Begrifflichkeiten: Overload, Meltdown, Shutdown

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    • Begrifflichkeiten: Overload, Meltdown, Shutdown

      Hallo,

      ich wollte einmal fragen, ob die im Titel genannten Begriffe speziell zum Autismus gehören bzw. ob sich die Zustände zu ähnlichen Zuständen unterscheiden, die auch Nicht-Autisten haben können. Ich habe mir auf einer Aspi-Seite grade dazu etwas durchgelesen und stelle fest, dass ich das, was da unter Overload lese, ganz einfach auch unter "Überlastung" kenne, dass ich das, was ich da unter Meltdown lese, auch als Kurzschluss/Nervenzusammenbruch/Ausraster,...kenne und dass mir das, was da unter Shutdown steht, auch als Dissoziation bekannt ist.
      Ist das nun das Selbe, nur mit anderen Begriffen, weil es um Autismus geht oder doch was Anders?

      Wollte ich mal fragen.

      Viele Grüße, Darlina.
    • Interessante Frage. Aber ich glaube, dass sich da niemand zu weit aus dem Fenster lehnen (RW) und sie klar mit ja oder nein beantworten wird.
      Ja würde meiner Meinung nach bedeuten, dass Menschen ja alle recht ähnliche Probleme haben (können). Nein würde meiner Meinung nach bedeuten, dass es richtig ist, dass diese Zustände eben Schwierigkeiten sind, die nur im Zusammenhang mit Autismus auftreten.
      Letztlich ist das wahrscheinlich alles Haarspalterei, die richtige Antwort ist individuell und liegt im Auge des Betrachters (RW).
      Meine Meinung: alles ist als Antwort möglich, sowohl in die eine als auch in die andere Richtung.
    • Mir sind diese ganzen Begriffe auch neu, und ich kann sie auch noch nicht zu 100% zuordnen. Ich denke aber nicht, dass es um die Auswirkung geht (Überlastung, Zusammenbruch usw.) sondern um die Auslöser. Soweit ich es verstehe, haben Autisten ja nicht unbedingt andere Überlastungssymptome, aber dafür werden diese durch Dinge ausgelöst, die bei anderen eben nicht zur Überlastung oder Zusammenbruch führen.

      Daher ist meine Vermutung, dass es bei diesen Wortschöpfungen aus dem englischen eher darum geht, die Ursache und den ganzen Prozess etwas abzugrenzen von den üblichen Begrifflichkeiten, auch wenn es natürlich um das selbe Endsymptom geht.

      Aber ich bin selber etwas überfragt, ich bin kein großer Freund von solchen Sammelbegriffen und Anglizismen. Aber manchmal kann es vielleicht hilfreich sein, wenn man das Gefühl hat, dass die übliche Bezeichnung der Überforderung einfach nicht passt, besonders wenn sich die Ursache nicht gerechtfertigt anfühlt.
    • Zumindest "Meltdown" ist im Englischen auch ein ganz normaler umgangssprachlicher, nicht autismusspezifischer Begriff für einen emotionalen Zusammenbruch bzw. dafür, stark die Fassung zu verlieren. Siehe auch diese Forumsdiskussionen bei leo: Meltdown (the kinds little kids have), to get into a meltdown Redewendung ugs.
      Wird z.B. auch in der Serie "Gilmore Girls" in der Originalversion häufig in Bezug auf Verhaltensweisen der Mutter Lorelai verwendet, die auf mich alles andere als autistisch wirkt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Turtle ()

    • Darlina schrieb:

      ich wollte einmal fragen, ob die im Titel genannten Begriffe speziell zum Autismus gehören bzw. ob sich die Zustände zu ähnlichen Zuständen unterscheiden, die auch Nicht-Autisten haben können.
      Ich glaube im deutschsprachigen Raum gehört (vor allem in der "AS-Internet-Szene") gehört lediglich die Verwendung dieser "besonderen" Begriffe für etwas "Besonderes" zum Autismus. Über diese Begriffe bin ich selbst erst im Internet gestolpert, während 2007 die Fachwelt die Dinge in einer Sprache beschrieb, die jeder Mensch versteht, was meiner Meinung nach auch gut und richtig ist. Ich bin seit Urzeiten von diesen Begriffen genervt und ich habe auch arge Zweifel, dass Aspies/Autisten die Reihe hindurch überhaupt halbwegs einheitlich wissen was hinter diesen Begriffen steckt. Besonders der häufig verwendete Begriff "Overload" wird meinen Beobachtungen nach auch als Ausdruck verwendet, wann immer gerade eine Situation missfällt. Dann heißt es gleich "Overload! Overload!", obwohl viele dieser Situationen meines Ermessens überhaupt nichts damit zu tun haben.

      Ich bin zwar auch ein Freund von Englisch, Denglisch und Jamaika-Patois, aber im Hinblick auf Beschreibungen rundum AS/Autismus fand ich es nie sonderlich sinnvoll und richtig, dass manche auf Begriffe setzen, die das Verständnis für die Welt da draußen, auch für manche Aspies/Autisten selbst, nicht gerade erleichtern, sondern eher verkomplizieren. Nicht allen möchte ich es unterstellen, aber bei manchen Aspies/Autisten fällt mir neben der exzessiven Verwendung dieser Begriffe auf, dass sie alles beim Thema "AS(S)" gerne alles mit der Verpackung "was ganz Besonderes" kleiden. Wenn ich mir manchmal die Reaktionen betrachte, wie manche Aspies/Autisten reagieren, wenn es jemand da draußen wagt den Begriff "Autismus" anzufassen oder zu beschreiben, dann habe ich den Eindruck, dass diese Begriffe auch für manche die Funktion haben, dass AS(S) einen Touch von etwas Besonderem, Mystischen und für die Außenwelt Unbegreiflichen behält. So nach dem Motto "Dass bloß niemand mitreden kann beim Thema Autismus! Oder schlimmer noch, dass es einem Nichtautisten in einer Situation auch mal so geht, wie einem Autisten! Das macht die Schutzfolie, die Autismus bietet löchrig.".

      Zu Overload und Meltdown lässt sich zum Beispiel aus dem englischen Wikipedia entnehmen, dass das nichts ist, was speziell nur Autismus betrifft:

      en.wikipedia.org/wiki/Sensory_overload
      en.wikipedia.org/wiki/Tantrum

      Inwieweit eine Reizüberflutung, ein Wutanfall oder ein Abschalten bei Menschen mit anderen Diagnosen oder ohne Diagnosen ähneln, weniger heftig oder heftiger sind, das ist wohl auch von Person zu Person unterschiedlich und auch die Bemessung ist so eine Sache. Im Forum haben User wiederholt davon geschrieben, dass sie Gegenstände durch die Luft werfen, die manchmal andere Mitmenschen nur knapp verfehlt haben. Overload und Meltdown hin und her - mit diesem bedenklichen Fehlverhalten kann ich mich zum Beispiel gar nicht identifizieren. Andere Menschen können sich damit vermutlich identifizieren, aber diese Menschen müssen ganz sicher nicht AS/Autismus als Basis haben, um so wahrzunehmen, so zu empfinden, sich so zu verhalten, kurz gesagt um so drauf zu sein.

      Aber das ist nur meine Meinung, auch ich kann mich natürlich in manchen oder allen Punkten irren. :) Sehr interessante und spannende Fragen deinerseits.
      In letters of gold on a snow white kite I will write "I love you"
      And send it soaring high above you for all to read

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hyperakusis () aus folgendem Grund: Buchstaben- und Satzzeichen-Implementierung verbessert

    • Darlina schrieb:

      Ich habe mir auf einer Aspi-Seite grade dazu etwas durchgelesen und stelle fest, dass ich das, was da unter Overload lese, ganz einfach auch unter "Überlastung" kenne, dass ich das, was ich da unter Meltdown lese, auch als Kurzschluss/Nervenzusammenbruch/Ausraster,...kenne und dass mir das, was da unter Shutdown steht, auch als Dissoziation bekannt ist.
      Ich halte das ganz einfach für normale englische Begriffe, die ihren Weg nach Deutschland gefunden haben. Vielleicht weil lange Jahre die Forschung im englischsprachigen Raum weiter war oder man Fachartikel meist in Englisch schreibt? Für mich sind sie ausstauschbar, bzw. deckungsgleich.
      ~ What the fuck is real life and where can I download it? ~
    • Danke Euch für die Antworten und auch dafür, dass einige meine Fragen interessant finden!!! :)

      Ich mache mir viele Gedanken und überlege. Manche fanden in Foren schon mein Fragen schwierig. Dann hieß es, man soll die Dinge so nehmen, wie sie sind oder "einfach tun" statt "fragen" . Ich finde aber, dass man durch Fragen etwas dazu lernt, einen anderen Blickwinkel bekommen, seinen eigenen beibehalten, bestärken, ändern, etc. kann. Darum freue ich mich dann um so mehr, wenn Leute mal meine Fragen gut und interessant finden!!! :)

      Kann ja jeder gucken, ob er (oder sie) etwas daraus für sich übernehmen kann.

      Zu Euren Beiträgen:

      Ich habe noch nicht daran gedacht, dass mit diesen Begriffen (siehe oben) mehr die Ursachen, als die Auswirkungen gemeint sein könnten. Interessante Beitrachtungsweise, jedenfalls.

      Ich mag mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen, weil ich mich noch nicht so sehr viel mit Autismus beschäftigt habe. Mehr so am Rande bzw. über Asperger. Deshalb mag ich nicht sagen, dass einige Leute (draußen oder hier), die sagen, dass sie autistisch sind, etwas Besonders sein wollen, zu sehr in diese Begriffe reingehen. Ich kenne das aber auch aus anderen Bereichen, anderen Diagnosen, wie Hochsensibel oder Borderline z.B. .
      Manchmal neigt man einfach dazu, sich sehr mit etwas zu identifizieren, fühlt sich irgendwo zu gehörig, was ja auch positiv sein kann, entfernt sich aber auch noch ein wenig vom Anderen, was sie mit anderen verbindet, die nicht diese Diagnose haben (wobei hochsensibel, als Beispiel, keine Diagnose ist. Ich meine da eher das, was viele unter HSP verstehen: Hochsensible Persönlichkeit. ...In Kreisen, in denen sich Leute über HSP unterhalten, habe ich dieses "Besondere" schon erlebt...und auch, dass geurteilt wird, was "richtig HSP" ist und was nicht. ...und manche waren vielleicht wirklich HSP und manche einfach nur hochsensibel, was ja verschiedene Hintergründe haben kann).
      Also ich will da gar nicht so urteilen, wie es bei wem ist, kann mir aber auch vorstellen, dass man manche Begriffe auch verwenden will, wenn man sich zu etwas dazugehörig fühlt.
      Wie es bei jedem einzelnen ist, weiß ich nicht und mag ich nicht beurteilen.

      Wenn diese Begriffe aber im Endeffekt englische Begriffe für etwas sind, was man (ich) im Deutschen unter einem anderen Begriff kenne, wenn Overload gleich Überlastet, Meltdown gleich Ausraster und Shutdown gleich Dissoziation ist, sind die Unterschiede gar nicht mal mehr so groß, bis auf die Frage, in welchem Zusammenhang man sie benutzt bzw. wer.
      Also irgendwie finde ich, hat das auch etwas Beruhigendes, wenn sich hinter den Begriffen "Dinge" verbergen, die andere durchaus auch kennen und in gewisser Weise auch "normal" sind, dass es sie gibt. Die Frage ist dann wohl eher, wie oft, wie heftig, aus welchen Gründen sie auftreten, aber so dass sich hinter den Begriffen "Dinge" verbergen, die jeder kennen kann, finde ich, hat auch was Beruhigendes an sich.

      Einen schönen Abend wünsche ich noch!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Darlina ()

    • Was den Unterschied zwischen Overload etc und Dissoziation angeht,
      meine ich mehrfach Unterscheidungdmerkmale gelesen zu haben,
      auch hier im Forum.
      Vielleicht finde ich es.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )

      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater
    • Naja, overload ist, wenn etwas zuviel ist, überladen, überlastet ist. Dissoziation ist, wenn man etwas abspaltet, ausblendet, sich aus der "reellen Wahrnehmung", aus dem Kontakt zurück zieht. Bei der Dissoziation gibt es verschiedene Formen, wie Depersonalisierung, Derealisation, etc. . Ich habe Dissoziation oben als "allgemeinen Begriff" genutzt, für den Rückzug, für das Abtrennen Teile des Kontaktes nach Außen und einer veränderten Wahrnehmung.
      Dissoziation kann in dem Sinne passieren, wenn man zu sehr overloaded, sprich überladen, überlastet ist. ...oder wenn es zu lange dauert, zu sprunghaft kommt. ...und auch da ist es dann "zuviel", sprich: überladen, überlastet, etc. .
      Eine "Lösung" (in der Regel dann nicht selbst gewählt) ist der Rückzug im Sinne von Abtrennung zum Außen (oder teilweise), ein Rückzug, veränderte Wahrnehmung. Es ist ein Schutz. Andere Lösungsversuche, Möglichkeiten,...gibt es auch, aber das führt jetzt wohl zu weit.
      Am Besten ist da sowieso, wenn man frühzeitig agieren kann, wenn man frühzeitig wahrnimmt, wenn es zuviel wird oder gar werden könnte und sich möglichst in Sicherheit bringt. Wenn es gelingt, handlungsfähig zu bleiben, ist sehr viel gewonnen.
      ...aber das ist manchmal gar nicht so einfach, je nachdem, was man erlebt hat - auch wenn man nicht autistisch ist.
    • Ich würde sagen, diese Begriffe werden zwar speziell im Autismus Bereich verwendet, um bestimmte Zustände zu beschreiben, aber es sind eben keine autismusspezifischen Zustände. NT kennen diese Symptomatiken sicher auch.

      Wenn ich nach diesen Begriffen google, stelle ich fest, dass sie in der Fachwelt nur höchst selten verwendet werden. Im deutschsprachigen Raum habe ich in Fachartikeln gar nichts gefunden. Wenn, dann finde ich Beschreibungen dazu in Blogs oder Büchern, die Autisten geschrieben haben.

      Für mein Verständnis ist es eher so, dass die Auslöser typisch sind für Autismus und sich von den Auslösern der NT unterscheiden. Eine Reizüberflutung passiert Autisten vermutlich schneller als -gesunden- NT. Sie fühlt sich vermutlich auch anders an.
      Die Reaktion darauf, also der Overload, die Überlastung, kommt somit auch schneller und vielleicht mit heftigeren und nachhaltigeren Symptomen, die man dann Meltdown nennt, also sowas wie ein Nervenzusammenbruch. So fühlt es sich auch an, wenn man wirklich gar nicht mehr klarkommt.

      Mit dem Begriff Shutdown kann ich persönlich nicht so viel anfangen. Diesen Zustand kenne ich von mir eher nicht. Überlastung und Zusammenbruch und eine lange Erholungszeit ja, aber was ist im Vergleich dazu ein Shutdown?
    • Ich bin mir da nicht sicher, aber ist ein Shutdown nicht so etwas wie Dissoziation? Man zieht sich doch bei beidem zurück und klinkt sich aus, oder nicht? Ich kann mit dem Begriff Shutdown nicht wirklich viel anfangen und bezeichne damit am ehesten den Zustand nach einem Meltdown, wenn man niemanden mehr hören und sehen will und sich in seine eigene Welt zurückzieht.

      Overload nenne ich den Zustand vor einem Meltdown, wenn viel zu viele Reize da sind, das Hirn sie nicht mehr verarbeitet bekommt und man völlig überfordert damit ist. Also nicht einfach nur eine Situation, die mir nicht gefällt.

      Als Meltdown bezeichne ich das, was auf einen Overload folgt, wenn ich nicht aus der Situation rauskomme. Es ist dann, als würde ein Schalter in meinem Gehirn rumklappen und der Überlebensinstinkt übernimmt kurzerhand. Ich reagiere dann im Grunde wie ein in die Enge getriebenes Tier, das um sein Leben kämpft. Mit allem, was dazu gehört. Treten, schlagen, kratzen, beißen und auch mit Gegenständen um mich werfen. Ich sage dazu auch ganz bewusst Meltdown, denn mit einem Wutanfall/Wutausbruch hat das nichts zu tun. Ich bin dann nämlich nicht wütend oder will damit irgendwas bezwecken. Es ist dann einfach nur alles viel zu viel und mein Überlebensinstinkt übernimmt dann einfach die Regie. Ich verliere völlig die Kontrolle und kann nichts dagegen tun.

      Ob ich die Begriffe richtig verwende, steht natürlich auf einem anderen Blatt Papier. Ich versteh das zumindest so. Ich finde es auch gut, dass es diese Begriffe gibt, denn sie trennen das Ganze so ein bisschen von "in einer unangenehme, bzw. nervigen Situation sein" und vor allem von "Wutanfall/Wutausbruch". Und meiner Meinung nach können natürlich auch NAs Overloads, Meltdowns und Shutdowns haben. Allerdings dürften sie bei NAs wohl nicht so häufig und vor allem nicht so schnell passieren (und womöglich auch nicht in derselben Intensität).
      Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie Andere mich gern hätten.
    • Dinge nicht zu hinterfragen und hinzunehmen ist auch nicht der richtige Weg. Das wird einem vermittelt um keine Arbeit zu erschaffen.
      Von daher machst du alles richtig.

      Für mich waren die Begriffe zwar in dem Zusammenhang neu, aber bekannt mit anderen Zusammenhängen.
      Grüße aus der Pegasus Galaxie. :)
    • Windtänzerin schrieb:

      aber ist ein Shutdown nicht so etwas wie Dissoziation? Man zieht sich doch bei beidem zurück und klinkt sich aus, oder nicht?
      Bei einer Diss ziehe ich mich nicht zurück, schon garnicht irgendwie willentlich,
      sondern stürze weg/ab und das kann sogar Wochen dauern.
      Ich hatte mich nicht mehr, nicht meine Mitte/Zentrum...

      anders kann ich es gerade nicht beschrieben.
      Aber für mich sind da massive Unterschiede, da ich beides kenne.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )

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      C.W. Leadbeater
    • War es auch.
      Das kannte ich vorhr nicht.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )

      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater
    • Das von Linnea kann ich nur bestätigen.
      Habe ich auch schon ausgeprägt gehabt - über längere Zeiträume.
      Ist jedoch schon lange her. In den letzten Jahren gab es das nur sporadisch für kurze Zeiträume.
      Für die anderen bin ich dann einfach nicht da - wie weggetreten - was für die verstörend ist.
      Ich nehme dann auch nicht mehr richtig wahr - starre Löcher in die Wand (RW) - nehme also meine Umgebung nicht mehr wahr.
      Stimmen und Geräusche höre ich wie durch Watte (RW). Aber auch meinen Körper spüre ich dann kaum mehr.
      Im Kopfkino (RW) laufen allenfalls traumatische Erlebnisse wie ein Film ab - die Gedanken lassen sich aber nicht mehr Steuern.
      Der Körper ist wie eine Hülle in der die Seele gefangen ist aber der Geist hat ihn verlassen...
      Ich geistere seit Urzeiten durch den Alpenraum... 8o - Seit dem DSM-V existiere ich offiziell! :d
    • ADHD-Aspie schrieb:

      Ich nehme dann auch nicht mehr richtig wahr - starre Löcher in die Wand (RW) - nehme also meine Umgebung nicht mehr wahr.
      Stimmen und Geräusche höre ich wie durch Watte (RW). Aber auch meinen Körper spüre ich dann kaum mehr.
      Im Kopfkino (RW) laufen allenfalls traumatische Erlebnisse wie ein Film ab - die Gedanken lassen sich aber nicht mehr Steuern.
      Der Körper ist wie eine Hülle in der die Seele gefangen ist aber der Geist hat ihn verlassen...
      Ja.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )

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      C.W. Leadbeater
    • Na, das passiert, wenn man seine eigenen Threads nicht abonniert: Man bekommt nicht mit, dass es neue Beiträge gibt (allerdings bekomme ich es im Moment auch nicht hin, meine abonnierten Threads weiter zu verfolgen: überlastet. Ja.)

      Irgendwie wird mir durch die Unterhaltung hier klarer, wie ich diese Begriffe einordnen kann. Das ist gut.

      Ani schrieb:

      Mit dem Begriff Shutdown kann ich persönlich nicht so viel anfangen. Diesen Zustand kenne ich von mir eher nicht. Überlastung und Zusammenbruch und eine lange Erholungszeit ja, aber was ist im Vergleich dazu ein Shutdown?
      Ich denke, Shutdown und Meltdown sind verschiedene Möglichkeiten auf eine Überlastung zu reagieren, können aber auch nacheinander auftreten. Also es ist möglich, sich auf Grund einer hohen Belastungsituation, Überlastung,...zurück zu ziehen oder auch in die Aktion zu gehen. Demnach wären Shutdown und Meltdown für mich Gegensätze. Ähnlich so wie man auf einen Angriff mit Flucht, Gegenangriff oder Verteidigung reagieren kann.
      Es ist aber auch möglich, dass man generell eher derjenige ist, der sich zurückzieht und wenn die Belastung dann immer noch anhält oder man nicht in Ruhe gelassen wird, dann doch "explodiert". ...oder dass der Rückzug, "die Stille", das "Nichts", das Abspalten kommt, wenn man sich ausagiert hat bzw. das auch nicht wirkt.

      DrCarsonBeckett schrieb:

      Dinge nicht zu hinterfragen und hinzunehmen ist auch nicht der richtige Weg. Das wird einem vermittelt um keine Arbeit zu erschaffen.
      Von daher machst du alles richtig.
      Danke Dir.

      Linnea schrieb:

      Bei einer Diss ziehe ich mich nicht zurück, schon garnicht irgendwie willentlich,
      sondern stürze weg/ab und das kann sogar Wochen dauern.
      Ich habe noch nie von einer Diss gehört, die wochenlang anhält. Eine dissoziative Identitätsstörung: Ja. Gefühle von Derealisation: Ja. ...aber so eine komplette Dissoziation kenne ich eher als zeitweise auftretend.

      Wenn sie über Wochen geht, wie isst und trinkt man dann noch, wäscht sich, geht einkaufen, bezahlt Rechnungen, etc.? ...oder war das eher eine leichte Form der Dissoziation?
    • Ich kenne diese 3 Begriffe auch erst seitdem ich mich näher mit Autismus beschäftige, ABER all diese Zustände sind nicht nur bei Autisten zufinden sondern können natürlich jeden mal belasten/passieren.
      Meiner Erfahrung nach sind es bei Autisten meistens halt andere Auslöser die zu diesen Reaktionen führen, nähmlich Dinge, die unter Nichtautisten und auch generell Menschen die sich als normal funktionierend betrachten einfach als nicht schlimm oder triftigen grund angesehen werden.
      Für andere menschen ist es sicher verstörend und wirkt befremdlich wenn ich im Bus anfange wild herum zu hüpfen und wieder heraus will weil er zu voll geworden ist.
      Die Leute machen dann nichtmal Platz und ich muss sie zur Seite drücken um wieder weg zu kommen, und manche reagieren dann weniger freundlich. Dabei rufe ich immer laut "Ich muss hier raus!" weil ich nicht weiß was ich sonst sagen soll damit die Leute auch nur annähernd wissen wie es mir gerade geht.
      Andere Leute reagieren anders über und bei anderen Sachen, keine Ahnung bei welchen, ich kenne ja keine anderen Leute.
      Bislang kannte ich nur meine Eltern oder andere die, wenn sie überreagierten dann aber gleich zugeschlagen haben.
      Ich habe an diversen Arbeitsplätzen an denen ich war, bislang auch noch nie jemanden wütend werden sehen weil etwas verschoben wurde, das passierte eher mir selbst weil ich mich schon auf die Sache eingestellt hab.
      Auf der Arbeit wurden die Leute auch eher nur dann wütend wenn man was falsch machte und brüllten dann herum oder beleidigten einen sogar, aber das würde ich nicht als Meltdown bezeichnen, auch wenn es mich wieder in sowas in der art versetzte weil ich dann meist so große Angst bekomme das ich heulen muss.
    • zu Darlina:

      ADHD-Aspie schrieb:

      Für die anderen bin ich dann einfach nicht da - wie weggetreten - was für die verstörend ist.
      Ich nehme dann auch nicht mehr richtig wahr - starre Löcher in die Wand (RW) - nehme also meine Umgebung nicht mehr wahr.
      Stimmen und Geräusche höre ich wie durch Watte (RW). Aber auch meinen Körper spüre ich dann kaum mehr.
      Das heisst doch nicht, dass man nicht "funktionieren" kann..ähnlich wie ein Roboter. Man kann sich quasi wie von aussen zusehen, wie man alles verrichtet.
      Indianer u.a. nennen es Seelenverlust- oder Seelenanteilverlust....Psychologen abspalten, dissoziieren...
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )

      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater