Facettensyndrom sah man nur beim MRT durch Wassereinlagerungen, beim Röntgen könnte man das wahrscheinlich sowieso nicht sehen, aber eine Skoliose müsste ja noch da sein, wenn die Beschwerden noch da sind.

      Mir wird auch gesagt, meine Hyperlordose käme von zu wenig Muskeln. Ich sehe aber, dass meine Mutter die identische Wirbelsäule hat, und meine Mutter war noch Kriegskind und musste viel in der Landwirtschaft helfen, auch später hat sie immer viel körperlich gemacht, dennoch hat sie genau die gleiche Form der Wirbelsäule wie ich.


      Ich habe bereits viel trainiert, habe mehrere Jahre medizinische Trainingstherapie gemacht, aber das hat alles nichts gebracht.
      Derzeit bin ich viel im Wald unterwegs.

      Es ist derzeit Stand in der Medizin, zu behaupten, es wäre fast alles muskulär bedingt (außer es sind die Bandscheiben), aber das ist eben nicht alles. Die Wirbelsäule ist ein komplexes Gebilde. Es wäre gut, sich den Einzelfall anzuschauen und nicht pauschal die erstbeste Erklärung heranzuziehen, vor allem, wenn ich dann sogar schon sage, dass ich bereits seit Jahren trainiert habe, oder dass die Probleme schon seit der Schulzeit bestehen. Meistens, wenn ich an die Stelle kommen, hören die Ärzte schon nicht mehr zu, weil sie bereits ihr Urteil gefällt haben.

      Was ihr jetzt macht, ist das gleiche, was vorher gesagt wurde, was die Ärzte machen würden. Die erstbeste Erklärung greifen und die Schuld auf den Patienten (mich) abwälzen. Genau so machen es die Ärzte, statt sich den Einzelfall mal komplex anzuschauen und alle Faktoren zu berücksichtigen. Zum Beispiel wie das Asperger-Syndrom sich auswirken kann in so einem Fall sowohl bei der Entstehung der Probleme als auch beim Umgang damit. Es ist bei mir sehr auffällig, dass mir viele Sehnenansätze wehtun, auch an "nichttragenden Teilen", also z.B. am Ellenbogen oder Handgelenk. Fibromyalgie ist es aber nicht, weil Schmerzmittel wirken und ich auch erhöhte Entzündungswerte habe. Eine Zeit lang wurde etwas Rheumatisches vermutet, hat sich aber nie ganz bestätigen oder ausschließen lassen. Ich würde mir wünschen, dass da auch mal genau hingeschaut wird, ob mit den Hormonen alles stimmt oder ob mir vielleicht ein Nährstoff fehlt (es könnte auch mit dem chronischen Durchfall zusammenhängen, den ich habe) oder es ein Stoffwechselproblem ist, aber so eine umfassende Untersuchung wurde noch nie gemacht.
      Menschen sind auch nur Tiere. - Ich mag Tiere!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Shenya ()

    • Shenya schrieb:

      Es wäre gut, sich den Einzelfall anzuschauen und nicht pauschal die erstbeste Erklärung heranzuziehen, vor allem, wenn ich dann sogar schon sage, dass ich bereits seit Jahren trainiert habe, oder dass die Probleme schon seit der Schulzeit bestehen.
      Solche Aussagen werden mir auch nicht geglaubt. Das liegt vermutlich daran, dass die meisten Menschen bei so etwas lügen und es niemals durchhalten würden, jahrelang zu trainieren. Dann denken die Ärzte bei einem automatisch, dass man auch lügt und eigentlich nur die letzten 4 Wochen trainiert hat, aber sagt "seit Jahren". Genau so etwas sind aspergertypische Probeme, würde ich sagen.
      Wenn ich zum Arzt gehe und sage, dass ich seit 3 Wochen diese Symptome habe, ist es mir schon manchmal aufgefallen, dass es dann in der Zusammenfassung hieß, ich hätte das jetzt "seit in paar Tagen". Nein. Ich habe "drei Wochen" gesagt. Aber offenbar ist es anerkannter Standard, wenn jemand eine bestimmte Zahl sagt, dass man davon ausgehen muss, dass die Person eh nur übertreibt oder die Zahl nicht stimmt. 8o Wenn ich z. B. seit 10 Tagen etwas habe, dann sage ich das auch so. Wenn es 9 Tage sind, auch. Oft wird über so etwas dann gelacht. Offenbar wird das nicht erwartet, dass man genaue Angaben macht. Ich denke, die meisten Menschen können sich nicht mal daran erinnern, seit wann sie etwas haben. Vermutlich sagen sie entweder: "seit gestern" oder "schon immer". Vielleicht wird man damit von Ärzten dann besser verstanden. :sarcasm: Ich weiß es nicht wirklich. Ich las auch in einem Buch zum sozialen Kompetenztraining, dass man sich immer besser beurteilen sollte, als man tatsächlich war und sich nicht realistisch bzw. neutral beurteilen sollte, weil das niemand macht und man davon nur Depressionen bekommen würde. Also sozusagen eine Anleitung, zu übertreiben. Da ist dann absehbar, wenn die ehrlichen Leute nicht übertreiben, dass denen dann nicht mehr geglaubt wird. :(

      Ich frage mich auch, wie man dann Menschen vermitteln soll, dass es stimmt, was man sagt. Das ist mein allergrößter Triggerpunkt und führt bei mir regelmäßig zu Ohnmacht und Meltdowns. Und gerade jetzt in diesem Thread hier erkenne ich, dass das gar nicht unbedingt mit meiner Bindungsproblematik zusammenhängen muss, sondern auch mit dem Asperger in Zusammenhang stehen könnte.


      Shenya schrieb:

      Es ist bei mir sehr auffällig, dass mir viele Sehnenansätze wehtun, auch an "nichttragenden Teilen", also z.B. am Ellenbogen oder Handgelenk. Fibromyalgie ist es aber nicht, weil Schmerzmittel wirken und ich auch erhöhte Entzündungswerte habe. Eine Zeit lang wurde etwas Rheumatisches vermutet, hat sich aber nie ganz bestätigen oder ausschließen lassen. Ich würde mir wünschen, dass da auch mal genau hingeschaut wird, ob mit den Hormonen alles stimmt oder ob mir vielleicht ein Nährstoff fehlt (es könnte auch mit dem chronischen Durchfall zusammenhängen, den ich habe) oder es ein Stoffwechselproblem ist, aber so eine umfassende Untersuchung wurde noch nie gemacht.
      @Shenya
      Meiner Erfahrung nach hilft da nur selbst recherchieren, weil die Wahrscheinlichkeit sehr niedrig ist, auf einen ARzt zu treffen, der sich damit auskennt und sich auch noch die Zeit dafür nimmt. Bei einem Verdacht, der mit Blutwerten zusammenhängt, kann man die selbst bei einem Auftragslabor beauftragen. Das geht leider ins Geld. Das Problem bei Untersuchungen ist ja, dass man da dann jemanden finden muss, der einen entsprechend untersucht. Daran scheitert es bei mir regelmäßig.
      Ich bin aber teilweise schon dazu übergegangen, nicht meine wirklichen Symptome zu nennen (weil dann gesagt wird "nein, das passt nicht zu Erkrankung XY", sondern bewusst auf die Standardfragen dann mit "ja" zu antworten, damit die Ärzte es überhaupt hinbekommen, mein Problem in der Nähe einer bestimmten Krankheit zu sehen. Aber sehr oft (selbst wenn die Hinweise vorliegen), wird dann trotzdem behauptet, dass ich jung und gesund aussehe und es sicher nur am Stress liegen würde. Ich glaube, gerade älteren Ärzten scheint es sehr viel zu geben, mir zu sagen, dass ich mir doch keine Sorgen machen müsse (auch wenn das total aus der Luft gegriffen ist, da es ja nie überprüft wurde). Es hat vermutlich mit Macht zu tun.

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    • @Shenya dann lass dich doch mal auf Ehlers Danlos Syndrom untersuchen. Deine Beschwerden klingen danach.
      Ich war vor ein paar Wochen beim EDS Landestreffen, da hielt eine Humangenetikerin einen Vortrag in dem sie meinte dass man eigentlich jeden mit EDS auf Asperger untersuchen sollte weil die Häufigkeit so enorm ist.
      Falls du mich meinst, ich hatte nicht die Absicht dir die Schuld zu geben sondern vielmehr zu betonen dass man eben im Normalfall sonst NICHTS tun kann. Die Schmerzen gehen nicht weg wenn sie aus dem instabilen, mangelhaften Gewebe kommen. Nie, Never. Da kann einen kein Arzt gesund beten oder gesund operieren, Medikamente helfen nur bedingt.
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    • Ich hab ja nicht nur von Training geschrieben @Shenya, sondern auch von Muskelverspannungen und multimodaler Schmerztherapie. Ich mache bei meinen Schmerzen z.B. fast nur Übungen, die entspannen (physisch wie psychisch). Vielleicht war der bisherige Ansatz einfach zu einseitig auf Muskelaufbau gerichtet? Hast du denn Triggerpunkte?

      Und bei chronischen Schmerzen musst du damit rechnen, dass du sie unabhängig von der ursprünglichen Schmerzursache berhandeln musst, weil dein Körper und Gehirn die Schmerzen gelernt hat. Wenn man über einen längeren Zeitraum Schmerzen hat, dann gibt es messbare Veränderungen im Gehirn und an Nerven und Muskeln. Das heißt, selbst wenn jetzt auf einem Röntgenbild etwas gefunden und behandelt wird, musst du damit rechnen, dass die Schmerzen bleiben. Das ist eben das Prinzip der Chronifizierung.

      Ansonsten, wenn du glaubst, dass es eine spezifische Ursache gibt, hilft nur: Zu extrem vielen Ärzten gehen, und auch die Physiotherapeuten nicht unterschätzen! Da gibt es auch einige mit sehr viel Ahnung.
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    • Bei mir wären das:

      leichte Skoliose, Kurzsichtigkeit (operativ behoben), Gelenksschmerzen, Nervenschmerzen, chronische Zahnfleischentzündung, häufige Verspannungen im Hüftbereich, lockere Gelenke, Allergien gegen Gräser, Pollen und bestimmte Medikamente, Hypermobilität, allergisches Asthma, Hormonstörungen (Prolaktinüberschuss), Tinnitus, Neurodermitis, Endometriose, ASS, ADS, Zwangsstörungen, leichte Angststörungen, Derealisation (früher)

      Sieht irgendwie nach mehr aus, als es sich anfühlt :roll: Ich vermute ja EDS und was an der Schilddrüse, aber die wurde erst letztes Jahr untersucht und es kam nichts bei raus, allerdings war ich noch nicht bei einem Endokrinologen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ginkgo ()

    • Shenya schrieb:

      Bei mir war es zwar noch nie so schlimm, dass es um mein Leben gegangen wäre, aber ich kann auch ganz schlecht rüberbringen, dass mich etwas wirklich beeinträchtigt.
      Ja, das scheint bei mir auch der Fall zu sein.

      Das hat einerseits leider schon dazu geführt, dass zwei Ärzte meine Beschwerden nicht wirklich ernst genommen und eine lebensbedrohliche Infektion übersehen haben. Ich habe sie zwar überlebt, aber um den Preis eines Organverlustes.

      Auf der anderen Seite hat ein Arzt bei mir schon mal eine histrionische Störung diagnostiziert, weil meine Schilderung häufiger und heftiger Migräneanfälle ihn wohl nicht überzeugt hat. (Und glaubt mir: Übertreibungen sind mir fremd, Theatralik liegt mir fern; meine Beschreibungen sind absolut sachlich.)
      „Erst die Selbsterkenntnis und Anerkennung des eigenen Strukturiert- und Gefangen-Seins in den psychobiologischen Gesetzmäßigkeiten der eigenen Persönlichkeit ermöglicht es, die Begrenzungen der anderen zu erkennen und sie zu akzeptieren – und sie nicht als intentionale Angriffe auf die eigene Welt zu deuten, gegen die es sich zu wehren gilt.“
      (Ludger Tebartz-van Elst: Autismus und ADHS. Zwischen Normvariante, Persönlichkeitsstörung und neuropsychiatrischer Krankheit. S. 19.)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Moi ()

    • Zebra schrieb:

      dann lass dich doch mal auf Ehlers Danlos Syndrom untersuchen. Deine Beschwerden klingen danach.
      Die Symptome passen da nicht, weil ich keine überbeweglichen Gelenke habe, sondern im Gegenteil bin ich ziemlich steif. Ich kann z.B. das Handgelenk nur ganz minimal nach hinten abbiegen, kann nicht richtig im Schneidersitz sitzen, Beine spreizen geht nicht über 90° und Beine übereinander schlagen kann ich auch nicht.

      seven_of_nine schrieb:

      Und bei chronischen Schmerzen musst du damit rechnen, dass du sie unabhängig von der ursprünglichen Schmerzursache berhandeln musst, weil dein Körper und Gehirn die Schmerzen gelernt hat.
      Das mit dem Schmerzgedächtnis ist schon ein wichtiger Punkt, ich habe aber noch gar nie erlebt, dass ein Arzt davon gesprochen hätte.
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    • Shenya schrieb:

      Das mit dem Schmerzgedächtnis ist schon ein wichtiger Punkt, ich habe aber noch gar nie erlebt, dass ein Arzt davon gesprochen hätte.
      Was helfen kann ist ein Aufenthalt in einer Schmerzklinik. Ich war mal in Bad Mergentheim, die haben dort auch nur Einzelzimmer. Die kennen sich aus und bieten auch eine Menge Anwendungen (Vorträge, Physio, Bäder, Psyhotherapie etc. etc.) Man muss auch keine Gruppen machen wenn man nicht will, dann hat man nur Einzel.
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    • @Shenya Weil die Ärzte von Chronifizierung von Schmerzen keine Ahnung haben :( Das wurde uns auch in der Psychoedukation in der Schmerzklinik erklärt. Ist leider so :/

      Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute, so von Leidensgenossin zu Leidensgenossin!
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    • Ich hab danke doofer Nachwirkungen einer eigentlich schönen Trainingswoche Folgendes gefunden:

      physiotherapeuten.de/hypermobi…der-gelenke/#.XGRjm7hCeUk


      Trainingsgrundsätze des Hypermobilitätssyndroms
      • Übungen mit leichten Gewichten und moderaten Wiederholungen; jede Form von Schmerz oder Verspannung verschlechtert die Hypermobilität
      • Alle Übungen sollten acht- bis zehnmal schmerzfrei ausgeführt werden können; Übungen mindestens 15-mal durchführen, bevor Gewicht oder Intensität erhöht werden
      • Mit fünf Kilogramm ist die Gewichtsgrenze oft schon erreicht, ungeschützte Handgelenke schmerzen häufig schon bei ein bis zwei Kilogramm Gewicht; stabilisierende Orthesen können hilfreich sein
      • Training angemessen, aber konstant gestalten: Zehn- bis 15-minütige Selbstübungen täglich sind erfolgreicher als zwei Stunden Auspowern die Woche



      Bewährte Therapiemethoden
      • Stabilisierende Übungen auf Matte, Hocker oder Pezziball
      • Sanfte Bewegungsübungen im Sinne von Qigong und sanftem Yoga (Krishmanjara), langsame Tänze
      • Wassergymnastik
      • Gerätetraining mit angepassten Haltungen und Gewichten, Seilzug, Rudergerät
      • Manuelle Therapie kann bei HWS- und Kopfgelenks-Beteiligung erforderlich sein, inklusive Stabilisationsübungen
      • Meditationen (Mindfulness-Based Stress Reduction – MBSR); Sitz, Haltung, Form und Dauer sind den individuellen Belastbarkeiten anzupassen
      • Feldenkrais-Übungen als gute Grundlage, um eine individuelle und patientengerechte Bewegungsschulung zu erarbeiten



      Wer von euch hat diese Hypermobiliät und weiss, welche Stabilisierenden Übungen auf Matte, Hocker oder Pezziball.....wirklich gut sind
      und nicht kontraproduktiv???

      Ich hatte in der Woche z.B eine bestimmte Dehnübung mitgemacht, die mir nicht schwerfiel,
      aber bis heute immer noch Nachwirkungen hat.

      Ich bin ja froh, dass der obige und folgender Link:
      judithkirchmayr.at/yoga-und-hypermobilitaet-teil-2/

      gute Erklärungen bietet, die sich zum Teil mit meinen Erfahrungn deckt.

      Da ich evtl eine Tanzpäda-Fortbildung bekomme, muss ich unbedingt darauf achten, das Richtige zu tun
      und das Falsche zu lassen, auch, wenn es die anderen alle mittun.
      Was auch gut an der Erfahrung jetzt ist..wenn ich später evtl anleite..kann ich das alles mit einbeziehen.
      Auch Koordinationsprobleme bei manchen Choreos.
      (insbesondere, da ich wahrschienlich im inklusiven Bereich sein werde).

      Dafür ist das Erkennen s.o. gut.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )
      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater

    • Linnea schrieb:

      Gerätetraining mit angepassten Haltungen und Gewichten,
      naja..da braucht es doch vermutlich einen sich auskennenden Trainer?

      Linnea schrieb:

      Meditationen (Mindfulness-Based Stress Reduction – MBSR)
      möchte ich gerne, ist aber so teuer.

      Linnea schrieb:

      Feldenkrais-Übungen als gute Grundlage, um eine individuelle und patientengerechte Bewegungsschulung zu erarbeiten

      Hat Jemand Erfahrungn damit?
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )
      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater