Inhaltliche Fragen (Antrag Schwerbehindertenausweis)

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    • Inhaltliche Fragen (Antrag Schwerbehindertenausweis)

      Ich habe nun den Antrag auf Feststellung eines GdB ausgefüllt. Dabei sind mir noch ein paar Fragen gekommen. Meine Psychiaterin ist leider nicht die richtige Ansprechpartnerin dafür, weil sie sich nicht sehr gut mit dem Antragsprocedere auszukennen scheint. Was denkt ihr zu den Fragen?

      Im Antrag gibt es einen Punkt "Angaben über ärztliche Behandlungen". Dort sollen Hausarzt- und Fachartzbehandlungen in den letzten zwei Jahren aufgeführt werden.

      FRAGENKOMPLEX A ("Ärzte oder alle Behandler auflisten?"):
      • Eine Psychologische Psychotherapeutin ist ja keine "Ärztin", sondern eine Behandlerin. Das heißt doch, dass Psychotherapeuten dort nicht aufzuführen sind, oder? Es gibt aber seltsamerweise keinen Punkt, wo psychotherapeutische Behandler der letzten zwei Jahre aufgelistet werden sollen (die Berichte der Psychologischen Psychotherapeuten zur Therapieantragstellung werde ich trotzdem beifügen, so dass das Versorgungsamt darüber Kenntnis erhält. Ich bin bei beiden nicht mehr in Behandlung.) Wenn ich die Psychotherapeutinnen dennoch aufführe, werden evtl. dort weitere Gutachten eingeholt und das Verfahren würde in die Länge gezogen werden. Seht ihr Probleme, so wie ich das vorhabe? Ist es normal, dass nur die Ärzte angegeben werden müssen, nicht aber die anderen Behandler, wie Ergotherapeuten, Psychologen etc.? Ich war auch in Ergotherapeutischer Behandlung, das kann ich aber gar nicht nachweisen, weil ich darüber nur Rechnungen habe und keine Berichte. Würdet ihr die Ergotherapie irgendwie nachweisen?


      FRAGENKOMPLEX B ("was wurde dort behandelt?"):
      • Es wird zu den ärztlichen Behandlungen jeweils der Zeitpunkt bzw. Zeitraum abgefragt und Name und Adresse sowie soll beantwortet werden, "welche der unter Punkt 3 genannten Gesundheitsstörungen werden dort behandelt?" Bei Punkt 3 wurde abgefragt "welche dauerhaft vorliegenden Gesundheitsstörungen machen Sie geltend?", wobei in der 272-seitigen Ausfüllhilfe, auf die das Versorgungsamt verlinkt hat, zu Punkt 3 steht, dass dort

      Anleitung schrieb:

      Unter Gesundheitsstörungen in diesem Sinne versteht man nicht den regelwidrigen körperlichen, geistigen oder seelischen Zustand als solchen.
      Vielmehr ist damit die Auswirkung der Beeinträchtigungen gemeint, die durch den regelwidrigen Körper-, Geistes- oder Seelenzustand verur sacht werden.
      Das heißt, bei Punkt 3 sollen also nicht die Diagnosen aufgelistet werden, sondern die berühmte Liste, mit den Einschränkungen, die man aufgrund der Erkrankung bzw. Erkrankungen hat.

      Nun frage ich mich, wie ich dann bei den Angaben über die ärztlichen Behandler dazuschreiben soll, welche Einschränkungen (oder doch Gesundheitsstörungen?) dort behandelt wurden? Es wäre ja noch relativ einfach, danebenzuschreiben, welche Diagnosen behandelt wurden, aber da ja ausdrücklich auf diese Nr. 3 Bezug genommen wird, wollen die ja keine Diagnosen dort lesen, sondern die Einschränkungen. Nun habe ich auf meinem Beiblatt duzende Einschränkungen aufgelistet.

      Ich habe vor, auf die Frage "welche der unter Punkt 3 genannten Gesundheitsstörungen werden dort behandelt?" einfach "alle" hinzuschreiben, weil ich nicht davon ausgehe, dass es die Sachbearbeiterin interessiert, dass sich meine Psychiaterin z. B. nicht dafür interessiert, dass ich extreme Probleme habe, Freundschaften zu schließen (was micih aber bei der Teilhabe sehr schwer beeinträchtigt; nur als Beispiel). Demnach müsste ich diesen Punkt mit den Freundschaften (und einige andere Punke) ja weglassen, weil das bei der Psychiaterin und in den Kliniken einfach nicht alles behandelt wurde. Ich glaube aber ehrlich gesagt, dass die Sachbearbeiter das alles gar nicht so genau wissen wollen.

      Ich frage mich aber doch, warum überhaupt abgefragt wird, was dort alles behandelt wird? (bzw. wurde. Die Frage steht aber im Präsens da). Meint ihr, ich mache etwas falsch, wenn ich schreibe, dass dort "alles" behandelt wird. Schließlich weiß die Psychiaterin ja von allen meinen Diagnosen, nur kennt sie eben nicht jede einzelne der aufgelisteten Einschränkungen.

      Ich möchte nichts falsch darstellen, aber ich hatte es schon oft genug, dass ich alles wörtlich nahm, Formulare übergenau ausfüllte und am Ende machte ich mir und den Bearbeitern damit nur Probleme.

      Habt ihr eine Idee, warum man angeben soll, was dort genau behandelt wurde? Wollen die evtl. nur wissen, ob "die ganzen Diagnosen" auch irgendwo in Behandlung sind, um dann möglicherweise daraus abzuleiten, dass man ja keine Probleme haben könne, wenn die eine Diagnose (bzw. Einschränkung) in den letzten zwei Jahren gar nicht behandelt wurde?

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    • FRAGENKOMPLEX C: ("Schweigepflichtentbindung")

      Seltsamerweise befindet sich am Ende des Antrags eine Schweigepflichtentbindungerklärung, die sich nicht nur auf Ärzte, sondern auch auf "Behörden" und alle "Behandler" bezieht. Im Antrag selbst wurden ja aber gar keine Kontakte zu anderen Behörden und Behandlern abgefragt, wieso soll man denen gegenüber dann eine Schweigepflichtentbindungserklärung abgeben?
      Um mich nicht unnötig "auffällig" zu verhalten, werde ich diese Erklärung wohl unterschreiben. Wobei es mir datenschutzrechtlich sehr bedenklich vorkommt, dass man pauschal allen Behörden, Ärzten, Behandler etc. diese Schweigepflichtentbindung erteilt und nicht nur denjenigen, die man selbst weiter oben bei "ärztliche Behandlungen" aufgelistet hat.
      Ich würde jetzt vorausschauend auch mal meinen Vertrag mit dem ambulant betreuten Wohnen vorlegen, obwohl so etwas gar nicht gezielt abgefragt wird im Antrag.


      FRAGENKOMPLEX D ("separater Umschlag"):

      Insgesamt umfasst mein Antrag 41 Seiten Nachweise über Behandlungen, wobei noch ca. 10 dazukommen werden. Wenn meine Psychiaterin ihr Versprechen einlöst, wird sie noch einen zusammenfassenden Bericht schreiben, den ich dann als aktuellen Bericht dem Versorgungsamt beifügen kann und worin sie hoffentlich auch begründet, welchen GdB sie für angemessen hält.
      Zu diesen ganzen Unterlagen habe ich eine Frage: Die andere Psychiaterin, die mir die Asperger-Diagnose ausstellte, ließ mir die Bescheinigung für das Versorgungsamt in einem Umschlag zukommen, auf dem stand "nur vom medizinischen Dienst zu öffnen". Sie meinte, dass das beim Versorgungsamt nicht jeder Sachbearbeiter sehen müsse. Nun bin ich mir gar nicht sicher, ob das Versorgungsamt wirklich einen medizinischen Dienst hat und ob es so gemacht wird, dass man die vertraulichen Unterlagen (also Klinikberichte etc.) wirklich in einen extra Umschlag packen soll? Denn dann müsste ich meine sämtlichen 41 Seiten auch in so einen Umschlag packen. Habt ihr das auch so gemacht mit dem separaten Umschlag? Bei der Beantragung einer Psychotherapie kenne ich das, aber beim Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis? :roll: In dem über 200-seitigen Dokument stand nichts von einem separaten Umschlag.

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    • Weiterhin sagte mir meine Psychiaterin heute, dass sie in ihrem Gutachten eh nur schreiben wird, welche Diagnosen ich habe und dass das Versorgungsamt das eh meinen Unterlagen entnehmen könne.

      Ich sagte ihr daraufhin, dass ich der Meinung bin, dass es beim Antrag auf GdB gerade nicht auf die Diagnosen, sondern die Beeinträchtigungen ankomme. Darauf meinte sie, dass das in der Theorie so sei, beim Amt aber nur auf die Diagnosen geschaut werde und danach die Prozente vergeben würden.

      Mich hat das so entsetzt, dass ich losgeheult habe beim Termin. Das ist ja meine größte Sorge, dass die Sachbearbeiter etwas falsch machen und dann ein ungerechtes Ergebnis bei herauskommt. Ich fragte die Psychiaterin dann, ob es vielleicht sein könne, dass das nur in diesem Bundesland so sei, aber sie meinte, das werde überall so gemacht. :( Nun frage ich mich, wieso ich eine zweiseitige Liste erstelle mit meinen Einschränkungen, wenn das angeblich eh niemanden interessiert?
      Lustigerweise habe ich ja von allen möglichen Behandlern viele überschneidende, aber auch teilweise unterschiedliche Diagnosen, so dass ich auf 4 - 5 Diagnosen komme. Wenn es nach der Psychiaterin ginge, hätte ich damit ja eine große Aussicht auf Erfolg in dem Sinne, dass man dann "mehr Prozente" bekommt. Ich kann mir dennoch nicht vorstellen, dass das Amt wirklich so arbeitet. Da dieses Bundesland aber schon für so manch anderen Skandal und Personalengpässe bekannt ist, wäre es durchaus denkbar. :m(:

      Ich habe große Angst davor den Antrag zu stellen und bei einer Ablehnung evtl. in ein Widerspruchsverfahren bzw. sogar vor Gericht gehen zu müssen, wenn die Sachbearbeiter sich wirklich nicht für meine Einschränkungen interessieren, sondern allein auf die Diagnose schauen. Die können sich doch anhand des Diagnosekürzels nicht vorstellen, wie quälend mein Alltag teilweise für mich ist. :shake:
      Glücklicherweise wird die Psychiaterin mir ihr Gutachten zuschicken, so dass ich es an das Versorgungsamt weiterleiten kann. Nun habe ich Sorge, dass sie da wirklich nur die Diagnosen reinschreibt und auf meine Einschränkungen gar nicht eingeht.

      Ich frage mich, wieso das bei mir alles wieder so kompliziert ist bzw. wieso ich mir das so kompliziert mache, aber genau das sind ja die Auswirkungen meiner diversen Erkrankungen. Diese verdammte Zwanghaftigkeit, dass ich alles 100% richtig machen will und über das ganze Verfahren die Kontrolle haben will. Ich habe solche Angst, dass man mir das alles nicht glaubt und behaupten könnte, ich hätte nur minimale Beeinträchtigungen. Der Termin bei der Psychiaterin war heute eine Tortur. Und ich habe nur die Sache mit diesem Schwerbehindertenausweis besprochen.

      Es ist ja auch nicht so, dass man das mit dem Antrag mal eben einfach so probieren kann und wenn es nicht klappt, dann später weitermachen. Wenn, dann muss man ja direkt gegen eine fehlerhafte bzw. nicht angemessene Entscheidung vorgehen. Was soll ich machen, wenn ich dazu nicht die Kraft habe? Ich könnte dann umziehen und in einem anderen Bundesland einen neuen Antrag stellen (hier schrieben ja schon manche, dass je nach Bundesland restriktiv oder wohlwollender Prozente vergeben werden), aber ich vermute, dass die Bundesländer abfragen, ob jemand schon woanders einen Antrag gestellt hat.

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    • FruchtigBunt schrieb:

      Ich sagte ihr daraufhin, dass ich der Meinung bin, dass es beim Antrag auf GdB gerade nicht auf die Diagnosen, sondern die Beeinträchtigungen ankomme. Darauf meinte sie, dass das in der Theorie so sei, beim Amt aber nur auf die Diagnosen geschaut werde und danach die Prozente vergeben würden.
      Die Aussage deiner Therapeutin ist falsch. Genau aus diesem Grund habe ich meine gewünschten und benötigten Merkzeichen nicht bekommen. Du solltest auf jeden Fall noch ein Extrablatt hinzufügen, wo du ALLE Einschränkungen aufführst, die du tatsächlich hast.

      Nicht unbedingt Dinge wie 'ich kann keine Freundschaften schließen' - aber auf jeden Fall Dinge wie 'ich kann nicht alleine einkaufen gehen' (falls es bei dir zutrifft). In einem anderen Forum wurde mir gesagt, dass der 'Jammerlappen' wichtiger ist als die Diagnose und die Formulare.
      ~ What the fuck is real life and where can I download it? ~
    • Das stimmt. Das wurde mir auch so nahe gelegt. Hatte auch eine DIN A4 Seite voll dazu gelegt.
      Ich will ja nicht alles schlecht reden, aber du solltest in Betracht ziehen, dass du eventuell klagen musst um einen hohen GdB zu bekommen.
      Es kommt immer auf das Bundesland drauf an.
      Grüße aus der Pegasus Galaxie. :)
    • Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Zettel mit selbst aufgeschriebenen Einschränkungen die in irgendeiner Weise tangiert.
      "Papier ist geduldig". Behaupten kann man ja viel. Ohne das ein Arzt das bestätigt dürfte das keinerlei Wert haben.
      Hohe Zahlen bei der Editierungsanzeige zeigen nicht, dass ich permanent meine Meinung ändern würde. Ich habe nur Probleme Rechtschreib- und Grammatikfehler zu tolerieren und korrigiere diese daher, wenn ich sie sehe.
      Dennoch kann auch ich Tippfehler übersehen. In diesem Fall bitte ich um Nachsicht.
    • Abgesehen davon, dass mein Arzt selbst so eine Liste für den Antrag angefertigt hat, mag es vielleicht nicht den Ausschlag geben, aber schaden tut es definitiv nicht.

      Am besten man fertigt mit dem Arzt zusammen solch eine Liste an oder gibt dem Arzt so eine Liste, dass er sie dann einbauen kann.
      Grüße aus der Pegasus Galaxie. :)
    • DrCarsonBeckett schrieb:

      Abgesehen davon, dass mein Arzt selbst so eine Liste für den Antrag angefertigt hat, mag es vielleicht nicht den Ausschlag geben, aber schaden tut es definitiv nicht.

      Am besten man fertigt mit dem Arzt zusammen solch eine Liste an oder gibt dem Arzt so eine Liste, dass er sie dann einbauen kann.
      Genau so schaut's aus.

      Übrigens kann @FruchtigBunt gar nicht wirklich was falsch machen.
      Die Formulare sollen die Arbeit erleichtern (beiden Seiten).
      Wenn's aber nicht passt, dann ist es nicht so wichtig, exakt die Fragen des Fragebogens in ebenfalls exakt dem dafür vorgesehenen Platz zu beantworten.

      Die Sachbearbeiter sollten dich kontaktieren können, falls nötig. Deshalb würde ich z.B. meine Telefonnummer angeben, auch wenn das eine freiwillige Angabe ist.
      Mark Twain: "Never argue with stupid people, they will only drag you down to their level and then beat you with experience."
      (Streite dich nie mit dummen Leuten; sie ziehen dich nur auf ihr Niveau herunter und schlagen dich dann mit ihrer Erfahrung.)
    • FruchtigBunt schrieb:

      Mich hat das so entsetzt, dass ich losgeheult habe beim Termin.

      FruchtigBunt schrieb:

      dass ich alles 100% richtig machen will und über das ganze Verfahren die Kontrolle haben will.

      FruchtigBunt schrieb:

      Ich habe solche Angst, dass man mir das alles nicht glaubt und behaupten könnte, ich hätte nur minimale Beeinträchtigungen.
      Du scheinst dich wirklich extrem in das Thema verbissen zu haben. Antrag stellen, abwarten und dann handeln. Ich weiß dass das nicht einfach ist, aber was soll man sonst tun?
    • FruchtigBunt schrieb:

      Ich sagte ihr daraufhin, dass ich der Meinung bin, dass es beim Antrag auf GdB gerade nicht auf die Diagnosen, sondern die Beeinträchtigungen ankomme. Darauf meinte sie, dass das in der Theorie so sei, beim Amt aber nur auf die Diagnosen geschaut werde und danach die Prozente vergeben würden.
      Das ist Unsinn.
      Das Amt interessiert sich ausschließlich für die Beeinträchtigung im Alltag. Wie sonst sollte der Grad der Behinderung festgestellt werden? Davon abgesehen wird ohnehin ein Gutachten veranlasst. Von daher reicht es erstmal völlig aus "nur" die Befunde einzureichen.
    • WelleErdball schrieb:

      FruchtigBunt schrieb:

      Ich sagte ihr daraufhin, dass ich der Meinung bin, dass es beim Antrag auf GdB gerade nicht auf die Diagnosen, sondern die Beeinträchtigungen ankomme. Darauf meinte sie, dass das in der Theorie so sei, beim Amt aber nur auf die Diagnosen geschaut werde und danach die Prozente vergeben würden.
      Das ist Unsinn.Das Amt interessiert sich ausschließlich für die Beeinträchtigung im Alltag. Wie sonst sollte der Grad der Behinderung festgestellt werden? Davon abgesehen wird ohnehin ein Gutachten veranlasst. Von daher reicht es erstmal völlig aus "nur" die Befunde einzureichen.
      Ich weiß auch nicht mehr, ob ich dieser Psychiaterin vertrauen soll oder nicht. Da sie mir aber zugesagt hat, mir einen Bericht zu schreiben, den ich beim Versorgungsamt einreichen kann, werde ich jetzt erstmal den Bericht abwarten. Falls es zu einem Widerspruch kommen müsste, sehe ich mit der Psychiaterin allerdings eher Probleme auf mich zukommen.

      Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob die ganzen Befunde dann in einen extra verschlossenen Umschlag gehören.
    • FruchtigBunt schrieb:

      Ich weiß auch nicht mehr, ob ich dieser Psychiaterin vertrauen soll oder nicht. Da sie mir aber zugesagt hat, mir einen Bericht zu schreiben, den ich beim Versorgungsamt einreichen kann, werde ich jetzt erstmal den Bericht abwarten.
      Völlig unabhängig davon solltest du aufschreiben, wo du für dich Einschränkungen siehst und das dem Antrag gleich beilegen. Ich habe den Fehler auch gemacht, das nicht zu tun - und keins der dringend benötigten Merkzeichen bekommen.
      ~ What the fuck is real life and where can I download it? ~
    • Leseratte schrieb:

      FruchtigBunt schrieb:

      Ich weiß auch nicht mehr, ob ich dieser Psychiaterin vertrauen soll oder nicht. Da sie mir aber zugesagt hat, mir einen Bericht zu schreiben, den ich beim Versorgungsamt einreichen kann, werde ich jetzt erstmal den Bericht abwarten.
      Völlig unabhängig davon solltest du aufschreiben, wo du für dich Einschränkungen siehst und das dem Antrag gleich beilegen. Ich habe den Fehler auch gemacht, das nicht zu tun - und keins der dringend benötigten Merkzeichen bekommen.
      Ja, die Liste mit meinen Einschränkungen habe ich schon erstellt. Im Prinzip fragt der Antrag das unter dem Punkt "welche dauerhaft vorliegenden Gesundheitsstörungen machen Sie geltend?" ab? Ich habe dazu ein extra Blatt gemacht und drübergeschrieben "Folgende Beeinträchtigungen der Teilhabe aufgrund des Asperger-Autismus (*F84.5 - angeborenes Leiden) sowie der xxx (Fxxxx -Krankheit) und der xxx (Fxxx – Krankheit) werden geltend gemacht:" Danach habe ich meine Einschränkungen, sortiert nach Themenbereichen aufgelistet.
      Ich habe aber alles aufgeführt, auch dass ich keine Freundschaften und sozialen Kontakte habe, dass ich in Gruppentherapien deswegen überfordert bin, dass ich soziale Ängste habe, wenn ich draußen Einkaufen muss etc. Manches erscheint einem selbst vielleicht gar nicht mehr so schlimm, weil man sich mittlerweile daran gewöhnt hat (z. B. bei mir das mit den sozialen Kontakten), aber wenn ich merke, ich MUSS in sozialen Kontakt treten (z. B. Behördengespräch, Arzttermin etc.) dann wird mir wieder bewusst, wie stark meine Ängste sind.

      Die Liste werde ich selbst unterschreiben. Meine Psychiaterin hat diese Liste auch vorliegen, aber ich gehe nicht davon aus, dass sie die in ihr Schreiben einarbeitet und ich werde sie auch nicht danach fragen, ob sie mir dies abstempelt. Entweder das Versorgungsamt glaubt mir das nun oder nicht. Wenn nicht, muss die Psychiaterin eben dann meine Einschränkungen in ihren eigenen Worten dezidiert in einem Widerspruch auflisten.

      @LeseratteIch wüsste nicht, welches Merkzeichen ich beantragen sollte. Ich habe überlegt, ob ich "hilflos" bin, aber ich denke nicht. Die meisten Alltagsverrichtungen bekomme ich hin, nur das Aufsuchen von Behörden, Ärzten und so etwas in die Richtung schaffe ich nicht bzw. ich bekomme davon meistens Meltdowns und bei den Gesprächen kommt auch meist nichts Sinnvolles raus, weil ich total überfordert bin. Ich denke mal, das reicht aber nicht aus, um das Merkzeichen "Hilflosigkeit" zu beantragen. Denn wenn ich beispielsweise Briefe schreibe, würde niemand auch nur ansatzweise auf die Idee kommen, dass ich "hilflos" sein könnte. Meine Psychiaterin wird davon auch nicht begeistert sein, zu begründen, warum ich das haben könnte. Ich kann alleine Bus&Bahn fahren, alleine auf Veranstaltungen gehen etc. Die Probleme fangen bei mir in der Regel erst dann an, wenn ich mit anderen Menschen in Kontakt treten muss (Reizüberflutung durch Lärm jetzt mal ausgenommen, dass beeinträchtigt mich auch ohne Menschen und meine eigenen Gedanken sind auch grausam genug). Aber das hat eher nichts mit Hilflosigkeit zu tun, denke ich.

      Mir wäre einfach schon der Schwerbehindertenstatus recht, weil ich mir davon erhoffe, dass ich damit doch nochmal irgendwann eine Arbeit finden könnte, bei der man auf meine Einschränkungen eingeht (ggf. öffentlicher Dienst).