Was motiviert euch eure Freizeit zu planen?

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    • shunned nolifer schrieb:

      Die Sache ist, bei Dingen wo man gewinnen kann, habe ich meist nur Spaß wenn ich gewinne und meinen eigenen Anforderungen gerecht werde. Meine Anforderungen sind in der Regel perfektionistisch. Mit Ausnahme von Dingen die mir am Allerwertesten vorbeigehen.
      Das hatte ich auch mal. Sachen bei denen ich schlecht war habe ich deswegen nie gemocht, weil ich ja mit hoher Wahrscheinlichkeit schlecht sein/scheitern/verlieren würde. Und ich konnte nicht gut verlieren.

      Inzwischen hat sich das geändert, weil ich eine etwas andere Sichtweise auf viele Dinge entwickelt habe:
      Natürlich könnte ich mich ärgern, dass Person XY besser als ich ist oder in irgendeiner Form gegen mich gewonnen hat.
      Aber letztendlich gibt's auf der Welt eine Menge Leute, die noch besser als Person XY sind.
      Und im Endeffekt hat kaum etwas Tolles was irgendein Mensch macht einen besonderen Nutzen für die Gesellschaft. Jeder ist nur ein bedeutungsloses Wesen, das für einen winzigen Bruchteil der Existenz-Spanne eines bedeutungslosen Planeten in einem kleinen Sonnensystem am Rand einer von über 100 Mrd. Galaxien des Universums lebt :d .
      Letztlich hat meine Existenz nur eine Bedeutung: Nämlich für mich das Beste daraus zu machen :) . In erster Linie soll mir das Leben Spaß machen; fast alles andere ist zweitrangig. Da ist es Blödsinn, wenn ich mir das Leben unnötig schwer mache.
      Seit ich diese Einstellung habe ist mir ziemlich viel ziemlich egal, eher im positiven Sinne.

      shunned nolifer schrieb:

      So sehe ich das in etwa auch.
      Eine WG kommt für mich nur leider nicht wirklich in Frage. Abgesehen davon, dass mir diese Wohnform zu dicht wäre. Die Wahrscheinlichkeit enge Kontakte zu finden bei mir sehr gering, da bräuchte es schon eine Themen- oder Interessenvorgabe. Selbst dann ist es unwahrscheinlich. Ich musste feststellen, dass ähnliche Interessen weniger wiegen als ähnliche Ansichten. Auch benötige ich ein eigenes Badezimmer, was quasi nie gegeben ist.
      Es muss ja auch keine WG sein.
      Nur halte ich die Möglichkeit, Gleichgesinnte zu finden und dann gemeinsam mit ihnen in die Pampa zu ziehen nur dann für halbwegs realistisch, wenn man schon vorher sehr viel Kontakt hat. Und dafür dürfte eine WG ideal sein. Ansonsten dürften die meisten wohl nicht mitziehen.

      shunned nolifer schrieb:

      Soziale Medien fördern Leistungsdruck und Neid. Auch werden gesellschaftliche Kontakte um einiges ersetzbarer.
      Soziale Medien gehören zu den wenigen Dingen im Internet, mit denen ich überhaupt nix anfangen kann :d . Ich "schnüffle" da auch niemandem nach; es interessiert mich einfach nicht.

      shunned nolifer schrieb:

      Es erhöht auch die Anspruchshaltung zum anderen Geschlecht enorm und vermittelt, dass es doch überall lauter bessere Fänge gibt.
      Da hast du sicherlich Recht. Zu dem Thema kann ich jetzt nicht viel schreiben (bin asexuell), aber sowas Ähnliches habe ich schon oft gehört/gelesen.
    • shunned nolifer schrieb:

      Leseratte schrieb:

      Mich motiviert meine Neugier. Wenn es etwas Neues zu entdecken oder lernen gibt, bin ich dabei. Doof ist, dass ich Dank Internet mit youtube dazu kaum aus dem Haus gehen muss.
      Ein Knackpunkt daran ist auch, dass man auf die Weise schon vorher ohne direkten Kontakt Dinge aussondern kann, weil man weiß dass sie einen nicht ansprechen. Es fördert finde ich auch Langeweile, weil man dadurch schon mit soviel vertraut ist.
      Ja natürlich, direkter Kontakt ist so weder möglich noch nötig. Was mich aber nicht stört. Und Langeweile? Es gibt so viel zu entdecken, dass mir vermutlich die nächsten Jahrhunderte nicht langweilig werden würde.


      shunned nolifer schrieb:

      Eines weiß ich jedoch. Wenn es die Verknüpfung von sozialen Medien nicht gäbe, wäre ich um einiges glücklicher und viele andere Menschen wahrscheinlich auch. Diese sozialen Medien haben mir nicht einen nahestehenden sozialen Kontakt gebracht, aber sorgen dafür, dass ich vielmehr das Leben anderer beobachte und wahrnehme als mich um mein Leben zu kümmern. Auch erzeugt es einen enormen Popularitätsdruck und schmälert den Selbstwert erheblich. Viele Leute versuchen ihr Leben als glamourös darzustellen. Präsentieren sich scheinbar perfekt und hetzen von Ort zu Ort für eine augenblickliche Momentaufnahme nur um den Anschein zu erwecken, dass sie ach so viel erleben und voller Freude sind. Stets mit einem falschen Lächeln.
      Soziale Medien fördern Leistungsdruck und Neid. Auch werden gesellschaftliche Kontakte um einiges ersetzbarer. Es erhöht auch die Anspruchshaltung zum anderen Geschlecht enorm und vermittelt, dass es doch überall lauter bessere Fänge gibt.
      Das sehe ich genau so. Nur lasse ich mich davon nicht beeindrucken. Ich nutze FB zwar auch, poste selber aber relativ wenig, bzw. über mich gar nichts. Ich habe weder Interesse andere an meinem Leben teilhaben zu lassen, noch habe ich Lust dazu, mir ihr geschöntes Leben anzusehen.
      ~ What the fuck is real life and where can I download it? ~
    • Cloudactive schrieb:

      Mir hat es sehr geholfen, weil ich noch nicht wusste, wie man seine wahre Leidenschaft, sein wahres Interesse findet.
      Ich habe jeden danach gefragt in der realen Welt und keiner wusste eine zufriedenstellende Antwort, wenn überhaupt.
      Tut mir Leid, wenn es dir nicht weiter hilft.
      Das schwierigste an der Selbsthilfe ist finde ich nicht die Theorie. Diese erscheint mir offensichtlich, ist stark verallgemeinert, deshalb gerade auch so oberflächlich und wirkt auf mich häufig Wischiwaschi.
      Man kann den Inhalt aus dem Video, der für dich zufriedenstellend ist, bereits wissen, auch wenn man selbst nicht in der Lage ist eine eloquente Erläuterung zu schildern. Zugzwang erschwert es nochmals.
      Ich glaube nicht dass ich direkt eine zufriedenstellende Antwort auf viele Fragen nach dem Selbsthilfemodell hätte. Auch wenn ich dazu nicht stets in der Lage wäre und die Beispiele variieren, habe ich vom Grundprinzip in Sachen Selbsthilfe noch nichts neues gehört.
      Der Lösungsweg ist meiner Meinung nach am schwierigsten. Man kennt bereits das Ergebnis und weiß wo man ansetzen muss, dennoch tut sich häufig kein Lösungsweg auf, weil er zu schwierig oder abstrakt ist etc.
      Es muss dir nicht leidtun. Ich gehe generell nicht davon aus, dass mir jemand wirklich weiterhelfen kann. Falls es passiert, wäre ich sehr positiv überrascht. Ich muss mir aber eher selber weiterhelfen mich in die richtige Richtung zu bewegen und auf sehr viel Glück hoffen. Ein Änderung der Umwelt ist wohl leider eher unwahrscheinlich. Dass andere Personen oder Organisationen mich plötzlich mit proaktivem Handeln retten halte ich auch für ausgeschlossen.

      Cloudactive schrieb:

      Was verachtest du so sehr an den normalen Berufen?

      Was für ein Bedürfnis wird dir vorenthalten?
      Ich verachte nicht pauschal normale Berufe, wobei es dort auch einiges auszusetzen gibt. Die Bereicherung der Großkonzerne und einzelner Individuen. Die Gesellschaftsklassen grenzen teilweise schon an Kasten.
      Ich verachte es gezwungen zu sein langfristig Tätigkeiten auszuüben, die mich in keinster Weise erfüllen, hauptsächlich negative Emotionen hervorrufen und gefühlt mein gesamtes Leben einnehmen.

      Mir werden zu viele Bedürfnisse zum aufzählen vorenthalten. Einigen wären Teil einer Gemeinschaft zu sein, nicht gezwungen zu sein nach einem natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus zu leben, keine der Norm entsprechende Umwelt zu haben die frei nach der natürlichen Polung lebt, meinen Trieben nachgehen zu können, vor allem in sexueller Hinsicht, mich ungezwungen draußen aufhalten zu können, ich kann mich nicht entfalten, die natürliche Freiheit wird mir vorenthalten ich bin ein Gefangener des Systems und meiner eigenen Persönlichkeit die durch absurde Verhältnisse und Normen der modernen Welt krankhafte Maßstäbe angenommen hat, keinen Häuserwald weit und breit aufzufinden, nicht an den heutigen gesellschaftlichen Lebensstil und die Konventionen gebunden zu sein ohne enorme Nachteile zu erfahren, keiner niederen täglichen überlebenswichtigen Aufgabe nachgehen zu können ohne damit ein kompletter Sonderling oder absolute Unterschicht zu sein, um nur einige zu nennen

      65536 schrieb:

      Und im Endeffekt hat kaum etwas Tolles was irgendein Mensch macht einen besonderen Nutzen für die Gesellschaft. Jeder ist nur ein bedeutungsloses Wesen, das für einen winzigen Bruchteil der Existenz-Spanne eines bedeutungslosen Planeten in einem kleinen Sonnensystem am Rand einer von über 100 Mrd. Galaxien des Universums lebt .
      Letztlich hat meine Existenz nur eine Bedeutung: Nämlich für mich das Beste daraus zu machen . In erster Linie soll mir das Leben Spaß machen; fast alles andere ist zweitrangig. Da ist es Blödsinn, wenn ich mir das Leben unnötig schwer mache.
      Das ist eine gute Sichtweise. :d
      Für mich liegt der Lebenssinn auch in der Glückseligkeit. Gewinnen auf hohem Niveau macht mir Spaß, sowie der Weg dorthin. Ich mag gewisse Herausforderungen. Es ist also an sich fördernd. Mich macht es eher unglücklich wenn es nichts gibt wo ich wetteifern kann.

      65536 schrieb:

      Nur halte ich die Möglichkeit, Gleichgesinnte zu finden und dann gemeinsam mit ihnen in die Pampa zu ziehen nur dann für halbwegs realistisch, wenn man schon vorher sehr viel Kontakt hat. Und dafür dürfte eine WG ideal sein. Ansonsten dürften die meisten wohl nicht mitziehen.
      Ja, das ist eines der vielen schwer lösbaren Probleme. Die Selbsthilfe sagt man solle sich gleichgesinnte enge Kontakte suchen die einen bereichern. Dazu wird vielleicht noch erwähnt, dass man sich bei einem passenden Hobby, Verein, Facebookgruppe, Studium, Gruppenreise oder Beruf umschauen sollte. Diese Dinge sind finde ich offensichtlich. Es wird schwer wenn nichts passendes vorhanden oder bereits gescheitert ist.

      Leseratte schrieb:

      Das sehe ich genau so. Nur lasse ich mich davon nicht beeindrucken. Ich nutze FB zwar auch, poste selber aber relativ wenig, bzw. über mich gar nichts. Ich habe weder Interesse andere an meinem Leben teilhaben zu lassen, noch habe ich Lust dazu, mir ihr geschöntes Leben anzusehen.
      Das ist auch besser so. Ich beschäftige mich halt am meisten mit youtube, twitch und twitter. Früher habe ich die Veränderungen meiner "Freunde" auf Facebook beobachtet.
      -So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.

      -Fear and desire hold the power to disrupt one's rhythm. Desire clouds one's vision, while fear stills one's step.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von shunned nolifer ()

    • Wir Aspies haben schon eine starke Tendenz, zu allem und jedem ein Gegenargument zu haben... nicht, dass ich mich da selbst ausnehmen möchte, ich bin in meinen Threads ja ganz genauso.

      Hast du dich nach anderen Sportarten umgeschaut? Hast du dich nach Möglichkeiten umgeschaut, rein "spielerisch" Fußball zu spielen ohne Wettbewerbsgedanken, mit dem sozialen Aspekt im Vordergrund? Es gibt ja z.B. so Nachbarschafts-Apps oder Spontacts, wo man Leute für gemeinsame Interessen finden kann. Als Student auch Unisport. Oder es finden sich hier im Forum Leute, die mit dir ein bisschen kicken würden. Ich halte das Problem nicht für unlösbar.
    • shunned nolifer schrieb:

      Mir werden zu viele Bedürfnisse zum aufzählen vorenthalten. Einigen wären Teil einer Gemeinschaft zu sein, nicht gezwungen zu sein nach einem natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus zu leben, keine der Norm entsprechende Umwelt zu haben die frei nach der natürlichen Polung lebt, meinen Trieben nachgehen zu können, vor allem in sexueller Hinsicht, mich ungezwungen draußen aufhalten zu können, ich kann mich nicht entfalten, die natürliche Freiheit wird mir vorenthalten ich bin ein Gefangener des Systems und meiner eigenen Persönlichkeit die durch absurde Verhältnisse und Normen der modernen Welt krankhafte Maßstäbe angenommen hat, keinen Häuserwald weit und breit aufzufinden, nicht an den heutigen gesellschaftlichen Lebensstil und die Konventionen gebunden zu sein ohne enorme Nachteile zu erfahren, keiner niederen täglichen überlebenswichtigen Aufgabe nachgehen zu können ohne damit ein kompletter Sonderling oder absolute Unterschicht zu sein, um nur einige zu nennen
      Das erinnert mich ein wenig an so Ökodörfer oder generell Aussteiger-Gemeinschaften auf der ganzen Welt. Hast du dich mit sowas schon mal beschäftigt?
    • seven_of_nine schrieb:

      Das erinnert mich ein wenig an so Ökodörfer oder generell Aussteiger-Gemeinschaften auf der ganzen Welt. Hast du dich mit sowas schon mal beschäftigt?
      Ja, ich habe es in betracht gezogen und danach recherchiert. Mein Geist ist nur leider bereits unwiderruflich geprägt und dadurch ruiniert "die natürliche Freiheit wird mir vorenthalten ich bin ein Gefangener des Systems und meiner eigenen Persönlichkeit die durch absurde Verhältnisse und Normen der modernen Welt krankhafte Maßstäbe angenommen hat". Ich bin mir recht sicher, dass unter natürlicheren Bedingungen bei mir auch kaum Zwänge entstanden wären. Ich kann nicht mehr so einfach in die Prämoderne ziehen mit der Form, die mein Geist angenommen hat, besonders wenn ich weiß dass es dort draußen eine futuristische Zivilisation gibt. Ich habe ja auch extra erwähnt, dass es für mich noch schlimmer wird, wenn nur eine winzige Randgruppe so einen Lebensstil führt.
      -"keine der Norm entsprechende Umwelt zu haben die frei nach der natürlichen Polung lebt"
      - "keiner niederen täglichen überlebenswichtigen Aufgabe nachgehen zu können ohne damit ein kompletter Sonderling oder absolute Unterschicht zu sein"
      Auch ist wie schon erwähnt, die gesamte Umwelt nach den gesellschaftlichen Konventionen gestaltet. Das verhindert, dass sich genug Leute solch alternative Gemeinschaft anschließen. Die Menschen sind den Lebensstil und Luxus der Gesellschaft auch bereits gewöhnt und die Gesellschaft steht der Freiheit solcher alternativen Gemeinschaften zusätzlich noch im Weg.
      Ein großes Problem für mich ist z.B. auch, dass der gesamte Sinn von den alltäglichen Bemühungen sein "Überleben" zu sichern keinen wirklichen Sinn mehr hat. Weil es geht nicht mehr wahrhaftig ums Überleben. Das Gefühl der Sinnlosigkeit ist der größte Feind vom Seelenfrieden.

      Die Ökodörfer und Kommunen, die ich bisher so gesehen habe waren alle mehr als bescheiden und ganz und gar nicht ansprechend. Es müsste schon eine größere Gemeinschaft sein. Aussteiger-Gemeinschaften wären da doch eher attraktiver denke ich. Die Personen, die ich bisher so gesehen habe, waren aber weniger eine Gemeinschaft, als vielleicht ein Paar einzelne Personen die sich zufällig begegnet sind, aus dem selben Ursprungsland kommen und ins selbe Land ausgestiegen sind. Diese Aussteiger hatten entweder schon guten Grundbesitz vor Ort und waren Minimalisten, haben Rente bezogen und/oder ein Geschäft betrieben oder ihr Leben mit einem blog, per youtube, mit Reiseguides etc. finanziert. Letztere waren jedoch meist allein oder sind mit meist nur einer anderen Person zusammen ausgestiegen. Die letzten Betätigungen wären die einzige von den genannten, die ich mir vorstellen könnte. Von einer größeren Aussteigergemeinde habe ich noch nichts gehört. Auch da müsste man erstmal schauen ob es passt. Die meisten Aussteiger die ich gesehen habe sind nach Südostasien gegangen. Ein paar nach Hawaii, Alaska, Portugal oder auf spanische Inseln. Eigenständig Strukturen zu kreieren, die den eigenen Anforderungen gerecht werden ist ein enormes Erschwernis und scheint mir mit meinen Mitteln unrealistisch, dazu bin ich nicht motiviert genug. Ich brauche bei vielen Sachen einfach schon das gemachte Nest. Man ist ja auch eher ein Angestellter einer Firma anstatt eine zu gründen. Besonders wenn es um große Maßstäbe geht.
      -So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.

      -Fear and desire hold the power to disrupt one's rhythm. Desire clouds one's vision, while fear stills one's step.
    • shunned nolifer schrieb:

      Ich gehe generell nicht davon aus, dass mir jemand wirklich weiterhelfen kann. Falls es passiert, wäre ich sehr positiv überrascht. Ich muss mir aber eher selber weiterhelfen mich in die richtige Richtung zu bewegen und auf sehr viel Glück hoffen. Ein Änderung der Umwelt ist wohl leider eher unwahrscheinlich. Dass andere Personen oder Organisationen mich plötzlich mit proaktivem Handeln retten halte ich auch für ausgeschlossen.
      Ich verachte nicht pauschal normale Berufe, wobei es dort auch einiges auszusetzen gibt. Die Bereicherung der Großkonzerne und einzelner Individuen. Die Gesellschaftsklassen grenzen teilweise schon an Kasten.
      Ich verachte es gezwungen zu sein langfristig Tätigkeiten auszuüben, die mich in keinster Weise erfüllen, hauptsächlich negative Emotionen hervorrufen und gefühlt mein gesamtes Leben einnehmen.

      Mir werden zu viele Bedürfnisse zum aufzählen vorenthalten. Einigen wären Teil einer Gemeinschaft zu sein, nicht gezwungen zu sein nach einem natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus zu leben, keine der Norm entsprechende Umwelt zu haben die frei nach der natürlichen Polung lebt, meinen Trieben nachgehen zu können, vor allem in sexueller Hinsicht, mich ungezwungen draußen aufhalten zu können, ich kann mich nicht entfalten, die natürliche Freiheit wird mir vorenthalten ich bin ein Gefangener des Systems und meiner eigenen Persönlichkeit die durch absurde Verhältnisse und Normen der modernen Welt krankhafte Maßstäbe angenommen hat, keinen Häuserwald weit und breit aufzufinden, nicht an den heutigen gesellschaftlichen Lebensstil und die Konventionen gebunden zu sein ohne enorme Nachteile zu erfahren, keiner niederen täglichen überlebenswichtigen Aufgabe nachgehen zu können ohne damit ein kompletter Sonderling oder absolute Unterschicht zu sein, um nur einige zu nennen
      Kann es sein, dass du dich für etwas Besseres als "normale" Menschen siehst?
      Kann es sein, dass dir keiner helfen kann, weil keiner die Probleme versteht, die du hast?
      Kann es sein, dass du dich nicht unterdrücken lassen willst, du also etwas gegen Autoritäten hast?
      Kann es sein, dass du keine der normalen Tätigkeiten ausüben willst, weil sie dir keine große Anerkennung bieten oder auch nichts weltbewegendes sind?
      Kann es sein, dass dein tiefes Bedürfnis ist, die Welt zu verändern, etwas zu tun, was einen "Impact" hat?

      Kann es sein, dass du dich durch Regeln und soziale Normen eingeengt fühlst und du es lieber hättest, wenn man sich nach deinen Regeln und Prinzipien richtet?
      Kann es sein, dass du nicht "in der Masse untergehen willst"?
      Kann es sein, dass du einen großen Stellenwert in der Gesellschaft haben möchtest, ohne viel dafür tun zu müssen bzw. dass du deinen Interessen nachgehen kannst, ohne dass du dabei deine Position auf's Spiel setzen musst?

      Ich denke, du erwartest ein wenig zu viel von der modernen Gesellschaft.
      Du strebst nach einer Utopie und resignierst nach der Erkenntnis, sie wäre unerreichbar.
      Du machst dich im Endeffekt selbst unglücklich durch deine Maßstäbe, die dieser Erkenntnis erst den Nährboden liefern.

      Wer sagt, dass du nicht auch glücklich und frei sein kannst ohne diese Utopie?
      Philosophisch formuliert haben wir nun mal diesen Gesellschaftsvertrag unterschrieben, der Staat bietet uns Schutz. (Sollte er zumindest, macht er weitgehend)
      Für diesen Schutz, haben wir unsere Freiheit, tun und lassen zu können, was wir wollen, aufgegeben, indem wir unsere Freiheit durch die Freiheit eines jeden anderen einschränken lassen.
      Du willst diesen Schutz und die Vorteile, die der Staat mit sich bringt trotzdem haben, auch wenn du deine Freiheit nicht aufgibst?
      Ist das nicht ein wenig arrogant den anderen Volksmitgliedern gegenüber?
      Mussten sie denn nicht auch ihre Freiheit einschränken lassen?

      (Verstehe mich nicht falsch, ich kann Persönliches und Sachliches voneinander trennen und manche Sachen treibe ich auf die Spitze, um die Quintessenz hervorzuheben.
      Mir ist es relativ egal, was du tust und denkst, solange es nicht meine Freiheit einschränkt oder droht, sie einzuschränken. Ja, und Freiheit ist ein sehr weitreichendes Wort, also nimm es nicht persönlich, sondern siehe es als Möglichkeit eines Austausches, für den sich die meisten Leute zu schade wären, weil sie es nicht könnten, oder wollten.)

      Also, wie wäre es einfach, wenn du um deine Bedürfnisse kämpfst?
      Wenn du weniger Häuser in deiner Nähe haben möchtest, ziehe doch in den Wald, bei @Kraehe soll es funktioniert haben.
      Wenn du eine Gesellschaft haben möchtest, in der keine Kasten vorhanden sind, dann gründe eine, gründe eine Partei.
      Leider bezweifle ich, dass die Menschen schon die nötige Reife mitbringen, um es mit Marx' Worten zu sagen, dass sie die bisherigen Vorstellungen überwinden könnten.
      Arbeitsteilung macht diese Form der Gesellschaft einfach notwendig.
      Deine Schilderungen klingen übrigens ziemlich nach der Utopie Kommunismus nach Marx und Engels.

      Zusammenfassend:
      Du kannst nicht beides gleichzeitig haben.
      Entweder Gesellschaft mit den Vor- und Nachteilen oder Nicht-Gesellschaft mit den Vor- und Nachteilen.

      Davon abgesehen, scheint mir dein Problem ein tiefer liegendes zu sein:
      Deine Einstellung gegenüber dir selbst und der Welt.
      >>Die sittliche Freiheit macht allein den Menschen erst in Wahrheit zum Herrn über sich selbst; denn der Trieb der bloßen Begierde ist Sklaverei und der Gehorsam gegen das Gesetz, das man sich selber vorgeschrieben hat, ist Freiheit.<<

      Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778), Genfer Schriftsteller, Philosoph und Pädagoge; wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Cloudactive () aus folgendem Grund: besseres Wort edit

    • Cloudactive schrieb:

      Kann es sein, dass du dich für etwas Besseres als "normale" Menschen siehst?
      Kann es sein, dass dir keiner helfen kann, weil keiner die Probleme versteht, die du hast?
      Kann es sein, dass du dich nicht unterdrücken lassen willst, du also etwas gegen Autoritäten hast?
      All diese Dinge sollte man nicht pauschalisieren.
      -Wenn wir davon sprechen ob ich mir einen größeren Lebenswert zuspreche und mich in dieser Hinsicht für etwas besseres halte, dann verneine ich das absolut. Ich bin überzeugt davon, dass jedes Lebewesen den selben Lebenswert hat. Dieser Lebenswert reduziert sich nur bei radikalem unethischem Verhalten.
      Wenn wir davon sprechen ob ich mich in gewissen Tätigkeiten für etwas Besseres halte, dann bejahe ich das. Ich schreibe explizit "gewisse Tätigkeiten", denn solange man nicht Chuck Norris heißt, kann man es nicht pauschalisieren.
      Ich bin in vielen Dingen zu einem bestimmten Grad schlechter als "normale Menschen" und in vielen Dingen zu einem bestimmten Grad besser als "normale Menschen".

      -Es geht hier weniger um das Verstehen, als vielmehr darum eine klare Lösung zu haben. Ich bin mir sicher, dass viele Leute meine Probleme verstehen, doch können sie mir eine absolute Lösung bieten?

      -Hier kommt es auch auf den Rahmen und die Umstände an. Unterdrücken ist schon ein starkes Wort. Ich möchte sicherlich nicht unterdrückt werden, aber mit Autoritäten komme ich unter richtigen Umständen klar.
      Sagen wir ich bin Teil eines Teams bin bei dem es ums Gewinnen geht. Ich komme ohne Probleme damit klar nicht der Kapitän oder Anführer zu sein. Solange er seine Position nicht missbraucht und seine Sache gut macht ist es alles kein Problem. In wetteifernden Umständen ist es für mich auch kein Problem sehr hart rangenommen zu werden. Das muss natürlich alles fair ablaufen und einen guten Grund haben. Wird man lediglich hart rangenommen um gepeinigt zu werden, dann hat es keinen Sinn. Ist es aber der Weg zur Verbesserung und dem Erfolg, dann ist es ein guter Sinn. Unter der Voraussetzung dass es Leuten frei steht bei dem wetteifern mitzumachen. Falls man gezwungen wird mitzumachen, wie z.B. beim Wehrdienst, dann ist es wieder eine andere Sache.
      Wenn Autoritäten ihre Macht missbrauchen, es keinen triftigen Grund gibt, dass sie überhaupt autoritär sind und es nicht gerecht abläuft, dann habe ich ein Problem damit. Letztendlich sollte man sich menschlich auf Augenhöhe begegnen.

      Cloudactive schrieb:

      Kann es sein, dass du keine der normalen Tätigkeiten ausüben willst, weil sie dir keine große Anerkennung bieten oder auch nichts weltbewegendes sind?
      Anerkennung ist schön und gut. In dem Rahmen in dem ich mich bewege möchte ich schon verdiente Anerkennung erhalten. Mir geht es aber nicht darum im Rampenlicht zu stehen. Damit habe ich sogar eher Probleme und möchte es vermeiden. Ob Tätigkeiten normal oder nicht normal sind ist mir relativ egal. Es geht mir nur darum, dass ich mich mit der Tätigkeit wohlfühle. Es wäre also sogar förderlich, wenn diese Tätigkeiten normal wären. Sie wären somit zugänglich und dann wäre ich gar nicht in meiner jetzigen Misere.
      Wer würde nicht gern etwas weltbewegendes leisten, was den eigenen Vorstellungen entspricht? Hätte ich in dem Bezug einen Wunsch frei, dann würde ich ihn sicherlich nicht ausschlagen.
      Es ist jedoch nicht einmal ansatzweise ein Ziel von mir, weder eine Bedingung für eine Tätigkeit die ich ausüben möchte.

      Cloudactive schrieb:

      Kann es sein, dass dein tiefes Bedürfnis ist, die Welt zu verändern, etwas zu tun, was einen "Impact" hat?
      Ein Bedürfnis die Welt zu verändern ist vorhanden. Das ist bei den meisten Menschen der Fall würde ich sagen.
      Mein Bedürfnis die Welt zu verändern ist allerdings nicht aktiv. Ich bin nicht ohne Grund ein Misanthrop und unpolitisch. Ich habe die Menschheit aufgegeben. Ich sehe keine Hoffnung für die Menschheit. Die Geschichte wiederholt sich immer und immer wieder. Auch wenn sich die Umwelt verändert, die Natur des Menschen bleibt bestehen. Hätte ich Hoffnung in die Menschheit, dann könnte ich es mir durchaus vorstellen mich politisch oder juristisch zu engagieren und einen Beruf in dem Zweig auszuüben. Es führt aber zu nichts. Das einzige was man tun kann ist Schadensbegrenzung betreiben. Nachhaltigkeit bleibt einem auch verwehrt.
      Ich habe schon einmal geschrieben, dass die einzige eventuelle Hoffnung die ich sehe Genmanipulation oder KI ist.

      Wenn ich in einem Bereich oder einer Sache, die mich interessiert und welcher ich leidenschaftlich nachgehe, durch mein Handeln eine Wirkung erziele, dann wäre es für mich etwas positives, eine gute Resonanz.
      Aber auch in diesem Fall ist ein großer Impact nicht das was ich anstrebe. Ich lege mehr Wert darauf wenn man sich auf etwas spezialisiert und es wirklich meistert. So spricht man viel eher eine Nische als die Masse an.
      Der Impact und die Popularität fallen so natürlich geringer aus, aber es besteht eine größere Chance diese Nische enorm zu bereichern.
      Dem bin ich nicht abgeneigt und es ist was ich präferiere. Es ist aber auch nicht mein Hauptziel. Für mich spielt es nicht wirklich eine Rolle ob ich Ruhm erhalte oder nicht. Ich kann auch einer von vielen unbekannten sein. Eine Person die mit vielen anderen an einem Projekt arbeitet. Auch wenn das Projekt erfolgreich wird, erhält häufig nur ein Bruchteil der Beteiligten Ruhm.

      Cloudactive schrieb:

      Kann es sein, dass du dich durch Regeln und soziale Normen eingeengt fühlst und du es lieber hättest, wenn man sich nach deinen Regeln und Prinzipien richtet?
      Ich fühle mich eingeengt. Es kommt auf die jeweiligen Regeln und Normen an. Würde sich die Welt nach meinen Regeln und Prinzipien richten, dann wäre sie jedenfalls ein weitaus besserer Ort. Nicht alle Regeln sind schlecht. Einige würde ich wahrscheinlich beibehalten und manche nur etwas verändern. Ich nehme mir nicht heraus die einzige Person zu sein die dazu in der Lage ist. Wenn die Welt nach den Regeln und Prinzipien einer einzigen integeren, gerechten und gutmütigen Person leben würde, dann ist wäre das Resultat zwangsläufig besser. Es wäre aber eh nur kurzfristig, wenn überhaupt. Wie gesagt, ich habe keine Hoffnung in die Menschheit. Man kann solche Massen unter zivilen Umständen nicht managen.

      Cloudactive schrieb:

      Kann es sein, dass du nicht "in der Masse untergehen willst"?
      Jede Person sollte als Individuum wahrgenommen werden und Aufmerksamkeit widerfahren.

      Cloudactive schrieb:

      Kann es sein, dass du einen großen Stellenwert in der Gesellschaft haben möchtest, ohne viel dafür tun zu müssen bzw. dass du deinen Interessen nachgehen kannst, ohne dass du dabei deine Position auf's Spiel setzen musst?
      Das ist durch viele bereits geschriebene Dinge schon beantwortet. Ein hoher Stellenwert ist schön und gut. Klar wäre ich lieber ein Lionel Messi statt einer Person unter dem Radar sein. Das trifft aber auch nicht auf alle Umstände zu. Ich wäre z.B. lieber ein kleinerer Indiemusiker als ein Popstar. An sich will ich überhaupt kein Musiker sein, es dient nur dem Beispiel. Ich wäre aber auch glücklich damit in einer niedrigeren Liga zu spielen und unbekannt zu sein. Ich müsste auch keine Joanne K. Rowling mit weltweitem Ruhm und Millionen auf dem Konto. Solange es eine Karriere/Tätigkeit ist mit der ich glücklich bin, meinen Lebensunterhalt nachhaltig finanzieren kann und den Ansprüchen der Gesellschaft gerecht werde.
      Ich habe auch bereits geschrieben, dass ich häufig eine alles oder nichts Mentalität habe und mich komplett hingebe. Dementsprechend bin ich mehr als bereit etwas zu tun. Ich tue dann sogar viel zu viel. Das wäre die "alles" Variante. Bei der "nichts" Variante passiert natürlich auch nichts. Dinge für die ich eine Leidenschaft hege und die Möglichkeit habe aktiv zu werden resultieren meistens in der "alles" Variante.

      Was für eine Position? Ich habe keine Position.

      Cloudactive schrieb:

      Wer sagt, dass du nicht auch glücklich und frei sein kannst ohne diese Utopie?
      Ich sage nicht, dass ich nicht auch ohne diese Utopie glücklich sein kann. Nicht ohne Grund sehe ich den Lebenssinn in der individuellen Glückseligkeit. Das habe ich in diesem Beitrag auch schon geschrieben.
      Wenn ich meinen eigenen kleinen Rahmen hätte mit dem ich zufrieden bin und eine Zugehörigkeit empfinde, dann wäre ich höchstwahrscheinlich glücklich. Ich habe aber bereits geschrieben, dass es keinen realistischen oder staatlich anerkannten Weg zu Tätigkeiten gibt, die mich glücklich machen. Es ist nur durch viele Umwege, sehr viel Eigeninitiative und Glück erreichbar. Der Aufwand kombiniert mit dem Risiko es nicht zu erreichen und keiner Absicherung führt mich zur Resignation. Wer will schon etliche Jahre investieren um am Ende wieder komplett ohne alles dazustehen, mit nichts in der Hand was einen irgendwie weiterbringt. Ein riesiges Problem ist auch die Form von Aufwand den man betreiben muss um die Dinge zu erreichen, die ich mir vorstellen kann. Den Aufwand, den man betreiben muss ist von spontaner und extrovertierter Natur. Man muss ein Macher sein. Ich bin eher ein Theoretiker, Grübler und Denker. Das lässt sich schwer ändern, da es meine Persönlichkeit ist. Meine sehr angeschlagene mentale Konstitution hemmt mich noch dazu.
      Wenn es nach mir ginge würde ich mir wünschen an einer Sache Erfüllung zu empfinden, zu der es einen direkten Weg gibt. Das man ein solchen Interesse z.B. an Informatik hat ist ein Privileg, was mir verwehrt bleibt. Besser gesagt, der offizielle Weg, den man mit z.B. diesem Interesse einschlagen kann ist das Privileg, nicht das Interesse selbst.
      Ich habe für viele Dinge versucht ein nötiges Interesse zu wecken und mich soweit nach Alternativen erkundigt wie nur irgend möglich. Bisher nur ohne Erfolg. Ich habe häufig über Kompromisse nachgedacht. Etwas auszuüben was mich begrenzt interessiert. Langfristig ertrage ich eine solche Situation jedoch nicht. Sie bringt mich an den Rande der Erschöpfung und führt zum Scheitern.

      Cloudactive schrieb:

      Du willst diesen Schutz und die Vorteile, die der Staat mit sich bringt trotzdem haben, auch wenn du deine Freiheit nicht aufgibst?
      Mir wäre es lieber in einer Welt zu leben in der sich jede Gemeinschaft selbst Schutz bieten muss und man wirklich gemeinsam an dem tägliche, wöchentliche oder monatliche Überleben arbeiten muss. Ich spreche von kleinen Maßstäben. Keine Königreiche, Länder oder sonstiges. Eher von jeweils einem Stamm, Dorf oder Stadt.
      Ich würde viel lieber in einer ausgeglicheneren Welt aufwachsen in der Menschen natürliche Feinde hätten und nicht nur sich selbst. So wie bei den Tieren. Unsere Spezies ist viel zu dominant. youtube.com/watch?v=ImYu9dJM4kQ
      Wenn die durchschnittliche Lebensdauer unter diesen Umständen beispielsweise nur 30 wäre, dann ist das eben so. Wenn ich mein bisheriges Leben betrachte, dann würde ich es bevorzugen überhaupt nicht geboren worden zu sein. Und ich habe hier schon einmal einen Thread gesehen in dem es überraschend vielen Autisten so geht. Überhaupt, die Werte von etwas wie Depression und Suizid in der heutige Gesellschaft sind absurd hoch. So etwas würde unter einfacheren Umständen niemals passieren. Menschen die bereits 20 Jahre auf der Welt verbracht haben, haben häufig das Gefühl ihr Leben habe noch gar nicht begonnen. Das liegt an dem System und den Konventionen. Es ist doch absurd einen so großen Anteil von seinem Leben zu verschwenden. Genügend Menschen sterben in oder vor diesem alter mit dem Gefühl noch gar nicht gelebt zu haben. Für viele Tiere wäre es bereits ein mehr als stattliches Alter und unsere Gesellschaft drängt dazu diese Jahre "wegzuwerfen".

      Cloudactive schrieb:

      Ist das nicht ein wenig arrogant den anderen Volksmitgliedern gegenüber?
      Mussten sie denn nicht auch ihre Freiheit einschränken lassen?
      Habe ich jemals gesagt, dass ich die einzige Person sei, deren Freiheit eingeschränkt ist? Und du regst dich darüber auf wenn jemand dir etwas in den Mund legen will oder falsch interpretiert. Dass es als Frage formuliert ist macht es nicht besser. Einige der erfragten Dinge sind komplett abwegig anhand dem was ich allein in diesem Beitrag bereits geschrieben habe oder du bereits aus privaten Konversationen von mir weißt. Ob du alles was ich in diesem Beitrag geschrieben habe gelesen hast weiß ich nicht.

      Cloudactive schrieb:

      (Verstehe mich nicht falsch, ich kann Persönliches und Sachliches voneinander trennen und manche Sachen treibe ich auf die Spitze, um die Quintessenz hervorzuheben.
      Mir ist es relativ egal, was du tust und denkst, solange es nicht meine Freiheit einschränkt oder droht, sie einzuschränken. Ja, und Freiheit ist ein sehr weitreichendes Wort, also nimm es nicht persönlich, sondern siehe es als Möglichkeit eines Austausches, für den sich die meisten Leute zu schade wären, weil sie es nicht könnten, oder wollten.)
      Schön dass du es auf die Spitze treiben möchtest. Nichtsdestotrotz nehme ich einige der bisherigen Äußerungen als Sticheleien und Provokation wahr. Ich will es nur mal erwähnt haben. Auch wenn es nicht deine Intention ist, diese Wirkung erzielt es bei mir. Die Fragen folgen eher einem negativ angehauchtem Muster, entsprechen mir nicht und viele waren, wie eben gesagt, abwegig anhand der bereits preisgegebenen Info.

      Zu dieser Aussage "Mir ist es relativ egal, was du tust und denkst, solange es nicht meine Freiheit einschränkt oder droht, sie einzuschränken." könnte auch folgend Aussage geäußert werden "Ist das nicht ein wenig arrogant den anderen Volksmitgliedern gegenüber?". Was wäre wenn ich alle außer dich und deine unmittelbaren Kontakte einschränke? :-p

      Cloudactive schrieb:

      Also, wie wäre es einfach, wenn du um deine Bedürfnisse kämpfst?
      Wenn du weniger Häuser in deiner Nähe haben möchtest, ziehe doch in den Wald, bei @Kraehe soll es funktioniert haben.
      Wenn du eine Gesellschaft haben möchtest, in der keine Kasten vorhanden sind, dann gründe eine, gründe eine Partei.
      Die Punkte kamen in diesem Beitrag schon in etwa vor. Also ich habe mich dazu schon geäußert.

      Cloudactive schrieb:

      Deine Schilderungen klingen übrigens ziemlich nach der Utopie Kommunismus nach Marx und Engels.
      Das kann gut sein. Es gibt ja viele Formen von Kommunismus. Wenn man es schafft eine gute Variante vom Kommunismus oder etwas was daran anlehnt zu etablieren, dann wäre es auf jeden Fall besser als alle momentanen Regierungssystem. Bisher hat es nur keinen guten Ausgang genommen oder wurde komplett falsch etabliert. Es wird von vielen als Katastrophe wahrgenommen. Über das Thema weiß ich allerdings nicht allzu viel.

      Cloudactive schrieb:

      Deine Einstellung gegenüber dir selbst und der Welt.
      Meine Persönlichkeit steht mir auf jeden Fall im Weg. Könnte eine andere Person ihren gesunden Geist in meinen Körper übertragen, dann wäre sie höchstwahrscheinlich in der Lage ein zufriedenstellendes oder glückliches Leben zu leben.
      -So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.

      -Fear and desire hold the power to disrupt one's rhythm. Desire clouds one's vision, while fear stills one's step.
    • Kraehe schrieb:

      Was auf jeden Fall ein guter Grund dafür ist, sich weiterhin nicht zu bewegen, denn es hat ja eh keinen Sinn.
      :lol:


      Ah, da bist du ja wieder, willkommen zurück.
      -So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.

      -Fear and desire hold the power to disrupt one's rhythm. Desire clouds one's vision, while fear stills one's step.
    • shunned nolifer schrieb:

      Ich habe aber bereits geschrieben, dass es keinen realistischen oder staatlich anerkannten Weg zu Tätigkeiten gibt, die mich glücklich machen. Es ist nur durch viele Umwege, sehr viel Eigeninitiative und Glück erreichbar. Der Aufwand kombiniert mit dem Risiko es nicht zu erreichen und keiner Absicherung führt mich zur Resignation. Wer will schon etliche Jahre investieren um am Ende wieder komplett ohne alles dazustehen, mit nichts in der Hand was einen irgendwie weiterbringt. Ein riesiges Problem ist auch die Form von Aufwand den man betreiben muss um die Dinge zu erreichen, die ich mir vorstellen kann. Den Aufwand, den man betreiben muss ist von spontaner und extrovertierter Natur. Man muss ein Macher sein. Ich bin eher ein Theoretiker, Grübler und Denker. Das lässt sich schwer ändern, da es meine Persönlichkeit ist. Meine sehr angeschlagene mentale Konstitution hemmt mich noch dazu.
      Wenn es nach mir ginge würde ich mir wünschen an einer Sache Erfüllung zu empfinden, zu der es einen direkten Weg gibt. Das man ein solchen Interesse z.B. an Informatik hat ist ein Privileg, was mir verwehrt bleibt. Besser gesagt, der offizielle Weg, den man mit z.B. diesem Interesse einschlagen kann ist das Privileg, nicht das Interesse selbst.
      Versuch es doch trotzdem?
      Du scheinst Angst vor dem Scheitern zu haben, aber das ist nicht sicher.
      Vielleicht erreichst du dein Ziel ja? Würde dich das glücklich machen?

      Du willst "auf Nummer sicher gehen" (RW) und gibst auf, verweigerst gerade zu das Handeln, weil dein Ziel keinen sicheren Weg hat.
      Aber das Leben ist nun mal ein großes Risiko, dich könnte jederzeit ein Herzinfarkt treffen, Krebs, etwas könnte dich auf der Straße erschlagen etc.
      Wie du unten weiter schreibst, suchst du Herausforderungen und "natürliche Feinde".
      Bitte, da hast du doch deine Herausforderung! :)
      Du musst sie nur noch annehmen.

      shunned nolifer schrieb:

      Ich würde viel lieber in einer ausgeglicheneren Welt aufwachsen in der Menschen natürliche Feinde hätten und nicht nur sich selbst. So wie bei den Tieren.
      Du suchst nicht nur Herausforderungen, sondern den sogenannten "thrill".^^
      Den kriegst du ja, wenn du Risiken eingehst oder etwas Gefährliches machst, wie dich unsicher auf deinen Berufsweg zu begeben.

      shunned nolifer schrieb:

      Was für eine Position? Ich habe keine Position.
      Das war hypothetisch gesprochen, bezogen auf die Utopie.
      Mein Anfang bestand aus Fragen.
      Diese Fragen konnten mit Nein oder Ja beantwortet werden, das lag und liegt bei dir.
      Ich kann natürlich falsch liegen, es waren Fragen und ich bewege mich hier auch zugegeben auf dünnem Eis, weil man nicht auf Anhieb die richtigen Tatsachen und darauf folgend Schlussfolgerungen herausfindet, wenn man nicht gerade hell sieht.
      Wie gesagt, manche sind sich zu schade für sowas, weil es eben als Provokation aufgefasst werden kann, obwohl es dazu dient, eine Lösung zu finden, ohne PC als Hemmnis ertragen zu müssen.
      PC nervt mich nämlich und wenn man einen Raum schafft, mit den Rahmenbedingungen, dass Vorgetragenes eben nicht persönlich sein soll, dann sollte es auch nicht die sonstigen negativen Konsequenzen davon tragen. Ich kann es auch lassen, liegt bei dir. Es diente als Resonanzbecken. Die Schwingungen hängen von dir ab, sowohl inhaltlich als auch existentiell.

      shunned nolifer schrieb:

      Wenn die durchschnittliche Lebensdauer unter diesen Umständen beispielsweise nur 30 wäre, dann ist das eben so. Wenn ich mein bisheriges Leben betrachte, dann würde ich es bevorzugen überhaupt nicht geboren worden zu sein. Und ich habe hier schon einmal einen Thread gesehen in dem es überraschend vielen Autisten so geht. Überhaupt, die Werte von etwas wie Depression und Suizid in der heutige Gesellschaft sind absurd hoch. So etwas würde unter einfacheren Umständen niemals passieren. Menschen die bereits 20 Jahre auf der Welt verbracht haben, haben häufig das Gefühl ihr Leben habe noch gar nicht begonnen. Das liegt an dem System und den Konventionen. Es ist doch absurd einen so großen Anteil von seinem Leben zu verschwenden. Genügend Menschen sterben in oder vor diesem alter mit dem Gefühl noch gar nicht gelebt zu haben. Für viele Tiere wäre es bereits ein mehr als stattliches Alter und unsere Gesellschaft drängt dazu diese Jahre "wegzuwerfen".
      Ja, es gibt in der Tat das Problem der "fehlenden Aufgabe" in der heutigen Welt.
      Womit ich wieder auf den Aspekt des "Impact"-Gebens zurückkomme.
      Dir fehlt offenbar der thrill, das excitement, was z.B. Extremsportarten mit sich bringen oder kompetitive Wettstreite ;)
      Du schriebst ja, dass du gerne kompetitiv aktiv bist, das macht dein Bedürfnis nach sowas wahrscheinlich.

      shunned nolifer schrieb:

      Habe ich jemals gesagt, dass ich die einzige Person sei, deren Freiheit eingeschränkt ist? Und du regst dich darüber auf wenn jemand dir etwas in den Mund legen will oder falsch interpretiert. Dass es als Frage formuliert ist macht es nicht besser. Einige der erfragten Dinge sind komplett abwegig anhand dem was ich allein in diesem Beitrag bereits geschrieben habe oder du bereits aus privaten Konversationen von mir weißt. Ob du alles was ich in diesem Beitrag geschrieben habe gelesen hast weiß ich nicht.
      Nein, hast du nicht.
      Es war nur eine Spiegelreaktion, um es dir bewusst werden zu lassen.
      Im Gegensatz zu hier, handelt es sich bei den Bezugsorten meiner Ärgernisse nicht um persönlich-freie Räume. Aber hier geht es nicht um mich.
      Es waren alles Fragen, wie die Antworten ausfallen, bleibt dir überlassen.
      Wenn es nicht stimmt, ist das doch okay.

      shunned nolifer schrieb:

      Schön dass du es auf die Spitze treiben möchtest. Nichtsdestotrotz nehme ich einige der bisherigen Äußerungen als Sticheleien und Provokation wahr. Ich will es nur mal erwähnt haben. Auch wenn es nicht deine Intention ist, diese Wirkung erzielt es bei mir. Die Fragen folgen eher einem negativ angehauchtem Muster, entsprechen mir nicht und viele waren, wie eben gesagt, abwegig anhand der bereits preisgegebenen Info.
      Mit auf die Spitze treiben, meinte ich nicht, dich zu verletzen, sondern es auf den Punkt zu bringen.
      Wie gesagt, ich kann es auch lassen, ich wollte nur helfen.
      Wenn du mit negativ angehauchtem Muster das meinst, was ich denke, dann sollte es dich doch nicht wundern, wenn du "die Menschheit aufgegeben" hast.
      Du hast eine negative Einstellung gegenüber der Menschheit bzgl. ihres Wesenskerns.
      Dann solltest du dem doch entsprechen?
      Oder begünstigen doch nicht alle Menschen die Hoffnungslosigkeit der Menschheit? :d

      shunned nolifer schrieb:

      Zu dieser Aussage "Mir ist es relativ egal, was du tust und denkst, solange es nicht meine Freiheit einschränkt oder droht, sie einzuschränken." könnte auch folgend Aussage geäußert werden "Ist das nicht ein wenig arrogant den anderen Volksmitgliedern gegenüber?". Was wäre wenn ich alle außer dich und deine unmittelbaren Kontakte einschränke?
      Verstehe ich nicht.
      Aber nein, die beiden Aussagen (wobei das Letztere eine Frage ist) sind grds. verschieden und lassen sich nicht vertauschen oder übereinander stellen.

      shunned nolifer schrieb:

      Das kann gut sein. Es gibt ja viele Formen von Kommunismus. Wenn man es schafft eine gute Variante vom Kommunismus oder etwas was daran anlehnt zu etablieren, dann wäre es auf jeden Fall besser als alle momentanen Regierungssystem. Bisher hat es nur keinen guten Ausgang genommen oder wurde komplett falsch etabliert. Es wird von vielen als Katastrophe wahrgenommen. Über das Thema weiß ich allerdings nicht allzu viel.
      Es wurde nie richtig umgesetzt, bzw. konnte nicht umgesetzt werden, da es falsch initiiert wurde.
      Beginn bildet die Diktatur des Proletariats, man würde sagen unmittelbare Demokratie, ähnlich der damaligen Pariser Kommune.
      Im Laufe der Zeit würden sich die Menschen dann selbst dessen entledigen.
      - Abschaffung von Herrschaft, von Eigentum, Religion etc.
      - Man kann an einem Tag Fischer, am anderen Tag Bauer sein "Warum sollte man sein ganzes Leben lang nur einer Tätigkeit nachgehen dürfen?"
      - Abschaffung des Staates (der Unter- und Überordnung, des Systems)

      Man könnte es mit Anarchie vergleichen, allerdings friedliche, durch Evolution geregelte Anarchie.
      >>Die sittliche Freiheit macht allein den Menschen erst in Wahrheit zum Herrn über sich selbst; denn der Trieb der bloßen Begierde ist Sklaverei und der Gehorsam gegen das Gesetz, das man sich selber vorgeschrieben hat, ist Freiheit.<<

      Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778), Genfer Schriftsteller, Philosoph und Pädagoge; wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution

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    • shunned nolifer schrieb:

      Ah, da bist du ja wieder, willkommen zurück.
      Ja, danke.

      shunned nolifer schrieb:

      Ich fühle mich eingeengt. Es kommt auf die jeweiligen Regeln und Normen an. Würde sich die Welt nach meinen Regeln und Prinzipien richten, dann wäre sie jedenfalls ein weitaus besserer Ort. Nicht alle Regeln sind schlecht. Einige würde ich wahrscheinlich beibehalten und manche nur etwas verändern. Ich nehme mir nicht heraus die einzige Person zu sein die dazu in der Lage ist. Wenn die Welt nach den Regeln und Prinzipien einer einzigen integeren, gerechten und gutmütigen Person leben würde, dann ist wäre das Resultat zwangsläufig besser.
      Das kann ich alles nachvollziehen.

      Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann ist, dass ein Mensch der solche Ideale hat, sich nicht bewegt, sondern verharrt und rumjammert, denn dadurch verändert sich am Wenigsten.
      Wir leben hier in einem Land in dem wir relativ viele soziale Freiheiten haben, verglichen mit anderen Ländern. Wir leben hier relativ sicher und haben mehr Wohlstand als die Menschen in grossen Teilen der Erde, aber wir sind nicht in der Lage unsere Freiheit zu nutzen.

      shunned nolifer schrieb:

      Wenn ich meinen eigenen kleinen Rahmen hätte mit dem ich zufrieden bin und eine Zugehörigkeit empfinde, dann wäre ich höchstwahrscheinlich glücklich. Ich habe aber bereits geschrieben, dass es keinen realistischen oder staatlich anerkannten Weg zu Tätigkeiten gibt, die mich glücklich machen. Es ist nur durch viele Umwege, sehr viel Eigeninitiative und Glück erreichbar
      Zugehörigkeit zu empfinden hat eine soziale Komponente, dies lässt sich nur erreichen wenn Du Dich anderen Menschen gegenüber öffnest. Wenn Du alleine zu Hause sitzt geht das nicht.

      Ja, es erfordert Initiative. Und Mut.

      No Risk, No fun :lol:

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    • shunned nolifer schrieb:

      Wenn ich mein bisheriges Leben betrachte, dann würde ich es bevorzugen überhaupt nicht geboren worden zu sein. Und ich habe hier schon einmal einen Thread gesehen in dem es überraschend vielen Autisten so geht.
      Mir nicht, ganz und gar nicht. Es gab Zeiten in denen ich meine Existenz zu anstrengend fand und sie am liebsten losgeworden wäre, aber die sind vorbei und ich weiss dass ich viele Dinge in meinem Leben getan und erlebt habe von denen andere Leute nur träumen.
      Zwar bin ich gesellschaftlich gesehen wohl ein Versager aber wenn ich mein Dasein losgelöst von diesen Kriterien betrachte dann sieht das ganz anders aus.

      Du bist gerade mal 25, halb so alt wie ich, und quengelst nur rum dass Dein Leben keinen Sinn hat, was für eine Verschwendung. Als ich in Deinem Alter war hab ich in Hamburg Häuser besetzt, meine Grenzen ausgetestet, versucht was geht, was man alles so machen kann, dann bin ich um die Welt gereist, wiedergekommen....Dein Weg ist ja sicher ein anderer, aber nur dasitzen und rumjammern kann es doch wirklich nicht sein.

      Nutz Deine Potenziale, Du bist doch intelligent.

      Was ich Dir empfehle ist Dir eine Sache auszusuchen die Du wirklich machen willst, etwas was Dir wichtig ist, wovon Du als Kind schon geträumt hast, und das dann zu tun.
      Egal ob es einen Sinn hat oder nicht.

      Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist komplett überflüssig, es hat nämlich keinen. Die Welt existiert weiter und es ist ihr völlig egal ob es mich gibt oder nicht, das ist auch nicht wichtig. Weder für die Welt, noch für mich, noch für sonst irgendwen.
      Das ist meine Meinung zu dem Thema.

      Was ist Dir am Wichtigsten im Leben, was wollltest Du schon immer gerne tun?

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Kraehe ()

    • Ahhhh, ein neues Profilbild. 8o

      Cloudactive schrieb:

      Versuch es doch trotzdem?
      Du scheinst Angst vor dem Scheitern zu haben, aber das ist nicht sicher.
      Vielleicht erreichst du dein Ziel ja? Würde dich das glücklich machen?

      Du willst "auf Nummer sicher gehen" (RW) und gibst auf, verweigerst gerade zu das Handeln, weil dein Ziel keinen sicheren Weg hat.
      Aber das Leben ist nun mal ein großes Risiko, dich könnte jederzeit ein Herzinfarkt treffen, Krebs, etwas könnte dich auf der Straße erschlagen etc.
      Wie du unten weiter schreibst, suchst du Herausforderungen und "natürliche Feinde".
      Bitte, da hast du doch deine Herausforderung!
      Ich versuche es trotzdem. Sicherlich könnte ich noch deutlich aktiver sein, aber ich bin darin nicht sonderlich gut. Scheitern an sich ist nichts angenehmes. Ich bin schon häufig gescheitert.
      Sollte ich meine Ziele erreichen, dann würde es mich höchstwahrscheinlich glücklich machen. Wie meine Depression und innere Verzweiflung dadurch beeinflusst wird kann ich nicht genau abwägen. Es wäre aber auf jeden Fall eine deutliche Verbesserung.

      Ich betrachte halt das Verhältnis von Zeit und Kraft die aufgebracht werden muss mit der Erfolgschance. Wenn das Verhältnis zu schlecht ausfällt, dann fange ich meistens gar nicht erst an zu handeln.
      Genau, mir könnte jederzeit etwas widerfahren. Die Zeit ist begrenzt. Deshalb möchte ich nicht unverhältnismäßig viel Zeit und Kraft in etwas investieren, was viel zu schlechte Erfolgschancen hat und man könnte sagen, zum Scheitern verurteilt ist. Natürlich ist Überhaupt etwas tun in der Regel immer besser als nichts zu tun.

      Herausforderungen suche ich hauptsächlich in wetteifernder Form in Spielen jeglicher Art und nicht im Leben an sich. Das Leben an sich sollte weder ein Zuckerschlecken noch eine zu große Herausforderung darstellen.

      Cloudactive schrieb:

      Du suchst nicht nur Herausforderungen, sondern den sogenannten "thrill".^^
      Den kriegst du ja, wenn du Risiken eingehst oder etwas Gefährliches machst, wie dich unsicher auf deinen Berufsweg zu begeben.
      Das kommt auf die Art von Thrill an. Ich bin kein Adrenalinjunkie und schließe z.B. Baseball schon als eine Sportart, die ich selbst betreiben würde aus, weil mir das Risiko zu hoch ist.
      Auch wenn ich so gesehen nicht so sehr am Leben hänge, bin ich dennoch eine ängstliche und wahrscheinlich sogar krankhaft übervorsichtige Person.

      Wenn es darum geht Sachen anzugehen oder generell, dann bin ich eine taktische und durchdachte Person.

      Cloudactive schrieb:

      Diese Fragen konnten mit Nein oder Ja beantwortet werden, das lag und liegt bei dir.
      Das sind aber keine guten Ja oder Nein Fragen. Selbst wenn es nach dem Schema von manchen psychologischen Tests aufgebaut wäre, wäre es mir zu ungenau. Wenn man also die Möglichkeit hätte von 1 - 5 anzukreuzen: trifft überhaupt nicht zu, trifft eher nicht zu, unentschlossen, trifft eher zu und trifft völlig zu. Keine von den Auswahlmöglichkeiten trifft pauschal immer zu. Es variiert so häufig. Ich kann enorm oft gar nichts wirklich ankreuzen und muss etwas dazu schreiben.

      Cloudactive schrieb:

      Dir fehlt offenbar der thrill, das excitement, was z.B. Extremsportarten mit sich bringen oder kompetitive Wettstreite
      Du schriebst ja, dass du gerne kompetitiv aktiv bist, das macht dein Bedürfnis nach sowas wahrscheinlich.
      Ja, die Euphorie oder der Thrill durch viele Wettkämpfe sind sehr bereichernd. Extremsportarten wären jedoch gar nichts für mich. Dazu habe ich ja gerade schon etwas geschrieben.

      Cloudactive schrieb:

      Wenn du mit negativ angehauchtem Muster das meinst, was ich denke, dann sollte es dich doch nicht wundern, wenn du "die Menschheit aufgegeben" hast.
      Mit negativ angehauchtem Muster meine ich, dass die Fragen eher reduzierend sind und das Schlechte hervorheben. Man kann etwas eher positiv oder negativ auslegen z.B. : lass dir den Kuchen schmecken, das ist gut für die Seele <-> du solltest keinen Kuchen essen, du bist schon etwas üppig ; hast du eine 1 geschrieben? <-> hast du es geschafft bei der Arbeit nicht durchzurasseln?
      Das sind vielleicht keine guten Beispiele, aber was besseres fällt mir gerade nicht ein.

      Cloudactive schrieb:

      Du hast eine negative Einstellung gegenüber der Menschheit bzgl. ihres Wesenskerns.
      Dann solltest du dem doch entsprechen?
      Oder begünstigen doch nicht alle Menschen die Hoffnungslosigkeit der Menschheit?
      Ich hab die Menschheit als großes Ganzes aufgegeben. Auch ich bin nicht von der negativen Natur des Menschen verschont worden. Bei mir ist es in meiner Kindheit deutlich weniger stark aufgetreten als bei anderen. Das hat wahrscheinlich mit Autismus in Kombination mit meiner Entwicklung zu tun. Ich habe auch viel zu viel Cartoons und Animes geschaut, die meinen Rechtschaffenheitssinn und meine Gutmütigkeit bis ins unermessliche gefördert haben. Dadurch war ich viel zu naiv und bin etliche Male auf die Klappe gefallen. Ich musste es auf die harte Tour lernen und habe meine Naivität erst mit ca. 13 abgelegt. Die Umwelt fördert also das schlechte Wesen der Menschen. Meine Umwelt war verhältnismäßig sogar harmlos. Die Natur des Menschen führt zwangsweise zu den 7 Todsünden. Diese treffen es ziemlich gut. Es trifft eigentlich bei jedem Menschen jede einzelne zu. Es gibt vielleicht ein paar Menschen bei denen nur 5 oder 6 zutreffen, doch das halte ich für nicht so wahrscheinlich und eine enorme Außnahme. Was von Mensch zu Mensch erheblich variiert ist der Grad zu welchem jede einzelne zutrifft, wie es sich manifestiert und wie gut man sich über sie hinwegsetzen kann. Überzeugungen, Prinzipien, etc. haben großen Einfluss darauf.

      Dementsprechend sind nicht alle Menschen ein hoffnungsloser Fall. Insgesamt ist die Menschheit aber ein hoffnungsloser Fall, weil man gegen die Massen nicht ankommen kann.
      Ich strebe ja gerade danach den Kontakt zu Individuen zu knüpfen die solch passende Eigenschaften und Einstellungen haben, dazu vernünftige Ansichten und Interessen die zu mir passen.
      Leichter gesagt als getan, wenn man vollends ein Sonderling ist.

      Kraehe schrieb:

      Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann ist, dass ein Mensch der solche Ideale hat, sich nicht bewegt, sondern verharrt und rumjammert, denn dadurch verändert sich am Wenigsten.
      Wir leben hier in einem Land in dem wir relativ viele soziale Freiheiten haben, verglichen mit anderen Ländern. Wir leben hier relativ sicher und haben mehr Wohlstand als die Menschen in grossen Teilen der Erde, aber wir sind nicht in der Lage unsere Freiheit zu nutzen.
      Dazu haben ich gerade schon etwas geschrieben "Ich betrachte halt das Verhältnis von Zeit und Kraft die aufgebracht werden muss mit der Erfolgschance. Wenn das Verhältnis zu schlecht ausfällt, dann fange ich meistens gar nicht erst an zu handeln. Die Zeit ist begrenzt. Deshalb möchte ich nicht unverhältnismäßig viel Zeit und Kraft in etwas investieren, was viel zu schlechte Erfolgschancen hat und man könnte sagen, zum Scheitern verurteilt ist. Natürlich ist Überhaupt etwas tun in der Regel immer besser als nichts zu tun."
      Das heißt aber nicht, dass ich gar nichts tue, auch wenn ich mit der spezifischen Sache, die schlechte Chancen hat nicht beginne. Ich arbeite stets daran Möglichkeiten zu finden die Erfolgschance irgendwie zu erhöhen oder akzeptable Alternativen zu finden und möglichst darauf hinzuarbeiten.
      In unserem Land hat man finde ich sogar teilweise weniger Freiheiten als in weniger entwickelten Ländern. Diese Bürokratie, Kontrolle und unsinnigen Gesetze sind in weniger entwickelten Länder öfters nicht so ausgeprägt.
      Ich sehe Wohlstand nicht zwangsläufig als etwas positives. Es ist häufig ein Krux an sich und die Freiheit steigt auch nicht äquivalent dazu.

      Kraehe schrieb:

      Zugehörigkeit zu empfinden hat eine soziale Komponente, dies lässt sich nur erreichen wenn Du Dich anderen Menschen gegenüber öffnest. Wenn Du alleine zu Hause sitzt geht das nicht.
      Ich habe mich schon häufig geöffnet und bin daran meist gescheitert. Erfahrungsgemäß bemühe ich mich sogar stärker als üblich passende Kontakte zu finden, aber es hat bisher zu nichts geführt. Ich habe nie gleichgesinnte gefunden. Aufgegeben habe ich trotzdem noch nicht. Meine einzigen anhaltenden Kontakte sind übrigens über das Internet entstanden. Mit Ausnahme von einem Überbleibsel aus der Grundschule und einem Kontakt aus einer Klinik. Es ist also irgendwie schon förderlich zu Hause zu hocken. :d

      Kraehe schrieb:

      Mir nicht, ganz und gar nicht. Es gab Zeiten in denen ich meine Existenz zu anstrengend fand und sie am liebsten losgeworden wäre, aber die sind vorbei
      Wie genau hast du es geschafft diesen Gefühlszustand zu überwinden?

      Mir ist meine Existenz nicht zu anstrengend. Ich wäge lediglich Leid und Freude miteinander ab. Es resultiert darin, dass ich in meiner Lebensspanne insgesamt eindeutig mehr Leid als Freude empfunden habe. Die Hoffnung das zu ändern habe ich noch nicht aufgegeben, ansonsten würde ich meine Existenz beenden.

      Kraehe schrieb:

      Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist komplett überflüssig
      Ich sinniere nicht mehr in philosophischer Hinsicht über den Sinn des Lebens. Ich finde aber, dass man sich selbst einen Sinn suchen muss. Es kann eine Aufgabe und ein Gefühlszustand wie Glückseligkeit sein. Ohne so etwas geht man finde ich zugrunde.

      Kraehe schrieb:

      Was ist Dir am Wichtigsten im Leben, was wollltest Du schon immer gerne tun?
      Am wichtigsten ist mir Liebe, Loyalität, Gerechtigkeit, Geborgenheit, Zugehörigkeit, Wohlsein, Ungehemmtheit, Freiheit, wetteifern, Leidenschaft und Sexualität. Es kann sein, dass ich etwas vergessen habe, aber das fast es in etwa zusammen.

      Was ich schon immer tun wollte ist an Dingen beteiligt zu sein und mitzuwirken für die ich eine Leidenschaft hege. Es muss aber eine spezifische Tätigkeit sein, die dem entspricht was ich mir vorstelle und nicht irgendetwas, was sich lediglich in dem selben Themengebiet bewegt. Mein Wunsch war es immer Optimierungen vornehmen zu können. Es lässt mich verzweifeln wenn ich Dinge sehe, die enorm viel Potenzial haben, aber es nicht ausreichend ausbauen und es am Ende eventuell ruinieren. Dabei geht es mir hauptsächlich um Storytelling. Wenn ich den Ruin von potenziellen Meisterwerken beobachte zerbricht etwas in mir. Der Industrie geht es leider nicht um die Kreation von Meisterwerken, sondern um die kapitalistische Massenproduktion. Wobei ein Meisterwerk eigentlich immer enorm lukrativ ist, solange es sich nicht zu sehr in einer Nische bewegt.
      Mit Kompromissen wäre z.B. Regisseur etwas was dem mit am nächsten kommt. Da würde mich aber hauptsächlich die amerikanische Filmindustrie ansprechen. Ich verachte die USA jedoch und würde dort niemals wohnen wollen. Alternativen wären Großbritannien und Südkorea. Vor meinem großen Absturz war ich gerade dabei zu dem Besuch einer Filmhochschule hinzuarbeiten.
      In den Jahren meines Absturzes habe ich enorme Angststörungen entwickelt, mich anders kennengelernt und mich nicht mehr wirklich mit Filmen oder Serien beschäftigt. Ich kann es mir nicht mehr vorstellen Regisseur zu werden.
      Es muss etwas sein wo ich direkten Einfluss auf die Handlung habe. Ich mag es in dieser Hinsicht mehr zu optimieren und perfektionieren als selbst zu kreieren. Dazu habe ich Script Doctor und Storyliner gefunden. Manga Editor wäre ideal je nachdem wie viel Einfluss der Mangaka auf sich nehmen lässt. Das ist aber auch ein sehr rarer Beruf ohne direkten Weg und es gibt ihn ausschließlich in der Art in Japan.
      Ich würde auch gerne einen professionellen Manga oder Anime mitkreieren, aber lediglich für die Handlung zuständig sein. Animation, Videobearbeitung, VFX oder Zeichnen interessieren mich überhaupt nicht. Noch eine Option, bei der ich mir aber absolut nicht sicher bin, wäre eine spezifische Version eines Verlagslektors.
      Diese Dinge kann man alle nicht wirklich werden. Sie sind abhängig von Ruhm/Popularität, Nepotismus, Glück und einer toll aussehenden Vita. Die größte Chance hat man da noch, wenn man eigenständig zu Hause etwas produziert und veröffentlicht. So ist zuletzt der Kompromiss zu dem Autorendasein entstanden. Es hat nur den Nachteil, dass man weiterhin total isoliert und abgeschottet verbleibt. Die Gesundheit wird dadurch nicht gefördert, besonders nicht die mentale Gesundheit. Eher das Gegenteil ist der Fall.

      Ein anderer Bereich wäre eben das Wetteifern. Hier muss es auch explizit etwas sein was mich genug einnimmt, populär genug ist und ich respektiere. Voraussetzung ist natürlich auch, dass ich gut genug bin.
      Sport wäre hier ideal. Es vereint meistens ein Team mit der selben Leidenschaft, körperliche Fitness und ist förderlich für die Gesundheit. In professioneller Hinsicht ist hier nur leider der Zug abgefahren. Ich habe erst viel zu spät das nötige Mindset hierfür entwickelt. Es bleibt als Option nur noch eine Art Coachingposition und da verhält es sich ähnlich wie bei den oben genannten Dingen. Ruhm/Popularität, Nepotismus, Glück, einer toll aussehenden Vita und man muss schon Teil dieses exklusiven Zirkels sein.
      Übrig bleibt noch Esports. Also professionelle Videospiele. Von den Top Spielen respektiere ich nur League of Legends, Dota, CS:GO und StarCraft. Davon habe ich nur für League of Legends eine Leidenschaft. CS:GO zocke ich nur casual, außerdem habe ich nicht das Potenzial in FPS Games überragend zu werden, geschweige denn sie überhaupt richtig zu mögen. Ich hab mich League of Legends bisher nie völlig hingegeben. Das hängt viel mit meinen mentalen Problemen und totaler Einsamkeit zusammen. In meiner Höchstzeit habe ich mich skilltechnisch zwischen den Besten 0,8% - 0,2% bewegt. Falls ich mich dem Spiel vollends hingeben würde bin ich mir relativ sicher es schaffen zu können skilltechnisch zu den Besten 0,03% - 0,02% gehören zu können. Um das Spiel professionell betreiben zu können muss man jedoch mindestens zu den Besten 0,001% gehören. Das hört sich vielleicht nicht nach einem großen Unterschied an. Der Unterschied ist aber größer als es von den Besten 10% zu den Besten 1% zu schaffen und schwieriger als von den Besten 1% zu den Besten 0,03% zu gelangen. Wenn man das gerade so schafft oder sich nur in dem Mittelfeld dieses Bereiches bewegt schafft man es nicht einmal in ein Team. Höchstwahrscheinlich nicht einmal in ein Team der 2. Liga. Es wird auch hier viel Wert auf das Alter gelegt. Es heißt ständig, dass man im Esports auch mit Mitte 20 bereits altes Eisen kurz vor dem Ruhestand ist. Da stimme ich persönlich nicht wirklich zu, aber die Allgemeinheit denkt so. Im Esports herrscht außerdem viel Nepotismus. Solange man keine absolutes Supertalent ist, das quasi jeden überragt, ist man davon stark betroffen.

      Ein Spiel für das ich früher eine große Leidenschaft gehegt habe und teilweise respektiert habe ist World of Warcraft. Es war kein Esportswürdiges Game, weil es nicht dafür ausgelegt war. Aber es hatte viele Elemente die ein hohes Skillcap erzeugt haben. Sie haben das Spiel vor ca. 4 Jahren so sehr verändert, dass sie fast den gesamten Skill aus dem Spiel entfernt haben. Also der Schwierigkeitsgrad oder die Obergrenze für Können wurde drastisch gesenkt. Skilltechnisch habe ich in dem Spiel zu den Weltbesten Spielern gehört. Ich war zu gewissen Zeitpunkten mit meiner jeweiligen Position sogar der beste Spieler der Welt. Meine Positionen haben variiert, weil ich einer der wenigen Spieler war, die viele verschiedene Positionen auf dem höchsten Level meistern konnte. Da sie das Spiel vor 4 Jahren so sehr vereinfacht haben, hat es mir absolut keinen Spaß mehr gemacht und ich habe damit aufgehört. Die Vereinfachung hat veranlasst, dass sich Spieler mit einem Niveau wie Messi im Fußball, nicht mehr wirklich unterscheiden zu Spielern, die sich zuvor lediglich in der 3. oder 4. Liga bewegt haben. Nun kommt es viel mehr als vorher darauf an eine möglichst starke Konstellation zu spielen. Es gibt immer viele Spieler die es nicht schaffen an dem Skillcap zu spielen. Aber viel viel mehr sind nun dazu in der Lage und die besseren Spieler können sich nicht weiter abheben, obwohl sie zu viel mehr in der Lage wären. "Schlechte" Spieler haben z.B. ein Können von 57/60. Extrem extrem gute Spieler haben ein Können von (98)60/60 , also 98/60, da aber das Skillcap nun bei 60 liegt sind sie lediglich eine 60/60 und verlieren sogar eventuell gegen die 57/60 Personen, weil Gegnerische Kombination mehr ausmacht als drei Spieler die jeweils 3 Punkte besser sind. Wenn 3 extrem gute Spieler zusammenspielen ist die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen zwar immer noch höher aufgrund besserer Taktik und geringerer Fehlerquote, aber es macht enorme Unterschiede.
      Es gab schon längere Zeit wenige vereinzelte Turniere in WoW, aber Esports hat sich erst die letzten paar Jahre zu etwas so Großem entwickelt. Obwohl das Spiel nun in einem katastrophalem Zustand ist und es vorher aufgrund vieler Gründe schon nicht Esportswürdig war, werden seit ein paar Jahren viel viel mehr Turniere gehalten. Die Firma hat auf einmal angefangen es viel mehr zu fördern nachdem sie den Erfolg bei anderen Spielen wahrgenommen haben. Das Geld was in WoW ausschließlich durch Esports zu erhalten ist, ist ziemlich gering sofern das eigene Team nicht alles gewinnt. Besonders das jährliche Superturnier, die Blizzcon. Die 25 Topverdiener im WoW Esports haben zwischen 36.500$ und 144.500$ gewonnen. Die 100k+ sind auch eher eine Ausnahme. Das ist ein Team, das 3x die Blizzcon gewonnen hat. Die restliche top 25 bewegt sicher eher bei maximal 50k. Und das umfasst ALLE Gewinne der letzten 10 Jahre und wird auch noch versteuert. Am Ende kommt man also auf ein ziemlich schlechtes und unsicheres Gehalt. Andere Einnahmen gibt es auch nicht wirklich. Die beste Möglichkeit etwas dazuzuverdienen ist Streaming. Popularität korreliert in WoW und LoL jedoch fast gar nicht mit Können, was es in WoW auch gar nicht mehr wirklich gibt. Selbst wenn man halbwegs populär ist, ist die WoW-Community eine der am wenigsten spendenden Communnitys überhaupt.

      In Bloodline Champions, ein anderes Computerspiel, war ich skilltechnisch auch an der Spitze. Das Spiel ist aber total gefloppt. Sie haben nach Jahren einen enorm vereinfachten Nachfolger herausgebracht, der mehr die casual-mainstream Leute ansprechen sollte. Eine kurze Zeit lang wurde es etwas gespielt. Auch von bekannten Streamern, da die Firma sie dafür bezahlt hat. Eigentlich hat jeder nur gutes zu sagen, aber schon nach kurzer Zeit hat es kaum noch jemand gespielt. Es ist kein beständiges Spiel und spricht nicht einmal wirklich eine Nische an wie der Vorgänger, weil sie versucht haben es auf die mainstream-casuals zuzuschneiden.
      Der Vorgänger und selbst der Nachfolger ähnelt sich in gewissen Dingen mit League of Legends und ist in vielerlei deutlich besser. Es ist jedoch gefloppt und League of Legends ist ein Weltschlager, der von aber und aber Millionen gezockt wird.

      In Fortnite steckt z.B. enorm viel Geld. Es ist immerhin ein absolutes mainstream-casual Spiel. Das war der totale Überraschungshit, sowie PUBG. Ich hoffe seit Jahren auf so einen Überraschungshit bei einem Spiel das meine Leidenschaft weckt und viele taktische Elemente hat.

      Es macht mich wütend, dass so vieles auf Geld basiert und anderweitig nicht wirklich eine Karriere möglich ist.
      -So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.

      -Fear and desire hold the power to disrupt one's rhythm. Desire clouds one's vision, while fear stills one's step.
    • shunned nolifer schrieb:

      Die 25 Topverdiener im WoW Esports haben zwischen 36.500$ und 144.500$ gewonnen.
      Das finde ich jetzt nicht wirklich viel. Besonders gemessen am Zeitaufwand den man reinstecken muss, um überhaupt eine Chance zu haben zu einem der weltbesten Spieler zu werden.
      Und natürlich ist's ein Lebenstraum vieler Spieler, mit E-Sports seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Aber wie du schon geschrieben hast schaffen es die meisten nicht, weil's nur in den absoluten Top-Ligen überhaupt nennenswerte Preisgelder gibt.

      shunned nolifer schrieb:

      Es macht mich wütend, dass so vieles auf Geld basiert und anderweitig nicht wirklich eine Karriere möglich ist.
      Man könnte sich einen Teilzeit-Job suchen, indem man mit wenig Aufwand ausreichend viel Geld für den Lebensunterhalt verdient, und die restliche Zeit so einsetzen wie man gern möchte :) .
      Für mich ist das ein Lebensweg, den ich mir offen halten möchte.

      Und in deinem Fall denke ich tatsächlich, dass du dir >90% deiner Probleme selbst machst und sie gar nicht haben müsstest. Wenn du deine Ansprüche an dich ein wenig reduzieren würdest, würdest du sicher leichter und zufriedener durchs Leben kommen :thumbup: .
      Natürlich geht das nicht "von heute auf morgen", sondern wäre ein langwieriges Projekt.

      Kraehe schrieb:

      Als ich in Deinem Alter war hab ich in Hamburg Häuser besetzt, meine Grenzen ausgetestet, versucht was geht, was man alles so machen kann, dann bin ich um die Welt gereist, wiedergekommen...
      Diese Aussage finde ich wenig hilfreich, weil man sich eben völlig unterscheidlich entwickelt, je nach Umfeld in das man hineingeboren wird. Auch in deiner Generation hat die Mehrheit der jungen Menschen keine Häuser besetzt.
      Und natürlich erscheinen einem Probleme klein und unbedeutend, wenn man sie selbst leicht lösen könnte.
      Das ist ein ganz reales Problem für die kommende Generation: Ihr wird immer weniger Raum für eigene, evtl. falsche Entscheidungen gelassen. Die meisten Möglichkeiten mal "auf die Nase zu fallen" (RW) werden ihr von vornherein genommen. Dementsprechend sind diese Menschen tendenziell unselbstständiger und unsicherer als ihre Elterngeneration (glit natürlich nicht für alle).
    • 65536 schrieb:

      Diese Aussage finde ich wenig hilfreich, weil man sich eben völlig unterscheidlich entwickelt, je nach Umfeld in das man hineingeboren wird. Auch in deiner Generation hat die Mehrheit der jungen Menschen keine Häuser besetzt.
      Was interessiert mich die Mehrheit? Die Mehrheit sitzt vor der Glotze und guckt RTL, Sat1, etc, und träumt davon bei Deutschland sucht den Superstar aufzutreten bzw. zu gewinnen. :lol:

      Ich bin nicht normal also mache ich Dinge die nicht normal sind, die nicht jeder tut, das ist doch logisch.

      Ja, man entwickelt sich unterschiedlich, meine individuelle Geschichte ist auch nur ein Beispiel dafür dass ein Mensch einen ganz eigenen Weg gehen kann.
      @shunned nolifer hat selber viele Ideen. Das sind Dinge die sicherlich interessant sind, ich habe keine Ahnung davon, diese Sache mit den Spielen ist eine ganz andere Welt, eine die ich nicht kenne. Mir hat neulich schon jemand davon erzählt der total begeistert ist von diesen Dingen und dort auch schon Geld verdient hat.
      Wie das funktioniert weiss ich aber nicht.

      65536 schrieb:

      Man könnte sich einen Teilzeit-Job suchen, indem man mit wenig Aufwand ausreichend viel Geld für den Lebensunterhalt verdient, und die restliche Zeit so einsetzen wie man gern möchte .
      Für mich ist das ein Lebensweg, den ich mir offen halten möchte.
      Ja, das ist gut, finde ich auch.

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    • 65536 schrieb:

      Man könnte sich einen Teilzeit-Job suchen, indem man mit wenig Aufwand ausreichend viel Geld für den Lebensunterhalt verdient, und die restliche Zeit so einsetzen wie man gern möchte .
      Für mich ist das ein Lebensweg, den ich mir offen halten möchte.
      Nur dass die meisten Teilzeitjobs nicht für Wohnung + Ernährung + Rest ausreichen und man oft weiterhin aufs Amt angewiesen ist. Da bleibt vom 'vielen' Geld für die Arbeit nicht mehr viel übrig und man hat zusäztlich den Stress mit Unwägbarkeiten kurz vor der Overload noch dazu.

      Und einen passenden Job zu finden, der einen nicht überfordert ist gleich noch einmal schwieriger. Besonders wenn man sich ansieht, wie viele Aspies hier abgebrochende Studien oder Berufsausbildungen haben.
      ~ What the fuck is real life and where can I download it? ~
    • Leseratte schrieb:

      Nur dass die meisten Teilzeitjobs nicht für Wohnung + Ernährung + Rest ausreichen und man oft weiterhin aufs Amt angewiesen ist. Da bleibt vom 'vielen' Geld für die Arbeit nicht mehr viel übrig und man hat zusäztlich den Stress mit Unwägbarkeiten kurz vor der Overload noch dazu.
      In der IT/Informatik geht das. Ich arbeite jetzt als Einsteiger für 30 h, aber wenn ich sehr sparsam wohnen würde und nicht in München wohnen würde, käme ich sicher auch mit einem 20h-Gehalt hin.