Inhaltliche Fragen (Antrag Schwerbehindertenausweis)

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    • FruchtigBunt wrote:

      @Ginome
      Fühlst du dich angesprochen, weil du so beleidigend reagierst? :roll:
      Ich weiß gar nicht ob ich das damals erwähnt hatte. Ich kann mich aber erinnern, dass zaph das regelmäßig erwähnt. kA ob er das in einem Deiner zahlreichen Threads auch getan hat. Und zaph ist definitiv keine UserIN.

      Definitiv ist Deine These aber paranoid. Eine Beleidigung könnte es nur sein wenn es nicht so wäre. Dir den Rat zu geben da dringend daran zu arbeiten ist auch keine Beleidigung - sondern ein gut gemeinter Rat.
      Genau genommen ist Deine Behauptung sogar für jeden, der diesen absolut korrekten Punkt erwähnte, eine Beleidigung.

      Denke mal darüber nach.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • FruchtigBunt wrote:

      Du hättest die Möglichkeit insofern auf die Bearbeitung einzuwirken, dass du die Psychologin aufforderst, dir das Gutachten auszustellen oder dem Psychiater zu übersenden. Einen gewissen Spielraum hat man ja.
      Das ist sicher eine gute Idee. ich werde sie beim nächsten mal darauf ansprechen ob sie das machen würde. Zwingen kann ich sie wohl nicht dazu.


      FruchtigBunt wrote:

      Die Codierung war schin falsch in meiner Akte, weil ja im Antrag selbst die korrekten, Codierungen genannt sind (ich weiß die Ziffern jetzt nicht mehr auswendig)
      Achso. Mir hatte man die Ziffern nur beschrieben in dem EUTB als wir generell alle Punkte in dem Antrag zusammen durchgegangen sind.
      01 war für angeborene Behinderungen mein ich. 10 war für andere die nicht in die anderen passen würden, wo man mir dann sagte das das Transgender da wohl am besten zu passen würde.
      Die anderen hab ich wieder vergessen, weil die für mich nicht relewannt waren.
      Hier kannst du die Punkte nochmal selber nachlesen: bezreg-muenster.de/zentralabla…rbehindertenrecht_neu.pdf
      02 ist Arbeitsunfall
      04 ist Verkehrsunfall
      05 Häuslicher Unfall
      06 sonstiger Unfall
      07 Kriegs/Wehrdienst-Unfälle und verletzungen
      09 sonstige Krankheit (auch Impfschaden)

      Es kann sein das in meinem Fall beides auf 09 bewertet wird (wenn die das bei dir auch zu 09 zugeordnet haben) da nach dem ICD Transexualismus als Krankheit gewertet wird.
      Die ärzte sehen das kritisch, genau wie bei AS, ist Transexualität auch eigentlich nur eine sonderform des eigenen "Seins".
      Wie bei vielem ist ja mehr unsere Gesellschaft das problem, weil die nötige Toleranz fehlt und man deswegen durch das eigene Ich aneckt und ausgegrenzt wird.
      Mit mehr Mitgefühl und sich um andere sorgen und kümmern und einer anderen Grundeinstellung, wären Behindertenausweise und so weiter vielleicht sogar überflüssig.
    • Falsche Codierung? - Wenn ich "Asperger" schreibe und von denen kommt "Asberger" zurück, wundert einen gar nichts mehr...
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Ginome wrote:

      Genau genommen ist Deine Behauptung sogar für jeden, der diesen absolut korrekten Punkt erwähnte, eine Beleidigung.
      Das nun nicht gerade, aber eine Unterstellung, und zwar eine falsche:
      Die Behörde hat tatsächlich das Recht der Überprüfung eines Bescheids.
      Die AntragstellerInnen haben die Verpflichtung, eine wesentliche Besserung ihres Gesundheitszustands dem Amt mitzuteilen. Unterbleibt dies und wird es bekannt, kann der Ausweis u.U. eingezogen werden.
      Bis das geschieht, fließt aber viel Wasser den Rhein herunter (RW).

      Nun hat FruchtigBunt ziemlich ausführlich gerade mit dem Punkt im Forum gehadert, dass der beantragte Ausweis befristet sein könnte und warum das überhaupt möglich sei und so weiter und so fort. Die von FruchtigBunt gestellten Fragen wurden-soweit ich das verfolgen konnte - sachlich beantwortet. Die Reaktionen darauf wirkten aber nicht immer so, als sei sie zufrieden oder zumindest beruhigt, sondern sie hat immer weiter gebohrt(RW) und dabei doch teils Theorien entwickelt, die an Verschwörungstheorien erinnerten.


      Im Übrigen weiß ich jetzt beispielsweise auch nicht, was an einer vermeintlich falschen Codierung so schrecklich sein sollte. Diese Codenummern dienen der internen Statistik und nur die ersten drei Leiden mit einem GdB von 30 oder mehr werden verschlüsselt. Das ist Amtsinternum, hat mit dem GdB nichts zu tun, ist dafür ohne Belang, fertig, aus.
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • @Ginome

      Mit einer Paranoia zu leben, das kann sehr anstrengend sein! Wenn man nun jemandes Äußerungen so deutet (als paranoid), dann ist es m.E. wirklich ein guter Rat, etwas dagegen zu unternehmen. Es könnte ja Erleichterung verschaffen. Das sollte doch positiv sein!

      Leider empfindet nicht jede/r einen Rat, auch einen gut gemeinten, als angemessen. Dieses Risiko besteht nun mal beim Ratgeben. Es bleibt selbstverständlich jedem überlassen, einen Ratschlag anzunehmen und zumindest zu überdenken.
      Allerdings kenne ich keine Person - weder mit einer echten Paranoia noch mit einem ausgeprägten Zwang -, die sich ohne Therapie auf diese Sichtweise(n) einlassen konnte.
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • RegenbogenWusli wrote:

      FruchtigBunt wrote:

      Du hättest die Möglichkeit insofern auf die Bearbeitung einzuwirken, dass du die Psychologin aufforderst, dir das Gutachten auszustellen oder dem Psychiater zu übersenden. Einen gewissen Spielraum hat man ja.
      Das ist sicher eine gute Idee. ich werde sie beim nächsten mal darauf ansprechen ob sie das machen würde. Zwingen kann ich sie wohl nicht dazu.

      FruchtigBunt wrote:

      Die Codierung war schin falsch in meiner Akte, weil ja im Antrag selbst die korrekten, Codierungen genannt sind (ich weiß die Ziffern jetzt nicht mehr auswendig)
      Achso. Mir hatte man die Ziffern nur beschrieben in dem EUTB als wir generell alle Punkte in dem Antrag zusammen durchgegangen sind.01 war für angeborene Behinderungen mein ich. 10 war für andere die nicht in die anderen passen würden, wo man mir dann sagte das das Transgender da wohl am besten zu passen würde.
      Die anderen hab ich wieder vergessen, weil die für mich nicht relewannt waren.
      Hier kannst du die Punkte nochmal selber nachlesen: bezreg-muenster.de/zentralabla…rbehindertenrecht_neu.pdf
      02 ist Arbeitsunfall
      04 ist Verkehrsunfall
      05 Häuslicher Unfall
      06 sonstiger Unfall
      07 Kriegs/Wehrdienst-Unfälle und verletzungen
      09 sonstige Krankheit (auch Impfschaden)
      @RegenbogenWusli
      Genau diese Codierung meinte ich. :nod: Danke für den Link.
      Ich denke, Asperger hätte als 01 codiert werden müssen, weil es meiner Meinung nach eine angeborene Entwicklungsstörung und eine Behinderung ist, so dass für mich daraus folgt, dass es auch eine angeborene Behinderung ist. Ich denke, das Versorgungsamt hat das falsch codiert oder sie vertreten dort die Meinung, dass es keine angeborene Behinderung sei. Wahrscheinlich stuft es jedes Versorgungsamt wieder anders ein. :m(: ;) Da es aber für die Ausstellung des Ausweises zumindest bei mir nicht relevant war, hab ich das für mich abgehakt. Im Antrag würde ich selbst aber die 01 angeben, damit die nochmal drüber nachdenken und dann vielleicht erkennen, dass es angeboren ist und eben nicht wieder von selbst bzw. durch Übungen weggeht (zumindest ist das ja Stand der Wissenschaft).
    • Capricorn wrote:

      Allerdings kenne ich keine Person - weder mit einer echten Paranoia noch mit einem ausgeprägten Zwang -, die sich ohne Therapie auf diese Sichtweise(n) einlassen konnte.
      Das hast du ja wirklich entzückend ausgedrückt. Möchtest du mir auch unterstellen, dass ich paranoid sei?
    • Capricorn wrote:

      Die Behörde hat tatsächlich das Recht der Überprüfung eines Bescheids.
      Die AntragstellerInnen haben die Verpflichtung, eine wesentliche Besserung ihres Gesundheitszustands dem Amt mitzuteilen. Unterbleibt
      dies und wird es bekannt, kann der Ausweis u.U. eingezogen werden.
      Natürlich hat die Behörde das Recht der Überprüfung. Ich habe nie etwas anderes geschrieben. Ich habe nur geschrieben, dass es ziemlich unwahrscheinlich ist, wenn das Versorgungsamt keine Anhaltspunkte dafür hat, dass sich der Gesundheitszustand geändert hat, dies zu überprüfen. Mit dem war @Ginome aber nicht einverstanden und hat Links gepostet, die genau das untermauert haben, was ich vorher geschrieben habe. Seltsam. :roll:
    • FruchtigBunt wrote:

      Ich denke, Asperger hätte als 01 codiert werden müssen, weil es meiner Meinung nach eine angeborene Entwicklungsstörung und eine Behinderung ist, so dass für mich daraus folgt, dass es auch eine angeborene Behinderung ist.
      Ja der Meinung war ich eben auch, es klingt logisch und der EUTB hatte das auch gesagt. Wer nun falsch liegt ist schwer aufzuklären.
      Das sie jetzt 09 gewählt haben, kann aber muss aber nicht von Nachteil sein. Das heißt ja nur "sonstige krankheiten" und das können ggf auch welche sein die in den genen sind, aber eben nicht von anfang an seit Geburt offen zusehen/zu bemerken sind. AS und auch die anderen Formen sind meist oder fast immer erst ab oder nach dem 3. Lebensjahr überhaupt diagnostizierbar. Quasi kann man erst ab da auch wegen dieser Rückwirkungssache (sofern man diese nutzen will) sagen das das ab dem Zeitpunkt begonnen hat aufzufallen.
      Vielleicht ändert sich das, wenn man Autismus genauso wie Downsyndrom, Frax und so weiter auch an Hand spezieller gene feststellen kann.
      Das wäre dann in den Untersuchungen irgendwo vermerkt, weil sich die Leute heute scheinbar oft schon vor der Geburt Sorgen machen ob das Kind eine Behinderung haben könnte oder nicht.
      Es ist aber eben so nicht feststellbar, selbst wenn sich das baby schon kurz nach der Geburt seltsam verhält.
      Ich vermute mal das das der Grund ist.
      Aber wie bei vielen Dingen (das hab ich heute bei dem Aspie-treffen erfahren) ist gerade bei Behörden oft auch Willkür mit im Spiel, Leute vergeben Dinge oft wie es ihnen persönlich gerade passt, weil die Vorgensweisen und Vorschriften auch teilweise den Spielraum dafür hergeben.


      FruchtigBunt wrote:

      Im Antrag würde ich selbst aber die 01 angeben, damit die nochmal drüber nachdenken und dann vielleicht erkennen, dass es angeboren ist und eben nicht wieder von selbst bzw. durch Übungen weggeht (zumindest ist das ja Stand der Wissenschaft).
      Ja das macht Sinn.
      Ich bin mir nur nicht sicher ob sie das bei 09 auch dafür halten, also das es wieder weggeht. Impfschäden kann man glaube ich auch nicht rückgängig machen oder so.
      Ich kenne mich da zu wenig aus.
      Ich vermute das die in dem Amt selbst, wo sie das auch beurteilen müssen, sowas wie ein Buch haben, wo diese Punkte genauer erklärt werden, damit sie auch das einordnen können.
      Es kann aber auch sein, das gerade weil da Impfschaden steht, gerade dein Sachbearbeiter da gedacht hat Autismus entsteht durch Impfen, weil das ja mal so in den Medien propagiert wurde.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Aber wie bei vielen Dingen (das hab ich heute bei dem Aspie-treffen erfahren) ist gerade bei Behörden oft auch Willkür mit im Spiel, Leute vergeben Dinge oft wie es ihnen persönlich gerade passt, weil die Vorgensweisen und Vorschriften auch teilweise den Spielraum dafür hergeben.
      Ich denke auch, dass das der Hintergrund ist. Wenn man sich die Akte durchschaut (ich habe die komplette Akte durchgesehen) kann man schon so seine Schlüsse zur Bearbeitungsweise ziehen und das ist nicht die erste Akte in die ich Akteneinsicht hatte. Im Vergleich zu anderen Fällen ist das mit dieser Codierung ja harmlos.


      RegenbogenWusli wrote:

      Ich vermute das die in dem Amt selbst, wo sie das auch beurteilen müssen, sowas wie ein Buch haben, wo diese Punkte genauer erklärt werden, damit sie auch das einordnen können.
      Ich denke auch, dass es sicher solche Handbücher gibt (in dem Fall ist es ja wirklich nur diese Tabelle und möglicherweise gibt es noch irgendwo weitere Erläuterungen dazu bzw. die sollten ja intern irgendeine Anleitung haben, damit die Mitarbeiter wissen, wie codiert wird), aber meiner Erfahrung nach interessieren sich nur Menschen mit Asperger oder Zwängen für sowas und "normale Mitarbeiter" schlagen in solchen Handbüchern eher nicht nach, weil sie entweder meinen, alles zu wissen oder weil sie nicht mal mitbekommen haben, dass es so ein Handbuch gibt oder weil sie es für effektiver halten, die Zeit nicht mit solchen Dingen wie "Recherchieren" zu verschwenden und dann lieber nach Gutdünken Vorgänge bearbeiten. :shake:

      Aus diesen Gründen verabscheue ich alle Anträge bei Behörden so. Obwohl man davon ausgehen sollte, dass das alles nach Recht und Gesetz zugehen wird, habe ich sehr oft schon den Eindruck gehabt (bzw. habe es schwarz auf weiß gesehen), dass die Leute wirklich nach Gutdünken arbeiten und sich null um die gesetzlichen Vorgaben scheren.

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    • FruchtigBunt wrote:

      Ich denke auch, dass das der Hintergrund ist. Wenn man sich die Akte durchschaut (ich habe die komplette Akte durchgesehen) kann man schon so seine Schlüsse zur Bearbeitungsweise ziehen und das ist nicht die erste Akte in die ich Akteneinsicht hatte. Im Vergleich zu anderen Fällen ist das mit dieser Codierung ja harmlos.
      Es hat jedenfalls keine schlimmen Auswirkungen in diesem Fall.
      Ich bin mal gespannt was ich bekomme, also eine ganze Akte bekomme ich sicher nicht, aber mich interessiert es natürlich auch was die da schreiben und wie die den gewählten GdB begründen.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Ich bin mal gespannt was ich bekomme, also eine ganze Akte bekomme ich sicher nicht, aber mich interessiert es natürlich auch was die da schreiben und wie die den gewählten GdB begründen.
      Ich drücke dir die Daumen, dass du einen GdB erhältst, den du für angemessen hältst.

      Bei mir haben die im Bescheid den GdB gar nicht begründet, da stand nur "psychische Erkrankung GdB 50" und "unter Auswertung der aktuellen ärztlichen Unterlagen". Weil es mich auch interessiert hatte, wie die auf GdB 50 kommen, hatte ich dann Einsicht in die Akte gefordert und dann die ganze Akte durchgesehen und alles kopiert. Man kann anhand meiner Akte aber nicht nachweisen, dass irgendetwas ermessensfehlerhaft eingestuft wurde, somit hat die Akteneinsicht nur insofern was gebracht, als dass ich jetzt weiß, dass auch die Gutachten, die ich direkt beim Antrag mit vorgelegt hatte (die waren nicht unbedingt alle aktuell, deshalb hatte ich Bedenken dass die wegen der Formulierung "Auswertung der aktuellen Unterlagen" nicht berücksichtigt worden waren), berücksichtigt wurden.

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    • FruchtigBunt wrote:

      Bei mir haben die im Bescheid den GdB gar nicht begründet, da stand nur "psychische Erkrankung GdB 50" und "unter Auswertung der aktuellen ärztlichen Unterlagen". Weil es mich auch interessiert hatte, wie die auf GdB 50 kommen, hatte ich dann Einsicht in die Akte gefordert und dann die ganze Akte durchgesehen und alles kopiert. Man kann anhand meiner Akte aber nicht nachweisen, dass irgendetwas ermessensfehlerhaft eingestuft wurde, somit hat die Akteneinsicht nur insofern was gebracht, als dass ich jetzt weiß, dass auch die Gutachten, die ich direkt beim Antrag mit vorgelegt hatte (die waren nicht unbedingt alle aktuell, deshalb hatte ich Bedenken dass die wegen der Formulierung "Auswertung der aktuellen Unterlagen" nicht berücksichtigt worden waren), berücksichtigt wurden.
      Ja das hoffe ich auch. Wie lang hast du eigentlich ungefär gewartet? Sicher ist das auch von den Ämtern unterschiedlich, auch je nachdem wie schnell die Ärtzte die Berichte anfertigen und einreichen...
      Der EUTB sagte mir das würde Monate dauern bis die auf dem Stapel überhaupt meine Akte zusehen bekämen.

      Naja immerhin weißt du das sie deine Unterlagen auch angeschaut haben und das das nicht einfach in der Tonne gelandet ist.
    • @RegenbogenWusli
      Na ja, zumindest ein Teil vom Gutachten der Ärztin ist möglicheweise in der Tonne gelandet, weil das in der Akte fehlte. Es kann aber auch sein, dass die beim Kopieren der Akte nur was falsch gemacht haben, jedenfalls fehlte das in der Akte.

      Bei mir hat es von der Antragstellung bis zum Bescheid zirka 3 Monate gedauert. Dies wäre wesentlich schneller gegangen, wenn meine Psychiaterin die Anfrage nicht über drei Wochen hätte herumliegen lassen und wenn die Post nicht für die Briefzustellung 9 Tage gebraucht hätte und der VdK auch nochmal 5 Tage (glaub ich), bis der Bescheid dann bei mir ankam.

      Auf den Ausweis habe ich dann aber nochmal über 2 Monate gewartet, weil Unterlagen verschwunden waren.

      Dann hatte ich den Zirkus mit der Akteneinsicht. Insgesamt waren es 6 Monate seit Antragstellung und vorher nochmal 6 Monate, bis ich die Psychiaterin dazu bringen konnte, mir das Gutachten zu schreiben. Ich war insgesamt ein Jahr damit befasst und wegen meiner blöden Zwangsprobleme (die in der Zeit immer schlimmer wurden), habe ich in der Zeit auch fast nichts anderes zustande gebracht. :(

      Das Versorgungsamt hier hat nicht sooooo langsam gearbeitet, anhand der Akte konnte man nachvollziehen, wie die Wochen bzw. Monate sich zusammensetzten. Am zeitintensivsten war das erneute Anschreiben der Psychiaterin (obwohl ich ja schon ein Gutachten beigefügt hatte) und dass meine eingereichten Unterlagen (Passfoto) dort nie angekommen waren und auf meine Mailanfrage nie geantwortet wurde, so dass auch wieder unnötig Zeit verstrich, bis ich endlich vorbeiging und nach dem Passfoto fragte und sich dann rausstellte, dass das dort nie angekommen war.
      (Meine Mailanfrage wurde einfach ausgedruckt und in die Akte gehängt und "zu den Akten" draufgeschrieben, statt meine Anfrage zu beantworten, wann ich mit dem Erhalt des Bescheids rechnen kann. :x In der Akte konnte ich sehen, dass der Bescheid zu diesem Zeitpunkt schon an den VdK versendet war. Er kam dann aber erst 2 Wochen später bei mir an. In dieser Zeit habe ich mich verrückt gemacht, weil das Versorgungsamt mir nicht geantwortet hat. Sie hätten ja einfach schreiben können, dass der Bescheid am soundsovielten erstellt und an den VdK gesendet wurde. Dann hätte ich gewusst, was Sache ist. Aber die haben es wohl nicht nötig, auf Anfragen zu antworten. Zuvor hatte ich schonmal per Mail zum Sachstand angefragt, die Anfrage war noch nichtmal in der Akte vorhanden.)

      Ich habe keine Ahnung, wie schnell die Behörden bei dir arbeiten. Ich kenne jemanden, der hatte den Bescheid und Ausweis innerhalb von weniger als zwei Monaten. Da hatte der Psychiater aber auch innerhalb von 2 Wochen ein verwertbares Gutachten angefertigt und somit konnte die Behörde direkt entscheiden, weil sonst keine Ärzte anzuhören waren. Die ganzen alten Klinikberichte etc. hatte die Person dann wohl gar nicht eingereicht. Ich denke, es war bei mir aber richtig, die einzureichen, weil vor allem auf den Klinikberichten sehr viel in der Akte unterstrichen war (wie z. B. diese "aufgrund der Schwere der Erkrankung wird blablabla dringend empfohlen".

      Na ja, man kann die Bearbeitung dann leider nicht mehr beschleunigen. Man kann nur immer versuchen, dass man "behördenfreundlich" kommuniziert, also immer (!) das Aktenzeichen mit angeben und lieber per Fax kommunizieren bzw. einmal mehr oder früh genug nachfragen, als zu lange warten. Und am Besten alles so der Behörde vorlegen, dass es möglichst nach Standardfall bearbeitet werden kann. Meiner Erfahrung nach passieren die meisten Probleme, wenn Bearbeiter etwas erhalten, was anders ist, als sonst. :| :m(:

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • FruchtigBunt wrote:

      Natürlich hat die Behörde das Recht der Überprüfung. Ich habe nie etwas anderes geschrieben. Ich habe nur geschrieben, dass es ziemlich unwahrscheinlich ist, wenn das Versorgungsamt keine Anhaltspunkte dafür hat, dass sich der Gesundheitszustand geändert hat, dies zu überprüfen.
      Falsch. Du hast behauptet es würde nicht stimmen und die entsprechenden User, die das schrieben, hätten das nur getan um Dich in Angst zu versetzen und um zu verhindern, dass Du den Antrag stellst.
      Sorry, aber das ist paranoid...
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • FruchtigBunt wrote:

      Bei mir hat es von der Antragstellung bis zum Bescheid zirka 3 Monate gedauert. Dies wäre wesentlich schneller gegangen, wenn meine Psychiaterin die Anfrage nicht über drei Wochen hätte herumliegen lassen und wenn die Post nicht für die Briefzustellung 9 Tage gebraucht hätte und der VdK auch nochmal 5 Tage (glaub ich), bis der Bescheid dann bei mir ankam.
      Dann scheinen die deinen Antrag selbst aber schon recht zügig bearbeitet zu haben. Ich kann mir vorstellen das es eben durch ärzte die ja auch erst was dazu schreiben müssen, so lange dauert, aber man sagte mir halt das gerade hier in Essen sehr oft sowas beantragt wird und dadurch man eh schon lange warten muss.
      Wer weiß wie lange das dann bei mir dauern wird >_>


      FruchtigBunt wrote:

      Auf den Ausweis habe ich dann aber nochmal über 2 Monate gewartet, weil Unterlagen verschwunden waren.
      Hatte man dich da angeschrieben und um die Unterlagen nochmal gebeten nachzureichen, oder woher weißt du das die verschwunden sind?


      FruchtigBunt wrote:

      Dann hatte ich den Zirkus mit der Akteneinsicht. Insgesamt waren es 6 Monate seit Antragstellung und vorher nochmal 6 Monate, bis ich die Psychiaterin dazu bringen konnte, mir das Gutachten zu schreiben. Ich war insgesamt ein Jahr damit befasst und wegen meiner blöden Zwangsprobleme (die in der Zeit immer schlimmer wurden), habe ich in der Zeit auch fast nichts anderes zustande gebracht.
      Ja ich habe im Moment durch die ganzen Anträge, Rennereien zu Ämtern und Besorgungen von Kopien etc auch echt stress wegen sowas, und habe wieder vermehrt Hautprobleme, bin gereizter als sonst, und seit einer Woche tut mein Weißheitszahn den ich da noch hab, auch noch weh, aber Bock auch OP beim Zahnarzt hab ich da auch ned wirklich D:


      FruchtigBunt wrote:

      Sie hätten ja einfach schreiben können, dass der Bescheid am soundsovielten erstellt und an den VdK gesendet wurde. Dann hätte ich gewusst, was Sache ist. Aber die haben es wohl nicht nötig, auf Anfragen zu antworten. Zuvor hatte ich schonmal per Mail zum Sachstand angefragt, die Anfrage war noch nichtmal in der Akte vorhanden.)
      Vielleicht geben die nur Antworten auf sehr sehr dringende und wichtige Fragen oder was auch immer, wie wenn was fehlt wie bei dem Passfoto, mit allem anderen schlagen die sich vielleicht nur unnötig herum und antworten deswegen nicht darauf. ist nur eine Vermutung.


      FruchtigBunt wrote:

      Ich habe keine Ahnung, wie schnell die Behörden bei dir arbeiten. Ich kenne jemanden, der hatte den Bescheid und Ausweis innerhalb von weniger als zwei Monaten. Da hatte der Psychiater aber auch innerhalb von 2 Wochen ein verwertbares Gutachten angefertigt und somit konnte die Behörde direkt entscheiden, weil sonst keine Ärzte anzuhören waren.
      Wenn die den Psychiater bei mir anschreiben, dürften die wohl auch nicht allzulang warten. Der scheint sehr schnell zu sein. Die Informationen und meine Liste hatte er schon zeitig vorher erhalten, er konnte sich also drauf einstellen, ob er da sich schon da herangemacht hat weiß ich allerdings nicht.
      Ich hatte ihm nur mit dazu geschrieben das falls er Fragen haben sollte an mich, das er mich anrufen kann.
      Bislang kam da aber glaube ich nichts. Bisher haben Ärzte auch immer draufgesprochen auf den AB weil ich selten ans Telefon gehen wenn ich die Nummer nicht kenne.
      Hier rufen in 90% der Fälle eigentlich immer nur Betrüger an, und so oft bekommen wir keine Anrufe.


      FruchtigBunt wrote:

      Ich denke, es war bei mir aber richtig, die einzureichen, weil vor allem auf den Klinikberichten sehr viel in der Akte unterstrichen war (wie z. B. diese "aufgrund der Schwere der Erkrankung wird blablabla dringend empfohlen".
      Sowas in der art steht auch schon in meinem Diagnosebericht, kann sein das sie das auch unterstreichen, wenn sie den eh vom Psychiater nochmal bekommen.
      Den hab ich denen nicht geschickt, weil da kaum etwas über meine Kindheit drinsteht und auch kaum etwas über meine Einschränkungen.
      Da stand eher nur mein schulischer Gang, dann das Thema mit der Scheidung und diversen Klinik und Heimaufenthalten drin, und das ich gerne Koch oder Küchenhilfe werden würde, und dann halt das thema zu den Auswertungen der Fragebögen und das AS eindeutig vorliegt und nicht anzuzweifeln wäre aber ohne Begründung warum.
      Ich fragte damals den Mann im Autismuszentrum ob diese Diagnose die ich da habe ausreichend beschrieben ist, oder ob man in der Spezialambulanz eine ausführlichere bekommen würde, aber er meinte nur das die da auch nicht besser schreiben oder detaillierter. Die Diagnose die ich da in Bochum bekommen habe, würde auch ausreichen.


      FruchtigBunt wrote:

      Und am Besten alles so der Behörde vorlegen, dass es möglichst nach Standardfall bearbeitet werden kann. Meiner Erfahrung nach passieren die meisten Probleme, wenn Bearbeiter etwas erhalten, was anders ist, als sonst.
      Das mit dem Fax und den Aktenzeichen ist sicher eine gute Idee. Bislang weiß ich leider nicht was für ein Aktenzeichen ich habe, ich hab ja nur den Antrag bisher verschickt aber keine Antwort erhalten (sind ja auch erst 2 Wochen her oder so) und um das faxgerät wollte ich mich demnächst mal kümmern und bei Saturn schauen was es da für Geräte so gibt.
      Das mit dem "Norm-fall" ist so eine sache, ich bin selbst dafür das ich aus der Norm-reihe von Normalen Menschen aus der Norm falle, auch im Bereich der Unnormalen oft schon ein nicht normaler Fall, eben weil in meinem Leben alles durcheinander lief und nie sich einer richtig gekümmert hat oder Dinge die mal waren, von anderen wieder verworfen wurden und darum ich zu lange als Normalo herumlief obwohl mir was anderes zugestanden hätte.
      Das allein macht den ganzen Behördenkram schon nicht durchschnittswertig.
      Ich kapiere auch nicht warum ich nicht gleich in eine WfbM kann, und erst zu diesem ärztlichen Dienst soll, wenn ich durch die Diagnose ja nachweisen kann eine Behinderung zu haben.
      Es müsste doch denen beim Arbeitsamt reichen das man die Diagnose in Kopieform einreicht und gut ist. Nein, ich soll erst von diesem Dienst da begutachtet werden.
      Jemand gestern bei dem Autismustreffen sagte mir das das falsch sei und man direkt zu einer WfbM gehen kann und sich das da anschaut und die Leute vor Ort würden einem dann sagen ob man bei denen anfangen kann oder nicht.
      Vielleicht ist das aber auch nur möglich wenn man schon sowas wie Grundsicherung oder was auch immer bekommt, was beweist das man auf dem 1. Arbeitsmarkt keine Möglichkeiten hat. Das fehlt mir ja auch.
      Ich mein, hätte ich jetzt erst Grundsicherung beantragt, hätte mir das Sozialamt sicher eh wieder gesagt "Ja sie müssen sich erst vom Ärztlichen Dienst für arbeitsunfähig schreiben lassen, dann können Sie sich hier gerne wieder melden" oder sowas.
    • @RegenbogenWusli
      Ich hatte das Passfoto beim VdK abgegeben (von dem wurde ich aufgefordert, das Passfoto beim VdK einzureichen) und nachdem nach sechs Wochen immer noch kein Ausweis da war, bin ich persönlich zum Versorgungsamt hin und habe gefragt, wo der Ausweis bleibt. Die haben mir dann gesagt, dass nie ein Passfoto angekommen sei.

      Weder der VdK, noch das Versorgungsamt haben sich darum gekümmert. Ich glaube, denen wäre es total egal gewesen, wenn sie mir auch nach einem halben Jahr noch keinen Ausweis ausgestellt hätten. Zumindest gegenüber dem Versorgungsamt muss man ja den Ausweis nicht unbedingt holen. Manchen Antragstellern reicht vielleicht auch nur der Bescheid. Aber auch der VdK hat sich nicht mal gewundert, dass er nach 6 Wochen immer noch keinen Ausweis vom Versorgungsamt erhalten hat (angeblich läuft das hier über den Vdk, das heißt auch die Ausweise bekommt er erstmal). Genauso hat der VdK die Widerspruchsfrist auch versäumt und schrieb aber schon sinnigerweise auf das Schreiben drauf, dass er die Widerspruchsfrist nicht überwacht.
      Wenn ich dann nicht selbst per Fax Widerspruch eingelegt hätte und die Akteneinsicht und auch per Fax den Ausweis beantragt hätte, möchte ich nicht wissen, was noch alles schief gegangen wäre.


      RegenbogenWusli wrote:

      Das mit dem Fax und den Aktenzeichen ist sicher eine gute Idee. Bislang weiß ich leider nicht was für ein Aktenzeichen ich habe, ich hab ja nur den Antrag bisher verschickt aber keine Antwort erhalten (sind ja auch erst 2 Wochen her oder so)
      Dann sollte demnächst bald eine Eingangsbestätigung eingehen. Hast du denn der EUTB eine Vollmacht erteilt, so dass die die Antworten vom Versorgungsamt erhalten oder bekommst du die Briefe vom Versorgungsamt direkt?
      Vielleicht sparen sich die Ämter die Eingangsbestätigungen aber mittlerweile auch ein.


      RegenbogenWusli wrote:

      Ich kapiere auch nicht warum ich nicht gleich in eine WfbM kann, und erst zu diesem ärztlichen Dienst soll, wenn ich durch die Diagnose ja nachweisen kann eine Behinderung zu haben.
      So weit ich weiß, darf man erst in eine Werkstatt, wenn man nicht mehr mindestens 3h pro Tag arbeiten kann (ich bin mir aber nicht mehr ganz sicher, ob der Werkstattbesuch wirklich an die volle Erwerbsunfähigkeit (<3h täglich arbeitsfähig) gekoppelt ist, weil ich diese Dinge so schnell vergesse). Ich denke, das Arbeitsamt hat ein Interesse daran, erst zu prüfen, ob du mehr arbeiten kannst und falls ja, wollen sie einen vielleicht dorthin vermitteln. Somit denke ich, dass für den Werkstattbesuch nicht die Behinderung die Zugangsmöglichkeit ist, sondern man da generell hin darf, falls man nicht mehr als 3h täglich arbeiten kann. Ich bin mir aber wie gesagt nicht mehr ganz sicher.
      Da du momentan keine Leistungen vom Amt bekommst, könnte es denen eigentlich egal sein, ob du direkt in eine Werkstatt gehst (statt auf dem 1. Arbeitsmarkt zu arbeiten oder nicht zu arbeiten), aber wahrscheinlich ist genau das so ein Standardverfahren, dass bei einem Werkstattwunsch dieses ganze Verfahren mit der Arbeitsfähigkeitsüberprüfung anläuft.
      Ich denke, dass bei deinem Arbeitsamt-Termin genau diese Arbeitsfähigkeit ermittelt wird. Wenn du dann klarmachst, dass du auf dem normalen (!) Arbeitsmarkt nicht mehr als 3h täglich arbeiten kannst, darfst du vermutlich in eine Werkstatt. Dort gehen sie dann aber davon aus, dass man ganztägig arbeiten kann, es sei denn, du weißt auch da durch einen Arzt nach, dass du das nicht kannst.
      Vielleicht kennt sich da aber jemand besser aus als ich.


      RegenbogenWusli wrote:

      Ich mein, hätte ich jetzt erst Grundsicherung beantragt, hätte mir das Sozialamt sicher eh wieder gesagt "Ja sie müssen sich erst vom Ärztlichen Dienst für arbeitsunfähig schreiben lassen, dann können Sie sich hier gerne wieder melden" oder sowas.
      In dem Fall wäre es sicher so gelaufen. Da bin ich mir sehr sicher. Deshalb verstehe ich auch nicht ganz, wenn du gar keine Leistungen begehrst, warum die Erwerbsfähigkeit trotzdem überprüft wird, aber die Werkstatt muss ja auch von irgendeinem Kostenträger bezahlt werden. Es könnte sein, dass es es auch deshalb überprüfen. Vielleicht muss ja nach Erwerbsfähigkeit ein anderer Kostenträger die Kosten für die Werkstatt tragen (möglicherweise Sozialamt falls du nicht mehr erwerbsfähig bist < > Arbeitsamt, falls du noch erwerbsfähig bist).

      Ich finde es unmöglich, wie kompliziert das ist. Aber nun hast du ja den Termin für diese Begutachtung und bist damit einen Schritt weiter. :thumbup:
    • @FruchtigBunt

      Wie siehst du das, lohnt sich die Aufnahme in den VdK?
      Was hat der VdK für dich getan, was niemand sonst hätte tun können?
      Wärst du auch ohne VdK so weit, d.h. hier bis zum Ausweis (= GdB 50) gekommen?

      Ich frage mich das, weil hier immer wieder empfohlen wird, dem VdK beizutreten, denn der Verband kümmere sich um Schwerbehindertenanträge. Ich sehe das so, dass es sehr auf die persönliche geistige Fitness der Berater vor Ort ankommt.

      Und dann gibt es ja auch noch das eine oder das andere Selbsthilfeforum (für viele Arten chronischer Beeinträchtigungen), wo man manchmal auch gute Ratschläge bekommt.
      Wenn Wahlen etwas verändern würden, wären sie verboten :evil:
    • @Capricorn

      Ich denke, dass die Sinnhaftigkeit der Aufnahme in den VdK sehr stark vom Bundesland und der jeweiligen Regionalgeschäftsstelle abhängt bzw. den Mitarbeitern, die da vor Ort tätig werden. Wenn ich vorher gewusst hätte, was da für Pfeifen arbeiten (sorry, aber die sind dort menschlich, organisatorisch und rechtlich vollkommen überfordert), hätte ich mir einen Anwalt gesucht. Ob es da besser mit der Kompetenz ausgehen hätte, ist aber auch nicht automatisch garantiert und die Kosten sind am Ende wohl wesentlich höher.

      In jedem Fall finde ich entweder VdK oder Begleitung durch Anwalt sinnvoll, unter anderem z. B. um Akteneinsicht zu erhalten (ich hätte es niemals geschafft, die Akte beim Versorgungsamt einzusehen, wenn sie aber an einen Anwalt oder den VdK geschickt wird, geht das einfacher) und weil die meiner Meinung nach etwas gewissenhafter arbeiten dürften, wenn sie wissen, dass da nicht "irgendeine psychisch Kranke, die so krank ist, dass sie sich wahrscheinlich eh gegen nichts wehren wird" (um das mal ganz plakativ auszudrücken) sitzt, sondern der VdK oder ein Anwalt dahinter steht. Da kann man nun drüber denken was man will, aber ich habe diese Erfahrung schon bei mehreren Behördenangelegenheiten gemacht, dass Leute ohne Lobby und insbesondere psychisch Kranke nicht ernst genommen werden (auch und gerade von Organisationen, die sich eigentlich für diese Personengruppen gesondert einsetzen sollten). Die scheinen dann oft zu denken, dass man geistig behindert sei und das eh alles nicht kapiert oder dass das alles nicht so wichtig sei. Wenn die dann aber hören, dass da noch andere "offizielle" Personen involviert sind, geht es plötzlich auch anders bzw. man merkt, dass die sich dann mehr bemühen.

      Insgesamt war es in Hinblick auf das Ergebnis in meinem Fall nicht falsch den VdK eingeschalten zu haben. Ich kann nicht behaupten (dafür gibt es keine Anhaltspunkte), dass es am VdK gelegen hat, dass ich "nur" GdB 50 bekommen habe.

      Da ich aber auch nicht sicher weiß, ob das Versorgungsamt ohne "Vdk-Rückendeckung" weniger als GdB 50 erteilt hätte (zumindest ist mir bekannt, dass das Versorgungsamt hier im Bezirk bei Asperger in der Regel nur GdB 30 oder sogar weniger vergebe, wobei die Gutachten da wohl auch vorwiegend von Wald-und-Wiesen-Psychiatern waren, die wenig Ahnung von Asperger und vom Gutachten-Schreiben haben), sind das alles nur Mutmaßungen.

      Der VdK hat mich aber sehr viele Nerven gekostet und ich würde nicht nochmal hier in der Geschäftsstelle in den VdK eintreten, sondern mich nach einem Anwalt umschauen. Wahrscheinlich wäre ich aber mit der Auswahl des Anwaltes und der Kostenregelung stark überfordert, so dass der VdK eben einfach ein niedrigschwelligeres Angebot ist. Ich bin einfach nur froh, dass ich dieses absolut grauenhafte Verfahren hinter mir habe (*drei Kreuze mach*)

      Ich werde nächsten Monat direkt meine Kündigung an den VdK zum Jahresende fertigmachen und habe dann auch nur einen Jahresbeitrag und keine Widerspruchsgebühren etc. gezahlt.

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    • FruchtigBunt wrote:

      Ich hatte das Passfoto beim VdK abgegeben (von dem wurde ich aufgefordert, das Passfoto beim VdK einzureichen) und nachdem nach sechs Wochen immer noch kein Ausweis da war, bin ich persönlich zum Versorgungsamt hin und habe gefragt, wo der Ausweis bleibt. Die haben mir dann gesagt, dass nie ein Passfoto angekommen sei.
      Dann haben die beim VdK das wohl verschlampt. Ich hab das alles zusammen verschickt, nicht eines an einen und den Antrag woanders hin.
      Ich mein auch das in einem Zettel der an dem Antrag angeheftet war, mit drauf stand was man alles verschicken soll. Bis auf eine momentane Aufenthaltsgenehmigung die ich als gebürtiger Deutscher ja nicht brauche, habe ich alles zusammen getragen und zusammen verschickt.
      Das einzige was die machen müssen, ist die genannten Ärzte anschreiben. Das ist alles.


      FruchtigBunt wrote:

      Genauso hat der VdK die Widerspruchsfrist auch versäumt und schrieb aber schon sinnigerweise auf das Schreiben drauf, dass er die Widerspruchsfrist nicht überwacht.
      Wenn ich dann nicht selbst per Fax Widerspruch eingelegt hätte und die Akteneinsicht und auch per Fax den Ausweis beantragt hätte, möchte ich nicht wissen, was noch alles schief gegangen wäre.
      Man hätte dann danach vermutlich einen Änderungsantrag stellen müssen, aber es ist gut das das nicht so weit gekommen ist.


      FruchtigBunt wrote:

      Dann sollte demnächst bald eine Eingangsbestätigung eingehen. Hast du denn der EUTB eine Vollmacht erteilt, so dass die die Antworten vom Versorgungsamt erhalten oder bekommst du die Briefe vom Versorgungsamt direkt?
      Vielleicht sparen sich die Ämter die Eingangsbestätigungen aber mittlerweile auch ein.
      Da bin ich überfragt.
      Beim Antrag für die Autismustherapie haben die mir auch nur deswegen geschrieben weil sie noch weitere Unterlagen brauchten.
      Ich hab gestern in dem Treffen im Zentrum auch nochmal davon erzählt und man sagte mir das die das dort schon regeln da sie ja die Anträge auch erstellen und bearbeiten. Ich weiß nur nicht warum ich dann angeschrieben werde und nicht die.
      Der EUTB hat aber keine Vollmacht von mir bekommen. Ich wusste auch nicht das das gegangen wäre. Ich hab gedacht der Teil mit der Vollmacht ist nur möglich, wenn man einen Erziehungsberechtigten hat oder einen gesetzlichen Vormund aber das hab ich ja beides nicht mehr seit ich volljährig bin.
      Vom Versorgungsamt sollte ich dann wohl einen Brief bekommen, oder auch nicht wenn die das nicht mehr machen. Vielleicht macht das auch nicht jedes Amt in jeder Stadt, das kostet ja auch Geld. Vielleicht melden die sich nur dann, wenn sie Fragen haben, so wie das Sozialamt in dem Fall mit der Autismustherapie. Die haben sich auch nicht gemeldet "Hallo, Ihr Antrag ist bei uns eingegangen, er wird jetzt bearbeitet" oder sowas XD
      Ich mein sowas nur mal bekommen zu haben, als ich dem Amtsgericht Dortmund den Antrag für die Vornahmes-änderung zugeschickt hab. Da kam halt ein brief recht schnell zurück mit Verfahrenseröffnung und das das vorab schonmal 1500€ kosten würde oder sowas, und das wenn ich das nicht selber zahlen könnte, ich dann den beigefügten Bogen für Prozesskostenhilfe ausfüllen und zurückschicken soll.


      FruchtigBunt wrote:

      Da kann man nun drüber denken was man will, aber ich habe diese Erfahrung schon bei mehreren Behördenangelegenheiten gemacht, dass Leute ohne Lobby und insbesondere psychisch Kranke nicht ernst genommen werden (auch und gerade von Organisationen, die sich eigentlich für diese Personengruppen gesondert einsetzen sollten). Die scheinen dann oft zu denken, dass man geistig behindert sei und das eh alles nicht kapiert oder dass das alles nicht so wichtig sei. Wenn die dann aber hören, dass da noch andere "offizielle" Personen involviert sind, geht es plötzlich auch anders bzw. man merkt, dass die sich dann mehr bemühen.
      Ich glaube das ist so eine Sache das man da Glück aber auch Pech haben kann.
      Ich denke das es helfen kann jemand Normales mitzunehmen, denn dann sind die weniger frei sich so zu verhalten.
      Die Frau in der Lebenshilfe war auch nicht so hilfreich, außer mich weiter zum EUTB schicken und mir zu sagen ich solle versuchen mich weiterhin zu bewerben (ich wüsste nichtmal wo...oder wenn 1. Arbeitsmarkt warum...) konnte sie mir ja nicht helfen.
      Beim EUTB hatte ich dieses Gefühl garnicht. Ich hatte das Gefühl das man mich dort sehr wohl ernst nimmt und versteht, aber vielleicht sind die auch Autismus-kompetenter als der andere Verein da.
      Die waren auch so nett mir weiterhin per email zur Seite zu stehen wenn ich Fragen habe.


      FruchtigBunt wrote:

      Da ich aber auch nicht sicher weiß, ob das Versorgungsamt ohne "Vdk-Rückendeckung" weniger als GdB 50 erteilt hätte (zumindest ist mir bekannt, dass das Versorgungsamt hier im Bezirk bei Asperger in der Regel nur GdB 30 oder sogar weniger vergebe, wobei die Gutachten da wohl auch vorwiegend von Wald-und-Wiesen-Psychiatern waren, die wenig Ahnung von Asperger und vom Gutachten-Schreiben haben), sind das alles nur Mutmaßungen.
      Da kommt halt einiges zusammen. Dummerweise sind diese Einschränkungen die man angeben muss bzw die in den ärztlichen Berichten stehen auch immer Interpretationssache.
      Vielleicht habt ihr da Leute die bestimmte Dinge/Probleme nicht als Problem sehen. Vonwegen der kann nicht gut sprechen aber gut schreiben, dann soll er sich Freunde übers Internet suchen, hat er ja dann auch soziales Leben, nur halt anders, und nicht im RL.
      Oder wenn man nicht in einem vollen Bus fahren kann sagen die vielleicht "Ja dann soll er halt auf den nächsten warten, er kann ja allein Bus fahren, dann kriegt er halt nur keinen Job, dafür gibt es ja Grundsicherung etc".
      Der GdB wird vielleicht höher ausfallen wenn man wirklich so dermaßen Probleme hat wie Orientierungslosigkeit weil man keine Karten lesen kann wegen Lernschwäche, kein räumliches Denken zusätzlich besitzt und noch dazu ein schlecchtes Gedächtniss hat, so das man ohne fremde Hilfe den Weg nicht findet oder zurück findet.
      Ich kann leider nicht aus Erfahrung sagen wie Behörden hier in Essen so sind, weil ich keine Vergleichsfälle kenne.
      Ich hatte bisher mit den Behörden hier allerdings meistens eher Probleme.
      Schenken wollen die einem natürlich nichts.


      FruchtigBunt wrote:

      Der VdK hat mich aber sehr viele Nerven gekostet und ich würde nicht nochmal hier in der Geschäftsstelle in den VdK eintreten, sondern mich nach einem Anwalt umschauen. Wahrscheinlich wäre ich aber mit der Auswahl des Anwaltes und der Kostenregelung stark überfordert, so dass der VdK eben einfach ein niedrigschwelligeres Angebot ist. Ich bin einfach nur froh, dass ich dieses absolut grauenhafte Verfahren hinter mir habe (*drei Kreuze mach*)
      Es ist vielleicht eher von Vorteil eine Rechtsschutzversicherung zu haben. Vielleicht würde die helfen wenn man Anwälte für irgendwas einsetzen will.
      Leider kenne ich mich dahin garnicht aus, ich weiß nicht ob die in so einem Fall hilft weil es da ja nicht um einen Unfall/schadensfall geht oder sowas.
      Aber ich glaube man hat damit zumindest schonmal ein Gratisberatungsgespräch bei einem Anwalt ehe man schaut wie es weiter geht.