Autismustag von Aspies e.V. 2018 in Berlin

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    • Autismustag von Aspies e.V. 2018 in Berlin

      Hallo liebe Selbsthilfeforums-User,

      am 30. Juni 2018 fand in Berlin wieder unser jährlicher Autismustag statt. Falls hier Leute unterwegs sein sollten, die dabei waren, würden wir gerne wissen, wie es euch gefallen hat.

      Wenn euch der Tag gut gefallen hat, würden wir uns über ein kleines Lob freuen. Insbesondere auch über Infos, was konkret ihr gut fandet (gute Dinge soll man beibehalten).

      Dasselbe bei Kritik: Falls es Dinge gab, die euch nicht so gut gefallen haben, dann benennt diese möglichst ebenfalls konkret. Am besten schreibt auch gleich Ideen dazu, wie man "Schwachstellen" verbessern könnte (an den örtlichen + zeitlichen Gegebenheiten kann man allerdings nichts ändern). Verbesserungsvorschläge versuchen wir, je nach Möglichkeit, umzusetzen.

      Das Anliegen des Austismustages von Aspies e.V. - von und für AutistInnen und Interessierte ist ein Plädoyer für Neurologische Vielfalt. Insbesondere natürlich für die autistische Art zu sein. Deshalb die zeitliche Nähe zum "autistic pridde day" und der Grundsatz, dass alle RefentInnen im Autismus Spektrum sind.

      Wir würden uns sehr über eure Rückmeldungen freuen.

      Dankeschön für eure Meinungen,
      Vorstand von Aspies e.V.
      Aspies e.V. - Vorstand
    • Hallo lieber Vorstand von Aspies e.V.
      Von mir gibt es ein großes Lob für den vorigen Autismustag. Es war der 3. an dem ich teilgenommen habe und für mich der interessanteste. Die Organisatoren haben eine gute Mischung aus rein informativen und auch unterhaltsamen Vorträgen ausgewählt. Für mich jedenfalls hatte der Vortrag von Dr. Peter Schmidt "Autismus und Reisen. Geht das überhaupt?" durchaus auch Unterhaltungswert. Es ist schon erstaunlich, dass sich ein Autist in die weite Welt traut, wo unsereiner schon mit sich ringen muss, um in den nächsten Supermarkt zu gehen...
      Informativ fand ich den Vortrag von Alexander Hanke aus Leipzig. Ich hatte vorher noch nie davon gehört, dass es für Autisten die Möglichkeit gibt, einen Schulabschluss online zu erlangen. Das ist für einige nicht schulfähige autistische Kinder bestimmt die einzige Möglichkeit. Beeindruckt hat mich auch der souveräne Vortrag. Immerhin ist Herr Hanke gerade mal 18 Jahre alt.
      Berührt hat mich der Vortrag "Hilfe, ich werde gemobbt! - Mobbing erkennen, abwehren und überleben" von Esther Schramm, habe ich doch viele Jahre solche Erfahrungen machen müssen.
      Beim nächsten Autismustag bin ich auf jeden Fall wieder mit dabei.
    • Im Prinzip war alles gut.
      Das Raumklima gehört ja zu den Dingen, die nicht zu ändern sind.
      Die Ansage "Rückzugsmöglichkeit draußen" passte überhaupt nicht zum Verhalten des Kellners (vom Restaurant), der anfangs mehrere Teilnehmer von den Tischen im Hof verscheucht hat, bis sich dann die Masse durchgesetzt hat. Das könnte man vielleicht im Vorfeld absprechen?
      Dass die Technik nicht wollte wie sie sollte und so zu einer Verzögerung geführt hat, hat nur eine Teilnehmerin so irritiert, dass sie vorzeitig gegangen ist.
    • Autismustag habt Ihr wieder super gemacht!
      Auch das mit den Kärtchen fand ich gut gelöst.

      Die Vorträge waren ja wieder sehr interessant, Alexander Hanke
      fand ich ja besonders spannend, und auch viele seiner Randbemerkungen, war viel neues für mich dabei, online Schule hätte ich auch gerne gemacht... .

      Esther Schramm hatte auch ein wichtiges Thema mit vielen Infos rechts und links.
      Nun kenne ich auch den Unterschied zwischen Mobbing und Konflikt, hatte hier bislang einen fliesenden Übergang gesehen.

      Also alles in allem großes Lob und vielen Dank für die Mühe.
      finde im Leben heraus was Du nicht gut kannst, und dann lass es bleiben. [ALF]
    • Den Autismustag 2018 fand ich auch sehr gut gelungen. Es war eine gute Mischung der Themen. Interessant fand ich eigentlich alle Vorträge.
      Alexander Hanke: Bin zwar nicht mehr im Schulalter, aber da ich bisher das Konzept der Online-Beschulung für Autisten nur vom "Hörensagen" kannte, wollte ich mal wissen, wie so was konkret läuft.
      Peter Schmidts Vortrag über "Reisen als Autist": Fand ich sehr unterhaltsam. Habe viel gelacht, aber auch praktische Tipps für eigene Reisen mitgenommen.
      Esther Schramms Vortrag, wie man als Autist mit Mobbing-Situationen fertigwerden kann: Fand ich wichtig. Hatte im Leben auch viel mit Mobbing zu kämpfen und habe hier einiges dazugelernt. Wie man sich wehren kann, ohne den Job oder den Rückhalt der Kollegen zu verlieren, z.B.
      Auch Robin Schichas Lesung fand ich gelungen: So viele bekannte Künstler, die ohne ihre autistischen Eigenheiten wohl nicht zu dem Erfolg gelangt wären, den sie dann hatten.
      Hajos Vorstellung des Konzepts der Workshops "Autistische Fähigkeiten nach dem autWorker-Prinzip": Fand ich sehr gut, weil ich jetzt mehr darüber weiß, wie solche Workshops eigentlich ablaufen.

      Organisation: Ja klar, für das unangenehme feuchtwarme Klima im Theatersaal kann niemand was. Unangenehm, aber nicht zu ändern.
    • Auch ich fand den Autismustag sehr gelungen. Es waren deutlich mehr Leute da, als in den letzten Jahren. Der Eintritt, der mit Voranmeldung günstiger war als ohne, war für die BeśucherInnen letztlich kostenneutral und für Aspies e.V. besser planbar. Andrerseits könnte es einige abschrecken, sich online anmelden zu müssen oder aber als Nichtmitglieder 11 Euro zu bezahlen.

      Die Vorträge fand ich durchweg gut, es war auch genügend Zeit für Nachfragen. Nur am späten Nachmittag war das Programm doch etwas gedrängt. Peter Schmidt ist ein amüsanter Selbstdarsteller, aber ein Austausch über Schwierigkeiten beim Reisen in einer Selbsthilfegruppe auf Augenhöhe sähe sicher anders aus.
      Esther Schramms Vortrag zu Mobbing fand ich sehr gut. Sie hat darin auch Kritiken vom letzten Autismustag positiv aufgenommen, im Bedarfsfall nicht nur auf den ArbeitgeberInnen zu bauen, sondern auch Behindertenbeauftragte, Betriebsräte oder wenn nötig externe UnterstützerInnen anzusprechen

      Was mir bislang fehlt sind Auseinandersetzungen über das Für und Wider einer freiwilligen Suche nach Diagnostik in einer Welt, die nicht frei ist. Es heißt oft, Autismus wäre eine "Modediagnose"- andererseits gibt es Tendenzen, wie im neuen Bayerischen Polizeigesetz, Menschen mit psychiatrischen Diagnosen wie Strafgefangene zu behandeln. Dann wird die Diagnose eher zur Falle. Dass es viele Menschen im autistischen Spektrum gibt, die um eine Diagnosestellung nicht herum kommen , ist mir bewusst- aber gerade auch hier ist darauf zu achten, dass das nicht wieder zur Diskriminierung als Behinderte (ableism) führt.

      sueddeutsche.de/bayern/umstrit…aeter-behandeln-1.3944987

      Es wird wohl auf aspies.de auch ein bürgerrechtlicher Schwerpunkt zukommen.

      In dem Zusammenhang möchte ich anmerken, dass auch den Datenschutz und die dazugehörige Erklärung im Forum, die bei genauer Betrachtung fast jede Datennnutzung erlaubt, zu überarbeiten wäre. Ich selbst (Nichtmitglied) habe davon leider kaum Ahnung; könnte bei Badarf aber einen "Datenschutzgenerator" herunterladen/verlinken, der sicherstellt, dass nur das für die Seitennutzung Unerlässliche von den NutzerInnen bestätigt werden muss.
    • Ich fand das Programm auch vielfältig und interessant. Ich hatte etwas Sorge wegen der Überziehungen, die die Zeitplanung etwas durcheinandergebracht hatte, wollte aber auch die Diskussionen nicht vorzeitig abwürgen, da die rege Beteiligung des Publikums doch gezeigt hat, dass da entsprechender Bedarf besteht. Überhaupt habe ich mich über die zahlreiche Teilnahme gefreut und dass beispielsweise Gäste teilweise aus ganz Deutschland angereist sind. Was die technischen Probleme angeht, haben wir uns vorgenommen, beim nächsten Mal uns die Präsentationen von den Referent/innen rechtzeitig vorher zuschicken zu lassen, sodass wir entsprechende Probeläufe machen können; das sollte also das nächste Mal glatter laufen. Insgesamt scheint die Veranstaltung aber wirklich ganz gut bei den Leuten angekommen zu sein, da kam schon einiges an Lob zurück.