Mein Autismus Tagebuch - von Regenbogenwusli/Stan

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    • Ja das wäre wünschenswert, es sollte wenigstens einmal sowas in der art einfach mal einfach ablaufen, denn bisher wenn ich irgendwas beantragt hatte, war das alles andere als einfach. -.-
      Ich weiß nicht woran das liegt.
      Vielleicht liegt es ja echt am Bundesland. In NRW sind so viele menschen, demendsprechend sind auch viele krank, was die Last eines eh schon ärmeren Bundeslandes nicht leichter macht also sind die demendsprechend zimperlich und wollen nicht wirklich helfen.
      Ich werde jetzt erstmal noch die Diagnostik in Dortmund mit machen und sehen was die mir in die Hand drücken.
      Ich werde nächste Woche auch nochmal einen Termin in dem Autismuszentrum ausmachen und denen dann meine Pläne erklären und sehen was die da an Ideen haben wo hin man sich wenden kann oder was ich am besten in meinem Fall machen sollte.
      Da ich eh innerhalb des nächsten Jahres umziehen will, lohnt es sich jedenfalls nicht nochmal hier eine schulische Ausbildung anzustreben, wenn ich bei sowas überhaupt noch irgendwie Chancen hätte. Ich weiß nicht mehr wie das da aussieht, ich glaube die nehmen auch nur Schüler bis zu einem gewissen Alter.
      Also wenn ich wirklich in richtung labor was lernen und dann arbeiten will, dann müsste mich irgendwer vermitteln, allein hab ich es bisher nie geschafft irgendwas an job zu finden, nichtmal im Praktikumssuchen war ich damals erfolgreich, meistens mussten mich lehrer in irgendwas vermitteln.
    • Dienstag der 4. Dezember 2018

      - ich habe gerade gesehen, das ich ausschließlich von Psychotherapeuten behandelt wurde/werde.
      Was das genau bedeutet weiß ich jetzt auch nicht, ich hab nur immer lange geschrieben das meine Psychologin eine Psychologin ist aber sie ist Dipl. psychologische Psychotherapeutin oder wie man das auch immer schreibt, das hab ich eben über googel herausgefunden.
      Der andere Arzt der in der gleichen Praxis arbeitet, über den ich schon öfter schrieb das er sich gut mit Autismus auskennt, und der auch mein psychologisches Gutachten für meine Namens und Personenstandsänderung geschrieben hat, ist auch ein Psychotherapeut. Ich hatte zuerst gedacht er wäre Psychiater.
      Das er Psychotherapeut ist, las ich an der Unterschrift des Gutachtens das ich vor 2 Wochen per Email erhalten habe. In dem Gutachten wurde Asperger-syndrom auch nochmal genannt, ich hoffe das das Gericht sich da nicht negativ gegen ausspricht. Der Psychotherapeut hatte das angesprochen in dem Sinn das Transgender und AS wohl nicht selten zusammen auftreten.
      - jetzt eben hab ich mal versucht dem Autismuszentrum über das Anfragenfenster eine Terminvergabe zu entlocken. Mal sehen ob das klappt. Um die anzurufen bin ich momentan zu aufgeregt.
    • Mittwoch 5. Dezember 2018

      Heute war ich bei meiner Psychotherapeutin und wir haben über Unterschiede zwischen Grad der Behinderung und Pflegegrad gesprochen.
      Mir wird erst jetzt richtig bewusst das es da Unterschiede gibt. Und dann scheint es ja noch Pflegegrad und Pflegestufe zu geben oder es gibt nur noch eines davon...ist aber auch egal denn dieses kommt für mich ja nicht in Frage, wenn dann müsste als der Grand der Behinderung sein.
      Ich hatte das mit dem pflegegrad nur angenommen, weil ich nicht gänzlich allein zurechkommen würde. ZB mit eigenen Finanzen umgehen, das kann ich nur bis zu einem gewissen Level und selbst da fehlt mir irgendwie dieser Weitblick, Sortieren von Dingen und da einen Überblick zu behalten, das geht irgendwie nur wenn es ein gewisses Maß an Ausgaben nicht überschreitet, damit meine ich nicht die Menge an Geld sondern die vielen Dinge die man braucht zum Leben, ich sehe das ja bei meiner Mutter das sie zwar immer wiederkehrende Zahlungen leistet, diese aber nie exakt gleich sind :-/
      Da gibt es ja Leute die einem helfen aber das hat wohl nichts mit dem Pflegegrad zutun.
      Sie sagte das ich das dann beantragen sollte, wenn meine Namensänderung durch ist, denn sonst müsste ich die erneut bitten den Vornamen und so wieder zu ändern, also warte ich jetzt bis sich das Amtsgericht wieder meldet.
      Wir haben auch über das Beantragen von diesen Dingen und einen SBA gesprochen und sie sagte mir das ich diese Diagnose die ich habe (die kein sogenanntes G für gesichert braucht) durchaus dafür nehmen könne und das die sich zur Rücksprache wegen Defizite und so weiter mit ihr in Verbindung setzt würden und sie dazu dann Stellung beziehen muss wenn es soweit ist, das würden die wohl automatisch machen weil man die behandelnden Ärzte dann da eh angibt oder sowas.
      Was das Autismuszentrum anbelangt, die haben sich auf meine Anfrage noch nicht gemeldet. Ich befürchte das sie das auch nicht tun werden wenn sie es bis jetzt noch nicht geschafft haben (die in der Klinik in Bochum oder Dortmund haben sich immer innerhalb eines Tages oder zumindest am nächsten Werktag gemeldet). Mich macht es irgendwie sauer wenn ich sehe das sie da so ein Kontaktformular haben und auch angegebene Email-adressen, aber wenn man diese art der Kommunikation dann nicht nutzen kann weil es nicht beantwortet wird :question: :thumbdown:
      Sinnlos sowas.
    • RegenbogenWusli wrote:

      ist aber auch egal denn dieses kommt für mich ja nicht in Frage, wenn dann müsste als der Grand der Behinderung sein.
      Ja, genau. GdB, Grad der Behinderung.
      Wenn Du den hast, dann kannst du ABW (ambulant betreutes Wohnen) bekommen, und das wird dann eine pädagogische Unterstützung sein, die hilft bei all diesen Dingen die Du beschrieben hast. Finanzen organisieren, Alltag, Behörden, Sachen erledigen, etc...mit der Person kannst Du auch andere Dinge besprechen, so etwas wie Schwierigkeiten in bestimmten Situationen, wenn es die passende Person ist, das kommt immer darauf an wer da kommt und ob es passt und ob Kenntnisse bzw. Verständnis für autismusspezifische Schwierigkeiten überhaupt vorhanden ist bei der Fachkraft.

      RegenbogenWusli wrote:

      sie da so ein Kontaktformular haben und auch angegebene Email-adressen, aber wenn man diese art der Kommunikation dann nicht nutzen kann weil es nicht beantwortet wird
      Sinnlos sowas.
      Das war erst gestern, die Nachricht.
      Du bist nicht der Einzige der denen eine Mail schickt, und die haben auch noch andere Dinge zu tun.
      Wenn Du sofort eine Antwort willst musst Du anrufen, ansonsten würde ich erstmal warten und mich nicht gleich aufregen. Es ist völlig in Ordnung wenn es 3-4 Tage dauert, das ist keine Notfallambulanz sondern ein Zentrum wo es um Dinge geht die längerfristig geplant werden, da muss man etwas Geduld haben.
      Das ist keine Klinik, eine Klinik arbeitet total anders als so ein Zentrum.

      Wenn Montag keine Antwort da ist würde ich es eigenartig finden, vorher noch nicht.
    • Kraehe wrote:

      Ja, genau. GdB, Grad der Behinderung.
      Wenn Du den hast, dann kannst du ABW (ambulant betreutes Wohnen) bekommen, und das wird dann eine pädagogische Unterstützung sein, die hilft bei all diesen Dingen die Du beschrieben hast. Finanzen organisieren, Alltag, Behörden, Sachen erledigen, etc...mit der Person kannst Du auch andere Dinge besprechen, so etwas wie Schwierigkeiten in bestimmten Situationen, wenn es die passende Person ist, das kommt immer darauf an wer da kommt und ob es passt und ob Kenntnisse bzw. Verständnis für autismusspezifische Schwierigkeiten überhaupt vorhanden ist bei der Fachkraft.
      Okay gut, dann ist es sinnvoll erstmal diesen GdB zu beantragen bevor man die anderen Sachen angeht.
      Das war mir vorher nicht wirklich klar was in welcher Reihenfolge erfolgen sollte.
      Ich vermute mal das die in dem Autismuszentrum auch wissen wo man den beantragen kann. Meine Psychologin erwähnte auch das rathaus/Rathhaus? Ich weiß nicht mehr genau wofür aber in Rathäusern soll es auch eine Stelle geben die für Menschen mit Behinderungen zuständig ist, aber wie die heist weiß ich nicht.
      Ja ich hab von anderen schon Erfahrungen gelesen das sie Probleme mit der Person hatten weil die die Probleme nicht verstand.
      Wer weiß woran das immer so liegt, das kann so viele Gründe haben. Ich sehe mich selbst eigentlich als sehr umgänglichen menschen, aber man darf halt nicht zu ungeduldig sein und muss mir Dinge oft vereinfacht erklären damit ich sie verstehe und es nach und nach zusammen mit mir machen damit ich die einzelnen Schritte verstehe und behalten kann. Es bringt mir nichts wenn man mir das einmal kurz erklärt, das kann ich mir leider nicht merken und schreibe ich es mir stichpunktartig auf und versuche das dann abzuarbeiten, hatte ich schon oft Dinge die dann anders verliefen als auf meinem zettel was mich dann durcheinander brachte und das hätte dann in meiner Liste stehen müssen weil es ein dazugehöriger Schritt war.
      Die Person sollte schon die geduld haben mir Dinge zu erklären und die mit mir zusammen zu erarbeiten.


      Kraehe wrote:

      Das war erst gestern, die Nachricht.
      Du bist nicht der Einzige der denen eine Mail schickt, und die haben auch noch andere Dinge zu tun.
      Wenn Du sofort eine Antwort willst musst Du anrufen, ansonsten würde ich erstmal warten und mich nicht gleich aufregen. Es ist völlig in Ordnung wenn es 3-4 Tage dauert, das ist keine Notfallambulanz sondern ein Zentrum wo es um Dinge geht die längerfristig geplant werden, da muss man etwas Geduld haben.
      Das ist keine Klinik, eine Klinik arbeitet total anders als so ein Zentrum.

      Wenn Montag keine Antwort da ist würde ich es eigenartig finden, vorher noch nicht.
      Okay, ja stimmt auch wieder, ich vermute das es daran liegt das es halt kein Krankenhaus ist sondern ein Dienst im sozialen Bereich, kein Arzt oder sowas.
      Normalerweise bin ich schnelle Rückmeldungen oder garkeine Rückmeldung gewohnt, und da die schnelle nicht kam, hatte ich garkeine erwartet, so wie es mir halt meistens ging.
      Ich hoffe das sie sich noch melden werden.
    • Kraehe wrote:

      RegenbogenWusli wrote:

      Ich nenne ihn nicht gern als Emotionen erraten weil das was ich darin errate ist oft nichtmal als Antwortmöglichkeit gegeben :-/
      Ging mir genauso.
      Ich bin gerade beruhigt, dass es da nicht nur mir so geht.. Ich habe auch von einer Autismus Seite so einen PDF Bogen (bzw. gibts das auch als Online Test) gezogen und den zusammen mit einer Freundin erarbeitet.
      Nicht nur fand ich es total schwierig, das zu beantworten, weil ich echt andere Emotionen gesagt hätte, als das, was dort stand, sondern ich habe auch ewig gebraucht, um dann nach Logik auszuschließen, was es nicht sein kann, von dem Standpunkt aus, den ich von Mimik usw. durch Videos "gelernt" habe..

      Mir war nicht bewusst, dass so ein Test bei der Diagnostik tatsächlich eingesetzt wird!


      Zu deinem Tagebuch: Gerade gefunden und ich finde es total interessant. :) Und vor allem: Schöne Zeichnungen! Sowas kann ich ja gar nicht. :-D Ich lese hier dann mal weiter mit :lol:
    • RegenbogenWusli wrote:

      Mittwoch 5. Dezember 2018

      Ich hatte das mit dem pflegegrad nur angenommen, weil ich nicht gänzlich allein zurechkommen würde. ZB mit eigenen Finanzen umgehen, das kann ich nur bis zu einem gewissen Level und selbst da fehlt mir irgendwie dieser Weitblick, Sortieren von Dingen und da einen Überblick zu behalten, das geht irgendwie nur wenn es ein gewisses Maß an Ausgaben..
      Das kommt mir sehr bekannt vor.. Ich komme mit meinen Finanzen auch gar nicht klar, habe aber auch Dyskalkulie zusätzlich. Neben fehlendem Zeitmanagement muss ich im Monat auch mehr als 10x durchrechnen, was ich noch über habe, was ich mir wie leisten kann und selbst da komme ich an meine Grenzen und stehe am Ende des Monats so da, dass ich eigentlich keinen Pfennig mehr übrig habe, weil ich einfach nicht damit haushalten kann. Mega schwierig. Ich bin froh, dass ich feste Beträge habe, die ich einplanen kann..
    • Ljos wrote:

      Nicht nur fand ich es total schwierig, das zu beantworten, weil ich echt andere Emotionen gesagt hätte, als das, was dort stand, sondern ich habe auch ewig gebraucht, um dann nach Logik auszuschließen, was es nicht sein kann, von dem Standpunkt aus, den ich von Mimik usw. durch Videos "gelernt" habe..
      Ich muss zugeben das ich diese ganze Thematik sehr komplex und ansträngend finde. Ich meine, es gibt so dermaßen viele Emotionen und nicht alle sind so stark zu sehen wie ein Lächeln. Selbst beim Grinsen oder Lachen gibt es noch ettliche Gründe, daher soll angeblich nicht jede Ausdrucksform auf diese weise das gleiche aussagen :m(:
      Und dann wird erklärt das jede einzelne Falte im gesicht bei einem Lächeln noch was aussagen soll oder man daran festmachen soll was für eine art von Lächeln das jetzt sein soll?
      Ich habe mal vor Jahren so einen Film gesehen über das Erkennen von Lügnern oder sowas ähnliches, und es fällt mir schwer mir all diese kleinen Details zu merken, es ist fast so wie eine Fremdsprache lernen, da hatte ich auch schon immer Probleme mit :-/
      Mal abgesehen davon das ich in sekunden Bruchteilen all diese kleinen Dinge eh nicht sehen kann.


      Ljos wrote:

      Das kommt mir sehr bekannt vor.. Ich komme mit meinen Finanzen auch gar nicht klar, habe aber auch Dyskalkulie zusätzlich. Neben fehlendem Zeitmanagement muss ich im Monat auch mehr als 10x durchrechnen, was ich noch über habe, was ich mir wie leisten kann und selbst da komme ich an meine Grenzen und stehe am Ende des Monats so da, dass ich eigentlich keinen Pfennig mehr übrig habe, weil ich einfach nicht damit haushalten kann. Mega schwierig. Ich bin froh, dass ich feste Beträge habe, die ich einplanen kann..
      Ich bin nicht mit Dyskalkulie diagnostiziert worden aber ich befürchte das ich das auch habe. Ich kam in Mathe nur bis etwa 3. Klasse mit, hatte aber seit immer viel zu lange gebraucht um auf Ergebnisse zu kommen, sofern ich die Aufgaben verstand. In den Stufen ab der 3. Klasse kam ich meist ganz am Anfang noch mit aber dann nicht mehr weshalb ich dann schnell schlechter wurde als alle anderen, ständig die hausaufgaben falsch hatte und in Klassenarbeiten meistens 5 oder 6 hatte.
      Nachhilfe hat kaum was gebracht, außer das ich die Hausaufgaben vollständig gemacht hatte. Kopfrechnen kann ich nur bedingt und unter Drcuk schon garnicht.
      Lehrer hat es nicht interessiert, auf Dyskalkulie kam keiner, ich hab es ja mit ach und krach geschafft, warum also Rücksicht nehmen?
      In den 90ern und danach sagte man eher der jenige ist in mathe untalentiert. ich glaube die sagen heute ober erst seit ca 10 jahren das jemand Dyskalkulie hat wenn man so schlecht in mathe ist.
      Was meine momentanen Finanzen angeht, ich muss im Monat nur eine einzige Sache bezahlen, meine Krankenversicherung und das ist immer der gleiche Betrag, also man kann halt darauf hinarbeiten damit man den Betrag hat und denn dann bis zu einem Stichtag bezahlen, sonst muss man im nächsten Monatsabschnitt das doppelte + ein paar Gebühren bezahlen.
      Das andere was ich noch habe ist alle 3 Monate, also 4x im Jahr die Rechnung/Gebühren von meiner Bank für das Konto, das sind immer so zwischen 20 und 30€ jenachdem wieviel ich überwiesen habe.
      Ich versuche deswegen an den Monaten wo das dann runter geht immer etwas mehr als 30€ drauf zu haben, aber es ist immer ein bischen wie ein bangen das auch ja genug drauf ist, also habe ich meistens immer generell etwas mehr auf den Konto als ich tatsächlich brauche, aus Sicherheit.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Meine Psychologin erwähnte auch das rathaus/Rathhaus? Ich weiß nicht mehr genau wofür aber in Rathäusern soll es auch eine Stelle geben die für Menschen mit Behinderungen zuständig ist, aber wie die heist weiß ich nicht.
      essen.de/rathaus/aemter/ordner…einer_Behinderung.de.html

      Findest Du dort, incl. Antragsformulare


      RegenbogenWusli wrote:

      Ich bin nicht mit Dyskalkulie diagnostiziert worden aber ich befürchte das ich das auch habe. Ich kam in Mathe nur bis etwa 3. Klasse mit, hatte aber seit immer viel zu lange gebraucht um auf Ergebnisse zu kommen, sofern ich die Aufgaben verstand. In den Stufen ab der 3. Klasse kam ich meist ganz am Anfang noch mit aber dann nicht mehr weshalb ich dann schnell schlechter wurde als alle anderen, ständig die hausaufgaben falsch hatte und in Klassenarbeiten meistens 5 oder 6 hatte.
      Ja. Ging mir auch so.
      Rechnen konnte ich nicht und Textaufgaben habe ich nicht verstanden, keine Ahnung was die wollten :? Irgendwelche blöden konstruierten unlogischen Geschichten waren das.
      Nachhilfe half nicht, denn der Nachhilfelehrer verstand nicht wo das Problem ist und niemand sonst, ich auch nicht.
      Ich bin dann 2mal mit einer Sondergenehmigung versetzt worden im Gymnasium und habe trotzdem ein 1er Abi. Auf dem Wirtschaftsgymnasium.

      Man sollte sich nicht unterkriegen lassen, denke ich. Als Aspie hat man den Vorteil, dass es auf Grund der ungewöhnlichen Denkstruktur und besonderen Wahrnehmung möglich, ist ungewöhnliche Lösungen zu finden, auf die andere Leute nicht kommen.
    • Kraehe wrote:

      Findest Du dort, incl. Antragsformulare
      Ah danke, ich schau mir das gleich mal an C:
      Die von dem Autismuszentrum haben sich übrigens heute auch gemeldet und ich habe einen Termin für nächstes Jahr mitte Januar bekommen :P


      Kraehe wrote:

      dass es auf Grund der ungewöhnlichen Denkstruktur und besonderen Wahrnehmung möglich, ist ungewöhnliche Lösungen zu finden, auf die andere Leute nicht kommen.
      Das kommt mir sehr bekannt vor. Bei den Hausaufgaben meinte meine Mutter oft das ich mir für Mathe zu komplizierte Rechenwege ausdenke dabei fand ich ihre Denkweise da viel unlogischer und nicht so einfach zu behalten da mir der Sinn dieser Reihenfolge nicht ersichtlich war, und das ist heute noch in auch anderen Lebensbereichen so.
      Ich würde mir wünschen wenn sie es in der Schule auch respektiert hätten, denn egal in welcher Schule oder Fach das passierte, wenn man nicht genau den Weg verfolgen der vorgegeben war (also in Aufgaben) dann meinten sie gleich das es ein Fehler ist, selbst wenn die Aufgabe am ende sogar richtig ist -.-
      Das bedeutete am Ende natürlich schlechtere Noten.
      Ich wäre gerne auf ein Biologie-bezogenes Gymnasium gegangen, aber sowas gibt es hier nirgendwo und es gab es auch nirgendwo wo ich schon alles gewohnt habe.
      Ich war nur einmal auf einem sehr gut ausgestattetem Gymnasium und das war in Bayern, und dort bin ich nur für ein paar Monate hingegangen. Das war aber ein musisches Gymnasium, und leider haben mich dort die Schüler in meiner Klasse und sogar ein lehrer gemobbt weil ich im Mathe und Latain nicht mitkam.
      Ich habe mich in den pausen nur in der hauseigenen Bibliothek aufgehalten und nicht da wo die meisten anderen Schüler waren.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Ich wäre gerne auf ein Biologie-bezogenes Gymnasium gegangen, aber sowas gibt es hier nirgendwo und es gab es auch nirgendwo wo ich schon alles gewohnt habe.
      Das wäre ich auch gerne, leider war ich auf einem Sportgymnasium und musste mir jede Woche eine neue Ausrede einfallen lassen, wieso ich nicht mitmachen kann :frown: Alle Fächer die ich gerne mochte wurden nur sporadisch unterrichtet (Physik, Biologie, Kunst, Handarbeiten). Das war schon irgendwie deprimierend.
    • Das kann ich gut verstehen. Dann gab es wohl auch extra Sport nehme ich an?
      Ich war auf einem musischem Gymnasium, dort gab es neben dem normalen Musikunterricht auch speziell Unterricht in einem Wahl-instrument. In meinem Fall war das Klavir, was ich sogar gut konnte. Mein Hauptproblem war halt Latain und Mathe, erstens hatten wir da mehrere Seiten jeden Tag auf und 2. war das zu schwer, mir konnte auch keiner wirklich bei den HAs helfen weil keiner zuhause war.
      In Sport war ich nur bedingt gut, kam auf die Spiele an, ich konnte nur Hockey richtig gut, anderes war mittelmäßig bis schlecht je nachdem wieviel geschick mit im Spiel sein musste.
    • Extrasport war zum Glück freiwillig, aber der reguläre Sport hat mir schon gereicht. Erstens war es deprimierend immer als letzte Gewählt zu werden (aber irgendwo auch verständlich, wer will schon jemand schlechtes im Team), zweitens war ich sehr Ungeschickt im Sport, hatte Angst vor Bällen (weil ich sie nicht fangen kann und somit öfter ins Gesicht bekommen habe), Angst vor Teamarbeit und war/bin ohnehin sehr Bewegungsfaul, weil mich Bewegung so viel Überwindung kostet.
    • Ginkgo wrote:

      aber irgendwo auch verständlich, wer will schon jemand schlechtes im Team
      Ist verständlich, das stimmt. Mir war das damals als Kind nicht bewusst das ich schlecht war, ich dachte immer die mochten mich nicht, nur fürs Hocky war ich gut genug denn da war ich nach einer Weile nicht mehr der letzte oder einer der letzten, weil sie irgendwann kapierten das ich da durchaus nützlich bin XD

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      Montag 14. Januar 2019 *yay erster Eintrag im neuen Jahr*
      In letzter Zeit ist einfach nichts gravierendes mehr passiert was mich so beschäftigt hat.

      Wie im anderen Thread schon erzählt, war heute der Termin in dem Autismuszentrum in Essen.
      Ich möchte hier jetzt nicht nochmal alles auflisten was da besprochen wurde, es geht hier ja um zwischenmenschliche Dinge und nicht um Infos und bloße Erfahrungsberichte.
      Ich war heute nacht schon aufgeregt. Und erlich gesagt, obwohl ich mich Wochen oder monatelang auf sowas vorbereiten kann, bin ich immer angespannt, hibbelig und gestresst in solchen Situationen, so sehr das ich mich ängstlich und unwohl fühle.
      Das Gespräch ist aber angenehm verlaufen. Der Mann mit dem meine Mutter und ich gesprochen haben war nett und schien das was ich beschrieb sehr gut nachvollziehen zu können.
      Er machte manchmal mit seinem Mund so eine seltsame Bewegung die ich nicht deuten konnte und mich verwirrte, und mir fiehl es schwer in manchen Situationen Dinge näher zu erklären weil mir die passenden Worte nicht eingefallen sind bzw ich dazu auch neigte abzuschweifen.
      Was ich interesannt fand war, das er sagte das ihm aufgefallen ist, wie schon einige seiner Klienten neben ASS auch transgender waren wie ich auch.
      Ich erzählte ihm das ein mir bekannter Psychotherapeut mir das auch schon sagte.
      Das Gespräch war von meiner Seite halt recht stressig weil ich aufgeregt war und hoffte alles zu sagen was mir wichtig war.
      Er fragte uns auch ob wir noch fragen hätten und so weiter, und mir sind sogar welche eingefallen was selten passiert.
      Das einzige was ich noch gern erwähnt hätte war das ich Geräusche und Gerüche und so auch öfter als zu extrem wahrnehme, bzw das Thema Reizüberflutung.
      Dadurch das man nur über bestimmte Themen gesprochen hat, und irgendwie von einem Thema ins andere glitt (erst Kleinkindverhalten und Auffälligkeiten im Kindergarten hin zu Spezialinteressen und zu Job Erfahrungen, Meltdowns und Wünsche was für Arbeitsweisen mir wichtig sind) kommt man leider nicht dazu alles anzusprechen weil dafür auch die zeit irgendwie nicht ausreicht.
      Und jetzt bin ich auch noch aufgeregt aber vermutlich wegen morgen, denn da muss ich schon sehr früh aufstehen weil der Gerichtstermin schon um 9 Uhr ist.
      Ich bin schon irgendwie aufgeregter alles zu planen damit ich auch pünktlich ankomme, als wegen dem gespräch mit dem Richter.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Was ich interesannt fand war, das er sagte das ihm aufgefallen ist, wie schon einige seiner Klienten neben ASS auch transgender waren wie ich auch.
      Ich erzählte ihm das ein mir bekannter Psychotherapeut mir das auch schon sagte.
      Das finde ich interessant.
      Ich habe ja auch diese Diagnose mit 21 gehabt.

      RegenbogenWusli wrote:

      Und jetzt bin ich auch noch aufgeregt aber vermutlich wegen morgen, denn da muss ich schon sehr früh aufstehen weil der Gerichtstermin schon um 9 Uhr ist.
      Ich wünsche Dir viel Erfolg für morgen :)
    • 16. Januar 2019

      Eigentlich war mein Termin im Amtsgericht gestern, aber ich war gestern so geschafft und kaputt, das ich keinen Nerv hatte hier auch noch reinzuschauen. Ich habe geschlafen und nur gemalt aber ich wollte dennoch mal meine Erfahrungen zum gestrigen Tag berichten.
      Das, was die Sache überwiegend so ansträngend machte, war das sich das zuständige Amtsgericht nicht in meiner Stadt sondern in Dortmund befindet und ich extra dort hinfahren musste.
      Und das schon um vor 8:00 uhr weil ich um 9 den Termin hatte.
      Zum Glück brauche ich morgens nie lange um mich fertig zu machen da ich abends schon alles vorbereite.
      Die Nacht war wieder so das ich nicht gut schlafen konnte.
      Meine Mutter hat mich geweckt weil sie einen Wecker hat und ich nicht, sie musste eh früh aufstehen wegen Arbeit.
      Ich hab extra meinen Tretroller mitgenommen, weil der Weg zum Gericht vom Hbf aus gesehen weit war und die U-bahn so dermaßen bescheuert angelegt ist, das man für nur 2 Haltestellen auch noch umsteigen muss. Darum hab ich mich entschieden mit dem Roller durch die Stadt zu fahren, was sogar schneller geht.
      Ich habe mir für diese Fahrt extra ein 24H-ticket mit Preisstufe C gekauft, so musste ich keine Angst haben ständig abstempeln zu müssen.
      Ich vergesse sowas nähmlich oft.
      Am S-bahnhof in meinem Ort kam selbstverständlich wieder nur ein Zug mit nur einem Triebwagen (das kam jetzt in der Zeit wo ich morgens im Berufsverkehr wo hin musste ständig vor) -.-
      Der Zug hatte auch verspätung. Hier im Ort ist es üblich das die Züge in der Zeit verspätung haben oder sogar ausfallen was Montags auch schon so war als ich in das Autismuszentrum musste. Man kann morgens hier nicht gescheit planen weil die Züge total unregelmäßig fahren D:
      Ich habe deswegen den zug früher genommen als geplant, weil der verspätung hatte und halt gerade kam als ich da hinkam, und nicht wissen konnte ob mein eigentlicher Zug um 7:40 pünklich ist oder nicht. Der verspätete kam ja schon um 35 und da kann der andere nicht schon wieder 5 min später kommen, damit kann man jedenfalls rechnen, dass der nächste sicher auch wieder verspätet ist.
      Ich hab dann jedenfalls einen RE genommen der eher kam als der den ich eigentlich nehmen wollte, und das war auch richtig so.
      Ich hab da den Trick das ich immer am ende des Zuges wo das Fahrradabteil ist, einsteige, denn dort steigen immer die wenigsten Leuten ein, demnach ist es dort auch meistens nicht so voll. In meinem Fall war es dieses mal sogar leer dort, jedenfalls an der Treppe wo man hochgehen kann, da ist immer so ein Vorsprung am Fenster auf den ich mich gesetzt hab.
      Am Hbf dann mit dem Roller weiter durch die Innenstadt. Kein schönes Pflaster, alles kaputt, Baustellen und der Asphalt ein reiner Flickenteppich aus Teer, Kopfsteinplaster und Schlaglöcher.
      Den Weg zum gericht hab ich aber dennoch gut gefunden, ich hab mir vorher ja eine Karte angeschaut und die Route war einfach.
      Dann am Gericht selbst bin ich in das Gebäude rein was mir über Google als Gericht angezeigt wurde.
      Ich dachte das es auch NUR dieses eine Gebäude ist. Es gibt dort nirgendwo soetwas wie einen Lageplan der alles draußen schon zeigt wo was ist, denn die umliegenden Gebäude die auch noch alle anders aussehen (alter, farbe, Bauart) gehören auch dazu, was man ihnen von außen aber nicht ansieht.
      Ich bin also durch diese Schleusen durch, hab dort meinen Roller lassen dürfen, und musste einiges ausziehen, man merkt erst wieviel Metall man am Körper trägt, wenn man durch so ein Ding muss...
      Das an und ausziehen braucht Zeit wenn man nicht so motorisch geschickt ist und es darf ja nur einer durch so eine Schleuse, also müssen andere warten.
      Dann im Gebäude versuchte ich den richtigen Raum zu finden, aber dort waren nur Räume mit 1.irgendwas und meiner war etwas mit 7.irgendwas.
      Es gab an der Info unten niemanden und auch keinen Plan, keine Wegweiser... und so kam ich von Trackt zu Trackt bis ich irgendwann bei 3.irgendwas angekommen bin.
      Ich fand dann eine Polizistin die irgendwelche Akten herumgefahren hat und fragte die und sie meinte ich müsse aus dem Gebäude und in ein orangenes Gebäude schräg gegenüber, also verließ ich die Schleusen wieder an einer anderen Stelle, merkte dann das "mein" Gebäude gegenüber dem war, wo ich als erstes rein ging :m(:
      Dort also wieder diese ganze Schleusenausziehkontrolle, dieses mal hab ich aber Jacke und Weste komplett ausgezogen anstatt den kram da rauszuholen.
      Dann im richtigen Gebäude fand ich den raum auch recht schnell und wurde dann nach wenigen Minuten draußen warten auch in den Raum gebeten.
      Der Richter war sehr nett und fragte mich nur ein paar Dinge, wie mein Umfeld damals auf meine Idee ein Junge zu sein reagiert hat und wie mein Umfeld heute damit umgeht und so ein paar andere Sachen auf Arbeit betreffend.
      Dann klärte er mich noch über das weitere Verfahren auf und bestätigte das sein Urteil positiv ausfallen wird und ich den Beschluss dann irgendwann nächste Woche erhalten werde aber ab Erhalt einen Monat warten muss bis ich bei Behörden und so den namen etc ändern lassen kann, wegen einer Wiederrufsklausel.
      Man hat egal bei welcher art von Beschlüssen das recht als Involvierter, Wiederspruch einzulegen.
      In meinem fall jetzt im Grunde irrelevant weil ja keiner sowas vor hat. ich könnte da auch einen Brief an den Richter schreiben das ich von meinem Widerspruchsrecht absage oder so, aber das ist mir zu aufwändig, vorallem weil ich nicht weiß wie man das förmlich korrekt ausführt und schreibt.
      Es war alles in allem ein lockeres Gespräch. Die leute dort im gericht waren generell alle sehr freundlich und hilfsbereit, egal wehm ich da begegnet bin.
      Ich bin dann danach wieder gegangen, musste allerdings nochmal zur ersten Schleuse um meinen Roller abzuholen.
      Da war inzwischen eine Schlange. Die Tür piepste auch sehr unangenehm sobald sie aufgemacht wurde. Das ist mir vorher garnicht aufgefallen als ich da war und sonst kein anderer dort war und auch rein wollte.
      Ich konnte mir dann aber den Roller so daraus holen und musste nicht wieder durch das ganze Schleusengedöns.
      Auf dem Weg zurück durch die Innenstadt waren nun inzwischen mehr Leute weil es ja schon später wurde.
      Auf dem Bürgersteig vor mir liefen zwei Leute, die mich dann wohl auch bemerkten und platz machten. Ich bedankte mich aber die haben mich nur komisch angeschaut als wäre ein danke das letzte was sie erwartet haben.
      Ist Dortmund so eine Assistadt? Zugegeben als ich das letzte mal dort war mit meiner Mutter fand ich es auf manchen Straßenbereichen schon unheimlich wegen dem "Aussehen" der Leute dort, und gestern auf dem Rückweg sind mir auch einige Gestalten begenet die ich nicht freiwillig zu meinem Kontaktkreis einladen würde.
      Essen ist mit sicherheit nicht besser, aber Dortmund erscheint mir noch einen Tick heftiger.
      Zurück im bahnhof wollte ich mit der S-bahn wieder zurück fahren, und es standen so viele Leute dort das ich dachte keine wirkliche Lust darauf zu haben mit diesem Zug zu fahren.
      Als die leute dann auf einmal alle in eine Richtung liefen und ich nicht erkannte wiso, dachte ich nur das die irgendwas wissen was ich nicht weiß, aber als der Zug dann kam, war mir auch klar warum. Es war wieder nur ein Triebwagen.
      Ich dachte nur, das kann doch wohl nicht wahr sein, was ist nur los mit unseren S-bahnen in letzter Zeit, immer mehr nur ein-triebwagen-züge.
      Ich hatte da definitiv keinen Bock drauf, und ging wieder runter und fuhr dann mit dem RE wieder zurück, musste da halt etwas länger warten.
      Witzig war, das es der exakt selbe Zug war mit dem ich hingefahren bin. Ich saß wieder an der selben Stelle wie bei der Hinfahrt und keiner störte mich.
      Die Rückfahrt zu mir nachhause war dann aber normal, keine Störungen und ich war auf jedenfall sehr froh als ich dann wieder zuhause war.
      Letztendendes bin ich zum Gericht nur deswegen pünklich hingekommen, weil ich Züge genommen hab die früher kamen als die mit denen ich eigentlich fahren wollte, und dann auch noch selbst 10 min verspätet waren. Das verschaffte mir Zeit in dem komplex auf dem Gelände den richtigen Raum/Gebäude zu suchen, denn das das so ein unübersichtliches Gelände ohne Wegweiser/Lageplan ist, konnte ich vorher nicht wissen.

      Fazit, super ansträngender Morgen/Vormittag mit positivem Verlauf und Ende.
      Zum Glück passieren solche Tage nur selten, möchte das nicht unbedingt wieder haben auch wenn es sich wohl nicht vermeiden lässt.
    • Danke für den ausführlichen Bericht. :thumbup: Hab ich gerne gelesen.

      Ich musste dabei an den Spruch denken "Der Weg ist das Ziel".

      Der Termin selber war ja weniger anstrengend als die Reise. Jedenfalls ist es gut, dass alles geklappt hat, freut mich für Dich, jetzt kann es weitergehen.

      Die Sache mit dem sozialen Umfeld in Dortmund habe ich schon von anderen Leuten gehört, es gibt da Gegenden wo man nicht im Dunkeln rumlaufen sollte und wo es auch tagsüber nicht angenehm ist, viel Alkoholismus und sozialen Abstieg, auch Drogen und Gewalt.
      Dortmund hat mit Abstand die höchste Arbeitslosenquote in NRW, das ist bedingt durch den Strukturwandel, die Schliessung von Industriestandorten, und diese Entwicklung begann Mitte der 70er.
    • Das kann ich mir vorstellen. Ich hab auch davon gehört das es dort mal vor Jahrzehnten viele Firmen gab im industriellen Bereich und dann hat vor wenigen jahren glaube ich- diese U-Brauerei auch noch zugemacht, und diese Firmen hier sind nicht gerade dafür bekannt, den Mitarbeitern eine gute Abfindung zu geben oder sie bis zur Rente (wenn sie schon älter sind) noch weiter zu bezahlen weil sie über 30+ jahre dort gearbeitet habe. Das hat Opel mit den leuten im Bochumer Werk auch nicht gemacht glaube ich. Da hab ich besseres von Firmen aus Süddeutschland gehört.

      Der Weg ist das Ziel, naja man kann das so und so sehen. Einerseits habe ich schon ein definitives Ziel auf das ich hinarbeite, ich mache es nicht weil ich die Veränderung erleben will, denn am liebsten hätte es gleich von anfang an so sein können, das kein Wandel nötig ist XD aber man kann definitiv sagen das man eben durch diese ganzen Dinge kein langweiliges Leben hat.
      Ich vermute aber das mein Leben anders verlaufen wäre, wenn ich gleich als Mann geboren worden wäre.
      Natürlich kann man nicht sagen was dann passiert wäre. Vielleicht wäre das mit dem AS eher erkannt worden, weil früher scheinbar tatsächlich bei Jungs das eher "akzeptiert" wurde als bei Mädchen, vonwegen Mädchen haben eher was anderes... und wer weiß, vielleicht wäre ich ungewollt vater geworden denn Interesse an Frauen hatte ich schon mit 12, hatte im heim auch damals zwei Freundinnen aber weil ich halt kein Junge war, zerbrach das auch wieder.
      Das wäre nicht so gut, kann es mir heute auch nicht mit Kindern vorstellen da es auch nicht meine Art ist, sich völlig aus Erziehung und so weiter rauszuhalten, wie mein vater das am liebsten versucht hat.
    • Kraehe wrote:




      Dortmund hat mit Abstand die höchste Arbeitslosenquote in NRW, das ist bedingt durch den Strukturwandel, die Schliessung von Industriestandorten, und diese Entwicklung begann Mitte der 70er.
      Ich widerspreche dir nur ungern, Gelsenkirchen bietet mehr. Aktuell noch 12,1% waz.de/staedte/gelsenkirchen/a…-prozent-id216135991.html

      Dortmund ist schon unter 10% gesunken.

      Als ich 2005 erstmals in Gelsenkirchen war, lag die Quote noch bei über 25%! 8o
      Nobody expects the spanish inquisition!