Überforderung mit Reizüberflutung

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    • Ich konnte noch nicht feststellen, dass das spontan schlechter oder besser wird. Lediglich mein Tinnitus ist nach anstrengenden Tagen deutlicher wahrnehmbar als sonst, das versuche ich, so gut es eben geht, zu ignorieren.
      What doesn't kill me makes me stranger.
    • Je mehr Stress ich habe, desto reizempfindlicher bin ich, desto stärker wird mein Tinnitus und desto stärker sind die Kopfweh. Meine Konzentrationsfähigkeit sinkt dann leider auch immer gegen null. Ich werde irgendwie immer verwirrter, bekomme dann selbst einfachste Sachen nicht mehr auf die Reihe und reagiere auch sehr gereizt. Es ist bei mir also auch mal besser und mal schlechter. Neben Stress spielen aber auch noch das Wetter (bin leider wetterfühlig und leide bei Wetterumschwüngen oft unter Kopf- und Gliederschmerzen) und meine allgemeine Verfassung eine Rolle. So bin ich in den Tagen vor und während meiner Periode oder wenn ich krank bin oder zu wenig geschlafen habe, sehr viel reizempfindlicher als sonst. Kommen dann noch Stress und ein Wetterumschwung, bzw. hohe Temperaturen (ab ca. 25 Grad) dazu, kann man mich im Grunde zu nichts mehr gebrauchen. Mir wird dann immer alles zu viel und am liebsten würde ich mich den ganzen Tag im Bett verkriechen. Nach Möglichkeit versuche ich mich dann gegen die Außenwelt abzuschotten, in dem ich mich an den Computer setze, über meine Noise-Canceling-Kopfhörer leise und ruhige Entspannungsmusik höre und bei "Die Sims" ein Haus baue, dafür Objekte bastel oder eine meiner Geschichten korrigiere. Leider ist das nicht immer möglich; ich muss ja auch die Tiere versorgen, Haushalt und Garten in Ordnung halten und meiner Oma helfen.
      Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie Andere mich gern hätten.
    • Windtänzerin schrieb:

      DrCarsonBeckett schrieb:

      Aber was genau möchtest du nun hören?
      Hä? Ich habe doch nur auf @Daniel1s Post geantwortet. Mehr nicht. Was sollte ich denn dann bitte hören wollen?
      Hallo Windtänzerin, wollte wissen, wie sich die Reizüberforderung bei Euch auswirkt.


      Windtänzerin schrieb:

      Je mehr Stress ich habe, desto reizempfindlicher bin ich, desto stärker wird mein Tinnitus und desto stärker sind die Kopfweh. Meine Konzentrationsfähigkeit sinkt dann leider auch immer gegen null. Ich werde irgendwie immer verwirrter, bekomme dann selbst einfachste Sachen nicht mehr auf die Reihe und reagiere auch sehr gereizt. Es ist bei mir also auch mal besser und mal schlechter. Neben Stress spielen aber auch noch das Wetter (bin leider wetterfühlig und leide bei Wetterumschwüngen oft unter Kopf- und Gliederschmerzen) und meine allgemeine Verfassung eine Rolle. So bin ich in den Tagen vor und während meiner Periode oder wenn ich krank bin oder zu wenig geschlafen habe, sehr viel reizempfindlicher als sonst. Kommen dann noch Stress und ein Wetterumschwung, bzw. hohe Temperaturen (ab ca. 25 Grad) dazu, kann man mich im Grunde zu nichts mehr gebrauchen. Mir wird dann immer alles zu viel und am liebsten würde ich mich den ganzen Tag im Bett verkriechen. Nach Möglichkeit versuche ich mich dann gegen die Außenwelt abzuschotten, in dem ich mich an den Computer setze, über meine Noise-Canceling-Kopfhörer leise und ruhige Entspannungsmusik höre und bei "Die Sims" ein Haus baue, dafür Objekte bastel oder eine meiner Geschichten korrigiere. Leider ist das nicht immer möglich; ich muss ja auch die Tiere versorgen, Haushalt und Garten in Ordnung halten und meiner Oma helfen.
      So ähnlich wie bei mir.

      L. G. Daniel
    • Momentan bin ich in einer Dauerstressschleife gefangen....
      Habe eigentlich ständig Tinnitus und Kopfschmerzen, je nach Stresspegel stärker werdend.
      Hinzu kommen Nacken- und Schulterschmerzen aufgrund von Verspannungen (bin ein ruhiger Mensch, Stress und Frustration führen bei mir zu Anspannung), Gelenkschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Juckreiz ....
      Meine Sinne werden bei Stress noch geschärfter: ertrage Geräusche, Licht und taktile Reize dann noch weniger.

      Bei mir hilft nur Rückzug: ruhiger Ort, liegen, träumen
      = meine Art der Meditation
      Dauert dann aber mindestens 1 Stunde bis ich wieder zu gebrauchen bin.
      Geht auf Arbeit leider nicht. Da mach ich weiter, und weiter , und weiter
      Dann brauche ich auch gerne mal ein ganzes Wochenende um wieder zu fit zu sein, leider ist dann schon wieder Montag und alles geht von vorne los....
    • Daniel1 schrieb:

      Momentan bin ich wieder brutal von der Reizüberf lutung überfordert.
      Tinnitus, Kopfschmerzen, Ohrendruck, könnte alles zusammenschlagen.
      Habt Ihr es auch?
      Wie geht Ihr damit um?
      Ich habe zwar weder Tinnitus noch Kopfschmerzen, bin aber bei Reizüberflutung einfach zu nichts in der Lage. Ich funktioniere dann nicht mehr, es hilft nur Rückzug in die Ruhe.

      Alles zusammenschlagen hilft jedenfalls nicht ;) Das kann ich Dir mit Sicherheit sagen, ich habe nämlich früher ziemlich viel kaputtgemacht wenn ich ich überfordert war. Dann lieber auspowern mit Sport.

      Wenn Du überfordert bist mit der Reizüberflutung ist es sinnvoll die Reize zu reduzieren so weit wie möglich. Diese Zustände sind aspietypisch, es ist wichtig zu lernen damit umzugehen, am besten ist es zu trainieren es rechtzeitgi zu merken (kurz vor der "Überflutung") um dann entsprechend handeln zu können, bzw. sich zurückzuziehen.

      Es hat keinen Sinn dagegen anzuarbeiten oder sich zu zwingen es aushalten zu müssen, bzw. sich "abzuhärten", das ist schädlich für die Gesundheit und kann dauerhafte unangenehme Folgen haben.

      Das ist jedenfalls meine Meinung dazu.
    • Eigentlich ist man doch "mental" erschöpft..warum hat man oft das Gefühl, der Körper sei es dann auch?
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )

      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater
    • Linnea schrieb:

      Eigentlich ist man doch "mental" erschöpft..warum hat man oft das Gefühl, der Körper sei es dann auch?
      Körper und Geist sind eine Einheit. Wenn es einem mental schlecht geht und man mental erschöpft ist, dann hat es auch Auswirkungen auf den Körper.

      Wenn das Gehirn, quasi der Boardcomputer an den Körper via Botenstoffe, Hormone sendet: Erschöpfung, dann reagiert der Körper entsprechend. Man kann das gut an der Haut sehen, manche bekommen bei Erschöpfung Kopfschmerzen, Augenflimmern, eine Unfähigkeit einfachste Dinge zu erledigen, Koordinationsschwierigkeiten.

      Wenn man mental erschöpft ist, dann hat das IMMER Auswirkungen auf den Körper. Mentale Erschöpfung ist für den Körper negativ, es gibt zwar sowas wie positiver Stress, aber wirkliche Mentale Erschöpfung, da kannste danach den Körper erstmal vergessen (RW), der braucht dann auch seine Regenerationszeit.

      Die "normalen" körperlichen Erneuerungsprozesse, Zellen usw. das wird teiweise eingestellt, bei großer Gefahr usw. reagiert auch oft das Verdauungssystem.

      Nicht umsonst gibt es Sprichwörter wie: das geht mir unter die Haut, das schlägt mir auf den Magen. Alles was psychisch belastet, belastet auch den Körper und seine Funktionen.
      ~Die Liebe allein versteht das Geheimnis, andere zu beschenken und dabei selbst reich zu werden.~
    • Ohje. Danke für die Ausführungen.

      Das finde ich aber doof.
      Weil ich dann ja bisweilen nichtmal genug Elan habe für das, was mir Freude macht.
      Und genug Schlafen auch nicht wirklich ausreicht.

      Das will ich aber so nicht. :nerved:
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      (Schrödinger lässt grüßen :) )

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      C.W. Leadbeater
    • Die Eingangsfrage ist sehr knapp gestellt. Letztlich hängt es doch von der Lebensführung und den Lebensumständen ab, wie oft und lange man tagtäglich zu vielen Reizen ausgesetzt ist und inwieweit sich das reduzieren lässt.

      Ich kann nur auf jeden Fall empfehlen, auf ausreichend Schlaf zu achten, da sich sonst die Reiz(über)Empfindlichkeit verstärkt.
      I could work hard to be normal, but I prefer to hold myself a higher standard. Ego lex sum.
    • Stimmt..oder/und die Erschöpfung auch.
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      C.W. Leadbeater
    • Ich unterscheide bei mir in zwei verschiedene Phasen.

      Zum einen die wenn ich gestresst bin. Dann bin ich fahrig und unkordiniert, versinke in Depressionen, neige zu Stimmungsschwankungen und bin nicht in der Lage die Aufgaben, die sich vor mir zu Stappeln scheinen anzugehen. In schlimmen Momenten kommen dann Taubheitsgefühle dazu die sich in meinen Gliedern ausbreiten und ruhiges Arbeiten unmöglich machen.

      Zum anderen kommt es bei mir immer mal wieder zu sprunghaften Episoden in denen die Welt um mich buchstäblich zusammenbricht. Ich merke es meistens daran dass Umgebungsgeräusche lauter werden und anfangen sich zu überlappen und das Licht heller wird. ich versuche es dann meistens auszublenden, indem ich mich auf die Geräusche konzentriere und versuche sie einzeln zu filtern. Da das manuel einfach nicht lange möglich ist, entwickle ich dann schnell starke Kopfschmerzen und fange an zu Hyperventilieren. Die Anfälle gehen vorrüber aber für den Rest des Tages bin ich dann erledigt.
    • Neu

      Daniel1 schrieb:

      Here von keinem von Euch, dass er, sie durch Reizueberforderung so überfordert ist, dass er, sie alles zusammenschlagen,
      Das war früher bei mir so. Schon lange her, zum Glück. Ich kenne es aber, es ist schlimm. Ich habe damals viel zerstört.

      Daniel1 schrieb:

      Ist es nur bei mir
      Ich denke nicht.

      Daniel1 schrieb:

      Wie geht Ihr damit um?
      Tief durchatmen und einen Gang runterschalten (RW), innerlich.
      Ich lasse es nicht mehr so weit kommen, denn bevor es soweit ist dass ich völlig überflutet bin von den Reizen entziehe ich mich ihnen und komme zur Ruhe.
      Weg von allem.

      Entweder indem ich den Ort verlasse, mich den Personen entziehe, oder indem ich mich innerlich "wegbeame" dann sitzt der Körper noch da aber ich bin woanders. Das geht nur für einen kurzen Zeitraum, und das mache ich nur, wenn es gar nicht anders geht, wenn ich nicht körperlich wegkann für den Moment, und wenn es notwendig ist um zu verhindern dass ich explodiere. Oder implodiere, je nachdem welche Art von Reiz es ist. Psyssich oder psychisch (wenn eine Person mich mit irgendwelchen Diskussionen und Ansprüchen bedrängt die ich nicht erfüllen will).

      Ich rate Dir, zu lernen, Deine Wahrnehmung so weit zu trainieren, dass Du es rechtzeitig merkst und dann individuelle, für dich passende, Strategien zu üben. Ganz wichtig ist, es rechtzeitig zu merken. Denn wenn die Überflutung schon da ist, ist es meist zu spät um irgendwelche Strategien anzuwenden.

      Ausserdem ist es wichtig, Pausen einzuplanen bei Ereignissen, die vorhersehbar dazu führen dass es ein erhöhtes Reizaufkommen gibt.
      Wenn ich einen Tag habe an dem viel los ist, weiss ich vorher, dass am nächsten Tag eine entsprechende Ruhepause sein muss.
      Ausserdem habe ich meine Wohnsituation dahingehend eingerichtet, dass zu Hause Ruhe ist. Ich habe nichtmal einen Heizung sondern heize mit Holz, dadurch entfallen die störenden Geräusche, und anstatt einen Kühlschrank zu benutzen lagere ich die Lebensmittel in einem kleinen Keller. Als ich hierherzog war es ganz knapp davor dass ich einen Tinnitus kriegte, da ich aber ein gutes Körpergefühl habe und wusste was da auf mich zukommt, konnte ich es noch abwenden durch diese Massnahmen.
      Das kann man durch Training erreichen. Wenn ein Mensch eine hohe Empfindsamkeit gegenüber Reizen hat, und diese dementsprechend trainiert, kann er sich das zu Nutze machen um seinen Weg zu finden. Wie ein Tier das seinen Instinkten folgt und der Spur die es wittert.
      Man darf sich nicht ablenken lassen.

      Es war ziemlich unbequem, aber es hat sich gelohnt, denn ich konnte dadurch meine Gesundheit erhalten. :)

      So gehe ich damit um. Es muss aber jeder seinen eigenen Weg finden, denn das was ich mache ist sicherlich nicht passend für alle Menschen. Sie haben möglicherweise andere Bedürfnisse.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kraehe ()

    • Neu

      Zusammenschlagen/Sachen kaputt machen :shake: , weinen :nod: .

      Wenn etwas völlig unvorbereitet nicht klappt, muss ich mich sehr beherrschen, um nicht loszuschluchzen. Erst letzte Woche wieder passiert beim Arzt:

      Ich hatte 6x Krankengymnastik (MT) verordnet bekommen. Da auf der Verordnung nur ein 1er Schlüssel angegeben war, habe ich sicherheitshalber vor der vorletzten Stunde in der Arztpraxis angerufen, ob ich eine Folgeverordnung bekommen kann. Es hieß, ja, wenn ich nach der letzten Stunde mit dem Therapiebericht in die Praxis komme. Also habe ich gleich neue Termine ausgemacht, damit es nahtlos weiter gehen kann. Als ich dann mit besagtem Therapiebericht in die Arztpraxis kam, hieß es plötzlich, dass es für meine Diagnose nur 1x 6 KG/MT pro Quartal gibt. Es täte ihnen leid, sie hätten sich vertan/es nicht gewusst :x . Ich konnte mich plötzlich nicht mehr vernünftig artikulieren und hätte am liebsten losgeheult.

      Ab und an funktioniert das Weinen auch wie ein Ventil, wenn sich zu viel angestaut hat.

      Wenn ich mich komplett verausgabe und mir nicht genug Ruhephasen gönne, spielt mein Immunsystem verrückt und ich bekomme einen Infekt nach dem anderen.
    • Neu

      Daniel1 schrieb:

      Here von keinem von Euch, dass er, sie durch Reizueberforderung so überfordert ist, dass er, sie......... weinen laufen koennte.
      Ist es nur bei mir?
      Nein, ich kenne das auch. Ist mir leider auch schon im Job in bestimmten Situationen passiert.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )

      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater