Welchen Wert hat diese „Diagnose/Diagnostik“?

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    • Dann noch eine Frage:

      Den Fragebogen (Marburger) haben sowohl meine Mutter als auch mein Mitbewohner getrennt voneinander jeweils ausgefüllt. Der Diagnostiker möchte aber beide nicht sprechen, mir die Diagnose aber wahrscheinlich geben.
      Bringt es dann überhaupt etwas, ihm zu sagen, dass er bitte mit meiner Mutter sprechen soll? Im Endeffekt wird sie auch nur bestätigen, was ich sowieso von ihr gehört habe: Keine Mimik, keine Einbindung von Fremden, starke Spezialinteressen, etcpp..
    • @Grübler_1988 : Warum findest du ein Telefonat/persönliches Gespräch besser? Da sind die Leute doch viel nervöser und haben (gefühlt) weniger Zeit, nachzudenken und sich zu erinnern. Da wird dann bestimmt auch mal schnell was wichtiges vergessen.
      "Je weniger wir Trugbilder bewundern, desto mehr vermögen wir die Wahrheit aufzunehmen."
      Erasmus von Rotterdam
    • @Rusty Mike
      Weil bei einem persönlichen Gespräch bei Unklarheiten noch zusätzliche Fragen gestellt oder noch andere relevante Dinge besprochen werden können, die nicht Inhalt der Fragebögen sind. Zumal finde ich die Fragebögen oft zu pauschal formuliert, sodass es beim Antworten Schwierigkeiten gibt.
    • Louveteau wrote:

      Bringt es dann überhaupt etwas, ihm zu sagen, dass er bitte mit meiner Mutter sprechen soll?
      Was soll es bringen?
      Frag doch mal den Diagnostiker, warum er nicht mit irgendwem sprechen will. Hat er keine Lust, ist er zu faul noch einen Termin zu machen... :fun: Wahrscheinlich nicht....und wenn, dann wird er es nicht zugeben. :d

      Möglicherweise ist die Diagnose schon eindeutig und er braucht keine weiteren Informationen.

      Bei mir wurde niemand gefragt, und es hat auch keiner irgendwelche Bögen ausgefüllt.
    • Grübler_1988 wrote:

      @Rusty Mike
      Weil bei einem persönlichen Gespräch bei Unklarheiten noch zusätzliche Fragen gestellt oder noch andere relevante Dinge besprochen werden können, die nicht Inhalt der Fragebögen sind. Zumal finde ich die Fragebögen oft zu pauschal formuliert, sodass es beim Antworten Schwierigkeiten gibt.
      Auch besteht in einem persönlichen Gespräch die Möglichkeit, möglicherweise idealisierte Erinnerungen zu hinterfragen. So müsste ich laut MBAS ein "Super-NT" sein und erst durch genaues Nachfragen wurde zum Beispiel "Hat er/sie Freunde?- Ja, immer" zu "Naja, zum Geburtstag haben wir immer mehrere Kinder eingeladen, aber eigentlich musste ich sie dazu zwingen. Und die durften auch nur ins Wohnzimmer und ihr Zimmer nicht betreten" .
      Hätte die Fremdanamnese nur aus Fragebögen bestanden, wäre meine Kindheit als völlig normal eingestuft worden. Wer weiß, was ich für eine Diagnose bekommen hätte.
    • Grübler_1988 wrote:

      Was sagten deine Eltern, als sie über Behinderungen sprachen? Kannst du dich an bestimmte Aussagen erinnern?
      ja, kann ich.
      Es ist so, dass ich älter bin und meine Eltern wirklich alt , Ü- 80. Ich möchte sie einfach mit nix belasten. Sie stehen so kurz davor, selbst pflegebedürftig zu werden.

      Kraehe wrote:

      Bei mir wurde niemand gefragt, und es hat auch keiner irgendwelche Bögen ausgefüllt.

      bei mir auch nicht.
      "Asperger ist eine unsichtbare Behinderung." "Oh, sieht man dir gar nicht an." "Ähhh....genau" :irony:

      The post was edited 1 time, last by Rhianonn ().

    • Meine Mutter ist auch schon älter und stand daher beim Diagnosetermin lediglich telefonisch zur Verfügung. - Obwohl das Erstgespräch zwei Stunden ging, wurde sie nicht angerufen.

      Ich hatte allerdings meine Frau dabei, die einzeln befragt wurde. Sie lernte mich jedoch erst kennen als ich schon längst erwachsen war.

      Über meine Kindheit konnte somit nur etwas aus meinen Grundschulzeignissen als Fremdbeurteilung genommen werden.
      Stolzer Papa von Autinaut (HFA) :nod: - und einander irgendwie ähnlich... und doch anders...

      The post was edited 1 time, last by 70Quadrillionen ().

    • Kraehe wrote:

      Louveteau wrote:

      Bringt es dann überhaupt etwas, ihm zu sagen, dass er bitte mit meiner Mutter sprechen soll?
      Was soll es bringen?Frag doch mal den Diagnostiker, warum er nicht mit irgendwem sprechen will.

      Möglicherweise ist die Diagnose schon eindeutig und er braucht keine weiteren Informationen.

      Bei mir wurde niemand gefragt, und es hat auch keiner irgendwelche Bögen ausgefüllt.
      Genau das frage ich mich ja: Bringt das überhaupt was? ^^
      Aber ich werde mal fragen, denke ich. Bisher habe ich mich auch getraut, bei ihm meine weirden Gedankengänge einfach mal auszusprechen, die ich normal eher für mich behalte, weil die nicht gut ankommen. Ich glaube, er ist sich auch deswegen so sicher bisher. Ich hatte aber auch einen wirklich schlechten Tag beim letzten Gespräch und konnte ihm so gut wie gar nicht in die Augen sprechen und auch nur recht monoton sprechen, obwohl ich damit normal wenig Probleme habe.

      Ich habe zwei Fragebögen im August ausgefüllt, die ihm vorliegen. Da bestand ja der Anfangsverdacht. Einer davon mit meiner Mutter zusammen. Zusätzlich noch zwei Fragebögen bei einem anderen Arzt, der auch vorliegt. Und zusätzlich den Marburger eben zwei Mal. Und natürlich das auffällige EEG. Also vielleicht reichen die Sachen auch tatsächlich.

      Er scheint eben sehr kompetent. Allerdings lässt mich das zweifeln und ich wäre mir gerne wirklich sicher, wenn ich schon so eine Diagnose bekomme. Also frage ich einfach mal.
    • Kraehe wrote:

      Louveteau wrote:

      bei ihm meine weirden Gedankengänge einfach mal auszusprechen, die ich normal eher für mich behalte, weil die nicht gut ankommen.
      ist doch egal wie die ankommen, Du willst es wissen also frag
      Ich stimme dir zu. Aber nachdem man jahrelang gehört hat, man soll so nicht sein, ist es eben schwierig.
      Zuletzt wurde mir gesagt, dass ich gar nicht "akustisch wirke". Dann habe ich angefangen, meine Gedankengänge zu äußern. Da hieß es, dass es unnötig sei, wegen sowas zu stressen. ... Naja.