Unfähig sich an neue Stadt anzupassen - Asperger-Spezifisch?

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    • Unfähig sich an neue Stadt anzupassen - Asperger-Spezifisch?

      Hi zusammen, ich habe da eine kuriose Sache wo ich nicht weiter weis.

      Seit 2010 habe ich die Diagnose Aspeger-Syndrom. Bisher hat mich diese Diagnose in meinen Leben nie wirklich gestört und allgemein auch keine wirkliche Beachtung von mir gefunden. Ich sehe mich selbst als nicht typisch Asperger.

      Nun bin ich vor zwei Jahren in eine fremde Region und fremde Stadt gezogen und fand mich dort anfangs nicht zu Recht. Erst durch das BeWo fand ich so langsam in mein Leben bis ich letztes Jahr die Stadt verlassen hab und in eine neue Stadt gezogen bin.

      nun wohne ich seit knapp 2 Monaten in dieser neuen Stadt, immer noch in der gleichen Region. keine 2 Wochen war ich in der neuen Wohnung und ich fand neue Arbeit in der Nachbarstadt. Allgemein bin ich seitdem ich hier bin viel unterwegs gewesen. Ich hab in meiner Stadt ein Waldgebiet gefunden was ich regelmäßig einmal die Woche aufsuche. (Ritual). Daneben bin ich mehrmals die Woche in der Nachbarstadt und halte mich allgemein viel in dieser anderen Stadt auf. Mit meiner eigentlich Stadt habe ich nicht wirklich was zu tun. Außer das ich dort in den Wald gehe und hin und wieder im Stadtzentrum bin oder an der Ruhr spazeiren gehe.

      Soziales Umfeld ist in der ganzen Region vorhanden. Inkl. Auch in meiner Stadt.

      Ab Ende August mache ich wieder Schule für zwei Jahre um meinen Fachhochschulreife nachzuholen um anschließend studieren zu können.

      Doch irgendwo hat wohl mein Körper meine Psyche ein Problem damit sich in neuen Städten zu Recht zufinden. ich bin aufgrund der Nähe zum Stadtzentrum nicht auf dem ÖPNV angewiesen und kann somit zu Fuß in die Stadt gehen und auch zum Bf. Den Bus oder die Straßenbahn nehme ich nur selten. Weil es auch nur 1-3 Stationen sind.

      Immer wieder aufs neue Frage ich mich welches Problem ich hab mich in neuen Städte zu Recht zu finden. Meiner meiner aktuellen Stadt kann ich scheinbar einfach nichts anfangen. Bis eben auf den Wald und dem Stadtzentrum, dem Fluss und den Bf bzw. die Verkehrsinfrastruktur.

      2017 wurde bei mir eine Anpassungsstörung diagnosiert. In Kombination einer PTBS.

      Nun bin ich an den Punkt das ich nciht mehr weiter weis. Ärzte finden bei mir nichts und können mir nicht wirklich helfen. Eine Psychotherapie hat erst letzte Woche begonnen. Irgendwo habe ich das Gefühl das etwas bei mir völlig falsch läuft.

      Wer hat Rat, Hilfe etc.

      Ist eine Anpassungsstörung Asperger-spezifisch? Oder liegt es einfach daran das ich ein "schweres" Trauma habe, was mich einfach so belastet?

      Danke für Antworten
    • Fabs24056 schrieb:

      Immer wieder aufs neue Frage ich mich welches Problem ich hab mich in neuen Städte zu Recht zu finden. Meiner meiner aktuellen Stadt kann ich scheinbar einfach nichts anfangen. Bis eben auf den Wald und dem Stadtzentrum, dem Fluss und den Bf bzw. die Verkehrsinfrastruktur.
      Wo genau siehst du denn dein Problem? Du nutzt doch die Infrastrukutur da, klingt für mich nicht ungewöhnlich irgendwie. Derletzt gabs eine Studie, dass die meisten Menschen sich ohnehin nur an bis zu 27 Plätzen regelmäßig aufhalten, egal wieviel sie reisen.

      Ich kann mit "Heimatliebe" jetzt nun auch nicht soviel anfangen, klar ist der Ort in dem ich lebe sehr schön und auch attraktiv von der Infrastruktur, aber ist halt 'ne Stadt, hm.
      (Klammerfreak) :d
    • Fabs24056 schrieb:

      Immer wieder aufs neue Frage ich mich welches Problem ich hab mich in neuen Städte zu Recht zu finden.
      Sag mal genauer, was du mit "zurecht finden" meinst. Dich räumlich orientieren? Oder dich zu integrieren, zu wissen, was läuft wo, wo kann ich in der Freizeit hin?

      Deine Beispiele zeigen doch, dass du dich durchaus im sozialen Raum (jetzt im weiteren Sinn) deiner Stadt bewegst.
      "Die randständigen Grenzgänger weiten unsere Welt."
      Robert Seethaler, Deutschlandfunk Kultur am 10. Oktober 2018
    • Miiep schrieb:

      Wo genau siehst du denn dein Problem? Du nutzt doch die Infrastrukutur da, klingt für mich nicht ungewöhnlich irgendwie. Derletzt gabs eine Studie, dass die meisten Menschen sich ohnehin nur an bis zu 27 Plätzen regelmäßig aufhalten, egal wieviel sie reisen.

      Ich kann mit "Heimatliebe" jetzt nun auch nicht soviel anfangen, klar ist der Ort in dem ich lebe sehr schön und auch attraktiv von der Infrastruktur, aber ist halt 'ne Stadt, hm.
      Schwerige Sache. Wo ist genau das Problem? Ich denke dass das damit zusammenhängt das ich in der Stadt wo ich aktuell wohne, so wenige zu tun hab. D.h. ich bewege mich nur in einen kleinen Teil der Stadt. Meist im Stadtzentrum. Habe allgemein wohl bisher wenig von der Stadt gesehen. Irgendwo ist das alles noch für mich fremd, neu etc. . Bin ja erst seit 2 Monaten in der Stadt. Es fehlt wohl das vertraute. Die bekannte Umgebung.

      Hinzu kommt das ich mit´zwei Städten zu tun hab. D.h. ich pendel zwischen zwei Städten. In der einen wohne ich und in der andere Arbeite ich.
    • Selbst in der Stadt, wo ich aufgewachsen bin, habe ich in 30 Jahren bei Weitem nicht alle Ecken kennengelernt. Wozu auch?
      Gerade in größeren Städten hat ein einzelner Stadtteil bereits alles, was man braucht.

      Und hier in München habe ich bisher in 7 Jahren auch nur 7% der Stadt gesehen. Die Stadt ist einfach zu groß und ich bin ja auch nur zum Arbeiten und Schlafen hier.

      Jemand, der in einer neuen Stadt sofort nach 1 Monat Mitglied in 10 Vereinen ist, alle Nachbarn persönlich beim Kaffeetrinken getroffen hat und jedes Restaurant der Stadt kennt - ist eher die Ausnahme.
      Und im Zeitalter des Internets und der Möglichkeit wirklich ALLES online zu bestellen, braucht man viele Dinge einer Stadt auch gar nicht mehr.
    • Hey, ich persönlich habe absolut keine Probleme mich neuen umgebungen anzupassen.
      Weder physich noch psychisch, das liegt Wohl daran das ich an sich wenig angst vor neuem habe.
      Sollte ich persönlich in einer mir unbekannten Stadt wohlmöglich sogar im Ausland einen längeren Aufenthalt haben gehe ich nach folgender Liste vor:



      Allgemeiner Überblick
      Suche nach Anhaltspunkten wie Denkmälern, Musen etc.
      Beobachten
      Schau wo Handwerker und normale Bewohner der Stadt leben, sie haben meist wenig Geld und Essen und Trinken sowie wohnen Preiswert
      SichernSuche geziehlt nach Personen die potentiell gefährlich seien könnten, Personen mit Kleidung wie Rockerkutten oder Leuten die in Ecken lungern
      Erweiterter Überblick
      Überprüfe deine unmittelbare Wohnumgebung auf Sicherheitsrisiken z.b. was für ein Schloss ist in deiner Tür oder wie sicher ist dein Stellplatz fürs Auto? Überwachungskameras oder andere Maßnahmen?
      LernenLerne dich deiner Umgebung anzupassen. Dialektik, lokales Vokabular oder besonderheiten im Umgang. ggf die Sprache lernen wenn es ein Auslandsaufenthalt ist.

      Wenn es sich um eine Großstadt handelt versuche möglichst kriminelle Virtel zu vermeiden, diese Virtel sind meist an Plattenbauten, Stacheldrat sowie viel herumlungernden Personen in Hauseingängen zu erkennen. Schau einfach auf das Alter der Autos sowie auf das Model um herauszufinden ob du richtig bist. Wenn ein wunderhübscher Audi A8 in Vollausstattung da steht dann bist du in einem sicheren Bezirk. Wenn ein 10 Jahre alter VW Turan mit schmiererein rumsteht mach ne biege und komm nicht wieder. Wenn dich da wer anspricht und was will dann lass ihn ruhig näher kommen und frag "was geht" wenn er dich beleidigt oder ein Messer zieht gib ihm aufs maul wenn du kannst und wenn nicht dann renn schneller als er.

      Das ist so ein kurzer Überblick wie man sich schnell in einer neuen Stadt zurechtfinden kann wenn man denn muss.
      Ich kenne meine Stadt in und auswendig.