Monatliche Lottorente und Grundsicherung?

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    • Monatliche Lottorente und Grundsicherung?

      Hi!

      Meine Großtante wollte mir 'n Los von so 'ner Lotterie schenken, wo man 'ne Art Rente von 1000 Euro monatlich (über zwei Jahre oder so) gewinnen kann. Ich hab ihr jetzt erst mal gesagt, dass sie das lieber sein lassen soll, weil ich nicht weiß, inwiefern das Amt (bin EM-Rentner und bekomm zusätzlich zu meiner winzigen EM-Rente Grundsicherung) mir 'nen eventuellen Gewinn wegnehmen würde. Weiß irgendwer von euch wie das laufen würde, wenn ich da wirklich so 'ne Rente gewinnen würde? Würden die mir das Geld komplett wegnehmen? Oder dürfte ich davon zumindest 'nen Teil behalten?

      Mfg
      Mike
      Don't let go
      Never give up, it's such a wonderful life
      (aus "Wonderful Life" von "Hurts")
    • Ich denke, das Jobcenter bzw. Sozialamt wird sich denken, dass Du in den 2 Jahren auch so gut über die Runde kommst, mit dem Gewinn. Ist ja auch so: Wenn Du 1000€ Lottorente und die EM-Rente hast: Wozu brauchst Du dann noch Geld vom Staat? Du hast ja dann schon viel mehr.
      Nach den 2 Jahren mag das anders aussehen.

      Andere Variante (weiß aber nicht, ob das geht, wenn der Gewinn monatlich kommt): Du packst das Geld in eine Anlegeform, die das Jobcenter/die Arge als Vermögen für das Alter ansehen kann. Ich weiß den Betrag grade nicht auswendig, aber ich meine, man dürfte 175€ pro Lebensjahr im Sinne der Alterssicherung behalten. ...oder sind es mittlerweile 250€? Wie das aber in Verbindung mit der EM-Rente ist, weiß ich nicht.
    • Leider kann man aus ähnlichen Gründen auch an Gewinnspileen nicht teilnehmen...bzw es lohnt sich nur bei soviel Geld, dass man echt H4 oder Grundsicherung erstmal nicht braucht.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )
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    • Dass man keine Grundsicherung mehr bekommt, wenn man selbst für sich sorgen kann, ist ja klar, aber können die vom Amt denn dann z. B. sagen: "Das sind insgesamt 24.000, du bekommst von uns insgesamt 700 Euro jeden Monat, dann musst du davon 34 Monate leben und kriegst vorher nichts mehr von uns!"? Oder kann man dann direkt nach den 24 Monaten wieder Grundsicherung kriegen und kann sich zumindest in den 24 Monaten auch mal was gönnen?
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    • Bei einem monatlichen Zufluss von 1.000 EUR würdest du ganz sicher aus der Grundsicherung herausfallen (wenn du alleinlebend bist). Dann hättest du deine EM-Rente und die 1.000 EUR.
      Mich würde es nicht wundern, wenn die EM-Rente auch gekürzt würde. Dazu lohnt eine Recherche bei der Deutschen Rentenversicherung (von dort wird die Rente doch ausgezahlt oder?) Es kommt bei der Hinzuverdienstgrenze der EM-Rente darauf an, ob du voll oder teil erwerbsgemindert bist. betanet.de/rente-hinzuverdienst.html
    • Rusty Mike schrieb:

      Dass man keine Grundsicherung mehr bekommt, wenn man selbst für sich sorgen kann, ist ja klar, aber können die vom Amt denn dann z. B. sagen: "Das sind insgesamt 24.000, du bekommst von uns insgesamt 700 Euro jeden Monat, dann musst du davon 34 Monate leben und kriegst vorher nichts mehr von uns!"? Oder kann man dann direkt nach den 24 Monaten wieder Grundsicherung kriegen und kann sich zumindest in den 24 Monaten auch mal was gönnen?
      Wohl eher letzteres. Du bekämst dann ja keine Leistungen mehr vom Sozialamt, dann kannst Du mit dem Geld machen was Du willst, genau wie jeder, der arbeitet. Natürlich kannst Du das Geld auch sparen und länger auf Grundsicherungsniveau davon leben, aber das kann Dir kein Amt vorschreiben.
      Allerdings hättest Du dann auch nur noch die 1000 Euro Lottorente und müßtest davon natürlich auch Miete und Heizung selber zahlen, und auch die Fernsehgebühren. Vermutlich bliebe Dir dann eh nicht viel mehr übrig als von Grundsicherung oder Hartz-IV.
      Wäre also für einen Arbeitslosen ein ziemlich dämlicher Gewinn :( . Profitieren täte davon wohl hauptsächlich der Staat.
      Diese Signatur wurde autistomatisch erstellt und ist ohne Unterschrift gültig :m(:
    • Wolkenfrosch schrieb:

      Profitieren täte davon wohl hauptsächlich der Staat.
      Nein, wir alle würden davon profitieren.
      Ich wäre jedenfalls froh, nicht mehr auf den Staat, also die Allgemeinheit, angewiesen zu sein, selbst wenn es unterm Strich nicht mehr Geld ist.
      Darum kann ich die ganze Diskussion überhaupt nicht verstehen.
      Ich habe auch schon Jobs angenommen, bei denen ich Hartz4 aufstocken konnte - es aber nicht gemacht, weil ich diese ganze Bürokratie nicht haben wollte.
    • Warum sollte ich mir den Papier-Kram und so antun, wenn unter'm Strich nicht mehr dabei rumkommt, als ich jetzt auch habe? Dann schon ich lieber meine Nerven und meine Grosstante spart sich das Geld für das Los.

      Als ich noch arbeiten konnte, war das zwar irre viel Stress, aber ich konnte mir wenigstens was gönnen. Jetzt hab ich zwar weniger Stress, muss aber an allen Ecken und Kanten sparen. Ich wünschte, ich hätte damals gar nicht erst im Berufsleben Fuss gefasst und damit auch nie gelernt, was es heisst, sein eigenes Geld zu verdienen und für schöne Dinge ausgeben zu können. Ich möcht mir doch auch mal was schönes kaufen können, aber das geht mit so wenig Geld nicht. HartzIV ist ja absichtlich so niedrig, um die Leute wieder zum arbeiten und somit aus dem HartzIV-Bezug zu kriegen, aber warum zum Teufel ist die Grundsicherung dann genauso niedrig? Die kriegen doch eh nur Leute, die nicht mehr arbeiten können. Ich kapier das einfach nicht. Das ist doch echt 'n total krankes System. x( :thumbdown:
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    • Rusty Mike schrieb:

      HartzIV ist ja absichtlich so niedrig, um die Leute wieder zum arbeiten und somit aus dem HartzIV-Bezug zu kriegen, aber warum zum Teufel ist die Grundsicherung dann genauso niedrig? Die kriegen doch eh nur Leute, die nicht mehr arbeiten können. Ich kapier das einfach nicht. Das ist doch echt 'n total krankes System.
      Dem kann ich voll zustimmen.
      Deine Großtante könnte ja ein Los für sich selber kaufen und wenn sie gewinnt, zahlt sie dir den Betrag in bar.

    • ALG II, Sozialhilfe, Grundsicherung,...wurde darauf angelegt (und es ist mehr, als es in vielen anderen Ländern gibt), um den Grundstandart, die Grundversorgung zu gewährleisten. Die ist ja nicht anders, nur weil man arbeitsfähig ist oder nicht (ALG II vs. Sozialhilfe vs. Grundsicherung),..bzw. es nicht braucht (Rentner, etc.).
      Es ist eine Leistung, die vom Staat bzw. den Steuerzahlern finanziert wird. Je mehr Leute diese Leistungen beziehen, desto mehr Leute müssten im Prinzip da sein, um die Kassen "voll zu halten" (um das Geld dann weiter zu geben).
      Für besondere Situationen, gibt es mehr Geld (med. Versorgung, u.Ä.=Mehrbedarf). Das damit nicht alles abgedeckt werden kann, in vollem möglichen Umfang, ist klar.

      Ich verstehe das Problem in diesem Thread nur teilweise. Vom Grundsatz verstehe ich es und auch, dass man es gerne anders hätte. Allerdings kann man ja durchaus etwas dazu verdienen, ohne dass es angerechnet wird, man kann einen gewissen Betrag an Vermögen haben, das nicht angerechnet wird und man kann einen gewissen Betrag an Vermögen für die Alterssicherung haben. Das sind keine Massen, aber es ist etwas.
      Es ist ja eigentlich klar, dass ein Staat einem Menschen, der grade nicht soviel braucht, weil er mehr Geld hat, nicht weiterhin so und so viel Geld geben muss, denn derjenige hat ja nun einen ganz anderen Bedarf. Wenn (als Bsp.; ich will jetzt nicht über Zahlen debattieren) einem Menschen im Monat 1000€ zustehen (davon gehen dann auch Miete usw. ab), er aber 200€ jeden Monat von jemand anderen bekommt, warum soll der Staat dann weiterhin das Geld von Steuerzahlern nehmen und 1000€ bezahlen, wenn doch der Betreffende nur noch 800€ "braucht" (nach der Berechnung, wieviel es für einen Menschen gibt)?...und man darf ja einen Teil behalten, auch wenn man es sich durchaus anders wünscht.

      Ich glaube, das ist auch eine Sache der Sicht auf die Dinge. Als was sieht man diese Leistung vom Staat? Als etwas, was einem zusteht, als eine Leistung, als ein Geschenk, als ein Überbrückungsmittel? Jemand braucht monatlich 1000€. Die bekommt er von x. Dann bekommt der jemand für eine Weile 200€ von jemand y, so dass x nur noch 800€ zahlen braucht. Der Betroffene mäht nun für ein paar Leute den Rasen und bekommt 50€ dafür. X sagt, dass er die 50€ bezahlten darf und er ihm doch weiterhin 800€ zahlt (und zwar zahlt; nicht leiht). Somit hat die betroffene Person 50€ mehr.

      Ich weiß, dass man es gerne anderes hätte, aber nehmen wir mal an, es würde diesen Lottogewinn geben, man hätte jeden Monat 1000€ geschenkt und ggf. noch anderes Geld, wie die EM-Rente. Dann hätte man den Vorteil, dass man nicht immer wieder Belege vorlegen, seinen Fall prüfen lassen muss, hat das Geld, freut sich, mal etwas geschenkt (denn die Oma spielt ja Lotto und würde es gewinnen, so wie ich in Erinnerung habe), den Steuerzahler kostet es weniger (das kann man dann für andere/s auswenden), etc. .
      Also eigentlich liest es sich doch ganz gut an, es sei denn, man hätte hinterher weniger, als vorher.
      ...und: Es ist ja immer noch nicht klar, ob man das Geld überhaupt gewinnt.

      Also Sorgen und Bedenken kann ich verstehen. ...aber wenn ich Geld geschenkt bekommen werden würde und ich für die Zeit mich nicht irgendwo rechtfertigen, Belege nachliefern, etc. müsste, fände ich das schön.
    • Vergesst es einfach. Ich seh schon, ich sollte wohl lieber froh sein, dass man mich als schwerbehinderten und arbeitsunfähigen Menschen nicht einfach totschlägt, sondern mir überhaupt erlaubt, zu leben. Und das in 'nem angeblichen Sozialstaat. Zum Kotzen. x(
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      (aus "Wonderful Life" von "Hurts")
    • Dungeonmaster schrieb:

      Rusty Mike schrieb:

      Das ist doch echt 'n total krankes System.
      Finde ich nicht. Sei froh, dass du so viel bekommst, dass du davon leben kannst. Das ist wahrlich nicht in allen Ländern so.
      Jetzt kommt gleich noch das Argument: In Afrika hungern ja die Kinder. :yawn: Sorry, die soziale Apartheit , das Ausschließen von Menschen an der gesellschaftlichen Teilhabe und das Hetzen gegen arme Menschen in Deutschland ist echt zum Kotzen.

      Da finde ich so eine Aussage wirklich nur dreist.
      ~Die Liebe allein versteht das Geheimnis, andere zu beschenken und dabei selbst reich zu werden.~
    • @Rusty Mike

      Auf der Seite der Deutschen Rentenversicherung gibt es eine Broschüre als kostenloser Download zum Thema. Broschüre Hinzuverdienst Es gibt klare Vorgaben wieviel Hinzuverdienst anrechnungsfrei bleibt (z.B. 6300 € / Jahr bei voller EM-Rente) und Rechenbeispiele, wenn Hinzuverdienst höher ist und angerechnet wird.
      Ich bin nur zu feige dem ein Ende zu setzen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von kim ()