Gemäss diverser Tests immer farbenblind eingestuft worden, bin es aber nicht

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Gemäss diverser Tests immer farbenblind eingestuft worden, bin es aber nicht

      Hallo

      Gerade heute stolpere ich per Zufall über einen Artikel, in dem es um die Farbenblindheit und deren Erkennung geht. Dazu gibt es einen Test, bei dem Zahlen in einem Bild auf verschiedenfarbenen Punkten erkennen soll. Wie diese Zahlen in etwa aussehen kann man hier nachschauen:
      google.de/search?q=farbensehte…rn&num=100&tbm=isch&tbo=u

      Bei diesen Tests versagte ich immer wieder, aber seltsamerweise nicht zwingend nur bei bestimmten Farbkombinationen, sondern anhand anderer nicht erkannten Merkmale.

      Bei den Aufnahmetests zu der Ausbildung zum Elektroniker mussten wir auch einen Farbenblindheitstest durchführen, aber der bestand (zum Glück) nicht aus solchen Bildern sondern zum Teil aus dem Ablesen von Farbringen auf Widerständen (elektronisches Bauelement). Diesen Test bestand ich ohne Probleme.

      Wilde Theorie:
      Wäre es komplett abwegig zu meinen, das die Auswirkungen von Autismus dazu führen, dass man solche Zahlen in unterschiedlichen Farbpunkten mit unterschiedlichen Grössen nicht zu erkennen vermag?

      Gibt es vielleicht andere, die ähnliche Probleme bei diesem Zahlentest haben und auch nicht farbenblind sind?
      Diagnostiziert - immer noch ein komischer Vogel ;)
    • Ich mag solche Tests und hatte bei dem Tauglichkeitstest damals zum Glück keine Probleme, die Zahlen zu lesen. Im Internet hab ich auch mal einen gemacht, der angeblich richtig schwer sein soll, aber auch da hab ich ohne Probleme alles lesen können. Man muss halt genau hinschauen und darf sich nicht nur auf den ersten flüchtigen Blick verlassen.
      "Sometimes, if we want something we can't have, we try to convince ourselves that we don't really want it."
    • Hallo,

      Bei meinem Sohn ist es ebenfalls sehr komisch mit dem Farbsehen . Mir kommt es eher wie eine Farbfilterschwäche vor. Er kann Farben erkennen, aber je nach dem wie es ihm geht vorarbeitet sein gehirn die Farben nicht richtig. Soll heißen in Stresssituationen oder so erkennt er manche Farben nicht richtig bzw es dauert länger bis er diese erkennt.

      Ende Oktober gehen wir zum Augenarzt und machen einen Test bzgl rot grün Schwäche . Mal sehen was da rauskommt. Ich finde es nur wichtig damit er in der Schule zb bei Kunst , keine Nachteile dadurch bekommt.

      Lg
    • Nayeli schrieb:

      Gibt es vielleicht andere, die ähnliche Probleme bei diesem Zahlentest haben und auch nicht farbenblind sind?
      Bei meinem Bruder (wahrscheinlich NT) ist das der Fall. Für ihn brach als Jugendlicher eine Welt zusammen, als er einen Einstellungstest für seinen Wunschberuf nicht bestand, weil er Schwierigkeiten hatte, auf den Farbsehtestbildern die richtigen Zahlen zu erkennen. Er selbst empfindet sich nicht als "farbenblind", weil er in seinem Umfeld durchaus alle möglichen Farben voneinander unterscheiden kann und nicht alles nur schwarz-weiß sieht.

      Attestiert worden ist ihm auch keine "Farbenblindheit" sondern eine "Farbfehlsichtigkeit". Die Begriffe werden gerne umgangsprachlich verwechselt und sogar in Medizinerkreisen durcheinandergewürfelt:

      Wikipedia schrieb:

      Der Begriff Farbenblindheit ist oft irreführend, da umgangssprachlich die Rot-Grün-Sehschwäche als Farbenblindheit bezeichnet wird. Bei dieser Erkrankung handelt es sich jedoch lediglich um eine Farbenfehlsichtigkeit (Farbenanomalie), die bei ca. 5 % der Bevölkerung (überwiegend Männern) vorliegt. Im medizinischen-gutachterlichen Bereich wird meist nicht scharf zwischen der Behinderung Achromatopsie und der Funktionseinschränkung Farbenfehlsichtigkeit unterschieden. Beide Erkrankungen werden gemeinsam unter dem gleichen ICD-Diagnoseschlüssel 53.5 (Farbsinnstörungen) gelistet, wobei die Achromatopsie medizinisch als vollständiger Ausfall des Farbsinns mit resultierenden weiteren relevanten Symptomen (geringe Sehschärfe, extreme Blendungsempfindlichkeit) einzuordnen ist.

      Bei meinem Bruder liegt eine "Rot-Grün-Schäche" vor:

      Wikipedia schrieb:

      Die Begriffe Rot-Grün-Sehschwäche und Rot-Grün-Blindheit stehen für bestimmte Farbfehlsichtigkeiten. Die Betroffenen können hierbei die Farben Rot und Grün schlechter als Normalsichtige unterscheiden, wobei eine Grünschwäche deutlich häufiger auftritt als eine Rotschwäche. Zudem sind signifikant mehr Männer betroffen.
      Im Fach Augenheilkunde an der Uni hat man uns das so erklärt, dass die Betroffenen selber von ihrer Farbfehlsichtigkeit nichts ahnen, bevor sie einen entsprechenden Farbsehtest gemacht haben. Sie erkennen sehr wohl ein Feuerwehrauto als "rot" und Blätter an Bäumen als "grün". Bei diesen Menschen ist es nur so, dass das Rot und das Grün einander sehr viel ähnlicher sehen, als es bei Normalsichtigen der Fall ist. Die Farbsehtests mit den Zahlen sind extra dafür konzipiert, genau dies herauszufinden.

      Der typische Farbfehlsichtige hält sich selber nicht für farbenblind. Und das zu Recht. Er kann in RL Farben unterscheiden. Nur eben nicht ganz so genau wie es Normalsichtige können. Ihm selber fällt das natürlich nicht auf, weil er von klein auf an seine "Sichtweise" gewöhnt ist.



      Was passiert, wenn ein Farbfehlsichtiger plötzlich (mit Hilfe einer speziellen Brille) sehen kann wie ein Normalsichtiger, wird in diesem Video dokumentiert.

      Noch viel kasser fällt dieser Brillentest bei vollständig Farbenblinden aus.
    • Input schrieb:

      Was passiert, wenn ein Farbfehlsichtiger plötzlich (mit Hilfe einer speziellen Brille) sehen kann wie ein Normalsichtiger, wird in diesem Video dokumentiert.
      Danke für die Videos und Links... "Selbst der Scheiss Mülleimer ist jetzt richtig bunt" (bei 4:07) :d
      Das war sehr eindrücklich, die Reaktion nach dem Aufsetzen der Spezialbrille zu sehen.

      Nein, so farblich eingeschränkt sehe ich nicht...
      Ich hatte den genannten Fabsehtest-Simulator bemüht, dabei kam foglendes raus:
      Farbsehtest1 24%
      Farbsehtest2 35%
      Farbsehtest3 23%
      Soweit wäre eigentlich alles ok, der Farbsehtest2 reisst ein wenig raus und kratzt fast an der 40%-Grenze.

      Ich hatte gestern lange darüber nachgedacht... Das einzige was mir auffällt ist, dass ich Mühe habe, eine rote Schrift (knallrot) auf schwarzem Hintergrund zu lesen. Die rote Schrift erscheint mir dann sehr dunkel und hat für mich zu wenig Kontrast um sich genug von der schwarzen Hintergrundfarbe abzuheben.
      Zusammen mit dem Resultat beim Farbsehtest2 könnte das möglicherweise Richtung einer leichten Rot-Schwäche hindeuten.
      Diagnostiziert - immer noch ein komischer Vogel ;)