SEHR DRINGEND: Von Hartz 4 zu Sozialhilfe gerutscht - Eltern sollen Unterhalt zahlen

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    • miracle schrieb:

      Ich bin zu "Hilfe zum Lebensunterhalt"/Sozialhilfe gerutscht, und habe keine Erwerbsminderung beantragt
      Haben die im Bezirksamt denn deinen Antrag auf Hilfe zum Lebensunterhalt überhaupt entgegengenommen bzw bearbeitet, ohne dass du einen Antrag auf EM-Rente gestellt hast bzw dem Sozialamt einen Bescheid vom Rentenversicherungsträger vorgelegt hast (positiv/Bewilligung oder eben Negativbescheid)?
    • @ Mira: Ich bin in Bayern, bei dem Sozialamt, das dem Jobcenter vor Ort angegliedert ist;

      Ich habe aus verschiedenen Gründen keinen Rentenantrag gestellt;

      Ich bin quasi automatisch von ALG 2 zu Sozialhilfe "gerutscht"/habe irgendwann Post bekommen, dass das jetzt so ist, inkl. den Antragsunterlagen; und dass ich quasi rückwirkend den Sozialhilfeantrag ("Hilfe zum Lebensunterhalt") stellen soll

      Die Sachbearbeiterin meinte schließlich, dass ich den Rentenantrag nicht unbedingt stellen muss, noch dazu wenn es mir eh besser geht und ich einen Job suche
    • Ich glaube nicht das ein Arzt sich den Text vorgeben lässt.

      er könnte es so schreiben:
      Bei Frau XX liegt eine diagnostizierte Behinderung (Autismus Spektrum.... oder was du halt genau hast) vor.

      Viel mehr kann er ja auch nicht bescheinigen.

      Du kannst noch schreiben in einer kurzen Mitteilung:
      Die Anerkennung des Grades der Behinderung seitens des Versorgungsamtes folgt.

      Oder hast du schon einen Ausweis?
      Wichtig ist aber, das in der Bescheinigung des Arztes das Wort "behindert" steht. :cry:
      Ihr wolltet das ich was sage. Und das hab ich.
      Mike Ehrmanntraut XD
      :d
    • Interessant wie sehr unterschiedlich das alles läuft, in den verschiedenen Orten.

      Keine Ahnung ob das schon vor Hartz IV so war, seit der Abschaffung der Sozialhilfe scheint es jedoch ziemlich beliebig, wer wo und aus welchen Gründen Sozialhilfe beantragen kann oder muss oder dorthin verschoben wird.
    • Eine sehr wichtige Frage: Ich beantrage den SBA rückwirkend/ab dem Zeitpunkt der offiziellen Diagnose, anscheinend ist es aber ganz verschieden, ob das dann auch so ausgestellt/bewilligt wird;

      wird es vom Sozialamt normalerweise auch akzeptiert/anerkannt werden, dass ich schon länger behindert bin (eben weil es sich ja um Asperger/eine Behinderung, die schon seit Geburt besteht) , wenn der SBA erst ab Antragsdatum ausgestellt wird?
    • Ich weiss nicht, was 'dein' Sozialamt machen wird oder will. (Und vielleicht ist das auch je nach Bundesland, Ort und Sachbearbeiter unterschiedlich.) Allgemein ist mein Eindruck (bei Behörden / Ämtern), dass sie recht "gerne" auf von anderen Behörden festgestelltes zurückgreifen bzw sich dem anschliessen (wenn es für sie keine Nachteile bringt). Dann müssen sie nichts eigenes vertreten, sondern können sagen "wurde dort so festgestellt". (Wenn es Einsparpotential gibt beim "eigene Einschätzung vertreten", wie z. B. jemanden zu einer anderen Stelle verweisen für den Lebensunterhalt, sieht das ggf. anders aus.)


      Reicht denn ein Schreiben deiner Ärztin bezüglich Behinderung nicht aus?


      Soweit ich das überschaue, wird (zumindest hier) bei Unklarheiten bezüglich Krankheiten und Behinderungen vom Sozialamt die entsprechende Abteilung beim Gesundheitsamt bemüht, um hierüber eine Einschätzung zu treffen. (Sozialpsychiatrischer Dienst bei Krankheiten / Behinderungen aus dem F-Kapitel des ICD.) Ob das in Bayern auch so ist weiss ich nicht, dort ist meines Wissens der spD auch nicht beim Gesundheitsamt angesiedelt sondern bei kirchlichen Organisationen.


      Wäre es eine Möglichkeit, beim Sozialamt nachzufragen, was sie benötigen, um deine Behinderung anzuerkennen und von deinen Eltern den "Pauschalbetrag" zu fordern anstelle der gründlichen Prüfung der Vermögensverhältnisse um eventuell Lebensunterhaltskosten von denen zurückfordern zu können? (Darum geht es ja, das ist das Problem, oder?) - Ich bin selber kein großer "Fan" von beim Amt selber nachfragen, aufgrund schlechter eigener Erfahrung und vieler ähnlicher und keiner gegenteiliger von anderen gehörter Erfahrung mit den Ämtern hier, aber woanders kann das ja durchaus auch anders aussehen.
      Da du eh "schon fast weg bist" dort, wenn ich das hier richtig gelesen habe, lässt sich denen vielleicht auch irgendwie "schmackhaft machen", dass es für sie selber auch weniger Bürokratie ist, und somit vorteilhaft für die, sich das zu sparen, weil es sich eh nur um kurzfristige Hilfe gehandelt hatte ...

      Wenn du jetzt am Arbeit suchen bist, dich bewirbst, und, v.a., jetzt wieder arbeitsfähig bist, müsstest du doch eh jetzt beim Jobcenter sein. Zum Sozialamt wird man dann abgeschoben, wenn man (länger / "dauerhaft") nicht arbeitsfähig ist.