Könnt ihr ein wechselseitiges Gespräch führen?

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    • Könnt ihr ein wechselseitiges Gespräch führen?

      Könnt ihr ein wechselseitiges Gespräch führen? 69

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      Danke
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Ja. :fun:

      Display Spoiler
      Es kommt sehr darauf an. Normalerweise schaffe ich es nicht, die Mitte zwischen gar nichts sagen und so viel sagen, dass niemand zu Wort kommt, hinzubekommen.
      Und damit ich überhaupt ernsthaft an einem Gespräch teilnehme, muss es mich erst einmal interessieren, das heißt an dem Geplänkel anderer Leute beteilige ich mich nicht, wenn ich nicht konkret etwas gefragt werde. Wenn ich mich dem nicht entziehen kann, dann antworte ich knapp und versuche dann, der Situation zu "entkommen".
      "Ich? Gescheitert? Niemals!
      ... Ich habe nur 10.000 Wege gefunden, die nicht funktionieren." -Thomas Edison, zumindest so ähnlich

      The post was edited 1 time, last by Blaubeere ().

    • Ja laut mir, nein laut Befund. Ich denke mal, ich kanns, mit Defiziten, aber es gibt Leute die können es schlechter; und fraglich ob Laien wirklich viel merken und das nicht anderweitig erklären.
      Was soll ich ankreuzen?
    • @Neoni

      Also, wenn du kein wechselseitiges Gespräch führen kannst, dann verstehe ich die Welt nicht mehr.

      Ich kann nicht nachvollziehen, wie man es nicht können soll, es sei denn eben, man will nicht.
      Aber das ist doch etwas anderes.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • An alle die "Nein" angekreuzt haben:

      Ihr könnt also nicht zum Arzt gehen, oder sonst wo hin, wo man euch Fragen stellt und ihr antworten müsst?
      Wenn ja, warum nicht, was fehlt euch, was geht euch da durch den Kopf?
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Cloudactive wrote:

      @Neoni

      Also, wenn du kein wechselseitiges Gespräch führen kannst, dann verstehe ich die Welt nicht mehr.

      Ich kann nicht nachvollziehen, wie man es nicht können soll, es sei denn eben, man will nicht.
      Aber das ist doch etwas anderes.
      Es heißt ich unterbreche, oder mache zu lange Pausen. Und würde nicht richtig auf das eingehen was der andere sagt. das Unterbrechen war mir früher nicht selbst bewusst aber nun bemühe ich mich es nicht zu tun. Oft kommt es aber vor dass anscheinend Pausen zu lang sind, dann denken die Leute ich wäre schon fertig, bin es aber nicht. Oder ich frage etwas aber andere verstehen es als Aussage. Und oft höre ich, dass es ja gerade um etwas anderes ginge oder etwas damit nichts zu tun hätte. Ich merke es bei 2 Personen Gesprächen (ich + 2 andere), dann störe ich oder ich schweige. 1 Person ist denke ich in Ordnung. Da bemühe ich mich da dann auch um Gegenfragen / Interesse zeigen / eingehen und denke ich krieg es hin.

      Also soll ich Ja auswählen?

      The post was edited 1 time, last by Neoni ().

    • Cloudactive wrote:

      An alle die "Nein" angekreuzt haben:

      Ihr könnt also nicht zum Arzt gehen, oder sonst wo hin, wo man euch Fragen stellt und ihr antworten müsst?
      Einseitiges Fragen beantworten ist doch kein "wechselseitiges Gespräch".

      Darunter verstehe ich eher ein Gespräch, bei dem zunächst einmal der Redeanteil unter allen Teilnehmern ungefähr gleich groß ist und außerdem auch die "Qualität" der Beiträge ähnlich ist. (Soll heißen, alle erzählen ähnlich viel über sich und stellen ähnlich viele (Nach-) Fragen.)

      Mit Leuten, die ich gut kenne und mit denen ich mich gut verstehe, kann ich wechselseitige Gespräche führen. Mit Unbekannten... na ja, mehr schlecht als recht. :?
      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Morgenstern (Vor einem Moment) aus folgendem Grund: Beitragsqualität hochgeschraubt. - Man wird ja wohl noch blubbern dürfen...
    • @Cloudactive Da ist eben der Unterschied zwischen einem Gespräch und einem wechselseitigen Gespräch.

      Beispiel Arzt, nicht wechselseitig:
      Arzt (A): Und welche Beschwerden haben Sie?
      Patient (P): Ich habe Halsschmerzen.
      A: Und wie lange schon?
      P: Seit vorgestern Mittag.
      A: Haben Sie außerdem noch Symptome wie beispielsweise Husten, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit?
      P: Ja.
      A: Das klingt nach einer Erkältung.

      Beispiel Clique, wechselseitig: (1:1 heute vor der Vorlesung mitgehört, Themen leicht abgeändert)
      Clique besteht aus A und B.
      A: Hey, und wie lange wohnst du hier schon?
      B: Ich wohn seit einer Woche hier, war aber vorher noch in Afrika unterwegs.
      A: Ah, wie cool! Wo warst du denn da unterwegs? Was hat dir besonders gefallen?
      A: Ich war in Südafrika unterwegs, am besten fand ich Kapstadt. Was hast du zwischen Abi und Studium gemacht?
      B: Ich hab gearbeitet, um mir einen neuen Laptop zu kaufen. Willst du ihn mal sehen?
      A: Klar, ich kenn mich damit nicht so gut aus, aber gern. Möchtest du heute mit mir Mittagessen?

      Edit: Meine Probleme mit der Wechselseitigkeit: Mir fallen solche Fragen nicht ein, wenn es mich nicht wirklich interessiert. Das ist bei 1:1 Gesprächen mit engen Bekannten kein Problem, da die Themen dort eigentlich nie langweilig sind, wenn es aber um Gespräche mit Fremden oder losen Bekannten / Autoritätspersonen geht, weiß ich nicht einmal, was ich fragen sollte, obwohl ich zugehört habe.

      Das ist vielleicht wie die Aufforderung "Gibt es noch Fragen?" in der Schule nach einem Vortrag in einem Fach, das einen nicht zwingend interessiert. Man hat zugehört, weiß auch, dass es rational gesehen höflich wäre, irgendeine Frage zu stellen, aber es fällt einen "ums Verrecken" keine ein.
      "Ich? Gescheitert? Niemals!
      ... Ich habe nur 10.000 Wege gefunden, die nicht funktionieren." -Thomas Edison, zumindest so ähnlich

      The post was edited 1 time, last by Blaubeere ().

    • Eismensch wrote:

      Grundsätzlich ja. Dazu muss mich aber das Thema interessieren und ich die Person kennen. Sonst nicht.
      geht mir auch so.

      Neoni wrote:

      Es heißt ich unterbreche, oder mache zu lange Pausen. Und würde nicht richtig auf das eingehen was der andere sagt. das Unterbrechen war mir früher nicht selbst bewusst aber nun bemühe ich mich es nicht zu tun. Oft kommt es aber vor dass anscheinend Pausen zu lang sind, dann denken die Leute ich wäre schon fertig, bin es aber nicht. Oder ich frage etwas aber andere verstehen es als Aussage. Und oft höre ich, dass es ja gerade um etwas anderes ginge oder etwas damit nichts zu tun hätte. Ich merke es bei 2 Personen Gesprächen (ich + 2 andere), dann störe ich oder ich schweige.
      Ja das kenne ich auch sehr gut, ich hätte nicht gedacht das man dann gleich als unfähig dafür gilt, man kann ja mit anderen reden, aber man redet nur anders und damit kann nicht jeder umgehen.

      Am besten kann ich noch mit meiner Mutter reden.
      Auch wenn das nicht immer so klappt das ich denke das es jetzt ein richtig dynamisches Gespräch ist, denn die Fehler die Neoni schon nannte, tauchen da abundzu auch mal auf aber eben viel seltener und meine Mutter kann damit umgehen weil sie es kennt.
      Bei anderen ist das weit weniger der Fall.


      Blaubeere wrote:

      Clique besteht aus A und B.
      A: Hey, und wie lange wohnst du hier schon?
      B: Ich wohn seit einer Woche hier, war aber vorher noch in Afrika unterwegs.
      A: Ah, wie cool! Wo warst du denn da unterwegs? Was hat dir besonders gefallen?
      A: Ich war in Südafrika unterwegs, am besten fand ich Kapstadt. Was hast du zwischen Abi und Studium gemacht?
      B: Ich hab gearbeitet, um mir einen neuen Laptop zu kaufen. Willst du ihn mal sehen?
      A: Klar, ich kenn mich damit nicht so gut aus, aber gern. Möchtest du heute mit mir Mittagessen?
      Okay also wechselseitige Gespräche bestehen auf gegenfragen, das ist jetzt der einzige Unterschied den ich hier beobachten kann.
      Ich kann sowas eigentlich nur schriftlich weil mir da die Zeit zum nachdenken auf eventuelle gegenfragen einfallen was bei Gesprächen im RL garnicht passiert.
    • RegenbogenWusli wrote:

      Okay also wechselseitige Gespräche bestehen auf gegenfragen, das ist jetzt der einzige Unterschied den ich hier beobachten kann.
      Genau, Gegenfragen, die ein Gespräch "am laufen halten" und dafür sorgen, dass das Gespräch zwischen den Personen alterniert und somit beide beitragen.
      Darunter fällt allerdings nicht, auf einfache Fragen Monologe zu halten oder eben das Gespräch nicht "zu lenken", sprich immer nur zu reagieren.
      "Ich? Gescheitert? Niemals!
      ... Ich habe nur 10.000 Wege gefunden, die nicht funktionieren." -Thomas Edison, zumindest so ähnlich
    • Blaubeere wrote:

      Meine Probleme mit der Wechselseitigkeit: Mir fallen solche Fragen nicht ein, wenn es mich nicht wirklich interessiert. Das ist bei 1:1 Gesprächen mit engen Bekannten kein Problem, da die Themen dort eigentlich nie langweilig sind, wenn es aber um Gespräche mit Fremden oder losen Bekannten / Autoritätspersonen geht, weiß ich nicht einmal, was ich fragen sollte, obwohl ich zugehört habe.

      Das ist vielleicht wie die Aufforderung "Gibt es noch Fragen?" in der Schule nach einem Vortrag in einem Fach, das einen nicht zwingend interessiert. Man hat zugehört, weiß auch, dass es rational gesehen höflich wäre, irgendeine Frage zu stellen, aber es fällt einen "ums Verrecken" keine ein.
      Geht mir auch so. Allerdings führt mein interessiert erscheinender Gesichtsausdruck* trotzdem oft dazu, dass der andere ewig munter weiterredet, obwohl ich überhaupt kein Interesse durch Zwischenfragen o. ä. signalisiere. :m(:

      * Den Gesichtsausdruck hab ich mir in der Schule antrainiert, um im Unterricht mit offenen Augen "halbschlafen" zu können, ohne Gefahr zu laufen, vom Lehrer angesprochen zu werden. Jetzt kann ich den nicht mehr immer abstellen. :m(:
      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Morgenstern (Vor einem Moment) aus folgendem Grund: Beitragsqualität hochgeschraubt. - Man wird ja wohl noch blubbern dürfen...
    • Ich kann ein wechselseitiges Gespräch führen, aber nur wenn mich das Thema interessiert und ich mit der Person auf einer Wellenlänge bin. Am besten hat das bis jetzt mit Menschen funktioniert, die wesentlich älter sind als ich und ähnlich ticken wie ich bzw. ähnliche Interessen haben oder auch mit Menschen in meinem Alter, die aber alle selbst psychische Probleme haben bzw. hochbegabt sind.

      Besonders schwierig ist das Führen eines Gesprächs mit Menschen, denen ich schon anzusehen glaube, dass sie mich verabscheuen, weil sie mich für langweilig, brav, eine Streberin, uncool etc. halten oder mich als schüchtern bzw. inhaltsleer einschätzen. Ich weigere mich, mit solchen Menschen zu sprechen. Ich weiß vorher schon, dass sie meine Gesprächsinhalte nicht verstehen werden und sich eh nur über mich lustig machen würden bzw. es so hindrehen würden, als sei ich wirklich langweilig oder verrückt etc., nur weil ich nicht so rede, wie das die meisten Menschen tun.

      Vielleicht sollte ich den Menschen öfters eine Chance geben. Aber ich kann es meiner Meinung nach ganz gut einschätzen, wen ich mit Gesprächen darüber, wie eine Kehrmaschine die Straße kehrt oder Kläranlagen funktionieren oder zu psychischen Erkrankungen vergraulen würde. Ein Großteil der Menschen spricht nicht auf dieser Ebene. Ich habe sehr viele Themen, die mich interessieren, aber wenn ich mit jemandem rede, dann interessiert mich eben wirklich die Sache an sich und daran sind die meisten Menschen meiner Erfahrung nach einfach nicht interessiert.

      Deshalb behellige ich sie auch nicht weiter mit meiner Art zu Denken und Sprechen. Ich denke, das ist für alle Beteiligten besser. Nur wenn ich spüre, dass jemand ähnlich tickt wie ich, gehe ich in Kontakt.

      Fändet ihr es sinnvoll, anders vorzugehen? Also beispielsweise zu überprüfen, ob die Menschen wirklich ablehnend auf meine Gesprächsinhalte bzw. Gesprächsführung reagieren würden? Was ich momentan mache könnte man einerseits Vermeidungsverhalten nennen, auf der anderen Seite möchte ich aber auch nicht permanent zurückgewiesen werden bzw. immer wieder damit konfrontiert werden, dass meine Gesprächsführung nicht kompatibel ist bzw. dass man aneinander vorbeispricht.

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • Neoni wrote:

      Also soll ich Ja auswählen?
      Das musst du entscheiden, da Fragebögen meist die eigene Meinung erfragen, dürfte das bei dir "Ja" sein, wenn du so fragst.

      @Blaubeere

      Ich verstehe.
      Es kommt auf Gegenfragen an, also besser gesagt: Interesse am Gegenüber zeigen.

      Was ich aus euren Antworten jedenfalls herauslesen konnte, ist, dass ihr es zwar könnt, es aber von den Umständen abhängt.
      Das erscheint mir relativ normal.
      Da ist dann nicht die Intelligenz betroffen, sondern die Motivation zur Gegenseitigkeit.

      Weil können für mich bedeutet:
      =Ja, wenn mindestens einmal möglich oder möglich, auch wenn es nicht vorkommt, aber prinzipiell möglich wäre
      =Nein, wenn niemals möglich

      Aber ich habe sowieso das Gefühl, dass ich solche Fragen anders verstehe, als andere.
      Ich nehme sie genau wörtlich und das wird von den Erstellern leider nicht beabsichtigt.
      Wie es scheint, verstehen andere, was "dahinter steckt", was genau erfragt werden soll.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • Zur Wechselseitigkeit ist mir beim Lesen der anderen Beiträge noch aufgefallen:

      Die Wechselseitigkeit ist bei mir z. B. überhaupt nicht möglich, wenn mein Gesprächspartner nicht einmal versteht, auf was ich hinaus will und permanent an mir vorbeiredet, aber es nicht einmal merkt. Dann bin ich total am Verzweifeln, weil die Struktur des Gesprächs verquert ist und ich es nicht hinbekomme, die wieder zu sortieren. Ich müsste das Gegenüber dann darauf aufmerksam machen. Das kann ich nicht gut. Ich bin aber auch nicht an Gesprächspartnern interessiert, deren Gesprächstruktur nicht vorhanden ist bzw. die komplett anders denken als ich.
      Dann ist einfach gar keine Wechselseitigkeit möglich.

      Ich hatte einmal eine Arbeitskollegin, die ständig zu mir ins Büro kam, um darüber zu jammern, wie schlecht es ihr auf der Arbeit geht. Ich wollte nach Lösungen suchen und ihr dann Fragen zu dem Vorgetragenen stellen, aber sie hörte mir einfach überhaupt nicht zu. Sie redete permanent und ließ mich nicht zu Wort kommen. So ist kein wechselseitiges Gespräch möglich.
      Genauso bei Menschen, denen es nicht um die fachlichen Inhalte geht, sondern die mittels eines Gespräches Macht demonstrieren wollen. Ich hatte einen Arbeitskollegen, der in der Kantine nur davon sprach, was er alles wie toll hinbekommen hat und sich nur selbst beweihräucherte. Da hatte ich überhaupt kein Interesse, ein wechselseitiges Gespräch einzugehen und es wäre mir auch nicht gelungen. Ich war aber so dumm und bin trotzdem weiterhin im Gespräch geblieben, was aber total einseitig war, weil ich immer nur "aha" sagte oder "nickte" (ich wollte nicht unhöflich sein).

      Mir fallen auch noch Menschen ein, mit denen ich kein Gespräch führen kann, weil sie einfach total anders sind als ich. In meiner Schul- und Studienzeit ging es bei den Mitschülern oft nur darum, wer auf welcher Feier war oder um bestimmte Personen. Da konnte und wollte ich mich auch nicht einbringen. Das ist heute genauso bei oberflächlichen Gesprächen.

      Wenn ich einen "angemessenen" und "interessanten" GesprächspartnerIn habe, kann ich gut wechselseitige Gespräche führen. Wenn es mehrere Menschen werden, wird das aber trotz der beiden Kriterien nahezu unmöglich.

      Grundvoraussetzung für ein wechselseitiges Gespräch scheint bei mir eine Art "sinnvolle und überblickbare Struktur im Gespräch" und "aufrichtiges Interesse am Thema (und nicht andere Interessen)" zu sein. Wenn eins davon fehlt, funktioniert es nicht. Das Alter der Personen ist dann zusätzlich erschwerend (wenn die Personen jünger sind) bzw. macht es einfacher (wenn die Personen älter sind). Die Intelligenz der Personen hängt vermutlich irgendwie mit den Themen und der analytischen Denkweise zusammen, die ich mag. Es besteht aber kein direkter Zusammenhang zur Fähigkeit, wechselseitige Gespräche führen zu können. Wie die psychischen Erkrankungen mit dem wechselseitigen Gespräch zusammenhängen, weiß ich nicht. Die Menschen mit psychischer Erkrankung, mit denen ich mich bisher gut verstand, waren meistens sehr nachdenklich, hatten breit gefächerte Interessen, feinfühlig und intelligent. Ich denke auch, dass es wieder über Umwege mit der Intelligenz und dem Interesse am Thema zusammenhängt.

      The post was edited 2 times, last by FruchtigBunt ().

    • FruchtigBunt wrote:

      Ich hatte einmal eine Arbeitskollegin, die ständig zu mir ins Büro kam, um darüber zu jammern, wie schlecht es ihr auf der Arbeit geht. Ich wollte nach Lösungen suchen und ihr dann Fragen zu dem Vorgetragenen stellen, aber sie hörte mir einfach überhaupt nicht zu. Sie redete permanent und ließ mich nicht zu Wort kommen. So ist kein wechselseitiges Gespräch möglich.
      Vermutlich war die Kollegin auch nicht an einem wechselseitigen Gespräch interessiert, sondern wollte sich nur "ausheulen". In so einem Fall gilt: So schnell es geht, wegrennen! :d (Es sei denn, die Person ist dir tatsächlich wichtig... :roll: )
      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Morgenstern (Vor einem Moment) aus folgendem Grund: Beitragsqualität hochgeschraubt. - Man wird ja wohl noch blubbern dürfen...
    • @Dr_B Ich hatte mich damals gefreut und gedacht, dass ich somit wichtig sein müsse, wenn sie mich um Rat fragt. :m(:
      Tatsächlich hätte ich mich besser distanzieren sollen. Die Frau hielt mich nicht nur von meiner Arbeit ab, sondern die anderen Arbeitskollegen wurden dann auch sauer auf mich, weil ich der Frau bestimmte Sachen riet, die diese dann aber an die anderen weiterplapperte (sie beschwerte sich z. B. dass es im Zimmer zu laut sei, woraufhin ich sagte, dass mir das auch zu laut wäre, so wie die andere ins Telefon hineinschreit. Damit hatte ich wohl die anderen beleidigt...). Keine Ahnung, davor hatte mir nie jemand so etwas vorgejammert, ich konnte damit überhaupt nicht umgehen. Ich habe der Frau manchmal eine halbe Stunde am Stück zugehört und wusste nicht, wie ich sie aus meinem Einzelbüro bekommen soll. :shake:
      Mir ist also nicht mal an dem Punkt die Wechselseitigkeit gelungen. Ich hätte im Sinne einer Wechselseitigkeit signalisieren müssen, dass ich an einem Gespräch nicht interessiert bin. Denn spätestens nach 5 Minuten war ich das nicht mehr, weil ich dann ja merkte, dass meine Lösungen gar nicht gefragt sind. Irgendwie hoffte ich aber trotzdem darauf, die anbringen zu können. Ich wollte "das Problem" einfach lösen und es war auch eigentlich nicht so schwierig. Aber wie gesagt war die Person gar nicht daran interessiert.

      Die Person war äußerst unbeliebt und "ganz unten" in der Hackordnung. Alle haben sie auflaufen lassen, ich konnte das irgendwie nicht. Das spielt für mich dann keine Rolle. Ich habe wirklich das Problem gesehen und wollte einfach mit ihr nach einer Lösung suchen.

      The post was edited 1 time, last by FruchtigBunt ().

    • FruchtigBunt wrote:

      Mir ist also nicht mal an dem Punkt die Wechselseitigkeit gelungen. Ich hätte im Sinne einer Wechselseitigkeit signalisieren müssen, dass ich an einem Gespräch nicht interessiert bin.
      Wenn du mal eine gute Möglichkeit finden solltest, um dein Desinteresse an derartigen "Gesprächen" zu signalisieren, ohne auf Ausreden à la "Ich muss grad aufs Klo" zurückgreifen zu müssen, dann gib mir bitte bescheid. Ich suche da nämlich auch schon ewig nach. :lol:
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    • Dr_B wrote:

      Wenn du mal eine gute Möglichkeit finden solltest, um dein Desinteresse an derartigen "Gesprächen" zu signalisieren, die ohne Ausreden à la "Ich muss grad aufs Klo" auskommt, dann gib mir bitte bescheid. Ich suche da nämlich auch schon ewig nach.
      Ganz einfach: "Sorry, aber das interessiert mich einfach nicht. Ich hoffe, Du nimmst mir meine Ehrlichkeit nicht übel. Und jetzt geh bitte, ich muss weiter arbeiten.".
    • zaph wrote:

      Dr_B wrote:

      Wenn du mal eine gute Möglichkeit finden solltest, um dein Desinteresse an derartigen "Gesprächen" zu signalisieren, die ohne Ausreden à la "Ich muss grad aufs Klo" auskommt, dann gib mir bitte bescheid. Ich suche da nämlich auch schon ewig nach.
      Ganz einfach: "Sorry, aber das interessiert mich einfach nicht. Ich hoffe, Du nimmst mir meine Ehrlichkeit nicht übel. Und jetzt geh bitte, ich muss weiter arbeiten.".
      Ich wäre für sowas wie "ich glaube für das Thema bin ich einfach der falsche Gesprächspartner, entschuldige". Ist aber alles nur eine Notlösung, wird halt erwartet daß man sich den Kram anhört. Ich hasse es, wenn Menschen keine Lösungen hören wollen.