Schüler mit Asperger-Syndrom - Die Regelschule ist eine Herausforderung

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    • Vielen Dank für den Link :)
      Sehr wertvoller Beitrag. Werden versuchen, unseren Sohn nächstes Jahr auf eine LVR-Schule zu bringen.

      Will ihm den Stress unbedingt ersparen und ihm so viele Chancen geben, wie möglich.
      Sohn mit HFA diagnostiziert ...und ich irgendwie ähnlich und doch anders...
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      StarFan33 schrieb:

      Personen mit dem Asperger Syndrom sind [...]
      ... unterschiedlich.

      Was der eine nicht kann, einfach nicht schafft, schafft ein anderer vielleicht leichter (oder gerade noch so).
      Wo ein anderer massive Probleme mit hat, macht dem einen vielleicht nicht so viel aus.
      Und zudem wird die Kompensationsfähigkeit durch unterschiedlichste Dinge und Situationen belastet, so dass auch bei ein und derselben Person zu unterschiedlichen Zeiten im Leben unterschiedliche Dinge vielleicht noch möglich sind, oder nicht mehr. Oder lange Zeit schier völlig unerträglich oder unmachbar sind, aber in anderen Phasen des Lebens (und oder unter anderen Rahmenbedingungen(!)) dann durchaus bewältigbar.

      Es ist ein Spektrum, und auch innerhalb der Gruppe derer, die mit Asperger Syndrom diagnostiziert wurden gibt es viele Unterschiede, und auch unterschiedlich starke Einschränkungen und Belastungen. (Und wenn dann eventuell noch Komorbiditäten hinzukommen, können auch die Einschränkungen durch das Asperger Syndrom noch ausgeprägter werden, schon allein weil die Kompensationskapazitäten an irgendeinem Punkt erschöpft sind. )

      Es gibt ganz bestimmt auch Aspies, die auf dem Gymnasium das Abi mit 1,x gemacht haben. Und genauso gibt es auch Aspies, die die normale Regelschule einfach überhaupt nicht schaffen. Oft ist das sogar unabhängig von etwaigen Noten, sondern allein schon durch "soziale Situationen" dort.
      Dass es auch Alternativen zur Regelschule gibt (mMn noch zu wenige und zu schwierig erreichbar/zugänglich), oder Unterstützungen im Regelschul-Alltag, ist doch etwas sehr gutes.


      Nachtrag: Ich finde es einen guten und differenzierten Beitrag zum Thema AS, Schule und Schwierigkeiten. - Schade dass es den nur als Audio gibt. Text zum lesen fände ich besser.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mira ()

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      Mira schrieb:

      Nachtrag: Ich finde es einen guten und differenzierten Beitrag zum Thema AS, Schule und Schwierigkeiten. - Schade dass es den nur als Audio gibt. Text zum lesen fände ich besser.
      Ja, das finde ich auch.

      Wieso hast du die Lesefassung nicht gesehen? Die meisten Beiträge von Deutschlandfunk Kultur gibt es zum Lesen - den hier auch.

      "Ich habe mich mein Leben lang für einen ziemlich normalen Menschen gehalten."
      "Das ist eine gefährliche Einstellung."
      (Haruki Murakami, Die Ermordung des Commendatore, Band 2)
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      Vielen Dank!!

      Ich weiss nicht, wieso ich die Lesefassung nicht gesehen habe. Ausser, dass da keine war, nur das Ding zum Abspielen, und 2 Überschriften und 1 3/4 Zeilen Text.



      Edit: Vielleicht fällt es mir leichter, etwas zu finden, wenn ich weiss, dass es da ist.

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      Mira schrieb:

      Vielleicht fällt es mir leichter, etwas zu finden, wenn ich weiss, dass es da ist.
      Ha! Gut beobachtet!
      Meine Ma sagte oft: Du kannst gut suchen, aber nicht gut finden.

      Mira schrieb:

      Es gibt ganz bestimmt auch Aspies, die auf dem Gymnasium das Abi mit 1,x gemacht haben. Und genauso gibt es auch Aspies, die die normale Regelschule einfach überhaupt nicht schaffen. Oft ist das sogar unabhängig von etwaigen Noten, sondern allein schon durch "soziale Situationen" dort.
      ...und auch unabhängig von der eigentlich vorhandenen Intelligenz!
      Mark Twain: "Never argue with stupid people, they will only drag you down to their level and then beat you with experience."
      (Streite dich nie mit dummen Leuten; sie ziehen dich nur auf ihr Niveau herunter und schlagen dich dann mit ihrer Erfahrung.)
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      StarFan33 schrieb:

      Das ist ja mal totaler Quatsch, Personen mit dem Asperger Syndrom sind an Sekundarschulen oder Gymnasien überhaupt nicht fehl am Platze. Ich muss mich auch Tag für Tag ohne Hilfs oder Bezugspersonen durchkämpfen und mein Durchschnitt war nie schlechter als 3
      Ich finde das Thema Inklusion sehr schwierig und finde, da wird oft vieles in einen Topf geworfen.

      Bei rein körperlichen Behinderungen kann eine Inklusion sicher gut funktionieren, wenn bestimmte bauliche Barrieren beseitigt werden und es entsprechend technische Hilfsmittel gibt z.B. für hörbehinderte Menschen.

      Bei - ich nenne es jetzt einfach mal so - psychischen Einschränkungen empfinde ich Inklusion doch als sehr ambivalent. Der größte Vorteil der Regelschule ist IMO, dass man nicht mit einem Label wie "Sonderschule", "Förderschule", "Spezialschule" durchs Leben gehen muss, was für Bewerbungen o.ä. sicherlich förderlich ist. Auf der anderen Seite stehen die Nachteile: Mobbing (teils mit traumatischen Auswirkungen), Ausgrenzung, Verachtung, Sich-anders-Fühlen, Überforderung durch Reizüberflutung und im Falle einer impulsiven ADHS-Problematik auch Probleme mit Impulskontrolle (Lehrer und Kinder angreifen, Unterricht stören). Ich habe mir einige Berichte angesehen, wo die Schüler Schulbegleiter hatten, aber sich dadurch unselbstständig und von der Klasse ausgeschlossen gefühlt haben.

      Wie wäre es, in einer Klasse mit Menschen mit Entwicklungsstörungen zu sein? Würde man sich als nicht-NT-Kind akzeptierter fühlen, wäre das Mobbing geringer? Sind solche Schulklassen gut unterrichtbar, wie viele Lehrer braucht man dafür? Werden die sozialen Kompetenzen in einer Autistenschule ausreichend entwickelt?
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      seven_of_nine schrieb:

      Wie wäre es, in einer Klasse mit Menschen mit Entwicklungsstörungen zu sein? Würde man sich als nicht-NT-Kind akzeptierter fühlen, wäre das Mobbing geringer? Sind solche Schulklassen gut unterrichtbar, wie viele Lehrer braucht man dafür? Werden die sozialen Kompetenzen in einer Autistenschule ausreichend entwickelt?
      So manche Antworten auf deine Fragen lassen sich im Beitrag (Audio oder Text) finden.
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      Mira schrieb:

      seven_of_nine schrieb:

      Wie wäre es, in einer Klasse mit Menschen mit Entwicklungsstörungen zu sein? Würde man sich als nicht-NT-Kind akzeptierter fühlen, wäre das Mobbing geringer? Sind solche Schulklassen gut unterrichtbar, wie viele Lehrer braucht man dafür? Werden die sozialen Kompetenzen in einer Autistenschule ausreichend entwickelt?
      So manche Antworten auf deine Fragen lassen sich im Beitrag (Audio oder Text) finden.
      Oops, da hab ich wohl den Beitrag mit einem anderen verwechselt mit ähnlicher Thematik. Diesen hier hatte ich offenbar noch gar nicht gehört, danke für den Hinweis!

      Ich finde das Thema aber allgemein sehr spannend.