Leidet Ihr an Wahrnehmungsproblemen?

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    • Leidet Ihr an Wahrnehmungsproblemen?

      Leidet Ihr an Wahrnehmungsproblemen?
      Wie äußern Sie sich bei Euch?


      Von der Koerperwahrnehmung her bin ich unterempfindlich.
      Beim höheren und sehen überempfindlich, was ich mit Bewegung und|oder Ruhe, versuche zu kompensieren, da mir alles zu viel ist.

      Mich wuerde interessieren, wie Ihr Eure Wahrnehmungsproblemen beschreibt und warnehmt,
      Habe starke Konzentrations Schwierigkeiten, konnte aber auch auf ADHS hindeuten.

      Freue mich auf Eure Sichtweisen und Eure Erfahrungen.
      Sowie auf einen regen Erfahrungsaustausch.

      Danke,
      Freundliche Gruesse, Daniel


      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Daniel1 ()

    • Ich nehme meine Sinne auch recht empfindlich wahr, aber auch über die haut/Tastsinn.
      Ich vermute das das auch der Grund ist, weshalb ich keine Berührungen mag, vorallem an allen Stellen außer den Händen. Ich hasse es wenn mich menschen an der Schulter, Rücken oder sowas berühren durch Gesten oder ähnliches, das fühlt sich sehr extrem an, anders als Händedrücke, die finde ich nicht unangenehm, aber ich kann auch recht heißes Wasser anfassen ohne das es weh tut, wobei das wieder nur für die Hände gilt.
      Die psychisch sensitive Wahrnehmung ist bei mir generell recht stark, wenn auch nicht extrem. Ich bin definitiv Lichtempfindlich aber das ist scheinbar nicht immer so. Das "normale" Licht in den meisten geschäften oder einem Einkaufscenter oder Zug stört mich selten, außer es flackert, das macht mich nervös und tut in den Augen weh.
      Sonnenlicht mag ich von den Augen her garnicht, ich bin daher selten in der direkten Sonne, auf den Balkon gehe ich meist garnicht weil die Wände hell sind und ich dort nichtmal die Augen aufbekomme wenn die Sonne scheint.
    • Ich habe oft Probleme mit Lichtverhältnissen und gehe generell kaum noch ohne Sonnebrille aus dem Haus.

      Was mir aber wirklich zu schaffen macht, ist mein Geruchssinn. Ich kann zum Beispiel, nachdem ich etwas gegessen habe (z.B. Brot), es nicht ertragen, wenn das Brot dann noch in Riechweite ist, ich muss es rausbringen. Auch andere Gerüche stören mich oft, sogar so sehr, dass ich gar nicht schlafen oder mich entspannen könnte, wenn ich sie rieche. Was mich aber wirklich richtig extrem stört sind Gerüche beim Essen selbst. Momentan ist es zum Beispiel so, dass ich den Eigengeruch des Tellers nicht ausstehen kann, auf dem sich mein Essen befindet. Vor allem wenn Feuchtigkeit auf dem Teller ist, fällt es mir richtig schwer die Mahlzeit zu essen, weil mir der Geruch so zu schaffen macht. Ich muss mich mit Fernseh gucken ablenken, sonst könnte ich momentan wohl kaum etwas essen.
    • Cael schrieb:


      Was mir aber wirklich zu schaffen macht, ist mein Geruchssinn. Ich kann zum Beispiel, nachdem ich etwas gegessen habe (z.B. Brot), es nicht ertragen, wenn das Brot dann noch in Riechweite ist, ich muss es rausbringen. Auch andere Gerüche stören mich oft, sogar so sehr, dass ich gar nicht schlafen oder mich entspannen könnte, wenn ich sie rieche. Was mich aber wirklich richtig extrem stört sind Gerüche beim Essen selbst. Momentan ist es zum Beispiel so, dass ich den Eigengeruch des Tellers nicht ausstehen kann, auf dem sich mein Essen befindet. Vor allem wenn Feuchtigkeit auf dem Teller ist, fällt es mir richtig schwer die Mahlzeit zu essen, weil mir der Geruch so zu schaffen macht. Ich muss mich mit Fernseh gucken ablenken, sonst könnte ich momentan wohl kaum etwas essen.
      das geht mir auch so. Nicht nur bei Tellern, auch bei Besteck und Tassen/Gläsern etc. Ich kann es nicht ertragen, wenn ich aus einem Glas/einer Tasse trinken soll, die per Hand abgewaschen und nicht nochmal klar abgespült wurde . Ich rieche die Spüli-Reste.

      Desweiteren bin ich je nach Verfassung unterschiedlich stark geräuschempfindlich. Bin ich eh schon im Stress, ertrage ich z.B. das Kau-Geräusch der Mitessenden nicht! Ich gehe dann weg oder mache ruhige Musik an.

      Ich bin auch stark berührungs- und somit schmerzempfindlich.

      Mein Geschmackssinn ist so gut, dass ich aus jedem Essen alle Gewürze erkenne und tolle Gerichte aus Restaurants meist nachkochen kann. Und jeden noch so kleinsten Ansatz von Schimmel rausschmecke.
    • Ich kann zu gut hören.

      Sobald ich irgendwo Geräuschen ausgeliefert bin (vor allem Musik), kann es bis zu richtigen körperlichen Schmerzen werden.
      Ich konnte zum Beispiel auch nie auf ein Konzert gehen, wo mir nicht alle Lieder der Band gefallen haben. Bei schlechter und lauter Musik bin ich dann nämlich schnell mal umgekippt :lol:

      Gerüche ertrage ich auch nur bedingt.
      Vor allem künstliche Düfte gehen gar nicht.

      Ich mag es nicht, wenn mich Fremde im Vorbeigehen berühren, oder wenn sich jemand mit mir unterhält und mich dabei anfässt.
      Allerdings mag ich Umarmungen zur Begrüßung oder Verabschiedung. Das heißt nämlich die mögen mich zumindest etwas :]
    • Hallo Daniel

      Ich mag Berührungen nicht sehr... Manche schreiben, sie würden durch eine Berührung Schmerzen verspüren. Das habe ich nicht, aber gerade sehr leichte Berührungen nehme ich sehr intensiv wahr. Eine Fliege, die über meine Arme oder Beine geht nehme ich in etwa so intensiv wahr, als würde mich jemand stark an dieser Stelle kneifen. Es schmerzt zwar nicht, aber die Berühung empfinde ich so intensiv wie ein Kneifen.
      Besonders meine Handinnenflächen sind extrem empfindlich auf leichte/sanfte Berührungen.

      Ich bin extrem geräusch-, bewegungs- und lichtempfindlich. Schon als junges Kind konnte ein Blitz des Fotoapparates ausreichen, um bei mir einen Migräneanfall auszulösen. Heute sind es vorallem Autoscheinwerfer mit weissem Licht (=viel Blauanteile) oder die LED-Scheinwerfer für Motor- und Fahrräder, die mir Mühe bereiten.
      Vorallem die Empfindlichkeit auf Geräusche und Bewegungen hatte bei mir in den letzten Jahren zugenommen. Die Empfindlichkeit war immer schon überdurchschnittlich hoch, aber in den letzten Jahren wurde sie noch stärker.

      Ich friere eigentlich nie, ausser ich wäre krank. Ich befreie im Winter ganz normal bekleidet (Jeans, Poloshirt, normale Schuhe, keine Jacke) auch unsere beiden Autos von Schnee und Eis, auch wenn es -15 Grad haben sollte und ich dafür 20-30 Minuten benötige. Werde aber dadurch auch nie krank. Dicke Jacken, Pullover oder Handschuhe sucht man bei mir deshalb auch vergebens... Sowas habe ich nicht.
      Diagnostiziert - immer noch ein komischer Vogel ;)
    • Morgenstern schrieb:

      Hmm. Ich friere ziemlich schnell, das geht mir des Öfteren auf die Nerven. Dafür schwitze ich aber auch später als andere und nicht so stark :)
      Bei mir ist es genau umgekehrt. Aber ich habe gelernt, mich mit der passenden Kleidung gut darauf einzustellen.
      Ich trage im Winter z.B. Leggings unter meinen Hosen, mich stört auch nicht, was andere dazu sagen.
      Mich hat vor vielen Jahren allerdings mal irritiert, als mich eine Verkäuferin doof angeguckt und angequatscht hat. Als ich mir Strickstrumpfhosen für Erwachsene gekauft habe, meinte sie, dass sie sowas nie anziehen würde :nerved: .
    • Ich bin bei fast allem überempfindlich. Schlechte Gerüche und viele künstliche Düfte gehen gar nicht (manchmal wünschte ich mir, nichts riechen zu können, aber das hätte natürlich auch Nachteile ...). Jetzt bin ich Veganerin, aber ich mochte Käse in der Kindheit auch nicht. Habe in nur zum Überbacken gegessen oder Frischkäse, der gar nicht riecht.
      Bei Geräuschen stört mich auch alles mögliche, aber ich kann laute Musik gut ertragen (zumindest für eine gewisse Zeit), wenn ich mich bewusst für den Ort entschlossen habe. Mich stören monotone Geräusche wie zB das Ticken von Uhren, Heizungsrauschen oder auch oft das Stimmengeschwirr in überfüllten Cafes. Ich kann mich aber meistens nach einer Zeit einigermaßen darauf einstellen (also auf das Stimmengeschwirr, meine ich, auf monotone Geräusche kaum).
      Mir wird schnell schlecht in Fortbewegungsmitteln, die schwanken, rückwärts fahren geht gar nicht. Ich bin sowohl kälte- als auch wärmeempfindlich.
      Mich stören viele Stoffe auf der Haut.
      Ich kann Sachen nicht essen, deren Äußeres ich nicht mag. (Hab mich als Kind bezüglich Rahmspinats immer gefragt, warum Leute gerne grüne Kotze essen?).

      Das so als kleine Auswahl ;)
    • Also Gerüche kann ich gar nicht wahrnehmen, da bin ich unterempfindlich.
      Bei fast allen anderen bin ich überempfindlich.
      Ich bin Lichtempfindlich, ich mag keine Berührungen, laute Geräusche stören mich sehr und bereiten mir Kopfschmerzen (genau wie grelles Licht oder Sonnenlicht), ich kann keine Wärme ab, ich kann keine stark gewürzten Speisen vertragen und ich bin stressempfindlich.
      Grüße aus der Pegasus Galaxie. :)
    • Also ich finde das ganze Thema "Wahrnehmung" sehr schwierig. Als ich mich mit Autismus das erste mal beschäftigte, hat mich der ganze Wahrnehmungsbereich doch etwas abgeschreckt. Denn mir fällt an meiner Wahrnehmung nichts ungewöhnliches auf.
      Doch eigentlich liegt genau da das Problem. Denn ich habe eine ganz schlechte Verbindung zu meiner Wahrnehmung. Dies schließt auch meine Gefühle und Emotionen mit ein. Ich kann oftmals nicht sagen, wie ich mich fühle, oder wie genau sich ein Gefühl auswirkt. Mir fällt es oft viel leichter, im nachhinein zu sagen, wie ich mich gefühlt habe. Ich nehme auch viele Eindrücke nicht so sehr wahr. Ich kann oftmals garnicht sagen, ob mir kalt oder warm ist. Eigentlich ist mir die Temperatur sehr egal. Ich weiß auch nicht, ob ich müde bin, oder Hunger habe usw.

      Aber das alles kam mir nie komisch vor, weil es ja nicht von einen auf den anderen Tag so war. Erst während der Therapie habe ich gemerkt, wie viel Probleme ich mit allen Wahrnehmungsübungen habe. Und dass ich mich oftmals etwas "verarscht" fühle, weil so viel auf die Wahrnehmung geachtet wird.

      Mein Problem ist also wohl eher, dass mir garnicht bewußt ist/war, dass ich damit ein Problem habe. Aber umso mehr Therapie ich mache, und umso mehr ich mich damit beschäftige, desto mehr fällt mir in diese Richtung auf. Es ist viel mehr so, als wäre meine Verbindung zu meiner Wahrnehmung sehr schwach, aber eben nicht so schwach, dass es mir auffallen würde.

      Doch gerade in letzter Zeit beobachte ich das etwas genauer. Gerade in Situationen, die mich überfordern, achte ich nun etwas darauf. Ich hatte auch 2 Monatelang eine Achtsamkeits-Therapie in der Tagesklinik. Tatsächlich schult einen dies etwas darin, sich selber genauer zu betrachten und Wahrnzunehmen. Mir ist dabei nun aufgefallen, dass ich in vielen Situationen richtig meine Wahrnehmung überfordere. Z.B. merke ich dies sehr extrem beim Shoppen. Ich finde es furchtbar, habe ich schon immer. Ich gehe immer schnell rein, suche mir was aus, und schnell wieder raus. Wieso, das wußte ich nicht.

      Nun bin ich aber ab und zu mal mit meiner Frau shoppen. Wir waren vor einigen Tagen beim Ikea. Auch dort renne ich immer nur schnell durch und packe alles ein, was wir brauchen. Aber meine Frau ist da ganz anders, sie stöbert gerne in allen Bereichen herum. Wir waren also zusammen dort gewesen, und ich habe schon nach einigen Minuten gemerkt, dass ich starke Kopfschmerzen und Schwindelgefühle bekomme. Ob es an der Wahrnehmung liegt, dass kann ich nicht sagen. Denn wie gesagt, ich spüre meine Wahrnehmung nicht. Ich kann nicht sagen, ob sie mich überfordert oder unterfordert. Mir ist eben nur aufgefallen, dass mein Gehirn in solchen Überladenen Orten auf Hochtouren arbeitet, und ich es erst dann merke, wenn es in starke Kopfschmerzen und Schwindel endet.

      Ich finde es daher sehr schwer, bei einem Wahrnehmungsproblem die Probleme seiner Wahrnehmung wahrzunehmen. Eigentlich merke ich es erst, wenn es zu spät ist, und dann auch nur anhand der Folgeerscheinungen.
    • Ich bin vor allem ziemlich langsam bei der Wahrnehmung. Sehen, Hören, Einordnen von allem, darauf reagieren, dauert bei mir lange im Verhältnis zu meinem IQ (mit dem ich wahrscheinlich noch einiges davon kompensieren kann und deshalb nicht total dumm wirke).

      Ich kann mich aber in gängigen Situationen, z.B. im Straßenverkehr, auf die wichtigen Dinge fokussieren. Nur bekomme ich dann von allem anderen drum herum nichts mehr mit. Ich kann z.B. jahrelang durch eine Straße fahren und kann sie nicht beschreiben, kein einziges Haus dort. Deshalb verfahre und verlaufe ich mich wahrscheinlich auch oft. Visuelle Eindrücke kann ich mir eh schlecht merken, selbst wenn ich mich darauf konzentriere.

      Überempfindlich ist hauptsächlich das Gehör, und da ist problematisch, dass ich keine Toleranz habe gegenüber unangenehmen Geräuschen (was ich als unangenehm empfinde). Nehme ich ein Geräusch als unangenehm wahr, dann kann ich es nur Minuten aushalten, bevor ich aggressiv werde.
      Der Tastsinn ist eher unterempfindlich, ich kann schlecht etwas ertasten, und ich mag feste Berührungen wie z.B. bei der Massage. Ab nächster Woche darf ich 6x zur Massage gehen, ich freue mich schon (ich bin nur noch am Überlegen, wie ich den Masseur dazu bringe, nichts zu reden).
      Beim Geruchssinn ist es so, dass ich unangenehme Gerüche zwar schlecht aushalten kann, aber ich kann nicht besonders gut riechen, daher muss ein Geruch schon stark sein, damit er mich stört.
      Menschen sind auch nur Tiere. - Ich mag Tiere!
    • Neu

      Shenya schrieb:

      Der Tastsinn ist eher unterempfindlich, ich kann schlecht etwas ertasten, und ich mag feste Berührungen wie z.B. bei der Massage. Ab nächster Woche darf ich 6x zur Massage gehen, ich freue mich schon (ich bin nur noch am Überlegen, wie ich den Masseur dazu bringe, nichts zu reden).
      Du könntest dem Masseur sagen, dass du während der Massage dich so derartig entspannst, dass du fast einschläfst und diesen Zustand gerne geniessen möchtest.
      Dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass er den Mund hält.
      (vielleicht gefällt ihm das ja auch, wenn er in Ruhe seine Arbeit tun kann ohne Small Talk)
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      Shenya schrieb:

      Ich kann z.B. jahrelang durch eine Straße fahren und kann sie nicht beschreiben, kein einziges Haus dort.
      Kann ich auch nicht.
      Trotzdem finde ich irgendwie immer den Weg, keine Ahnung wie. Ich verstehe es nicht. Irgendwie intuitiv. Wenn ich nachdenke kommt nichts, wenn mich jemand fragt kann ich nichts beschreiben, trotzdem klappt es. :roll:
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      Daniel1 schrieb:

      Beim höheren und sehen überempfindlich, was ich mit Bewegung und|oder Ruhe, versuche zu kompensieren, da mir alles zu viel ist.
      Das verstehe ich gut. Geht mir auch so.
      Geräusche sind für mich ein Problem. Deshalb wohne ich hier im Wald. Es gibt keine Heizungsanlage die brummt (Ofen), keinen Kühlschrank (kleiner Keller) und es ist nachts ganz still ich muss "runterkommen", "runterfahren" "abschalten" können, dafür brauche ich einen stillen Ort. Sonst gibt es Schwierigkeiten.

      Als ich hierherzog war ich gerade kurz davor einen Tinnitus zu kriegen, und konnte das noch abwenden.

      Auch optisch ist es angenehm. Natur. Kein stressiger Input, keine Werbeplakate, nur Bäume, Tiere, Gras, keine schnellen Bewegungen, harmonische Farben....
      Das ist mein Rückzugsort.

      Wenn ich den nicht hätte wäre es sehr schwer. Denn draussen kann ich agieren, aber nur eine begrenzte Zeit.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kraehe ()

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      Coocy schrieb:

      Du könntest dem Masseur sagen, dass du während der Massage dich so derartig entspannst, dass du fast einschläfst und diesen Zustand gerne geniessen möchtest.
      Dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass er den Mund hält.
      Ja, ich glaube, ich werde es so probieren. Die Masseure sind unterschiedlich, manche sagen von sich aus nichts, andere reden die ganze Zeit, manche sogar dann, wenn man kaum darauf reagiert.


      Kraehe schrieb:

      Deshalb wohne ich hier im Wald.
      Das würde ich auch gerne, aber das findet man selten.
      Menschen sind auch nur Tiere. - Ich mag Tiere!
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      Chch schrieb:

      Bin ich eh schon im Stress, ertrage ich z.B. das Kau-Geräusch der Mitessenden nicht! Ich gehe dann weg oder mache ruhige Musik an.
      Ist bei mir genau dasselbe. Eßgeräusche ertrage ich dann gerade noch, wenn nebenbei irgendwo eine gleichbleibende Geräuschkulisse vorherrscht (z. B. im Restaurant oder Windgeräusche und Vogelgezwitscher draußen im Freien), wenn aber in stillen Räumen gegessen wird, muss ich entweder aufstehen und gehen, oder qualvoll mithören und hoffen, dass das Essen baldmöglichst beendet ist.

      Fidoline schrieb:

      Mich stören monotone Geräusche wie zB das Ticken von Uhren, Heizungsrauschen oder auch oft das Stimmengeschwirr in überfüllten Cafes.
      Da stimme ich zu. Ich habe nirgendwo in der Wohnung eine tickende Uhr, der Kühlschrank ist in einem extra Raum, und auch der Laptop ist lüfterlos. Stimmengewirr im Cafe irritiert mich eher nicht, aber die Anwesenheit von zu vielen Personen ist ein Problem. Bis zu einem Viertel gefüllte Cafes gehen eigentlich schon nicht mehr. Dann mache ich mich auch schon auf den Weg und verlasse die Örtlichkeit.
    • Neu

      bei mir hängt es auch sehr davon ab, wie angestrengt ich schon bin. wenn ich "entspannt" bin, habe ich nicht das gefühl, "gestört" zu sein (also eine abweichende wahrnehmung zu haben). aber gerade straßenverkehr, alles was schnell und laut ist, stresst mich sehr. dann bin ich so überschwemmt (RW) von den eindrücken (vor allem akustisch), dass mein fokus wie der schein einer taschenlampe wird. ich brauche dann sehr viel mehr zeit um mich zu orientieren und stehe manchmal scheinbar einfach nur rum. das kann andere menschen ziemlich irritieren (vor allem wenn man räume betritt). es strengt mich sehr an.

      ich habe diese dinge aber früher auch als "normal" erlebt. woher sollte ich wissen, dass es bei anderen menschen so sehr anders ist? ich dachte, die wahrnehmung sei gleich. deswegen hatte ich auch nie die idee, dass ich in der kommunikation etwas nicht mitbekomme. ich dachte immer, ich mache einfach nur etwas falsch. ich bin immer wieder erstaunt, wenn leute hier schreiben, dass sie durch ihre reflektion die symptome beschreiben konnten. dann fühle ich mich oft richtig "dumm". vielleicht ist das auch dieses problem mit dem zugang zur wahrnehmung (oder ich bin wirklich nur dumm :lol: )

      licht stresst mich nur manchmal. wenn lampen flackern, kann ich das nur schwer ertragen. richtig negativ wird es erst dann, wenn ich z.b. probleme beim übergang von schatten/ licht im verkehr habe (radwege, die durch schatten führen und dann wieder in die sonne).

      ich nutze sehr häufig gehörschutz. ich esse allerdings mehrfach die woche in einer einrichtung mittag. ich möchte eigentlich gern bei der gruppe sitzen. aber oft ist es eigentlich eine selbstüberforderung, die ich da betreibe. das klappern des bestecks finde ich ganz schlimm (vor allem wenn es suppe/ eintopf gibt). vielleicht so, wie wenn man einen gong am ohr eines NA mit einem metallklöppel schlägt. Außerdem muss ich in ein anderes Gebäude, wenn ich woanders essen möchte. Um Nachschlag zu holen, dann wieder runter laufen ins Nachbargebäude (auch wenn die Türen quasi direkt aneinander liegen). Mit Oropax zu essen ist aber auch nicht gerade angenehm. Dann treten die Geräusche aus meinem Mund so in den Vordergrund x( :nerved:

      Musik hört man bei mir extrem selten. Als ich noch auf einem Bauernhof wohnte, hörte ich öfter Musik. Hier bin ich um jede ruhige Minute froh.




      Ich schätze der Beitrag war etwas durcheinander, aber ich wollte gern trotzdem etwas schreiben.