Buch mit guten Aufräumtipps (Executive Functioning Disorder/ADHS)?

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    • @Leseratte Genau das meine ich ja mit "zwanghaft". Ich kann den Handgriff dann gar nicht mehr nicht ausführen, obwohl ich manchmal es gern sein lassen will, weil es mir in dem Moment nicht wichtig ist. Und dieses Zwanghaftigkeits-Gefühl stresst mich dann wieder. Ist bei mir so, ich sprech ja nur für mich.
      "Ich neige zur Redundanz. Zudem wiederhole ich mich gern." Fishismus
    • Ich hab derletzt unterwegs ein Interwiev in der Süddeutschen gelesen und die Dame erklärte, dass sie sich einen Plan macht, in dem sie maximal 60% ihres Arbeitstages verplant und ihre geplanten Tätigkeiten verschieden priorisiert. Hier mal als Erklärung:

      IMG_9689.PNG

      Ich probiere das derzeit für mich im Alltag mal aus und habe meinen Musterplan -- für die, die Interesse daran haben -- als pdf angehängt. Am ersten Tag ist mir aufgefallen, dass meine geplanten Tätigkeiten gar nicht schaffbar waren, da sie mein Zeitbudget total sprengen (RW) 8o . Aber heut gings schon besser :nod:

      Viele Grüße Miiep
      Dateien
      • Tagesplan.pdf

        (26,22 kB, 17 mal heruntergeladen, zuletzt: )
      (Klammerfreak) :d
    • So, ich wollte mal von meinem aktuellen Stand berichten:
      Ich hatte mir Die magische Küchenspüle, Speed Cleaning und Das magische Aufräumbuch besorgt. Ich habe alle Bücher durch bis auf Speed Cleaning.

      Die magische Küchenspüle: Damit hatte ich angefangen, nachdem mir das Buch empfohlen worden war. Zusätzlich zum Lesen des Buches habe ich mir auch sehr viele youtube-Videos der Flylady angeschaut und mich auf der Webseite umgesehen. Zunächst mal musste ich mich - wie schon beschrieben - teils sehr zusammenreißen, weil der Stil des Buches sehr amerikanisch ist, die Autorin keinerlei wissenschaftliche Quellen nutzt und immer davon ausgeht, dass man religiös ist und mit Mann und Kindern in einem riesigen Haus in den Südstaaten lebt :d
      Allerdings geht es ja bei einem solchen Buch darum, ob es einem persönlich irgendwie hilft und nicht, ob es wissenschaftlichen Maßstäben genügt oder einen Literaturpreis verdient. Und hilfreich fand ich es tatsächlich ungemein, ich habe direkt damit angefangen, die Küchenspüle sowie das Waschbecken im Bad immer sauber zu halten. Das hat dazu geführt, dass meine Spüle nicht mehr voll stand und ich direkt die Sachen in die Spülmaschine getan habe, außerdem habe ich Spüle und Waschbecken sehr gründlich von Kalk befreit, was wirklich Spaß gemacht hat :) Dann habe ich mir angewöhnt, jeden morgen die Bettwäsche meines Sofabettes in den Bettkasten zu räumen, was in einer 1-Zimmer-Wohnung, wo der Blick direkt aufs Bett fällt, einfach bitter nötig ist. Ich bin wirklich begeistert, was diese Dinge für einen Unterschied machen, ich bin dadurch direkt motivierter, aufzuräumen und zu putzen. Zudem habe ich noch mal ausgemistet (tue ich eh schon häufiger, aber eben noch mal härter) und konnte einiges in einer Zu-verschenken-Box loswerden. Das Zonen-Putzen hat bei mir allerdings nicht so wie vorgesehen geklappt, vermutlich, weil ich keinen Wecker gestellt habe... ich habe dann teils 2 Stunden im Bad geputzt, was ja aber auch an sich nicht schlimm ist (ich fürchte, bestimmte Teile des Bads wurden auch von den Vormietern quasi nie gereinigt). Generell kommt mir das Zonen-Putzen (jede Woche eine Zone der Wohnung intensiver angehen) sehr entgegen, weil ich mich immer gerne für eine gewisse Zeit auf eine Sache fokussiere. Die Gäste, die in letzter Zeit da waren, waren begeistert, wie ordentlich und sauber es bei mir plötzlich aussieht.
      Fazit: Die magische Küchenspüle ist unschlagbar, wenn es um den psychologischen Aspekt geht, also wie man es schafft, regelmäßig etwas zu tun, ohne sich zu überfordern. Wer allerdings sehr konkrete Anleitungen sucht, wie man ausmistet, wie man Räume einrichtet oder welche Putzmittel man benötigt, sollte sich vielleicht ein anderes Buch suchen.

      Das magische Aufräumbuch:
      Das magische Aufräumbuch kommt insgesamt sehr viel nüchterner daher als Die magische Küchenspüle, wenn auch ganz leicht esoterisch angehaucht. Es gibt keine Motivationssprüche, kein "Gefasel", keine Psychologisierungen und aucn keine Pauschalisierungen. Daher ist es deutlich angenehmer zu lesen als die magische Küchenspüle, war aber inhaltlich für mich etwas weniger hilfreich. Die exekutiven Probleme kommen vergleichsweise kurz, dafür nimmt sich die Autorin jeden Raum vor und beschreibt, wie dieser aufgeräumt aussieht und bleibt und geht auch ausführlich auf das Entrümpeln ein. Ein paar Dinge konnte ich auf jeden Fall mitnehmen, wie z.B. dass man die Garderobenhaken möglichst frei lassen sollte, damit Gäste ihre Sachen dort aufhängen können. Die Autorin schreibt auch, wie viele Dinge aus welcher Kategorie man aus ihrer Sicht tatsächlich braucht und bei welchen man sich genau überlegen sollte, wie häufig man diese nutzt. Da ich durch meinen geringen Platz eh nur eingeschränkt große Mengen an Gerätschaften anhäufen kann, ist das Thema für mich nicht ganz so relevant (ich würde mir eh nie ein Waffeleisen zulegen), könnte aber für Leute mit mehr Platz und Zeug durchaus hilfreich sein.

      Speed Cleaning
      Dieses Buch lese ich aktuell. Der Fokus liegt hier auf zwei Dingen:
      Erstens: Wie schaffe ich es möglichst schnell und mit möglichst wenig Aufwand den Eindruck einer aufgeräumten Wohnung zu vermitteln. Nachdem ich ja aktuell versuche, richtig aufzuräumen und zu putzen und damit gar nicht mehr in die Situation kommen möchte, wo ich in 8 Minuten aus dem kompletten Chaos eine vorzeigbare Wohnung herzaubern muss, habe ich noch nicht wirklich viel von den Tipps umgesetzt, könnte mir aber vorstellen, dass es für "Aufräumeinsteiger", die viel Angst vor anstehendem Besuch haben, schon hilfreich ist. Zweitens: Konkrete Aufräum- und Putzanleitungen, v.a. Anleitungen zum Putzen. Hier geht es auch viel um Tricks zum Zeit sparen. Vielleicht werde ich ein paar Dinge davon mal austesten.
      Ingesamt ist Speed Cleaning aber IMO kein Buch, dass man unbedingt gelesen haben muss.

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    • Kleine schrieb:

      Gluon schrieb:

      Als Pendant zu den genannten Büchern bin ich dann auch noch auf "Lass den Scheiß doch einfach liegen" gestoßen. Wenn ich damit anfange, brauche ich ja vielleicht die anderen nicht mehr zu lesen. :d
      :o :lol:
      Hui, wenn ich das jetzt bestelle, negiert das dann meine vorige Lektüre? :D

      Naja, ich sage mal so, so ein Buch richtet sich vielleicht an Leute, die das total exzessiv betreiben und kein grundsätzliches Problem haben. Nicht an Leute, die ihre gesamte Kleidung, Zeitschriften, Bücher, Verpackungsmüll auf den Boden werfen, überall dreckiges Geschirr ablegen und alles vollkrümeln. Ich glaube, es gibt wirklich keinen Menschen, der da sagen würde: Lass den Scheiß doch einfach liegen.

      Das ist ja wie mit Ernährungsratgebern und Gegenratgebern: Es gibt Leute, die das Thema Ernährung viel zu ernst nehmen und sich nicht mal trauen, Öl zum Anbraten zu nehmen oder auch nur geringste Mengen von Kohlenhydraten zu essen oder die sich Unverträglichkeiten einreden, die sich nicht haben, sowas. Da ist es angebracht zu sagen: Hey, entspann dich mal. Aber wenn jemand 200 kg wiegt und den ganzen Tag Junk Food isst, dann würde ich sagen, da kann ein Ernährungsratgeber schon Sinn machen.
    • So, das erste Buch das zur Ausleihe zur Verfügung steht, ist das Favorisierte. Auf Seite 12 steht schon gleich ein viel versprechender Satz: "In diesem Buch zeige ich Ihnen, wie Sie Ihr Leben so einrichten, dass Sie sich nie wieder mit Aufräumen abgeben müssen."
      Also ich glaube, ich bestelle die anderen Ratgeber dann schon mal ab. :d :d :d
      Mann, habe ich dann viel Freizeit. Was mache ich dann damit? Spielwiese, hmm mal schauen. :fun:

    • Gluon schrieb:

      Auf Seite 12 steht schon gleich ein viel versprechender Satz: "In diesem Buch zeige ich Ihnen, wie Sie Ihr Leben so einrichten, dass Sie sich nie wieder mit Aufräumen abgeben müssen."
      Und auf Seite 13 steht dann:
      "Punkt 1: besorgen Sie sich eine Haushaltshilfe!"
      "Ich neige zur Redundanz. Zudem wiederhole ich mich gern." Fishismus