Loslassen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Morgen jährt sich der Erstkontakt mit „ihr“ zum zweiten Mal.
      Wenn ich in mich hineinhorche ist da noch immer diese Leere in mir, die durch den abrupten weihnachtlichen Kontaktabbruch zustande kam.

      Es zeigt mir wieder, ich kann nicht von Menschen loslassen, wenn sie mir etwas bedeuten.

      Wie machen das Menschen die einfach von heute auf morgen jemanden aus dem eigenen Leben verbannen können und loslassen zu gerlernt zu haben?

      Was ist ihr Rezept? Oder belügen sie sich selbst und die Umwelt?

      Wie gerne würde ich es einfach auch können.
    • Ganz sicher gibt es viele die sich z. B. einfach mit anderen Menschen ablenken . :(
      Aber es gibt auch ganz sicher viele Menschen denen es wie dir geht.

      Domian hat immer den Tipp gegeben: Alle Idealisierenden Gedanken sofort wegwischen! WEG WEG WEG - Sofort die negativen Aspekte ganz bewusst machen! (z.B. Sie hat mich behandelt wie Dreck (plötzlicher Kontaktabbruch (ich nehme an) ohne Begründung.), Feige, link, unehrlich......)
      Dir klar machen das sie es nicht wert ist das du dich den Rest des Lebens so schlecht fühlst.


      Irgendwann ist es dann wieder ok! Ich wünsche dir das es nur noch kurz andauert und Kraft dafür.

      Es ist wirklich schwer dazu zu schreiben ohne deine Traurigkeit irgendwie abzuwerten. Ich hoffe du empfindest das nicht so.
      Ich war aber mal 4 Jahre (länger, aber diese Jahre waren die extremsten) sehr sehr traurig weil ich meiner Familie egal bin und es mir klar wurde . Es wurde erst besser als ich wütend auf sie wurde weil ich mir ganz bewusst gemacht habe was sie eigentlich FÜR mich gemacht haben und was sie GEGEN mich gemacht haben.
      Ich habe es richtig aufgeschrieben. Ich habe z. B. Gespräche aufgeschrieben um sie mir immer wieder durchzulesen. Und im Laufe dieser "Bewusstmachung", ohne die Chance im Kopf etwas zu beschönigen, wurde es besser.
    • Tauriel schrieb:

      einfach mit anderen Menschen ablenken
      Versucht. Leider zu stark fixiert und ... aaargh, das ist Nummer Zwo auf der Liste, wenn ich Deinen Rat befölge.

      Dein Rat ist übrigens gar kein schlechter. Ich hatte mal angefangen Tagebuch zu führen, aber das nicht durchgehalten. Aber es macht sicher Sinn sich wirklich die negativen Seiten niederzuschreiben und somit die negativen Aspekte wirklich schwarz auf weiß vor sich zu haben. Eben damit die Idealvorstellung nicht gewinnt und in lebenslanger Trauer ausartet. Nur - das würde auch bedeuten sich einzugestehen, das alles irgendwie verkehrt und falsch war. Alles erlebte würde sich dann anders anfühlen. Ich weiß nicht ob ich dazu bereit bin.


      Tauriel schrieb:

      Irgendwann ist es dann wieder ok! Ich wünsche dir das es nur noch kurz andauert und Kraft dafür.
      Ich danke Dir!



      Tauriel schrieb:

      Es ist wirklich schwer dazu zu schreiben ohne deine Traurigkeit irgendwie abzuwerten. Ich hoffe du empfindest das nicht so.

      Nein, das tue ich nicht..
    • Tauriel schrieb:

      Domian hat immer den Tipp gegeben: Alle Idealisierenden Gedanken sofort wegwischen! WEG WEG WEG
      Das finde ich einen guten Tipp! Weil in der Regel idealisiert man den Menschen, wenn man trotz negativer Vorfälle immer noch daran festhält.
      Meine Erfahrung ist, dass man in die Menschen, in die man mal verliebt war, immer ein kleines bißchen verliebt bleibt. Weil das wunderbare, das man in ihnen gefunden hat, ja noch weiter da ist. Auch wenn man sich getrennt hat und einen Kontaktabbruch hatte o.ä.
      Ich habe für mich bezüglich vergangener Beziehungen einen Spruch wie: "Das Gute nehme ich mit, das andere lasse ich gerne zurück." Also, dass ich mich innerlich bedanke für das Schöne, das ich in dieser Beziehung erlebt habe, und das weniger Schöne bei ihnen lasse. Dann kann ich in Frieden weiter gehen. Ich weiß nicht, ob Dir das was hilft.
    • Das komplette Loslassen, so als hätte der andere nie existiert, sogar die Erinnerung im Kopf an ihn zu leugnen halte ich für falsch, das wäre wie du es sagst @PressPlayOnTape selbstbelügen.
      Mein Vater tut das so weit ich weiß, jedenfalls scheint es mir so als würde er wollen das ich und meine Mutter nie existiert hätten.
      Ich selber versuche weiterzuleben, ich habe mich auch schon von heute auf morgen von Personen (Freunden etc) getrennt, weil mir schiehn sie tun mir nicht gut, sind nicht erlich weil sie mich einfach anlügen und so, und damit kann ich nunmal nicht umgehen.
      Aber ich spreche dennoch manchmal von Dingen die ich mit ihnen erlebt habe oder wie sie waren als Mensch, auch positive Dinge, warum auch nicht?
      Ich hänge dem aber nicht nach und wünsche sie mir nicht zurück in mein Leben. Ich vermisse vielleicht ein paar wenige Dinge oder Momente, wie manchmal mit einem damaligen Freund einfach Witze machen die nur wir verstanden wo andere nicht den gleichen humor hatten, oder schaukeln, obwohl schon erwachsen, rumblödeln, (Anspielung an den einen Thread von neulich), aber er wird nicht der einzige Mensch sein mit dem man sowas machen kann, und eventuell finde ich irgendwann wieder eine Person mit der das auch geht.
      Wenn nicht ist das auch okay, ich trauere dem nicht sonderlich hinterher.
    • Tauriel schrieb:

      Ganz sicher gibt es viele die sich z. B. einfach mit anderen Menschen ablenken .
      Das ist Missbrauch an der anderen Person.

      Möchtest Du dass jemand seine Zeit mit Dir verbringt, weil der Mensch mit dem er eigentlich etwas machen möchte, keine Zeit hat, bzw. ihn ablehnt oder nicht treffen will?

      Ich möchte das nicht.
      Also mache ich das auch nicht mit anderen, und würde auch niemandem den Rat geben dies zu tun ,denn was ich nicht möchte dass man mit mir macht das mache ich auch nicht mit anderen.

      Wenn Du andere so behandelst als seien sie für Dich nur "zweite Wahl" dann hast Du auch nichts Besseres von denen zu erwarten.

      Man muss den freien Willen einer anderen Person respektieren. Wenn ein Mensch eine Beziehung beendet ist dies eine Willensäusserung, eine Grenze, und jeder hat das Recht solche Grenzen zu setzen.

      Loslassen ist notwendig. Das muss man alleine können, es hat keinen Sinn sich gleich die nächste zu suchen und der dann die Probleme aufzuhalsen. Die musst Du selber lösen, mit Hilfe wenn notwendig.
      Und zwar am besten bevor Du Dir die nächste Partnerin suchst.


      RegenbogenWusli schrieb:

      aber er wird nicht der einzige Mensch sein mit dem man sowas machen kann, und eventuell finde ich irgendwann wieder eine Person mit der das auch geht.
      Ja. Eventuell, das lässt sich nicht erzwingen man kann es sich wünschen.

      Ich vergesse Menschen nicht mit denen ich mal viel Zeit verbracht habe. Genauso vergesse ich ja auch die Tätigkeiten nicht, die Erlebnisse, die ich früher mal hatte und die jetzt vorbei sind.
      Es gibt Momente in denen ich an früher denke, und in denen ich dann auch etwas traurig bin weil diese Momente, Erlebnisse, Menschen, nicht mehr da sind, und nie wieder da sein werden.
      Wie z.B. meine Grosseltern.
      Oder andere Menschen, mit denen ich sogar zusammengewohnt habe, Freunde, die ganz andere Wege gegangen sind, es gab keine Gemeinsamkeiten mehr, es gab zum Teil auch Streit und Ablehnung.

      Ich finde es wichtig weiterhin für Begegnungen mit Menschen offen zu sein und nicht durch Enttäuschungen verbittert zu werden. Denn ich halte es für wichtig sich daran zu erinnern dass es nicht nur immer die anderen sind die einen enttäuschen, man selbst enttäuscht auch andere und macht Fehler.

      Es ist also wichtig dem anderen zu verzeihen, und auch sich selbst zu verzeihen, und dann loszulassen damit jeder für sich seinen eigenen Weg weitergehen kann.

      Loslassen können ist überhaupt das Wichtigste was man lernen muss im Leben.
      Denn irgendwann muss man auch das Leben selbst loslassen, und es ist gut darauf vorbereitet zu sein, dieser Moment kann jederzeit da sein.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Kraehe ()

    • Kraehe schrieb:

      Das ist Missbrauch an der anderen Person.

      Möchtest Du dass jemand seine Zeit mit Dir verbringt, weil der Mensch mit dem er eigentlich etwas machen möchte, keine Zeit hat, bzw. ihn ablehnt oder nicht treffen will?
      @Kraehe ICH mache das bestimmt nicht und würde das auch nicht machen oder an mir machen lassen wollen!!! :frown: :frown:
      Das war eine Feststellung (und eine mögliche Antwort auf die Frage "Wie machen andere Menschen das"). Es gibt Menschen die machen das so, damit lenken die sich vom Liebeskummer ab (wurde mir gesagt).
      Natürlich ist das nicht in Ordnung! Ich wollte niemanden dazu anstiften oder das gar gut heißen. Das hätte ich wohl besser noch mit dazu erklärt! ohgottohgott :?
    • Na ja, dazu fällt mir aber ein, das "Ablenken mit anderen Menschen" nicht zwangsläufig ausnutzen ist. Die Person die ich zum Beispiel "als zweite in der Reihe" meinte war vollkommen eingeweiht in mein Innerstes und vice versa. Sie hat mir aktiv geholfen mir ein großes Stück Schmerz zu nehmen und verstand sehr wohl, warum ich auf einmal in ihrer Wohnung stand. Ich bin ihr auch sehr dankbar dafür.
    • Wenn Du ein Leben lang nur daneben greifst, dann hast Du aber irgendwann das Gefühl die Hoffnung aufgeben zu müssen. Wenn Du glaubst den wunderbarsten Mensch der Welt getroffen zu haben und bitter enttäuscht wirst, ist es dann noch opportun zu glauben noch so jemanden zu treffen oder die Hoffnung ad acta zu legen?
    • Der Tipp von @Tauriel "mit anderen Personen ablenken" hat mich eher daran denken lassen, dass es sicher gut ist, sich in einer solchen Situation mit einem guten Freund oder Bekannten zu treffen, der auch um die traurige Stimmung weiß, d. h. so, wie du, @PressPlayOnTape, es wohl auch gemacht hast, wie du schreibst. Mir kann so etwas jedenfalls helfen (jedenfalls wenn ich eine solche Person habe ...).
      Den Ratschlag von Domian, sich besonders die schlechten Seiten vorzustellen, finde ich eigentlich nicht gut (vor allem, nachdem ich es ausprobiert habe). Wie auch andere schon geschrieben haben, hattet ihr ja sicher auch sehr gute Zeiten zusammen - sonst würdest du sie nicht so vermissen - und diese geraten dann, finde ich, zu sehr in Vergessenheit.
      Ich versuche auch gerade einen Menschen loszulassen, der mir so wichtig ist und versuche zum einen, es bewusst auszuhalten, dass er mir fehlt und zum anderen, ihn eben nicht mit schlechten Erinnerungen aus meinen Gednken zu drängen, sondern gerade nicht zu vergessen, wie schön die Zeit war, die ich ohne ihn so nicht gelebt hätte. Das soll natürlich nicht heißen, daß es gut wäre, ständig noch an diesen Menschen zu denken; das versuche ich schon abzustellen. (Ob und wie ich das schaffe, wird sich dann zeigen ...)
      Ob man nochmals einen Menschen trifft, der einem so nah kommen wird, kann man natürlich nicht wissen. Besonders darauf hoffen hält einen nur in den entsprechenden Gedankenschleifen gefangen, die einem womöglich noch weiter "runterziehen" (RW), fürchte ich, Es passiert eben, oder auch nicht.
      Ich wünsche dir, dass es dir nochmals mit gutem Ausgang passiert!

    • Wie machen das Menschen die einfach von heute auf morgen jemanden aus
      dem eigenen Leben verbannen können und loslassen zu gerlernt zu haben?


      Was ist ihr Rezept? Oder belügen sie sich selbst und die Umwelt?
      Dass können nur Menschen, die sich an den anderen nie emotional gebunden haben (egal was sie "gesagt" haben).
      Das Rezept ist, keine Gefühle zu und für andere zu haben. Das als Normal und gut und stark zu erleben und andere, die sich binden, als "schwach" zu definieren.

      So hart das ist, aber das Gefühl von Verlust ist ein Gefühl zu etwas, was nie da war.
      Insofern der schmerzhafte Verlust einer Illusion bzw Hoffnung, vo der man sich nicht trennen kann.

      Die dunkle Seite des Sprichwortes "die Hoffnung stirbt zuletzt"
      Die Seele hat die Farbe deiner Gedanken (Marc Aurel)
    • Neumond schrieb:

      Tauriel schrieb:

      Domian hat immer den Tipp gegeben: Alle Idealisierenden Gedanken sofort wegwischen! WEG WEG WEG
      Das finde ich einen guten Tipp! Weil in der Regel idealisiert man den Menschen, wenn man trotz negativer Vorfälle immer noch daran festhält.Meine Erfahrung ist, dass man in die Menschen, in die man mal verliebt war, immer ein kleines bißchen verliebt bleibt. Weil das wunderbare, das man in ihnen gefunden hat, ja noch weiter da ist. Auch wenn man sich getrennt hat und einen Kontaktabbruch hatte o.ä.
      Das kann ich nur bestätigen. Ich kann mir vorstellen, dass das für Menschen, die sehr "eigen" sind und unter Umständen mehrere "Baustellen" haben, tendenziell besonders schwer ist. Weil sie oft sowohl weniger Menschen kennen lernen als viele andere, als auch mit weniger kompatibel sind. Insbesondere, wenn es da mehrere Punkte gibt, die "Marktwert" und "Auswahl" verkleinern. Angesichts der Tatsache, dass es mit zunehmendem Alter und längerer "Kontaktabstinenz" auch nicht einfacher wird, ist dann die Vorstellung, dass es nie mehr etwas wird mit einer Partnerschaft, ja durchaus realistisch. Auch dieses Wissen kann das Loslassen noch erschweren. Erst recht, wenn es sich um einen Menschen handelte, den man nicht nur sehr mochte, sondern der in vieler Hinsicht tatsächlich sehr gut zu einem zu passen schien.

      Ich selber habe vor Jahren auch einen plötzlichen Kontaktabbruch erlebt, per Email, die keine wirkliche Erklärung war. Nun gut, Ambivalenz bzw. ein "Verpuffen" von Gefühlen kann man auch nicht unbedingt rational erklären, auf Liebe gibt es nun einmal keinen "Anspruch". Weh tat mir auch, dass er das, was gewesen war, quasi verneinte und entwertete, dass er meinte, wir hätten uns unsere Gefühle füreinander quasi "eingebildet", und es sei doch nicht mehr als "nur" Freundschaft gewesen. Bei einer wirklichen "Nur"-Freundschaft wäre dieser radikale Kontaktabbruch dann aber nicht nötig gewesen, zumal ich ihn keineswegs "unter Druck setzen" wollte. Ich habe mich dann damals sehr bewusst und gezielt "entliebt", was ein langwieriger, schmerzhafter Prozess war. Nachdem ich auf seine Abschiedsmail ihm noch einmal schrieb und dann eine sehr kurze, kühle Antwort kam, die zeigte, dass er damit tatsächlich schon "durch" war, schrieb ich ihm noch viele lange Mails über meine Gedanken und Gefühle - die ich niemals abschickte. Die Vorgehensweise, die Domian empfiehlt, das bewusste "Entidealisieren", war eine große Hilfe (wobei ich nicht wusste, dass das auch ein Tipp von Domian ist, obwohl ich die Sendung kenne). Ich machte mir immer wieder klar, wenn es wirklich gepasst hätte, hätte es eben keinen solchen Kontaktabbruch gegeben. Sehr hilfreich fand ich auch dieses und dieses wunderbare Buch, und auch aus diesem und diesem nahm ich viele Anregungen und Erkenntnisse. Wobei ich die beiden letzten auch kritisch sehe, denn sie wenden sehr traditionell das klassische "Jäger-und-Beute-Muster" an, was für "komische" Frauen, die es ohnehin schwieriger haben, einen Partner zu finden, nicht gerade ermutigend ist. Letztlich ist "Loslassen" ein schwerer, aber notwendiger weg - aber wenn es gelingt, wird es dadurch nicht unbedingt einfacher, sich für eine neue Erfahrung zu öffnen. Gerade, wenn man mit der Zeit immer mehr lernt, wie hoch die "Hürden" im eigenen Fall vielleicht sind. Schwierig, aber hilfreich, kann auch das "Loslassen" von der Vorstellung, generell noch einmal einen Partner zu finden, sein. Und ebenso die Auseinandersetzung damit, welche Kompromisse man im Zweifelsfall einzugehen bereit ist. "Für "sicherheitshalber die kleine Liebe" bin ich mir dann doch zu schade", las ich mal in einem anderen Selbsthilfeforum, und kann das sehr gut nachvollziehen.
      From my youth upwards my spirit walk'd not with the souls of men. (...)
      My joys, my griefs, my passions, and my powers, made me a stranger.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Leonora ()

    • Ob es Tatsache sei, dass "sterben" gleich "Leben loslassen" bedeutet, darüber scheinen die Leute wohl unterschiedlich zu denken. Unsterbliche Seele etc.

      Aber ich meine es noch etwas anders: ich möchte es gern als Glaubenssache ansehen, dass es gut sei, auf das eigene Lebenloslassen vorbereitet zu sein, und da selbst nicht dran glauben. Man wird nach einer Krankheit doch auch tendenziell eher dann gesund, wenn man an Heilung glaubt und einem Doc, einer Pille oder einer Therapieform vertrautt, Selbstheilungskraft unterstützen usw., darum fällt es mir schwer anzunehmen, dass mein System schön zuverlässig in Funktion bleibt, wenn ich meine Aufmerksamkeit einem eigenen (zukünftigen) Sterbeprozess widme.
    • Bei einer Krankheit geht es im Prozess der Heilung doch auch darum, die Kankheit loszulassen.
      Die Fixierung darauf, die Ängste davor, bis hin zu den sekundären Krankheitsgewinnen (Aufmerksamkeit, Mitleid, wenn andere sich deshalb kümmern und weg wären, wenn die Karnakheit nicht mehr da wären, usw.usw,9
      Die Seele hat die Farbe deiner Gedanken (Marc Aurel)
    • Knoedel schrieb:

      Aber ich meine es noch etwas anders: ich möchte es gern als Glaubenssache ansehen, dass es gut sei, auf das eigene Lebenloslassen vorbereitet zu sein, und da selbst nicht dran glauben. Man wird nach einer Krankheit doch auch tendenziell eher dann gesund, wenn man an Heilung glaubt und einem Doc, einer Pille oder einer Therapieform vertrautt, Selbstheilungskraft unterstützen usw., darum fällt es mir schwer anzunehmen, dass mein System schön zuverlässig in Funktion bleibt, wenn ich meine Aufmerksamkeit einem eigenen (zukünftigen) Sterbeprozess widme.
      In dieser Art Logik denke ich auch.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )
    • Happy to be schrieb:

      Bei einer Krankheit geht es im Prozess der Heilung doch auch darum, die Kankheit loszulassen.
      Ja, so meinte ich das.

      Also nicht in dem Sinne das man sein Leben der Aufmerksamkeit des Sterbeprozesses widmet. Das ist ja destruktiv.

      Loslassen.
      Let it go.
      Lass es frei, was immer es sein mag.
      Das Leben, die Liebe, was auch immer.

      Ich weiss aus eigener Erfahrung dass es immer schlecht war wenn ich Dinge/Menschen versucht habe festzuhalten deren Zeit um war. Es hat immer mein Leiden verlängert.
      Das ist dumm. Ich will es nicht mehr denn meine Zeit ist begrenzt und ich will sie nicht vergeuden.

      PressPlayOnTape schrieb:

      Wenn Du ein Leben lang nur daneben greifst,
      Du hast danebengegriffen. Dafür bist Du selbst verantwortlich, Du bist kein Opfer.
      Es war die falsche Wahl, mangels eigener Klarheit. Das sind Lernprozesse.

      Wir machen immer wieder dieselben Fehler bis wir es kapiert haben.

      Auch seine eigenen Fehler kann man loslassen. :d
      Die anderen Leute sind dafür nicht verantwortlich.