Heute fühle/empfinde ich mich...

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    • ...eigentlich könnte es mir richtig gut gehen. Wenn da nicht Angst, Herzstolpern und Magenschmerzen wären x(

      ...und das wiederrum macht mich böse...auf mich selbst! Ich möchte mir gern ins Gesicht brüllen: "Hör auf, dich wegen jedem Kleinkram verrückt zu machen und genieße das Leben, du Pupskopf!!!!" :evil:


      :roll:
    • Eryniell wrote:

      "Hör auf, dich wegen jedem Kleinkram verrückt zu machen und genieße" das Leben, du Pupskopf!!!!" :evil:
      Vielleicht findest du zwischen den beiden Extremen ("verrückt wegen jedem Kleinkram" und "das Leben genießen") ja einen Mittelweg des ganz normalen Alltags: Man darf sich mal ärgern und man sieht aber immer auch was, worüber man sich freut. Wünsch ich dir. :)
      "Ein Buch muss Wunden aufreißen, ja sogar welche hervorrufen. Ein Buch muss eine Gefahr sein." (E. M. Cioran)
      In: ders., Ébauches de vertige. Gallimard 2006 (=folio 4100) (trad.: FM)
    • Eryniell wrote:

      ...eigentlich könnte es mir richtig gut gehen. Wenn da nicht Angst, Herzstolpern und Magenschmerzen wären x(

      ...und das wiederrum macht mich böse...auf mich selbst! Ich möchte mir gern ins Gesicht brüllen: "Hör auf, dich wegen jedem Kleinkram verrückt zu machen und genieße das Leben, du Pupskopf!!!!" :evil:


      :roll:
      na ja, jemanden innerhalb dieses "Leben" anzubrüllen, ist ja kein Genuss und macht auch wieder Angst".
      Zum Genießen zwingen wollen mittels Abwertung und Angst machen?

      Was auch nicht klappt:
      Nachdrücklich auffordern spontan zu sein
      Auf Kommando echt und herzhaft Lachen
      Such etwas Ekliges schmecken lassen, dass einem in den Mund geschoben wird

      Diese inneren Kritiker wirken auch, wenn man die Sätze nicht denkt. Einziges Mittel, diese Sätze durch Netze freundliche zu ersetzen, und das so lang, bis die endgültig die Klappe halten

      Wenn nichts da ist zum genießen, ist das Gefühl der Situation zumindest angemessen. Findet man nichts, wurde es vllt durch die Kritiker verboten. Also was Verbotenes machen - sich etwas Suchen, das man genießen kann. Der Anblick einer Blume, der Kaffe vor einem. Und sich bewusst das erlauben. Mit Kleinigkeiten anfangen.

      ......müde, etwas traurig, insgesamt aber trotzdem recht gut. Im Vergleich zu "richtig schlecht" :)
      "AS? Sie wirken gar nicht so" -"Danke für die Bestätigung und Anerkennung all der geleisteten Arbeit, die dahinter steckt :) ".
    • FrankMatz wrote:

      Eryniell wrote:

      "Hör auf, dich wegen jedem Kleinkram verrückt zu machen und genieße" das Leben, du Pupskopf!!!!" :evil:
      Vielleicht findest du zwischen den beiden Extremen ("verrückt wegen jedem Kleinkram" und "das Leben genießen") ja einen Mittelweg des ganz normalen Alltags: Man darf sich mal ärgern und man sieht aber immer auch was, worüber man sich freut. Wünsch ich dir. :)
      Danke dir :) Aber blöderweise gibt es bei mir immer nur Schwarz oder Weiß. Also entweder, ich genieße das Leben in vollen Zügen oder ich ängstige mich vor jeder Kleinigkeit.
      Diese Angst wegzubekommen, wäre nett.

      Happy to be wrote:


      Eryniell wrote:

      ...eigentlich könnte es mir richtig gut gehen. Wenn da nicht Angst, Herzstolpern und Magenschmerzen wären x(

      ...und das wiederrum macht mich böse...auf mich selbst! Ich möchte mir gern ins Gesicht brüllen: "Hör auf, dich wegen jedem Kleinkram verrückt zu machen und genieße das Leben, du Pupskopf!!!!" :evil:


      :roll:
      na ja, jemanden innerhalb dieses "Leben" anzubrüllen, ist ja kein Genuss und macht auch wieder Angst".Zum Genießen zwingen wollen mittels Abwertung und Angst machen?

      Was auch nicht klappt:
      Nachdrücklich auffordern spontan zu sein
      Auf Kommando echt und herzhaft Lachen
      Such etwas Ekliges schmecken lassen, dass einem in den Mund geschoben wird

      Diese inneren Kritiker wirken auch, wenn man die Sätze nicht denkt. Einziges Mittel, diese Sätze durch Netze freundliche zu ersetzen, und das so lang, bis die endgültig die Klappe halten

      Wenn nichts da ist zum genießen, ist das Gefühl der Situation zumindest angemessen. Findet man nichts, wurde es vllt durch die Kritiker verboten. Also was Verbotenes machen - sich etwas Suchen, das man genießen kann. Der Anblick einer Blume, der Kaffe vor einem. Und sich bewusst das erlauben. Mit Kleinigkeiten anfangen.

      ......müde, etwas traurig, insgesamt aber trotzdem recht gut. Im Vergleich zu "richtig schlecht" :)
      Hm...hast du auch wieder Recht. Also dass sich anzubrüllen, nichts bringt, ist wohl wahr :lol:

      Aber "Pupskopf" ist definitiv keine Abwertung, sondern ein tolles, liebevoll neckisches Kosewort. Ich mag solche "negativ" anmutenden, aber nett gemeinten Spitznamen. "Stinkvogel", "Mistbiene" usw...das ist alles durchaus lieb gemeint, mit neckischem Unterton. Ich nehme solche Worte nicht so ernst ;)

      Das mit den inneren Kritikern ist eine interessante Sichtweise!
      *nach innen flitz' und den Kritikern einer Umprogrammierung unterzieh'
    • Ach mich freut aber, dass ich hier soviele Menschen positiv beeinflusst habe, mit dem was ich geschrieben habe. Das war gar nicht unbedingt meine Intention, aber jetzt fühlt es sich noch besser an, dass geschrieben zu haben.

      @Eryniell
      Ich wollte mal schauen ob es hier einen Thread zum Thema "psychosomatische Beschwerden" gibt, da mich das auch betrifft. Es ist aber mit den Jahren deutlich besser geworden, mich würde dennoch interessieren, ob Autisten häufig von derartigen Beschwerden betroffen sind. Was mir auf jeden Fall geholfen hat, ist eine Verhaltenstherapie zu dem Thema. Wenn Du da also eine Baustelle hast, kann ich Dir das nur raten.
    • LeuChris wrote:




      @Eryniell
      Ich wollte mal schauen ob es hier einen Thread zum Thema "psychosomatische Beschwerden" gibt, da mich das auch betrifft. Es ist aber mit den Jahren deutlich besser geworden, mich würde dennoch interessieren, ob Autisten häufig von derartigen Beschwerden betroffen sind. Was mir auf jeden Fall geholfen hat, ist eine Verhaltenstherapie zu dem Thema. Wenn Du da also eine Baustelle hast, kann ich Dir das nur raten.

      Mich würde das auch mal interessieren, ob noch mehr Leute im Spektrum solche "Begleiterscheinungen" haben :nod:

      Zum Thema Verhaltenstherapie: Ein klares JA! Für mich sehr hilfreich und derzeit der "Strohhalm", an den ich mich klammere. Nächste Woche beginne ich wieder mit einer Therapie und hoffe, sie hilft abermals so toll, wie vor 10 Jahren.

      Gerade fühle ich mich.....immer noch kurz vor der Panik.
    • ... neutral.
      ... etwas in Vorfreude, weil ich heute auf dem Weihnachtsmarkt die Idee bekam, mir zu Hause selbst Schokoladenfondue zu machen. Das ist jetzt auch fast so teuer gekommen, wie die Horrorpreise dort, aber dafür bekomme ich bestimmt fünf schokolierte Obstspieße raus, statt einem. :o Das stelle ich mir gleich her. :)

      ... ernüchtert, wie unprofessionell Menschen arbeiten.

      ... verärgert und erschrocken darüber und bestätigt darin, wie dreist Menschen sind. Gerade die, die sich auf die Fahnen geschrieben haben, anderen zu helfen. Das müsste man wirklich öffentlich machen. Ich werde hoffentlich nie wieder mein Bauchgefühl übergehen. :frown:

      ... angewidert von der emotionslosen und kalten Art der Menschen hier. Der höchste Ausdruck von Freude scheint hier zu sein: "Das mag ich gerne leiden." :nerved: x( Ich weiß nicht, wie man so tot und hölzern sein kann.

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • ... ohnmächtig, hilflos und wütend. Mir wurden beim Teilhabegespräch blanko-Formulare zum unterschreiben vorgelegt, mein Fax kam trotz Sendebestätigung mit Bild angeblich nicht an, die Teilhabeziele werden vom Amt festgelegt und es dürfen nicht mehr als drei sein, und die Stundensätze fürs Persönliche Budget sind auf 30€ begrenzt. Manchmal frage ich mich, ob das alles real ist oder ich träume. :fun:
      Wie soll man in dieser Welt nicht den Verstand verlieren? :cry: In einer Klinik würde mir nun vermutlich auch niemand helfen und es würde die Ohnmachtsgefühle nur verstärken. Ich überlege, ob es nicht doch möglich wäre, aus diesem System auszusteigen, weil es meine Probleme so verstärkt. Was bleibt mir noch? Mich niemals aufzugeben, aber viel mehr ist da gerade nicht. Ich bin müde und traurig. Ich wünsche mir so sehr, dass die Menschen nicht so unfair und gemein wären. Ich mag nicht mehr kämpfen. Ich habe keine Kraft mehr. :cry:
    • Vulkan wrote:

      Ich fühle mich heute gut auch mit der Diagnose von gestern.
      Glückwunsch :)
      Nach der Diagnose hat der Gehalt an Glückshormonen damals für ein schönes Weilchen gereicht, um mich selbstbewusst und lässig autistisch den Alltag überstehen zu lassen.
      Tolle Zeit, erinnere mich neuerdings nun auch daran, mich hin und wieder zu erinnern ;)

      FruchtigBunt wrote:

      Ich überlege, ob es nicht doch möglich wäre, aus diesem System auszusteigen, weil es meine Probleme so verstärkt. Was bleibt mir noch? Mich niemals aufzugeben, aber viel mehr ist da gerade nicht. Ich bin müde und traurig. Ich wünsche mir so sehr, dass die Menschen nicht so unfair und gemein wären. Ich mag nicht mehr kämpfen. Ich habe keine Kraft mehr.
      aus dem System aussteigen, in ein neues umziehen - aber in welches und wie? Das frage ich mich auch andauernd. Mein einziger bisheriger Plan dafür: Master abschließen, auf der Grundlage einen guten, also nachhaltigen und sinnvollen Job finden, der auch noch gut bezahlt ist - ich Optimistin :lol: - und bis zum Ende durchhalten.
      Aber alleine die Vorstellung, ich könnte scheitern, hat das Potential eine Depression auszulösen; und wenn ich scheitere wird's wohl einen die nie aufhört.
      Abgesehen davon ... das kann es doch nicht sein. Überall auf der Welt leiden Menschen unter gewissen Umständen. Aber wenn man in einem der reichsten Länder der Welt lebt, weil z.B. unter prikären Verhältnissen geboren - oder auch nicht, muss man sich erst abschuften, um irgendwann für sich ertragbaren Umstände zu schaffen. Und dieses eine reiche Land in dem man lebt bäutet auch noch andere, arme Länder aus. (Z.B. mit subventionierten Tiefkühlhühnchen.)
      Wenn man unter der Belastung funktionsunfähig wird, ist man eine Mimose oder ein Schmarotzer.
      Aber wohin auswandern, wenn es einem hier schon schwer fällt? Und wäre das echt die Lösung...?

      ... aber mir geht's abgesehen von den Gedanken ganz gut. Habe gestern alleine durch das ehrliche Mitgefühl eines anderen Menschen, der bereit ist und die Autorität hat mich gegen einen unfairen Kommilitonen zu verteidigen, neuen Mut getankt. Die Angelegenheit war nicht wirklich dramatisch, deshalb hat es mich umso mehr gewundert, wie ernst das vom Dekanat aber aufgefasst wurde.
    • ... zufrieden mit dem, was ich heute alles im Haushalt und draußen erledigt habe und es mir dabei gelungen ist, halbwegs mein Energielevel im Blick zu behalten

      ... verärgert darüber, dass die Person bei sachlicher Kritik einfach nicht mehr reagiert. Ich fühle mich erpresst: Entweder ich schlucke alles herunter, sage nichts und werde mit Kontakt belohnt oder ich sage in angemessenem Tonfall was mich stört, und die Person negiert alles, verdreht meine Ansichten oder reagiert einfach nicht mehr. Das ist fast schon perfide und es macht mich wütend.

      ... wegen einer anderen Sache stark geschockt. Diese Sache verdränge ich vorerst, bis ich stabil genug bin, mich damit auseinanderzusetzen.
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      ... verärgert über mich, weil ich merke, wie ich mich selbst blockiere. Ich komme mit Zeitdruck und parallel anstehenden Aufgaben und vor allem Abstimmungssachen nicht klar, wenn eins vom anderen abhängt. Es ist nicht zu fassen, wie dermaßen dumm ich mich dann anstelle. Ich kann dann die einfachsten Denkvorgänge nicht mehr tätigen und bin total blockiert. Deswegen musste ich heute leider ein privates Gespräch absagen. Das kann so nicht weitergehen. Ich muss irgendwie lernen, besser damit umzugehen. Wenn ich nur wüsste, wie. :cry: