Neue Schule - Erster Tag

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    • Neue Schule - Erster Tag

      Hey,

      vielleicht gibt es hier ja Menschen, die ungefähr dasselbe Problem haben wie ich: Am Montag fängt für mich eine neue Schule, genauer gesagt ein Berufskolleg an, dass sich hauptsächlich auf blinde und sehbehinderte Menschen, aber auch auf Menschen mit ASS spezialisiert hat. Da ich nicht mehr auf eine Regelschule gehen kann, hoffe ich, da mehr Unterstützung, vor allem im sozialen Bereich, zu bekommen. Ich war auch schon zu einem Besichtigungstermin da und habe mir die Räumlichkeiten angesehen, auch kurz in eine Klasse hereingeschaut und hatte alles in allem ein ganz gutes Gefühl, es wirkte alles sehr entspannt und freundlich. Mittlerweile bin ich auch schon angemeldet und habe für Montag einen genauen Zeitplan erhalten, auf dem steht, was wann und wo stattfindet - also eigentlich alles ganz gut geplant und mehr oder weniger vorraussehbar.

      Mein Problem dabei ist allerdings, aufgrund früherer Erfahrungen, dass ich mir Schule ohne langweiligen Unterricht, Mobbing, Ausgrenzung und Angst kaum vorstellen kann und daher auch die Angst und Sorge vor Montag, Dienstag, etc. quasi täglich steigt. Zwar versichern mir die Menschen in meinem Umfeld - Familie, Therapeuten, usw. - dass auf dem Berufskolleg vieles besser werden wird als auf meinem alten Gymnasium, aber so wirklich überzeugt bin ich davon leider noch nicht, auch wenn ich es gern wäre.

      An alle, die schon solche ersten Schultage/Berufskollegtage/Arbeitstage und die (unbegründete) Angst davor hinter sich haben: Wie war das für euch? Was hat euch geholfen, wie habt ihr Freunde gefunden oder zumindest Kontakt zu Anderen hergestellt? Was für Tipps habt ihr für diese Situation?

      Danke für jede Antwort und Hilfe! :) :) :)
      Oh, brilliant!
    • Ich habe keine direkte Erfahrung mit Berufskollegs, aber grundsätzlich ist es so, dass da doch Leute sind, die freiwillig hingehen, um etwas zu lernen. Wenn Leute nicht in so einer Zwangssituation wie der Pflichtschule (nennt man das so?) sind, gehe ich davon aus, dass Mobbing nicht so ein Thema ist. Und wenn doch irgendwas sein sollte, hast du ja auch sehr viel Unterstützung, wenn ich das richtig verstehe?
    • Es ist zwar schon etwas her bei mir - jedoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich der Gruppenzwang wie ich ihn in der Schule erlebt habe, in den späteren Bildungsstufen zunehmend auflöst.

      Ist sicherlich auch von dem „Drumherum“ abhängig: Wie weit kannst Du Dich abgrenzen bzw. ist es Dir wichtig, wie andere Dich sehen. Wie wichtig ist es für Dich, dazu zu gehören?

      Abgrenzen meine ich im Sinne von Deinen bisherigen, negativen Erfahrungen Dich abzugrenzen. Lasse diese immer wieder bewusst los (RW): Früher war früher, heute ist heute. - Abgrenzen auch von den Wertungen anderer und ihren Umgang mit Dir.
      Manchmal sicher leichter gesagt als getan.


      Die eigene Einstellung kann auch helfen, sich nicht ausgegrenzt zu fühlen.
      Sohn mit HFA diagnostiziert ...und ich irgendwie ähnlich und doch anders...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 70Quadrillionen ()

    • Joker schrieb:

      seven_of_nine schrieb:

      Leicht fehlgeleiteter Scherz? Zumindest verstehe ich die Pointe nicht so ganz...
      Soll im Knast ganz gut funktionieren. In einer Schule ist das vielleicht nicht so zielführend :d
      Hm, sich gleich mit dem Ranghöchsten anzulegen, ist aber gefährlich, oder nicht? Der kann ja dann auch seine Leibwächter auf einen hetzen.
      Wenn ich so an die letzte Staffel Orange is the new Black denke, die beiden Schwestern hätte ich lieber nicht angegriffen :D
    • Joker schrieb:

      seven_of_nine schrieb:

      Leicht fehlgeleiteter Scherz? Zumindest verstehe ich die Pointe nicht so ganz...
      Soll im Knast ganz gut funktionieren. In einer Schule ist das vielleicht nicht so zielführend :d
      Schule und Knast sind sich ähnlicher, als man manchmal denkt. :prof: Es sind die einzigen Orte, an denen es legal - und gängige Praxis - ist, dass Personen jahrelang gegen ihren Willen gezwungen werden, sich dort aufzuhalten. :d
      "Make laugh, not war!"
      Kann das hier jemand sehen? :p
    • @sankarijousilla

      Die Sache ist die, diese Ängste konstruierst du (warscheinlich unterbewusst) aus deinen eigenen Erfahrungen die du mit dem Thema Schule gesammelt hast selbst. Da dir andere Vergleichsmöglichkeiten fehlen ist es natürlich schwer diese in den Griff zu kriegen. Ich besuche jetzt bald im dritten Jahr das Berufskolleg und kann das nachvollziehen, besonders das erste Jahr und auch noch im Zweiten hatte ich mehr oder weniger blanke Panik vor den ersten Tagen und Wochen weil ich fest damit gerechnet habe dass das alte Muster wieder auftaucht und alles so wird wie ich es aus der früheren Schulzeit schon kannte. Und es kam nicht. Und kam nicht. Und kam einfach nicht?!

      Die Stimmung am berufskolleg ist tatsächlich eine ganz andere als an der Regelschule. Die Schüler die dort sind, sind im Gegensatz zur Regelschule für gewöhnlich freiwillig dort. Daher ist das Grundklima schonmal ein anderes. Im ersten jahr hab ich mich größtenteils von meiner Klasse isoliert, und man ließ mich einfach in Ruhe. Im zweiten Jahr habe ich zwar keine "Freunde gefunden", wobei das allein schon durch den Alters/Reifedurchschnitt auch nicht mein Ziel war, aber festgestellt dass es schon reichte sich einfach hin und wieder bei Leuten dazuzustellen ohne viel Initiative zu zeigen. Die Atmosphäre schien mir mehr so "jaa, wir sitzen hier halt alle im selben Boot, also schauen wir das wir miteinander auskommen". Ein wenig Hilfsbereitschaft meinerseits schien auch immer ganz gut anzukommen.

      Wir hatten aber auch einen Schüler in der Klasse der sich ebenfalls komplett isolierte, was auch von allen respektiert wurde. Mobbing oder sowas habe ich gar nicht mehr erlebt. Stell dich am besten einfach darauf ein dass dir die ersten Tage und Wochen unwohl sein wird, deine Erfaahrungen haben dich natürlich geprägt. Aber du wirst feststellen dass dieser ganze soziale Mikokosmos Schule am Berufskolleg einfach wesentlich lockerer ist und weniger forciert wird. Ich glaub dies wird das erste Jahr seit meiner Einschulung wo ich mit nem relativ guten Gefühl mit dem Schuljahr beginne.


      @StarFan33

      Mal abgesehen davon dass ich solche Ratschläge doch für "äussert fragwürdig" halte, sei mal gesagt dass das im Einzelfall funktionieren kann, in der Regel aber höchstens temporär von Dauer ist. Hab mal in der 5. einen im absoluten Kontrollverlust ins Krankenhaus gebracht, nach meiner Rückkehr aus der Suspendierung hatte ich noch ca. 2-4 Wochen Ruhe, danach ging alles weiter wie gewohnt. Und das war keine "Assischule", sondern eine ganz gewöhnliche städtische Realschule mit gutem Ruf. Liest sich son bisschen als wärst du auf dein Verhalten auch noch Stolz - aber gib der Sache ein paar Jahre und das wird dich noch in ernsthafte Schwierigkeiten bringen.

      Ach und eins noch: Mag ja sein dass das wo auch immer du dich rumtreibst gut ankommt Sonderschüler zu schlagen und als Hirnis zu betiteln. Aber der Scheiss ist weder cool, noch in irgendeiner Form akzeptabel. Hab mal ein bisschen menschlichen Grundrespekt.


      Alter...
      TK
      Wir sind das letzte, doch werden die ersten sein

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Tiankay ()

    • Yolo. na dann scheint dein Leben ja bis jetzt toll gewesen zu sein aber Stress mit 5 bis 10 Leuten pro Tag war niemals angenehm für mich. Ich bin auf mein Verhalten garantiert nicht stolz aber das war da nunmal der einzigste weg um durchzukommen und nicht von jedem aufs maul zu bekommen. Naja dann viel Spass mit deinem Leben und ich kann auch freundlich und nett sein wenn es die umstände erfordern aber ebenso auch agressiv und gewaltbereit wenn mir jemand schaden zufügen möchte.
    • StarFan33 schrieb:

      Yolo. na dann scheint dein Leben ja bis jetzt toll gewesen zu sein aber Stress mit 5 bis 10 Leuten pro Tag war niemals angenehm für mich. Ich bin auf mein Verhalten garantiert nicht stolz aber das war da nunmal der einzigste weg um durchzukommen und nicht von jedem aufs maul zu bekommen. Naja dann viel Spass mit deinem Leben und ich kann auch freundlich und nett sein wenn es die umstände erfordern aber ebenso auch agressiv und gewaltbereit wenn mir jemand schaden zufügen möchte.
      Du weißt schon, dass du der TE zu einer Straftat rätst, die im Zweifel auch ernsthafte juristische Konsequenzen haben kann? Außerdem finde ich es krass, gleich mal präventiv Menschen zu verprügeln, die einem überhaupt nichts getan haben. Ich dachte erst, du trollst, aber du meinst es offenbar ernst.

      Unter Frauen ist das gegenseitige Verprügeln (zum Glück) auch sehr wenig verbreitet.

      StarFan33 schrieb:

      aber ebenso auch agressiv und gewaltbereit wenn mir jemand schaden zufügen möchte.
      Notwehr ist absolut nachvollziehbar, aber dass es moralisch nicht ok ist, Leute präventiv zu verprügeln, ist dir schon bewusst?
    • sankarijousilla schrieb:

      Wie war das für euch? Was hat euch geholfen, wie habt ihr Freunde gefunden oder zumindest Kontakt zu Anderen hergestellt? Was für Tipps habt ihr für diese Situation?
      Was mir geholfen hat?

      Ich war vor einem Jahr in einer recht ähnlichen Situation, auch wenn es ein Kolleg war, auf dem auch viele Menschen ohne körperliche oder anderweitige Einschränkungen sind.

      Ich war zu Anfang sehr passiv und habe mir einfach alles angesehen.

      Ich habe geschaut, dass ich den Druck rausnehme, und nicht zu viel von mir erwarte.

      Ich hatte therapeutische Unterstützung, das hat mir sehr geholfen.

      Am Ende haben meine Freunde mich gefunden oder die Situationen haben sich einfach ergeben.

      Ich hatte Glück.
      Das Leben ist unendlich viel seltsamer als irgendetwas, das der menschliche Geist erfinden könnte. Wir würden nicht wagen, die Dinge auszudenken, die in Wirklichkeit bloße Selbstverständlichkeiten unseres Lebens sind. - Sir Arthur Conan Doyle
    • Eigentlich sollte man sich in keiner Stadt verirren!

      Beiträge wie die von dir, StarFan33, sollten sich aber meiner Meinung nach auch nicht in ein Selbsthilfeforum verirren....



      seinn schrieb:

      Ich war zu Anfang sehr passiv und habe mir einfach alles angesehen.

      Ich habe geschaut, dass ich den Druck rausnehme, und nicht zu viel von mir erwarte.
      Dem schließe ich mich an.

      Oft habe ich vor einem Ereignis schlimme Befürchtungen gehabt, auch aus der Erfahrung heraus, und trotzdem waren sie überflüssig.
      Hätte ich sofort losgebrüllt "Rührt mich ja nicht an", wäre das Energieverschwendung gewesen. Im übertragenen Sinne.

      Sollten sich deine Befürchtungen aber bewahrheiten, dann empfehle ich gleich zu Anfang eine Klarstellung: Du bist nicht der Hampelmann für andere! (RW) "Es ist leichter am Anfang zu widerstehen als später..."
      Mark Twain: "Never argue with stupid people, they will only drag you down to their level and then beat you with experience."
      (Streite dich nie mit dummen Leuten; sie ziehen dich nur auf ihr Niveau herunter und schlagen dich dann mit ihrer Erfahrung.)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Capricorn ()