ARD Bericht Höxterprozess - Täterin entschuldigt sich mit Autismus

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    • ARD Bericht Höxterprozess - Täterin entschuldigt sich mit Autismus

      Hallo!

      Ich bin neu hier und bitte um Verständnis falls ich Forengepflogenheiten nicht einhalte.

      Ich habe gerade im TV einen aktuellen Bericht gesehen, in dem es um einen Strafprozess geht.
      Ein paar hat über Jahre bestialische Verbrechen begangen.
      Bitte recherchiert es einfach.
      Kurz:
      Die Täterin beruft sich nun darauf, aufgrund ihres Autismus kein Mitgefühl empfinden zu können und deshalb unschuldig zu sein. :evil:

      Mir macht es Angst, dass dieses Bild nun durch die Medien geht.
      Was kann "man" tun?
    • Ich_bin's schrieb:

      Ich bin neu hier und bitte um Verständnis falls ich Forengepflogenheiten nicht einhalte.
      Herzlich Willkommen. Es gehört zwar nicht nur zu den "Forenregeln", aber schön wäre es, wenn du einen Link parat hättest, damit sich die anderen Teilnehmer hier im Forum auch ein Bild über den Kontext des TV-Beitrags machen können. Oder kannst du zumindest die Sendung nennen?


      Ich_bin schrieb:

      Bitte recherchiert es einfach.
      Der Fall Höxter jedenfalls ist hier im Forum bekannt, wurde schon diskutiert.
    • Ich_bin's schrieb:

      Danke!

      Die Sendung war "brisant"

      Ich suche jetzt mal die Diskussion...

      Danke. Die Sendung steht bereits in der Mediathek zur Verfügung, der Beitrag zu Höxter kommt gleich am Anfang.


      ardmediathek.de/tv/BRISANT/Bri…73662&documentId=56046680


      Der Höxter-Thread im Forum ist der hier:

      Höxter -Prozeß: Angeklagte "zeige allerdings Züge von Autismus".



      Damals im Juli hieß es meiner Erinnerung nach noch, sie habe die Autismus-Diagnose "knapp" nicht bekommen. Stand entweder im Spiegel oder in der SZ so. Nun also doch? So oder so, die Behauptung, Autisten können keine Empathie empfinden, ist so nicht haltbar. Und das sollte eine Frau mit einem IQ von 120 auch verstehen können. Es wird wohl nichts anderes sein als eine Verteidigungsstrategie, um sich irgendwie noch zu retten. Ich hoffe, das wird nicht funktionieren.



      Im Übrigen ist Empathie ja auch "nur" ein Weg, um solche Taten zu vermeiden. Ein anderer wäre, sich an Recht und Gesetz zu halten. Allein schon das Wissen, dass es sich um schwere Straftaten handelt, sollte eine dem Klischee nach regelversessene Autistin von diesen Folterungen der Frauen abhalten.
    • Willowtree schrieb:

      Es wird wohl nichts anderes sein als eine Verteidigungsstrategie
      Genau das denke ich auch.

      Ich habe heute erst einen Bericht darüber in den nachrichten gesehen und auch schon vorher als der Fall noch aktuell und neu war davon gehört, und ich sehe es auch so das hier nur versucht sich irgendwie herauszureden.
      In dem Bericht den ich desehen habe (glaube das war entweder auf Tagesschau24 oder Punkt12, weiß es nicht mehr genau), war von Autismus aber nicht die Rede.
      Dort wurde lediglich gesagt das die Frau alles auf ihren Ehemann schob und meinte sie sei froh gewesen das er sich an den anderen verging denn dann hatte sie vor ihm ihre Ruhe.
      Da sich das ganze über Jahre hin zog, kann ich mir nicht vorstellen, das in all dieser langen zeit nicht einmal die Möglichkeit da gewesen wäre um Hilfe jeglicher Art zu holen.
      Vermutlich können die Personen die das überlebt haben (ich mein die gab es), zumindest schildern wie sich die Frau ihnen gegenüber gab, oder ihrem Mann gegenüber, denn ich vermute das sie die auch mal zu Gesicht bekamen.
      Egal ob man nun Mitleid empfinden kann oder nicht, sie wusste wohl schon das das was dort passierte Unrecht ist und das man da eigentlich was tun sollte aber sie tat nichts um dem ganzen ein Ende zu machen.
      Das ist es was ich an der Sache nicht begreife.
      Ich kann garnicht mal sagen ob ich damals Mitleid mit dem Pflegekind hatte was genau wie ich in der Familie regelmäßig geschlagen wurde wegen praktisch nichts, und auch generell sehr lieblos und ruppig umgegangen wurde, also generell handgreiflich, aber ich wusste das das nicht richtig ist und als man mir versuchte zu erklären das ich auch so mit ihm umgehen muss, wenn ich auf ihn aufpassen sollte, sagte ich nur "Nein das kann ich nicht, ich schlage niemanden" und sie meinten dann nur ich wäre unfähig und das es nicht anders geht.
      Ich war damals selber noch Kind, wäre ich wie heute schon erwachsen gewesen, hätte ich das dem Jugendamt gemeldet oder der Polizei, keine Ahnung.
      Die Frau in dem Fall kann mir nicht weis machen, das sie nicht wusste was da passiert bzw das dies etwas schlimmes war.
      Es ist schwer zu sagen wenn man nicht dabei war, den Alltag erlebt hat, denn auch hier gab es sicher eine art von Alltag. Selbst wenn man in einer Hölle lebt ist das immernoch irgendwie ein Leben mit Gewöhnlichkeiten, außer man ist tatsächlich in einem Keller eingesperrt aber das taf auf sie wohl nicht zu.
      Man kann doch unmöglich nach außen eine Fassade waren, mit anderen Leuten reden als wäre nichts ohne dabei irgendwie seltsam zu wirken, und Zuhause dann wieder wie in einem Alptraum leben. Da muss man selbst schon ziemlich psychopatisch sein.
    • Ich_bin's schrieb:

      Die Täterin beruft sich nun darauf, aufgrund ihres Autismus kein Mitgefühl empfinden zu können und deshalb unschuldig zu sein.
      Mangelndes bzw. fehlendes Mitgefühl versus dem Vermögen zwischen "richtig" und "falsch" unterscheiden zu können? Selbst wenn das Mitgefühl komplett fehlen sollte, existiert noch so etwas wie die Unterscheidung zwischen "richtig" und "falsch" bei einer Handlung.
      Ggf. wird die Angeklagte noch psychologisch untersucht, um ihre Schuldfähigkeit bejahen bzw. verneinen zu können?
      Diagnostiziert - immer noch ein komischer Vogel ;)