Buch mit guten Aufräumtipps (Executive Functioning Disorder/ADHS)?

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    • Buch mit guten Aufräumtipps (Executive Functioning Disorder/ADHS)?

      Hallo zusammen,
      weiß nicht, ob das hier das richtige Subforum ist.

      Ich suche Bücher zu Themen wie:
      • Wie schafft man sich Routinen?
      • Wie hält man seine Wohnung ordentlich?
      • Wie räumt man effizient auf?
      • Wie plant man einen Tag?
      Es geht hier aber nicht darum, dass meine Wohnung wie im IKEA-Katalog oder bei Instagram aussieht, sondern ich bin schon ein härterer Fall. Daher habe ich irgendwie bei Büchern wie "Magic Cleaning" die Sorge, dass diese sich eher an Leute richten, die einfach nur zu viel Zeug kaufen und jetzt auf dem Minimalismus-Trip (RW) sind.

      Könnt ihr gute Bücher empfehlen für Leute, die wirklich extreme Probleme haben, regelmäßig aufzuräumen und einen Haushalt zu führen?

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von seven_of_nine ()

    • Ich kann da nicht helfen, hoffe aber auch auf nützliche Hinweise.

      "Magic Cleaning" ist was anderes, da hast du recht - es geht um ein sehr weit gefasstes "Entrümpeln" - mir hat es teilweise "die Augen geöffnet" und ich hab überhaupt erstmal gelernt, dass man Dinge, die man nicht mehr braucht, mag etc. wegwerfen kann! :m(: Ich hab ansonsten auch die Probleme, die du aufgeführt hast.
      (gerade am Durchlaufen einer zweiten, intensiven Diagnostik, daher Status zunächst auf VA "zurückgesetzt")

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Kleine ()

    • magic Cleaning ist nicht minimalismus. Wird nur oft vermischt.
      Gerade so Elemente wie gleichartiges zusammen lagern fand ich ganz sinnvoll.

      Für Ordnung und Putzen ist die magische Küchenspüle ganz ok.
      Da geht's um Routinen aufbauen und dann nicht um Perfektion sondern stetig dran bleiben.
      Man hört zB nach einer bestimmten Zeit das Aufräumen auf bis zum nächsten Tag.
      Hat den Vorteil, dass man etwas wie putzen was nie perfekt fertig ist im Kopf als fertig markieren kann, weil die Zeit ja rum ist.
    • Was genau ihr meint, weiß ich nicht, aber mir haben damals diese "simplify your life" Hefte gut weiter geholfen, also bevor sie für mich problematisch wurden, weil ich vergessen hatte, das Abo zu kündigen x(

      Ansonsten hatte ich früher ein Buch aus den 70ern mit Haushaltstipps (wie ordne ich das am besten, repariere den Abfluss oder sowas stand da drin), heute gibts doch bestimmt Youtube Videos könnte ich mir vorstellen.
      (Klammerfreak) :d
    • Danke! "Die magische Küchenspüle" klingt am ehesten nach dem, was ich suche. Mit Ausmisten habe ich kein großes Problem, auf 20 Quadratmetern kann ich auch gar nicht so viel ansammeln ;)

      Mir geht's tatsächlich um die Disziplin und die Planung. Fühle mich immer wie gelähmt und selbst wenn ich mal anfange, mache ich die meiste Zeit nichts, sondern surfe im Web. Sage sogar Dinge ab, weil ich ja aufräumen muss, mache aber nichts. Ich versinke einfach im Chaos.

      "Magic Cleaning" werde ich mir auch mal ansehen.
    • Ich frage mich, warum das mit dem Haushalt für viele von uns so schwierig ist. Ich habe die gleichen Probleme. Obwohl ich genügend Zeit habe, bekomme ich den Haushalt nicht in Griff. Bei mir sieht es nie so sauber aus wie bei anderen. Ich schaffe es nicht, Ordnung zu halten, obwohl ich Ordnung sehr mag. Das frustriert so ungemein. :(
    • Ein passendes Buch kenne ich nicht.

      Generell würde ich empfehlen, jeden Tag etwas zu saugen, zu putzen und aufzuräumen.
      Man kann sich dann immer den Bereich in der Wohnung vornehmen, der am wenigsten sauber ist.
      Z.B. an einem Tag nur das Bad oder einen Teil des Bades putzen.
      An einem anderen Tag vielleicht alle Fußleisten in der gesamten Wohnung putzen.
      Dann mal 2 Fenster, aber nie zuviel an einem Tag, denn dann könnte einen künftig die Motivation verlassen.

      Falls es ganz schwer fällt, irgendwo erstmal anzufangen, dann kann man sich auch ein eigenes Belohnungssystem aufbauen.
      Z.B. nach dem gründlichen Reinigen der Dusche etwas essen, das man besonders gern mag, oder etwas tun, das man besonders gerne macht.

      Beim Reinigen sollte man auch die versteckten Stellen nicht vergessen, denn wenn sich dort der Staub über einen langen Zeitraum sammelt, dann kann der Staub auch mal schimmeln.
      So ist es z.B. gut, die Oberschränke in der Küche gelegentlich auch von oben zu reinigen und das Sieb der Dunstabzugshaube in regelmäßigen Abständen nach Herstelleranleitung zu reinigen, z.B. in der Geschirrspülmaschine.
      Wenn man die Siebe nicht reinigt, dann kann sich darin Schimmel bilden, weil sich Staub am Fett festsetzt und der Staub dann irgendwann schimmelt.

      In der Dusche würde ich die Silikonfugen nach jedem Duschen trocken putzen.
      Je mehr Stunden am Tag die Fugen im Bad feucht sind desto schneller bekommen sie Schimmelflecken.

      Ein Bekannter erzählte mir mal eine andere Strategie:

      Er verwendet für jeden Raum täglich 5 Minuten zum Reinigen oder Aufräumen.
      Was in den 5 Minuten nicht fertig wird, das bleibt für einen anderen Tag liegen.
      Wenn er z.B. 4 Räume hat, dann weiß er, dass er jeden Tag 20 Minuten dafür benötigt, so ist das gut planbar.
    • Astrogirl schrieb:

      Ich frage mich, warum das mit dem Haushalt für viele von uns so schwierig ist. Ich habe die gleichen Probleme. Obwohl ich genügend Zeit habe, bekomme ich den Haushalt nicht in Griff. Bei mir sieht es nie so sauber aus wie bei anderen. Ich schaffe es nicht, Ordnung zu halten, obwohl ich Ordnung sehr mag. Das frustriert so ungemein.
      :nerved: ja.
      Man kann sich zwar wohlfühlen, aber es könnte besser sein.

      Ich finde, es staubt aber auch alles sehr schnell wieder voll.
      Es ist Sisyphus.

      Und wenn Kinder da waren...schaff ich nur peu a peu alles wieder aufzuräumen.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )
      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater

      Was wir wissen, ist ein Tropfen...was wir nicht wissen, ein Ozean* (Isaac Newton)
    • Lichterfreund schrieb:

      Generell würde ich empfehlen, jeden Tag etwas zu saugen, zu putzen und aufzuräumen.
      Man kann sich dann immer den Bereich in der Wohnung vornehmen, der am wenigsten sauber ist.
      Z.B. an einem Tag nur das Bad oder einen Teil des Bades putzen.
      An einem anderen Tag vielleicht alle Fußleisten in der gesamten Wohnung putzen.
      Dann mal 2 Fenster, aber nie zuviel an einem Tag, denn dann könnte einen künftig die Motivation verlassen.

      Falls es ganz schwer fällt, irgendwo erstmal anzufangen, dann kann man sich auch ein eigenes Belohnungssystem aufbauen.
      Z.B. nach dem gründlichen Reinigen der Dusche etwas essen, das man besonders gern mag, oder etwas tun, das man besonders gerne macht.


      so ähnlich mache ich es und freue mich darüber. Aber wenn ich dann durch bin, kommt ja längst wieder die erste Ecke. :nerved:
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )
      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater

      Was wir wissen, ist ein Tropfen...was wir nicht wissen, ein Ozean* (Isaac Newton)
    • seven_of_nine schrieb:

      Könnt ihr gute Bücher empfehlen für Leute, die wirklich extreme Probleme haben, regelmäßig aufzuräumen und einen Haushalt zu führen?
      Ich kann dir all die vielen Bücher und Programme aufzählen, die mir nicht geholfen haben. :lol:
      Die magische Spüle kannte ich noch gar nicht, aber das amerikanische Original Fly Lady. Theoretisch gut, wenn erst einmal eine Grundordnung da ist.

      Und genau diese Grundordnung ist mein Problem. Früher hatte ich mit meinem Ex eine Arbeitsteilung - er hat aufgeräumt, icih habe dann geputzt. Das war klasse. Aber allein aufräumen? Das habe ich seit meinem Umzug nicht geschafft.

      Okay, der verlief völlig chaotisch, weil die Wohnung 1. mit Wasser überflutet war, als wir mit dem Umzugswagen ankamen und 2. alle Tapeten, entgegen der Vereinbarung, abgerissen waren. Also erst halbwegs trocken legen, dabei die Möbel und Kisten immer wieder umlagern, danach ein Zimmer nach dem anderen mit Fußboden und Tapeten ausstatten, dabei Möbel und Kisten immer wieder umlagern.
      Da entstanden viele provisorische Wegräumaktionen, damit es nicht ganz so schlimm aussieht - aber in dem Provisiorium finde ich nichts wieder. Und wenn, dann nur indem ich Chaos schaffe, weil ich in allen Kisten und Schränke suchen muss.

      Seit ein paar Monaten bin ich jetzt dabei 'richtig' Ordnung zu schaffen. Aber auch nicht allein, sondern mit meiner Betreuerin des ABW, die mich nicht nur motiviert, sondern vor allem verhindert, dass ich mich dabei 'verliere' oder mich an Kleinigkeiten aufhalte.

      Zuerst haben wir grob vorsortiert und dabei viele Sachen entsorgt. Mit dem Resultat, dass alle Räume äußerlich gut aussehen. Jetzt werden wir nach und nach die Dinge, die wir (auch wieder provisorisch) in Kisten gepackt haben, sortieren. Das Schlafzimmer wird zwischendurch immer wieder ein wenig chaotisch sein, aber das ist nur für kurze Zeit - und irgendwann ist alles dort, wo es ich es haben will.

      Was mir in letzter Zeit sehr geholfen war, war der Ansatz von Clutterbug. Cassandra sieht unterschiedliche Ordnungstypen - und was für einen passt, kriegen die anderen einfach nicht hin. Ich weiß jetzt, dass ich mit Sicherheit kein Cricket/Grashüpfer bin, obwohl ich die Optik mag. Ich bin eher eine Mischung aus Butterfly/Schmetterling und Lady Bug/Marienkäfer und brauche meine nicht-sichtbaren Krempelschubladen.
      ~ What the fuck is real life and where can I download it? ~
    • Ich hab ein älteres Buch, das Haushaltsführung erklärt. Wenn Du magst, suche ich Dir den Titel mal raus.
      Früher gab es in der Schule laut meiner Mutter ein entsprechendes Fach, das einem Grundwissen um den Haushalt vermittelt hat. So schlecht fände ich es nicht, wenn es sowas wieder gäbe.
    • Lichterfreund schrieb:

      Ein Bekannter erzählte mir mal eine andere Strategie:

      Er verwendet für jeden Raum täglich 5 Minuten zum Reinigen oder Aufräumen.
      Was in den 5 Minuten nicht fertig wird, das bleibt für einen anderen Tag liegen.
      Wenn er z.B. 4 Räume hat, dann weiß er, dass er jeden Tag 20 Minuten dafür benötigt, so ist das gut planbar.
      Genau so mache ich es auch! Ich nehme mir 20 Minuten, was dann nicht fertig ist bleibt liegen für den nächsten Tag (ausgenommen Spülmaschine und Waschmaschine). Das klappt ganz gut. Ich muss mich nachmittags aber auch häufig dazu zwingen, deshalb mache ich das möglichst morgens vor der Arbeit damit ich es hinter mir habe.....

      “We’re all stories, in the end. Just make it a good one, eh?”
      — The Doctor, Season 5, Episode 13
    • Astrogirl schrieb:

      Ich frage mich, warum das mit dem Haushalt für viele von uns so schwierig ist. Ich habe die gleichen Probleme. Obwohl ich genügend Zeit habe, bekomme ich den Haushalt nicht in Griff. Bei mir sieht es nie so sauber aus wie bei anderen. Ich schaffe es nicht, Ordnung zu halten, obwohl ich Ordnung sehr mag. Das frustriert so ungemein. :(
      Probleme mit der Handlungsplanung. Während man versucht zu überlegen, was man wie jetzt tun soll, feuern zu viele Neuronen gleichzeitig, dann ist man blockiert und macht gar nichts.
      Was funktionieren könnte, wären ganz feste Routinen, die so eingeschliffen sind, dass man nicht mehr darüber nachdenken muss, aber Routinen sind auch schwer zu etablieren.
      Menschen sind auch nur Tiere. - Ich mag Tiere!
    • Lichterfreund schrieb:

      Er verwendet für jeden Raum täglich 5 Minuten zum Reinigen oder Aufräumen.
      Was in den 5 Minuten nicht fertig wird, das bleibt für einen anderen Tag liegen.
      Ich finde die Idee richtig klasse und hab sie gestern mal probiert. Das ist genau die Art von Struktur, die mein Aspie-Gehirn braucht. Normalerweise sehe ich in einem Raum die gefühlt 100 Dinge, die man tun sollte - Fenster mal wieder putzen, Fensterbretter reinigen, Spinnweben von der Decke saugen, , Sockelleisten putzen, Boden saugen und wischen... und fühle mich dann schnell überfordert.
      Danke für den Tipp!
    • Neumond schrieb:

      Lichterfreund schrieb:

      Er verwendet für jeden Raum täglich 5 Minuten zum Reinigen oder Aufräumen.
      Was in den 5 Minuten nicht fertig wird, das bleibt für einen anderen Tag liegen.
      Ich finde die Idee richtig klasse und hab sie gestern mal probiert. Das ist genau die Art von Struktur, die mein Aspie-Gehirn braucht. Normalerweise sehe ich in einem Raum die gefühlt 100 Dinge, die man tun sollte - Fenster mal wieder putzen, Fensterbretter reinigen, Spinnweben von der Decke saugen, , Sockelleisten putzen, Boden saugen und wischen... und fühle mich dann schnell überfordert.Danke für den Tipp!
      Mich würde die 5 Minuten Regel noch mehr überfordern. Gerade weil da so viele Dinge getan werden sollten, wüsste ich noch viel weniger, wo ich anfangen sollte, wenn ich nur 5 Minuten Zeit habe. Und nach den 5 Minuten wäre ich so frustriert, dass so viel nicht getan wurde, dass es mich völlig demoralisieren würde.
      ~ What the fuck is real life and where can I download it? ~