Der umgang mit anderen, wenn sie erfahren das das ihr autis seid

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    • Leseratte schrieb:

      Das sehe ich absolut nicht. Die meisten Menschen sagen nämlich nicht, was sie denken.
      Auch meine Erfahrung.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )

      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater
    • Unitbot712 schrieb:

      Ich habe wegen meiner generellen stillheit gegenüber fremden immer einwenig die hoffnung die situation dadurch etwas aufzulockern zu können und auf verständnis zustoßen.
      Ich glaube, genau das ist das Problem.
      Die wenigsten können mit der Information "Asperger", wenn sie einfach so gegeben wird, etwas anfangen, einfach weil sie weniig bis nichts darüber wissen uund dann eben vorsichtig werden.

      Ich sag meist ganz locker "übrigens, ich bin Asperger-Autistin, bei mir zeigt sich das, vor alle wenn ich müde werde durch dies und das unnd jedes, ich hab manchmal Probleme mit ....und verstehe Ironie und doppelbedeutungen oft nicht, also bitte nicht wundern, manchmal wirke ich halt was komisch, wenn euch was irritiert, einfach drauf ansprechen.

      Manchmal beshreibe ich es auch mit "stell dir vor, du bist müde und hast die Grippe und man setzt dch in eine Großraumdisco, ungefähr so nehme ich die Welt immer wahr, nur bin ich halt von Geburt daran gewöhnt und krieg es meist doch sortiert, aber wenn ich müde werde oder mehrer ongs gleichzeitig laufen...."

      machmal zähle ich auch einfach schhnell auf, was ich alles höre und sehe (also einen Teil davon, das reicht) und erkläre, dass das alles als "gleich laut" oder gleich wichtig bei mir ankommt und ich immer "rechnen" muss, was davon jetzt wichtig ist und was wozu gehört, und das das "Rechnen" nachläst, wenn ich müder werde

      Die häufigste Reaktion ist dann "das muss ja unheimlich anstrengend sein". Und dann sage ich "ich hatte ja mein Leben lang Zeit zum Üben, aber manchmal ist es wirklich schwer, also wenn ihr was merkt, bitte Bescheid geben und nicht wundern".

      Oft passiert es dann, dass jemand von einem Aspergerkind in der Familie oder im Bekanntenkreis berichtet und sagt "JETzT verstehe ich, wieso der manchmal aurastet, würde ich ja auch, wenn das bei mir so wäre" und dann freue ich mich, dass ein bisschen mehr Verständnis in der Welt dazu ist :)

      Für NTs, die ich das alle ja gar nicht vorstellen können, muss es schwierig sein, sich da hineinzudenken, und nur, wer sich in etwas hineindenken kann, ist dann auch in der Lage, ein wenig zu verstehen und geiegnet Rücksicht zu nehmen (um es dann auch immer wieder mal zu vergessen, das ist menschlich).

      Ich glaube, diie Erwartungen von Aspies an das, was NTs leisten können, wenn sie erfahren, dass jemand AspergerIn ist, sind einfach oft zu hoch. Man muss NTs helfen, überhaupt einen "betroffenheitsfreien" Zugang zu dem Phänomen Asperger zu finden und ihnen die Ängste vor diesem "anders, neu und ungewohnt" nehmen.
      Das geht am besten, wenn man selbst zu sich nicht "betroffen" rüberkommt und nicht zu viel erhofft oder gar erwartet, sondern sich freut, wenn überhaupt Interesse da ist (und das wird eben eher durch "locker und fröhlich" geweckt als durch "Betroffenheit"- wie bei fast jedem Thema)
      Die Seele hat die Farbe deiner Gedanken (Marc Aurel)
      Tu was du tust aus Liebe, tu es nicht aus Angst (Bodo Wartke)
      Tust du es nicht aus Liebe, tust du es aus Angst (Happy)
      Welche Farbe hat die Angst?
    • Dream Valley schrieb:

      Wenn du also ein Verhalten an den Tag legst, dass von anderen als unpassend empfunden wird, dann kannst du das 1 bis vielleicht 3 mal mit Autismus begründen. - Es heißt ja: “Alle Guten Dinge sind 3“
      Das problem ist das jeder anders darauf reagiert, da macht es kein unterschied wie oft ich mein fehl verhalten mit dem autismus begründe wenn eh jeder eine andere meinung hat was unpassend ist.
    • Ich habe in mir auch nicht den Drang, es anderen mitzuteilen.
      Normalerweise ist die Reaktion aber, wenn ich mich dann doch mitteile: "Was, Du? Das glaub ich nicht, Du wirkst so normal. Du bist bestimmt kein Autist... ich mag auch keine Menschenmassen, trotzdem bin ich kein Autist... blabla. "
      Es gibt aber mitunter auch positive Reaktionen. Gestern habe ich es einer Freundin erzählt, die ich längere Zeit nicht gesehen habe, die das aber gut nachvollziehen konnte. Ihr Tochter ist ebenfalls Asperger-Autistin. Durch sie bin ich erst drauf gekommen, dass ich selber AS sein könnte.
    • Leseratte schrieb:

      Das sehe ich absolut nicht. Die meisten Menschen sagen nämlich nicht, was sie denken. Und wenn sie es dann doch mal tun, im Streit oder so, dann haben sie hinterher ein schlechtes Gewissen, weil sie den anderen vielleicht damit verletzt haben.

      Linnea schrieb:

      Auch meine Erfahrung.
      Ähm, ihr redet über einen anderen Zeitpunkt... :roll:

      In dem Moment, wenn man seinem Ärger “Luft macht“ fühlt man Erleichterung.
      Jetzt kann es passieren, dass die Person, wenn sie das Geschehene reflektiert, zu dem Schluss kommt, dass sie zu hart oder ungerecht war. Dann kann es sein, dass die Person ein schlechtes Gewissen bekommt. Wenn sie jedoch zu dem Ergebnis kommt, dass sie sich nichts vorzuwerfen hat, dann entwickelt die Person auch kein schlechtes Gewissen.

      Es gibt sogar Menschen, die generell nicht zu reflektieren scheinen.
      Der beste Freund meiner Cousine sagte mir mal, dass er, sobald er ins Grübeln kommt, aus dem Haus geht und Zerstreuung sucht, weil er nicht über sein Leben nachdenken will. (Vielleicht aus Angst oder Unsicherheit...ich habe nicht näher gefragt...)

      Dieses Verhalten sorgt dafür, dass die Reflektion nicht stattfinden kann und somit sinkt auch die Wahrscheinlichkeit für ein schlechtes Gewissen.
      Gefühle können manchmal seltsam sein:
      Manchmal ist man von hunderten von Menschen umgeben und fühlt sich trotzdem wie der einsamste Mensch auf Erden.
      Auf der anderen Seite, kann man ganz alleine auf einer einsamen Insel sein und sich trotzdem geliebt und geborgen fühlen, weil man weiß, dass es irgendwo jemanden gibt, der einen versteht. ;)
    • Dream Valley schrieb:

      Der beste Freund meiner Cousine sagte mir mal, dass er, sobald er ins Grübeln kommt, aus dem Haus geht und Zerstreuung sucht, weil er nicht über sein Leben nachdenken will.
      So etwas würde ich ab und zu auch gerne mal können. Das Problem ist nur, dass ich es eben nicht kann. Wenn ich einmal ins Grübeln komme, dann lassen mich die entsprechenden Gedanken gar nicht mehr los und ich muss etwas dagegen tun, um nicht wahnsinnig zu werden oder zu verzweifeln. Einerseits ist das vorteilhaft, weil ich Dinge auf diese Weise nicht aufschiebe; andererseits ist es manchmal auch ein Problem, da es oft keine einfachen und schnellen Lösungen gibt und da wäre es sicherlich günstig, sich auch mal eine Pause zu gönnen, um nicht in Dauerstress zu geraten. :? Manchmal frage ich mich, ob Autisten "im Durchschnitt" häufiger über ihr Leben nachdenken als Nicht-Autisten, oder ob das wieder nur eine Art Klischee ist... :question:
      Eine generelle Bereitschaft zur Reflexion erwarte ich jedenfalls bei jedem (egal ob Autist oder nicht). Einige Menschen scheinen nichts zu hinterfragen oder zu überdenken und nur nach ihrem Instinkt zu leben. Mit solchen Menschen komme ich normalerweise am wenigsten klar und mit ihnen würde ich auch nicht über Themen wie Autismus sprechen, weil sie wahrscheinlich schon ein klischeehaftes starres Bild im Kopf haben, das sich nicht ändern lässt.
    • keinname schrieb:

      Manchmal frage ich mich, ob Autisten "im Durchschnitt" häufiger über ihr Leben nachdenken als Nicht-Autisten, oder ob das wieder nur eine Art Klischee ist... :question:
      Hm, ich denke, dass ist eine Frage von “extrovertiert“ und “introvertiert“. :roll:

      Extrovertierte Menschen knüpfen leicht Kontakt und haben einen großen Bekanntenkreis. Wenn dann mal jemand aus diesem Kreis “herausfällt“, dann ist das für diese Menschen leichter kompensierbar, weil sie schnell “Ersatz“ finden.
      Diese Personen finden ja auch durch ihr großes Umfeld rege Bestätigung oder fühlen sich bestätigt, weil andere Leute ihnen quasi “zufliegen“. Dann sieht man wahrscheinlich auch nicht die Notwendigkeit zu reflektieren.

      Introvertierte Menschen finden schwerer Anschluss. Deshalb haben einzelne Bezugspersonen für sie eine größere Bedeutung. Diese Beziehungen will man dann auch nicht leichtfertig zerstören, weil es schwieriger ist, einen neuen gleichwertigen Kontakt zu finden.
      Gefühle können manchmal seltsam sein:
      Manchmal ist man von hunderten von Menschen umgeben und fühlt sich trotzdem wie der einsamste Mensch auf Erden.
      Auf der anderen Seite, kann man ganz alleine auf einer einsamen Insel sein und sich trotzdem geliebt und geborgen fühlen, weil man weiß, dass es irgendwo jemanden gibt, der einen versteht. ;)
    • Muss gerade lachen, vor 36 Jahren machte ich mal einen Test bei einer Psychologin, da kam heraus, dass ich entweder sowohl extrem introvertierte als auch extrem extrovertierte Werte hatte, nur so gut wie nicht "in der Mitte" - und sie stand ziemlich ratlos davor.
      Ich war ebenfalls überrascht, denn damas war ich total schüchtern und zurückgezzogen und hätte nie vermutet, dss so etwas wie ""extrovertiert überhaupt vorhanden ist, aber das machte mir dann etwas Mut - enn was da ist, braucht es nur einen Weg, es heraus kommen zu lassen
      .
      Heute ist mir das klar, an manchen Stellen so gut wie nichts da, an anderen dafür "zu" viel....wie bei so ziemlich allem.
      Im Nachhinein betrachtet gab es viele Hinweise.
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    • Dream Valley schrieb:

      Hm, ich denke, dass ist eine Frage von “extrovertiert“ und “introvertiert“.

      Extrovertierte Menschen knüpfen leicht Kontakt und haben einen großen Bekanntenkreis. Wenn dann mal jemand aus diesem Kreis “herausfällt“, dann ist das für diese Menschen leichter kompensierbar, weil sie schnell “Ersatz“ finden.
      Diese Personen finden ja auch durch ihr großes Umfeld rege Bestätigung oder fühlen sich bestätigt, weil andere Leute ihnen quasi “zufliegen“. Dann sieht man wahrscheinlich auch nicht die Notwendigkeit zu reflektieren.
      Introversion heißt doch gerade, dass man weniger Reize braucht und lieber mal mehr für sich ist, um zu verarbeiten. Kennzeichnend ist hier der Wunsch, auch mal sozial entreizt zu sein, nicht der Mangel an Kontakten bzw. das Leiden darunter. Letzteres ist eher das Problem von schüchternen und zurückhaltenden Menschen. Es gibt viele introvertierte Personen, die sozial sehr gut integriert sind, viele Kontakte und Freunde haben, sich aber aus dem gern mal zurückziehen, weil es ihnen auch zuviel werden kann.


      Und extrovertierten Menschen müssen nicht unbedingt deswegen die Kontakte "zufliegen", weil sie durch ihre Extroversion per se für andere Menschen attraktiver sind bzw. ihnen der soziale Umgang soviel leichter fällt- sondern einfach deswegen, weil sie sozial aktiver sind und dann auch mehr Kontakte im sozialen Netz "hängenbleiben". Es ist einfach eine Frage der Kontakthäufigkeit.


      Happy to be schrieb:

      Muss gerade lachen, vor 36 Jahren machte ich mal einen Test bei einer Psychologin, da kam heraus, dass ich entweder sowohl extrem introvertierte als auch extrem extrovertierte Werte hatte, nur so gut wie nicht "in der Mitte" - und sie stand ziemlich ratlos davor.
      Ich war ebenfalls überrascht, denn damas war ich total schüchtern und zurückgezzogen und hätte nie vermutet, dss so etwas wie ""extrovertiert überhaupt vorhanden ist, aber das machte mir dann etwas Mut - enn was da ist, braucht es nur einen Weg, es heraus kommen zu lassen
      Dafür gibt es auch einen Ausdruck, du bist damit "ambivertiert".
    • @Willowtree
      cool, den Begriff kannte ich noch nicht (und die Stichworte beim ersten googeln leen sich ja auch eher erfreulich :) ), danke dir dafür :)
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      Tust du es nicht aus Liebe, tust du es aus Angst (Happy)
      Welche Farbe hat die Angst?
    • keinname schrieb:

      Manchmal frage ich mich, ob Autisten "im Durchschnitt" häufiger über ihr Leben nachdenken als Nicht-Autisten, oder ob das wieder nur eine Art Klischee ist...
      Eine generelle Bereitschaft zur Reflexion erwarte ich jedenfalls bei jedem (egal ob Autist oder nicht). Einige Menschen scheinen nichts zu hinterfragen oder zu überdenken und nur nach ihrem Instinkt zu leben. Mit solchen Menschen komme ich normalerweise am wenigsten klar und mit ihnen würde ich auch nicht über Themen wie Autismus sprechen, weil sie wahrscheinlich schon ein klischeehaftes starres Bild im Kopf haben, das sich nicht ändern lässt.
      So denke ich auch und kenne auch viele Nachdenker bei den Autisten.

      Mit intro- oder extrovertiert hat diese Fähigkeit/Gabe/Angewohnheit m.E. weniger zu tun.
      Ich bin z.B. beides...und es gibt stille Grübler, als auch offensiv-extrovertierte.
      ebenso neige ich zum viel-Denken, als auch ab und zu noch zur Impulsivität... Letzteres hat etwas nett-kindliches, aber kann auch in peinliche Situationen bringen.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )

      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater
    • Unitbot712 schrieb:

      Ich wollte mal wissen wie andere egal ob Nachbar mit denen ihr normalerweise nichts zu tun habt oder fremde darauf reagieren wenn sie erfahren das ihr Autisten seid?
      Weder Nachbarn und schon gar nicht "Fremde" erfahren was ich für eine Diagnose habe. Das posaune ich nicht hinaus und geht auch niemanden etwas an.


      Im engen Umfeld behandeln mich meine Eltern so wie sonst auch. Das ich Schwierigkeiten in diversen Lebensbereichen habe ist seit ü30 Jahren offensichtlich und seit wenigen Jahren hat es eben abseits von diversen Fehldiagnosen einen Namen bekommen. Im Verhältnis zu meinen Eltern gibt es keine Sonderbehandlung und dementsprechend auch keine große Rücksichtnahme (was mir oftmals sogar recht ist). Mein Partner hat selbst AS und nehmen beide aufeinander Rücksicht. Seine Eltern und Brüder haben auch ihre Schwierigkeiten und haben mit mir und der Diagnose überhaupt kein Problem.
    • Ich habe es im Januar nach Jahren endlich auch mal meiner Mutter gesagt, aber sie ignoriert es seither und erwähnt es nicht mehr, stellt auch keine Fragen (genau wie meine Schwester). Ich nehme an, sie denkt, wenn sie es lange genug ignoriert, dann geht es wieder weg. :roll: *Kopf-in-den-Sand-steck*
      Menschen sind auch nur Tiere. - Ich mag Tiere!
    • Nachdem das Wort nun schon vielfach vorkam, möchte ich doch anmerken:

      Es heißt "extravertiert" (nicht: extrovertiert)!

      extravertiert - introvertiert

      Die lateinischen Vorsilben sind "extra" und "intro" (wobei es im Lateinschen auch "intra" gibt, aber eben gerade kein "extro"!).

      Wobei der neueste Duden wohl auch bereits "extrovertiert" als zulässig aufgenommen hat - aber da stehen ja ohnehin immer mehr merkwürdige Einträge drin ("hach ja" statt "ach ja" gilt wohl mittlerweile auch als in Ordnung, und vieles andere mehr). :-(



      Ich hoffe, ich mache mich nicht unbeliebt, aber auch dies fiel mir auf:
      Es heißt:
      "Aller guten Dinge sind drei."


      Tut mir leid, aber es fällt mir schwer, mich in solchen Dingen zurückzuhalten. :)



      Nun denn, ich will aber auch etwas zum Thema schreiben.

      Die Diagnose teilte ich bisher kaum jemandem mit; auch wenn ich zu Ärzten gehe (z.B. für Orthopädie usw.) spreche ich nicht darüber. Bei Menschen aus dem Alltag schon einmal gar nicht; es müßte mir jemand schon sehr nahe stehen, sollte ich ihn über meine Diagnose unterrichten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von sempron ()

    • sempron schrieb:

      Es heißt "extravertiert" (nicht: extrovertiert)!

      extravertiert - introvertiert
      Danke. Ich hatte sogar erst aus Impuls: extra... geschrieben, aber dann mit Blick auf die Schreibweise der anderen falsch korrigiert. :m(:
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )

      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater
    • Shenya schrieb:

      aber sie ignoriert es seither und erwähnt es nicht mehr, stellt auch keine Fragen (genau wie meine Schwester). Ich nehme an, sie denkt, wenn sie es lange genug ignoriert, dann geht es wieder weg.
      So hält meine Schwiegermutter es bei unserer Tochter auch.

      Ein Problem, wenn man es nach außen trägt, ist auch, dass die Leute einfach den Unterschied nicht verstehen. Also: "Meine Tochter ist sehr geräuschempfindlich, sie hält es in einem vollen Saal nicht lange aus" - "Mir ist es da auch zu laut, das ist doch nichts besonderes", das Ganze noch mit einem oder zwei anderen Symptomen ("Augenkontakt? Habe ich auch lernen müssen" - gerade erst gehört), schon sind wir beim unausgesprochenen "Die stellt sich doch bloß an, und die Eltern lassen sich auf der Nase rumtanzen".
    • Linnea schrieb:

      sempron schrieb:

      Es heißt "extravertiert" (nicht: extrovertiert)!

      extravertiert - introvertiert
      Danke. Ich hatte sogar erst aus Impuls: extra... geschrieben, aber dann mit Blick auf die Schreibweise der anderen falsch korrigiert. :m(:
      Danke für das "Danke". :)

      Ich befürchte ja öfter einen Sturm der Entrüstung, trotzdem fällt es mir immer sehr schwer, etwas unverbessert stehenzulassen.

      Die Begriffe gehen meines Wissens auf C.G. Jung zurück.

      Ulkigerweise läßt der Duden heutzutage "introvertiert" gelten, aber nicht "Introversion"!? Da soll jemand noch "mitkommen"...
    • sempron schrieb:

      Ich befürchte ja öfter einen Sturm der Entrüstung, trotzdem fällt es mir immer sehr schwer, etwas unverbessert stehenzulassen.
      Mir macht das überhaupt nichts aus.
      Entweder nehme ich es an oder mal eventuell auch nicht.
      "Wie kann es sein, dass ein solch subjektives Element wie ein Beobachter (Mensch) die Wirklichkeit definiert?"
      (Schrödinger lässt grüßen :) )

      ‚Der häufigste Fehler liegt in der Annahme, dass die Grenzen unserer Wahrnehmung auch die Grenzen des Wahrzunehmenden sind.’
      C.W. Leadbeater
    • Gottseidank leben wir in einer recht offenen Gesellschaft.
      Es gibt schon ein paar Personen mit denen ich darüber reden kann ohne dass diese unüberlegt oder dümmlich reagieren.
      Aber klar ist auch dass man sich schon aussucht mit wem man redet.

      Die beste Reaktion war immernoch, das glaube ich dir nicht (weil Er nie im Leben darauf käme).
      Daraufhin sagte ich einfach nur: Du kennst eben nur Dr. Jekyll
      Wenn ich meine angelernten Verhaltensmuster fallen lasse (z.B.: wenn ich erschöpft bin), dann merkt man das auch als aussenstehender.


      o/
      Aneselem