Umgang mit Provokation (?)

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    • ZeroLifeSkills wrote:

      Das fällt mir so schwer, ich habe so viele Erinnerungen, die ich einfach nicht loswerde und die mich belasten.
      Mir hilft es, neue Erinnerungen zu bekommen...also neue Erlebnisse, schöne Momente, ganz gezielt an Orte gehen wo ich positive Erfahrungen mache. Dinge tun die ich gerne tue, nicht an das zurückdenken was nicht funktioniert hat.
      Rumsitzen und grübeln ist jedenfalls nicht hilfreich.

      Und den Kontakt zu destruktiven und manipulativen Leuten konsequent abbrechen. Weg damit.

      Ich habe früher auch gedacht, wenn Leute mich schlecht behandelt haben, ich muss irgendetwas tun (also besonders nett sein, oder etwas für diese Leute tun) damit sie mich besser behandeln. Das mache ich nicht mehr.

      Ich fühle mich wesentlich besser seitdem. Dadurch sind manche Kontakte mit Leuten auseinandergegangen, aber das waren dann sowieso die falschen Leute.

      Wozu Perlen vor die Säue werfen? (RW)

      Ich denke es ist gut wenn Du Dein Selbstbewusstsein aufbaust. Du bist intelligent

      ZeroLifeSkills wrote:

      Er kann für seine Störung nichts, ich weiß, er ist sehr unglücklich mit sich und seinem Leben...
      Jeder ist für seine Handlungen verantwortlich. Er ist kein Kleinkind.
      Solche Typen kann man sich nur vom Hals halten, alles andere bringt nichts, ganz ehrlich.
      Soll er zu seiner Mutti gehen wenn er nicht alleine zurechtkommt, das ist nicht Deine Aufgabe. :evil:
    • ZeroLifeSkills wrote:

      Wenn ich nur loslassen könnte
      Mir hilft es, wenn ich Strategien für mögliche Wiederholungssituationen habe, dann kann ich die Vergangenheit "gefahrloser" loslassen.

      @Kraehe
      dein Beitrag liest sich fast so, als würde die Mutter zu ihrer Tochter sprechen - aufmunternd, lebensklug, verständnisvoll und dennoch belehrend. :fun: :sarcasm:

      @ZeroLifeSkills
      Ich habe mich früher sehr oft verzweifelt gefragt, weshalb sich jemand so verhalten hat, wie er es eben getan hat, und sicher ging es einigen Leuten in Bezug auf mich genauso. Ich habe auch versucht, seine Motive, seine Absichten usw. zu analysieren, genauer zu verstehen usw. Dabei ist es oftmals so, daß die meisten Leuten sich gar nicht so viele Gedanken über mögliche Konsequenzen ihrer Entscheidungen machen, sondern eher kurzfristig denken. Wenn z.B. B. zu dir sagt, Reden sei Zeitverschwendung, dann heißt das einfach nur, daß ihn das Reden mit dir wohl derzeit aufbringen würde und nicht, daß er sich darüber Gedanken gemacht hat, ob und wieso das tatsächlich Zeitverschwendung wäre. Oftmals ist es auch so, daß die Leute selbst Gründe für ihr Verhalten gar nicht so klar erkennen bzw. sich ihrer wahren Motive und Antriebe gar nicht so bewußt sind. D.h., wenn A. Ausreden erfindet, wieso er nicht persönlich mit dir redet, dann kann das durchaus heißen, daß er sich nie Gedanken über den wahren Grund gemacht hat. Die meisten machen sich einfach weniger Gedanken über Dinge, über die du oder ich sich Gedanken machen, und umgekehrt ebenfalls. Wir ziehen uns vielleicht morgens Schuhe an, weil sie bequem sind, für andere ist das eine lang durchdachte Entscheidung. Umgekehrt verhalten sich andere in unseren Augen weniger integer oder inkonsequent, weil sie das so spontan entscheiden wie wir das Schuhe-anziehen. Bei aller Enttäuschung versuche trotzdem nicht, die positiven Eigenschaften und Erlebnisse mit den jeweiligen Personen zu verleugnen, diese bestehen unabhängig von späteren Enttäuschungen. Also wenn B. dir einmal gut geholfen hat oder nett zu dir war oder ihr einen tollen Tag hattest oder gut reden konntet, dann ist das nicht automatisch ausgelöscht oder nichts mehr wert, nur weil ihr jetzt nicht mehr befreundet seid.

      Blaubeere wrote:

      dass er sich weigert, an sich zu arbeiten
      Das ist nur eine Zuschreibung ihrerseits, ich wette, derjenige würde dieser Behauptung vehement widersprechen. :d
      Die geschilderten Situationen deuten für mich nicht auf Wankelmütigkeit hin, sondern eher darauf, daß er versucht, Verhalten zu kopieren, weil er nicht weiß, welche Antwort erwartbar ist. Vermutlich hat er die Erfahrung gemacht, daß seine intuitive, ehrliche Antwort noch schlechter ankommt als das "Fähnchen-in-den-Wind-hängen". Er arbeitet vermutlich ständig an sich bzw. seinem Verhalten, nur bringt es nichts, da er keine zielführenden Hinweise bekommt, da die Kritikäußerungen/Vorschläge sich ja immer nur auf Symptome, nicht auf Ursachen beziehen.
      Wenn einem die Bezüge verlorengehen, wird das "All" zum "Nichts".

      The post was edited 1 time, last by Necroghoul7 ().

    • ZeroLifeSkills wrote:

      Zudem ist er sehr sehr intelligent und hat eine hohe kognitive Empathie; er kann Verhalten und Reaktionen gut einschätzen. Seine affektive Empathie ist jedoch gering (hat er mir gesagt) und er hat selbst kaum Gefühle. Ich war ein geeignetes "Spielzeug", weil ich meine Gefühle nicht gut regulieren kann, sehr verletzlich bin und schnell weine, mich zurückziehe oder sehr wütend werde. Das macht ihm Spaß und er fühlt sich, denke ich, mächtig? Vielleicht geht es ja darum - eine neue Methode, mich zum Reagieren zu bringen. Das Leid anderer scheint ihn zu amüsieren. Ich vermute mir gegenüber also weder negative noch positive Gefühle. Ich bin ein Objekt, mehr nicht.
      Davon hatten wir ja mal ein Exemplar hier im Forum, ich erinnere mich, wie derjenige Spaß an Manipulation von Mitschülern hatte und Streit provozierte....^^

      ZeroLifeSkills wrote:

      Wenn er mich kritisiert hat, dann immer über whatsapp, nie direkt. Er hat auch nicht mit mir geredet, nur geschrieben. Er konnte mir nicht in die Augen sehen. Kann er bis jetzt nicht. Nicht mal, wenn er gezwungenermaßen mit mir reden muss. Natürlich habe ich ihn damals gefragt, warum er so unbedingt mit mir schreiben will, aber nicht direkt mit mir redet. Da hieß es, er sei zu schüchtern, es habe sich nicht ergeben oder er könne meine Reaktion nicht einschätzen. Ausreden, vermute ich.
      Ist das jetzt B oder A?

      Sorry, aber das hört sich so an, als würde derjenige in dich verliebt sein.
      „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“
      (Aristoteles, griechischer Philosoph, 384 - 322 v. Chr.)
    • ZeroLifeSkills wrote:

      @Zodd: Klingt beides gleich grausam. Da wird das Vertrauen gleichermaßen zerstört, denke ich. Wenn nicht mal reden noch was hilft. Jedenfalls hoffe ich für dich, dass dir das nicht wieder passiert.
      Ich sollte wirklich mehr aufpassen, ich weiß nicht einmal genau, warum ich so viel preisgebe. Abgesehen von dem Drang, mich mitzuteilen und dem Wunsch, verstanden zu werden. Und da ich Smalltalk nicht mag.. Das wird ein hartes Stück Arbeit.
      Hm ja ist es auch irgendwie, bei dem einem versteht man die Welt nicht mehr bei dem anderen kann man machen was man will, man kann es nicht aufhalten und beschleunigt das Ganze wenn überhaupt bei dem Versuch es aufzuhalten. Also irgendwie habe ich in so Situationen es mit reden noch schlimmer gemacht, andererseits fällt mir gerade dann reden schwer, wel ich aus Angst blockiere. Und ja das hoffe ich für uns beide, ist echt scheiße.
      Und zu dem viel preis geben, vielleicht ist es auch die Art wie man es preisgibt bzw. darstellt. Teilweise erzähle ich schon private Sachen, tendiere dann aber dazu eine distanzierte Haltung einzunehmen und es eher als überwundende oder lustige Episode darzustellen, so dass ich meine keine Angriffsfläche zu bieten. Den Wunsch verstanden zu werden halte ich für normal und auch gesund. Da kann man es aber wahrschenlich auch übertreiben in beide Richtungen. Also vielleicht sollten wir einfach mehr im Detail darauf achten mit wem wir reden. Andererseits kann man es nicht ausschließen, dass man sich in den Menschen täuscht. Schwierig hm.
    • Das klingt nach einer gewissen Arbeit die du noch vor dir hast.
      Das könnte trotz von der Person sein, sich nun mit so einer Person einzulassen.
      Ich würde zu beidem eine gewisse Distanz aufbauen, bis du dem ganzen entgegen treten kannst.
      Grüße aus der Pegasus Galaxie. :)