Kochen

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    • Kochen hatte für mich lange keine Priorität, weil der restliche Alltag schon alle Ressourcen verbraucht hat. Aber eigentlich würde ich gerne ab und zu mal was leckeres kochen. Bisher klappt das nur in der Form, dass ich eine Handvoll Rezepte habe, die ich immer wieder mache. Nicht, weil ich keine Abwechslung mögen würde, sondern weil es so unkomplizierter ist. Es sind die gleichen Zutaten und die gleichen Abläufe. Oder ich mache etwas, was man nur auftauen muss, oder irgendwelche Dosen und Päckchen. Ich habe es bisher nicht geschafft, mich auf das Kochen anders vorzubereiten, also Rezept raussuchen, Zutaten einkaufen, Rezept zubereiten.

      Wie macht ihr das denn? Schafft ihr es, richtig zu kochen, und wenn ja, wie?
      Menschen sind auch nur Tiere. - Ich mag Tiere!
    • Kommt drauf an, was du unter "richtigem" Kochen verstehst. Ich koche nicht besonders oft und kann eigentlich nur 2 oder 3 Rezepte. Etwas neues auszuprobieren ist für mich sehr stressig, weil ich Schwierigkeiten habe, die ganzen Abläufe zu planen und mir zu merken. Bis jetzt ist das alles kein Problem, da man bei mir an der Uni in der Mensa zu Mittag und zu Abend essen kann, ich muss mich also nur ums Frühstück selbst kümmern. Wenn ich übers Wochenende oder während der vorlesungsfreien Zeit zu Hause bin, kochen meistens meine Eltern. Mein langfristiges Ziel ist eigentlich genau das, was du jetzt schon machst: Eine handvoll Rezepte "lernen" und dann immer wieder kochen. Vielleicht bekomme ich dann ja irgendwannmal Lust, doch etwas Neues auszuprobieren, wenn es auf Dauer zu langweilig wird. Was ich auch schon gemacht habe, war, dass ich eine große Menge zubereitet habe, sodass ich nachher noch Reste im Kühlschrank hatte, die man dann nur noch aufwärmen muss (praktisch, wenn man faul ist :oops: ). Man muss fairerweise auch dazusagen, dass meine kleine Wohnung in der Unistadt nur eine kleine Miniküche hat; da macht Kochen sowieso kein Spaß. :?
    • Ich koch eigentlich immer "richtig". Bin das auch gar nicht anders gewohnt, weil ich früher immer im Haushalt helfen musste. Meine Mutti meinte immer, ich müsste mich später ja auch selber versorgen und hat mir deswegen kochen, bügeln und alles, was zur Hausarbeit gehört, beigebracht. Früher fand ich das total uncool und nervig, aber als ich ausgezogen bin, war ich doch ganz froh drüber.

      Jetzt, wo ich 'nen vernüftigen Putzplan hab, hab ich auch wieder viel mehr Zeit zum Kochen und probier auch immer mal neue Rezepte aus. Ich guck gern mal bei Chefkoch oder so und hab auch etliche Kochbücher. Rezepte, die mir gefallen, schreib ich ab und glieder sie mir in für mich überschaubare Schritte. Ich plan immer im Vorraus, was ich in der nächsten Woche essen will und achte dabei auch darauf, dass ich die Rezepte so auswähl, dass ich die Reste entweder gleich am nächsten Tag weiterverwerten, bzw. einfrieren kann, damit ich nicht unnötig Lebensmittel wegwerfen muss. Dabei behalt ich auch immer die Werbung der Läden im Auge, denn dann spart man doch 'ne Menge Geld.

      Bevor ich dann mit dem Kochen loslege, schau ich mir das Rezept (steckt in 'ner Dokumentenhülle, damit es auch schön sauber bleibt) nochmal an und bereite alles vor. Messer, Schneidbrett, Waage, Litermass, Töpfe und Co. stell ich bereit, die Zutaten mess ich nach Möglichkeit schon ab und erst dann leg ich los. So braucht man nicht zwischendrin erst noch lange 'ne Reibe oder so suchen oder 250ml Milch abmessen.

      Bei Rezepte halt ich mich übrigens nicht immer ans Rezept. Da wird Schafskäse halt gegen Maasdammer oder Cheddar getauscht, statt Zuchini nehm ich Paprika oder Kürbis und statt Pfeffer nehm ich auch schon mal Chili. Bin da halt sehr experimentierfreudig und hab auch schon ein paar Rezepte selber entwickelt.
      Don't let go
      Never give up, it's such a wonderful life
      (aus "Wonderful Life" von "Hurts")
    • Ich koche mir meist einfache Gerichte. Entweder Eintöpfe oder Suppen in großen Mengen,
      die ich portionsweise einfriere. Oder Gemüsereis bzw. Kartoffeltopf. Als Kartoffeln, Gemüse, evtl. Hackfleisch/Hühnchen in einem Topf zusammen. Das kann man auch prima einfrieren.

      Generell koche ich immer für mindestens 2 Tage, das spart dann auch Zeit.
    • Rusty Mike schrieb:

      Ich koch eigentlich immer "richtig". Bin das auch gar nicht anders gewohnt, weil ich früher immer im Haushalt helfen musste.
      Musste ich auch, hilft mir aber nicht, dass ich theoretisch alles kann. Solange die Prioritäten bei der Arbeit lagen, hatte ich einfach keine Ressourcen für Hausarbeit und Kochen. Und selbst jetzt, wo ich mehr Zeit habe, muss ich mir genau überlegen, wie ich das umsetzen könnte, wenn ich mehr richtig kochen will.

      keinname schrieb:

      Kommt drauf an, was du unter "richtigem" Kochen verstehst.
      Wäre für mich, dass man erstens frische Zutaten selbst zu einem Essen verarbeitet und zweitens auch nicht immer nur das gleiche macht.
      Menschen sind auch nur Tiere. - Ich mag Tiere!
    • Ich koche immer "richtig", das heißt für mich vor allem, aus frischen Zutaten, nix aus der Tüte, auch keine Fleischbrühe oder so. Das kann auch etwas ganz einfaches sein (z.B. Kartoffeln mit Kräuterquark), oder aber v.a. am Wochenende auch aufwendiger. Tägliches Kochen habe ich mir als Routine bewusst zugelegt nach der Uni, als ich ich in neuer Umgebung allein gewohnt habe. Sonst hätte ich mich schnell komplett hängen lassen. Ich hatte mit 10 angefangen, auf einem Puppenherd zu kochen, später dann mit einem Bruder zusammen an Weihnachten aufwendige Menüs, so dass die Abläufe kein Problem mehr waren. Da half, dass ich diese Menüs akribisch geplant habe, mit genauen Zeitplänen für die Herdplatten und Kochtöpfe. Dadurch kann ich heute auch spontan kochen, was mir gerade einfällt oder was der Markt/der Garten zufällig hergibt. Als ich meine Frau kennengelernt habe, war deshalb auch schnell klar, dass die Küche meins sein würde. Ist halt langjährige Gewohnheit, das macht viel aus.
    • HCS schrieb:

      Da half, dass ich diese Menüs akribisch geplant habe, mit genauen Zeitplänen für die Herdplatten und Kochtöpfe.
      Ich glaube, das müsste ich auch machen, und das ist am Anfang halt großer Aufwand, die Routine stellt sich erst später ein.
      Ich dachte, ich könnte mit einem Tag in der Woche mal anfangen und mir dazu ein Rezept aussuchen und die Zutaten einkaufen. Das muss sich alles erstmal einspielen.
      Menschen sind auch nur Tiere. - Ich mag Tiere!
    • HCS schrieb:

      dass ich diese Menüs akribisch geplant habe, mit genauen Zeitplänen für die Herdplatten und Kochtöpfe.
      Das mache ich auch so und ich wiege /messe mir alle Zutaten vorher ab. Auch wird alles vorher zurechtgelegt, was ich brauche.
      Dadurch werde ich nicht so schnell fahrig, wenn etwas nicht genauso klappt, wie im Rezept beschrieben.

      Da ich durch die Kinder immer kochen musste, habe ich auch genug Routine in der Küche.
      "Ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt."


      (Johann Wolfgang von Goethe)
    • Wenn ich 'richtig' koche, dann immer gleich große Mengen. Das meiste friere ich portionsweise an, dann geht es an anderen Tagen schneller. Meist vergesse ich das Essen nämlich und habe irgendwann so doll Hunger, dass es schnell gehen muss.

      Für Notfälle (wenn mal schmerztechnisch nix geht) habe ich auch ein paar Tütensoßen da. Gerade im Winter hängen mir meine eigentlich geliebten Kartoffeln mit Hüttenkäse nach ein paar Wochen sonst zum Hals raus.
      ~ What the fuck is real life and where can I download it? ~
    • Shenya schrieb:

      Ich glaube, das müsste ich auch machen, und das ist am Anfang halt großer Aufwand, die Routine stellt sich erst später ein.
      Wenn Du wenig Erfahrung und eigene Ansätze hast, mag es Sinn machen zumindest ein paar Grundrezepte mal nachzukochen.
      Ich war und bin bei der Essenzubereitung schon immer eher experimentierfreudig und kreativ gewesen, halte mich nicht an bestimmte vorgegebene Mengenangaben, sonder mache das alles eher intuitiv.
      Ich hatte als Schülerin allerdings als Basis quasi einen Grundkurs Kochen in der VHS belegt.
      Da habe ich einige Grundrezepte erlernt.
      Rezepte habe ich später dann nur noch ab und an mal angeschaut, um Ideen bzgl. Geschmack , Zubereitung und Kombis zu sammeln.
      Ich weiss nicht, ob meine Gedanken Dir etwas bringen, aber ich schreibs mal auf.

      Shenya schrieb:

      Wäre für mich, dass man erstens frische Zutaten selbst zu einem Essen verarbeitet und zweitens auch nicht immer nur das gleiche macht.
      Es gibt eine so grosse Auswahl an Gemüse, Kohlehydraten, Fleisch/Fisch, Michprodukten, Kräutern, Gewürzen etc. die dann im Grunde nach Belieben zusammengestellt werden können.
      Wenn du Grundrezepte, die Dir liegen, kennst und kannst z.B. auch für Saucen, kannst Du die dann im Grunde selber variieren, schon dadurch kann viel Abwechslung in der Ernährung entstehen finde ich.
      Dann mal etwas im Ofen garen, mal in der Pfanne, mal im Wok, mal in Töpfen
      - auch das kann viel Variation bringen.

      Ich halte es meist einfach, mache also keine gehobenere Gourmetkost,
      in der es z.B. beim Fleisch etc. auf genaue Garpunkte etc. ankommt.
      Heute esse ich ja viel roh und mische mir alle Zutaten, die ich am Tag essen mag, dann so wie es für mich passt einfach zusammen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ifi ()

    • Shenya schrieb:

      das ist am Anfang halt großer Aufwand, die Routine stellt sich erst später ein.
      Ja, das ist richtig. Ist aber überschaubar, solange man nur einen Gang kocht (diese Menüs waren halt für die ganze Familie, das heißt 7+ Leute, da haben wir immer mindestens 3 Gänge gekocht). Ich habe mich auch lange ganz exakt an die Rezepte gehalten, das gibt Sicherheit. Und @ifis Rat mit den Grundrezepten ist diesbezüglich sehr hilfreich. Das schafft eine solide Basis. Ich koche z.B. immer die mehr oder weniger gleiche Tomatensauce, die sich dann mit weiteren Zutaten sehr variantenreich weiterverarbeiten lässt (und nebenbei gesagt auch gut in kleinen Portionen in Schraubdeckelgläsern eingemacht werden kann - einfach heiß ins Glas, Deckel festziehen, fertig, hält sich auch ungekühlt Wochen).
    • Shenya schrieb:

      Wie macht ihr das denn? Schafft ihr es, richtig zu kochen, und wenn ja, wie?
      Ich denke, wenn man berufstätig ist (egal ob vollzeit oder teilzeit) ist das allerdings schwierig, man hat wenig zeit und auch energie dafür, denn das kostet es.
      Ich war heute bis nachmittags unterwegs und irgendwie dauermüde, auch weil mal wieder die S-bahnen durch Busse ersetzt wurden, sehr nervig.
      Heute hatte ich keine lust dann auch noch zu kommen.

      Also generell erstmal, wenn ich also nicht müde, kaputt oder sonstwas bin, koche ich sehr gerne, es macht mir spaß und ich habe seit Teenagerzeit sowas auch gelernt (im heim, in der schule etc) allein schon deswegen weil mir fertiges Essen und auch von anderen zubereitetes Essen meistens nicht schleckt bzw da irgendwas dran ist was ich nicht mag, was es wiederum für mich okay macht, wäre es nach meinen Kriterien zubereitet worden.
      Darum ganz einfach selbst gelernt es selbst zu machen indem man sowas wie Basics schon gelernt hat durch Schule etc, aber auch durch Kochbücher verschiedener art. Kochsendungen taten dann ihr übriges.

      Heute koche ich aber meist richtig nur am Wochenende, mehr zeit um alles einzukaufen, da auch nicht alles gleich so lange haltbar ist.
      In der Woche machen wir meist was mit Nudeln, Gemüse oder so, etwas was nicht so teuer ist und schneller fertig da ich zwar auch koche aber meine Mutter erst ab 8 oder 7 zuhause ist und da ist es schon recht spät.
      Ich habe auf DA mal ein paar Fotos von Sachen gepostet die ich gekocht habe:
      Coc o Vin

      Rotes Curry mit Klebreis

      Giabatta Burger

      Rindergeschnetzeltes in grünem Cocoscurry mit Mi-nudeln

      Chokohörnchen

      Baguette mit Tomaten, Parmesan und Winzerkäse

      Medallions in Rotweinsahnesauße mit Bandnudeln

      Herzhafte Blätterteigtasche

      Vegetarischer Nudelauflauf

      Tom Ka Gai Suppe mit gebackenem Hähnchen

      Salat mit Nordseekrabben und Cocktailsauße (sauße selbstgemacht)

      Butternutkürbisgratain mit Gemüse und Hackfleisch
    • RegenbogenWusli schrieb:

      Ich habe auf DA mal ein paar Fotos von Sachen gepostet die ich gekocht habe:
      Das ist super :o
      Ein echter Künstler, das Essen sieht auch noch gut aus. :thumbup:

      Ich koche gerne, ich finde es schmeckt auch. Aber ich habe keinen Plan, kein Rezept.
      Wenn ich Rezepte verwenden würde müsste ich genau die Sachen kaufen die dort stehen und es würde immer etwas fehlen, das wäre stressig. Ausserdem müsste ich mir das dann vorher überlegen und dazu habe ich keine Lust. Kochen ist ein kreativer Prozess.

      Ich kaufe die Sachen die ich mag, etliche Sorten Körner und Gewürze, Reis, verschiedene Sorten Nudeln und so habe ich immer zu Hause, und das Gemüse was mir gerade gefällt, was saisonal verfügbar ist und gerade wächst, und dann koche ich das was mir gerade einfällt.
      Sieht natürlich nicht so toll aus wie bei Dir, eher so zusammengeworfen :d

      Wenn man kochen kann, kann man aus allem etwas machen. Es gibt ein paar Grundtechniken, wenn man die beherrscht, kann man variieren. Improvisation.

      Backen ist auch toll. Auch da gibt es ein paar Grundrezepte und dann kann man damit machen was man will. Hefeteig, Rührteig, Mürbeteig, das reicht schon. Wenn man das kann kriegt man damit alles mögliche hin.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Kraehe ()

    • Kraehe schrieb:

      Ein echter Künstler, das Essen sieht auch noch gut aus.
      Danke, oh Gott nein, hast du schonmal auf Pinterest die Fotos von anderen gesehen? Die können sowas viel besser als ich XD
      Ich hab nicht den Nerv sowas Hintergrund und Lichttechnisch noch so zu machen, da ist mein Essen ja kalt XD


      Shenya schrieb:

      Jetzt bekomme ich Hunger, das sieht lecker aus. Da könntest du glatt ein Restaurant eröffnen.
      Findest du?
      Ja ich denke neben dem Malen und so, ist das das einzige was ich sonst noch wirklich gut kann, also vielleicht nicht das Anrichten selbst aber das mit den Lebensmitteln umgehen.
      Ich hatte wenn ich wo als Praktikant gearbeitet habe, dort auch öfter gekocht damit nicht immer was bestellt werden musste, und die Leute dort haben sich auch nie beschwert XD


      Kraehe schrieb:

      Ausserdem müsste ich mir das dann vorher überlegen und dazu habe ich keine Lust. Kochen ist ein kreativer Prozess.
      Ich denke ich weiß was du meinst. Dieses Gefühl habe ich nach und nach bekommen.
      Durch das immer und immer wieder benutzen diverser Rezepte, ist hier und da auch mal anstelle von einer Zutat eine ähnliche ausgetauscht worden, und es ist genauso gut geworden.
      Ich kann dir auch sagen das man sich beim Kochen weitaus weniger strikt an ein rezept halten muss als beim Backen, der Spielraum ist da viel größer ;)
      Beim Backen ist was falsch abgewogen und schon stimmt die Textur nicht mehr oder es wird nicht fest oder flockt etc etc und das Endergebnis ist ungenießbar, das ist beim Kochen nicht so.
      ZB wenn du keine Tomatenstücke in der Sauße magst, nimm passierte Tomaten, oder wenn dir Parmesam zu teuer ist, nimm Grana Padano oder Peccorino oder einen schon recht harten Bergkäse.
      Anstelle von Creme Freche kann man auch Schmand nehmen etc, es gibt viele Möglichkeiten und über die Zeit hat man irgendwann auch sowas wie Gewürze und so eh schon zuhause, die muss man dann nichtmal mehr kaufen. Wer einen Balkon oder Garten hat, kann vieles auch einfach selber anpflanzen, 2x im jahr abernten (frühsommer und herbst) und einfrieren, das hält sich einwandfrei und ist besser als getrockente Kräuter.
      Erst neulich habe ich endlich mal Schmalznudeln gemacht. Ich kannte die schon als ich noch in Bayern wohnte, und weiß nicht warum ich die nie früher mal machen wollte, vielleicht weil es sie hier nicht gibt und daher nie wieder zurück in erinnerung kamen, und beim Backen ist es so das man nicht einfach ein anderes Mehl nehmen kann oder einfach etwas weniger Mehl, dann ist der Teig zu nass und klebt, was er in dem Fall nicht soll/darf.
      Bei Coc o Vin ist es nicht schlimm wenn ein paar mehr Kartoffeln in dem Gericht sind, oder wenn anstatt 3EL Olivenöl nun 5 über die Sache gegossen werden, das wird weder was an der Konsistens ändern noch am geschmack. Man kann es sogar ganz weglassen wenn man es einfach nicht haben will.
      Dadurch wird das Gericht nicht un-kochbar XD
      Sowas lernt man halt über die Jahre, und das lohnt sich wohl auch nur wenn man sich die Zeit nehmen will und sowas wie eine Leidenschaft entwickelt.
      Dank dem selber kochen lernen, gibt es inzwischen Gerichte die ich früher nie gegessen habe weil ich es so wie andere das zubereitet haben einfach nicht mochte, aber wenn ich es selber bestimmen kann (zB Rukola anstatt Spinat, Spitzkohl anstatt Wirsing, Tatar anstatt halb und halb) oder sowas, dann geht es auch für mich, also Dinge die sich quasi ähneln, für mich aber sonst ungenießbar sind, können dann einfach ausgetauscht werden.
      Mit der Zeit arbeitet man sich auch sowas wie eine Routine ein. Früher hab ich mich sehr strikt an die Beschreibungen in den Büchern gehalten und gemerkt das man vieles auch schon so hätte vorbereiten können, weil man bei anderen Dingen wenig Zeit hat zB noch was zu zerschnibbeln, raspeln etc, das hätte man vorher auch schon gut vorbereiten können damit man es dann griffbreit hat wenn man es braucht. Weil, wenn ich erst das Fleisch schneide (was man ja eh nicht machen soll), dann hab ich während ich dieses anbrate keine Zeit mich gleichzeitig darum zu kümmern das das Gemüse auch noch geschnitten wird, also mache ich das vorher.
    • Ich habe direkt nach dem Auszug aus dem Elternhaus mit 19 angefangen Essensgerichte zu kochen. Irgendwie hat mich mein Partner ganz automatisch da mit reingezogen. Wir haben damals sehr viel mit halbfertigen Produkten gekocht. Vieles war ungesund (viel mit Fixprodukten gekocht, fast nur Nudeln, ab und zu mal Fertiggemüse aus der Tiefkühltruhe und viel mit Hackfleisch und Käse), aber als Studenten hatten wir auch nicht so viel Zeit und Geld. Damals hatte ich mich hauptsächlich an dem ausgerichtet, was mein Partner vorschlug.

      Als ich später alleine wohnte, merkte ich erst, wie anstrengend es ist, ständig das Essen und die Einkäufe zu planen, aber ich kaufte dann für mich selbst das Essen ein und ernährte mich bald nur noch vegetarisch. Da ich damals noch studierte bzw. dann später arbeitete, waren es aber auch meistens (aus Gewohnheit bzw. Zeitmangel) halbfertige Produkte. Ich achtete damals darauf, dass jedes Gericht aus drei Teilen besteht.

      Mit der Zeit achtete ich dann immer mehr auf die Qualität und Inhaltsstoffe der Speisen und kam von den Halbfertigprodukten weg. Ich probierte dann sehr viel mir unbekannte Gemüsesorten und Obst aus und auch viele Getreideabwandlungen wie Couscous, Graupen, Bulgur oder Linsen. Ich kaufte immer mehr frische Produkte und ließ mir sogar 1x die Woche Gemüse liefern, ohne vorher genau zu wissen, was geliefert wurde.

      Diese Experimentierfreude wurde dann noch in einer anderen Partnerschaft bestärkt, in der sich der Partner auch dafür interessierte, ausgefallene Gerichte zu essen (wir waren in der Zeit sehr viel Essen gehen in afrikanischen, libanesischen, thailändischen, indischen, arabischen und italienischen Restaurants). Da lernte ich die Qualität von Essen zu schätzen. Gleichzeitig habe ich versucht, vieles nachzukochen, was wir dort aßen. In der Zeit habe ich mir auch viele vegetarische Kochbücher gekauft und alles mögliche Ausgefallene gekocht.

      Mit der Zeit habe ich dann ein Gespür dafür bekommen, was sich gut kombinieren lässt und was mir in der Kombination sehr gut schmeckt. Ich würde sagen, dass das Essen schmeckt, das ich koche und das man das durchaus anderen servieren kann. Ich koche allerdings fast nur nach Rezept. Selbst wenn ich mir ein Menü selbst überlege, schreibe ich das akribisch auf und koche das nächste Mal nach diesem Rezept.

      Da mich die Partnerschaften und meine Vollzeitarbeit aber immer mehr Energie kosteten, nahm das mit dem Kochen dann langsam aber stetig wieder ab, bis ich irgendwann vor ein paar Jahren so wenig Energie hatte, dass ich unter der Woche nur noch in der Kantine essen ging und es nicht einmal mehr am Wochenende alleine schaffte, mir etwas zu kochen. Teilweise war ich auch während der Arbeitstätigkeit einmal die Woche auswärts essen, weil ich keine Energie hatte zum Kochen und soziale Ängste hatte, in die Kantine zu gehen. Wenn ich Besuch hatte, klappte das aber weiterhin. Fertiggerichte wollte ich nicht mehr einkaufen, das wäre für mich ein totaler Rückschritt gewesen, zumal die meiner Meinung nach auch nicht gesund sind und mir heutzutage nicht mehr schmecken, wo ich weiß, wie frisch zubereitetes Gemüse und andere Dinge schmecken. Vor zwei Jahren wurde es dann richtig schlimm, so dass ich mit dem Lebensmittel einkaufen komplett überfordert war, keine Kraft mehr zum Kochen hatte und teilweise auch fast gar nichts mehr gegessen habe.
      Ich habe mir dann einen Essensplan aufgestellt, wo 7 Gerichte - für jeden Wochentag eins - draufstehen. Mit diesem Plan habe ich es langsam wieder geschafft, überhaupt irgendetwas etwas zu kochen.

      Mittlerweile habe ich ein großes Repertoire an Gerichten, die ich kochen kann. Die Rezepte habe ich in einem Ordner und einem Rezeptebuch gesammelt bzw. ein paar auf dem PC gespeichert. Leider habe ich teilweise immer noch zu wenig Energie, so dass ich meist einfachere Sachen koche, je nach psychischer Verfassung und Energie aber auch mal sehr Aufwendiges. Seitdem ich auf Laktose, Fructose und Kohlenhydrate weitestgehend verzichte, ist das Kochen wesentlich einfacher, weil es einfach nicht so viel gibt, was man da kochen kann, aber dadurch lernte ich auch, dass ganz einfache Zutaten wie Gemüse doch sehr verschieden zubereitet und gewürzt werden können.

      Ich wüsste nicht, wie ich neben einem Job noch Einkaufen und Kochen sollte und weiß überhaupt nicht, wie ich das früher geschafft habe. Ich muss sagen, dass Essen für mich mittlerweile Lebensqualität bedeutet und nicht nur Nahrungsaufnahme zum Überleben ist. Wenn ich etwas gekocht habe, genieße ich das Essen. Es macht mich zufrieden und glücklich. Ich würde gerne auch wieder mehr in Restaurants essen gehen, aber leider gibt es hier wo ich wohne fast nur teurere Restaurants die Wert auf Etikette legen und dann auch noch kulinarisch nichts Besonderes, deshalb habe ich weitestgehend davon Abstand genommen.

      Ich fotografiere viele meiner Gerichte mit dem Handy ab und habe da auch schon eine große Sammlung, die ich eigentlich als Anregung nutzen wollte, wenn ich mal nicht weiß, was ich kochen soll.
      Dafür dass ich nie einen Kochkurs besucht habe und mir meine Mutter Null beigebracht hat, ist es eigentlich ganz ordentlich, was ich kochen kann. Schade, dass ich niemanden zu Hause bekochen kann. Ein Partner meinte mal zu mir, dass man das durchaus in einem Restaurant servieren könnte, was ich koche. Es wäre doch schön, wenn man für eine Familie kocht und denen schmeckt das Essen (aber wahrscheinlich bekommt man als Koch oder Köchin in der Familie eh keine Komplimente). Na ja, so koche ich eben meistens für mich oder vor kurzem für meine Eltern, die sich auch sehr gefreut haben und das Essen gelobt haben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von FruchtigBunt ()

    • Ich würde auch gerne Fotos von meinen gekochten Gerichten hochladen, aber bei imgur.com kann man nur einzelne Links hier reinkopieren. Ich bräuchte irgendeine Seite, wo man mehrere Fotos hochladen kann, aber dann nur einen (!) Link hier posten muss, damit ihr euch die anschauen könnt.
    • FruchtigBunt schrieb:

      bei imgur.com kann man nur einzelne Links hier reinkopieren.
      nee, du packst die Bilder bei imgur in ein Album, auf das du dann problemlos verlinken kannst.
      Wenn du dieses Album auf "hidden" stellst, kann man auch nur diese Bilder sehen und nicht auch den Rest deines accounts. :)
      Ich bin kein Klugscheißer! Ich weiß es wirklich besser! Ich weiß auch, wann ich
      besser nichts sagen sollte - und dann höre ich mich reden und reden und reden ...