Mein Autismus Tagebuch - von Regenbogenwusli/Stan

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    • DrCarsonBeckett wrote:

      Also ich finde einige von den oberen Links persönlich nicht so gut wie einige von deinen Bildern.
      Das zu dem Thema.
      Ja sowas ist sicherlich auch immernoch Geschmackssache :)
      Mir persönlich gefallen die verlinkten Bilder sehr gut, habe selber schonmal etwas ähnliches gewagt, aber es ist mir zu aufwändig und mir fehlt wie gesagt die Übung für sowas, also das Ergebniss ist nie so wie ich es selber am ende haben will und dafür ist mir der Aufwand dann zu hoch XD
      Vielleicht habe ich zu hohe Ansprüche an mich selbst wenn es um Kunst geht (manchmal zum Glück nicht immer) :P


      DrCarsonBeckett wrote:

      Ich würde das auch so machen, wie @Ginkgo das sagte.
      Ich drücke die Daumen (Rw) und bin mal gespannt was bei raus kommt.
      Ja das hoffe ich auch, aber so wie er sich ausgedrückt hat liegt AS definitiv vor, ich bin mir sehr sicher das das dann auch als Diagnose genannt wird.
      Mal sehen was sonst so in dem Bericht steht.
      Er sagte mir wenn Fragen sein sollte oder welche nachhinein noch aufkommen, kann ich mich ja wieder melden, das klingt jedenfalls nicht nach billiger unsorgfältiger Abfertigung und tschüss XD
      Wenn er da was schreibt was so garnicht zusammenpasst oder wie "an Haaren herbeigezogen" scheint, würde ich mich bei ihm definitiv nochmal melden und schauen das das ausgebessert wird. Jemand anderes hier schrieb neulich mal über einen Psychiater oder so (privat) das da scheinbar so großer Mist beschrieben wurde der im Leben der Klientin nichtmal stattfand.
      Ich denke bzw hoffe mal das das in meinem Fall nicht so laufen wird aber wie gesagt, davon gehe ich auch nicht aus.
    • Donnerstag 22. November 2018

      Heute habe ich das Gutachten zur Transgenderproblematik von meinem Psychotherapeuten erhalten (der Mann der mir schon öfter von der Teorie erzählte das ASS und Transgender comorbid sein können bzw das es da Häufungen gäbe).
      Ich finde es erstaunlich das man überhaupt ein Gutachten bekommt, damit man die Möglichkeit hat diverse Fehler zu korrigieren.
      Man hat es mir per email gesendet und ich hab mich gleich ran gesetzt und bis auf ein paar kleine Dinge die man verwechselt hat (Mein vater hat 2 mal geheiratet, nicht 3 mal etc) war nichts dramatisch falsches zu finden.
      Auch das Thema Autismus wurde darin relativ ausführlich geschildert obwohl es für die ganze Situation der namesänderung eher hintergründig und dafür nicht relevant ist, aber ich denke man wollte erklären das einiges an meinem ungewöhnlichen Verhalten einen Grund hat und nicht auf Psychosen oder ähnliches zurückzuführen sind.

      Ich würde mir sowas generell wünschen, so hat jeder die Möglichkeit die Diagnoseschreiben, Gutachten etc zu korrigieren, falls etwas falsch ist.
      Das scheint aber nicht die Regel zu sein.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Ich würde mir sowas generell wünschen, so hat jeder die Möglichkeit die Diagnoseschreiben, Gutachten etc zu korrigieren, falls etwas falsch ist.

      Das scheint aber nicht die Regel zu sein.
      Bis jetzt konnte ich bei jedem Diagnoseschreiben, was ich erhalten habe, Einwände einlegen.^^


      Ontopic:
      Klingt doch aber schon mal positiv und es geht in die richtige Richtung.
      Grüße aus der Pegasus Galaxie. :)
    • Ja das stimmt, so empfinde ich es auch. Dieses Kopfschütteln/Tremor ist auch wieder weg jedenfalls merke ich es nicht mehr so.

      Ja vermutlich kann man durchaus Einwände bringen, wenn man will aber das man darauf aufmerksam gemacht wird das man das kann, das passiert wohl selten und manche Ärzte scheinen sich persönlich angegriffen zu fühlen wenn man meint das da was nicht stimmt/falsch beschrieben wurde.
    • Donnerstag, 29.11.2018

      Heute kam nun der Brief von der Klinik aus Bochum an.
      Also ich finds ja schonmal toll das die sich so wunderbar gut an ihre angegebenen Zeiten halten. :thumbup:
      Wenn ich eines hasse, dann wenn jemand sagt dann und dann und dann passiert garnix X.X

      Also, alles im allem ist der Brief doch ausführlicher als ich dachte (in der Klinik in Nürnberg war ich über 2 Monate stationär und dort hab ich nicht mehr Text erhalten als wie den ich hier bekommen hab von ein paar Fragebögen und einem 30min Gespräch)
      Soviel dazu-
      Es wirkt etwas schluderig verfasst, aber vielleicht ist das auch normal, es ist ja kein psychologisches Gutachten was viel mehr Details enthält und ich muss zugeben das so ein Durcheinander was man Leben nennt, in eine art Kurztext überhaupt richtig erfassbar ist.
      In dem Brief steht als aller erstes etwas über meinen Werdegang, was ist so passiert und so, und da findet sich ein kleiner eher unwichtiger Fehler.


      Diagnoseschreiben wrote:

      Frau X habe eine Förderschule besucht, sollte dann auf die Hauptschule gehen, welche es aber örtlich nicht gab. Deshalb sei sie dann aufs Gymnasium gekommen, wo sie nicht zurechtkam.
      Ich war auf so vielen Schulen, das kann kaum einer durchblicken wegen Umzüge etc.
      Ich würde das Wort Förderschule durch Grundschule ersetzen, dann stimmt es. Denn der rest stimmt soweit.
      Ich war auf einer Förderschule (viel später) und kam danach auf eine Hauptschule wo ich für nur ein halbes Jahr wegen der Zeugnisse hinging damit ich hier wieder auf die Realschule gehen konnte da andere Schulen in meiner Umgebung nicht für mich infrage kamen.

      Man hat mich in dem Schreiben als Frau afgeführt da ich ja noch nicht gerichtlich und damit rechtskräftig männlich bin, das verfahren läuft ja noch.

      Dann steht noch was kurzes über Zukunftspläne drin.
      Dann folgen die Diagnoseschlüssen:

      - Asperger Syndrom (ICD-10: F84.5)
      - Transexualismus (ICD-10: F64.0)
      (bei dem Transexualismus steht noch in Klammern dahinter "wenn man denn dieses heutzutage wirklich noch als Diagnose betrachten will)
      Dazu muss ich sagen das man das wohl sollte, denn anderenfalls bekommt man keine Unterstützung bei der Behandlung die einem rechtlich zustehen würde-

      Unter medikation steht nur Hormonpräparate.

      Dann folgt:

      Diagnoseschreiben wrote:

      Psychopathologischer Untersuchungsbefund:
      Es fand sich eine deutlich virilisierte Frau mit deutlichem Bartwuchs und tiefer Stimme in auffälliger aber gepflegter Kleidung.
      Die Orientierung war zu allen Qualitäten gegeben.
      Keine Störung von Aufmerksamkeit, Konzentration oder Gedächtnis.
      Im Kontakt war XY sehr distanziert aber nicht misstrauisch wirkend.
      Blickkontakt konnte kaum gehalten werden.
      Die Intelligenz ist vom klinischen Eindruck her als normal einzuordnen.
      Das formale Denken war geordnet aber etwas weitschweifig.
      Kein Hinweis auf Wahn, Haluzinationen oder Ich-störungen.
      Euthyme Stimmungslage.
      Es bestünden Versagensängste und manchmal Zwangsgedanken.
      Keine Suizidalität, in der Vergangenheit einmalig selbstverletzendes Verhalten im Sinne von Schneiden.
      Der Schlaf sei gut.
      XY konsumiere weder Nikotin, noch Alkohol oder illegale Drogen.


      Spezialinteressen würden im Sinne von Biologie bestehen, des Weiteren würde XY im Internet in entsprechenden Foren "Fantasietiere" entwerfen.
      Auch sammle sie Tierfelle und habe hier große Freude dran.
      Dazu sind mir manche Begriffe unklar, die müsste ich googeln.
      Virilisiert hab ich noch nie gehört. (Edit, virilisiert heißt vermännlicht)
      Ich war eigentlich normal gekleidet, anständig mit guten Sachen, okay hatte auch einen etwas bunten Nerzfellschal um weil der gut zu meinem Wollmantel passt, vielleicht kam ihm das seltsam vor O.o
      In Gesprächen die mich interessieren oder ich mich auskenne, hab ich auch keine Konzentrationsprobleme.
      Ich wirkte distanziert, was mich wundert, denn ich fühlte mich sehr offen und "zugehend" und alles andere als abblockend aber ich war nervös, hab die ganze zeit meine Hände gerieben und so.
      Ethyme Stimmungslage, damit kann ich auch nichts anfangen. (Edit, euthym heißt ausgeglichen/ausgewogen)


      Diagnoseschreiben wrote:

      Weitere Diagnostik:


      Wir führten die Autismusbatterie nach Baron-Cohen (Emotionaler Quotient, Systematisierungsquotient, Autismus-quotient) sowie das Marburger Beurteilungssystem für das Aspergersyndrom und den Fragebogen zur sozialen Kommunikation durch. Zu den Ergebnissen im Einzelnen:


      -EQ: 7 (Norm 33-52)
      -SQ: 44 (Norm 20-39)
      -AQ: 43 (Cut-off: 32)
      -MBAS: 138 (Cut-off: 103) bei Auffälligkeiten in allen Subskalen
      -FSK: 28 (Cut-off: 15)
      Weiß nicht wo da die gängen Werte bei anderen Leuten mit AS liegen, ihr könnte dazu ja gerne Stellung beziehen und sagen was ihr dazu meint, weil ich da jetzt keine Vergleichswerte kenne von anderen.


      Diagnoseschreiben wrote:

      Zusammenfassend:
      -stellte sich XY hier zur weiteren Abklärung der Verdachtsdiagnose eines Asperger-syndroms vor.
      Die Anamnese ist hierfür nicht ganz eindeutig, ist auch überlagert von einer sehr belastenden und wechselhaften Lebensgeschichte.
      So habe XY häufig den Lebensort gewechselt, sei mal beim Vater, mal bei der Mutter und mal im Heim gewesen.
      Auch bestehen nicht unerhebliche Gewalterfahrungen.
      Das Bedürfnis in einem Männerkörper zu leben entstand erstmals mit Beginn der Pubertät im alter von 12 jahren.
      XY geht davon aus, dass die Personenstandsänderung in absehbarer Zeit abgeschlossen sei und die dann Stanley heißen würde.


      Die psychometrische Diagnostik ist hier sehr eindeutig für das Vorliegen eines Asperger-syndroms, des Weiteren auch die klinische Untersuchung.
      Letztendlich lässt sich die Diagnose eines Asperger-syndroms mit ausreichender Sicherheit stellen.
      XY habe sich bereits einmal in Essen in einem Autismustherapie-Zentrum vorgestellt, konnte da aber aufgrund einer fehlenden Externdiagnose bisher nicht aufgenommen werden.
      Möglicherweise wird aber zeitnah eine Umsiedlung nach Süddeutschland erfolgen, sodass XY sich dann dort vor Ort ein entsprechendes Therapieangebot suchen will, was dringend anzuraten ist.
      Faktisch stimmt hier soweit auch alles, allerdings hätte ich mir hier gewünscht, das erwähnt wird, das diverse Auffälligkeiten bereits schon im Kleinkindalter bestanden haben.
      Das ist ja meist ausschlaggebend für die Diagnose AS und das wurde auch aus den Fragebögen ersichtlich, aber im Schreiben steht dazu nirgendwo etwas.
      Wie man sieht wird in der Diagnose einiges beschrieben aber nirgendwo erklärt, warum man AS für gesichert hält, also keine Begründung dafür.
      Vielleicht mache ich mir da auch zu viele Gedanken.
      Man hat mich in dem gespräch selbst auch nicht nach Auffälligkeiten in der Kindheit selbst befragt, nur ob ich Freunde hatte.
      Dazu hab ich gesagt das ich halt wenn dann nur einen näheren Freund hatte oder keinen und sonst nur hier und da Kinder die mit mir das spielten was ich spielen wollte aber das stand eben auch alles schon in den Fragebögen als Antwort mit drin.
      Wenn ich dieses Schreiben jetzt nutze, hab ich angst das man sagt "Ja da steht aber garnichts über ihre sozialen Defizite drin, wir zweifeln diese Diagnose an etc"
      Vielleicht sollte ich doch noch die Diagnostik in Dortmund machen und sehen wie die das so beurteilen.
      Ich will nicht sagen das mir dieses Schreiben hier nichts nützt, ich denke um zu einer Autismustherapie zu gehen und das vorlegen, würde es sicher was bringen und ich werde nicht wieder abgewiesen.
      Beim Beantragen von einem SBA weiß ich aber nicht ob die da nicht was ausführlicheres wollen was explizit auf die sozial-kommunikativen Defizite zeigt.

      The post was edited 1 time, last by RegenbogenWusli ().

    • RegenbogenWusli wrote:

      Wenn ich eines hasse, dann wenn jemand sagt dann und dann und dann passiert garnix X.X
      Oh ja, das kenne ich!

      RegenbogenWusli wrote:

      Weiß nicht wo da die gängen Werte bei anderen Leuten mit AS liegen, ihr könnte dazu ja gerne Stellung beziehen und sagen was ihr dazu meint,
      Das weiß ich leider auch nicht, ich konnte mit meinen Werten nicht viel Anfangen. Wenn du möchtest schaue ich später mal in meinen Brief und schreibe meine Werte hier auf.

      RegenbogenWusli wrote:

      Wenn ich dieses Schreiben jetzt nutze, hab ich angst das man sagt "Ja da steht aber garnichts über ihre sozialen Defizite drin, wir zweifeln diese Diagnose an etc"
      Über meine sozialen Defizite steht in meiner Diagnose auch nicht viel. Hauptsächlich steht dort Verhalten in der Kindheit, etwas Werdegang, Interessen usw., also ähnlich wie bei dir. Insgesamt sind es zwei Seiten. Es steht außerdem dort in einem kurzen Satz, dass ich durch das AS Probleme im alltäglichen Leben habe (ich weiß den genauen Wortlaut grade nicht) und ein GDB von 30 empfohlen wird. Herr Zielke sagte aber, dass wenn ich einen GDB beantragen möchte, ich bei ihm relativ kurzfristig (ca. 4 Wochen) einen Termin bekommen würde und er mir dann ein Extraschreiben aufsetzt. Vielleicht gibt es diese Möglichkeiten bei dir auch?
    • Ginkgo wrote:

      Wenn du möchtest schaue ich später mal in meinen Brief und schreibe meine Werte hier auf.
      Ja das würde ich gerne mal sehen, da diese Tests alle gleich sind, also die gleichen Werteskalen haben, müsste es mit anderen ASlern die diese Tests gemacht haben, ja irgendwo dann ein ähnlicher Wert sein im vergleich zu meinen.


      Ginkgo wrote:

      Es steht außerdem dort in einem kurzen Satz, dass ich durch das AS Probleme im alltäglichen Leben habe (ich weiß den genauen Wortlaut grade nicht) und ein GDB von 30 empfohlen wird. Herr Zielke sagte aber, dass wenn ich einen GDB beantragen möchte, ich bei ihm relativ kurzfristig (ca. 4 Wochen) einen Termin bekommen würde und er mir dann ein Extraschreiben aufsetzt. Vielleicht gibt es diese Möglichkeiten bei dir auch?
      Das ist interesannt, also in meinem gespräch ging es garnicht um einen Behindertengrad, es wurde nur über Jobs und meine Defizite darin gesprochen aber auf die Idee mit dem GDB kam keiner bzw ich bin leider auch selber nicht auf die Idee gekommen das zu erwähnen.
      Vielleicht können die im Autismuszentrum da eher Tipps und Anleitungen geben, auch wie das dann genau abläuft denn momentan weiß ich noch garnicht wie man sowas überhaupt beantragen muss und wo.
    • Bei der Dortmunder Diagnostik gibt es ja leider keine Beratungsstelle. Jobs & GDB hat Herr Zielke nur am Ende des Gesprächs kurz erwähnt, ich war aber viel zu aufgeregt und überrumpelt um da noch großartig etwas zu besprechen oder nachzufragen. Ich glaube aber nicht dass sie einem dort mit dem Antrag helfen.

      Ich habe selber etwas recherchiert und herausgefunden, dass man einen GDB beim Versorgungsamt beantragen kann. In den Antrag kann/sollte man zwar die Diagnosen anführen, es geht aber hauptsächlich um die tatsächlichen Einschränkungen. Außerdem soll man alles was an Ärztebriefen da ist mit schicken und die behandelnen Ärzte von der Schweigepflicht entbinden, damit der Sachbearbeiter dort Rückmeldung einholen kann. Zudem muss man ein Passfoto mitschicken, falls man einen Ausweiß (ab GDB 50) bekommt. Der Antrag dauert maximal ca. 3 Monate für Berufstätige und 6 Monate für alle anderen.
      Wenn man einen GDB von 25+ bekommt, kann man bei dem Arbeitsamt eine Gleichstellung beantragen. Man bekommt damit zusätzliche Vorteile wie zB. Kündigungsschutz.

      Alle Infos ohne Gewehr :) Das sind nur die Infos, so wie ich sie verstanden und behalten habe.
    • Ich habe jetzt mal meinen Brief heraus gekramt. Bei der Beurteilung steht:
      "Testung, Anamnese und Verhalten im Interview passen gut zu einem Asperger-Syndrom." Dann sind einige Probleme dort aufgelistet, die seit der Kindheit bestehen. "Sie benötigt eine reizarme Umgebung, gut planbare, möglichst störungsfreie, Abläufe und eine eindeutige verbale Kommunikation. In gewissem Maße ist sie in der Lage, dieses selber herzustellen, so dass der GdB bei 30 % liegen dürfte.
      Diagnose: Asperger-Syndrom {F84.5}"

      Meine Testergebnisse stehen dort so:
      AQ: 31
      EQ: 9 (sehr niedrig)
      SQ: 53 (sehr hoch)
      Reading-Mind-in-the-Eyes-Test: 10
    • Ginkgo wrote:

      Bei der Dortmunder Diagnostik gibt es ja leider keine Beratungsstelle. Jobs & GDB hat Herr Zielke nur am Ende des Gesprächs kurz erwähnt, ich war aber viel zu aufgeregt und überrumpelt um da noch großartig etwas zu besprechen oder nachzufragen. Ich glaube aber nicht dass sie einem dort mit dem Antrag helfen.
      Nein das tun sie da auch nicht, sie können einem nur raten dies oder das zu machen, aber für sowas sind Autismuszentren da. Die können einen nicht diagnostizieren aber wenn man eine Diagnose hat, können die einem helfen bei Anträgen und die vermitteln einen auch an Arbeitgeber und in Maßnahmen so weit ich weiß.
      Was es für Therapiemöglichkeiten gibt weiß ich nicht, ich hab keine Ahnung ob ich die selber bezahlen muss, das könnte ich nur wenn ich dem entsprechend dann sowas wie Pflegegeld bekommen würde was ja nur mit Pflegegrad gibt.


      Ginkgo wrote:

      Zudem muss man ein Passfoto mitschicken, falls man einen Ausweiß (ab GDB 50) bekommt. Der Antrag dauert maximal ca. 3 Monate für Berufstätige und 6 Monate für alle anderen.
      Wenn man einen GDB von 25+ bekommt, kann man bei dem Arbeitsamt eine Gleichstellung beantragen. Man bekommt damit zusätzliche Vorteile wie zB. Kündigungsschutz.
      Hmm okay, also das macht dann erst Sinn für mich nachdem meine Namensänderung durch ist, denn noch ist bei mir der weibliche Name drin, ich sehe aber männlich aus, und ich weiß nicht wann das Amtsgericht danach entscheidet das ich dann einen männlichen Vornamen bekomme aber das kann sicher auch Monate dauern.
      In dem Diagnoseschreiben ist das ja aufgeführt und erklärt, das könnte ich zumindest dafür nehmen, dann kommen auch keine Fragen auf.
      Ich könnte meine Psychologin darum bitten einen Bericht zu schreiben wo sie bei mir Defizite sieht die ein Leben ohne fremde Hilfe schwierig machen, denn sie ist die einzige Ärztin die mich mehrere Jahre kennt und bei der ich regelmäßig in behandlung bin, sie kennte ja meine Thematik mittlerweile und wir haben über den SBA auch schon gesprochen, sie meinte das wäre für mich sinnvoll.
      Wenn ich das nächste mal bei ihr bin, werde ich sie mal fragen ob sie sowas überhaupt machen kann.


      Ginkgo wrote:

      "Testung, Anamnese und Verhalten im Interview passen gut zu einem Asperger-Syndrom." Dann sind einige Probleme dort aufgelistet, die seit der Kindheit bestehen. "Sie benötigt eine reizarme Umgebung, gut planbare, möglichst störungsfreie, Abläufe und eine eindeutige verbale Kommunikation. In gewissem Maße ist sie in der Lage, dieses selber herzustellen, so dass der GdB bei 30 % liegen dürfte.
      Das haben die recht gut beschrieben finde ich. Also sie gehen da mehr auf die Bedürfnisse und den "Ist-Zustand" ein was bei mir garnicht der Fall ist.
      Darum hab ich eben die Befürchtung das keiner wirklich weiß was für Maßnahmen oder Bedingungen für mich ideal wären, denn einiges davon was bei dir beschrieben wurde, trifft sich bei mir auch wieder, denn ich hab ähnliches beschrieben als wir über Jobs gesprochen haben, was bei den bisherigen Jobs nicht geeignet war, diese ständig wechselnden Aufgaben und Planänderungen und das mir ein sortiertes sich wiederholdendes Arbeitsschema mehr liegt.

      Ginkgo wrote:

      Reading-Mind-in-the-Eyes-Test: 10
      Bei dem Test bin ich mir nicht so ganz sicher.
      Ist das dieses wo man die Augen ansehen und angeben muss was man meinst was das für eine Emotion ist?
      Ich erinnere mich leider nicht mehr daran ob ich den test in den Fragebögen ebenfalls hatte oder nicht, ich weiß aber das der Psychiater in Bochum meinte das ich daran sehr schlecht abgeschnitten habe.
      Ich weiß leider nicht mehr wie man den abgekürzt nennt.
      MBAS und FSK sind glaube ich was anderes.
      Die hat man mit dir anscheinend garnicht gemacht?
    • RegenbogenWusli wrote:

      Bei dem Test bin ich mir nicht so ganz sicher.
      Ist das dieses wo man die Augen ansehen und angeben muss was man meinst was das für eine Emotion ist?
      Ja genau, ich bekam zwischen 20 und 30 Bilder vorgelegt und ich musste dann jeweils eine Emotion zuordnen (oder besser gesagt raten).

      RegenbogenWusli wrote:

      MBAS und FSK sind glaube ich was anderes.
      Die hat man mit dir anscheinend garnicht gemacht?
      Anscheinend nicht :)
    • Ginkgo wrote:

      Ja genau, ich bekam zwischen 20 und 30 Bilder vorgelegt und ich musste dann jeweils eine Emotion zuordnen (oder besser gesagt raten).
      Ich weiß leider nicht mehr ob das auch Betsandteil in einem der Fragebögen war die ich ausfüllen musste, ich kann mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern O.o
      Da er den Augenpartientest (so nennt er sich glaube ich) in dem gespräch erwähnte, muss er ja mit dabei gewesen sein.
      Ich nenne ihn nicht gern als Emotionen erraten weil das was ich darin errate ist oft nichtmal als Antwortmöglichkeit gegeben :-/


      Ginkgo wrote:

      Anscheinend nicht
      Mal sehen wie das dann in Dortmund sein wird, was die da abfragen. Noch habe ich nichts von denen gehört.
    • RegenbogenWusli wrote:

      In dem Diagnoseschreiben ist das ja aufgeführt und erklärt, das könnte ich zumindest dafür nehmen, dann kommen auch keine Fragen auf.
      Ich könnte meine Psychologin darum bitten einen Bericht zu schreiben wo sie bei mir Defizite sieht die ein Leben ohne fremde Hilfe schwierig machen, denn sie ist die einzige Ärztin die mich mehrere Jahre kennt und bei der ich regelmäßig in behandlung bin, sie kennte ja meine Thematik mittlerweile und wir haben über den SBA auch schon gesprochen, sie meinte das wäre für mich sinnvoll.
      Wenn ich das nächste mal bei ihr bin, werde ich sie mal fragen ob sie sowas überhaupt machen kann.
      Also mich wundert es sehr, dass in Deinem Diagnoseschreiben diese Dinge nicht aufgeführt sind. Denn der berufliche Werdegang, die berufliche Situation, ist ja wichtig. Es hat ja auch etwas mit dem AS zu tun. Und für den GdB ist das auch sehr wichtig, denn dieser richtet sich ja danach wie sehr man beeinträchtigt ist in der Teilhabe an der Gesellschaft, wobei ja die berufliche Situation auch eine Rolle spielt.
      Wenn Deine Psychologin das aufschreiben würde wäre es sehr gut, denke ich. Besser noch wäre es meiner Meinung nach wenn es auch im Diagnoseschreiben stehen würde. Aber das lässt sich nun vielleicht nicht mehr ändern, weiss ich aber nicht.

      Erstmal hat doch alles ganz gut geklappt für Dich, oder?
    • Gingko wrote:

      Alle Infos ohne Gewehr
      Das ist beruhigend. ;)

      @RegenbogenWusli
      Ist das das Diagnoseschreiben zur Autismus-Diagnostik oder bezüglich der Transsexualität? Ich finde es für ein Diagnoseschreiben über Asperger-Autismus sehr knapp gehalten. Es sind ja nicht einmal die einzelnen Diagnosekritierien aufgelistet, warum die erfüllt sind. Aber das war auch nur eine herkömmliche Klinik, die nicht auf Autismus spezialisiert ist, oder?
    • Kraehe wrote:

      Also mich wundert es sehr, dass in Deinem Diagnoseschreiben diese Dinge nicht aufgeführt sind. Denn der berufliche Werdegang, die berufliche Situation, ist ja wichtig. Es hat ja auch etwas mit dem AS zu tun. Und für den GdB ist das auch sehr wichtig, denn dieser richtet sich ja danach wie sehr man beeinträchtigt ist in der Teilhabe an der Gesellschaft, wobei ja die berufliche Situation auch eine Rolle spielt.
      Ja eben, es richt sicher um zu diesem Autismuszentrum zu gehen und dort dann aufgenommen zu werden oder um in diese Maßnahmen zu kommen die sie einem dort anbieten, das ist schonmal etwas nützliches.
      Ich befürchte aber auch das ich für einen GDB oder SBA noch mehr Infos brauche bzw ein ausführlicheres Gutachten.
      Ich hoffe das ich das in der A-ambulanz in Dortmund dann bekomme.

      Kraehe wrote:

      Wenn Deine Psychologin das aufschreiben würde wäre es sehr gut, denke ich. Besser noch wäre es meiner Meinung nach wenn es auch im Diagnoseschreiben stehen würde. Aber das lässt sich nun vielleicht nicht mehr ändern, weiss ich aber nicht.
      Ja wie gesagt, ich weiß nicht ob sie das machen würde, sie hat sicher ziemlich viel zutun, denn sie erzählt mir fast jedes mal und das schon gefühlt ein ganzes Jahr lang das sie diesen Bericht für die KV ändern will wegen dem Antrag auf noch mehr Stunden aber es scheint als habe sie dazu bislang noch keine zeit gehabt, darum weiß ich nicht wie ich ihr dann noch mit sowas kommen soll was für sie dann noch Arbeit bedeutet die ihr keiner bezahlt.


      Kraehe wrote:

      Erstmal hat doch alles ganz gut geklappt für Dich, oder?
      Ja das ist richtig, ist es in Schritt in die richtige Richtung.


      FruchtigBunt wrote:

      Ist das das Diagnoseschreiben zur Autismus-Diagnostik oder bezüglich der Transsexualität? Ich finde es für ein Diagnoseschreiben über Asperger-Autismus sehr knapp gehalten. Es sind ja nicht einmal die einzelnen Diagnosekritierien aufgelistet, warum die erfüllt sind. Aber das war auch nur eine herkömmliche Klinik, die nicht auf Autismus spezialisiert ist, oder?
      Es ging um die Autismusdiagnostik, ich denke das mit dem Transgender wurde deswegen dort teilweise erwähnt, damit sich Behörden oder so nicht noch zusätzliche andere Akten oder so dazu anfordern müssen.
      Ich hab leider noch kein anderes richtiges Diagnoseschreiben von irgendwoher gehabt, außer das aus der Klinik in Nürnberg was im grunde nicht mehr text ist als das was ich hier hab.
      Und da stand nichtmal eine richtige Diagnose drin sondern nur eine Vermutung, und das ich noch länger da bleiben müsse.
      Dort wurden auch keine Diagnosekriterien aufgelistet.
      Vielleicht wird das nicht in allen Schreiben gemacht weil es nicht Pflicht ist, keine Ahnung.
      Ich vermute mal das das der Grund ist, weshalb viele in die A-ambulanzen gehen und nicht in allgemeine Psychiatrien.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Ich befürchte aber auch das ich für einen GDB oder SBA noch mehr Infos brauche bzw ein ausführlicheres Gutachten.
      Also dazu kann ich nur sagen, dass ich nur den Diagnosebericht mit dem Antrag hingeschickt habe und dann GdB 50 bekommen habe. Ohne jegliche weiteren Gutachten, da ich ja auch nicht in Behandlung bin oder war, hätte auch niemand irgendein Gutachten schreiben können.
      Wenn im Diagnosebericht also Dinge drinstehen über die berufliche und private Situation, dann kann es ausreichend sein. Der Bericht muss eben ausführlich genug sein, meiner ist drei Seiten lang.
      Ich weiss aber nicht ob man da bei Dir nun nachträglich noch etwas dran machen kann, aber wenn Du in Behandlung bist, dann sollte das genügen wenn die Ärztin/Psychologin dann etwas schreibt.

      Nachdem was ich hier im Forum bisher gelesen habe von anderen die den GdB beantragt habe, scheint es so zu sein, dass die einzelnen Bundesländer bzw. sogar Gemeinden, das sehr unterschiedlich handhaben.
    • Kraehe wrote:

      Nachdem was ich hier im Forum bisher gelesen habe von anderen die den GdB beantragt habe, scheint es so zu sein, dass die einzelnen Bundesländer bzw. sogar Gemeinden, das sehr unterschiedlich handhaben.
      Ich glaube eher das das sogar vom Sachbearbeiter abhängig ist D:
      Das macht es ja so unfair und undurchschaubar und auch unvorhersehbar.
      Ich kann es vorab nicht abschätzen und dann ist es unmöglich für mich da einen angemessenen Plan für zu erarbeiten, das kann ich garnicht leiden, weil mich das verunsichert.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Ich kann es vorab nicht abschätzen und dann ist es unmöglich für mich da einen angemessenen Plan für zu erarbeiten, das kann ich garnicht leiden, weil mich das verunsichert.
      Ja, verstehe ich. Ich habe Glück gehabt, es lief alles gut, ohne Plan, denn da ich auch nicht wusste was kommt konnte ich keinen machen. Und ich hoffe bei Dir klappt das dann auch.

      RegenbogenWusli wrote:

      Ich glaube eher das das sogar vom Sachbearbeiter abhängig ist D:
      Ja, das wohl auch.