Warnung vor privat abrechnendem Facharzt

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    • Kleine schrieb:

      Ich werde ihn wohl auffordern, mir mindestens einen Teil der Summe zu erstatten, die ich zahlen musste. Ich habe keine Hoffnung, dass er es tun wird, aber ich werde ihn dazu auffordern.
      Vielleicht macht es ja Eindruck, wenn du dich 'ein wenig naiv' an die Ärztekammer und/oder deine Krankenkasse wendest? Ein freundliches Schreiben, in dem du explizit jeden einzelnen Fehler aufzeigst (dazu musst du das Gutachten natürlich beilegen) und dann fragen, was du jetzt tun kannst. Und ob es eine Möglichkeit gibt, das Geld zurück zu bekommen.
      ~ What the fuck is real life and where can I download it? ~
    • Dungeonmaster schrieb:

      @Kleine Was mich wundert ist, dass du zunächst absolut begeistert von diesem Arzt warst, obwohl du mehrere Warnungen bezüglich seiner Inkompetenz bekommen hattest. Und diese Begeisterung jetzt ins totale Gegenteil umschlägt.

      Kleine schrieb:

      @Dungeonmaster Nimm's mir nicht übel, aber von dir kenne ich nichts als zweifelnde Kommentare und habe die Erfahrung gemacht, dass du gar keine andere Sichtweise kennenlernen möchtest.
      @Kleine :thumbup:

      Statt dich inhaltlich mit den Fehlern des Gutachtens herumzuschlagen (die der Arzt ganz sicher bestreiten wird und behaupten wird, du hättest das so gesagt), würde ich die Rechnung prüfen, ob sie konform mit der GOÄ/GOP ist. Vielleicht hat er da ja schon grobe Fehler gemacht, so dass du ihm nur einen Teilbetrag schuldest.
      Du kannst mir gerne die Rechnung (nur die Gebührenpositionen, weder Datum, Name von dir, Name vom Arzt etc.) per PN abtippen oder einscannen, dann kann ich abgleichen, ob es GOÄ-konform abgerechnet wird. Ich habe schon so viele Abrechnungsfehler (auch bei Psychiatern und Psychotherapeuten) aufgedeckt, vielleicht kommst du damit weiter.

      Ansonsten bliebe dir, die Position des Gutachtens in der Rechnung anzufechten, aber die anderen Abrechnungsposten wirst du ja in der SAche nicht anfechten können (nur falls da was nicht GOÄ-konform abgerechnet wurde), denn du warst ja dort gewesen und er hat Diagnostik gemacht. Es wäre evtl. höchstens möglich, die Gebührenposition für die Erstellung des Gutachtens anzufechten, wenn dieses inhaltlich fehlerhaft ist. Wahrscheinlich muss man da aber erstmal Nachbesserung im Sinne des BGB verlangen, das weiß ich aber nicht genau. Ich denke mal, der zweite Kampf würde mühselig werden. Es ist die Frage, ob du deine Nerven nicht lieber schonen willst und das nicht alles zu korrigieren versuchst. Oder du kürzt die Rechnung um einen Betrag, bei dem du denkst, dass er da nicht groß nachfordern wird. Dann bezahlst du die Posten, die mit dem Gutachten nichts zu tun haben und kürzt die GEbühr für das Gutachten um 25% bis 75%) und schreibst ihm, dass du die restliche Forderung erst dann begleichst, wenn die fehlerhaften Aussagen im Gutachten korrigiert werden, weil sie weder der Wahrheit entsprechen noch dem was du ihm gesagt hast. Aber als "psychisch Kranker" hat man da immer schlechte Karten. Ich kenne es, das die Therapeuten sich dann rausreden und behaupten man hätte das so gesagt (denn schließlich ist man ja "verrückt".... :m(: :thumbdown: und könne sich das jetzt nicht mehr eingestehen dass man das so gesagt hat etc. Alles Behandler denen man die "Lizenz" entziehen sollte, da hochgradig gefährlich.

      Am besten ist wohl wirklcih, abgrenzen von dieser kranken Person und lieber das Geld bezahlen, als sich noch weiter solch emotionaler Schädigung auszusetzen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von FruchtigBunt ()

    • Dungeonmaster schrieb:

      Ok krass, ich warne vorher ausdrücklich vor diesem Arzt. Werde dafür angefeindet, dass ich Diagnosen und Kompetenzen anzweifele. Danach stellt sich heraus, dass er wirklich inkompetent ist und dann werde ich wieder dafür gehasst. Hä?
      @Dungeonmaster

      Vielleicht solltest du mal überlegen, ob es etwas mit deiner Art zu kommunizieren bzw. Texte zu verfassen, zu tun haben könnte (heißer Tipp....) ;)

      Wieso fühlst du dich eigentlich gleich gehasst, wenn man nicht deiner Meinung ist? (Antwort interessiert mich nicht, nur zum Nachdenken für dich).
    • FruchtigBunt schrieb:

      Ansonsten bliebe dir, die Position des Gutachtens in der Rechnung anzufechten, aber die anderen Abrechnungsposten wirst du ja in der SAche nicht anfechten können (nur falls da was nicht GOÄ-konform abgerechnet wurde), denn du warst ja dort gewesen und er hat Diagnostik gemacht. Es wäre evtl. höchstens möglich, die Gebührenposition für die Erstellung des Gutachtens anzufechten, wenn dieses inhaltlich fehlerhaft ist. Wahrscheinlich muss man da aber erstmal Nachbesserung im Sinne des BGB verlangen, das weiß ich aber nicht genau. Ich denke mal, der zweite Kampf würde mühselig werden. Es ist die Frage, ob du deine Nerven nicht lieber schonen willst und das nicht alles zu korrigieren versuchst. Oder du kürzt die Rechnung um einen Betrag, bei dem du denkst, dass er da nicht groß nachfordern wird. Dann bezahlst du die Posten, die mit dem Gutachten nichts zu tun haben und kürzt die GEbühr für das Gutachten um 25% bis 75%) und schreibst ihm, dass du die restliche Forderung erst dann begleichst, wenn die fehlerhaften Aussagen im Gutachten korrigiert werden, weil sie weder der Wahrheit entsprechen noch dem was du ihm gesagt hast.
      Wenn er so arbeitet wie er bereits früher gearbeitet hat dann verlangt er das Geld bar im voraus. Da ist nichts mit "nur Teilrechnung bezahlen", die gibt es nämlich nicht.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Ginome schrieb:

      FruchtigBunt schrieb:

      Ansonsten bliebe dir, die Position des Gutachtens in der Rechnung anzufechten, aber die anderen Abrechnungsposten wirst du ja in der SAche nicht anfechten können (nur falls da was nicht GOÄ-konform abgerechnet wurde), denn du warst ja dort gewesen und er hat Diagnostik gemacht. Es wäre evtl. höchstens möglich, die Gebührenposition für die Erstellung des Gutachtens anzufechten, wenn dieses inhaltlich fehlerhaft ist. Wahrscheinlich muss man da aber erstmal Nachbesserung im Sinne des BGB verlangen, das weiß ich aber nicht genau. Ich denke mal, der zweite Kampf würde mühselig werden. Es ist die Frage, ob du deine Nerven nicht lieber schonen willst und das nicht alles zu korrigieren versuchst. Oder du kürzt die Rechnung um einen Betrag, bei dem du denkst, dass er da nicht groß nachfordern wird. Dann bezahlst du die Posten, die mit dem Gutachten nichts zu tun haben und kürzt die GEbühr für das Gutachten um 25% bis 75%) und schreibst ihm, dass du die restliche Forderung erst dann begleichst, wenn die fehlerhaften Aussagen im Gutachten korrigiert werden, weil sie weder der Wahrheit entsprechen noch dem was du ihm gesagt hast.
      Wenn er so arbeitet wie er bereits früher gearbeitet hat dann verlangt er das Geld bar im voraus. Da ist nichts mit "nur Teilrechnung bezahlen", die gibt es nämlich nicht.
      @Ginome

      Das wäre nun wirklich unglaublich dreist und unseriös. Ich habe es noch nie erlebt, dass eine Arztrechnung im VORAUS bezahlt werden soll (wenn das wirklich so wäre). In solch einem Fall würde ich wirklich alle möglcihen Aufsichtsbehörden einschalten (wären rauszusuchen, was aber kein Problem ist). Es ist ziemlich sicher nicht zulässig, Arztleistungen im Voraus abzukassieren. Es könnte ja sein, dass die Diagnostik abgebrochen wird etc., das kann man doch auch erst hinterher wissen, wie viel Zeit das gedauert hat bzw. wie umfangreich der Bericht war bzw. wie komplex der Fall, um die "Sätze" (also 2,3 fach, 3,5-fach) festzulegen.

      @Kleine Falls das tatsächlcih so war, bin ich gerne bereit, dazu ein paar Informationen einzuholen bzw. Recherche zu betreiben.

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    • FruchtigBunt schrieb:

      Ich habe es noch nie erlebt, dass eine Arztrechnung im VORAUS bezahlt werden soll (wenn das wirklich so wäre).
      Da fragst Du am besten @Lex ob Ihre Darstellung der Wahrheit entspricht ;)

      Lex schrieb:

      Die Bezahlung muss sofort (also im Vorraus) in Bar erfolgen
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Kleine schrieb:

      ob ein besoffener Alzheimer-Patient das Gutachten runtergetippt hat.
      Hallo,

      ich denke, daß wir bei demselben Arzt waren. Ich würde aber nicht vor ihm warnen, da ich denke, daß sich die "mindere Qualität" wirklich nur auf die Gutachten und nicht auf die Diagnosestellung an sich bezieht, da er wirklich sehr erfahren ist. Er gibt selbst ehrlich zu, daß er ein Problem damit hat, Gutachten zeitnah zu erstellen. Ich mußte auch mehrfach Druck machen und sogar drohen und eine Frist setzen, bis ich endlich das Gutachten bekam. Daraus ergibt sich dann, daß der Arzt beim Schreiben der Gutachten keinerlei Erinnerung mehr an die Patienten hat, sondern alles nur aus seinen Notizen heraus zusammenreimt. Auch in meinem Gutachten fanden sich viele falsch dargestellte Zusammenhänge und Einzelheiten, und auch da lag es daran, daß er sich schlicht nicht einmal an mich erinnert hatte, so viele Leute hatte er zwischendurch gesehen.

      Dungeonmaster schrieb:

      warum ich von diversen Fällen gehört haben, denen es darauf ankam, die Diagnose zu bekommen, egal was es kostet und von wem und die sich diesen Arzt aussuchten
      Also, derjenige, der ihn mir empfohlen hat, meinte, daß der Arzt keine Diagnosen "verschenkt", sondern bei zwei Leuten, die ich nicht kannte, auch "nur" ADHS diagnostiziert hätte. Bei einer mir bekannten Person hat er statt Asperger Borderline und ADHS diagnostiziert. Ich selbst habe mich eher so verhalten, daß ich die Diagnose nicht haben wollte (da ich den Empfehler Lügen strafen wollte, da ich mich damals, eigentlich bis heute, nicht so mit Asperger identifizieren kann). D.h. ich habe nicht absichtlich Symptome vorgetäuscht, eher im Gegenteil.
      Nach meiner Diagnose hatte ich noch Kontakt zu Psychologen beim Coaching (Salo&Partner) und anläßlich der Mutter-Kind-Kur, und denen sagte ich, daß ich meine Diagnose anzweifele und vielleicht etwas anderes habe. Nach mehreren Gesprächen meinten beide Stellen, daß sie Asperger doch für zutreffend hielten. Außerdem wurde ich vor Kurzem wegen meines EM-Rentenantrages von einem Psychiater begutachtet, der ja ein Interesse daran hat, möglichst Diagnosen kleinzureden oder zumindest doch sehr zurückhaltend zu bewerten. Auch dieser hat nicht ein einziges Mal einen Zweifel geäußert.
      Falls sich im Bescheid etwas Gegenteiliges finden sollte, werde ich gern hier davon berichten.

      Mein Fazit:
      Ja, dieser Facharzt hat wirklich ein Problem mit den Gutachten, aber das heißt nicht, daß seine Erfahrung und seine Diagnosen deshalb schlechter zu bewerten sind. Wenn ich mir ein paar Stichpunkte machen und dann ein halbes Jahr später ein ausführliches Gutachten dazu schreiben sollte, stünde sicher auch viel Mist darin, vor allem, wenn sich die Seiten und Stichpunkte vielleicht noch tatsächlich oder in der Erinnerung mit denen von anderen, teilweise ähnlichen Fällen mischen würden.

      Capricorn schrieb:

      potsdamer Arzt auch auf sein Gutachten und die Fehler darin angesprochen?
      Ich habe das damals tatsächlich getan. Er meinte nur, das seien unerhebliche Kleinigkeiten und ich könne doch froh sein, daß ich nun mein Gutachten hätte. Ich hatte dann fast schon ein schlechtes Gewissen, weil ich dachte, das sei vielleicht krankheitstypisch, so auf Fakten herumzureiten. Beispielsweise stand in dem Gutachten, ich hätte jemanden vor Wut mit einem Ball abgeworfen (Gewalt gegen eine Person), aber ich hatte denjenigen eingeschlossen. Er fand es wohl lächerlich, daß ich auf den Unterschied hinwies, und ich kam mir dann im Nachhinein auch verunsichert und blöd vor. Ich hatte noch auf andere Fehler hingewiesen.

      Ich muß dazu sagen, daß fehlerhafte Darstellungen, die weit über Zwecke der Anonymisierung und Verkürzung hinausgehen, auch bei anderen Fachleuten, teilweise sogar bekannten Forschern, üblich sind. So las ich einmal einen Auszug, der sich eindeutig auf mich bezog, aber tatsächlich wirklich nur sehr, sehr wenig mit meinem Gefühlsleben, meinen Taten, meinem Leben usw. zu tun hatte und in dem Einiges einfach so zurechtgelegt war, daß es gut in die Sichtweisen des Psychologen und Erwartungen der Leser paßte. Das war nicht mal ein Gutachten, das nur Fachleute sehen, sondern öffentlich, d.h. jeder Interessierte kann den Mist lesen, und es gibt nichts, aber auch nichts, das ich dagegen tun kann, um Dinge richtigzustellen!

      Soll heißen: Fachlich gut zu sein und korrekte Darstellungen zu schreiben sind zwei verschiedene Paar Schuhe (rw)!
      Wenn einem die Bezüge verlorengehen, wird das "All" zum "Nichts".
    • FruchtigBunt schrieb:

      Ich kenne es, das die Therapeuten sich dann rausreden und behaupten man hätte das so gesagt
      Bei mir ging es sogar so weit, daß mein Ex-Therapeut einen Kollegen, der sich nachweislich völlig unkorrekt mir gegenüber benommen hatte, in Schutz nahm mit der Begründung, daß dieser verläßlich/korrekt sei und ich Schuld daran sei, wie es gelaufen war, und daß es wohl nicht so sein könne, wie ich es geschildert hatte. Ich hatte ihm nämlich das Fehlverhalten seines Kollegen zurückgemeldet, da er mir diesen empfohlen hatte bzw. mich an diesen verwiesen hatte.
      Ja, und da hatte ich auch das Gefühl, daß da so im Unterton mitschwang: "Sie können doch froh sein, wenn überhaupt einer freiwillig mit Ihnen arbeitet, so gestört, wie Sie sind...." :( Natürlich hätte das so nie einer zu mir gesagt.
      Wenn einem die Bezüge verlorengehen, wird das "All" zum "Nichts".
    • Necroghoul7 schrieb:

      So las ich einmal einen Auszug, der sich eindeutig auf mich bezog, aber tatsächlich wirklich nur sehr, sehr wenig mit meinem Gefühlsleben, meinen Taten, meinem Leben usw. zu tun hatte und in dem Einiges einfach so zurechtgelegt war, daß es gut in die Sichtweisen des Psychologen und Erwartungen der Leser paßte.
      Ja, in Berichten kann man auch manchmal einiges über die Denkweise der Schreiber herauslesen. Da wird man schonmal aufgrund seines Äußeren in bestimmte Schubladen gesteckt. Ich finde das absolut peinlich für Therapeuten.

      Seine Notizen so mangelhaft anzufertigen, dass man sie nicht merh deuten kann und sich dann Sachen hinzudichtet bzw. die Zeitplanung zum ERstellen der Diagnosen nicht hinzubekommen, finde ich genauso fahrlässig. Wenn ich weiß, dass ich damit Probleme habe, muss ich mich als Arzt eben direkt nach einem Gespräch hinsetzen und das aufschreiben oder man muss das Diagnostikgespräch eben auf Tonband mitlaufen lassen oder das kurz im Anschluss als Bericht in so ein Diktiergerät sprechen. Es gib doch genügend Möglichkeiten, wenn man will. Man braucht ja auch nicht so viele Leute einzubestellen, wenn man es anders nicht hinbekommt mit den Gutachten. Ich finde das hochgradig unprofessionell, hatte das aber schon bei vielen Ärzten. Hauptsache das Wartezimmer voll sitzen haben, damit das Geld reinkommt, die Qualität ist zweitrangig. Ich finde, das man auch an Berichten die Qualität ablesen kann.

      Ich finde es nicht egal, ob man z. B. eine Person einsperrt oder mit dem Ball abwirft. In einem Fall könnteman starke Aggressionen reininterpretieren (jemanden abwerfen) im anderen Fall starke Ängste (die Person war so bedrohlich,d ass man sie einsperrte). Vorher kann man doch eh nie wissen, welche Info später wichtig sein wird, deshalb sollten alle Informationen gleich wichtig genommen werden. Sonst kann man ja wirklich gleich hingehen und ein Durchschnittsgutachten anfertigen und dann noch die persönlichen Daten der Patienten ergänzen (machen wohl auch viele so, genauso unprofessionell, aber dann sind wenigstens in den Blocks mit den vorgefertigten Textbausteinen weniger Rechtschreibfehler :fun: )
    • Necroghoul7 schrieb:

      FruchtigBunt schrieb:

      Ich kenne es, das die Therapeuten sich dann rausreden und behaupten man hätte das so gesagt
      Bei mir ging es sogar so weit, daß mein Ex-Therapeut einen Kollegen, der sich nachweislich völlig unkorrekt mir gegenüber benommen hatte, in Schutz nahm mit der Begründung, daß dieser verläßlich/korrekt sei und ich Schuld daran sei, wie es gelaufen war, und daß es wohl nicht so sein könne, wie ich es geschildert hatte. Ich hatte ihm nämlich das Fehlverhalten seines Kollegen zurückgemeldet, da er mir diesen empfohlen hatte bzw. mich an diesen verwiesen hatte.Ja, und da hatte ich auch das Gefühl, daß da so im Unterton mitschwang: "Sie können doch froh sein, wenn überhaupt einer freiwillig mit Ihnen arbeitet, so gestört, wie Sie sind...." :( Natürlich hätte das so nie einer zu mir gesagt.
      @Necroghoul7

      Bei sowas fragt man sich einfach immer nur wieder, wer hier der Kranke ist. :| Viele Menschen (auch Therapeuten, Psychiater oder andere im Gesundheitssystem etc.) haben Vorurteile gegenüber psychisch Kranken (bzw. Behinderten). Da wird dann alles so hingedreht, dass es "passt". Ein Übergriff auf einen Schizoiden? Kann nicht sein, denn der bezieht ja eh immer nur alles als gegen sich gerichtet und negativ. Ein Schizophrener, dessen Gedanken der Wahrheit entsprechen? Kannst per se nicht geben, denn das schließt ja die Krankheit schon aus. :m(: Jemandem glauben, der psychisch krank ist? Da wird ja der Therapeut wohl richtiger liegen. So geht das...
      Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man, sobald man am kürzeren Hebel sitzt (und mit einer psychischen Krankheit ist das m. M. n. so) die Gefahr ganz, ganz böser Machtspielchen und Machtmissbrauchs besteht.

      Für manche Menschen ist es eben zu bedrohlich, Dinge die unwahrscheinlich sind, zuzugeben oder ihrer eigenen Meinung oder ihrem eigenen Gespür zu vertrauen. Dann wird selbst als Therapeut lieber der Patient beschuldigt, damit man selbst gegenüber Kollegen sein GEsicht wahren kann. Da kann man nur froh sein, wenn man sein LEben ohne diese Leute auf die Reihe kriegt.
    • FruchtigBunt schrieb:

      manchmal einiges über die Denkweise der Schreiber herauslesen
      Das fände ich nicht weiter schlimm (also z.B. die gesellschaftlichen Interpretationen oder die "Schule, aus der der Therapeut kommt), wenn nicht zu diesem Zwecke die Fakten (also Tatsachen aus Patienten-/Therapieberichten) so extrem verzerrt oder völlig frei erfunden würden. Das finde ich sogar verwerflicher (also Lügen, um Dinge so hinzustellen, daß sie zum Zweck passen oder reißerischer oder unterhaltsamer sind) als ein schlampiges Gutachten ohne Absicht dahinter.

      FruchtigBunt schrieb:

      Wenn ich weiß, dass ich damit Probleme habe, muss ich mich als Arzt eben direkt nach einem Gespräch hinsetzen und das aufschreiben oder man muss das Diagnostikgespräch eben auf Tonband mitlaufen lassen oder das kurz im Anschluss als Bericht in so ein Diktiergerät sprechen
      Das schafft er offenbar nicht. Im Netz beklagen sich einige Patienten darüber und er gibt es offen zu, daß er Gutachten nicht hinbekommt, einfach diese Disziplin bezüglich der Anfertigung nicht einhalten kann. Keine Ahnung, vielleicht hat er selbst Probleme oder ADHS oder zuviel Arbeit?

      FruchtigBunt schrieb:

      In einem Fall könnteman starke Aggressionen reininterpretieren (jemanden abwerfen) im anderen Fall starke Ängste (die Person war so bedrohlich,d ass man sie einsperrte).
      Ja genau, und davon gab es mehrere Falschdarstellungen, aber im Bericht meines Therapeuten gab es noch viel mehr davon, und die fand ich schlimmer, weil das eben nicht Schlampigkeit, sondern Absicht war. Der Psychiater aus Potsdam schafft es nicht, seine Unterlagen zeitnah abzuarbeiten, während mein Ex-Therapeut absichtlich Dinge anders darstellt, als sie waren, und bis auf zwei Ausnahmen diente das eben nicht dem Schutz des Patienten.

      Ich wollte auch nicht die Schlampigkeit rechtfertigen, ich wollte nur sagen, daß ich wichtiger fand, überhaupt mal eine Diagnose von einem erfahrenen Psychiater zu kriegen (egal welche), und daß ich andere Verfälschungen (wie die meines Ex-Therapeuten) schlimmer finde.
      Wenn einem die Bezüge verlorengehen, wird das "All" zum "Nichts".
    • FruchtigBunt schrieb:

      Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man, sobald man am kürzeren Hebel sitzt (und mit einer psychischen Krankheit ist das m. M. n. so) die Gefahr ganz, ganz böser Machtspielchen und Machtmissbrauchs besteht
      Die Erfahrung habe ich ja mal wieder erst kürzlich anläßlich des Persönliches Budgets gemacht. Und da muß ich den Psychiater aus Potsdam wiederum loben: Ich hatte ein sehr angenehmes, entspanntes Gespräch auf Augenhöhe, ich hatte zu keiner Zeit dieses Gefühl des Ausgeliefert-/Unterlegen-seins/Machtgefälles, das du hier sehr gut beschreibst.

      Was mich interessieren würde:
      Hat es denn bei dem Psychiater aus Potsdam Fehldiagnosen gegeben, gerade in Bezug auf Asperger? Denn wenn es bei mir so wäre, stünde ich theoretisch wieder am Anfang. Denn Probleme habe ich ja auf jeden Fall, und wenn die Diagnose "Asperger" bei mir falsch wäre, da er sie als Gefälligkeitsdiagnose mißverstanden hat (ich hatte auch vom JobCenterstreß berichtet, obwohl ich damals die Halbtagsstelle noch hatte), stünde ich wieder vor dem Problem, was denn nun eigentlich mein Problem ist. :m(:
      Wenn einem die Bezüge verlorengehen, wird das "All" zum "Nichts".
    • Kleine schrieb:

      Du könntest dich doch auch an die Humboldt Universität wenden
      Ich weiß nicht genau, ob das jetzt die FU war, aber als ich dort anrief, gab es nicht mal mehr Plätze auf der Warteliste. Ein Jahr auf eine Therapie zu warten ist ja noch möglich, aber ein Jahr auf eine Diagnose, wenn man AKUT Streß hat.....? Für mich ist das derzeit keine Option, und im Grunde hätte ich wohl noch mehr Jobcenterstreß, wenn ich gar keine Diagnose hätte, d.h. ohne "Ersatzdiagnose" brauche ich das eh nicht anzuzweifeln. Es macht nur mich selbst unruhig.
      Wenn einem die Bezüge verlorengehen, wird das "All" zum "Nichts".
    • @Necroghoul7 siehe hier


      tom_aus_berlin schrieb:

      tom_aus_berlin schrieb:

      [...]Eine Praxis für Menschen mit Störungen bei der sozialen Interaktion, insb. auch bei Verdacht auf Autismus bzw. Aspergersyndrom.

      psychologie.hu-berlin.de/de/praxis/soziale-interaktion

      [...]
      Die Adresse hat sich offenbar geändert, sie lautet jetztpsychologie.hu-berlin.de/de/pr…ulanz/psysozin/index_html

      Übrigens, nächste Woche hab ich dort meinen Termin, also ca. 2 Wochen nach dem Ausfüllen der Fragebögen und insgesamt ca. 4 Wochen nach meiner ersten Anfrage. Da kannste echt nich meckern, wie der Berliner sagt. :d
      (gerade am Durchlaufen einer zweiten, intensiven Diagnostik, daher Status zunächst auf VA "zurückgesetzt")
    • Dungeonmaster schrieb:

      Ich werde mal nachsehen, wie ich es damals formuliert habe in dem Thread zu dem Arzt
      Aber da bei dir noch "HFA" steht, scheint zumindest seine Diagnose korrekt gewesen zu sein. Und zumindest Atteste kommen zeitnah nach Geldüberweisung. :thumbup:

      Ach, und noch ein Vorteil des Potsdamer Psychiaters: Er hat mich nicht schief angeguckt wegen meiner anderen Diagnose, sondern blieb professionell, freundlich und zum Abschied sogar ein bißchen besorgt-kümmernd.
      Wenn einem die Bezüge verlorengehen, wird das "All" zum "Nichts".

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