Mein Autismus Tagebuch - von Regenbogenwusli/Stan

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    • RegenbogenWusli schrieb:

      Das wäre nicht so gut, kann es mir heute auch nicht mit Kindern vorstellen da es auch nicht meine Art ist, sich völlig aus Erziehung und so weiter rauszuhalten, wie mein vater das am liebsten versucht hat.
      Das war ja früher oft so üblich bei den Vätern.

      Jedenfalls hättest Du eventuell jede Menge Stress, stell Dir vor Du müssest auch noch für 2 Kinder Unterhalt zahlen, oder streitest Dich ständig herum wegen irgendwas, die meisten Eltern trennen sich doch heutzutage irgendwann und das geht selten reibungslos.

      Ausserdem kann man es sich sowieso nicht aussuchen, wie man geboren wird. Wenn der Mensch es schafft, etwas Positives daraus zu machen und seinen Weg zu gestalten, so ungefähr wie er es sich vorstellt und braucht, nach seinen Bedürfnissen, dann ist das schon eine gute Sache denke ich.
    • Regenbogenwusli schrieb:

      Ist Dortmund so eine Assistadt?
      @RegenbogenWusli

      Soweit ich weiß: Ja.
      Es kommt meines Wissens aber auch darauf an, wo man sich in Dortmund bewegt. Dort soll es eine Art "Nord-Süd-Trennung" geben.
      Generell fühle ich mich im Ruhrgebiet (vor allem im Vergleich zu Süddeutschland) recht unwohl. Ich war mal wegen einer Umschulung in Mühlheim an der Ruhr und bin da abends gegen 20 Uhr von einem EKZ am Hbf zur Unterkunft gelaufen. Bereits um die Uhrzeit (es wurde auch schon dunkel) fühlte ich mich dort unwohl. Das waren zwar nur ein paar ausländische Jugendliche, aber mich hätte es nicht gewundert, wenn die ein Klappmesser herausgezogen hätten und mir an den Hals gehalten hätten. Es herrschte dort eine sehr seltsam-bedrohlich-aggressive Stimmung. Das kenne ich von Süddeutschland gar nicht; nichtmal vom Frankfurt. Da kann ich mich um Mitternacht am Hauptbahnhof bewegen, aber habe nicht Angst, gleich abgestochen zu werden.

      Ich finde dein Bericht macht insgesamt Hoffnung. Vor einer Weile noch las ich, wie die dich vom Amt mit diesen ganzen Anträgen stressten und dass da nichts voran ging, weil Briefe nicht richtig ankamen bzw. zehnmal das gleiche gefragt wurde.
      Schön, dass es voran geht und du sogar die Aussicht auf eine positive Entscheidung schon vorab mündlich bekommen hast.

      Ich bewundere dich, dass du das ganze Antragstheater durchgehalten hast!
    • Kraehe schrieb:

      Jedenfalls hättest Du eventuell jede Menge Stress, stell Dir vor Du müssest auch noch für 2 Kinder Unterhalt zahlen, oder streitest Dich ständig herum wegen irgendwas, die meisten Eltern trennen sich doch heutzutage irgendwann und das geht selten reibungslos.
      Ja das stimmt, darauf kann ich definitiv verzichten.


      Kraehe schrieb:

      Ausserdem kann man es sich sowieso nicht aussuchen, wie man geboren wird. Wenn der Mensch es schafft, etwas Positives daraus zu machen und seinen Weg zu gestalten, so ungefähr wie er es sich vorstellt und braucht, nach seinen Bedürfnissen, dann ist das schon eine gute Sache denke ich.
      Ja das stimmt, und das habe ich für meinen Teil auch so verstanden und versuche das.


      Kraehe schrieb:

      Vielleicht haben die in den entsprechenden Städten in NRW einfach nur neue Fortbildungsanbieter.
      Teilweise vielleicht, aber ich bezweifle das fast. Ich sehe immer mehr Obdachlose, auch jüngere Leute. Ob diese Leute vorher beim Amt waren oder garnicht erst dort reingekommen sind kann ich nicht sagen. Man kann aber sagen das wenn es immer mehr Menschen generell werden, dann werden auch die Obdachlosen etc mehr, ist ja irgendwie auch normal.


      FruchtigBunt schrieb:

      Dort soll es eine Art "Nord-Süd-Trennung" geben.
      Das gibt es hier in Essen angeblich auch.

      FruchtigBunt schrieb:

      Schön, dass es voran geht und du sogar die Aussicht auf eine positive Entscheidung schon vorab mündlich bekommen hast.

      Ich bewundere dich, dass du das ganze Antragstheater durchgehalten hast!
      Ja das ist wahr und danke, aber das hätte ich allein auch nie geschafft. meine Psychologin hat mir dabei sehr viel geholfen, mit mir zusammen diese Antragszeugs ausgefüllt und so weiter und die anderen psychologen für die Gutachten waren auch sehr freundlich und hilfsbereit.
    • 8. Febuar 2019

      Puh, lange nichts mehr geschrieben, aber heute kam ein Anlass wo ich dachte das das gut hier her passt, aus den nicht all zu aufregenden aber ungewöhnlichen Alltagsereignissen XD

      Heute bin ich regelrecht über meinen eigenen Schatten gesprungen (RW).
      Normalerweise bin ich still wenn ich fremden Leuten begegne. Dieses mal nicht.

      Ich saß an der Bushaltestelle und habe ein Teilchen gegessen, welches ich als Zuckerschnecke bezeichnen will, aber laut Bäckerei angeblich ein Ananasballen war (es sah aus wie eine schnecke und hatte Zucker drumherum)...
      Da kam eine schon ältere, dürre hässliche Frau vorbei mir ihren beiden Töchtern und einem jungen Hund (Husky).
      Der Hund war recht wild weil er noch jung war und die Frau war ständig am herumnörgeln und den Hund am beschimpfen.
      Sie sagte auch sitz und so, und der Hund hörte darauf auch sofort. Nur es dauerte keine Minute da stand der Hund immer wieder auf und wollte immer irgendwo herumschnüffeln oder so, so wie neugierige junge Tiere halt sind.
      Sie sog dann immer wieder an der Leine und sagte sowas wie das er aufhören soll, und hören soll und sitz machen soll und so weiter.
      Einmal hat sie sogar ziemlich geschrien. Das ging ca 5 mal so innherhalb von 2 Minuten oder so.
      Ich fand das einfach nur asozial und traurig. Als der Hund sich dann das gefühlte 5. Mal dann wieder hinsetzte und auch das tat was sie sagte, hab ich ihr gesagt das sie den Hund jetzt auch mal loben muss weil er es ja richtig macht.
      Sie sagte nur so "Nee, der wird nicht gelobt, der macht nix richtig" und das er in letzter Zeit überhaupt nicht mehr hören würde.
      Das allein klang schon recht fies und ich wusste nicht was ich dazu sonst noch sagen sollte ohne die Frau zu beleidigen, also hab ich es dann gelassen.
      Andere Leute an der Bushaltestelle, die in dem Moment dazu kamen haben auch recht doof geschaut. Was die sich dachte kann ich aber nicht sagen.
      Ich hatte nur sowas im kopf wie "Ja der Hund hat sitz gemacht, wie sie es wollten, dann müssen sie ihn auch loben" aber ich hatte angst das sie mir dann vorhält mich in Dinge einzumischen die mich nichts angehen oder so. Und da hätte ich mich dann völlig verloren und ihr vermutlich nur noch vorgeworfen was für eine asoziale olle Tante sie ist und das wäre dann völlig daneben gewesen :m(:
    • Ja, das ist eine schwierige Situation. Wenn ich mich für ein Tier dann einsetze, gibt es oft unwirsche Reaktionen.
      Dann tut mir das Tier noch mehr leid.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )
      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater

    • Aber eigentlich die bittere Wahrheit.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )
      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater